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Montag, 31. Dezember 2012

Dietmar Wischmeyer

Passend zum Tag und zu -- nun ja, sagen wir: vielem anderen. Bei Youtube, und anderswo. Besonders hervorgehoben seien drei geniale Arbeiten von Wischmeyer:

Würzburger Doktorfabrik

Beim Aufräumen des Zeitungskorbs fällt mir ein Artikel aus der ZEIT (Nr. 47, 15.11.2012, S. 73, Rubrik Wissen) in die Hände, den ich übersehen hatte:

PROMOTIONEN || Würzburger Doktorfabrik || Ein Professor für Medizingeschichte soll über Jahre hinweg Dissertationen gegen Spenden selbst verfasst haben. Von Daniel Müller. | ... Wer sich mit diesem Fall befasst, dem begegnet eine grotesk verkommene Wissenschaftswelt. Es gibt dort Eitelkeit und Missgunst, Ruhmsucht und Denunziation. Es geht um den Verdacht auf gekaufte Doktortitel, um einen windigen Promotionsvermittler und merkwürdige Spenden, um angeblich gefälschte Beweise und anonyme Hinweisgeber. Und es geht um einen Mann, der sein Leben der Wissenschaft gewidmet hat und am Ende an ihr zerbrochen ist. | Wer den Fall verstehen will, muss zurückgehen ins Jahr 2005. Der ehemalige Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Gundolf Keil, der 25 Sprachen sprechen soll, ein »Mann von lexikalischem Wissen«, wie unabhängig voneinander gleich drei Kollegen sagen, ist seit 18 Monaten emeritiert. | In jenem Sommer 2005, Keil ist 71, wähnt sich der einflussreiche Mann auf dem Zenit seiner Karriere. Erst kürzlich hat er seine 250. Dissertation betreut, eine unglaubliche Zahl. »Er ist damit überall hausieren gegangen«, sagt ein emeritierter Professor der Fakultät. Für Keil habe in dieser Zeit nur noch der Ruhm gezählt, der Eintrag in die Geschichtsbücher. Doch dann entdeckt sein Nachfolger, Professor Michael Stolberg, eine ganze Reihe von Dissertationen, die ihm ungewöhnlich vorkommen. ... 

Den Artikel gibt es, mitsamt interessanter Leser-Meinungen, auch im Netz. Wissenschaft in Deutschland? Staunen, immer wieder auf's Neue.

Sonntag, 30. Dezember 2012


Patrick Mardellat: L’analyse économique du bonheur chez Carl Menger et Max Weber. Thèse de Doctorat. Université Paris X – Nanterre 2004.

Nur -- woher nehmen oder stehlen?

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Hübsch, der oben schon verlinkte WorldCat-Eintrag dazu:

"1 edition published in 2004 in Französisch and held by 2 libraries worldwide"

Eine Zusammenfassung wenigstens gibt es da:

"L'analyse économique du bonheur est le thème de recherche de ce travail d'histoire de la pensée économique. Il s'agit de retrouver l'héritage pratique de la pensée économique autour de la question du bonheur. C'est dans la tradition de pensée de langue allemande que celui-ci est repéré. Les œuvres de Carl Menger et Max Weber sont resitués dans cette tradition et arrachés à leur réception habituelle, néoclassique pour le premier, sociologique pour le second. La systématique de leur pensée économique articule une théorie pure non-mathématique saisissant l'origine, la fonction et l'essence des phénomènes économiques, et une histoire des transformations des formes de la vie économique. Contrairement à la théorie quantitative du bien être centrée sur la production, l'analyse économique du bonheur humain est centrée sur la consommation dont le caractère fondamental est ainsi affirmé. C'est l'action de consommation dans des institutions qui manifeste la possibilité du bonheur économique."

Samstag, 29. Dezember 2012

Respekt?

Die beiden toten Mädchen, 15 Jahre alt, in Günzburg, am Bahnübergang. Tragisch, ein Unglück. Wer ist schuld? Es muss ja immer jemand schuld sein. Die Bahn? Das Wetter? Das Wetter kann man nicht so recht beschuldigen. Und dann zucke ich zusammen, als ich das Folgende lese:

Bei allem Respekt | von Glariana Bauer | Die Bahn hat 150m vor der Schranke ein Schild das die Verkehrsteilnehmer vor einem Bahnübergang warnt. Danach, 100m vor dem Übergang steht noch so ein Schild. Ditto bei 50m. Dann ist da eine Klingel, 2 riesige rote Warnblinklichter und 'ne gottverdammte Schranke! Wer's dann noch nicht geschnallt hat, der hat in userem Gen-Pool nichts zu suchen, da sind Schwimmer gefragt.


Ist es jetzt zu weit gegriffen, wenn man annimmt, dass im deutschen Genpool vielleicht doch herzlose ... -- hier stand ein Wort, das ich streiche. Wir hatten da mal eine sehr dunkle Vergangenheit, da ging es irgendwie auch um einen Genpool, in dem die nicht so Tüchtigen nichts zu suchen hatten. Dass einen heute schon ein jugendlicher Blackout, wenn es denn einer war, ausreicht, um aus der Gesellschaft der Tüchtigen und Aufmerksamen ausgeschlossen zu werden. Gebe Gott, dass Frau Bauer nicht mal ein Vorfahrtsschild übersieht. Aber das kann bei ihr, einer mit guten Genen, wahrscheinlich nicht vorkommen.

Peer Steinbrück

Ok, Schluss für heute. Damit:

"Anwälte kassierten 1,8 Millionen Euro Steinbrücks, Finanzministerium bezahlte Kanzlei für Lobbyarbeit || SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zahlte als Finanzminister 1,8 Millionen Euro an eine Frankfurter Lobby-Kanzlei 1.831.397,38 Euro Berater-Honorar erhielt eine Rechtsanwaltskanzlei in den Jahren 2005 bis 2009 vom Bundesfinanzministerium, für Mithilfe bei der Bankenrettung. Chef des Ministeriums in dieser Zeit war Peer Steinbrück. Später hielt Steinbrück eine Rede bei den Bekannten – und bekam 15 000 Euro."
(FOCUS Online)

Das ist nicht wirklich gut für einen Kanzlerkandidaten, vor allem, wenn er Mitglieder der SPD ist. Das alles wäre -- Schwamm drüber. Nur eben müsste Steinbrück als Politprofi wissen -- hätte wissen müssen, dass sowas in einer pressefreien Gesellschaft herauskommt. Er hatte doch Christian Wulff direkt vor Augen! Wenn er das nicht weiß und nicht wusste, dann ist die Frage, welche politprofessionelle Qualität man ihm bescheinigen soll.

Freitag, 28. Dezember 2012

SF

Wer Science Fiction schreibt, der hüte sich vor Jahreszahlen! Ich komme zufällig auf "2001: Odyssee im Weltraum". 2001! Wie lang ist das her? Und wie lächerlich waren ab 1975 die Damen mit Hütchen und mit alten Skihosen, die da servierten! Und "1984"! Nur um 1948 umzukehren? Und 1984 war weit, weit weg! Aber eben -- die Zeit vergeht, wie man so sagt: im Fluge. Und heute sieht man den Staub und die nicht eingetretenen Prophezeiungen. Von wegen 21-12-2012.

P. S. Ein besonders pfiffiger Anrufer in einer der Radiosendungen zum Untergang vom 20. Dezember 2012 meinte: In einem Paralleluniversum sei die Erde vielleicht untergegangen ... Meine Antwort: Ja, kann sein. Und in diesem Paralleluniversum gibt es diesen Anrufer gar nicht.

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Ich finde und finde kein Bild mit den Serviererinnen im Raumschiff, auf dem Weg zum Mond. So ungefähr sieht es da aus:

2001: Odyssee im Weltraum (1968)

No more excuses

Kleine Übersetzungsübung am Morgen:

No more excuses, Ald. Jackson | Too many aldermen are out to lunch instead of in the trenches || December 28, 2012 || Chicago Ald. Sandi Jackson, 7th, bristled recently when reporters asked about her lousy attendance at City Council meetings. | "I think my constituents understand this. I'm not going to respond to one or two people who have some angst about my attendance in City Council," she said. "This has been a tough year for me, there's no doubt about that." (Chicago Tribune Online)

Wenn es denn nicht in der nächsten Zeile stünde -- nicht leicht zu finden, die Abkürzung Ald. = Alderman, Stadtrat.

trench ist, hin oder her, ein Graben in unterschiedlicher Form. Muss hier in Chicago ein spezieller Ausdruck für den Tagungsraum sein, oder?

Freitag, 21. Dezember 2012

Über die Polizei und die Sprache

Das hier ist was für Sprachkritiker, nicht für Systemkritiker.

Was halten wir denn von dem Folgenden in Sachen Stil und Grammatik?

"Der Karikatur Kalender, der Bayern Polizei, grenzt an Humor und diskriminierenden Humor einiges ist stark übertrieben. Bei einigen dachte ich okay da ist was unbedacht geäußert worden,man kann nun nicht auf jedes Wort achten welches man äußert. | Allerdings sind die Karikaturen teilweise so gestalten das es teilweise wirklich fragwürdig ist ob das so in Ordnung geht. Rassistisch gesehen." (STERN Online - Leser-Kommentare)

Ach, ich hab jetzt einfach mal Lust, so kurz vor Weihnachten den Besserwisser und Volkserzieher zu spielen. Kostenlos. Egal was Volkes Stimme dann krächzt.

