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Donnerstag, 31. März 2022

Palästinenser

Meine Vorurteile in der Sache sehen so aus: Wenn die Palästinenser, wie die frühen Israelis, mit Tröpfchenbewässerung angefangen hätten Tomaten anzubauen, wenn sie nicht das Schießen als Selbstzweck erfunden hätten, dann sähe der nahe Osten ganz anders aus. So aber haben sie eine aufgeblähte Verwaltung aufgebaut, weil die im großen und ganzen von Europa finanziert wird, und üben sich im übrigen in Terror und Jammern.

Sonntag, 14. November 2021

Messerattacke im ICE -- U. a. mehr

 

Das ist ja durchaus lesenswert! Aus dem CICERO.

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Ex-Chef des Bundesnachrichtendienstes

„Vorfälle wie die Messerattacke im ICE sind nur die Spitze des Eisbergs“

Der frühere BND-Chef Gerhard Schindler kritisiert das mangelnde Verständnis für Sicherheitsfragen in Deutschland. Er fordert eine Neujustierung der gesamten Inlands- und Auslandsaufklärung gerade beim Thema Terrorismus. Und spricht über die Gefahren unkontrollierter Migration.

13. November 2021

Gerhard Schindler war von Dezember 2011 bis Juni 2016 Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND). Schindler ist Unternehmensberater und Autor des Buches „Wer hat Angst vorm BND?“, das 2020 im Econ-Verlag erschienen ist.

Herr Schindler, im zurückliegenden Bundestagswahlkampf waren die Themen Innere und Äußere Sicherheit praktisch kein Thema. Dabei erleben wir jedoch von Tag zu Tag neue Bedrohungen. Sind die Deutschen naiv – oder fürchtet man unangenehme Wahrheiten?

Ich befasse mich schon seit längerem mit der Frage, welchen Stellenwert Sicherheit in unserer Gesellschaft hat – leider mit dem Befund, dass der Stellenwert unterentwickelt ist. Es gibt dafür eine Reihe von Erklärungen, von denen ich zwei hier nennen möchte. Wir haben erstens nicht mehr den Typus Sicherheitspolitiker, den wir früher hatten. Der letzte dieser Art war der damalige Innenminister Otto Schily, der Sicherheit und seine Politik für Sicherheit quasi verkörpert hat. Davor gab es eine Reihe von anderen herausragenden Sicherheitspolitkern in allen Parteien, aber nach Schily hörte es aus meiner Sicht auf. Zweitens: Wenn wir uns einmal mit den USA vergleichen, stellen wir fest, dass wir nur eine geringe Anzahl von sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen haben, die sich mit dem Thema Sicherheit befassen. Bei uns gibt es zwar die Stiftung Sicherheit und Politik und noch das eine oder andere Institut, aber nicht in dem qualitativen und quantitativen Umfang wie in den USA. Dort beschäftigen sich proportional mehr NGOs mit den Themen Sicherheitspolitik, Bedrohungslagen und wie man diesen begegnen kann. Und dort gibt es auch einen intensiven Informationsaustausch zwischen der aktiven Politik und der Wissenschaft zu diesem Thema. Das fehlt bei uns in Deutschland und ich glaube, dass Sicherheit auf dem Weg ist, ein „Igitt“-Thema zu werden.

Warum eigentlich „Igitt“?

Meist nur dann, wenn es wieder einen Vorfall gibt, poppt das Thema Sicherheit auf, aber mit einer negativen Konnotation, nach dem Motto: Wie konnte das passieren? Wer hat die Verantwortung? Warum haben die Sicherheitsbehörden versagt? Das ist wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Es gibt kaum Politiker mehr, die sich aktiv und öffentlich für Sicherheit einbringen wollen, weil das Thema negativ besetzt ist. Und das Thema bleibt negativ besetzt, weil es keine herausragenden Fürsprecher mehr dafür gibt. Damit schließt sich immer wieder der Kreis im Negativen; Sicherheit wird ein Thema, das stört, das unangenehm ist, das man wegdrängt und mit dem man eigentlich gar nichts zu tun haben will. Insofern haben wir da eine Entwicklung, die alles andere als gut ist. Dabei  bin ich der Überzeugung, dass das nichts mit unserer Vergangenheit zu tun hat. Die gängige These, das hätte etwas mit den unsäglichen Ereignissen im Dritten Reich oder in der DDR zu tun, teile ich nicht; Geschichtsbewusstsein ist  sicher nicht der ausschlaggebende Grund für diese Entwicklung.


