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Freitag, 19. Oktober 2018

Das Menschenrecht, auf der Straße zu leben?

KOMMENTAR

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Lassen wir mal Orban und Links / Rechts und EU weg. Betrachten wir die Sache unter folgenden Gesichtspunkten:

1. Ist es wirklich ein Menschenrecht, auf der Straße zu leben und unter Brücken und über Lüftungsschächten zu schlafen? Müssten nicht vielmehr "die Guten" dafür sorgen, dass gewisse Mindeststandards eingehalten werden (Essen, Dach überm Kopf)?

2. Könnten sich da nicht NGOs gründen, die es übernehmen, Menschen, denen es nicht nur an Geld, sondern oft an den notwendigen social skills fehlt, um von einer Arbeit zu leben -- die es übernehmen, solche Menschen in die Gesellschaft zurückzuführen?

3. Ist "die Gesellschaft" wirklich immer für das Schicksal des nicht in dieser Gesellschaft leben Wollenden verantwortlich? 

Vergleich, jetzt in Berlin: "In Berlin-Reinickendorf wurde ein Achtjähriger von einem Baumstumpf erschlagen. Inzwischen gibt es einen dringend Tatverdächtigen: ein Kind aus der Nachbarschaft." (spiegel.de)

Was folgt? Hinweise: Sozialer Brennpunkt. Müll wird einfach auf die Straße geworfen, usw. Forderungen der Wohlmeinenden: Die Gesellschaft / der Vermieter müsse mehr für diese Menschen tun. -- Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu erziehen, wenn Erwachsene nicht in der Lage sind, den Müll zu einem Platz zu tragen -- ist dann "die Gesellschaft" schuld und es muss mehr Geld her? Wofür? Müssen da nicht -- und sei es die Freiheit deutlich einschränkende -- Programme her, die die "Nacherziehung" übernehmen. Auch hier wären NGOs gefordert.


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Und weil es mir hierzu zu passen scheint, gleich noch eine andere Frage. Vorgeschaltet, in Sachen social skills: Meine asiatische Gewährsfrau, Deutschlehrerin für Flüchtlinge, von der hier schon mal die Rede war* -- sie ist aufgebracht, dass die Flüchtlinge, Männer in der Regel, in den ihnen zugewiesenen Wohnungen nicht selbst putzen und Ordnung halten, obwohl sie, von den Deutschkurs abgesehen, nicht arbeiten. Es müssen Putzkräfte, natürlich aus Steuergeldern bezahlt, her, damit es da einigermaßen lebbar bleibt.

Ist so etwas sinnvoll, dieses Anspruchsdenken?

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* Und die, inzwischen Deutsche, schwer mit dem deutschen Staat hadert, weil der dieses "Anspruchsdenken" -- dieses Wort kennt sie gut -- fördere.

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"Wir Deutsche, die Guten ..."

ZEIT Kommentare

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"Indem man dem europäischen Parlament mehr Befugnisse gibt, Länder, die sich klar gegen gemeinsame europäische Werte stellen, stärker und frühzeitiger zu sanktionieren."

Das klingt wieder mal nach: "Wir Deutsche, die Guten, wir sagen euch demnächst mal wirklich, wo's migrantentechnisch so langgeht!" Die Ungarn werden sagen: "Ihr dürft das gerne tun, aufnehmen, gut sein und zahlen! Und euch auf mittlere Frist die Probleme aufhalsen, die sich jetzt schon abzeichnen.* Wir zahlen nicht und nehmen nicht auf!" Und da gibt es immer noch dieses EU-Einstimmigkeit-Prinzip. Das man erst mal abschaffen müsste. 

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Heute gibt es einen SZ-Meinung-Artikel über Italien. ("Italien. Heilloser Haushalt. Die EU sucht den Konflikt mit den Populisten. Die Risiken sind groß." Von Stefan Ulrich.) Auch da: sehr kraftvoll! Ich habe den Artikel dann aber so gelesen: Man kann via Berlin und Brüssel auf kraftvoll machen. Was folgt, wird der große allgemeine EUxit sein. Was immer dann aus Italien wird. Explosion / Zeitziel so: 2025.

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Donnerstag, 18. Oktober 2018

"Niederländer marokkanischer Abstammung"

Die SZ macht mit schöner Klarheit vor, wie man mit Mitteilungen über Straftäter, Abteilung "Nationalität / Herkunft" geschickt umgeht und dabei ein klein wenig, sagen wir: abschwächt. Man gibt die Informationen scheibchenweise, hoffend, dass manche Leser unterwegs im Artikel aussteigen. Aber immerhin, man sagt am Ende was. Weil es ja doch auffallen würde, wenn man gar nichts sagt.

"In einer spektakulären Aktion hat die Münchner Polizei am frühen Mittwochmorgen vier Mitglieder einer internationalen Bande festgenommen, die für Hunderte Geldautomaten-Sprengungen in ganz Deutschland verantwortlich ist. Die Täter wurden ertappt, als sie gerade den Geldautomaten der Sparda-Bank am "Kleinen Stachus" in Germering sprengen wollten."

Eine "internationale Bande". Klingt doch gleich mal sehr weltläufig.

Dann lange nichts mehr zu der Herkunft der Täter.

"Ihren Spitznamen hat die rund 250 Köpfe starke Bande von den schnellen, hoch motorisierten Autos, die sie für ihre Taten verwendet. Gestohlene Autos mit gestohlenen Nummernschildern, wie auch im Fall Germering. Die Bandenmitglieder kommen aus den Niederlanden, wo die Serie vor einigen Jahren begann."

250 gleich! Aus den Niederlanden?! Und starke geklaute Autos. Ja, da staunt der Leser. Dass die Holländer solche internationalen Banden bilden! Wer hätte das gedacht.

Jetzt dauert es -- es geht auf's Ende des Artikels zu -- nicht mehr so lang.

"Die Ermittler in mehreren Bundesländern haben inzwischen ein recht genaues Bild davon, wie sich die Bande zusammensetzt. Die Täter sind überwiegend junge Niederländer marokkanischer Abstammung aus den Vorstädten von Amsterdam und Utrecht. Auch mehrere der in Germering und Gilching Festgenommenen sollen aus diesem Milieu kommen."

Marokkanischer Abstammung. Ach so. Fast hätte ich ja was anderes gedacht.

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Da gab es doch mal diesen Artikel zum Thema Selbstzensur der Zeitungen? Wo nur gleich. Ja, hier, in diesem Blog.

"Pressekodex. Schluss mit der Selbstzensur. Der Pressekodex muss geändert werden: Journalisten sollten die Herkunft von Straftätern nennen dürfen. Von Horst Pöttker. In Almere bei Amsterdam: Eine Gruppe jugendlicher Fußballer prügelt und tritt nach einem Regionalspiel brutal auf den 41-jährigen Linienrichter Richard Nieuwenhuizen ein, der am nächsten Tag an den Folgen stirbt. Niederländische Medien berichten sofort, dass es sich bei den drei Jugendlichen um Marokkaner handelt. In Deutschland erfährt man dies erst einige Tage später aus rechten Blogs. Warum haben seriöse deutsche Medien die Herkunft der Totschläger verschwiegen? Und haben sie damit korrekt gehandelt? Das sind Fragen, die an das grundlegende Verständnis von Journalismus rühren. Und, um es vorwegzunehmen: Mit meinem Verständnis von Journalismus ist eine derartige Selbstzensur nicht zu vereinbaren. Journalisten sollten nicht die Erzieher der Nation sein."

2. Oktober 2013. Editiert am 11. Oktober 2013, 15:42 Uhr. DIE ZEIT Nr. 41/2013 13 Kommentare AUS DER ZEIT NR. 41/2013 Dezember 2012.

Was fang ich nur mit solchen Journalisten-Sätzen an:

"/Making A Murderer/ brachte einen dazu, dem gestandenen Staatsanwalt Kenneth Kratz das verächtliche Lächeln aus seiner Teigtaschenvisage wischen zu wollen."

