Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Dienstag, 24. April 2007

Politik und Terror - eine Verwandtschaft

In diesem Blog "Terror", Label "Terrorismus".

Es geht wieder um sie:

A

* Susanne Albrecht
* Brigitte Asdonk

B

* Andreas Baader
* Ingeborg Barz
* Verena Becker
* Henning Beer
* Wolfgang Beer
* Monika Berberich
* Peter-Jürgen Boock
...

S

* Angelika Speitel
* Ernst Volker Staub
* Sigrid Sternebeck
* Willi-Peter Stoll

T

* Lutz Taufer
* Johannes Thimme

V

* Inge Viett

W

* Christof Wackernagel
* Rolf Clemens Wagner
* Ulrich Wessel
* Stefan Wisniewski

Und im Wikipedia-Artikel über Siegfried Buback heißt es:

"Buback und Göbel starben noch am Tatort, Wurster erlag wenige Tage später seinen Verletzungen. Zu der Tat bekannte sich kurz darauf ein "Kommando Ulrike Meinhof" (Knut Folkerts, Christian Klar, Brigitte Mohnhaupt und Günter Sonnenberg)."

Dem Generalbundesanwalt und sämtlichen Terroristen sind Artikel mit Lebensläufen gewidmet, dem "Personal", Wurster und Göbel und den anderen Personen-Kollateralschäden, natürlich nicht. Sage jeder, was er will, aber zumindest im Sinn des Herostratentums sind die Terroristen Berühmtheiten, und politische Größen sind sie auch. Welchem Gangster würde der SPIEGEL denn eine Titelgeschichte widmen? Damit aber bestätigt sich wieder einmal, dass die Politik auf Gewalt aufbaut, die gewalttätigen Gegner doch als einen Teil des Systems anerkennt, auch wenn sie das noch so sehr leugnet. Der politische Mord, wie idiotisch er auch sein mag, ist eine politische Tat.
-------
Nachtrag: Das Herostratentum, das sich als irre, verquere Ruhmsucht durch alle Bereiche des öffentlichen Lebens zieht, durch Politik und Kunst vor allem. Und das Maß aller Dinge: die , ganz unspezifisch: Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit

Herostratos (altgriech.: Ἡρόστρατος, seltener Ἡροστράτης; lat. Herostratus, auch Herostrates) war ein antiker ionischer Hirte, der als Brandstifter Berühmtheit erlangte.

Montag, 23. April 2007

So funktioniert Aufklärung

Ich bekomme eine von diesen phantastischen Mails, die einen, zumindest im Hinblick auf Kauf und Geld, versprechen glücklich zu machen. TELEBID...

Dann schaue ich mal unter dem Stichwort "telebid erfahrungen" nach und finde das:

"... hab jetzt mal eine "Auktion" verfolgt - seit gestern abend. Die Details:

Artikel: zwei Tankgutscheine zu 50Euro -> Wert also exakt bestimmbar bei 100 Euro

Auktion läuft seit mindestens gestern abend - alle Minute oder kürzer wird der Preis um 10 cent erhöht. Zur Zeit liegt er bei 71,40. Als ich meine Beobachtung begonnen habe, lag der Preis bei 17 Euro. Das sind also 544 Gebote, für die Telebid jeweils 49 Cent verlangt. Sie haben also seit dem Beginn meiner Beobachtung schon über 270 Euro daran verdient. Da die Auktion sich immer verlängert (sie hat einen definierten Endpunkt morgen Vormittag), steigt der Gewinn weiter.
Gehen wir davon aus, daß die Auktion bei 10 Cent angefangen hat, und keiner mehr bietet wenn der Warenwert erreicht ist, also 100 Euro. Dann sind 999 Gebote a 49 Cent abgegeben worden - der Artikel hat Telebid also etwa 500 Euro eingebracht - bei Null Ersparnis für den Käufer.
Gehen wir davon aus, daß keiner mehr bietet, wenn das höchste Gebot bei 90 Euro liegt - das ist 10 Euro Ersparnis gegenüber dem Warenwert, was als plausibler Endpunkt des Interesses der Kunden liegt. Dann hat Telebid 450 Euro Erlös, der Kunde hat 10 Euro gespart - aber nur wenn er nicht mehrfach geboten hat. Zum dauernden Bieten fordert aber das blinkende "Jetzt bieten und gewinnen. Ende in wenigen Sekunden!" auf. Wer also 20 mal bietet, weil der den Artikel haben möchte, hat auch nichts mehr gespart.
Durch die "Verschleppung" des Auktionsendes (die man nicht überprüfen kann) ist das Ende einer Auktion völlig unberechenbar - und damit auch die Erfolgsaussicht eines Gebots. Wer dort mitbietet muß hirnamputiert sein!