Dienstag, 10. November 2020

Deckname „Heinrich Himmler“ BEARBEITEN

 

https://www.krone.at/2272683 Der 20-Jährige wurde bereits im August 2020 festgenommen, als er nach einer Rauferei in Favoriten auf einschreitende Polizisten losgegangen war. Zudem war er bereits im Jahr 2018 wegen Bildung einer kriminellen Organisation und terroristischer Vereinigung vor dem Richter gestanden und verurteilt worden. Nun wurde bekannt, dass der Tschetschene auch jene Web-Gruppen geleitet haben dürfte, über die sich die Wiener „Sittenwächter“-Bande ausgetauscht und organisiert hatte. Unter dem Decknamen „Heinrich Himmler“ - offenbar nach dem aus dem NS-Regime bekannten „Reichsführer SS“ benannt - soll er mehrere Messenger- und Telegram-Chats geleitet haben. Insgesamt elf Verdächtige wurden ausgeforscht, etliche Festnahmen und sechs Hausdurchsuchungen in Wien und Linz folgten.

Samstag, 31. Oktober 2020

Ceterum censeo ...

... islamismum esse delendam!


Ich werde von nun an auch bei anderen Kommentaren wie der Ältere Cato dieses Ceterum censeo anfügen. Es geht einfach nicht mehr anders! Hier einmal, weil zum ersten Mal, ausführlicher. 
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Ich denke, dass allmählich grundlegend andere Denk- und Argumentationsansätze her müssen!  

Zwei Beispiele: 

 1. Im Namen der Religionsfreiheit werden in den westlichen Ländern Moscheen gebaut. Was hindert die westlichen Länder daran, im Namen der Gleichheit zu fordern und durchzusetzen, dass in allen muslimischen Ländern dann natürlich auch Kirchen der verschiedenen Konfessionen und Richtungen stehen müssen. Für deren Sicherheit der jeweilige muslimische Staat sorgen muss. 

 2. Es muss immer und immer wieder offen und sehr nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die wirtschaftlichen und sozialen Probleme der muslimischen Länder sehr viel mit der voraufklärerischen Zurückgebliebenheit des Normal-Islam zu tun haben.* 

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* Den meisten aufgeklärten Westlern ist ein solcher Hinweis natürlich peinlich. Man ist ja einfach großzügig. Was auch beinhaltet, dass man manchen Ländern wie Kindern halt so Einiges nachsieht. Damit tut man diesen Ländern = , also den Menschen dort, aber überhaupt keinen Gefallen. -- Wer es genauer haben möchte, suche mal nach "Neil deGrasse Tyson compares the number of Nobel Laureates in the sciences in both the Muslim and Jewish communities". Es gibt da ein aufschlussreiches Video.


Donnerstag, 29. Oktober 2020

Jürgen Kantner & Sabine Merz

An manche Geschichten muss ich von Zeit zu Zeit immer einmal denken. Hier ist eine dieser Geschichten. Abenteuer. Richtung: "Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um". Früher oder später. Das klare Wissen: "Ein zweites Mal holt und keiner mehr raus." Und dennoch weiter und immer weiter.

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... Das Militär schützt ihn und bringt ihm Kalaschnikows zur Reparatur. Schließlich kommt Sabine Merz nach, und gemeinsam stechen sie im Sommer 2009 zur nächsten Etappe in See. „Ein zweites Mal holt uns keiner mehr raus“, sagt Kantner damals dem Tagesspiegel. Das Paar trifft Vorkehrungen, um sich im Notfall selbst mit Waffengewalt verteidigen zu können. Die Gefahr, abermals von Piraten am Horn von Afrika angegriffen zu werden, ist zu jener Zeit noch nicht gebannt. Kantner und Merz wollen den Indischen Ozean überqueren und erst in Malaysia wieder Halt machen. Für Zwischenstopps auf den Malediven oder Sri Lanka fehlt ihnen das Geld. Sieben Jahre später treffen sie auf ihre Mörder. Wobei die Terroristen erklären, Sabine Merz habe das Feuer auf sie eröffnet. (tagesspiegel.de)

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Donnerstag, 19. Dezember 2019

Gesamtkomplex: Migration usw.

M. überlässt mir ihren Kommentar bei der ZEIT. Sie ist sich wieder mal nicht so ganz sicher, ob der Kommentar gebracht wird. Es werde auch da wieder mal -- nun ja, vorzensiert. Müsse aber vielleicht auch sein. - Die Liebe!

Nun denn ...

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Ziemlich am Anfang hat ein Kommentator geschrieben:

"FranzJosefMarx #1.1 'Da kann man ja direkt wieder Vertrauen in die Justiz bekommen.' Wodurch haben Sie das denn verloren?"