Eine 'Teigtaschenvisage'? Was ist das? Können Gesichter wie Teigtaschen aussehen? Oder ist das eine vage hingezimmerte Beleidigung ohne näheren Inhalt? Oder isst der Mann gerne diese -- nun ja, Sie wissen schon ...

Und wie "wischt" man da ein Lächeln raus? Indem man zuschlägt?

Ist das heute normal, so in der Zeitung zu schreiben? Ist das das neue Kraftdoitsch?

... vom Autor!

Ich zucke zusammen bei so etwas:


Nein, vom Autor wurden sie zur Verfügung gestellt, diese Fotos, nicht vom "Autoren"! Die Toren nur schreiben das mit dem ... Ach, lassen wir das!

Die Einbürgerung verweigern?

ZEIT-Kommentar, Notizbuch

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"Wollen Sie jemand die Einbürgerung verweigern, weil der irgendwann Islamist werden könnte? Dann kann niemand mehr eingebürgert werden."

Warum bleibt da das normale Nachdenken außen vor?

1. ' ... weil der irgendwann Islamist werden könnte': Da gibt es, abzuleiten aus den bisherigen Terror-Biographien, doch schon heute Hinweise, die herangezogen werden können, wenn es um Einbürgerungen geht.

2. Wenn diese Hinweise heute unzulänglich sind, dann muss die Forderung heißen: 'Die Forschung an diesem Punkt intensivieren!'

3. Ja, auch wenn zu erwarten ist, dass da der Einwand kommt: "Der Überwachungsstaat droht!" -- in der Güterabwägung zwischen Terroropfern und dem Gefühl ihrer Angehörigen und der bösen Überwachung spreche ich mich für eine stärkere -- und ja doch: aufgezwungene -- Forschung in Richtung Überwachung und Auswahl aus.

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Der Name 'Fatmir'

Darf ich -- muss ich ehrlich sein?

Also, das erste, was mir einfällt, als die BLICK-Meldung aufploppt

"Tötungsdelikt in Frauenfeld. Fatmir T. (19) hat seine Grossmutter enthauptet. Zum Tötungsdelikt in Frauenfeld TG sind schreckliche Details publik geworden: Der mutmassliche Täter Fatmir T.* (19) hat seine Grossmutter enthauptet."

das ist mit Blick auf den Namen Fatmir: Die neue Migrationsgesellschaft! Ich kann mich einfach nicht dagegen wehren! Natürlich sage ich mir, dass es, sagen wir: in den Jahrzehnten vor 1970 auch bizarr-verrückte und blutige Verbrechen in den deutschprachigen Landen gegeben hat. Von dem systematischen Mord-Wahnsinn der Hitler-Zeit mal ganz abgesehen! Die Hexenverbrennungen stehen im Raum. Aber in der jüngeren Vergangenheit und auf der individuellen, der sozusagen alltäglichen Ebene ...? Da sind schon fremde Einflüsse hinzugekommen.

Vorsicht, Google!

Ich bin ja eines jener seltenen Exemplare, das dir, Google, emotional positiv verbunden ist. Immer mit den Hinweis an deine Kritiker: Sie sollten, verdammt noch mal, halt was Besseres auf die Beine stellen und durchsetzen! Schon heute könnten sie ja MetaGer* verwenden, die Kritiker! Politisch und netz-ethisch  erste Sahne, die Suchmaschine MetaGer!**

Aber, Google, wenn das unaufgefordert und plötzlich mit KlingKlang aufgehende Fensterchen unten rechts in meinem Bildschirm von dir ist, dann kann das unserer Freundschaft erheblichen Schaden zufügen. Um mit der Kanzlerin zu sprechen: "Das geht gar nicht!" Ich bin da beim Lesen und beim Schreiben echt genervt, wie man heute so sagt.



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* Eigendarstellung: "MetaGer, mehr als eine Suchmaschine: unabhängig, transparent ..."

** Wobei -- wenn MetaGer "gleichzeitig in ca. 20 bis 30 Suchmaschinen" sucht, die nicht von MetaGer entwickelt worden sind, ist das dann ok? Bei der Wikipedia mal angefragt.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Ja schau, der Gotthard-Raser!

Alles zum Gotthard in diesem Blog.


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"Dienstag, 16.10.2018 -- Ein als "Gotthard-Raser" bekannt gewordener deutscher Autofahrer sitzt gut vier Jahre nach seiner Fahrt durch einen Tunnel in der Schweiz im Gefängnis. Er sei am Morgen an seinem Wohnort im Kreis Ludwigsburg von Polizisten abgeholt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. | Zuvor hatte die Behörde vergebens versucht, den Mann zum freiwilligen Haftantritt zu bewegen. Der 44-Jährige hatte sich laut Staatsanwaltschaft zuletzt selbst für krank erklärt und war mehreren Aufforderungen, sich bei einem Sachverständigen zur Untersuchung zu melden, nicht nachgekommen. | Der Mann hatte der Schweizer Justiz zufolge 2014 mehrmals mit viel zu hoher Geschwindigkeit andere Fahrzeuge im Gotthard-Tunnel überholt. Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde lieferte er sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei - erlaubt war auf dieser Strecke Tempo 120." (spiegel.de)

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Kann das denn stimmen?! Gefängnis -- in der Schweiz...? Nein, da hat der SPIEGEL ein wenig sprachlich geschludert. Die Fahrt war in der Schweiz. Das Gefängnis steht in Deutschland.

"Das Oberlandesgericht Stuttgart entschied in diesem Frühjahr, dass der Mann seine Haftstrafe in Deutschland absitzen muss." 

Gli Italiani ...

"Suedekum: ... Italien hat ein massives Problem: Die Gesamtverschuldung liegt jetzt schon bei 130 Prozent der Wirtschaftskraft. Damit ist Italien nach Griechenland der Staat mit der zweithöchsten Verschuldung in der Eurozone. Das kann außer Kontrolle geraten. Die Regierung muss aufpassen, dass die Schuldenlast tragfähig bleibt." (zeit.de Abo)

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Wie verstehen wir das? "Die Regierung muss aufpassen, dass die Schuldenlast tragfähig bleibt." Das klingt sehr melodiös. Auf die monetäre Tonart C-Dur runtergebrochen heißt das: Wer wird für die Schulden aufkommen, wenn Italien pleitiert?

"You raise me up!"



https://youtu.be/zTMlrsf_8ic

https://youtu.be/9fOw-T4HdRA

https://youtu.be/Tzjkam53pFA?t=32




Namen: der Deutsche Oğuz G.

Angesichts solcher Meldungen kommt wieder ein Wort hoch: der Passdeutscher Oğuz G.

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"Islamischer Staat". Willkommen zurück. Ein Deutscher schließt sich in Syrien dem IS an und plant von dort aus gemeinsam mit seiner Frau einen großen Anschlag in der deutschen Provinz. Nun verhandelt die Bundesregierung über seine Rückkehr. Von Holger Stark und Yassin Musharbash 17. Oktober 2018 DIE ZEIT Nr. 43/2018,40 Kommentare AUS DER ZEIT NR. 43/2018 ... der Deutsche Oğuz G. in einem Gefangenenlager im syrischen Al-Malikija © Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. (zeit.de)

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"Nach westlichen Normen"

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"Machen wir uns nichts vor: Das deutsche Rechtssystem ist darauf ausgerichtet, dass die Menschen nach westlichen Normen denken / leben und die Strafen ausreichend abschreckend sind - bei vielen 'geflüchteten' Straftätern greift diese Voraussetzung jedoch meist gar nicht."