"Der Karikatur-Kalender, der Bayern-Polizei, grenzt an Humor und diskriminierenden Humor. [Was soll das denn heißen?!] Einiges ist stark übertrieben. Bei einigem [lassen wir mal klein, das einigem] dachte ich: Okay, da ist was unbedacht geäußert worden, man kann nun nicht auf jedes Wort achten, welches [welches ist spätes 19. Jahrhundert] man äußert. | Allerdings sind die Karikaturen teilweise so gestaltet [gestaltet, Mann, nicht gestalten!], dass es teilweise wirklich fragwürdig ist, ob das so in Ordnung geht. Rassistisch gesehen. [Wie bitte?! Rassistisch gesehen?!]"

Dass sich die Polizei da nicht bessert, bei der Sprachkraft ihrer Kritiker, das ist abzusehen.

Lorenz-Günther Köstner

Es ist zum Mäusemelken!

"Trainer-Wechsel in der Bundesliga || Köstner muss in Wolfsburg für Schuster Platz machen || Keine Belohnung für seinen Erfolg: Lorenz-Günther Köstner | Als Nachfolger von Felix Magath hatte Fußball-Trainer Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg Erfolg. Trotzdem darf der 60-Jährige nicht weitermachen – nun muss er seinen Platz enttäuscht für Bernd Schuster räumen. (FOCUS online)

Ich hab gar nichts gegen Bernd Schuster. Netter Mensch, der manchmal auf sympatische Weise etwas hilflos wirkt. Aber: Müssen die Trainer-Posten den immer nach Berühmtheit vergeben werden? Das lief doch für Wolfsburger Verhältnisse unglaublich gut mit Köstner aus Wallenfels! Warum also ihn nicht wengistens diese Saison zu Ende bringen lassen, um dann zu entscheiden?!

Wir werden ja sehen, ob es mit dem großen Namen noch besser wird. Oder vielleicht auch nicht. Im April schaun wir mal.

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Anschließend gefunden, in der SZ:

"Im Umfeld des Vereins hat die Personalie Schuster aber eher für Unruhe gesorgt. Zahlreiche VfL-Fans sind gegen die geplante Verpflichtung des früheren Meistertrainers von Real Madrid, der am Samstag seinen 53. Geburtstag feiert. Die Anhänger machen ihren Unmut und ihr Unverständnis für die Entscheidung von Allofs in Internet-Foren publik.
...
Schuster, der bisher noch keinen Bundesligaclub trainiert hat, gilt als Freund von Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz. Der bevorzugt bei seinen Personalentscheidungen gerne große Namen."

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Gangnam Style

Ich hab mir zum ersten Mal das Video angesehen: "Gangnam Style...". Was sage ich: Nicht mein Style. (Oder ehrlicher: Rather bescheuert.If you know what I mean.)

Immerhin, für Feinsinnige intervideoistisch interessant: "Der Song ist als Parodie konzipiert. Gangnam Style bezeichnet den verschwenderischen und luxuriösen Lebensstil, den man mit dem Bezirk Gangnam der südkoreanischen Hauptstadt Seoul verbindet.
...
Wenige Tage nach Erscheinen des Videos zu Gangnam Style auf YouTube drehten Fans aus der ganzen Welt Parodien von Gangnam Style und stellten sie ins Netz." (Wikipedia)

Lieber DFB!

Man sollte eine neue Topf-Regelung einführen, damit die Bayern nicht wieder im Viertelfinale gegen die Dortmunder spielen! Schlichtestes Verfahren: Die Verbliebenen Vereine werden nach formalem Stand Liga - Tabellenplatz in zwei Gruppen geteilt und es werden immer zwei, eine guter und ein schlechterer Verein, zu einer Begegnung zusammengestellt.

Wär das nichts?!


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Ok, ich hab mit Uli Hoeneß telefoniert. Der sagt: "Jaaa... Aber das würde natürlich -- den Glückspielcharakter aus dem Pokal ein Stück weit rausnehmen. Das mit der Lotterie ist ja Absicht."

Gut, wo er recht hat da hat er recht! (recht klein, natürlich)

Deutsch: einfach eine nicht einfache Sprache

Ich wollte mich doch einfach nur über diesen Film informieren. "Eine einfache Geschichte". Eben!

Herr Gott nochmal, schimpfe ich mit mir selbst, man darf mit der Wikipedia und überhaupt mit den sprachlichen Verlautbarungen der eigenen Zeitgenossen nicht zu kritisch sein!

Aber dann steht da immer noch dieser Satz, zitiert aus einer Kritik:

„Claude Sautets leises, hervorragend gespieltes Drama kreist um die Schwierigkeiten des privaten Glücks – und spiegelt auf kongeniale Weise auch das Leben seiner Hauptdarstellerin.“
– Kultur.Kino.Köln

Mich stört schon, leise, das hervorragend gespielte Drama. Aber das das Drama auf kongeniale Weise das Leben seiner Hauptdarstellerin spiegeln soll -- da stehe ich nur noch, wenn ich mal so sagen darf: stilistisch japsend da und ringe nach Luft.

Im Übrigen, dieser ganze Sautet-Film! Wenn man liest, was da über den Inhalt in der Wikipedia steht, dann kann man ihm nur Prädikat extrem verquer geben. WP-Auszug:

"Als Jérômes Neustart scheitert und sein zweiter Selbstmordversuch gelingt, kommen sich Marie und Gabrielle noch näher und fassen den Entschluss zusammenzuziehen – mit dem Wissen, dass Marie erneut schwanger ist, diesmal von Georges. Bei einem vorläufig letzten Treff mit ihm fühlt sich Marie in ihrem Glauben bestätigt, sie könne offenbar nicht Mann und Kind zur selben Zeit haben, denn Georges teilt ihr mit, dass er die Firma und Paris verlassen wird – mit seiner Freundin, die für ihn alles stehen und liegen lasse. So verschweigt Marie ihm die Schwangerschaft. Auf den Vorwurf einer der Freundinnen, das aufwachsende Kind habe dann nur sie, entgegnet Gabrielle selbstbewusst: Sie und mich."

Jetzt ziehen Marie und Gabrielle und das Wissen zusammen!

Ach, lassen wir das lieber ...

Krudes Leben, krude Beziehungen und oberkrude Beziehungskisten! Waren die 1980er so? Oder ist alles inzwischen noch schlimmer geworden? 

Der Neustart scheitert und der Selbstmordversuch gelingt? Schöne Anti-Parallele. Und man muss sich auch wundern, dass der Selbstmordversuch stehengeblieben ist, wo es doch in der WP nur hoch Suizidversuch heißen darf, weil die politisch und sonst auch Korrekten die Macht übernommen haben.

Montag, 17. Dezember 2012

Amok

Jetzt ernsthafter und inhaltlicher: Wenn man -- aus ganz unterschiedlichen Hinter-Gründen -- nicht über Waffenkontrollen der Anschläge Herr werden kann, dann bleibt nur eines: Es müssen Modelle gefunden werden, um die Risiko-Menschen zu erkennen, damit die dazu gebracht werden, sich weiter untersuchen und befragen zu lassen.

Wer das nicht will, der muss sagen, was er tun würde. Wenn Menschen Waffen kaufen und besitzen wollen und das, aus Tradition  als Teil ihrer persönlichen Freiheit ansehen. Wer dann sagt, das müsse man dennoch ändern, der kann dann auch sagen, dass er gegen schlechtes Wetter angeht, indem er sagt, man müsse das Wetter dennoch verbessern, indem man es dazu bringt, sich zu verbessern.

Es wird unter den politisch korrekten linksliberalen Kritikern der USA wieder das Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-nass-Prinzip gelten: Bloß keine Freiheiten einschränken! (Das mit den Waffen ist aber kein Zeichen der Freiheit! Blöd nur, dass viele Amerikaner das nicht einsehen. Aber die sind eben nicht auf dem hohen Niveau ihrer Kritiker, und die Kritiker bestimmen, was das Niveau ist.) Aber natürlich alles sicher machen. Und niemand unnütz kontrollieren! (Sieht man doch, dass die US-Einlasskontrolle den liberalen Europäern zu streng ist. Und sie wollen sich auch nicht von den USA sagen lassen: "Dann bleibt halt zuhause, wenn es euch nicht passt!")

Und was kann man eigentlich denen entgegnen, die sagen, wir hätten in Deutschland immer noch 4.000 Verkehrstote im Jahr und würden das Autofahren nicht verbieten? Oder auch nur Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen einführen...

Trostlose Welt! Es geht alles durcheinander. Na ja, vielleicht kommt ja morgen das Jüngste Maya-Gericht!

Eile: Focus Online

Diesen offenbar eilig zusammengestellten Bericht aus FOCUS Online kann man mit Blick auf den Inhalt lesen. Man kann aber auch die Formulierungen ansehen.

