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Donnerstag, 22. Februar 2018

Argumentation 2: Der syrische Bürgerkrieg

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Es folgte: Eine so schöne wie seltsame Auseinandersetzung. Ich nehme zunächst ein paar Zeilen aus dem ZEIT-Text und kommentiere.

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#97 -- "Zugleich ist die Botschaft, die schon von Aleppo ausging, nun in Ostghuta und absehbar in Idlib mit Nachdruck bestätigt wird, im Grunde schlicht: Assad gewinnt, seine Vernichtungs- und Vertreibungsstrategie zusammen mit Russland und dem Iran geht auf."

Warum um alles in der Welt wird die Fragen aller Fragen nie hart gestellt?

Was wäre, wenn Assad = der Diktator X entmachtet wird?

Wieso kann die Masse der Menschen im Westen nicht erkennen, dass dann nichts, aber auch gar nichts gewonnen wäre? Wenn es in einem Land keine "politische Reife" gibt, folgt entweder der nächste Diktator oder das noch viel schlimmere Chaos. Muss ich Beispiele nennen? Saddam H.? Libyen? Überhaupt dieser "Arabische Frühling". Was ist denn da geworden?

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Cerouac #97.1 -- Woher wissen sie wue wir als “Masse“ denken. Normalerweise kommt doch von ihrer Seite immer dass wir so uneinig sind ...

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Ok, hier lasse ich alles mal zeichengenau so stehen, wie es da stand. Korrekt wäre: 

"Woher wissen Sie, wie wir als 'Masse' denken? Normalerweise kommt doch von Ihrer Seite immer, dass wir so uneinig sind ..."

Das mit dem Korrigieren mache ich 1 x, nur hier. Natürlich ist so etwas kleinlich und oberlehrerhaft. Ich möchte aber einfach das Formale nicht vollständig außer acht lassen.

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Jetzt wieder ich:

#97.2 Ich korrigiere das so sehr aufgeladene Masse in "Mehrzahl der Menschen". Mein Befund stützt auf das Mitlesen auf vielen Kommentar- und papierenen Leserbriefseiten. | Dann: "Normalerweise kommt doch von Ihrer Seite immer, dass wir so uneinig sind ..." | Da hätte ich gerne a) ein Beispiel. b) Da kommt es entscheidend darauf an zu sagen, 1. in welcher Sache 2. wir (= ? die Kommentatoren hier, die CSU-Wähler, usw.) uns einig / uneinig sind.

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Es mischt sich kurz der_joerg ein, der ein wenig kryptisch in Richtung Cerouac sagt: 

Antwort auf #97.1 von Cerouac | der_joerg #97.3 || Hauptsache frei! Auch wenn der Kopf ab ist.

Und dann auch noch ein Jaegervonderalm:

Antwort auf #97 von BDLB Jaegervonderalm #97.4 sie gehören garantiert nicht zur Masse

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Von mir: 

Antwort auf #97.1 von Cerouac BDLB #97.5 Und noch eine Bitte, die alles abkürzen würde: Was sagen Sie denn zu Frage, die ich gestellt habe: Was wäre [denn voraussichtlich], wenn Assad = der Diktator X entmachtet wird?

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Argumentation 1: Der syrische Bürgerkrieg

Wer hätte das gedacht? Eine Diskussion bei den ZEIT-Kommentaren bringt mich dazu, das Argumentationsthorie-Buch, das ich seit zwei Jahren vor mir herschiebe, neu zu beginnen und zu einem Ende zu bringen.

Hintergrund: 
  • Ich habe mich längere Zeit in verschiedenen Foren herumgetrieben, um eine Art Selbsterfahrungskurs zu machen. 
  • Ziel dieses Selbsterfahrungstrips war es auch, heute gängige Argumentationsmuster 'am eigenen Leibe' zu erfahren. Heißt: Ich wollte wissen, wie ich reagiere, wenn Angriffe auf mich zu kommen. Auch solche Angriffe haben mich interessiert, die ich aus einer gewissen akademischen Hochmütigkeit -- auch tatsächlich mit Blick auf Rechtschreib- und Grammatikfehler im Text -- zunächst nicht ernst nehme. 
  • Es ging mir auch darum, festzustellen, wie das ist, wenn man anonym unterwegs ist und nicht mit dem bürgerlichen Namen für das einstehen muss, was man so sagt. Wie ist das bei den anderen, wie bei mir selbst?
Fragen in der Summe: 
  • Wie geht es in der heutigen Foren-Kultur argumentativ ganz allgemein so zu?
  • Wie kann man das Argumentieren, für das Dank Internet reichlich Material vorhanden ist, besser als in einer 'syllogistischen Theorie' fassen? (Was eine syllogistische Theorie ist, werde ich dann schon erklären.)


Begonnen hat die Sache, die mich jetzt zu dem Buch hinführt, hier:

Krieg in Syrien. Sie können nur noch auf das Sterben warten. Ostghuta ist der nächste Schritt im Vernichtungs- und Vertreibungskrieg des syrischen Assad-Regimes und seiner Waffenbrüder. Wie in Aleppo wird niemand das Töten stoppen. Ein Kommentar von Carsten Luther. (zeit.de)

Meine erste Anmerkung, direkt dazu, war:

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Solange es politisch nicht durchsetzbar ist, dass Staaten nach 1 Jahr Bürgerkrieg unter UN-Kuratel gestellt werden und die UNO auch eine eigene, wirklich schlagkräftige Armee hat, die Widerstand zwecklos macht, solange ist jede Diskussion über Schuld und Alternativen vollkommen sinnlos.

Es ist wie im 30jährigen Krieg: Schluss ist erst, wenn alle Seiten hinreichend ausgeblutet sind. Und um menschliches Leid und den Tod hat sich im Verlauf der Geschichte noch kein Mächtiger je gekümmert.

Bis dahin gilt auch: In 9 von 10 Fällen ist ein grausamer Diktator viel weniger schlimm als der Krieg und der Bürgerkrieg.