Ich nehme den Gesamtkomplex Migration & Kriminalität & Terrorismus so wahr, dass da ein deutsches Rechtssystem ist, das einst für vorhandene Normen und Gepflogenheiten entwickelt worden ist, das aber heute, in Zeiten der Globalisierung & Migration & fremden Aggressivitätsnormen + Chuzpe, nicht mehr funktionsfähig ist.

"Trotz Einreiseverbot wieder in Deutschland 9400 Rückkehrer binnen fünf Jahren. Der Bremer Clanchef Miri ist kein Einzelfall: Zahlreiche Menschen ignorieren ein Wiedereinreiseverbot und kommen zurück nach Deutschland." (tagesspiegel.de)

Eine FDP-Anfrage hat gerade eben deutlich gemacht, dass diese Wiedereinreise mit neuerlichem Asylantrag in letzter Zeit noch einmal deutlich zugenommen hat.

Und in aller Sachlichkeit -- ich neige da wahrhaftig nicht zu Aufgeregtheit und Randale, aber es gibt eine gesicherte, weil gerichtlich festgestellte Größe:

"In Justizvollzugsanstalten sitzen immer mehr ausländische Häftlinge ein. Stark vertreten sind Gefangene aus Polen, Tunesien und Libyen. In zwei Bundesländern kommt mehr als jeder zweite Gefangene aus dem Ausland." (welt.de)

Das hat einen sicherheitspolitischen, aber natürlich auch eine geldpolitischen Aspekt: Die Justizverfahren (mit vom Staat bezahlten Verteidigern) und die Gefängnisplätze kosten viel Geld.

Hat das bei mir etwas mit nicht mehr vorhandenem Vertrauen in die Justiz zu tun? Nein. Aber mit schwindendem Vertrauen in das "Gesamtsystem" schon.

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Montag, 16. Dezember 2019

Politisch Verrückte: autochthone und eingebürgerte ~

Das schrieb Universalamateur #2.2 in der ZEIT im August 2019:

"Wenn ich da an einen Herrn Vogel denke, kann ich nicht erkennen, dass Einbürgerungsbestimmungen hier eine Rolle spielen."

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Wenn ich da nachdenke, erinnert mich das an diese Umformulierung: 

Habeck: „Vogel ist ein Bastard!“ Schily: „Ja, aber er ist unser Bastard!“

Na ja, so ähnlich. Oder etwas klarer ausgedrückt: Natürlich wird man die autochthonen politisch Verrückten nicht verhindern können; aber muss man die Anzahl der Verrückten durch Einbürgerungen auch noch ohne Not erhöhen?*

Heute ist das Urteil ergangen: 5 Jahre und 9 Monate Gefängnis.

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* Statt eines Einbürgerungstests mit Fragen wie "Wie heißt der Bürgermeister von Wesel?" sollte ein Lügendetektor-Test her: "Stellen Sie das Grundgesetz über die Scharia?"

Freitag, 25. Oktober 2019

Mohamad M.

Manchmal muss man einfach bei BILD vorbeischauen. Es sei denn, man erklärt Meldungen wie die folgende für irrelevant und sieht an ihnen vorbei. Was auch heißt, dass man sich eine Weltsicht zusammenbastelt, in der es Leerstellen gibt.

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P. VOLKMANN-SCHLUCK, M. LUKASCHEWITSCH, F. PIATOV, M. RABIE UND F. SOLMS-LAUBACHveröffentlicht am 24.10.2019



Berlin – Nach dem Terror von Halle diskutiert ganz Deutschland über besseren Schutz für jüdische Einrichtungen.



Doch die bittere Wahrheit zeigt sich im Fall von Mohamad M., der am 4. Oktober mit einem Messer bewaffnet über den Zaun einer Berliner Synagoge geklettert war. Mit den Worten „Fuck Israel“ und „Allahu Akbar“ bedrohte er Passanten und Polizisten – und läuft heute frei herum. Wo sich der besonders für Juden gefährliche Messermann derzeit aufhält: unklar!

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Und die Berliner Justiz? Wiegelt weiter ab! Auf Nachfrage verteidigte Oberstaatsanwalt Michael Steltner die Entscheidung, Mohamad M. laufen zu lassen. Dass dieser ein Messer zeigte, damit „jonglierte“, habe für eine längere Festnahme nicht genügt. (bild.de)

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Samstag, 12. Oktober 2019

Islamisten im System


Kurzanalyse zu Anschlag in Frankreich
Verdächtige Bärte - Exklusiv für Abonnenten - In Paris hat ein Polizist vier Kollegen ermordert. Das könnte ein Wendepunkt in Macrons Amtszeit sein. Von Britta Sandberg1 1. Oktober 2019 - Eines war der Regierung unter Präsident Emmanuel Macron bisher erspart geblieben: ein großer islamistischer Anschlag mitten in Paris. Die Mitarbeiter der Satirezeitung "Charlie Hebdo", die im Januar 2015 brutal erschossen wurden; die 131 Toten der Pariser Anschläge im November desselben Jahres wie auch die 86 Opfer des Anschlags von Nizza 2016 – sie fielen in die Amtszeit des Sozialisten François Hollande.