Daneben hegte die getötete Mutter eine leidenschaftliche Begeisterung für Waffen – fünf waren in ihrem Besitz und registriert. Offenbar nahm sie ihre Kinder häufig zu Schießübungen mit. Dan Brown, ein Bekannter Toten, sagte der „New York Daily News“: „Sie war stolz darauf. Sie liebte ihre Waffen.“ Der Amokläufer hatte sich mit den Waffen ausgekannt, gut darüber „Bescheid gewusst“, berichtete eine ehemalige Highschool-Kollegin von Adam, Emily Edgerton, der „Dailymail“. Mit zwei der fünf Waffen der Mutter erschoss Adam Lanza schließlich 26 Menschen an der Sandy-Hook-Grundschule in Newtown – 20 Kinder, sechs Erwachsende – darunter seine Mutter – und schließlich sich selbst.
  • eine leidenschaftliche Begeisterung für Waffen hegen -- ? hegen?!
  • Dan Brown, ein Bekannter Toten, sagte der „New York Daily News“: ... -- Nicht der Dan Brown, oder?
  • eine ehemalige Highschool-Kollegin von Adam -- = eine ehemalige Mitschülerin?
  • Erwachsende -- Erwachsene. Null Problemo.
  • Mit zwei der fünf Waffen der Mutter erschoss Adam Lanza schließlich 26 Menschen -- Was da nicht stimmt, darüber muss ich noch nachdenken. Vielleicht ist es, dass hier der Focus auf die Zahlen gelegt wird und dass das nicht zur Ernsthaftigkeit und der Tragik des Themas passt, weil es die Erbsenzähler-Frage provoziert, wie viele Menschen er mit welcher Waffe erschossen hat.
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Und wenn wir schon bei den abwegigen Assoziationen sind: Ich muss, ob ich will doer nicht, immerzu an den Tenor Mario Lanza* denken. (Bitte keine Vorhaltungen und Einwände! So funktioniert das Assoziieren eben.)

|* "Mit dem Erfolg sah sich der Sänger zunehmend Angriffen der Fachkritik ausgesetzt und hatte darüber hinaus mit Problemen der Selbstdisziplin zu kämpfen. Extreme Stimmungsschwankungen machten ihn unter Kollegen gefürchtet, vor großen Auftritten musste sich Lanza zudem immer wieder rigiden Abmagerungskuren unterziehen. Er wurde Alkoholiker und konsumierte verstärkt Tabletten. Dazu blieb der Erfolg allmählich aus, und seine Karriere in den USA geriet ins Stocken. Lanza wich nach Italien aus und landete dort Ende der 1950er-Jahre noch einmal einige Filmerfolge. 1959 verstarb der erst 38-Jährige in einer römischen Klinik. Als offizielle Todesursache wurde ein Herzinfarkt angegeben." (Wikipedia)

Sonntag, 16. Dezember 2012

Begriff und Denken

Einer der klügsten und anregendsten Texte, die ich in dem jetzt bald vergangenen Jahr gehört oder gelesen habe:

Deutschlandfunk | Sonntag, 16.12.2012 | 09:30 bis 10:00 || Monika Boll: Autorität und Freiheit sind keine Gegensätze. Auf den Spuren von Hannah Arendt.

Sprachtheorie: Grammatik

Auf einer Korrektheitsskala von 0 = vollständig unkorrekt ... 10 = vollständig korrekt -- welchen Wert orden wir diesem Satz aus der Wikipedia zu:

"Banderas’ deutsche Synchronstimme stammt üblicherweise von Bernd Vollbrecht."

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gewalt und Gesellschaft

Auch jetzt warte ich einmal ab, wann Hintergründe zu den Tätern genannt werden.

"Überfall am Hauptbahnhof | München || Jugendliche quälen Koch mit heißem Bügeleisen | Donnerstag, 13.12.2012 || Ein 22-jähriger Koch war auf dem Weg nach Hause: Zwei Jugendliche passten ihn ab, schlugen auf ihn ein, quälten ihn und gingen sogar mit ihm nach Hause. Dort machten sie weiter. Selbst die Polizei ist von der Schwere der Tat überrascht." (FOCUS Online)

--

Ok, kein Migrationshintergrund jetzt. "Die Täter, ein 17-Jähriger und ein 19-Jähriger aus dem Oberland, sind gefasst. ... Unmittelbar nach der Tat hatten sich die beiden in ihrer blutverschmierten Kleidung in eine Bar im Bahnhofsviertel gesetzt, um ihre Beute zu verprassen. Dort wurden sie von Zivilpolizisten festgenommen, die ihnen bereits wegen eines anderen Raubs im Bahnhofsviertel auf den Fersen waren. Gegen den Schüler (17) und seinen berufslosen 19-jährigen Spezl erging inzwischen Haftbefehl."

Spezl? Na ja.

Amerell

Das Erste, das mir einfällt bei diesem Namen: Es gibt kaum einen schöneren. Namen, meine ich. Dann, auch wenn die Berichte über den Tod Amerells Tötung und Selbstmord ausschließen, fällt mir die Zeile ein: "... die Welt ist voller Morden."

"... Vor seiner Schiedsrichtertätigkeit war Amerell Geschäftsführer bei 1860 München (1970 bis 1975), beim FC Augsburg (1975 bis 1979) und beim Karlsruher SC (1979 bis 1984). Amerell hinterlässt seine Ehefrau und zwei erwachsene Töchter."

Dann: E-Mails in großer Zahl belegten, heißt es, dass die sexuelle Beziehung zwischen Amerell und Kempter "einvernehmlich" gewesen sei, heißt es allenthalben. Ehefrau, zwei erwachsene Töchter, Kollege, Abhänginger, gerichtsoffene Streitigkeiten ohne Ende. Tja, Modern Times. Und: genug Gründe, damit das Herz nicht mehr mitmacht. 

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Verwaltetheit der Welt

Das Problem der 'Verwaltetheit' der modernen Gesellschaft und der Bürokratie, ist, sehr kurzgefasst, dies:

Es gibt in der fortgeschrittenen Gesellschaft Menschen und Ämter und Einrichtungen jeglicher Art, die nur verwalten. Diese Verwaltungseinheiten werden auf Menschen losgelassen, die etwas anderes zu tun haben als auf Verwaltungseinlassungen zu reagieren.

Meine Idee: Alles, was Verwaltungen, auch die der Krankenkasse und der Sozialversicherung auf den Bürger loslassen, wird mit einer einfachen Marke versehen, z. B. "30 Min.". Das bedeutet: Wir gehen davon aus, dass Sie 30 Minuten brauchen, um das zu lesen und abzuschließen." Wenn er die Annahme für unrealistisch hält, kann der Bürger das auf einer Webseite eintragen.

Am Monats- und am Jahresende kann der Bürger und können die Ämter dann mal zusammenstellen, wie viel Arbeit sie mit der Verwaltung zugebracht haben bzw. wieviel Arbeit sie den Bürgern verursacht haben.

Samstag, 8. Dezember 2012

Fußball: Linienrichter-Mord

Heute morgen im Radio: Presseschau. Der niederländische Linienrichter, Amateurfußball, einfach so als 'Ehrenamtlicher' eingesprungen, ad hoc. Der dann von Jugendlichen totgeprügelt worden ist. Wir erinnern uns. Jetzt also in der Presseschau, eine Zeitung wird zitiert: Das sei ja gar kein Fußball-Problem, sondern ein Marokkaner-Problem. Die prügelnden Jugendlichen seien marokkanischer Herkunft gewesen.

Was haben sich unsere Zeitungen um dieses schlichte Hintergrund-Faktum herumgedrückt! Weil man den Rechtsradikalen, "unserer" NPD und in den Niederlanden Geert Wilders ja nicht zuarbeiten will. Dabei gilt eine Tatsache vor allem: Wenn man das Problem der Aggression von Seiten der "Migranten" nicht unter den Sachlichen, den Demokraten, den differenziert Denkenden diskutiert, dann erst wird es zu einem Rechten-Problem.

Verschweigen lassen sich solche Dinge eh nicht. Irgendwann steht es dann doch auch in den Zeitungen. Erst wenn man das Problem sachlich ins Auge fasst, dann kann man auch fragen, ob es denn überhaupt so ist, dass bei den Jugendstraftaten und bei den Straftaten die Migranten überproportionale Anteile haben. Wenn nicht: Dann reden wir woanders weiter. Wenn doch: Dann ist die Frage, in welchem Umfang und -- was können wir tun. Das reflexhafte Wegschweigen ist jedenfalls der falsche Weg.

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Der SPIEGEL hat in einem ersten Bericht das Stichwort "marrokanisch" gar nicht genannt. Es waren "niederländische Jugendliche". War das Stichwort noch nicht bekannt oder war die Angst vor dem Prädikat "rassistisch" zu groß?

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Die Bayern!

Jetzt freuen wir uns einfach mal. Und harren der Spiele, die da kommen sollen.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Professoren

Was machen deutsche Professoren, die alten, großen, die mit "Lehrstuhl" und Hilfskräften und Assistenten, die sich wichtig nehmen und für manche in Sachen Examen und wissenschaftliche Karriere auch wichtig sind -- was machen die, wenn sie 65 Jahr alt sind und mit einem Schlag alle Wichtigkeitsmerkmalse verlieren und allein dastehen?

