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Mittwoch, 18. September 2019

Die Maus und der Berg

Wieder so eine kleine, feine Sprachfrage. Gebiert der Berg, wenn man so umformt? Oder gebärt er?

"Der Berg kreist und gebiert eine Maus."

Für mich ist das eine Redewendung, die einfach alt ist. Normalerweise wird daraus ein gebärt. Oder doch nicht?!

Aus einem ZEIT-KOMMENTAR.

Klimakabinett? Beschlüsse?
Der Berg wird kreisen und - bestenfalls - eine Maus gebieren.
13. September 2019

Dienstag, 23. Juli 2019

Ist Rechtschreibung wichtig? - BEARBEITEN

Aus den ZEIT-Kommentaren von heute.

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((Bei Ihrem Beharren aufs Lesen-Können erlaube ich mir den Hinweis aufs Schreiben-Können! 7 Fehler auf 28 Wörter ist deutlich zu viel. -- Nichts für ungut!))


Merkwürdig das sie offensichtlich nicht erkannt haben das Boris, a chicken clorinated by Donald Trump, nun Parteiführer der Tories geworden ist.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

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Merkwürdig, [1] dass [2]  Sie [3]  offensichtlich nicht erkannt haben, [4] dass [5] Boris, a chicken chlorinated [6] by Donald Trump, nun Parteiführer der Tories geworden ist.

Wer lesen kann, [7] ist klar im Vorteil.

Donnerstag, 25. April 2019

Forensiker

Notizbuch

Eigentlich geht es mir nur um eine sprachliche Kleinigkeit, einen nicht ganz trivialen Druckfehler: gedungen gibt es im Deutschen eigentlich nur noch, wenn von einem gedungenen Mörder die Rede ist. (Meist liest man dann von einem Auftragskiller.) Wie man das Wort für gefunden einsetzt und das dann auch noch bei letzten Blick auf den Text überlesen kann, ist mir schleierhaft.


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Vermisste Maddie McCann: Mysterium endlich aufgedeckt? Forensiker mit Erklärung | #OMG!

Wird die vermisste Maddie McCann jetzt endlich gedungen?


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Montag, 11. Februar 2019

Wer war's?

Sprachkritisches

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Er wuchs in einer Handwerkerfamilie in der Au auf und war seit seiner Kindheit eher ein kränklicher Bub. Schnell wurde ihm jedoch klar, dass die Schreinerlehre, die er erfolgreich absolviert hatte, nichts für ihn war. (br.de Spoilerwarnung!)

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Hier soll es aber vor allem um den Satz gehen: Schnell wurde ihm jedoch klar, dass die Schreinerlehre, die er erfolgreich absolviert hatte, nichts für ihn war.

Da passt etwas nicht. Wenn er die Schreinerlehre schon absolviert hat, dann ist es unsinnig zu sagen, dass die "nichts für ihn war". Die Lehre lässt sich ja nicht rückgängig machen. Zwei Möglichkeiten: Rückwärtsgewandt: ... dass es ein Fehler war, die Schreinerlehre zu machen. Vorwärtsgewandt: ... dass er nicht als Schreiner arbeiten wollte.

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Donnerstag, 18. Oktober 2018

... vom Autor!

Ich zucke zusammen bei so etwas:


Nein, vom Autor wurden sie zur Verfügung gestellt, diese Fotos, nicht vom "Autoren"! Die Toren nur schreiben das mit dem ... Ach, lassen wir das!

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Kicks und Kitzel

Ja klar, der Mensch -- genauer: manche Menschen brauchen Kicks und Kitzel! Andere, wie ich, hingegen überhaupt nicht.

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10. Oktober 2018 | McKamey Manor | Der Rekord liegt bei sechs Stunden: Diese Horrorshow hält niemand bis zum Ende aus || Sind dir Geisterbahnen schon lange zu langweilig? Dann solltest du dich vielleicht mal auf der Seite von McKamey Manor in den USA umschauen. Denn dieses Gruselhaus ist so schlimm, dass es bislang noch niemand bis zum Ende ausgehalten hat || "Für deine eigene Sicherheit, musst du diese Grundanforderungen bestehen", steht auf der Website des McKamey Manor, die mit Bildern scheinbar blutverschmierter Menschen geschmückt ist und einem schon beim ersten Blick irgendwie Schauer den Rücken runter treibt. "Du musst mindestens 21 Jahre alt sein. Du musst einen Sporttest bestehen und einen Brief vom Arzt dabei haben. Du musst unseren Background Check bestehen. Du wirst über Facetime oder ähnliches geprüft. Du musst beweisen, dass du krankenversichert bist. Du musst eine 40 Seiten lange Verzichtserklärung unterschreiben und am Tag deines Events einen Drogentest bestehen." (stern.de)

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Und auch da wieder die junge Journalistensprache:

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Den Rekord hält eine junge Frau, die nur Sarah P genannt wird. 2014 hielt sie es ganze sechs Stunden in dem Haus aus, das damals noch in San Diego, im US-Bundesstaat Kalifornien stand.