Dem kann ich nur zustimmen. Hinzu kommt, dass die "Rechtswege" (Plural!) und ggf. die psychiatrischen Gutachten komplett aus Steuergeldern finanziert werden. Jeder deutsche Staatsbürger muss sich sehr, sehr gut überlegen, ob er vor Gericht geht. Weil er sich, zeitlich und finanziell, die Verfahren einfach nicht leisten kann. Das empfinden wohl die meisten Menschen als Schieflage. 

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"... tritt abendländische Werte in die Tonne und möchte sie durch das fremdkulturelle Element der Sippenhaft ersetzen ..."

Ach kommen Sie! Das ist Gedöns, wie es von der "andaren Seite" mit anderen Vorzeichen auch zu hören ist. Allein schon 'abendländische Werte' und 'das fremdkulturelle Element' lässt mich schlucken. Bei einem Haufen Straftaten, die gut dokumentiert sind, mit der 'Unschuldsvermutung' zu kommen, nur weil die Gerichte so überlastet sind, dass es zu keiner Verurteilung gekommen ist -- _so etwas_ lässt die Rechtsstaat-Akzeptanz bei vielen Leuten sinken. Vor allem, wenn am Ende der Kette ein Gewaltverbrechen steht.

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Die SPD & die DSL-Hoffnungen

DSL = Dressler - Schreiner - Lafontaine

Fortsetzung dieses Kommentars


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Zwischentöne #225.1

Glauben Sie wirklich, eine weitere Analyse würde der SPD noch helfen.

Nach jeder Wahlniederlage wollte man gründlich analysieren und die notwendigen Schritt gehen.

Dieser Prozess, mit unzählige Analysen, dauert jedoch nunmehr 15 Jahre.
Ergebnis: Bund ca. 17 %, Bayern 9,7 %. Da soll eine weitere Analyse nun neue Erkenntnisse bringen?

Da ich der SPD wohlgesonnen bin und ihr Parteivermögen nicht schmälern möchte, hier eine kostenlose Kurzanalyse mit Änderungsvorschlägen, unverändert gültig und aktuell seit 2005.

Der Niedergang der SPD hat als entscheidenden Grund die AGENDA-Politik Schröders, auf Kosten der SPD-Wähler und Armen zum Nutzen der CDU/CSU/FDP-Wähler, Industrie und Wohlhabenden.

Will die SPD wieder Stimmen gewinnen, muss sie vergraulte Wähler zurückholen und dafür ihre Politik ändern. In der Mitte und rechts hat sie keine Chance.

Zu Ihren Fragen:

1. Sichere Arbeitsplätze, existenzsicherndes Einkommen, existenzsichernde Altersversorgung, planbare Zukunft, bezahlbare Mieten, Bildung für alle, Sicherheit im täglichen Leben, gerechte Einkommensverteilung, saubere Umwelt, Frieden.

2. Rudolf Dressler (über 80), Otmar Schreiner (tot), Oskar Lafontaine (rausgeekelt),
??????

3. Funktionärspartei,die Meinungen filtert und aussortiert versus Mitgliederpartei mit direkter Mitsprache.

Antwort auf #225 von BDLB

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"Rudolf Dressler (über 80), Otmar Schreiner (tot), Oskar Lafontaine (rausgeekelt)?"

Glauben Sie wirklich, dass wenn die drei jung und agil für die SPD aufträten und diese dem DSL-Stil vollständig folgen würde -- glauben Sie, dass auf diese Weise die Wahlen besser ausfielen, gar gewonnen werden könnten? Im Grunde kann man die Frage beantworten, indem man sich die Wahlergebnisse der Linken anschaut.

Ich bleibe dabei: Eines der Hauptprobleme der SPD ist, dass sie Funktionäre an die Spitze bringt, die parteiintern dem SPD-Ideal nahekommen, parteiextern, also bei den Wählern, aber seltsam fremde Gestalten bleiben. Das gilt eben auch und gerade für die gegenwärtig führenden Namen Nahles, Heil, Maas, Scholz etc. Das gilt übrigens auch für Kevin Kühnert. Eine "Mitgliederpartei mit direkter Mitsprache" hilft da nicht entscheidend, einfach weil die Mitglieder zu sehr die alt-gewachsenen internen Maßstäbe vertreten. Der Weg heißt: potentielle SPD-Wähler, die nicht SPD gewählt haben, mit in die Veränderungsfestlegungen einbeziehen. Einen echten Außenblick auf die SPD zulassen.

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Nasentänzer



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"Man mag das finden, wie man will, aber so ist es nun mal."

Klingt wie eine AfD-Kampagne ex negativo: Ein Staat macht Gesetze, die Kriminelle, unterstützt von wiederum staatlich alimentierten Rechtsanwälten und Psychiatern, dazu einladen, ihm, dem Staat, auf der Nase herumzutanzen.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Arda Turan und die Frauen

"Arda Turan ist ein türkischer Fußball-Held, der seine Emotionen nicht immer im Griff hat. Diesmal soll es zum Streit mit einem bekannten Sänger gekommen sein. Die Zutaten: Eine Frau, eine Prügelei und eine Waffe." (welt.de)

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Lesermeinung:

Ach, Freunde, seid doch mal ehrlich: Von solchen Taten und den Berichten darüber lebt doch unsere Mediengesellschaft! Alles Kritische wirkt da nur oberschlau und aufgesetzt.

Und was @Iteo das angeht: "Man kann Frauen höflich sagen, daß man sie attraktiv findet." Da wollen in #metoo-Zeiten die Worte aber sehr sorgfältig gewählt sein! Das erste Opfer war ja jener ältere Herr, der lang vor Harvey mit der Kompliment-Bemerkung: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen!“ schwer angeeckt ist. Und das, obwohl die Dame, wie wir wissen, Laura _Himmelreich_ hieß. Da versteht das Himmelreich, heutzutage und sozusagen, keinen Spaß mehr! (Ich selbst halte es ja mehr mit Mme Deneuve.)

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Montag, 15. Oktober 2018

ZEIT-Kritik: aggressive Bebilderung

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Eine etwas vielleicht zu feinsinnige Bemerkung zu dem Bild da oben:

Anhänger der CSU bei der Wahlparty am Sonntagabend in München © Simon Koy für ZEIT ONLINE [ = etwas unschöne, feucht-fettige bayerische Männerfrisur von hinten aufgenommen. ]

Es wurde mir hier schon einmal eine Bild-Kritik wegretouschiert. Aber ich möchte doch darauf bestehen, dass es in solchen Fällen eine unerlaubte, unterschwellig aggressive Bebilderung gibt.

Der Parallelfall von seinerzeit: hier.

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Meine SPD-Hinweise

Annegret Kramp-Karrenbauer. CDU will sich auf Hessen konzentrieren Annegret Kramp-Karrenbauer will nach der Niederlage der CSU in Bayern schnell zum Tagesgeschäft übergehen. Entscheidend sei nun, den Wahlkampf in Hessen zu unterstützen. 15. Oktober 2018, 13:49 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, dpa, hgö 21 Kommentare.


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Nun denn, ich habe gestern CSU gewählt. In Hessen erwarte ich einen Erfolg der CDU. Aber: Ich möchte, dass die SPD wieder zu der Partei wird, die ich normalerweise gewählt habe und bald wieder wählen kann.

Meine SPD-Hinweise sind:

1. Wirklich soziale Gerechtigkeit anpacken. (Umverteilung von unten nach oben entgegenwirken. Hartz IV anpassen. (Nicht das Erarbeitete erst einmal und ohne Ansehen der betreffenden Person "pfänden", sodass das eigen Haus sofort draufgeht. Auf der anderen Seite Arbeitsunwillige erkennen und sanktionieren; die, die stolz sagen, dass sie gar nichts anderes wollen als von H IV leben und sich da prima eingerichtet haben.)