SPIEGEL heute, S. 84

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https://youtu.be/FfZU6MCl0yc

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https://taz.de/Nach-Messerattacke-in-Paris/!5632808/

12. 10. 2019

VON RUDOLF BALMER

Nach Messerattacke in Paris

Frankreich will Aufklärung

Nach dem tödlichen Angriff werfen die Ermittlungen kein gutes Licht auf den Sicherheitsapparat der Polizei. Der Täter besaß sensible Informationen.



Trauer in Paris: Polizeibeamte knien vor den Särgen der vier Opfer des MesserangriffsFoto: dpa

PARIS taz | Zehn Tage nach einem Mordanschlag in der Polizeipräfektur von Paris gibt es bei den Ermittlern kaum noch Zweifel daran, dass der zum Islam konvertierte Polizeibeamte Mickael H., der drei Kollegen und eine Kollegin erstochen hat, aus terroristischen islamistischen Motiven gehandelt haben soll.

("kaum noch Zweifel ... haben soll"? Da stimmt was nicht mit Logik und Grammatik! - "gehandelt hat" bin!)

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Sonntag, 15. September 2019

Alles verstehen, heißt: alles verzeihen.

Notizbuch:

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Al-Kaida. US-Regierung bestätigt Tod von Hamsa bin Laden. Der Sohn von Osama bin Laden soll eine wichtige Rolle in der Terrororganisation Al-Kaida gespielt haben. Laut dem Weißen Haus starb er bei einem Antiterroreinsatz. 14. September 2019 -- 75 Kommentare

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"Bei aller Erleichterung, sollte man dennoch nicht vergessen, daß Hamza nicht nur Täter, sondern auch Opfer der Umstände war."

Was fällt mir da ein?

1. Alles verstehen, heißt: alles verzeihen.
2. In dieser großen Verallgemeinerung ist jeder Täter ein Opfer.
3. Wir können auch Adolf H., wenn wir ganz genau hinschauen, als ein Opfer der Umstände sehen.

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Mittwoch, 26. Juni 2019

Wikipedia: Mordfall Lübcke (2)

Ich kopiere einen Wikipedia-Kommentar von mir hierher. Man weiß ja nie...

Vorausgegangen: Ein Artikel zum ausgeschriebenen Namen Stephan Ernst wurde gelöscht bzw. verschoben.

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Seien wir doch bitte realistisch!

Also -- ob jetzt auf die Schnelle und wie schnell ein Artikel zum Mordfall WL geschrieben werden muss oder einer zum Attentäter, das ist für mich schwer zu sehen. Mit beidem könnte man noch ein paar Tage warten. Aber wenn es sein muss, warum nicht jetzt, Schritt für Schritt. Was ich aber zu bedenken gebe und wahrnehme, ist dies: Es gibt hier in der deutschen WP ein -- sicherlich gut gemeintes -- Bestreben, Untaten bzw. die Täter nicht auch noch durch einen WP-Artikel berühmt zu machen. Das erinnert an ein berühmtes Vorbild, das in der WP so überliefert ist:

Die Stadt Ephesos verbot die Nennung seiner [des Herostratos] Brandstiftung und selbst seines Namens, nachdem er unter Folter seine Tat und sein Motiv genannt hatte. | Trotz der verfügten damnatio memoriae überlieferte der zeitgenössische Historiker Theopompos von Chios Tat und Namen des Herostratos in seinem Werk, so dass dieser sein Ziel erreichte und mit seiner Tat bis zum heutigen Tag unvergessen blieb.

Für den vorliegenden Fall: Die Parallele zu Stephan E. heißt Gundolf Köhler, und da gibt es, wie ich glaube: mit gutem Grund, einen Artikel zu diesem Mann. Ob der Familienname bis zum Prozess genannt werden sollte -- da muss eine Diskussion her. Im Moment ist die WELT am inkonsequentesten:

Stephan Ernst legt Geständnis im Mordfall Lübcke ab | Innenminister Seehofer bestätigt, dass der Tatverdächtige Stephan Ernst den Mord an Walter Lübcke gestanden hat. Er habe bei seinem Geständnis außerdem angegeben, als Einzeltäter gehandelt zu haben, so Seehofer. | Mehr als drei Wochen nach dem Mord an Walter Lübcke hat der verdächtige Stephan E. gestanden. Er habe alleine gehandelt. (welt.de)

Ich nehme nicht an, dass das E. aus Gründen der Platzersparnis da steht, sondern, oben oder unten, aus Nachlässigkeit.