-- Fortsetzung --

"AfD Volkspartei"

"Ab wie viel Prozent wäre die AfD Volkspartei?", fragt im Wikipedia-Café die IP 110.54.140.102 am 21. Februar 2018, also gestern. 

Ich dokumentiere die beiden bisherigen Antworten. Die zweite ist von mir.

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Eine Volkspartei (Parteityp) macht sich nicht an einer bestimmten Prozentzahl fest. Offen ist, ob es in Zukunft überhaupt noch Volksparteien gibt, nachdem Union und SPD derzeit „erstmals in der Nachkriegsgeschichte nicht nur keine Stimmen-, sondern auch keine Parlamentsmehrheit mehr“ hätten. Und da ist noch deutlich Luft nach unten, wenn das aktuelle Führungspersonal im Amt bleibt. --Anti Esoteric Taijitu.svg ad utrumque paratus 16:32, 21. Feb. 2018

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Hier sind die poltischen Theoretiker mit Phantasie gefordert! Was macht man, wenn die "gesellschaftlichen Kräfte" sich so zersplittern und gleichzeitig ihre Haltung so absolut sehen, dass es keine Koalitionen mit einer Mehrheit mehr gibt? - Meine ersten beiden Ideen:


  • Man schaut nach, wie die Italiener ihr Parlament gestaltet haben. (Ich würde mal sagen: Mit viel unterschwelligem Humor! -- Also, wo ist der deutsche Pepe Grillo? Hätte Moritz Hürtgen das Zeug dazu? Oder will der nur, wie BILD auch, seine Auflage steigern?)
  • Deutschland erkennt als erstes Land der Welt, dass es gar keine Regierung im bisherigen Sinn mehr braucht. Alle vier Jahre wird die Regierungsverantwortung ausgeschrieben, und es können sich alle Beratungsfirmen und neu gegründeten "Bewegungen" wie z. B. die Liga der schönen Männer und Frauen beim Wähler bewerben. In die Stichwahl kommen dann die LSMF und Roland Berger Europe. Das Parlament wird entsprechend dem Anteil der Endausscheidung besetzt. Man stelle sich vor: Immer eine klare Regierungsmehrheit und eine mehr oder weniger starke Opposition! Der Rest wartet die nächsten vier Jahre ab.


Die übernächste Wahl gewinnt dann, wenn sich der zweite Vorschlag durchsetzt, in einer spannenden Ausscheidung das WMNG (Wikipedia Movement for a New Germany). Chef? Sagen wir mal: Janka. 

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Mittwoch, 21. Februar 2018

So bleibt man im Gespräch!

Jedenfalls kurzfristig. Also: Jetzt + 5 Tage.

Lena M.-L. Mit einem solchen Ausschnitt!


Zu dem BILD fachmännisch kommentierend sagt:

"So ein Kleid kann nicht jede tragen – Lena Meyer-Landrut kann | Die Kälte (etwa null Grad) ließ sich die Sängerin nicht anmerken, sie stöckelte ganz professionell mit blauen Schuhen, Haaren bis zum Po (Extensions) und langer Kette über den roten Teppich. | Ihre Brüste blieben dank Klebeband im Kleid, was ansonsten bei so einem Ausschnitt ja fast unmöglich wäre. Wow, mehr geht nicht, Lena …"

Dienstag, 20. Februar 2018

Auto > Premium-Segment > Tesla

Ja, ja, sprach der alter Oberförster...

Die deutschen Premium-Schwindler, so to say, bekommen wahrscheinlich kalte Füße.

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US-Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen hat in Europa erstmals den Spitzenplatz beim Autoabsatz in der Oberklasse erklommen. Im vergangenen Jahr verkauften die Kalifornier 16.132 Luxuslimousinen des Typs Model S auf dem Kontinent und damit 30 Prozent mehr als 2016, wie die Fachzeitschrift "Automotive News Europe" berichtet. || Dahinter folgen die S-Klasse von Mercedes mit 13.359 Fahrzeugen (plus 3 Prozent) und der BMW 7er mit 11.735 Wagen (minus 13 Prozent). Auch Audis A8 kommt demnach auf weniger verkaufte Exemplare als das Model S. Die Zeitschrift beruft sich auf Zahlen des Marktforschungs-Unternehmens Jato Dynamics. || Damit ist Tesla ein äußerst schmerzhafter Vorstoß in den Heimatmarkt der deutschen Premium-Autobauer gelungen. Diese wähnten sich lange relativ sicher vor den Attacken der Amerikaner. Elektroautos seien zu teuer und noch nicht reif für die Langstrecke, argumentierten hiesige Top-Manager unter anderem. (manager-magazin.de)

Mein Modeblog 5: HAPPY. 100% Cashmere

Das Bekleidungshaus Konen, München, legt der Süddeutschen heute einen Prospekt bei. Irgendwie passen die drei Dinge auf dem Frontbild nicht zusammen: Der Gesichtsausdruck des jungen Models, die Pulli-Aufschrift HAPPY und 100% Cashmere.


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Vielleicht hätte man doch bei der Dame hier unten anfragen sollen? Da würden die drei Dinge perfekt harmonieren.


Heribert Prantl 2: Die Wikipedia-Diskussion

Dass die Diskussionen hinter Wikipedia-Artikeln manchmal wichtiger -- und auch sowohl erhellender wie auch lustiger -- als die Artikel selbst sind, wissen die Wikipedia-Kenner natürlich. Auch beim Artikel Heribert Prantl ist das so. Es geht da hin und her, ob die Kritik an P. im Artikel in angemessener Weise dargestellt sei. 