2. Die Migration gerechter machen. (Gestern habe ich mir den Bericht einer -- übrigens asiatischen -- Sprachlehrerin angehört: Ein Mann muss als Handwerker im Hochpreisraum Müchen ein Haus für eine 7köpfige afghanische Familie bezugsfertig machen. Sein Sohn sucht gleichzeitig verzweifelt seit einem Jahr für sich und seine Familie eine Wohnung. -- Eine Journalistin der SZ sagt, es gebe eine Direktive der Chefredaktion, über solche Dinge nicht zu berichten.)

3. Prüfen, ob das "SPD-Personal" an der Spitze auch bei der Allgemeinheit einigermaßen ankommt. (Ich glaube, Herr Stegner und Frau Nahles sind verdiente Mitarbeiterinnen (!) der Partei, sie entsprechen internen Maßstäben; aber für nicht in der Wolle gefärbte SPD-Menschen sind sie irgendwie nicht akzeptabel.)

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Trickser oder nicht? - Diabetes "Wunderwaffen"

Der erste Hinweis kommt per Mail, von FitCoach Wessinghage*, allerdings über den Absender fm@nl.fid-gesundheitswissen.de.

Die übliche Suche


zeigt, dass es diese "kostenlosen Tipps" so oder sehr ähnlich an anderer Stelle auch gibt. Hier zum Beispiel:

"Ja, ich möchte jetzt meinen Diabetes besiegen. Ich will mich von der Geißel Diabetes befreien und wieder ein Leben leben, in dem ich essen kann was ich möchte! Als einer der ersten Anmelder erhalte ich außerdem die besondere Gelegenheit, zusätzlich weiteres, extrem wertvolles Bonus-Material in den Händen zu halten."

* Ja, das ist der Wessinghage, der -- sach ich mal: auf dem Weg zum immerwährenden Ruhm in die Geheimratsecke abgeglitten ist: Er lässt Internetseiten machen, die nicht immer gut sind. Vorsichtig gesagt.

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Der GMV, der gesunde Menschenverstand, sagt am Ende:
  1. Keiner macht aus reiner Nächstenliebe solche aufwendigen Web-Seiten.
  2. Wenn die Empfehlungen wirken würden, hätte die Schulmedizin sie zumindest in Empfehlungen zur Ernährung umgewandelt.
Wer es schnell sehen will: Bei YouTube gibt es da was

Allerdings die Anmerkung, so oder ähnlich. 

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Cycle HD | vor 8 Monaten | Totaler schrott hier werden viele falsche fakten und informationen gegeben. Anstatt irgendwie loszulaber könnte man mal recharchieren und sich informieren. Es hilft (wenn überhaupt) nur bei Typ 2 und davon ist keine rede. Ich kann so viel kraut und rüben in mich reinstopfen, das hilft trotzdem nicht gegen eine kaputte bauchspeicheldrüse! Es ist NICHT heilbar also ernsthaft INFORMIERT EUCH und hört auf so ein schrott zu verbreiten. ...

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Spannend und angenehm zu schauen fand ich das: "Diabetes Typ 2: Heilung statt Spritzen | Die Ernährungs-Docs | NDR"

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Insulin, Diabetes, Gesundheit, Ernährung, Diät, Ärzte

Trickser: Kaffeeautomaten

Wie ist die Weisheit der Datensammler darauf gekommen, dass ich einen "Kaffeevollautomaten" brauche?

Der Trick: eine lange Reihe von Fragen, und am Schluss soll ich meine Adresse, mit allem Drum und Dran, einschließlich Telefonnummer hergeben. Das lässt sich gut weitervermarkten.

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Samstag, 13. Oktober 2018

Männer und ...

Das Ende der Demokratie
Wohin nur mit den wütenden Männern?
Der Westen wird von einer Welle geflutet. Wenn die über Europa geschwappt ist, bleiben schreiende Männer zurück, die weiter gegen alles und jeden hetzen. Ein erstaunlicher Hang zur Selbstvernichtung. Eine Kolumne von Sibylle Berg

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Fund bei den SPIEGEL-KOMMENTAREN

coyote38 heute, 20:54 Uhr

10. Denkanstoß in Richtung Realität ...

Sehr geehrte Frau Denkanstoß, wenn Sie erlauben, dann möchte ich Ihnen gedanklich auf die Sprünge helfen. Wissen Sie, _warum_ die vielen "weißen Männer" gegenwärtig so wütend sind ...? Weil diese "weißen Männer" jetzt schon sehen, dass es an _ihnen_ sein wird, nicht nur den durch "die Guten, die Demokratischen, die Vielfältigen, die Progressiven, die Bunten, die Wir-sind-mehr und die Weltoffenen" importierten Kulturkampf auszufechten, sondern im Anschluss daran auch den ganzen Schlamassel wegzuräumen und wiederaufzubauen ... nur, um _das_ zurückzubekommen, was wir in diesem Land unter großen Mühen eigentlich schon einmal erreicht hatten.

Den Feminismus nicht verstehen

"Frauenrechtsbewegung. Wenn ich den Feminismus nicht verstehe, ist das schlecht Der Diskurs über Gleichberechtigung ist so absurd, dass sich sogar Frauen darüber zerstreiten. Unterdessen propagieren die Rechten ihren gefährlichen Pseudofeminismus. Von Caroline Rosales. 12. Oktober 2018 -- 207 Kommentare" (zeit.de)

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Das jetzt ziemlich aus  dem Zusammenhang. Meinetwegen auch: gerissen.

"Eigentlich müssten sie [die Rechten] sich mit den patriarchalen Kulturen des Orients in vielerlei Hinsicht gut verstehen."

Es ist immer anmaßend und in diesem Sinne argumentativ unzulässig, der anderen Seite, gegen deren eigenes Selbstverständnis, zu sagen, was sie eigentlich ist oder tun sollte.

Versuchen wir bei Gelengheit mal in einem Diagramm die Positionen Links, Rechts, Feministisch, Religiös usw. aufzuzeigen. Und dann noch 'gemäßigt' und 'extrem' und 'extremistisch' zu unterscheiden. Fremd- und Selbstinterpretation stehen sich gegenüber. 

Wir werden sehen, die Welt ist komplizierter als sich der erste eigene Blick so eingesteht. (Mein Kommentar)

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Freitag, 12. Oktober 2018

Die Mainstreammedien

Wieso fällt es so schwer, Parallelen zu sehen?

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"Warum versuchen die Mainstreammedien, uns immer wieder weiszumachen, dass das alles nicht so sei. Wer verkörpert hier die Parallelwelt?"

Ja, machen wir doch mal eine Umfrage! Es wäre gut, später eine Darstellung der Zeit zu haben, in der die bürgerlichen Zeitungen und mit ihnen natürlich alle, die vom vertrauten linksliberalen Biedermeier nicht lassen wollten -- in der alle die also sich gegen den Wechsel gestemmt haben, und die Stimmung im Land ist dann dennoch gekippt. Sowas hatten wir doch so ums Jahr 1967 schon mal, nur in die andere Richtung.

Ja, das große PENDEL GESCHICHTE ...

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Verkehrsmeldungen

Und hier unsere Verkehrsmeldungen:

STUTTGART (D) - Der verurteilte Gotthard-Raser Christian R. kooperiert nicht mit den Behörden und drückt sich vor seiner Haftstrafe. Eigentlich müsste der Deutsche ein Jahr in den Knast. | Seinen BMW Z4 ist er schon lange los, und auch das Urteil gegen ihn liegt schon über ein Jahr zurück. Doch noch läuft der Gotthard-Raser Christian R.* weiter frei herum. Der Schwabe drückt sich in seiner Heimat vor dem Knast. | Im Februar 2017 war der mittlerweile 44-jährige R. vom Gericht in Lugano TI zu 30 Monaten Haft verdonnert worden, wovon er zwölf Monate in Deutschland absitzen sollte. Nur: Bisher trat der Verurteilte seine Haftstrafe nicht an. | Eigentlich sollte Christian R. schon seit Anfang Juni hinter Gittern sein. Zuerst habe er sich kurzerhand selbst für krank erklärt, weshalb er nicht in den Knast habe wandern können. Danach habe R. laut Staatsanwaltschaft Stuttgart mehrere Aufforderungen ignoriert, sich endlich bei den Behörden zu melden. (blick.ch)

Man beachte das feine Lächeln, mit dem Christian seinen -- damals noch vorhandenen -- Führerschein einer Schweizer Zeitung präsentiert!