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Ist das mit den 6 Stunden jetzt mehr oder weniger als erwartet?

Heute: Mehr als erwartet.

Früher: Viel weniger als erwartet.

Mittwoch, 15. August 2018

Rechtschreib- und Grammatik-Kontrolle

Berührt seltsam, wenn ausgerechnet faz.net die Rechtschreib- und Grammatikkontrolle ausschaltet.

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Helfen in der neien Saison soll auch Schalke-Profi Thilo Kehrer. Er steht vor einem millionenschweren Wechsel nach Paris. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Schalker und der Klub von Tuchel am Sonntag auf den Transfer geeinigt. „Die wirtschaftliche Dimension, sprich die Ablösesumme für einen Spieler, dessen Vertrag bei uns im nächsten Jahr ausgelaufen wäre, haben uns dazu bewegt <bewogen!>*, diesen Wechsel zu befürworten“, kommentierte Schalke-Sportvorstand Christian Heidel den Coup, der nach Angaben der „Bild“-Zeitung 37 Millionen Euro wert sein soll.

Wie die Gelsenkirchener erklärten, habe auch der der 21-jährige Kehrer mit Paris Einigung über einen entsprechenden Kontrakt erzielt. Vorbehaltlich des Medizinchecks werde der Wechsel perfekt. (faz.net)

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* Na gut, Zitat! Bleibt die Frage, ob die Zeitungen nicht die Pflicht haben, kleine Ausrutscher im Mündlichen stillschweigend geradezubiegen. (Bitte nicht: gerade zu biegen!)

Montag, 16. Juli 2018

Rechtschreibung? 'heute M/morgen'

Ich stehe in meinem Text vor dem schlichten Satz

"Ich habe übrigens heute Morgen / heutemorgen / heute morgen, als er dich zurückgebracht hat, mit Siegfried gesprochen."

Wer so etwas nicht "im Sprachgefühl" hat, der schaut halt im Duden oder in sonst einem Wörterbuch nach.

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Der Duden:

Worttrennung: heu|te Mor|gen
Beispiele: heute Morgen bin ich sehr früh aufgestanden; vgl. heute

WUSSTEN SIE SCHON? ℹ
Dieses Wort oder diese Verbindung ist rechtschreiblich schwierig (Liste der rechtschreiblich schwierigen Wörter).

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Wer ein wenig eigenes Sprachgefühl hat, der sagt sich, dass diese Regelung ziemlich daneben ist. Das morgen in heute morgen hat grammatisch keine Verbindung zu der Morgen. Es ist als Ganzes eine adverbiale Bestimmung. Das diese Wendung nicht in einer lautlichen Abfolge ausgesprochen wird, bleibt es bei der Getrenntschreibung. Weil aber die Wendung als Ganzes die adverbiale Bestimmung ist, sollten wir Ich bin heute morgen sehr früh aufgestanden schreiben.

Howgh, ich habe gesprochen!

P. S. Liebe Duden-Redaktion! Über die Wendung rechtschreiblich schwierig würde ich auch noch mal nachdenken. Sie ist selbst -- nein, nicht "rechtschreiblich", sondern stilistisch doch sehr fragwürdig. Sagt mir mein Sprachgefühl.

Donnerstag, 19. April 2018

"jdm. gedenken" ?

Verändert BILD tatsächlich die deutsche Grammatik? "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"?

"Wie Terence Hill seinem Freund Bud Spencer gedenkt"

Dienstag, 5. Dezember 2017

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet?

Aus den ZEIT-Kommentaren:

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Was rein Sprachliches:

"Ganze 42 Jahre lang war Glaser Mitglied der CDU, lange war er Stadtkämmerer in Frankfurt am Main."

Wie wird, hier und sonst, 'ganze' verwendet? Die traditionelle Verwendung war jedenfalls: 'gegen die Erwartung wenig'. Ungefähr so: "Als er 1970 starb, waren von seinen einstigen Millionen noch ganze 300 Mark übrig." Es ist zu beobachten, dass heute dieses 'ganze' ins Gegenteil verkehrt wird: sehr viel oder, hier: sehr lange. Nun kann man gegen den Sprachwandel, so er denn Erfolg hat, einfach nichts machen. Aber gut beobachten kann man ihn immerhin. Ansonsten gilt natürlich die alte Duden-Weisheit: aus 'fälschlich oft' wird peu à peu 'heute auch schon'.