Einen wirklichen Höhepunkt stellt dieser Diskussionsbeitrag dar:

Jetzt muss ich mich doch mal in die Diskussion einschalten: Der Satz

„Sein besonderes Augenmerk richtet sich auf die Schnittlinien von Recht, Moral und Politik“

stammt von mir. Ich habe ihn am 7. Juli 2015, exakt um 9:12 Uhr, wie Wikipedia sicher zutreffend protokolliert, in die deutschsprachige Wikipedia eingefügt. Die schlechte Nachricht für Wikipedia: Der Satz war von Anfang an ein Witz. Mein Satz fand also zwischenzeitlich, lese ich hier, eine besondere Adelung dadurch, dass er von einem Herrn Stiltz (der Name sagt mir, ehrlich gesagt, gar nichts) aufgegriffen und zum Zwecke der Ehrerbietung gegenüber unserem Protagonisten (ich hätte schon fast "Kotau" gesagt) in einer hochmögenden Publikation zitiert wurde. Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich allerdings den Satz seinerzeit eigentlich nur deswegen zurechtgedrechselt, um damit den ausgeprägt schwülstigen Stil unseres Protagonisten zu karikieren. Der Satz war, wie gesagt, wenn ich ganz ehrlich bin, von mir seinerzeit eigentlich nur als Scherz gedacht. Jetzt macht mein Satz also so richtig Karriere bis hinein in die hochintellektuellen Feuilletonspalten, sieh an, sieh an. -- ErwinLindemann, 28. November 2016

Hinter dem Pseudonym Erwin Lindemann steckt erst mal ein schöner Querverweis, den man sich immer mal wieder anschauen kann. Dann: Jemand, der den Ausdruck "in einer hochmögenden Publikation zitiert" verwendet ist jedenfalls Deutschlehrer, Journalist -- beide Male mit besonderen sprachlichen Fähigkeiten -- oder Redakteur bei der SZ. Schön wäre es natürlich, wenn sich Heribert P. selbst hinter diesem Namen verstecken würde, aber da sagen wir mit unserem English-Teacher: "No chance!"

Und man kann, was die Übernahme dieser Schnittlinien angeht, mal umsehen.

P. S. Der Schnittlinien-Satz steht, Stand heute, immer noch im Artikel!

Montag, 19. Februar 2018

SSD-Pflege, Todesselfies und schöne Brüste

Mit welchem Programm kann ich kontrollieren, ob sich meine SSD demnächst verabschiedet. netzwelt.de verspricht Rat. Und da ist dann auch eine Anzeige, sie will zu Selfies führen, deren Macher wenig später tot waren. 

YOU MAY LIKE!

Auch dieses Mädchen mit dem kess-herausfordernden Blick und den großen Brüsten? Das ist auch ein Todesselfie?!


Mal doch spaßeshalber nachgesehen. Die junge Dame taucht auf der verlinkten Seite gar nicht auf. Die Google-Bildersuche weiß dann aber Bescheid.

"Vermutung für dieses Bild: oksana neveselaya"

Und das Bild gibt es oft, mal so, mal gespiegelt. Und das Mädel heißt doch wohl eher Claire Abbott. Ein Instagram-Star.

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Weiter aber dann hier.

Oksana Neveselaya: Heißeste "Mathe-Lehrerin" in Wahrheit 17-jährige Schülerin | 11.04.2017 14:52 | von Sven Schulz || Als heiße Mathe-Lehrerin hat Oksana Neveselaya das Internet in Atem gehalten. Mehrere Clips gingen bei YouTube viral, doch inzwischen ist die Wahrheit über die vermeintlich heißeste Lehrerin herausgekommen - zwar besucht Frau Neveselaya durchaus die Schule, hat aber mit dem Beruf "Lehrer" nichts zu tun.

Dass das Internet Betrug, Hoax, Fälschung, dann aber auch Spaß, Trickserei, Reinlegen usw. auf ganz neue Stufen hebt, kann man also wieder mal sehen. Je nach Temperament wird der eine da tiefsinnig, der andere findet so etwas sehr lustig.

Da passt es auch gut, dass hier davon ausgegangen wird, das Mädchen da auf dem Bild sei doch Oksana. Und in 10 Jahren? Alles eine kleine, unbedeutende Lawine von vor 10 Jahren.

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Und hier geht es zur Mutter aller Hoaxes, zum lauten Lachen im Angesicht des unmittelbar vorausgegangenen Schrecklichen.

Schlichte Fahrpreise

In der ZEIT geht die Diskussion um die zukünftige Verkehrspolitik für den öffentlichen Raum weiter. Irgendwann ist sogar von einer Flatrate für ganz Deutschland die Rede.

Nahverkehr. "Ich bräuchte drei- bis viermal länger als mit dem Auto" | Wir hatten Sie gefragt: Wie müsste der Nahverkehr aussehen, damit Sie Ihr Auto stehen lassen? Ihre Antworten zeigen: Kostenlos muss er nicht werden. Aber verlässlicher. Von Matthias Breitinger und Tobias Dorfer 18. Februar 2018 || 485 Kommentare



Hab ich in Rom erlebt. Schlichte Fahrpreise: 1 Fahrt, 1 Tag, 3 Tage, 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr.

Das mit der Flatrate Deutschland klingt erst mal vernünftig. Nur: Dann beginnt wieder das Rechnen. Wie oft fahre ich überhaupt? Lohnt sich das denn für mich?

Und weil wir schon dabei sind: Vernünftig wäre ein Konzept, das Bahn und Leihwagen in einer bestimmten, einfachen Weise koppelt. Beispiel: München - Hamburg mit der Bahn, in Hamburg steht ein Leihwagen bereit. Geht heute schon? Klar. Nur müsste es noch die neue grundsätzliche VORGABE geben: Die Fahrt darf insgesamt nicht teurer sein als die Fahrt mit dem eigenen Pkw. (Wobei natürlich Anschaffung + Unterhalt / Wertverlust verteilt werden müssten.)

Überhaupt müsste die Leihwagen-Nutzung deutlich verbessert werden. So, dass man daran denken kann, ohne eigenes Auto auszukommen. So etwas wird sich aber wahrscheinlich nur ergeben, wenn eines Tages die Autos selbstständig fahren und des Nachts sich selbst über die Stadt und in die Straßen hinein verteilen.

Heribert Prantl 1: Goldene Hoftrompete?