Nicht immer bekommen Drängler einen Denkzettel für ihr sinnloses Verhalten. Neulich hat es einen erwischt. Als die dichtbefahrenen Landstraße, auf der ich unterwegs war, endlich in eine mehrspurige Autobahn mündete, stand da der Mittelklassekombi, der mich zuvor mit seinen Überholmanövern genervt hat auf dem Seitenstreifen. Warnblinker an, vor ihm und hinter ihm ein Streifenwagen. Es ist nicht meine Aufgabe, andere Autofahrer zu erziehen. Und es soll eigentlich jeder machen, wie er will. Aber nicht unter der Gefährdung des Lebens anderer. Gerechtigkeit finde ich gut. Der Tag ging schöner weiter, als er angefangen hatte. (spiegel.de)

Vor einer Woche konnte ich in den Kopf eines solchen Menschen direkt hineinsehen. Dreispurige Autobahn, sehr dichter Verkehr, ein schwarzer Münchener Mercedes schießt auf Armlänge heran, schreiendes Lichthupen. Dann, als doch keiner vor Schreck in die Leitplanke fährt, zieht der Mann ganz nach rechts, überholt in Autoscooter-Manier, dann wieder ganz nach links. 100 Meter weiter das gleiche Bild.

Der Gedanke des Mannes ist einfach der: "Schaut, ich mach es euch doch vor! Wenn ICH komme, dann habt ihr so, wie beim Autoscootern, nach rechts zu fahren und mir die linkeste der linken Spuren freizumachen. Ist das denn so schwer zu verstehen?! ICH komme doch hier! ICH!"

"Überbevölkerung"

Was ist Ursache, was Wirkung, gefragt anhand eines ziemlich bizarren Beispiels, das ich eben auf Facebook gesehen habe. Menschen -- wo eigentlich?* --, die in, auf, an einem Zug mitfahren.



Henne-Ei-Frage wieder mal: Ist das Elend Folge einer allgemeinen gesellschaftlichen Undizipliniertheit oder die Undiszipliniertheit eine Folge des Elends? Klar ist nur, dass bei diesen Zuständen "kein Staat zu machen ist".

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* Ok, wenn man genau hinsieht: Es steht drunter. Bangladesh Railway.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Kicks und Kitzel

Ja klar, der Mensch -- genauer: manche Menschen brauchen Kicks und Kitzel! Andere, wie ich, hingegen überhaupt nicht.

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10. Oktober 2018 | McKamey Manor | Der Rekord liegt bei sechs Stunden: Diese Horrorshow hält niemand bis zum Ende aus || Sind dir Geisterbahnen schon lange zu langweilig? Dann solltest du dich vielleicht mal auf der Seite von McKamey Manor in den USA umschauen. Denn dieses Gruselhaus ist so schlimm, dass es bislang noch niemand bis zum Ende ausgehalten hat || "Für deine eigene Sicherheit, musst du diese Grundanforderungen bestehen", steht auf der Website des McKamey Manor, die mit Bildern scheinbar blutverschmierter Menschen geschmückt ist und einem schon beim ersten Blick irgendwie Schauer den Rücken runter treibt. "Du musst mindestens 21 Jahre alt sein. Du musst einen Sporttest bestehen und einen Brief vom Arzt dabei haben. Du musst unseren Background Check bestehen. Du wirst über Facetime oder ähnliches geprüft. Du musst beweisen, dass du krankenversichert bist. Du musst eine 40 Seiten lange Verzichtserklärung unterschreiben und am Tag deines Events einen Drogentest bestehen." (stern.de)

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Und auch da wieder die junge Journalistensprache:

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Den Rekord hält eine junge Frau, die nur Sarah P genannt wird. 2014 hielt sie es ganze sechs Stunden in dem Haus aus, das damals noch in San Diego, im US-Bundesstaat Kalifornien stand.

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Ist das mit den 6 Stunden jetzt mehr oder weniger als erwartet?

Heute: Mehr als erwartet.

Früher: Viel weniger als erwartet.

Mein Mode-Blog: Hockerty-Anzüge

Eine Website hockerty.de verspricht "Anzüge nach Maß" ab 189 Euro. Klar ist von Beginn an, wie das gemacht wird: Die Maße werden direkt nach Indien oder Bangladesch geschickt, die Stoffe dort verarbeitet und die fertigen Anzüge per Container nach Europa gebracht. Wie auch immer ...

Das Bild dann bringt mich zum Staunen! Der abgebildete Anzug sitzt einfach nicht!

Das Sakko sitzt schief und wirft merkwürdige Falten in der Knopfgegend. Genauso die Hose. Musste man die so eng schneidern, damit die Männlichkeit des Anzugträgers so sehr herausgestellt wird? 

Aber das mit dem "modischen" seltsam-engen Schnitten, das hatten wir hier ja schon mal.

Der bayerische Wahlkampf und ...

... kein Ende!

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BDLB #233
Hätte die ZEIT Humor* dann hätte sie eine Tabelle für die geneigte Leserschaft eingerückt.** Jede und jeder könnte eintragen, wie er für diese bayerische LW das Ergebnis denn so tippt. Format: Prozent, eine Stelle hinterm Komma. Ehrenwörtlich wäre zu versichern, dass nur ein Mal pro Person getippt wird.*** Teilnahmeschluss: Sa 13.10.2018, 18:00 Uhr. -- Und am Montag würde auf Knopfdruck gerankt, unter Einschluss letzter demoskopischer Vorhersagen.

EWG = EINER WÜRDE GEWINNEN

Wär das nichts?****


* Frage natürlich: Können Zeitungen als solche Humor haben?

** Das ließe sich jederzeit wiederholen, für jede Landtags- und Bundestagswahl. Wenn Elmar Meyer aus Bottrop dreimal gewinnt -- was ja nicht augeschlossen ist --, dann wird Meyer der Titel GOD ("Großes Orakels Deutschlands") verliehen, und er wird anschließend außerordentlicher Berater der deutschen Bundesregierung.

*** Zugrundegelegt würde die klassische Formel, die nur durch einen Klick abgezeichnet werden müsste: "„Anstelle einer eidesstattlichen Versicherungen gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – dass ich nur EINMAL an dieser Prognose teilnehme.“

**** Diese Idee wird hiermit verschenkt. Sie darf unter Nennung des Urhebers jederzeit verwendet werden.

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BDLB #233.1
Ich tippe übrigens für die CSU -- egal was die Demoskopen sagen -- auf satte

42,7 % !

Damit das nur schon mal festgehalten ist! Für die GOD-Bewerbung muss man schon was sagen! Was die Demos-Köpfe so vorsagen, kann ja jeder abschreiben.

Antwort auf #233 von BDLB
BDLB #234
Da verweise ich doch mal glatt und kurz auf meinen Vorkommentar! Mit der Bitte, dass sich gleich Veranlagte für den dort gemachten Vorschlag mit einsetzen.

https://www.zeit.de/polit...

P. S. Zuerst waren da 0 = Null Kommentare und jetzt, nach einer Minute, sind die zwei Artikel wohl zusammengeschaltet. Anyway ...

BDLB #234.1
Eigentlich war es gar nicht so gedacht: dass die beiden untereinander stehen. Aber egal. Wenn die Kontrolle das hier und #234 löschen mag, auch recht.

Antwort auf #234 von BDLB

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Petitchen #235
Wer in Bayern ernsthaft die Grünen wählen will, soll bitte mal auf Youtube "Statement zur aktuellen Lage: Lager, Menschenleben, Europa." suchen.