Montag, 31. Juli 2017

Rechtschreibung: vielmehr vs. viel mehr

Haben die Menschen kein Rhythmusgefühl oder ist ihnen die Rechtschreibung schlicht egal?
  • "Jobs spricht davon, dass in Monopolstrukturen die Mitarbeiter in diesen Abteilungen den Erfolg des Unternehmens vielmehr beeinflussen würden als beispielsweise Produktentwickler."
Den Sprechrhythmus befragen. Eigentlich ist das doch nicht so schwer:
  • "Um Wettbewerb ginge es gar nicht; es ginge vielmehr um die Monopolstrukturen einzelner Unternehmen."
  • "... dass in Monopolstrukturen die Mitarbeiter in diesen Abteilungen den Erfolg des Unternehmens viel mehr beeinflussen würden als beispielsweise Produktentwickler."

Freitag, 7. Juli 2017

Rechtschreibung: Was mache ich heute Morgen?

Man soll also jetzt heute Morgen schreiben. Morgen groß. Was ist dieses Morgen? Ich meine: innerhalb der Grammatik. Ein Adverb -- eine der großen Schummelkategorien der Grammatik heißt ja Adverb -- oder ein Nomen? Oder doch was ganz anderes?

Die Sprachverwalter, die nicht kapieren können, dass die Sprache nicht einer zweiwertigen Logik folgt, sondern mit vielen Zwischenstufen arbeitet. Vor allem, weil sich das Historische ganz und gar unterschiedlich fortpflanzt, vom schnellen Aussterben bis zum unbegreiflichen Überleben.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Hackerangriff. Erlitten?

Was erleidet man denn so alles, und was nicht?

"Italienische Sport-Ansagerin erlitt einen Hackerangriff: hier die fünf besten Fotos"

Erleidet man einen Hackerangriff? Oder wird man Opfer eines ~s? Man leidet vielleicht nach dem Hackeragriff, wenn ..., aber das ist ja noch mal was anderes. Mein Gott, ist die Abteilung Grammatik  & Semantik kompliziert!

Freitag, 22. Juli 2016

Feinheiten der deutschen Sprache

Ein Test in Feinheiten des Deutschen:

"Die Therapeutin hatte sich in ihren / ihrem hohen Schreibtischstuhl zurückgelehnt."

Geht beides? Was ist besser? Oder eben -- gibt es einen Unterschied in der Bedeutung, je nachdem, ob da ihren oder ihrem steht.

Dienstag, 14. Juni 2016

"Noch eine Hiobsbotschaft für BVB-Star"

Was alles kann man, auf den unterschiedlichen Feinheitsstufen, an dieser Meldung sprachlich kritisieren?

Was die Obduktion beim toten Bundesliga-Trainer ergab | +++ Und noch eine Hiobsbotschaft für BVB-Star +++ || Sascha Lewandowski, der ehemalige Bundesligatrainer von Bayer Leverkusen, wurde in seiner Bochumer Wohnung tot aufgefunden. Lewandowski, gegen den offenbar wegen Kindesmissbrauch ermittelt worden sein soll, hat laut einer gemeinsamen Presseerklärung des Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Bochum Suizid begangen. Fremdverschulden sei auszuschliessen. Es sei davon auszugehen, dass der Tod selbst gewählt worden sei. Damit werde das Todesermittlungsverfahren eingestellt. Weitere Details zum dubiosen Fall wurden nicht bekannt. (derbund.ch)

Nun, weil das nächste Fenster später vielleicht nicht mehr auffindbar ist, hier auch gleich:

Marco Reus, der von Weltmeistertrainer Jogi Löw wegen einer Verletzung aus dem EM-Kader gestrichen wurde, fällt noch länger aus als befürchtet. Der Star von Borussia Dortmund, der an einer Schambeinentzündung laboriert, hat im Pokalfinale offenbar auch noch einen tiefen Sehneneinriss in den Adduktoren erlitten, wie «Bild» berichtet. «Wenn man eine chronische Schambeinentzündung inklusive eines Sehneneinrisses in den Adduktoren richtig ausheilen lassen möchte, ist eine Ausfallzeit von sechs Monaten durchaus realistisch», befürchtet Professor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln.

Donnerstag, 21. April 2016

Der Akkusativ ist den Dativ sein Tod!


"15 Prominente mit einen schockierenden Nettowert"

Sagt -- ausgerechnet! -- derweiterbilder.de.

Es gibt aber natürlich auch Liebhaber des Akkusativs!

Sprachwissenschaft als Rechtswissenschaft

Bei den Juristen, so sagt man, und bei Gesetzgebungsverfahren bestünde die Kunst darin, zu berücksichtigen, dass eine Gesetzesänderung in viele andere Gesetze eingreift und dass das berücksichtigt werden müsse. Es zeigt sich, dass dies bei sprachlichen Nominierungen nicht anders ist. Nehmen wir den folgenden schlichten Satz:

"Ich habe mich gewundert, dass sich ganz leicht 20 Liegestütze machen konnte, und dann nicht ausgepowert war, sondern Lust hatte weiter zu machen."