Ist das nun witzig, aberwitzig oder witzlos? Ist es AfD-nah? Aufklärerisch? Oder alles zusammen?

"Pressemitteilung Einladung zur Verleihung des Medienpreises. Seien Sie mit dabei, wenn der 2. Medienpreis verliehen wird! Wann: Dienstag, 11. April 2017, 12.00 Uhr Wo: Süddeutsche-Zeitung, Hultschiner Straße 8, 81677 München

Heribert Prantl, Kolumnist und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, ist der zweite Preisträger der »Goldenen Hoftrompete für besonders willfährige Regierungsberichterstattung«. ...

»Heribert Prantl ist die Inkarnation der stillschweigenden Kumpanei von Politikern und Journalisten, die sich als Teil einer ›politisch-medialen Klasse‹ verstehen und gemeinsam die Bürger bevormunden und belehren wollen«, kritisiert Vereinssprecher David Bendels. Damit sei Prantl zugleich der Inbegriff des Versagens weiter Teile der Medienlandschaft, die ihrer Rolle als »vierte Gewalt« und als Kontrolleure und Kritiker der Macht nicht mehr gerecht würden. Um ein Gegengewicht zu dieser ernsthaften Bedrohung für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland zu setzen, verleiht der »Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten« die »Goldene Hoftrompete« monatlich an Journalisten und Medien, die diese Fehlentwicklung eklatant verkörpern. Im Vormonat ging der Preis an die Feuilleton-Redaktion der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« für einen Beitrag, der die als »Fake News«-Bekämpfung getarnten Zensurbestrebungen der Großen Koalition rechtfertigt. Für die aktuelle Auszeichnung waren neben dem Süddeutsche-Autor Prantl auch Sebastian Dalkowski von der Wochenzeitung Die Zeit für seinen Pro-Nannystaat-Artikel »Ich will Verbote!« und die Focus-Online-Autorin Uschi Jonas für ihren Kommentar »Ihr macht mir Angst« nominiert, der die von den Mächtigen verschuldete Kriminalitäts- und Terrorgefahr verharmlost und Bürger dämonisiert, die sich selbst schützen wollen. In einer Online-Abstimmung haben sich die Unterstützer des Vereins mit 55 Prozent für den endgültigen Preisträger Heribert Prantl entschieden."

Michael Schumacher

Über lange Zeit hin waren die am häufigsten aufgerufenen Beiträge in diesem Blog die über Monica Lierhaus. Dann ließ das nach. Meine Meinung war: Wer in guten Zeiten vom Ruhm gut lebt, der sollte auch in schlechten Zeite der Öffentlichkeit sagen, wie es um ihn steht. Die Geheimniskrämerei hilft auch der Prominenten nicht, die jetzt schwer krank ist.

Nun das andere Beispiel, so wie es im FOCUS steht:

Vier Jahre nach Ski-Unfall Michael Schumacher: Warum wir wohl nie erfahren, wie es ihm geht ... Freitag, 29.12.2017 || Vier Jahre ist er her. Der Unfall, der das Leben von Michael Schumacher gravierend veränderte. Die Familie bleibt sich treu. Infos zum Zustand der Formel-1-Legende gibt es schon lange nicht mehr. Das wird wohl auch so bleiben.

Mich hat der Fall Monica Lierhaus etwas gelehrt, er hat mich dazu gebracht, meine Meinung zu ändern. Was hätten wir davon, wenn wir explizit gesagt bekämen, was wir uns leicht zusammereimen können: Der strahlende Formel-1-Held Michael Schumacher ist nach seinem Skiunfall jemand, der rund um die Uhr gepflegt werden muss und weder gehen noch sprechen kann. Was hätten wir davon, wenn wir das vielleicht sogar durch Bilder oder Filmaufnahmen vorgeführt bekämen. Nein, erinnern wir uns an die Bilder: So sah er in seinen guten Zeiten aus. So ist er gefahren. So hat er gefeiert, damals.

Eine Anmerkung zu: reimageplus.com

Nervig -- sehr nervig sind Online-Angebote, die den PC auf Probleme hin scannen -- das kann dann schon mal 10 Minuten dauern. Dann finden sie natürlich Fehler, die sie, angeblich oder wirklich, beheben könnten. Wenn -- ja, wenn man das Programm kauft. Wäre es nicht anständiger, es würde gleich am Anfang heißen: 

  • "Wir könnten jetzt Ihren Computer überprüfen, und am Ende werden wir Ihnen den Kauf unseres Programms XYZ vorschlagen. Das Programm kostet 45 Euro pro Jahr."

Aber nein, mich erst mal an der Nase zum Markt führen und dort dann: "Kohle her! Oder du kannst sehen wo du bleibst. Wir haben dich jedenfalls gewarnt!"

Ach so, ja! Das Beispiel ... (Draufklicken, dann wird das Bild groß.)

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Mein Modeblog 4: Die schöne Metzgerin...

... mit der bodenlangen Metzgerschürze. (Sonst eher spärlich bekleidet.)


Bildbetrachtung vom Wochenende. 
Es ist ja Berlinale-Zeit. Darf -- soll man lästern? 
Man muss, finde ich.

Links daneben übrigens, teilweise abgeschnitten:

Der Knabe ohne Hündchen.

Sonntag, 18. Februar 2018

Ein Buch für 156,49 €

Wieder mal ein Amazon-Phantasiepreis-Fund!


Das Büchlein wird extra aus Argentinien geschickt! Ja dann! Es ist überall, gut erhalten, antiquarisch vorrätig. Für unter 10 Euro. Hier aber: 156,49.

Und natürlich: Wie neu ist ein Buch, das 2002 erschienen und 2018 geliefert wird? Selbst wenn es "als Original eingeschweißt" vorliegt.

Ja, die Welt der Bücher. Begreife sie einer!

Werbung: Der STERN ...

... macht vor, wie man eine Web-Seite kaputtmacht.


Die Kärcher-Werbung lässt sich auch nicht entfernen. Und dann noch die Münzen ... Ergebnis: Nix wie weg von dieser Seite!