Hier spricht die Spitzenkandidatin der Grünen in Bayern, Katharina Schulze. Für mich ist sie fanatisch, wenn nicht psychisch krank und kann auf keinen Fall im Landtag eine Spitzenposition einnehmen.

Liebe Bayern. Ich komme zwar aus NRW, aber ich bin als Deutscher stolz auch auf Bayern und ich finde, bei Euch läuft noch vieles besser, als bei uns. Also, überlegt es Euch gut, wo Ihr Euer Kreuz macht. Benutzt am Besten den Wahl-O-Mat, der hilft bei der Entscheidungsfindung.

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BDLB #235.1
"... bitte mal auf Youtube "Statement zur aktuellen Lage: Lager, Menschenleben, Europa." suchen ..."

Hab mir das angesehen. So hart, "fanatisch, wenn nich psychisch krank", würde ich nicht urteilen. Es ist halt schlicht handwerklich nicht gut gemacht, dieses Werbevideo. Wahrscheinlich stand sogar ein kleines, etwas laienhaftes Beraterteam dahinter. Anweisung: "Du musst sehr klar ar-ti-ku-lie-ren!" Was in der Umsetzung immer unnatürlich rüberkommt. Und die extreme Nähe der Kamera ist auch nicht gut. Dazu: Warum hat es denn nicht mal zu einem Stativ gereicht? Die Aufnahme wackelt "wie dem Hund sein Schwanz", wie man bei uns sagt.

Zu den Inhalten sage ich nix. Da hat eh jeder seine eigene Meinung.

Antwort auf #235 von Petitchen

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Das Neue Deutschland

Immer wieder die ZEIT, die ZEIT ...

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"Umfrage : Ostdeutsche kritisieren Uneinigkeit von Deutschland Nur jeder dritte Ostdeutsche findet, dass sich Ost und West seit der Wiedervereinigung näher gekommen sind. Die Mehrheit der Ostdeutschen wirft dem Westen Arroganz vor. 3. Oktober 2018, 0:56 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, KNA, sre, as 333 Kommentare" (zeit.de)

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Da war doch was?! Wo nur?

Ja, hier!

...

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Ingenieure. Was kann der deutsche Ingenieur? Das erste Auto, das erste Telefon, die erste Elektrolokomotive – alles in Deutschland konstruiert. Doch seit dem Dieselskandal ist der Ruf des Ingenieurs ruiniert. Ein ganzer Berufsstand muss sich fragen lassen, ob er der Gesellschaft mehr schadet, als er ihr nutzt. Von Marcus Jauer. 3. Oktober 2018 DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018 1 Kommentar.

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Also ich schieb diese Entwicklungen ja alle auf Multikulti als solches, nicht auf die deutsche Wiedervereinigung. Wenigstens hab ich dann eine Erklärung. Und weil ich wirklich linksliberal bin, sage ich dann gleich dazu: "Aber es hat auch was Gutes! Schlimme Dinge, systematisch und im großen Stil, lassen sich in dem NEUEN DEUTSCHLAND jetzt nicht mehr durchziehen. Natürlich auch keine guten. Aber das ist eben der Preis."

Die Idee mit dem GOD

Eine Idee, aus gegebenem Anlass bei der ZEIT verschenkt:

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Hätte die ZEIT Humor* dann hätte sie eine Tabelle für die geneigte Leserschaft eingerückt.** Jede und jeder könnte eintragen, wie er für diese bayerische LW das Ergebnis denn so tippt. Format: Prozent, eine Stelle hinterm Komma. Ehrenwörtlich wäre zu versichern, dass nur ein Mal pro Person getippt wird.*** Teilnahmeschluss: Sa 13.10.2018, 18:00 Uhr. -- Und am Montag würde auf Knopfdruck gerankt, unter Einschluss letzter demoskopischer Vorhersagen.

EWG = EINER WÜRDE GEWINNEN

Wäre das nichts?****

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* Frage natürlich: Können Zeitungen als solche Humor haben?

** Das ließe sich jederzeit wiederholen, für jede Landtags- und Bundestagswahl. Wenn Elmar Meyer aus Bottrop dreimal gewinnt -- was ja nicht augeschlossen ist --, dann wird Meyer der Titel GOD ("Großes Orakels Deutschlands") verliehen, und er wird anschließend außerordentlicher Berater der deutschen Bundesregierung.

*** Zugrundegelegt würde die klassische Formel, die nur durch einen Klick abgezeichnet werden müsste: "„Anstelle einer eidesstattlichen Versicherungen gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! – dass ich nur EINMAL an dieser Prognose teilnehme.“

**** Diese Idee wird hiermit verschenkt. Sie darf unter Nennung des Urhebers jederzeit verwendet werden.

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Der Plastikfluss

Die Sache hatte ich hier schon sehr ausführlich. Heute sehe ich auf Facebook ein verstörendes Video: Ein Plastikfluss in einem Elendsviertel.

Wieder einmal die Frage: Was tun?

Dienstag, 9. Oktober 2018

CO2

Anteil CO2-Ausstoß (2011) in %

1. Volksrepublik China
26,4
2. Vereinigte Staaten
17,7
3. Indien
5,3
4. Russland
4,9
5. Japan
3,8
6. Deutschland
2,4
7. Iran
1,7
8. Saudi-Arabien
1,8
9. Südkorea
2,2
10. Kanada
1,8

Montag, 8. Oktober 2018

Die CSU und die Intelligenzblätter

Notizen / Kommentare ZEIT:

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Ich kann mir einfach nicht helfen, ich finde, dass die CSU von den führenden Intelligenzblättern ZEIT und SPIEGEL mit allen Mitteln heruntergeschrieben und herunterdemoskopiert werden soll. Dabei bleibt doch immer die Frage: Was sind denn die großartigen Alternativen? Von den Parteien und vom Personal her. Werden diese Alternativen vor allem die bayerische Wirtschaft auf Kurs halten? Oder gibt es nach der Wahl das gewünschte Hauen und Stechen, das ZEIT und SPIEGEL dann genüsslich "analysieren" lassen?

BTW Wie geht's unseren Intelligenzblättern denn selbst so? Wirtschaftlich meine ich.

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Das, was ich da geschrieben hatte, wurde von der ZEIT gelöscht. 

"Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/mh"

Eine kritische Stellungnahme des Kommentators "Menschlichkeit Vernunft #71.1 -- An BDLB" durfte, geschrieben vor der Löschung, durchaus gegen sonstige Gepflogenheiten stehenbleiben. (Siehe unten.)

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"An BDLB | Jetzt müssen Sie zu ihrer Behauptung "Butter bei die Fische" geben ..."

Das ist eine so ausführliche wie wohlformulierte Entgegnung. Dafür bedanke ich mich zunächst einmal.

Zu Ihren und meinen Inhalten:

Das, was ich da geschrieben habe, war eine sehr kurze Polemik. Eine Polemik hat, meine ich, ihren Wert und Platz in der gegenwärtigen poltischen Debatte. Natürlich ist mir jederzeit klar, dass das Wort "herunterdemoskopiert" eine Unterstellung beinhaltet, die eigentlich nicht angeht: nämlich dass Wählerbefrager tricksen und falsche Zahlen liefern, um eine self-fulfilling prophecy zu inszenieren. Eine kurze Polemik, wie gesagt. Noch einmal: Von der ich meine, dass sie heute erlaubt sein muss -- sein müsste.

Der Kern, den ich allerdings ernst meine: Es gibt eine in meinen Ohren schreiende publizistische "Stellungnahme" gegen die CSU, die ich bei dieser Landtagswahl zum erstenmal in meinem nicht so ganz kurzen Leben (per Briefwahl schon) gewählt habe. Eine Haltung in Worten, die ich für aufgesetzt und überzogen und -- ja: wahlbeeinflussend halte. Dabei kommt in der Regel in den Zeitungskommentaren überhaupt nicht vor, dass Bayern wirtschaftlich und kulturell ausgezeichnet dasteht. Das kann sich natürlich nicht eine Partei allein auf die Fahnen schreiben, aber eine SPD-Regierung war eben auch nicht federführend.