FAZIT: Das ist übler Dummenfang!"

Ach ja, und das noch: Wenn TELEBID -- was keiner kontrollieren kann -- einen automatisierten Mitbieter eingebaut hat, dann erhöht der immer, bis der vorgegebene Wert erreicht ist. Da kann das Unternehmen dann sogar vorgeben, dass bei ca. jeder hundersten Auktion wirklich eine Laptop für 5 Euro vergeben wird. Um die Menschen bei Laune zu halten. Aber man spielt dann halt doch Lotto und glaubt, man würde einer Versteigerung folgen.

Sonntag, 22. April 2007

Rechtschreibreform - ad multos annos

Nicht so wichtig, ob ich hier als Kommentator willkommen bin. Die Sache versteht sich auch ohne den Kontext:

Von der Rechtschreibreform wird, in der Reihenfolge der Wichtigkeit, übrigbleiben [sic]:

-- Das Wissen darum, dass man nicht leichtfertig und mit allerhand Professorengelehrsamkeit in gewachsene kulturelle Regelhaftigkeiten eingreifen sollte.

-- Das "ss" nach kurzem Vokal und, aus Bequemlichkeit und weil der vernünftige Mensch ja auch mal Fünfe grad sein lassen kann, manches zur Großschreibung.

Nicht halten wird sich der Versuch, im Kommissionstran der durchdiskutierten Nächte eine neue Wortgruppenschreibung mit automatischer Aussprache-Veränderung à la "spazieren gehen" zu oktroyieren. Wer sollte sich an so einen Quatsch halten wollen?! Ach ja, und Schreibungen wie "aufwändig" für das Internet-Prekariat, als orthographische Gruppenkennzeichnung.

--

Im übrigen -- ach was! Im Übrigen verweise ich die nächste Reformergeneration auf den Kalauer von unten: "Was ist das Gegenteil von Reformhaus? - Reh hinterm Haus." Damit man schon mal sehen kann, was dabei heraus kommt -- ach was, herauskommt, wenn man gekonnt reformiert. Und darauf, dass jetzt alle SchülerInnen "vorrausschauend" schreiben. Hoch lebe die Reform!

Samstag, 21. April 2007

Administrator oder Demokrator?

Ein Samstag mit Zeit zu allem Möglichen, auch zu dem: Bei Google, unkonzentriert und noch ein wenig müde, eingeben:

ist es sinnvoll, im eingeschränkten modus zu surfen

Die Windows-Termini fallen mir am Samstag Morgen nicht ein.

Google-Wunder gibt es immer wieder. Ich komme auf eine Seite, in der jemand, nach ausführlichen Begründungen, so ungefähr sagt: Für den Privatnutzer, also außerhalb von Firmen mit IT-Spezialisten und Sachbearbeitern für die eigentliche Arbeit, ist die Aufteilung in Administrator und arbeitsames Fußvolk Quatsch. Ich bin geneigt, ihm heftig zuzustimmen. Denn mein Windows nervt mich langsam, weil es immer mehr auch das Normale verweigert. Wenn ich beispielsweise mit der rechten Maustaste auf "Suchen" gehen will, erscheint erst mal das:


Wenn ich zwei Mal ok drücke, dann erst darf ich suchen. (Abby FR 8 hatte ich mal als zeitlich eingeschränkten Versuch. Ich hab es dann gelöscht. Jetzt muss ich mich also auf die Suche begeben, so der Rest steckt, der das da verursacht.)

Ich gebe zu Protokoll: Heute werde ich, erst mal für 1 Woche, diesen Zugang mit Administratorenrechten ausstatten und mich zwingen, sorgfältig Backups anzulegen. Bericht folgt.

Freitag, 20. April 2007

Stretchlimousine

Bevor ich's vergesse. Der echte Witz. -- Gestern, so um 19 Uhr am Zirler Berg, oben. Zu sehen: Steht ein weißes Auto mit kaputtem, dampfspeigenden Kühler weit vorne rechts, am Straßenrand, während sich die Autoschlange hinter dem Bus die letzten Meter quält. Kommt man näher. Was ist es?

Eine weiße Stretchlimousine, um die der livrierte Chauffeur fassungslos herumgeht...

Man muss sich das also ungefähr so vorstellen:

Natürlich mit Rauch und Fahrer.

Kein Witz. Und doch ein Witz. Ein Witz in Echtzeit.

Demut

Meine Lieblingszeichnung von Sempé.


Ausschnitt:



Französischer Text:

" Je vous envie beaucoup. J'aurais tellement voulu faire comme vous, un livre. Avoir l'impression de sortir de la masse "

Freie Übersetzung:

"Wie ich Sie beneide. Wie gerne hätte ich, so wie Sie, ein Buch geschrieben. Dieses Gefühl, aus der Masse hervorzuragen..."