Wiederholung: "Von Google lernen, heißt siegen lernen!" 

In diesem Fall heißt das: Wie man dezent wirbt, den Menschen nicht auf die Nerven geht. Dann kann man es sich sogar leisten -- Google macht es vor -- manchmal auf Werbung ganz zu verzichten. Bzw. sie so geschickt zu verstecken, dass sie nicht auffällt. Wenn auf Bücher zu einem Thema verwiesen wird -- ja, da will ich doch tatsächlich wissen, welche Bücher es gibt.

Samstag, 17. Februar 2018

Petra Schürmann und Marianne Koch

Wie ich ausgerechnet heute wieder mal auf diese Geschichte komme -- egal. Pikant ist sie allemal auch heute noch.

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AZ-Kolumnist: Michael Graeter

Petra Schürmann liebt den Ehemann von Marianne Koch: Im prüden Deutschland der 60er ist das ein Dreiecks-Drama. Michael Graeter enthüllte es damals in der AZ - und erinnert sich

Es war die Zeit, als der Name Freund noch ein Skandal war, unverheiratete Paare nicht in Hotel-Doppelzimmern nächtigen durften und Scheidung ein gesellschaftlicher Makel war. Dr. Gerhard Freund, schon früh graumeliert, musste aber irgendetwas haben, dass die beiden schönen Damen auf ihn flogen, Marianne Koch und Petra Schürmann.

Er war ein Feingeist, stilvoll und äußerst schlagfertig, ein bisschen Pascha. Eine übliche Arzt-Praxis hat er nie geführt, er behandelte mehr als ein Geheimarzt, dem entweder schon früher ein Vermögen zugefallen war, oder das Einkommen der Herzdame verwaltete und nicht wirklich durch eigenes Fleisch und Blut ein tägliches Leben hätte bestreiten können. Stress war ihm fremd, ein lebendes Denkmal für die Erkenntnis, dass in der Ruhe die Kraft liege. Mir verschrieb der samte Doktor mal Pillen gegen Vergesslichkeit. Bevor ich den Bonvivant näher kennen lernte, war ich auf der Jagd nach ihm.

Er stand für lange Zeit im Mittelpunkt eines der spektakulärsten Dreiecks-Dramen Deutschlands. Gerhard war hin- und hergerissen zwischen seiner Gattin, einer erfahrenen Traumfrau, und seiner jungen Geliebten, Deutschlands einziger „Miss World“, einem Fräuleinwunder, von Gott mit gutem Aussehen geküsst. Die Gratwanderung des Ladykillers brachte mir bei der Enthüllung das eigenwillige Prädikat „Baum-Journalist“ ein. Die Zeitungen überschlugen sich, als das tolldreiste Treiben am Starnberger See herauskam. Seitensprung war damals noch Sünde, wenn man so will. (abendzeitung-muenchen.de)

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Jetzt könnte der eigentliche Klatsch und Tratsch von jenseits 2000 kommen, das mit dem "'Es rächt sich alles auf Erden', sagt meine Tante Anna immer." Aber das schenke ich mir. Die Eingeweihten wissen eh Bescheid.


Compoundbogen

Wer interessiert sich schon für sowas? Für Compound-Bogen ... 

Na ja, ich zum Beispiel. Und ich bemerke, dass mir die Form wichtig ist. Ein Compound-Bogen, wenngleich wegen der Umlenkrollen natürlich "technischer" als ein normaler Langbogen oder ein Recurve-Bogen -- den möchte ich dennoch möglichst einfach. Beispiele, weil wieder mal Bilder mehr als Worte sagen:





Der obere Bogen ist mir einfach zu sehr Maschine. Der untere -- ja, der ist schon besser!

Donnerstag, 15. Februar 2018

OpenOffice: Guillemets

Wie oft habe ich diese Dinger schon bei OpenOffice eingestellt! Jedesmal, wenn ich das Programm neu installiert habe. Und das war oft. Und heute finde ich auf einmal nicht die einfachen französischen Anführungszeichen, Guillemets genannt. Die doppelten, ja die stehen gleich am Anfang der Auswahlliste, unter Latein-1. Aber die einfachen?!

Ich gehe die Liste durch, suche im Internet. Liste, Internet. Warum schreibt das denn keiner auf? Mit Alt+Ziffern geht das doch hier gar nicht!

Endlich -- einer hat es aufgeschrieben, auf der Seite marlomarbach.wordpress.com, im Jahr 2014 schon! Es sei ihm gedankt.

Ich kopiere das hierher. Doppelt-gemoppelt hilft besser.

Man geht folgendermaßen vor: 

  • Extras → Autokorrektur-Optionen → Reiter: Gebietsschemaabhängige Optionen 
  • Dort bei einfachen und doppelten Anführungszeichen die Haken bei »Ersetzen« setzen und dann 
  • auf die Felder klicken und die entsprechenden Zeichen »xxx« (Bereich: Latein 1) bzw. ›xxx‹ (Bereich: Allgemeine Interpunktion) für Wortanfang bzw. -ende aus der Liste auswählen! Tada!

Mittwoch, 14. Februar 2018

Irfan View: Batch zuschneiden

Mal wieder eine kleine Hilfe, die ich mir selbst zurechtgeschneidert habe, weitergeben.

Ich fotografiere alte Bücher ab, mit dem kleinen IPEVO Ziggy. Sieht nach nichts aus, hilft aber sehr. Die Seiten passen nicht exakt ins Format. Beim letzten Mal habe ich 180 Bilder händisch zurechgeschnitten und einzeln abgespeichert. Macht einen kirre!