(Fortsetzung)

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Das mit

"Daneben: Was soll die Anspielung von Ihnen: 'BTW Wie geht's unseren Intelligenzblättern denn selbst so? Wirtschaftlich meine ich.'?"

gehört einerseits zu der erwähnten Rubrik "Polemik"; auf der anderen Seite glaube ich tatsächlich, dass sich im Moment die Zeitungen, die ich da genannt habe, und natürlich einige andere mehr, um Kopf und Kragen und Abos schreiben. Das schließe ich nicht zuletzt aus dem Mitlesen in den Kommentarspalten von ZEIT und SPIEGEL. Recht unausgewogen -- unterstellt: mit den besten Absichten -- gegen einen erheblichen Teil der eigenen Leserschaft anzuschreiben, das kann auf die Dauer nicht gutgehen.

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Kleine Nachbemerkungen: Bemerkenswert finde ich noch, dass bei dem, was Sie schreiben, die Funktion "Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde bereits gelöscht" außer Kraft gesetzt wurde. Und unter diesen Voraussetzungen fände ich es nur fair, wenn wenigstens ein Verweis stehenbleiben würde, damit eventuell Interessierte das, was ich vorher geschrieben hatte, zur eigenen Meinungsbildung heranziehen können.

(Link als Verweis auf diesen Blog-Eintrag hier.)

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Freitag, 5. Oktober 2018

"Blasenschwäche", nicht nur rechts

Was man alles lernen kann! ZEIT-Kommentare:

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"Schon interessant, dass jemand gleichzeitig den blaubraunen Quatsch von der Lügenpresse wiederkäut, um dann zu schreiben, man solle sich nicht "aufhetzen lassen". Also soll man Ihre Kommentare ignorieren? | Ich befürchte, dass ein persönliches Gespräch mit Ihnen verschwendete Lebenszeit gewesen wäre."

aufhetzen: Nun, die Grünen haben die Sprache ja nicht gepachtet. Es kann Ihnen also passieren, dass jemand _Ihren_ Tonfall als hetzerisch bezeichnet.

verschwendete Lebenszeit: Wenn ich es richtig sehe, hat die ZEIT diese Gespräche genau deshalb initiiert, um gegen diese Form der "Blasenschwäche" was zu tun.

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Die Seelen und das Meer

Zitate aus Andreas von Jaretzki, Die Nacht der Delphine, 1971:

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  »Wenn beim Ende einer Beziehung der eine Teile fast alles, und der andere fast nichts verliert, dann war diese Beziehung von Beginn an auf einem gehälfteten Fundament aus Sand und Beton gebaut. Sie hatte von Beginn an keine Chance zu gelingen.«

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  »Damals, als ich über Monate hin allein in Colmar lebte und jeden Tag in die Kirche ging, um mir den Auferstehungsaltar anzusehen, da habe ich meine große Trostlosigkeit überwunden. Ich stand da, mitten in der Kirche, und ich schaute. Während meine Gedanken ganz auf dieses Bild gerichtet waren, verstand ich auf einmal. Ja, auf einmal sah ich den Grund meiner Verzweiflung und mit meinem Schauen löste sich die Verzweiflung auf. Mir war mit einem Mal klargeworden, daß Personen, die doch auf den ersten Blick feste Gestalten haben, so daß sie ständig klar umgrenzt erscheinen, in ihren Seelen dem Meer ähnelten. Wie dieses bestehen auch die Menschen, denen man begegnet, aus der Oberfläche und der Tiefe. Wellen rollen heran. Draußen, dem Auge des Betrachters verborgen, liegen Sandbänke, Gräben und Gebirge. Auch in den Seelen schwimmen Tiere, und manche Tierarten ernähren sich von anderen. Seit dem Tag, an dem ich das erkannte, treffe ich Bekannte und Freunde, und es ist mir, als begrüßte ich sie mit demselben Recht als einzelne, mit dem ich ans Meer trete und sage: Grüß dich, Meer!
  Ich lächle, wenn ich einen Bekannten treffe. Manche haben mir schon gesagt, dass mein Lächeln sie überrascht. Sie fragen, warum ich denn so versonnen lächle. Und ich antworte: ›Ach, es ist nur – ich musste gerade ans Meer denken.‹
  Dann drehe ich mich um, gehe davon und lasse sie mit ihrer Verwunderung allein.«

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Donnerstag, 4. Oktober 2018

Begriffsanalyse: Ehrenmord

ZEIT-Server überlastet?

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"... In Gesellschaften, deren Angehörige Ehrenmorde verüben, gelten dagegen solche Taten als quasi gesellschaftliche Pflicht - jedenfalls für einen nennenswerten Teil dieser Gesellschaften."

Endlich mal jemand, der was von Begriffsanalyse versteht!

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JFKS > Antisemitismus

Notizbuch:

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Ist ja schon wieder ein paar Wochen alt, diese Meldung. Dennoch: Hat man eigentlich als Zeitungsleser nicht das Recht, ein wenig mehr über die "Täter" zu erfahren? Aus welchem Hintergrund heraus geschieht so etwas, an einer Schule, die ja nun offenbar keine "Brennpunktschule" ist. Ich nehme mal an, dass Neonazi-Elternhäuser ausscheiden. Pubertär-vorübergehende Blödheit später dann wieder normaler deutscher oder amerikanischer Schüler? "Arabisch-antisemitische Grundhaltung"? An der JFKS?!

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Flüchtlinge: Ein Vergleich

Mal wieder ein Kommentar bei der ZEIT*, freizuschalten oder auch nicht:

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Alles hochgelahrt hier!

"Einen Anspruch auf Gastlichkeit kann man bejahen, ohne damit aber schon Gastfreundschaft zu meinen, auf die jeder Fremde ein Anrecht hätte (im Französischen wird dieser wichtige Unterschied allerdings im Begriff der hospitalité kaschiert)."

Mich beschäftigen da schlichtere Probleme. Ein Freund, der sich durchaus für liberal, oft auch für linksliberal hält, brachte den Vergleich, hinter dem er auch steht: Rettungsorganisationen mit ihren Schiffen im Mittelmeer seien wie Sozialarbeiter, die Obdachlose in der Stadt aufsammeln und beim nächsten Hotel bitten, dass man diese Obdachlosen doch für unbestimmte Zeit aufnehme. Sie können ja irgendwann vielleicht auch als Kellner oder Köche, die Begabtesten gar als Hoteldirektoren arbeiten. Für diesen Freund gilt, wie er sagt: Flüchtlinge aufsammeln und zur weiteren Betreuung bei der Allgemeinheit abliefern, das sei unredlich. Die Organisationen sollten Strukturen aufbauen, die eine autonome Betreuung und Versorgung durch eben diese Organisation, nicht durch die Allgemeinheit garantierten. Und zwar für die Zeit, in der die konkreten Menschen Betreuung und Versorgung brauchen.

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* Flüchtlingspolitik. Gastfreundschaft lässt sich nicht verordnen. Denjenigen gegenüber, die in Not sind, sollte Gastlichkeit selbstverständlich sein. Eine rechtliche Verpflichtung zur Freundschaft aber würde im politischen Kitsch enden. Ein Essay von Burkhard Liebsch. 3. Oktober 2018, 580 Kommentare.

Intressant auch das aus der ZEIT, wahrscheinlich nur für Abos: 

Frankfurt (Oder). Die Grenze In Frankfurt an der Oder verbreitet eine Gruppe Syrer Angst. Der linke Bürgermeister reagiert mit einem Tabubruch. Das Bild von der weltoffenen Oststadt bekommt Risse. Eine Reportage von Christian Bangel, Frankfurt (Oder) 4. Oktober 2018. 59 Kommentare.