Montag, 16. April 2007

Liebesaus

Am Morgen, wieder an der Bushaltestelle: BILD verkündet, dass die Queen Angst gehabt habe, dass mit Kate, der Harry-Freundin, eine zweite Diana ins Haus steht. ("Nach dem Liebesaus mit seiner Kate" -- kann man denn so wirklich sagen, liebe BILD-Zeitung?)

Hätte die Queen nicht lieber argwöhnen sollen, dass da mit Harry ein zweiter Charles heranwächst?

Nightliner der Rechtschreibreform

Beschließen wir den Tag mit einem Blick auf die Rechtschreibreform, wie sie der STERN verwirklicht:

"Istanbul ist faßzinierend."

Sonntag, 15. April 2007

Messi

Viele der psychischen Leiden sind nicht hinreichend genau beschrieben, sagt H. Beispielsweise kenne man den Messi, aber man wisse nichts über die genauen Zusammenhänge. In welchem Umfang trägt die Gesellschaft zu der Vermüllung bei, wenn jeder Finanzberater endlose Verschickungsaktionen seiner Materialien macht. Und wie müsse man es denn anstellen, damit man die Nerven behält, wenn man Stapel von Papieren, die sich angehäuft haben, in irgendein System bringen soll.

Was soll ich ihr antworten?

Ich habe erst einmal mit einer Nachfrage geantwortet. Was macht sie -- ihrer Meinung nach -- falsch?

Hier die Antwort:

-- Ich produziere zu viele Ideen und gebe diesen Ideen auch Raum. Ich kann nicht anders.
-- Ich produziere zu viele Papiere oder lasse produzieren. Von meinen Schülern. Papierfluten, die ich nicht mehr bewältigen kann.
-- Ich kapituliere vor Papierbergen, die herumliegen. Sie führen dazu, dass ich glaube, mich übergeben zu müssen.

Ich antworte: Immerhin! Da haben wir doch schon einen Lösungsansatz. Und ich bitte um etwas Geduld.

Dann schicke ich ihm diesen Link.

Dienstag, 10. April 2007

Die schlechtesten Witze aller Zeiten

Alle folgenden Witze sind von SPIEGEL ONLINE. Diese Fassung hier hat den Vorteil, dass die Zwischentexte weggelassen sind:

---

Was sitzt auf einem Baum und schreit "Aha"? - Ein Uhu mit Sprachfehler.

---

Was sagt ein Krokodil, nachdem es einen Clown aufgefressen hat? - "Schmeckt irgendwie komisch."

---

Geht ein Mann zur Bank und sagt: "Guten Tag, ich würde gern ein Gyros-Konto eröffnen." Antwortet das Fräulein am Schalter: "Tut mir leid, das ist bei uns nicht Ouzo."

---

Mitten in der Nacht ruft der Arzt den Klempner wegen eines Wasserrohrbruchs an. Der Klempner weigert sich mit einem Verweis auf die Uhrzeit vorbeizukommen. Der Arzt entgegnet: "Aber wenn es Ihnen nachts schlecht geht, erwarten Sie von mir auch, dass ich Ihnen sofort helfe." Daraufhin gibt der Klempner nach und macht sich auf den Weg. Beim Arzt im Keller steht das Wasser schon einen halben Meter hoch. Der Klempner wirft zwei Dichtungsringe hinein und meint: "Wenn es bis morgen nicht besser wird, rufen Sie wieder an."

---

Gerhard Polt: "Mir hamma heuer mal so a Weltreise g'macht. Aber i sog's Eahna glei, wie's is: Da fahr'ma nimma hin."



Wer jetzt nicht genug hat, muss auf der Originalseite abstimmen. URL ganz oben.

* Der mit Tubbs
"Wie heißt eigentlich Tubbs aus 'Miami Vice' mit Vornamen?" - "Corega!" - "Ah. Nord-Corega oder Süd-Corega?"

* Der mit den Jägern
Treffen sich zwei Jäger. - Beide tot.
[Inhaltlich doch sehr nah dran am besten Witz aller Zeiten.]

* Der mit dem Monolog
Zwei Männer sitzen im Theater, sagt der eine: "Pass auf, jetzt kommt gleich der große Monolog." Darauf der andere: "Oh, hoffentlich setzt er sich nicht vor mich."

* Der mit den grünen Streifen
Was ist rot mit zwei grünen Streifen und fährt rauf und runter? - Zwei Tomaten mit Hosenträgern im Fahrstuhl.

* Der mit dem Terroristen
Ein Terrorist kommt am Münchner Flughafen an. Der Zöllner bittet ihn, seine Koffer aufzumachen. Der von der langen Reise übermüdete Terrorist lässt sich beim Öffnen seiner Koffer viel Zeit. Der Zöllner wird ungeduldig und fragt: "Jo, wos is jetzat? Hamas?" Antwortet der Terrorist: "Nein, Dschihad." Meint der Zöllner: "Gesundheit."