Heute gesucht und den Hinweis gefunden: Irfan kann batch-zuschneiden. Das wusste ich schon, aber ich hatte vergessen, wie das geht. Dann bin ich an der Stelle hängengeblieben, die mir furchtbar umständlich vorkam:

"Jetzt ist die Checkbox "Zuschneiden" anzuhaken und unter X und Y tragt ihr die Korrdinaten eures ersten Bezugspunktes ein und unter Breite und Höhe die Anzahl Pixel die ihr von diesem Bezugspunkt aus zurechtschneiden möchtet. | Am besten öffnet ihr hierzu einfach eines eurer Bilder mit Paint und navigiert mit der Maus auf den Punkt, von wo an ihr euer Auswahlrechteck anfangt zu ziehen. Jetzt solltet ihr in Paint (getestet unter Windows 7) in der Statuszeile eure Koordinaten sehen. Zieht nun das Auswahlrechteck so, wie das Bild nachher tatsächlich zurechtgeschnitten werden soll. In der Statuszeile solltet ihr nun auch die Anzahl Pixel in Breite und Höhe angezeigt bekommen, die ihr mit dem Auswahlrechteck markiert habt."

Das war 2012. Schon wieder eine Weile her. Das muss doch heute einfacher gehen! Vielleicht ging das auch schon immer einfacher...?

Genau hingesehen. Ja, es geht einfacher! Man kann über das erste Bild einen Rahmen legen, wie man das macht, wenn man händisch etwas freistellen will. Den Rahmen lässt man stehen und geht dann in das in das Batch-Menu, zum Punkt "Spezial-optionen aktiv". Da könnte man jetzt Werte aus Paint eintragen. ODER eben: Man macht das Häkchen da, wo man sagen kann, dass die Einstellung des vorher gesetzten Rahmens übernommen werden soll. Et voilà!

Ich hab es ausprobiert. Es funktioniert prächtig!

congstar u. a. > homespot

Ich lese auf dem Handy diese Werkung, hier unformatiert rauskopiert:

congstar homespot Super schnelles Internet – egal ob zuhause oder an einem festen Ort deiner Wahl Mit dem congstar Homespot hast du die Möglichkeit einen Highspeed Internetanschluss mit bis zu supercongstar homespot schnellen 40 Mbit/s Geschwindigkeit zu bestellen. Das Beste: du kannst den Standort deines Surfbereichs selbst bestimmen. Genauso einfach ist auch der Anschluss des WLAN Routers für die Steckdose – einfach auspacken, einschalten, sofort lossurfen.

Wer überprüft das mal? Immer dieses verdammte "bis zu"! Das zu gar nichts verpflichtet. Wann führt der Gesetzgeber endlich mal die Pflicht zu nachprüfbaren Zahlen ein? Durchschnitt eines Messzyklus halt, über Tag und Wochen verteilt, wie sonst auch?

Also, wer hat solche Homespots wirklich mal getestet?

Dienstag, 13. Februar 2018

Wo ist er, der CDU-Ronaldo?

Wieder ein Kommentar von mir, diesmal zu einem ZEIT-Interview (Tilman Steffen) mit dem Politologen Jürgen W. Falter.

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"Die CDU hat es sichtlich versäumt, konsequent Nachwuchs zu fördern. Da hat die Partei und damit auch Angela Merkel strategisch versagt. Andererseits: Junge Leute in einer überalterten Partei durchzusetzen, ist auch nicht einfach." (Falter)


Was wenig bedacht wird, auch von den Politologen offenbar nicht: Politiker brauchen, neben einem halbwegs intakten Verstand, ein paar Eigenschaften, die die wenigsten Menschen in ausreichendem Maße haben. Sie müssen Beschimpfungen und Anfeindungen wegstecken, mit Menschen, die immer alles besser wissen, auch wenn sie keine Ahnung haben, immer noch freundlich umgehen. Nach all dem Ruhe und Selbstsicherheit ausstrahlen.

Herr Falter tut so -- wie viele hier im Forum auch --, als sei der Job des Politikers der ersten Reihe halt so was Ähnliches wie ein großer Posten in der Wirtschaft. Gutes BWL-Studium oder Vergleichbares Studium. Erfahrung sammeln. An die Spitze des Unternehmens wandern. 

So geht es aber in der großen Politik eben nicht! Insofern ist die schöne Empfehlung / Kritik mit der Nachwuchsförderung ungefähr so, als ob man dem 1. FC Nürnberg sagt, er müsse viel mehr für seine Nachwuchsförderung tun. Ein Satz, der immer passt. Woher der Club / die CDU aber ihren Messi oder Ronaldo als "Ausgangsmaterial" bekommen soll, ist damit noch nicht gesagt.

Montag, 12. Februar 2018

Theorie der Argumentation

Herüberkopiert aus dem ZEIT-Forum.

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Mal wieder was in Sachen 'Argumentation', Abteilung 'Theorie derselben'.

Oben schreibt jemand:

"Super! Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Und, wie gewohnt, werden die eng und unhistorisch provinziell denkenden Nationalisten aufheulen."

Das ist ein wunderbares Beispiel von Peergroup-Argumentation. Eine Argumentation, die in Anführungszeichen gehört, weil sie eigentlich keine ist. Sondern eine lautstarke Unterstützung derer, die so denken wie man selbst. Da muss dann in der Regel eine gute Portion Herabsetzung Andersdenkender dazu, so als der Schlagobers auf die eigene Emotionalität. Wer nicht so denkt, wie der, der sich da zu Wort meldet und sein Unterstützer, der ist natürlich ein "eng und unhistorisch provinziell denkenden Nationalist" der dann auch noch "aufheult".

Möchte ich mit jemandem, der so denkt und schreibt, ein Zugabteil teilen? Ganz unabhängig davon, wo er politisch-ideologisch steht. Nein, eher nicht.

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Dann kommt eine Antwort von panchoVilladelacasa -- auch ein hübscher Nickname --, ziemlich aggressiv, wie ich finde. Und ich antworte grinsend zurück. (Hier ein paar unbedeutende Veränderungen gegenüber dem Ausgangstext. Ich habe kleinere Fehler weggenommen.)


panchoVilladelacasa #818.1 

Klassische Diskursnötigung Ihrerseits: Sie versuchen zu belegen, warum ein Kommentar kein Argument im klassischen Sinne sein könne, ohne dabei zu bemerken, dass man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass das Zitierte nie als Argument gedacht worden ist. Warum schauen Sie nicht gleich Farbe an der Wand beim Trocknen zu?