Manche gehen ihren Hobbys nach, andere schreiben noch ein wenig und manche anderen? Die schreiben munter an die wichtigen Leute und können nicht verstehen, dass man sie nicht so wichtig nimmt, wie sie sich selbst wichtig nehmen. Manchmal kommt dabei aber durchaus was für die universitäre heute-show heraus. So wie, beispielsweise, hier!

Sonntag, 2. Dezember 2012

Meinen Peter!

Echter Ohrwurm der Nacht, Qualität Tinitus, den ich durch Schrift bannen und zum Verschwinden bringen will:

"Durch so großen Schaden wurd' ich endlich klug,
Männer gibt es viele, Männer gibt's genug.
So bekam ich später 
meinen Peter.
Hier das Resultat, 
ihr Mädchen, hört den Rat:

Lacht ein junger Mann dich an,
sprich nicht drüber."

Wencke Myhre: Sprich nicht drüber

Freitag, 30. November 2012

Ägypten: Islamisten

... peitschen Verfassungsentwurf durch (SPIEGEL Online)

In Ägypten hat das von Islamisten dominierte Verfassungskomitee im Eilverfahren einen umstrittenen Entwurf für eine neue Verfassung verabschiedet. Oppositionelle werten das Dokument als weiteren Schritt zu einem Gottesstaat - sie kündigten für diesen ...

Wie fragt der Mann vom Stammtisch, also ich: "Ist es denn falsch, dass Länder wie Ägypten, von ihrer Tradition und ihrem politischen Entwicklungsstand her, einfach nicht ohne eine Diktatur auskommen?! Mubarak weg, Mursi ist schon da. Und natürlich glauben alle Diktatoren tief in ihrem Innern, dass sie, sie allein, ihr Land führen und glücklich machen können. Das hat Mubarak geglaubt, das glaubt jetzt Mursi."*

|* Das hat so um 1970 auch die CDU geglaubt, wenn man den Bericht von neulich in der SZ hernimmt. (Hier nachzulesen!)

Helmut Jahn (Architekt)

Im Radio der Name von Helmut Jahn, eine kurze Aufzählung seiner Leistungen, und bei mir springt die alte Frage auf: Was macht Menschen im Bereich ... erfolgreich und irgendwann dann weltberühmt? Außerordentliches fachliches Können? Das haben sicherlich viele. Am Ende kommt man wieder darauf, einem Wort hinterherzuspüren, das der SPIEGEL letzthin auf dem Titel hatte: CHARISMA.

Und was ist das? Ein letztlich und prinzipiell unergründlicher Zirkel? Mach dem alten Motto, das ich bei Schamoni kennengelernt habe: "Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg!" Damit kann man sich doch aber nicht zufriedengeben, oder?

Donnerstag, 29. November 2012

Zoophilie | Kim Jong Un

Das wollte ich gerne mit ein, zwei Zitaten garnieren. Wenn ich das jetzt nicht tue, dann: Die Gründe stehen im zurückliegenden Posting.

Also, Meldung heute in der SZ: Eine chinesische Zeitung hatte ganz ernsthaft gedruckt, KJU sei zum sexiest man alive gewählt worden, irgendwo in den USA. "Dieser Herzensbrecher aus Pjönjang", usw. Dass es eine Satirezeitschrift war, die gewählt und begründet hat, haben die Chinesen erst einen Tag später gemerkt.

Weiter, auf derselben Seite: Michael Kiok will gegen das Verbot der Zoophilie klagen. Er fühlt sich zu Tieren einfach sexuell hingezogen und würde durch ein geplantes Gesetz in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt. (Hier wollte ich dann endgültig zitieren.) Kiok ist Vorsitzender des Vereins Zeta ("Zoophiles Engangement für Toleranz und Aufklärung"). 

Erkenne nur ich, dass dahinter eine deutsche Satirezeitschrift stecken muss?!

Auf der anderen Seite -- da hat die Titanic ihre Anstrengungen aber mal weit getrieben. Sogar eine Website eingerichtet hat sie. Erstaunlich. 

Oder ist es am Ende doch so, dass bei uns die Irren einfach frei rum laufen, wo man sie doch besser zu den Tieren in den Stall ... Ach so, geht ja auch wieder nicht. Weil dann ... 

Nun gut, lassen wir das.

Verehrte Süddeutsche Zeitung!

Wir sind seit Jahre treue Abonnenten, und haben auch schon ziemlich lange euer ePaper dazu. Heute habe ich gleich mehrfach geflucht. Aus einem Grund (der hier nicht interessiert, aber im nächsten Postings hier offengelegt wird) wollte ich, als ich den Artikel "Sodom Gomorrha", heute, Panorama, S. 12, auch im ePaper haben. Ich war eingeloggt, und als ich den Artikel aufrufen wollte, war ich plötzlich wieder ausgeloggt. Das ging munter eine ganze Weile so. Vorschlag: Setzt mal ein paar Leute, die normale Menue-Kenntnisse im Internet haben, vor eure Seite und lasst sie da arbeiten, und dann registriert, wo es überall nicht klappt. Kleiner Tipp: Das Einfachste ist das Beste.

Dann war ich endlich auf der Seite, hatte die Ausgabe von heute, und dann das!


(Vergrößern = Draufklicken)

Links fehlt die Seite 12, genau die, die ich suche. -- Ha, sagt der Schlaumeier, die ist ja rechts zu sehen! -- Denkste! Diese Seite rechts ist gar nicht von heute. Heute steht da mittig: "Sodom..." usw. Wenn es so zugeht am Morgen, dann wird man schon mal zum Gernot Hassknecht!

Mittwoch, 28. November 2012

Mail: Betreff

Eine der unangenehmsten Dinge beim Mail-Wechsel: Wenn Leute von sich aus die Betreffzeile, die kurz und aussagekräftig und also perfekt war, komplett "neu gestalten". Warum denn?! Man sucht sich dann mal wieder kaputt, weil da nun der unglaublich intelligente Text "Antwort" im Betreff steht.

Dienstag, 27. November 2012

Körpergröße Romy Schneider

In Günter Krenns Romy-Biographie wird -- meist zitiert -- immer wieder mal gesagt, dass Romy Schneider sehr klein war. Wie klein eigentlich? Hat diese Seite recht, dann: kaum mehr als 1 Meter 60.

Für mich, der ich ihre Filme gesehen habe, ihr nie als Person begegnet bin, war sie immer -- nicht sehr groß, aber groß. So 1 Meter 73 bis 75. Vielleicht liegt die Fehleinschätzung in Sachen Körpergröße der RS daran, dass auch Michel Piccoli nicht so groß ist?

Romy Schneider Steckbrief, Trivia, Fakten und mehr  

Name: Rosemarie Magdalena Albach
Spitzname: Romina, Puppele, Miss worried
Geboren: 23. September 1938 / Wien, Österreich
Geburtszeit: 22:05 Uhr
Todestag: 29. Mai 1982 Paris / Frankreich
Sternzeichen: Jungfrau
Baum Horoskop: Der Ölbaum
Größe: 1,61 m
Haarfarbe: braun
Augenfarbe: blau
Hobbies: Reiten, Malen

U-Bahnliches

In der U-Bahn zwei Situationen, denen ich entfliehen möchte:

Eine ordentlich gekleidete und auch recht gutaussehende Frau, geschätzt zwischen 40 und 45, redet mit starkem Akzent und sehr laut und pausenlos auf einen Mann ein. Der ist offenbar Deutscher. Wäre unproblematisch, wenn das Reden nicht so laut wäre und wenn ich nicht lesen möchte. "Und aals ich dann von Ruuusland gekommen bin, ..."

Eine halbe Stunde später, eine andere Linie. Ich setze mich und lese wieder. Es setzt sich neben mich eine Frau und mir gegenüber plaziert sie einen Menschen, der, wie ein paar Sekunden später klar wird, behindert ist. Keine schweren Deformationen äußerlich zu erkennen. Aber der junge Mann -- oder ist es ein etwas dickliches Mädchen -- steht alle fünf bis zehn Sekunden auf und artikuliert sehr laut Unverständliches. Er möchte die Frau anfassen. Die Frau verwehrt dem Behinderten mit heftigen Abwehrbewegungen die Berührung und stößt ihn auf den Sitz zurück, im Tonfall, wie man einem Hund sagt: "Kusch!"  Oder "Auf deinen Platz!" In seiner Not ergreift der Junge die Hand der fremden Frau, die neben ihm sitzt. Die lächelt etwas gequält, bleibt aber souverän. Und dann wieder und wieder das Aufstehen und hierauf der laute Hundetrainer-Ton der Betreuerin, die ihn in den Sitz stößt.

Schlichte Gemüter

Eine Meldung in den Nachrichten des Bayerischen Rundfunks: In Hamburg hat das 8jährige Gymnasium bessere Leistungen bei Abiturienten gebracht als das 9jährige.

Solche Darstellungen, ungefiltert und ohne jedes Nachdenken, tun weh. Dabei ist das, was man sagen müsste, ja nicht weiter kompliziert: Eine Untersuchung hat erbracht, dass bessere Noten geschrieben worden sind. Da kann dann drin sein, dass die Leistungen wirklich besser geworden sind; es kann aber auch sein, dass, die Untersuchung, bewusst oder unbewusst, angestrebt haben, bessere Leistungen zu bekommen und die Ergebnisskala bewusst oder unbewusst neu geeicht haben.