Deutsche Ingenieure

Zeitungslektüre* heute:


"Vor ein paar Wochen hat VW damit begonnen, auf der Landebahn des Berliner Flughafens BER Tausende Autos zwischenzuparken, weil sie die neuen Abgastests noch immer nicht absolviert haben. Fabrikneue Wagen, die man nicht fahren darf, abgestellt auf einem hochmodernen Flughafen, von dem man nicht fliegen kann. Ein deutsches Panorama." (zeit.de abo)

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Ingenieure. Was kann der deutsche Ingenieur? Das erste Auto, das erste Telefon, die erste Elektrolokomotive – alles in Deutschland konstruiert. Doch seit dem Dieselskandal ist der Ruf des Ingenieurs ruiniert. Ein ganzer Berufsstand muss sich fragen lassen, ob er der Gesellschaft mehr schadet, als er ihr nutzt. Von Marcus Jauer. 3. Oktober 2018 DIE ZEIT Nr. 41/2018, 4. Oktober 2018 1 Kommentar.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Goldgrube

Eine ehrliche Adresse!

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Prof. Dr. med. Wolfgang D.
St.Vincenz-Elisabeth-Hospital
Abt. Innere Medizin
Internist in Mainz, Deutschland

An der Goldgrube 11

55131 Mainz

Montag, 1. Oktober 2018

Messis und Besserwisser

Kommentare bei der ZEIT, mal nicht von mir.

https://www.zeit.de/2018/17/hygiene-bett-machen-milben-stimmts?cid=22455082#cid-22455082
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#15.2 
"Selbstverständlich "mache" ich mein Bett. Mir ist aufgefallen, dass die Menschen, die ihr Bett nach dem Schlaf nicht in Ordnung bringen, stinken (weil sie sich morgens auch nicht duschen) und aussehen wie ein ungemachtes Bett. Man erkennt Messis sofort an ihrer äusserlichen Schlampigkeit."

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Nach Monaten: *staun*

Ich meine, ich kenne das mit den Maximalforderungen in Sachen Reinlichkeit. Wer widerspricht, steht blöd da. Aber ich hab doch mal irgendwo gelesen ...?! Ah ja, hier:

"Manche duschen ein- bis sogar zweimal täglich, andere wieder nur alle zwei bis drei Tage. Doch auf diese Frage wollen Wissenschaftler jetzt eine eindeutige Antwort gefunden haben: Es reicht, wenn wir ein- bis maximal zweimal pro Woche duschen!"

Wie gesagt: Andere als unreinlich auflaufen lassen, ist eine bewährte Strategie. Aber eben auch eine durchschaubare.

Antwort auf #15 von David Rick

Mein Mode-Blog: Muslimische Mode

Hieraus, aus meinen ZEIT-Kommentaren, wird irgendwann ein Buch, schätze ich.

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"Sind Miniröcke wirklich fortschrittlich? Eine Ausstellung muslimischer Mode hinterfragt das westliche Modediktat: Auch die Bedeckung des Körpers kann befreiend wirken." (zeit.de)

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Darauf hab ich wirklich gewartet! Aus unserer Rubrik: "Wir hinterfragen uns zu Tode!"

Ich für meinen Teil glaube, dass so ein Schuh aus den Vergleichen wird:

-- Die Frauen dürfen sehr lange und sehr kurze Röcke tragen, Kopftücher oder nicht. Am besten mal so mal so. Aber egal. Und das in allen Ländern, auch in Saudi-Arabien!

-- Und die christlichen Glaubensgemeinschaften dürfen in den muslimischen Ländern ein paar  Kirchen bauen, nur so. Wenn die Muslime im Westen Moscheen bauen. Von wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit.

Und wenn das nicht so möglich ist, dann könnte der Herr Drösser doch noch mal kommen und "hinterfragen", warum das nicht möglich ist.

P. S. Ich finde Miniröcke wirklich fortschrittlich. 

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Repräsentative Umfragen

ZEIT-Kommentar (noch freizuschalten oder auch nicht). Notizbuch

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"Repräsentative Umfragen unterliegen immer Fehlern. Man kann davon ausgehen, dass der tatsächliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Bereich von einem bis drei Prozentpunkten über oder unter den letztlich angegebenen Messwerten liegt."

Darüber müsste häufiger mal gesprochen werden. Vor allem, weil die scheinbar klare Bezugsgröße "tatsächlicher Wert" alles andere als klar ist.

Möglich wäre:

a) alle Wahlberechtigten, auch die, die, warum auch immer, am Ende nicht zur Wahl gehen

b) alle, die am Ende tatsächlich wählen > mögliche Prüfung Voraussage > tatsächliches Wahlergebnis

c) Diskrepanz bei a) und b) mit Blick auf die, die bei solchen Umfrage ca) nicht antworten wollen cb) keine ehrlichen Angaben machen = lügen > Hinweise

d) der Einfluss von Umfragen auf die tatsächliche Wahl

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Freitags Moschee, nicht Schule

Ein ZEIT-Kommentar an der falschen Stelle.

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Nun ja, wenn der Islam zu Deutschland gehört, sehe ich hier irgendwie ein "gutes Recht" für die Muslime verankert. Die würden ihre Kinder ja am Sonntag zur Schule schicken, wenn es möglich wäre.

Wir sehen: Die -- immer komplizierte -- Wahrheit is aufm Platz, nicht in irgendwelchen Studierstuben oder politischen Debattierclubs.

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Demokratie-Kritik

Notizbuch / ZEIT-Kommentare

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"Es gibt so viele Regeln, die man graduell ändern kann, da komme ich locker auf Tausend Varianten. ... Mein favorisiertes Modell ist eine an moderne Gegebenheiten angepasste Losdemokratie oder Demarchie nach Vorbild Venedigs."

Nachdem die ZEIT-Kontrolle meine eher humorigen Anmerkungen zu den "graduellen" Änderungsmöglichkeiten wohl nicht zulässt, noch ernsthaft dies: Es kommt politisch immer darauf an, Macht für Veränderung zu organisieren. In unserer gegenwärtigen parlamentarischen Demokratie heißt 'Macht' > 'Mehrheiten'. Sonst bleiben Überlegungen zu Demarchie usw. einfach nur interessante Gedankenspiele. (Über die man hin und wieder auch was in der Zeitung lesen kann. (sueddeutsche.de))

Wie andere hier ja bereits geschrieben haben: Sie müssten eine Mehrheit davon überzeugen, dass man mit einer Los-Demokratie besser fährt als mit der heutigen Form. Und da bleibt, was ich gelegentlich auch bei anderen losgelösten Veränderungsvorschlägen sage: Wenn eine Idee in den letzten 100 Jahren nicht erfolgreich war (Venedig u. a. sind hat, wegen zu großem historischem Abstand, nicht vergleichbar), dann sollte man das als ein Zeichen nehmen, dass es so wahrscheinlich nicht geht. Gilt ja auch für die an und für sich gute Idee vom Sozialismus / Kommunismus.

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Babylon – Berlin

Babylon – Berlin, gestern in der ARD.

Man sieht, dass die ganze Sache teuer gewesen sein muss, einfach weil viele Ca.-1930-Dinge detailliert in Szene gesetzt worden sind. Aber der vorab hochgelobte Film war für mich: verworren und langweilig. Wie kann man nur von so einem aufgeplusterten Drehbuch mit ständig wechselnden Erzählebenen ausgehen? 

Im Übrigen auch noch: Realismus hin oder her, ein herunterziehender Film mit grausamen Armut-Darstellungen macht mich einfach leicht depressiv. Dann hilft es mir nichts, wenn ich mir sage, dass das alles doch realistisch ist und uns die Zeit damals nahe bringt. Ein schlechtes Gefühl bleibt ein schlechtes Gefühl.