Ich sag mal so: Bei Anders Breivik und Brenton Tarrant sind auch längst Artikel da. Also wird Stephan E. auch seinen Artikel bekommen. Und das mit dem Abkürzen, wenn der Name ausgeschrieben in den Zeitungen steht -- das kommt mir doch ziemlich beckmesserisch vor. Und es erinnert mich, wie gesagt, an den Rat der Stadt Ephesos.

Und das, was ich da eben geschrieben habe, ist wieder so ein Fall, bei dem ich nicht sehe, wie ein rational argumentierender Mensch anderer Meinung sein kann. Aber wer weiß ...

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Sonntag, 2. Juni 2019

ISIS-Oma

Notizbuch

Überlegung: Es gibt keine auch noch so abwegige Sache, für die sich nicht Menschen finden, die diese abwegige Sache vertreten. Wenn noch ein vermeintlicher -- arg vorübergehender -- Erfolg einer Bewegung hinzu kommt, dann fahren Menschen zur Quelle. Auch wenn klar ist, dass das lebensgefährlich sein wird.

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HELGA G. GING MIT TOCHTER UND ENKELN AUS OBERHAUSEN INS „KALIFAT // ISIS-Oma stirbt bei Schlacht in Syrien // Syrien: ISIS-Oma stirbt bei Schlacht in Syrien // 02.06.2019 Sie folgte ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und den Enkelkindern nach Syrien – und fand dort bei der Schlacht um die letzte ISIS-Hochburg den Tod. (bild+)

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BILD+ habe ich nicht (und werde ich nicht haben). Also ein wenig weiter gesucht.

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Helga G. aus Oberhausen ist als radikale Islamistin in Syrien gestorben. 2015 reiste sie mit ihrer Familie in die ISIS-Hochburg Baghuz. Dort lebte Helga G. mit ihrer Tochter, den Enkelkindern und dem Schwiegersohn in „guten Verhältnissen“, berichtet die BILD. Doch in der Schlacht um die Hochburg starb die aus Oberhausen kommende Oma.

Helga G. wanderte erst von Oberhausen nach Australien aus

Wie konnte es zu ihrer Radikalisierung kommen? Helga G. ließ sich 2002 von ihrem Mann scheiden, wanderte nach Australien aus und eröffnete da ein kleines Geschäft. Doch 2014 ging sie pleite und sie kam zurück nach Oberhausen, um für ihre Enkelkinder da zu sein.

Tochter von Helga G. aus Oberhausen war radikale Islamistin

Die Tochter Maya G. war mit einem Libanesen verheiratet, der als Waffenhändler im „Kalifat“ in Syrien arbeitete. Auch Helga G. ließ sich radikalisieren. Sie postete laut BILD immer wieder islamistische Aussagen wie „Wer nicht unter der Scharia lebt, ist kein Muslim.“ Ob die Oberhausenerin zu einer Abreise gedrängt worden ist, ist nach BILD Informationen unklar. (derwesten.de)

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Ein Libanese also. Und es fällt mir wieder nur ein, dass wir mittlerweile hierzulande so einiges an Gschwerl haben. Und die Frage kommt auf: Wohin wird das in mittlerer Zukunft führen? Im günstigsten Fall wird Deutschland ein melting pot nach dem Vorbild der USA. Im schlimmsten Fall ein Libanon in Mitteleuropa.

Montag, 25. März 2019

Sprachlosigkeit und Gewalt

Deutsche Literaturwissenschaftler -- manchmal interessieren sie sich für alles. Beispiel: Helmut Arntzen, der manchmal über das Ziel hinausschoss. Reden wir nicht vom Ziel.) Aber hier ...