Also, ein Schuh wird nur draus, aus dieser Nachricht, wenn das Messverfahren analysiert wird und wenn dieses Messverfahren überzeugt.

Samstag, 24. November 2012

Rechtschreibkorrektur OpenOffice

Versuche, die Sprache auch nur in einem einfachen Aspekt unter die Knute eines Algorithmus zu zwingen, scheitern furios. Rechtschreibung, wieder mal ein Beispiel aus OpenOffice, der Name Michelle:



Donnerstag, 22. November 2012

Liebe Franken!

Ober-, Mittel- und Unterfranken! Macht euch und den Stamm der Franken doch bitte nicht ohne Not lächerlich!

... es funzte net, also hab ich mal das kabel ausprobiert ... es funzte ohne probleme! jetzt weiss ich net, ob das kabel im eimer is, oder hab ich ein falsches gekauft? who can help?

Dieses "net" und "funzen" und "is" und auch noch ein wenig Englisch obendrauf! Das ist reine Lothar-Matthäus-Kultur. Wie hat Lolita Moreno, eine der Ex von Lothar, so geistreich formuliert: "Lothar ist ein Mann der Tat. Aber mit der Sprache haperte es." So oder so ähnlich. Also -- wenn ihr, liebe Franken, durch ein normales "nicht" und "ist" und durch das schöne finale Verb "funktioniert" eure nicht vorhandenen stimmlosen Laute ein wenig überspielen könnt, dann macht das doch, verdammt noch mal!

Montag, 19. November 2012

Internetradio funktioniert nicht? Doch!

Man soll das Gute ja nicht für sich behalten. Also, ein Internetradio, das lange gut gelaufen war, bricht auf einmal immer wieder die Verbindung ab. Dann geht gar nichts mehr. Zwischendurch kurz eine Verbindung. Gleich wieder weg. Werkszustand wieder hergestellt. Passwort eingegeben. Das gleiche. Immer und immer wieder.

Ich habe ein wenig Intuition für Technisches. Diese Intuition sagt mir: Kaputt ist das Ding nicht. Warum die Fritzbox zweimal erscheint, einmal mit WSP, einmal ohne? Unklar. 

Dann gehe ich und nehme den Repeater -- ebenfalls von den Fritz!-Leuten -- im Flur aus der Steckdose. Ohne viel Hoffnung. 

Auf einmal funktioniert das Radio, ohne weiteres Zutun, und als ich dem Repeater wieder einstecke funktioniert es weiterhin und über die Tage bis heute. 

Wunder der Technik!

Viren auf dem PC

Irgendein Virus hat sich hinter die Firewall geschlichen, in einem Riesennetzwerk, in dem ich bin. Mein PC im Büro funktioniert nicht mehr.

Darf man das fragen, oder ist das naiv? Wieso schaffen es Staaten nicht, die kriminellen Idioten zu stoppen, die da mit ihren Mannschaften das Netz heimsuchen? Und sei es nur, um mir eine Suchmaschine zu installieren, die, und das ist das Entscheidende, sich nicht mit normalen Mitteln der Deinstallation wieder entfernen lässt.

Und, liebe Datenschutzbeauftragte, wo zieht ihr denn bitte die Grenzen?

Samstag, 17. November 2012

Islam? *STAUN*

Ich habe mir bei der Bibliothek, digital, ein Buch ausgeliehen. Eigentlich, weil ich ausprobieren will, wie das Ganze mit der E-Book-Ausleihe technisch so geht. Das Buch war eher Nebensache.

Kay-Peter Jankrift: Muslime in Europa. Wendepunkte der Geschichte. Erschienen bei Theiss.

Ich lese also, und lese noch ein wenig weiter. Und dann habe ich wieder die Frage, wie es denn kommt, dass auf einmal -- nach Aufklärung, französischer und industrieller Revolution, Marx, Lenin,   Stalin, Hitler, Gorbatschow -- eine Religion, eine einzelne Religion sich auf und wichtig macht. Weil nach dem schnellen und totalen Niedergang des Ostblocks einfach Platz in den Zeitungen war? Weil die Kombination aus Sendungsbewusstsein und Gewalt politisch-publizistisch einfach unwiderstehlich ist? (These: "Der Islam ist friedlich und eine gute Religion. Aber die Terroristen, die in seinem Namen agieren, die verschaffen ihm die Aufmerksamkeit und die Durchschlagskraft im Bewusstsein der Weltöffentlichkeit." So?)

Ich meine -- warum sollte sich der Westen, der gerade die Anmaßungen seiner christlichen Mächtigen beendet hat, jetzt eine neue religiöse Diskussion aufzwingen lassen? Religion ist Privatsache und fertig.  Warum denn nicht und endgültig so? Oder hat der Enzensberger doch wieder mal recht, dass die Aufmerksamkeit daher rührt, dass ein Reich von naturwissenschaftlich, technisch und wirtschaftlich Frustrieren einen Weg sucht, den eigenen ins Abseits geratenen Stolz mit Religion im Weltforum auszustellen? Würde die muslimische Welt sofort friedlich-aufgeklärt sein, wenn sie auf einmal, gemeint ist: mit einem Schlag 10 Physik-Nobelpreisträger* und drei Nobel-Automarken mit Fertigung in muslimischen Ländern auf die Beine stellen könnte?

Kann sie aber nicht. Und darum?

Fragen über Fragen.

--

|* BTW, liebe Religionswissenschaftler und Wissenschaftshistoriker der Exzellenz-Universitäten: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, ob man nicht eine prima Masterarbeit vergeben könnte: "Die religiöse Zuordnung der Physik-Nobelpreisträger"? Oder so ähnlich halt. -- Gibt es neben Christen und Juden eigentlich welche? Physik-Nobelpreisträger, meine ich, und den religiösen Hintergrund, ob ihn die Herren nun mögen oder nicht, und ich meine also nicht die schicken Atheisten vom Schlage eines Richard Dawkins. (Der hat keinen Nobelpreis? Jaja, schon klar, du Oberschlauer! Und sowieso: "World's most notorious atheist Richard Dawkins admits he is in fact agnostic.")

Energiediskussion: Betonblockspeicher?

Das wollte ich schon lange mal wissen. Eine Wikipedia-Kurzdiskussion hat die Frage beantwortet.


"Betonblockspeicher" als Alternative zum Pumpspeicher?

Ich bin auf diese Seite gekommen, um mich zu informieren. Dabei habe ich vermisst, vielleicht, weil unter dem Fachbegriff nicht zu erkennen, auch einfach überlesen: eine analoge Sache zum Pumpspeicherkraftwerk. Ist irgendwo schon mal durchgespielt worden, ob sich die Sache rechnet -- darum geht es wohl in erster Linie --, wenn man statt Wasser eine "andere Sache" anhebt und bei Bedarf energiegewinnend wieder sinken lässt? -- Etwas laienhaft-konkret: Statt Wasser werden in großem Stil Betonblöcke mechanisch angehoben, die dann absinken? Das hätte immerhin den Vorteil, dass man solch einen Speicher in die Erde versenken oder formschön auf die Erde stellen könnte, relativ unabhängig von den örtlichen Gegebenheiten. 13:11, 16. Nov. 2012

Nö, geht zwar, bringt aber nix. Setze mal in E=mgh=Pt (Potentielle Energie) den el. Leistungsbedarf (P=50 MW) einer Kleinstadt ein, wähle t=20 Stunden und h=200m. Löse dann nach m auf. Wieviele 40t-Massen (=dicker LKW) musst du täglich heben/senken? -- Herbertweidner 23:15, 16. Nov. 2012

Klare Ansage! Hättest die Antwort auch gleich hinschreiben können; dann hätt ich nicht den Taschenrechner holen müssen. ;-) Dennoch Dank! 08:44, 17. Nov. 2012

Und eine allgemeine Schlussfolgerung gibt es auch: Was Hänschen Laie (= z. B. ich) sich so fragt, das haben sich die Experten schon vor langer Zeit gefragt, durchgerechnet und entschieden. Im vorliegenden Fall: verworfen.

P. S. Immer ist das nicht so. Beispielsweise haben Laienkritiker (ok, es waren auch ein paar Experten darunter) der Atomkraftwerke seinerzeit, so vor 40 Jahren, vorgerechnet, wie viel solch ein Ding mit allem Drum und Dran, als mit den Folgekosten wie Bewachung, Endlagerung usw., kosten wird. Hat aber nichts genützt. -- Ach ja, und übrigens: Wie man hören und lesen kann, steigen immer mehr Firmen bei Desertec aus.

Freitag, 16. November 2012

Gewonnen!

Ich hab schon wieder gewonnen. Ohne jeden Einsatz. Ist das nicht phantastisch?!

Offizielle Mitteilung || Thu, 15 Nov 2012 22:10:35 -0800 (PST) || Gewinn Mitteilung || mutualsecurity@webmail.co.za || undisclosed recipients: ; || Hallo | Anbei ist die Offizielle Mitteilung brief beigefügt. || MFG || Mrs. Zhala

Tja, Mrs. Zhala, dann spenden Sie doch einfach meinen Gewinn an UNICEF! Ich möchte, auf Weihnachten zu, was Gutes tun.