Wenn wir, was die neue Rechtschreibung nahelegt, weiter zu machen in drei Wörtern verschriftlichen, dann gehört da ein Komma hin, weil es sich ja um einen erweiterten Infinitiv handelt; schreiben wir hingegen weiterzumachen in einem Wort, dann wird vorher kein Komma gesetzt, weil es sich ja um einen einfachen Infinitiv handelt. (Ja, ja, ich weiß, beim erweiterten Infinitiv muss man nicht unbedingt mehr ein Komma setzen; aber diese Regel hat nun wohl kaum ein professionell Schreibender mitgemacht. Die Zeitungen setzen ihre Kommata nach wie vor.) 

So kompliziert ist also das sprachliche Regelwerk, und die Sprachgelehrten müssen komplex denken wie die Juristen.

Es wog "einen Kilogramm"?

Dass es anschließend richtig dasteht -- mach das den Fehler schlimmer oder weniger schlimm?

Baby wog bei seiner Geburt nur einen Kilogramm | Bei seiner Geburt wog der winzige Junge nur ein Kilogramm. Jetzt nach drei Monaten auf der Intensivstation des Krankenhauses wog der Kleine immerhin schon ganze drei Kilo. (heilpraxisnet.de)

Donnerstag, 7. April 2016

"Der mutmaßliche Täter ..."

Die Mutter, sie soll etwa 70 Jahre alt sein, sei demnach am Donnerstagmorgen gegen 5.30 Uhr aufgestanden. Der Sohn soll sie dann gegen 6.15 Uhr erstochen haben und noch kurz mit seinem Vater gesprochen haben, der noch im Bett lag. Nach der Tat, so berichtete ein laut eigener Aussage langjähriger Freund der Familie, soll der mutmaßliche Täter die Polizei angerufen haben und angekündigt haben, er werde sich stellen. | Nach GA-Informationen soll ein Polizeihund die Fährte aufgenommen haben, sie verlor sich später aber an einer Bushaltestelle. Der mutmaßliche Täter soll demnach auch heute einen Termin beim Amtsgericht Siegburg haben. Die Polizei hat bislang allerdings keine Informationen zum Tathergang gemacht und keine dieser Informationen bestätigt. | Mittlerweile hat der Bestatter die Leiche der Frau abtransportiert, die Kriminalpolizei hat die letzten Spuren gesichert, der Einsatz löst sich mit Stand 12.30 Uhr allmählich auf. Teilweise stehen noch Nachbarn vor dem Haus. (Bonner Generalanzeiger)

Es kommt in dieser Klarheit selten vor: Ich lese einen Text, und sofort fällt mir auf, dass einige Dinge an diesem Text schief sind. Dabei geht es nicht um die einfachen Sachen wie Grammatik und Rechtschreibung. Aber so ein Satz wie: „Der mutmaßliche Täter soll demnach auch heute einen Termin beim Amtsgericht Siegburg haben.“ – Irgendetwas ist da komisch, und die Frage lautet: Was und warum?

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Er warf sich auf den Boden ...

Warum lese ich das und suche es anschließend ziemlich lange, nachdem es mir aus den Augen geraten ist? Also, in der SZ steht zu lesen:

"2. Dezember 2015, 17:34 Uhr | Flughafen München | Fluggast raucht Kräutermischung - und flippt nach Passkontrolle aus || Statt in Dubai landete der 21-Jährige in der Klinik. || Definitiv die falschen Kräuter hatte ein Allgäuer zu sich genommen, der am Dienstagabend eigentlich einen Flug nach Dubai antreten wollte. Die von ihm gewählte Mischung hatte keine beruhigende, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen. Der 21-Jährige muss sich jetzt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Zunächst verhielt sich der junge Mann nach Angaben der Bundespolizei am Flughafen "ganz normal, stellte sich in die Warteschlange" und war bei der Passkontrolle "völlig unauffällig". | Aber kaum hatte er seinen Pass wieder und war an den Bundespolizisten vorbei, flippte der 21-Jährige aus. Er warf sich auf den Boden, schrie und lachte lauthals."

Nein, nicht wegen der Kräutermischung, überhaupt: nicht wegen des Inhalts. Sondern wegen einer Kleinigkeit in Sachen Grammatik:

  • "Die von ihm gewählte Mischung hatte keine beruhigende, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen."
Kann man so den Singular erschließen lassen, wenn ein Plural folgt? Oder muss man sich doch herbeilassen, das Ganze auszubuchstabieren? Dann also: ... hatte keine beruhigende Wirkung, dafür aber erhebliche Nebenwirkungen.