"Nun ja, möchte ich mit jemandem, der so denkt und schreibt, ein Zugabteil teilen? Ganz unabhängig davon, wo er politisch-ideologisch steht. Nein, eher nicht." 

Apropos, hätten Sie diesen Satz am Anfang Ihres Kommentars zitiert, hätten Sie fast den gesamten Rest bis dahin auch stehen lassen können. Schön, wenn jemand Qualität einfordert, die er selber nicht liefern möchte. Sie können übrigens ruhig mit mir in einem Zugabteil sitzen. Es wäre mir so egal. 

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Meine Antwort auf #818

Na prima. So hat eben jeder seine Sicht auf die Welt. Aber gut, dass wir drüber gesprochen haben.

Etwas später noch dazu:

Da fällt mir noch ein: Kopperschmidt -- das ist ja der Vater der "Diskursnötigung" -- sieht diese Nötigung doch als was Positives. Wenn es nicht anders geht, dann eben: Diskursnötigung. 

Oder sind Sie im realen Leben gar Josef Kopperschmidt und haben diesen Begriff inzwischen, neben ein paar anderen auch noch, vollständig umgewertet?! 

Grüße vom Islam-Rat des Iran

"So sollte sie aussehen, die korrekt gekleidete muslimische Frau in Deutschland. Das Kopftuch fest gebunden und das Gewehr fest in der Hand."


Wir grüßen zurück!

Samstag, 10. Februar 2018

Anfang der dekadenten Totalverblödung ...

... oder die große Freiheit?

"Erotische Hörbücher im Peitschentest || Silvia Jonas 07.02.2018 -- Ob zuhause im Bett oder einfach in der U-Bahn: Erotische Hörbücher kann man (frau) auf dem Smartphone überall hören. Wir haben sie für euch getestet."

Freitag, 9. Februar 2018

Olympische Spiele

Ich weiß nicht, wie es den anderen Bürgern dieses Landes geht; aber: Ich habe mich noch vor ein paar Jahren, sommers wie winters, sehr für die Olympischen Spiele interessiert. Und heute: Sie sind mir egal. Ich schaue nur ein wenig TV, wenn ich versehentlich in eine Sendung reinzappe und für eine Viertelstunde hängenbleibe. Das Desinteresse hat mit Geld- und Machtspielen und natürlich mit Doping zu tun. Und wahrscheinlich auch damit, dass es so unglaublich viele Alternativen gibt, mit denen man seine Freizeit zubringen kann.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Sex mit „Big Brother“-Leiche

Das ist endlich mal wieder ein BILD-Satz alter Schule:

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OKSANA APLEKAEVA (†31)
Totengräber hatte Sex mit „Big Brother“-Leiche

Und weiter:

Nur gefunden haben die Ermittler denjenigen, der Oksana umbrachte, nicht. Allerdings haben sie neue Hinweise, die sie auf die richtige Spur bringen könnten, und ließen für eine erneute Untersuchung die Leiche exhumieren, also wieder ausgraben.

Dabei stellten sie fest, dass die Leiche von Oksana sexuell geschändet worden war. Ein DNS-Test ergab: Es war ihr Totengräber! Der bestreitet die Tat nicht. „Ich kann nicht gegen die Wissenschaft argumentieren“, sagt er und erzählt, dass er seitdem keinen Job mehr findet.

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Auch wenn der bürglich-feine Teil der Gesellschaft es nicht wahrhaben will: Die voll Übersicht über die conditio humana -- frei übersetzt: das, was 'der Mensch' in seiner Ausformung die Menschen so alles anstellt, auch eben, wozu manche ihr Sexualtrieb treibt --, das findet man nicht in der ZEIT und in der SÜDDEUTSCHEN. Da muss man auch schon mal BILD lesen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Ein PC der Firma Snogard in Frechen

Am Anfang nur Positives. Und jetzt ...

Das ist eine Kopie eine Amazon-Rezension eines PCs der Firma Snogard.

Homepage von Snogard in Frechen.

-- Teil 1, vom 20.11.2017 --

Die technischen Daten gehen aus der Beschreibung hinreichend hervor. Hier nur das Persönliche, das Zusätzliche:

+ Lieferung: unspektakulär und schnell.

+ Einrichtung: schnell und unproblematisch

+ Leistung: für meine Zwecke* sehr gut

* Auf das Lautlose wollte ich und will ich nie mehr verzichten! -- Ich hatte mir den neuen Lautlos-Mini nach 3 Jahren mit einem äußerlich extrem ähnlichen Gerät gekauft, weil ich mehr Leistung brauchte. In erster Linie für das Diktierprogramm Dragon NaturallySpeaking. Das hat wirklich hervorragend geklappt. Das Diktieren geht jetzt sehr flüssig.

- Bis jetzt: nichts Negatives. Ich hoffe, dass dieser PC wieder 3-5 Jahre seinen Dienst tut.

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-- Teil 2, Nachtrag (07.02.2018) ... --

... ziemlich genau 1/4 Jahr nach dem Kauf.

Hier standen einmal 5 glänzende Sterne. Vor ca. 2 Wochen ließ sich der PC auf einmal nicht mehr aufrufen. Heißt: Ich konnte mich am Morgen nicht mehr bei Windows einloggen. Lange herumprobiert, weil zunächst alles ganz normal aussah, nur eben: das Passwort wurde nicht akzeptiert. Dann war auffällig, dass die Login-Begrüßungsseite ohne Vorwarnung wegkippte und der PC neu startete. Nach allerlei Versuchen, das System zu retten ...