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Gewalt herausführt und warum Robert begonnen hat, die nur aus Gewalt bestehenden Videofilme und Computerspiele sich anzusehen, sich einzuverleiben, mit ihnen den Kopf vollzusaugen. Gut, Tausende sehen die auch, ohne Massenmörder zu werden. Und der Bruder sagt: "Seine Videospiele habe ich nicht als so abwegig empfunden. Das machen so viele." Aber was ist mit deren Köpfen und Gefühlen? Gehen sie unbeschädigt aus den Trommelfeuern der fiktionalen Gewalt hervor? Eine der Blödmachereien, die heute seltener geworden sind, war, von der kathartischen Wirkung solcher Ware zu sprechen. Als sei die nicht nach Aristoteles immer an Mitleid und Furcht gebunden, als sei die strukturlose Blutorgie als solche schon ‚reinigend‘ und nicht höchstens die Tötung jeder Sensibilität. (.helmut-arntzen.de)

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Freitag, 15. März 2019

"Tatverlauf in Christchurch"

Die Meldung, die überrascht: Neuseeland? Ausgerechnet?!

Nun gut, wer hätte damals nicht ähnlich gedacht: Norwegen?!

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Was ist über den Tatverlauf in Christchurch bekannt?
Am Freitagmittag, um 13.45 Uhr Ortszeit, drang mindestens ein bewaffneter Mann in die Al-Noor-Moschee im Stadtzentrum von Christchurch auf der neuseeländischen Südinsel ein. Möglicherweise hatte er mehrere Mittäter. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich mehrere Hundert Gläubige zum Freitagsgebet versammelt. Der Angreifer eröffnete das Feuer und tötete 41 Menschen. Zeugen zufolge trug der Mann einen Helm und eine kugelsichere Weste. (zeit.de)

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Was gleich darauf erschreckt: die Kommentare der "User" zu den Meldungen. Viel die obligatorischen Beileidsbekundungen -- von denen ich nie weiß, was ich davon halten soll. Über das Internet? An Menschen, die unbekannt sind? Kondolieren ist doch etwas Persönliches... Nun gut.

Die politischen Anmerkungen, fast immer, auch wenn sie gut gemeint sind, fatal. Die historischen Verbindungen, der Stolz, das eigene halbgare Wissen präsentieren zu können. Belesenheitsnachweise mit kraftvollem antirassistischen Bekenntnis allerorten.

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Die Alternative zur Alternative #1
Es ist erschreckend, dass selbst im 21. Jahrhundert allenthalben die Brutalität des Rassismus ihre hässliche Fratze zeigt. Die Gedanken René Girards über dieses Phänomen haben noch nichts an Aktualität verloren.

MK Ultra 2.0 - Sonderbehandlung IB #1.1
Es ist leider die traurige Konsequenz des geistigen Nährbodens, den Parteien wie die AfD, die nationalistische Front aus Frankreich, die SVP und Lega Nord seit vielen Jahren bereiten. Im Zusammenhang mit den E-Mails an linke Politiker, jüdische Menschen und Journalisten, müssen wir aufpassen. Sonst wird so etwas wie in Christchurch bald in Deutschland passieren.

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Jetzt ist die AfD sofort da. Und dann der Rest des Abzulehnenden. Diese schlichten Rituale, die nichts, aber auch gar nichts bringen.

Immerhin: der letzte Satz! Wobei unklar ist, wie man da "aufpassen" soll. Das tun die Geheimdienste sicherlich 24 Stunden am Tag. Und können solche Anschläge doch nicht verhindern. Aber: 

"Sonst wird so etwas wie in Christchurch bald in Deutschland passieren." 

Wie wird man es verhindern? Gnade uns Gott, wenn die hiesigen Kirchen bzw. einige ihrer Mitglieder auf einmal ihre wirklich ihre Kreuzritter-Vergangenheit entdecken. Oder wenn die rechten Gruppierungen auf einmal nicht mehr von der Mitte der Gesellschaft ganz und gar abgelehnt werden. Was braucht es dazu? Ein paar Anschläge und wirtschaftliche Probleme. Mehr nicht.

Mittwoch, 30. Januar 2019

Mohamed Mahmoud und die allerdümmsten Kälber

Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass die europäischen Länder, die meisten jedenfalls, die Länder der allerdümmsten Kälber sind.


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Sein Vater Sami Mahmoud war in seinem Herkunftsland Ägypten Mitglied der damals verbotenen Muslimbruderschaft. Aus Angst vor einer Verhaftung flüchtete er nach Österreich und erhielt Asyl, fünf Jahre später die österreichische Staatsbürgerschaft, die auch automatisch auf seine bereits in Österreich geborenen Kinder ausgedehnt wurde.

...