Dienstag, 13. November 2012

Wanderhure!

Nein, ich habe noch keine Minute dieser Reihe gesehen. Ich kann über den Inhalt nicht mitreden. Phantasy-Historienschinken dieser Art mag ich nicht.

Aber nun:

"Das Vermächtnis der Wanderhure"

Was ich ohne Kenntnis irgendeines Kontext und Inhalts sagen kann: dass dieser Titel unsagbar verquast ist. Wer ist nur auf dieses Wort Wanderhure gekommen!? Und was sind das für Zuschauer, die nicht, wenn sie das Wort im Titelvorspann sehen, schreiend aufstehen und davonlaufen?

OCR: Irfan-Plugin vs. Abbyy FineReader

OCR ist ein komplexes Geschäft. Das Irfanview-Plug-in ist noch nicht so weit. Aus dem Zeitungstext hier macht es das, was drunter steht:


Gün~therJauch ~~E~~
. . rass isGsche W itze ii~ .we ni wohl i hr /ü~enportfiAio v ene-
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Ener~dewende und Steiierge. tanten zu vertei]en. Per SMS Prosieben feierte die Show
rechti~keit übe~Taschend an und Annif konnten die Zu- u~~iem: Bei den bis
dri n. Doch wie er. di e Beine scha uer kostenpflichtig fii r 29-Jäh rigx:n schal teten fast 25
ebenso breil wie das Grinsen. ihre Kandidaten abstbnnlen. Pr~zent ein. zo



Wenn ich Abbyy FineReaders Bildschirm-OCR nehme, wird die Sache halt doch besser. Da noch die Trennzeichen ausgetauscht und die Zeilenumbrüche gegen Leerzeichen getauscht, und schon habe ich einen prima Fließtext.

--

Nachtrag: Ich hab diesen schmalen Streifen, der die Spalten des Texts wiedergegeben hat, nicht mehr sehen können. Also hab ich das gemacht, was oben steht. Aber sonst keinen einzigen Buchstaben korrigiert.

Günther Jauch auf Ecstasy Stefan Raabs Polit-Talk: Hektik, dumme Witze, kreischende FDPler Stefan Raabs neue Polit- Talkshow .Absolute Mehrheit" hätte ein spannendes Format werden können. Rausgekommen ist eine Art Günther Jauch auf Ecstasy. Zwar war Raab in Themen wie Energiewende und Steuergerechtigkeit überraschend gut drin. Doch wie er, die Beine ebenso breit wie das Grinsen, auf dem Sofa lümmelte und rassistische Witze riss („wenn Rösler das sieht, fallen ihm die Stäbchen aus der Hand"), war hart an der Grenze des Erträglichen.
Kaum dass sich zwei, drei Minuten lang ein sinnvoller Dialog entspann, sprang Raab auch schon auf, um - wie beim Eurovision Song Contest - Punktestände an die Diskutanten zu verteilen. Per SMS und Anruf konnten die Zuschauer kostenpflichtig für ihre Kandidaten abstimmen. Wie viele Jungliberale da wohl ihr Aktienportfolio vertelefoniert haben? Schleswig-Holsteins FDP-Rabauke Wolfgang Kubicki (der wohl ein Dutzend hysterisch kreischender Anhänger im Publikum platziert hatte) gewann die Show jedenfalls. Leider nicht die absolute Mehrheit, die 100 000 Euro Preisgeld wanderten in den Jackpot. ProSieben feierte die Show trotzdem: Bei den 14-bis 29-Jährigen schalteten fast 25 Prozent ein. zo

Montag, 12. November 2012

Rodin

Google erinnert an den Geburtstag Rodins, und in der Wikipedia heißt es:

"... Zwei Jahre später wurde Rodin Schüler von Albert-Ernest Carrier-Belleuse. Er folgte seinem Meister 1870 nach Brüssel, aber die künstlerische Auseinandersetzung wuchs zu einem handfesten Streit aus, und Rodin trennte sich 1870 von Carrier-Belleuse. Ab dieser Zeit erfuhr Rodin durch öffentliche Aufträge auch seine erste künstlerische Anerkennung.

In den Jahren 1875/76 unternahm Rodin eine Studienreise nach Italien, um das Geheimnis Michelangelos zu entschlüsseln. 1877 kehrte er wieder nach Paris zurück, unter anderem, um Frankreichs gotische Kathedralen zu studieren. Die Porzellanmanufaktur in Sèvres nahm Rodin für die Jahre 1879/82 unter Vertrag. 1883 lernte Rodin Camille Claudel kennen. Sie wurde zuerst seine Schülerin, später seine Geliebte. Die Trennung erfolgte im Jahr 1893."

Das mit der Geliebten wird durch eine handfeste Fußnote untermauert. Und ich bin auf der Suche nach einer zitierbaren Stelle, aus der hervorgeht, dass Romy Schneider promisk gelebt hat. Sagen tun es viele, aber schreiben?

Oh, diese Künstler!

Sonntag, 11. November 2012

Gegen die Daddler in der Öffentlichkeit

Ich hatte gehofft, der Artikel von Johan [sic] Schloemann, 'Angriff des guten Geschmacks' in der SZ (10. / 11. November 2012, Beilage Wochenende), der läge schon im Netz vor. Tut er aber nicht. Also -- ich schreibe doch nicht vom Papier ab!

Ein Aspekt, den ich ausbauen will: Es gibt jetzt Alkoholverbot an verschiedenen Stellen. Warum nicht auch Handyundsonstwasnoch-Benutzverbot? Nicht nur das laute Telefonieren ist unter Strafe gestellt, sondern gleich ganz die Benutzung von elektronischem Zeug, ausgenommen dezente Lesegeräte. Also auch das hirnverbrannte beiddäumige SMS-Schreiben neben mir. 

Wenn das nicht durchsetzbar ist, dann will ich getrennte Klassen! Ein Wagon pro Zug, in dem nicht elektronisch gedaddelt wird und keine Kopfhörer auf oder im Ohr erlaubt sind! Herrjemineh, es muss doch mal wieder ein normal-kommunikatives Lesen, Reden oder Schweigen möglich sein... 

Googlefight: Seydoux vs. Tautou

Schon lange keinen Googlefight mehr veranstaltet.

L. ist der Meinung, dass Léa Seydoux nicht so berühmt ist wie ... Und? Recht hat sie.




BP: Broadwell & Petraeus

Wenn sich Männer schon in die ... reiten, dann vielleicht doch so. Ein als vollständig sachliche geltender Mann zeigt Gefühle, Verliebtheit, riskiert seine Karriere und damit, in seinen Maßstäben -- alles.

"[...]
Petraeus stieß auf eine ehemalige Ballkönigin, eine Ironman-Triathletin und ein früheres Foto-Modell für Maschinenpistolen-Hersteller. Doch Broadwell war auch Präsidentin der Schülervertretung des Staates North Dakota, Absolventin der Elite-Militärakademie West Point, Army-Soldatin und sie studierte an der Top-Universität Harvard. Vor allem war sie unfassbar ambitioniert. In den USA nennt man so jemanden einen "High Achiever". Schön, sportlich, intelligent, die 1972 in Bismarck, North-Dakota, geborene Autorin, sie schrieb unter anderem für die New York Times und den Boston Globe und strebt jetzt einen Doktortitel am Londoner Kings Kollege zu Kriegsstudien an, war für Petraeus offenbar eine unwiderstehliche Powerfrau. Doch auch sie war verheiratet und hatte Kinder." (n-tv online)

Samstag, 10. November 2012

Soreth vs. Ströker. Noch einmal.

Weil in der WP sowas auch schon mal schnellgelöscht wird, halte ich meine Eingabe von eben hier mal in Kopie fest:

Nach Jahr und Tag: eine ruhige Einordnung
Ich habe mal wieder hierhergesehen. Festhalten kann man, dass die Auseinandersetzung Soreth - Ströker und die öffentliche Fortsetzung sozusagen eine Proto-Plagiatsdebatte war, lange vor Guttenberg u. a.

Nicht klar ist mir, wie man, wenn man das Soreth-Buch auch nur durchblättert und hie und da reinliest, zu dem Ergebnis kommen kann, dass dieses, sagen wir neutral: Wiedergabe-Vorgehen von Ströker auch in den 1950er Jahren nicht 'nicht korrekt' war. Wenn es anders ist, sollten die, die was anderes annehmen, einfach mal drei Beispiele bringen, bei denen Soreth falsch liegt und nicht extrem allgemeine und darum nicht widerlegbare Entrüstungselogen anstimmen.

Sodann: Weil dieser Fall eben die Proto-Plagiatsdebatte darstellt, sollte Marion Soreth bei der WP ihren Artikel bekommen. Denn: Man sollte diesen sehr komplexen Sachverhalt differenziert sehen und einordnen können. Alle, die sich an der Universität zu Köln und an der Bonner Uni, der Philosophie des 20. Jh. und beim Thema 'Streitfälle der Wissenschaft' auskennen, seien hiermit aufgefordert. -- Und Übrigens: Die Meinung, dass da das publizistische Echo vernachlässigt werden dürfe oder sollte, halte ich für weltfremd. Die Elfenbeintürme sind lang schon geschleift.