* Der mit dem Brot
Kommt 'ne schwangere Frau zum Bäcker: "Ich bekomm' ein Graubrot." Antwortet der Bäcker: "Na, da wird sich Ihr Mann aber wundern."

* Der mit den Yetis
Treffen sich zwei Yetis. Sagt der eine: "Du gestern hab ich Reinhold Messner gesehen." Darauf der andere: "Was, gibt's den wirklich?"

* Der mit der Wurst

In der Metzgerei: "Ich hätte gern Leberwurst - von der groben, fetten." - "Tut mir leid, die hat heute Berufschule."

* Der mit den Models
Was essen Supermodels, wenn's mal schnell gehen muss? - Ein Laufsteak

* Der mit den Kühen
Treffen sich zwei Kühe. Sagt die eine: "Muh." Sagt die andere: "Dasselbe wollte ich auch grad sagen."

* Der mit den Feministinnen
Frühstücken zwei Feministinnen, sagt die eine zur anderen: "Gib mir mal die Salzstreuerin."

* Der mit dem Maulwurf
Was ist klein und schwarz und dreht sich schnell auf der Wiese? - Ein Maulwurf beim Hammerwerfen.

* Der mit dem Reformhaus
Was ist das Gegenteil von Reformhaus? - Reh hinterm Haus.

* Der mit den Tomaten
Verlangt ein Mann auf dem Wochenmarkt "Zwei Pfund Tomaten". Erwidert der Händler: "Das heißt jetzt Kilo." Staunt der Mann: "Ach was, nicht mehr Tomaten?"

* Der mit der Stochastik
"Kennst Du schon den neuesten Statistikerwitz?" - "Wahrscheinlich..."

Wo war'n wir grade stehengeblieben? Ach, so. Ja. Hier.

* Der mit dem Simulanten
* Der mit den U-Booten
* Der mit den Zapfsäulen
* Der mit den Fischen

* Der mit den österreichischen Fußballfans
"Zwei alte Österreicher unterhalten sich über Fußball: 'Wer spielt denn heute?' - 'Österreich-Ungarn.' - 'So? Und gegen wen?'"

* Ich fand sie eigentlich alle ganz gut.

Kreativbüro

Heute, am Dienstag nach Ostern, beginnt mein Projekt "Kreativbüro".

Es gibt natürlich jede Menge Vorabeiten. Eine dieser Vorarbeiten zeige ich hier. Zwei Bierdeckel, auf denen eine Idee Gestalt annimmt. Projektname: Der Geschichtspfad.




Näheres dazu -- hoffentlich -- später. Aber nur, wenn aus dieser Idee was geworden ist. Ob es gelingt, die Sache Realität werden zu lassen, muss sich erst noch zeigen. Aber so ist das ja immer mit Ideen ...

Montag, 9. April 2007

Schule der Rationalität

Mit der Frage "Was heißt eigentlich rational?" verhält es sich wie mit der Frage "Was heißt logisch?" und mit vielen anderen Fragen, die diese Struktur haben: Ein allgemein als positiv eingeschätztes Wort (eben: rational, logisch, Freiheit, Gerechtigkeit; usw.) wird gesetzt, und dann soll das Wort auf konkrete Fälle angewendet werden. Dabei kommen extrem viele Faktoren ins Spiel, einschließlich solcher, die wir, weil wir nicht weiter differenzieren können, als 'psychopolitische Emotionen' bezeichnen sollten. In der Argumentation wird dem, der nicht so empfindet wie der Urteilende selbst vorgeworfen: irrational, unlogisch zu sein oder zu argumentieren.

Wovon ist die Rede fragt eine Frau (oder ein Mann)?

Vorschlag: Lesen Sie mal mit kühlem, hochrationalen Herzen diese Einlassungen, und beobachten Sie anschließend, wie Ihre eigenen Emotionen wachsen. Befragen Sie sich jede Minute ein Mal: 'Woher kommen meine Emotionen, die sich gerade aufgebaut haben? Wohin würde ich bei konkreten Maßnahmen tendieren?'

Das ist dann aber nur der erste Schritt! Wohin? Zum Aufbau einer Schule der Rationalität.

Sonntag, 8. April 2007

Bushaltestelle

Die Speicherkarte der Kamera auf die Festplatte kopieren und dabei ein fast vergessenes Bild finden. Fotografiert an der Bushaltestelle. Das Mädchen von der C&A-Werbung. Dieser verführerische Blick! Man sollte diesen Blick, glaube ich, ohne den Preis für den BH überliefern.


Ein tiefer Ausschnitt. Sozusagen.