Von dort ging er wieder mit mehreren Videos an die Öffentlichkeit. Mitte März 2013 tauchte schließlich ein Video im Internet auf, in dem er seinen österreichischen Pass verbrannte und gleichzeitig mit Terror drohte. Nur wenige Tage später wurde Mahmoud in der türkischen Stadt Hatay aufgegriffen – mit einem gefälschten libyschen Pass. Offenbar wollte er nach Syrien, um sich dort einer islamistischen Gruppierung anzuschließen. Er befand sich daraufhin bis zum 19. August 2014 in türkischer Haft und forderte die Auslieferung nach Österreich. Nach Erreichen der gesetzlichen Maximaldauer wurde Mahmoud unter Auflagen aus dem Polizeigewahrsam in Konya freigelassen. Doch statt sich fortan regelmäßig bei der Polizei zu melden, verschwand er.

Im Juni 2015 erschoss Mahmoud zusammen mit Abu Umar al-Almani im syrischen Palmyra zwei Gefangene (angeblich syrische Soldaten) und wurde bei diesem Kriegsverbrechen für ein Propagandavideo des IS gefilmt. (Wikipedia)

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Berichte in ZEIT, SPIEGEL und FAZ.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Gefährder

"FRANKREICH. 26 000 Gefährder auf der Terror-Liste." (bild.de)

Wenn das näherungsweise stimmt: Wie soll da so etwas wie innere Sicherheit überhaupt noch gewährleistet werden? Denn was mit Sicherheit auch stimmt: Es gibt da noch Gefährder, die nicht auf der Liste stehen. Was sie noch einmal gefährlicher macht.

Montag, 12. November 2018

Tarek Belgacem

Notizbuch

Man kann es als Zeichen einer freundlichen europäischen Normalität nehmen, dass angesichts solcher Meldungen im freien Fernsehen, nicht nach den Köpfen gerufen wird, die -- symbolisch natürlich, nicht wirklich -- rollen müssen. Also nationale Minister und hohe politische Beamte in Brüssel müssten da doch zurücktreten, wenn in ihrem Verantwortungsbereich so etwas möglich ist! Aber nein, die Haltung scheint zu sein: "Europa, das liberale, kann sich so etwas eben leisten! Da regen wir uns doch gar nicht auf. Bedauerlich für die einzelnen Opfer, aber im Großen -- politisch gesehen? Peanuts!"

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START › VIDEOS › TERRORIST MIT 20 IDENTITÄTEN | Die Reise des Tarek Belgacem | Terrorist mit 20 Identitäten || Am 7. Januar 2016 geht ein islamistischer Terrorist in Paris mit einer Axt auf Polizisten los. Es ist der gebürtige Tunesier Tarek Belgacem, der zuvor in sieben europäischen Ländern Asyl beantragt hatte. | Belgacem wurde bei dem versuchten Anschlag in Paris erschossen. Doch soweit hätte es gar nicht kommen dürfen. Der 24-Jährige reiste vorher unbemerkt durch Europa und nutzte dabei mindestens 20 verschiedene Identitäten. Der Fall zeigt deutlich die Schwachstellen bei der Registrierung von Flüchtlingen auf. | Ein Beitrag von Marie Groß und Roman Lehberger.

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Ist da jemand zurückgetreten? Überhaupt -- haben sich die Verhältnisse seitdem geändert? Ich hatte diese Sache nie wirklich, wie man so sagt: auf dem Schirm. Gestern habe ich das entsprechende Video bei SPIEGEL-TV gesehen. Ach ja, und das Wort muss natürlich kommen: Der Datenschutz verhindert, dass die Daten abgeglichen werden.

Sollte ich einmal nachfragen?

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Freitag, 31. August 2018

"... der 70-jährige von den Terroristen ermordet."

Wie unterschiedlich die Menschen sind! Die einen trauen sich nicht hinterm Ofen hervor, die anderen brauchen den Kick, das Meer, das Abenteuer. Wahrscheinlich auch den Reiz der Todesgefahr.

Ich weiß nicht mehr genau, welche Zeitungsmeldung mich diese Geschichte hat wieder ausgraben lassen.