Hilmar Klute und das Burnout

Hilmar Klute hat, wie es in der Anzeige* heißt, einen 'blitzgescheiten Essay' geschrieben. Der heißt "Wir Ausgebrannten". Es ist dies, so die Anzeige für das Buch, eine "Polemik gegen die Burnout-Epedemie". Erschienen bei Diederichs ist diese "längst fällige Abrechnung". So weit so gut.

Erst einmal bin ich dankbar, dass da jemand polemisiert. Denn Burnout, da kann man sich sicher sein, ist eine Modekrankheit. Nicht bezweifelt werden soll, dass es Depressionen gibt, die durch eine multiple Überlastung entstanden sind: Arbeit, Scheidung, Streit über das Sorgerecht, pubertierend-bescheuerte Kinder ohne Maß und Ziel dazu, die klauen und motzen und einem das Leben zur Hölle machen. Solche Kombinationen halt. Solche Depressionen können am Ende lebensbedrohend sein und körperliche Probleme schwerster Art nach sich ziehen.

Nur eben: Vor diesem Gebiet der klaren Fälle gibt es ein weites freies Feld, auf dem jetzt leichter bis mäßiger Stress, Überarbeitung, schlechte Laune zu Burnout werden. Es ist, wie es das immer schon mal gegeben hat: Die Medizin und die Psychologie -- diese Fächerkombination ist für solcherlei immer gut --  kreieren ein Krankheitsbild, und die Menschen passen sich dem an und stellen sich rasch und gerne in das Bild. Solche Modekrankheiten verschwinden irgendwann auch wieder. Die Hysterie in der Zeit um 1900 ist ein schönes Beispiel.

So ungefähr hätte ich das gesagt. Und dann hätte ich, mit Material und Zitaten, vielleicht 20, wenn es hoch kommt 30 Seite geschrieben. Einen Essay in dieser Länge halt. Allerdings -- ich bin kein Fachmann.

Hilmar Klute hat ein ganzes Buch geschrieben, über diese doch recht schlichten Thesen. (Wobei ich zugebe: Er hat vielleicht vollkommen neue Aspekte gefunden, die ich nicht mal erahnen kann. Ich habe das Buch noch nicht gelesen.) Ein schmales Buch, 144 Seiten, 17 Euro. Aber ein Buch. Und jetzt frage ich: Was hat er, was ich nicht habe. Ich muss das Buch doch mal anschauen.

--

|* SZ, 10.11.2012, S. 13 unten.

Herr K. und das Ordnungssystem

Herr K. hat in der Nacht beschlossen, ein besserer, das heißt hier: ein ordentlicher Mensch zu werden. Also gibt er am Morgen bei Google erst mal "Ordnungssystem" ein. 

Die Wikipedia sieht die Sache so:

"Ordnungssystem. Ein Ordnungssystem definiert eine Ordnung und beschreibt ein Ordnungsprinzip. | Ein Ordnungssystem ist durch die Menge aller zur Indexierung der Dokumentationseinheiten zugelassenen Deskriptoren mit den dazugehörigen Erläuterungen und Hinweisen definiert. Dabei ist es auf die zu ordnende Thematik ausgerichtet und begrenzt. Es ist nach einem bestimmten dokumentarischen Grundgedanken, dem Ordnungsprinzip, aufgebaut. Typische Ordnungsprinzipien sind Klassifikation, Register, Facettenklassifikation, Begriffskombination, Freitextsuche und Vektorraummodell. Die Größe eines Ordnungssystems ergibt sich aus der Anzahl der in ihm enthaltenen verbindlichen Deskriptoren. Enthält es neben den Deskriptoren weitere ergänzende Vokabeln sowie viele Erläuterungen und Hinweise, so spricht man von einem gut ausgebauten bzw. komfortablen Ordnungssystem."

Ende der Durchsage.

Na dann, sagt sich Herr K., dann ist ja alles klar. Es kann losgehen.

Mittwoch, 7. November 2012

Chrome schützen

Folgendes gerade im Chrome-Forum gepostet. Mal schauen, was daraus wird.

Kennt jemand Bestrebungen innerhalb von Google, Chrome gegen die Suchmaschinen immun zu machen, die sich ungefragt und hinterrücks installieren und die nur unter erheblichem Aufwand zu entfernen sind? Bei mir sind es die oben genannten, AVG, Babylon und Iminent . Das Internet ist voll von Klagen und Vorschlägen zur Entfernung der Dinger. Es kostet das Zeit und ist oftmals vergeblich. Nach drei Tagen sind die Dinger, die zwischenzeitlich verschwunden waren, auf einmal wieder da.

Obwohl ich Chrome sehr schätze -- ich würde zu einem anderen Browser wechseln, wenn der vor dem, was die User inzwischen "Web-Zecken" nennen, geschützt wäre.

Alternative wäre: Eine Möglichkeit, durch die Dinger schnell und zuverlässig entfernt werden können. Aber ein Schutz vor ... wäre natürlich besser.

Mal schauen, was daraus wird.

---

Vergessen: Auf diesem Rechner, vor dem ich gerade sitze, hat sich auch noch das oberbescheuerte I want this / TextEnhance etabliert, das Stichworte selbst aussucht, um dahinter halbseidene bis blöde Angebote zu verbergen, die, ohne dass man draufklickt, aufploppen, wenn die Maus in die Nähe kommt.

Sprachkurse


06.11.2012 | Zugewanderte Mediziner | Doktor Kannitverstan || In Deutschland arbeiten immer mehr Ärzte aus dem Ausland. Das ist gut, denn sonst blieben viele Stellen in Kliniken unbesetzt. Doch Verbände fordern mehr und bessere Sprachkurse: Viele der neuen Kollegen sprechen so schlecht Deutsch, dass Patienten in Gefahr geraten.

Ich biete mich an, da eine Untersuchung zu führen, um Genaueres herauszufinden. Die Hypothese nicht ausgeschlossen, dass die ausländischen Mediziner gut Deutsch sprechen, dass allerdings die Deutschen so schlecht Deutsch sprechen, dass sie nicht verstehen, was der Doktor in ziemlich einwandfreiem Deutsch sagt. Eine von vielen Hypothesen. Denn: So geht Wissenschaft!

US-Wahlen

Ein BILD-Blick auf die US-Wahlen, gleich nach dem Fußball. ;-)


Marco Reus floskelt

Der FOCUS als echter Sprachschöpfer. Wer hätte das gedacht.

"Zunächst konnten Keeper Weidenfeller und Kevin Großkreutz noch die größten Chancen der Madrilenen entschärfen, aber schließlich kamen die Gastgeber dank Özil doch noch zum verdienten Ausgleich. „So ist der Fußball“, floskelte BVB-Star Marco Reus." 

(Champions League – BVB spielt 2:2 bei Real Madrid. FOCUS Online)

Montag, 5. November 2012

Information privacy ends - now.




The Other Side of Jimmy Savile.


Feststellung: Zu rechten oder fassungslos zu sein, hat überhaupt keinen Sinn. Dieser Fall, wie die vielen anderen, aus der katholischen Kirche, in allen Ländern und Kulturen, kann nur ein Anlass sein, über die Probleme neu nachzudenken, über die Zusammenhänge von
  • Sexualität, normaler und abweichender
  • Pädophilie
  • Veränderungs- und Nicht-Veränderungsmöglichkeiten sexueller Präferenzen
  • Gesellschaft und gesellschaftliches Ansehen
  • Macht
  • Geld
  • Ruhm
  • Psyche und psychischer Krankheit
  • Überwachung durch die staatlichen Instanzen
  • Privatsphäre
  • Datenschutz
  • Vertuschung und Nicht-Vertuschung
Der Advocatus diaboli sagt: "Wenn die westliche Gesellschaft beschließt, im Bereich der Sexualität alles Mögliche zu akzeptieren, was einstens als kriminell / strafbar und pervers galt -- weil doch alles Abweichend-Sexuelle Veranlagung und dem bewussten Entscheiden entzogen ist und, nun ja, so unglaublich viel Spaß macht --, warum akzeptiert sie dann nicht noch und als konsequenten letzten Schritt auch die Pädophilie als Variante und sucht nach Wegen, dass Leute wie Savile ihre Triebe ausleben können, ohne dass Kinder traumatisiert werden? -- Ok, keine Ahnung, wie das gehen soll. Aber wozu haben wir denn die Forschung! Und die kreativen Journalisten."


Oder mal anders:

Wenn das letzte Tabu gefallen und 
das letzte Kind missbraucht ist, 
wirst du merken, dass Libertinage 
nicht glücklich und 
auch nicht unsterblich macht.

Adobe Digital Publishing Suite

Adobe Digital Publishing Suite family / Digital Publishing Suite, Enterprise Edition / Funktionen

Bei Gelegenheit mal hinschauen.