Eingeschickt vor einer guten Woche, heute zurückbekommen. Also relativ schnell, das muss man sagen. Eine zwischenzeitliche Nachfrage wurde allerdings nicht beantwortet. Rückgabe mit der lapidaren Bemerkung von SNOGARD: "SSD wurde ausgetauscht." Keine einzige Bemerkung zum konkreten Fall, auch keine wie immer geartete Entschuldigung. Ob da ganz allgemein nicht ganz koschere SSD verbaut werden oder ob das ein Einzelfall war, kann ich nicht beurteilen.

Das bedeutet: Die Daten waren auf einer externen Platte und im Netz gesichert. Aber: Ich beginne mit dem Aufsetzen aller Programme -- es waren viele, teilweise mit Lizenzrückfragen und mit individuellen Einstellungen u. ä. -- von vorne. Arbeitzeit geschätzt: ca. 3 Arbeitstage à 8 Stunden, verteilt.

Hinweis: Ich werde von jetzt an -- natürlich hätte ich das vorher machen sollen -- die Platte 1 mal pro Woche spiegeln. Wie Windows und die anderen Programme mit den Rechten in einem solchen Fall umgehen, beim Zurückschreiben des externen Inhalts, muss ich noch herausfinden. Ich hoffe, dass die Dateien die Lizenzen mit enthalten.

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Noch ein allgemeines Wort zur Kommunkation mit dem Verkäufer: Mir ist jederzeit klar, dass jeder Verkäufer aus Kostengründen versucht, die Kunden-Nachfrage-Seite extrem windschlüpfrig zu halten. Weil es da auch viele nervige Nachfragen geben kann. Das bedeutet: Möglichst nur Standard-Mails. Kein Eingehen auf Nachfragen im konkreten Einzelfall. Auf der anderen Seite sollten alle Verkäufer bedenken, dass sie sich damit auf Dauer ein sehr negatives Image einhandeln. Im vorliegenden Fall: Die Geschäftsführung von SNOGARD sollte sich mal ein paar Gedanken machen, ob man nicht ein paar Formulierungen mehr einbauen könnte, die Kunden zumindest das Gefühl geben, sie seien als Einzelne noch existent.

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Dass eine SSD nicht ganz unproblematisch ist, erfahre ich, durch Schaden langsam klüger, in diesem Beitrag:

  • "SSD-Lebensdauer verlängern, von Oliver Ketterer. Wir klären, wie sich der SSD-Tod bemerkbar macht und wie Sie die SSD-Lebendauer verlängern."

"Karrierewunsch: Serienkiller"

Wieder so ein Fund, der einen sprachlos macht. Auf der anderen Seite -- wenn man sich in der Psychiatrie kennenlernt, ist das natürlich schon mal eine schlimme Voraussetzung.

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Sie ließen sich von einer TV-Serie inspirieren – und brauchten nach eigener Einschätzung Geld: Ein Paar aus Südhessen steht seit Mittwoch wegen Mordes vor dem Landgericht Darmstadt, weil es sich dazu entschlossen haben soll, zu Serienmördern zu werden. Erst töten, dann die Opfer ausrauben, so offenbar der Plan. Es blieb zwar "nur" bei einem Mord – aber der löste wegen seiner Grausamkeit und der Hilflosigkeit des Opfers bundesweit Entsetzen aus.

Karrierewunsch: Serienkiller

In der hessischen Heimat der Beschuldigten war vor allem die krude Vorgeschichte der Tat und der seltsame "Karrierewunsch" des beschuldigten Pärchens ein Thema in der Lokalpresse: Kennengelernt und ineinander verliebt hätten sich die heute 38-jährige Frau und der zehn Jahre jüngere Mann in einem psychiatrischen Krankenhaus, berichtet das Darmstädter "Echo". Nachdem beide die Klinik verlassen hatten, sahen sich die beiden regelmäßig Horrorfilme und die Serie "Killer-Paare" an – bis sie sich, am Nachmittag des Tattages, schließlich dazu entschlossen hätten, selbst Serienmörder zu werden.

Die auch auf dem deutschen Sender Sixx ausgestrahlte Serie "Killer-Paare – Tödliches Verlangen" dokumentiert Morde, die von Paaren begangen wurden. Dabei wurde pro Folge jeweils ein Fall vorgestellt – von den Taten der Mörder bis hin zur Verhaftung der Schuldigen. (stern.de)

Die Fast-Groko ist da!

Das Sahra-Bild hat was! Wenn es auch nicht in allen Punkten stimmig ist. Aber wir wollen auch nicht zu viel verlangen.

Die ersten - erwartbaren - Reaktionen gibt es nun auch schon. Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte der "Rheinischen Post": "Damit hat die SPD ihr eigenes Grab geschaufelt. Ob das Begräbnis stattfindet, werden die Mitglieder der SPD entscheiden."

Wenn die SPD-Mitglieder jetzt die Groko verhindern -- ist die SPD dann trotzdem tot und wird nur nicht begraben? Oder geht es um eine anschließende SPD-Auferstehung? ("Das Grab ist leer. Halleluja!")

T. H. über den Sinn des Schreibens

T. H.: "Nur Laien und Nicht-Literatur-Versteher kommen auf die unsinnige Frage: 'Wird das denn auch gelesen?' Oder gar: 'Wie viele Leute haben wohl dieses Buch gelesen?' In Erwartung, dass es sehr wenige Leser gibt. Am allerschlimmsten, vor der Bücherwand: 'Haben Sie das alles gelesen?!'"

Ich: "Und warum sind das Ihrer Meinung nach unsinnige Fragen?"

T. H. "Weil der Wert und der Sinn eines Buches, ja überhaupt der Wert von schriftlichen Aufzeichnungen nicht der ist, von vielen und jetzt gleich gelesen zu werden. Der Wert der schriftlichen Aufzeichnung besteht darin, einfach da zu sein, für potentielle Leser. Weder die Menge der Leser ist entscheidend, noch die Gegenwart der Leser. Wenn diese zwei Seiten, die ich gestern geschrieben habe, in dem Buch, in dem sie stehen werden, in den nächsten hundert Jahren drei Leser lesen werden, die mich verstehen, dann habe ich mein Ziel mehr als erreicht."