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27. Februar 2017 Uhr. Deutscher Segler hingerichtet. "Ich bin fertig. Es kommt, wie es kommt." 2008 wurde ein deutsches Seglerpaar schon einmal entführt. Trotzdem gingen sie wieder das Risiko ein. Jetzt sind beide tot. Die Frau starb schon bei einem Überfall im November. Der Mann wurde nun brutal ermordet, im Dschungel einer philippinischen Insel. ... Auf dem Segelschiff wurde seine tote Lebensgefährtin gefunden, nun wurde auch der 70-jährige von den Terroristen ermordet. Auf dem Segelschiff wurde seine tote Lebensgefährtin gefunden, nun wurde auch der 70-jährige von den Terroristen ermordet ... Dass er nicht mehr lange am Leben sein wird, muss der Mann geahnt haben. Vielleicht hat er es Mitte Februar auch schon gewusst. Damals zwangen Islamisten der Terrorgruppe Abu Sayyaf ("Träger des Schwerts") den deutschen Segler im Dschungel der Philippinen-Insel Jolo, wo sie ihn schon seit mehr als drei Monaten gefangen hielten, vor die Kamera. Das Video stellten sie dann ins Internet. Der 70-Jährige bat flehentlich darum, dass für ihn Lösegeld gezahlt werde. Andernfalls werde er "am 26., um drei Uhr nachmittags" geköpft. Dann brach er in Tränen aus. Als er weiterreden konnte, meinte er nur noch: "Ich glaube nicht, dass ich eine Chance habe, hier lebend herauszukommen. Weil: Es tut sich nichts. Jeder gibt die Kugel dem anderen hin. Ich bin fertig. Ich habe nichts mehr zu sagen. Es kommt, wie es kommt." "Zutiefst erschüttert über das grausame Vorgehen" Die Angst des Mannes, seine Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit - all das stellten die Terroristen brutal zur Schau. Am Montag gab es dann, wie zu befürchten, das nächste Video aus dem Dschungel. Eine Minute und 43 Sekunden lang, noch brutaler. Zu sehen ist, wie einem Mann der Kopf abgeschnitten wird. 
...
Der 70-Jährige und seine Lebensgefährtin waren schon seit vielen Jahren zusammen auf den Weltmeeren unterwegs. Welches Risiko sie eingingen, wussten sie. Im Juni 2008 wurden sie schon einmal entführt, damals vor der Küste Somalias. Die Piraten schleppten die "Rockall" bis ins Landesinnere. Erst nach 52 Tagen kamen die beiden frei. Angeblich wurden 600.000 US-Dollar Lösegeld gezahlt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nie. (stern.de)

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Ich meine mich zu erinnern, dass der Mann nach der Entführung durch Somalis gesagt hat, er wisse, noch einmal würde für ihn kein Lösegeld mehr gezahlt. Und meine Überlegung schon damals: Sind die Steuerzahler wirklich verpflichtet, die große Abenteuerlust Einzelner zu alimentieren? Müsste nicht eine private Versicherung Pflicht sein, die solche Lösegeld-Forderungen abdeckt? Das würde die Abenteuerlust vielleicht etwas in die richtigen Weltgegenden hin verlagern. Nicht nach Somalia und in die Abu-Sayyaf-Gebiete.

Dienstag, 19. Juni 2018

Georg Meggle: Terrorismus-Definition

Georg Meggle, Philosoph mit akademisch ererbtem Hang zur formalen Logik, analysiert den Terrorismus-Begriff.

"Allenfalls UNSERE Feindstaaten sind potentielle T-Akteure. Schurkenstaaten sind nur solche, die gegen UNS sind. Genauer: Nur solche, die WIR als unsere Gegner betrachten wollen. Genau diese implizite Relativität auf UNS macht das Axiom (A.1) explizit. Und zwar nicht nur für Staaten, sondern ganz generell. Auch für alle potentiellen nicht-staatlichen Akteure." (heise.de)

Die große Frage unterm Strich: Funktioniert unsere Sprache der politischen Diskussion und Auseinandersetzung jemals mit strikt definierten Begriffen? Wenn anzustreben: Welchen Vorteil brächte eine solche Veränderung für die Diskussion? Und: Verzweifelt man nicht, wenn andere Menschen sich partout nicht an die begrifflichen Festlegungen halten wollen?



Donnerstag, 3. Mai 2018

Dschihadisten im Ruhestand

Notizbuch (Fortsetzung):

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NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU): „Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sami A. möglichst bald im Flugzeug nach Tunesien sitzen würde. Dann müsste die NRW-Polizei ihn nämlich nicht weiter überwachen.“ Es sei jetzt „Aufgabe des Bundes, insbesondere des Bundesinnenministeriums, die diplomatischen Bemühungen zu forcieren“ und von tunesischer Seite eine diplomatische Schutz-Garantie für Sami A. zu bekommen, sagt der zuständige NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP).


Auf Anfrage werde er ein solches Dokument gern ausstellen, versicherte Minister Gharbia gegenüber BILD. Nur: Eine Anfrage aus Berlin kam bisher nicht an. ... FDP-Chef Christian Lindner: „Es ist jetzt an der Bundesregierung, die Signale aus Tunis zum Anlass für konkrete Vereinbarungen zu nehmen.“ 



CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt: „Salafisten und Gefährder wie Sami A. haben in Deutschland keinen Platz und gehören abgeschoben.“ Deutschland dürfe „kein Rückzugsraum für Dschihadisten im Ruhestand werden“. (bild.de)