Sonntag, 4. November 2012

Wiedervorlage: Gynäkologe hortet Intimbilder

Da wollen wir später doch mal nachsehen, was das geworden ist:

Waffen und Fotos bei Arzt entdeckt | Gynäkologe hortet Intimbilder von Patientinnen | 02.11.2012 | Von Susi Wimmer | Die Polizei entdeckte bei ihm 700 Waffen - doch nun könnte sich der Münchner Arzt noch wegen anderer Straftaten verantworten müssen: In einem Versteck fanden die Beamten massenweise Fotos und Filme mit Intimaufnahmen seiner Patientinnen. (SZ Online)

Dass es mitunter bizarr zugeht auf der Welt und auch in den deutschen Landen -- geschenkt. Aber diese Triade, Arzt - Waffen - Intimaufnahmen, die ist schon noch was Besonderes.

--

Aufgenommen (22.09.2013):

Die Google-Suche für das Jahr 2013 ergibt ein ziemlich disparates Bild. Geht es überhaupt um den Arzt, von dem da oben die Rede ist? Gibt es da mehrere Fälle? Von Waffen ist nämlich meist nicht die Rede. Und BILD bringt für einen Fall die klassische Zusammenfassung:

DR. PERVERS“ | Dieser Frauenarzt fotografierte heimlich 1484 Patientinnen || 06.09.2013 - 00:01 Uhr | Von JANINE WOLLBRETT | Mannheim – Es ist so unglaublich, so ekelhaft. Drei Jahre lang fotografiert der Gynäkologe Dr. Joachim K. (58) aus Schifferstadt (Rheinland-Pfalz) heimlich den Intimbereich seiner Patientinnen, sammelt 36.146 Fotos und 62 Videos!

Man beachte: die exakte Zahl der Fotos!

Bored of life?

Wenn Ihnen langweilig ist, wenn sie gar lebensmüde sind, dann können Sie sich ja mal folgende drei YouTube-Videos anschauen:

Google, neu

Google vermeldet jetzt ständig, wenn man es aufruft, dass es ab 16. September für die Suchmaschine keine personalisierten Hintergrundbilder mehr unterstützen wird, weil es sich selbst "optimieren" wird. Die Frage, die sich aufdrängt: Was wird denn da optimiert, wenn man die Bilder wegnimmt?

Man muss nur mal sein Bild entfernen, dann kennt man die Antwort: Google erstrahlt auf einmal wieder in der alten weißen Herrlichkeit, mit diesem bunten Schriftzug mittendrin. 

Effekt: Die Marke leuchtet auf und hervor. Google dringt machtvoller ins Hirn als je zuvor.

Samstag, 3. November 2012

About Web Scum

Könnte sich mal eine Gruppe von Leuten, die weiß, wie es geht, daran machen, alle Programme zu ächten und so an den Pranger zu stellen, dass den Leuten, die dahinter stehen, Hören und Sehen vergeht? Die Reihe der Programme ist leicht bestimmt. Es sind all die, die sich nicht über die Windows-Deinstallation entfernen lassen, wie etwa:

Babylon Search -- Tipps: Entfernen 1, ...
Iminent 
AVG Search
...

Ich meine, wenn ein Computer-Nutzer solche Handstände veranstalten muss, um ein Programm loszuwerden, dann ist er arm dran. Der Schaden durch zeitaufwendiges Herumprobieren sollte den Verursachern von US-amerikanischen Gerichten in Rechnung gestellt werden!

tief greifend

Über Jeff Bezos, Gründer von Amazon, heißt es heute in der SZ (S. 34): "Er hat den Handel vermutlich tief greifender verändert, als alle anderen Innovatoren zuvor."

tief greifender -- wie setzen wir da denn den Akzent?

a) Wir tun bzw. schreiben nur so, sprechen es aber wie ehedem aus: tiefgreifender, mit abfallendem Gesamtton.

b) Wir passen die Aussprache der Schreibung an und sagen also tief greifender. Zwei getrennte Wortakzente.

Es sei denn, wir entschließen uns, c) für das Beste zu halten:

c) Die Schreibung tief greifender ist nicht in Ordnung (jugendlich: ist bescheuert). Man schreibt nach wie vor tiefgreifender.

Freitag, 2. November 2012

Halloween und E-Mails

Was ist denn nun mit hotspot shield vpn? Ein Segen, eine Umgehung von Verbotenem? An Halloween scheinen jedenfalls Scherzkekse aus den USA versucht zu haben, an E-Mail-Daten zu kommen.

CHIP bewirbt das irgendwie, und Google teilt mir mit, dass da jemand mein E-Mail-Account manipulieren will.








Eine Auswahl der Fehlermeldungen nach Halloween.
Immerhin: Search & Destroy findet rein gar nichts!
Und was bei Wikipedia passiert ist, das berichten wir
dann ein andermal! ;-)

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Nachtrag, für Betroffene: Mein Sohn hatte 
Freunde eingeladen und alle zusammen haben
sich in der Nacht mein Notebook gegriffen -- ohne Erlaubnis --
und haben von kinox.to einen Film geschaut.
(Idiotisch! Es gibt noch eine Ansprache, was man
mit den PCs der Eltern macht und was nicht!)
Ob die Seite kinox.to den Schlammassel verursacht
hat, kann ich jetzt noch nicht sagen.


Restaurantkritiker: Die Vermuter

Nun, diese Kritik -- was halten wir denn davon?

thomas jonson Erfahrungsbericht erstellt: vor 2 Monaten
Essen Schlecht bis mittelmäßig Einrichtung Schlecht bis mittelmäßig Service Schlecht bis mittelmäßig
Vorne hui hinten Pfui. Wenn man hinten in den Hof geht dann stinkt es das man fast kotzen muß beim Hintereingang des Lokals. Nein Danke. Da esse ich nichts. Es wird scheinbar nicht auf Sauberkeit geachtet. Wer weiß wie es in der Küche aussieht.

Ja, also -- was halten wir von dieser Kritik? Nicht von der Rechtschreibung, sondern von der Wortwahl und dem verbalen Gesamtauftreten des Herrn Jonson? 

Ich für meinen Teil bin ganz froh, dass ich diesen Kritiker im Mythos nicht treffen werde. Leute, die so denken, vermuten, unterstellen, internetmäßig die Sau rauslassen -- die schlagen einem doch ziemlich auf den Magen. 

BTW: Wenn scheinbar nicht auf Sauberkeit geachtet wird, dann wird auf Sauberkeit geachtet. So ist das nun mal im Deutschen geregelt. Das andere Wort wäre anscheinend. Aber egal. Warum hat der Herr Jonson nicht darum gebeten, mal einen Blick in die Küche werfen zu dürfen? Dann hätte es die geschäftsschädigenden Unterstellungen nicht gegeben.

Montag, 29. Oktober 2012

Panorama: Irfan View vs. MS ICE

Ein Test mit den beiden genannten Programmen. Ergebnis: ICE ok, Irfan View, sonst von mir hoch geschätzt, nicht gut.

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<Beispiele folgen>

Sonntag, 28. Oktober 2012

Griechenland-Gepflogenheiten

Die Griechen machen, was die Schweiz gerne täte: Sie unterbinden nicht die Korruption und die Steuerhinterziehung, sondern die Berichterstattung über selbige. Ich glaube, jetzt frage ich spaßeshalber mal bei der griechischen Botschaft an, wie sich das verhält.

"Journalist wegen Steuersünder-Liste festgenommen
Weil er 2000 Namen griechischer Besitzer Schweizer Bankkonten veröffentlichte, wurde ein Journalist verhaftet. Der sagt: "Statt gesetzesbrecherische Minister festzunehmen, nehmen sie die Wahrheit fest."

Die griechische Polizei hat einen Journalisten festgenommen, der eine Liste mit den Namen Tausender Griechen mit Bankkonten in der Schweiz veröffentlicht hat. Der Herausgeber des Boulevard-Magazins "Hot Doc", Kostas Vaxevanis, werde dem Staatsanwalt vorgeführt, verlautete am Sonntag aus Polizeikreisen in Athen." (WELT Online)

Universität, Aufzug und Zigarette

Ist es möglich, über solch einen Ausschnitt einen Haiku auf deutsch zu verfassen? Man könnte es ja mal versuchen. Sicher ist es so: Die extrem kurze Form ist die sprachliche Entsprechung zu diesem Bild.



Samstag, 27. Oktober 2012

Kleine Beispielsammlung -- nicht nur politisch

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Christine Neubauer, die zwei Semester Psychologie studiert hat, ist - obwohl Kritiker ihr oft seichte Unterhaltung vorwerfen - eine der meistbeschäftigten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen.

(stern online -- Fr 18.11.2011)

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Die Schauspielerin Christine Neubauer, 49, will sich von ihrem Ehemann Lambert Dinzinger, 55, scheiden lassen. 

"So traurig es auch ist, wir haben die Gefühle füreinander verloren. Wir haben wirklich gekämpft. Aber wir haben es einfach nicht geschafft."

Sie lebten zusammen in München und galten als Vorzeigepaar in der schnelllebigen Welt der Promis. 2005 wurden sie in der ARD-Sendung "Der große Partnerschaftstest" zum "harmonischsten Paar Deutschlands" gekürt, weil sie 15 von 20 Fragen übereinstimmend beantworteten.

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Kommentar später stand da bis soeben. Aber ich will das eigentlich gar nicht kommentieren. Es genügt der Hinweis, dass gilt: Wer in der Öffentlichkeit lebt, den bringt die Öffentlichkeit um. Jedenfalls auf der Ebene der bürgerlichen Ehrenrechte und des Ansehens.