Donnerstag, 13. Dezember 2018



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Man sollte den Opfern keine Täuschung vorwerfen, insbesondere wenn diese tatsächlich auf der Flucht traumatische Erfahrungen durchleben mussten. (zeit.de Kommentar)

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Wir relativieren uns zutode.

Selbstreferenzphänomene



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Das Eigenleben der Figuren : eine radikale Konsequenz der neueren Metafiktion (2008)
Achim Hölter
In den Rahmen der Erforschung, Klassifikation und Erklärung literarischer Selbstreferenzphänomene im engeren Sinn gehören Sujets wie Bücher, Bibliotheken, Leser, überhaupt Aktanten des Sozialsystems Literatur in der Literatur, aber auch alle spielerischen und auto reflexiven Elemente vorweggenommener Kritik ('criti-fiction'). Insbesondere wurden der Literatur zwischen Moderne und Postmoderne ihre Gestaltungsmittel verdächtig, Linda Hutcheon subsumiert alles unter "De-naturalizing the natural" bzw. "postmodern de-naturalizing" (Hutcheon 1989, 32 u. 49); man kann auch von 'foregrounding' sprechen (vgl. Wolf 2001, 187f.). Wie man aber Ausstattung oder Landschaftsschilderung selbstkritisch und ironisch inszenieren kann, so erst recht die eigene poetische Personalpolitik. Sie ist ein Sonderfall des Verlusts der Grazie, wie an einer Reihe von Beispielen geprüft werden soll. Und zwar komparatistisch-bunt, so dass systematische Ähnlichkeit vor Chronologie rangiert, aber stets mit abstrahierenden Beobachtungen, denen eine knappe Systematisierung folgen soll.

Maos Gärtner



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Zu seiner Jugendlichkeit bis zuletzt gehörte seine Leidenschaft in politischen Fragen. Aus der Zeit seines Heranwachsens unter Hitlers Herrschaft hatte er sich ein unbedingtes Freiheitsbedürfnis bewahrt, das gegenüber totalitären Tendenzen auch eines scheinbar diskursfreudigen Liberalismus empfindlich war. Wie hätte er es gehalten, wenn Hitler gesiegt hätte? "Dann wäre ich Gärtner geworden." Das erinnerte mich an den letzten chinesischen Kaiser, der unter Mao als Gärtner gearbeitet hatte.

Der Liebhaber



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Vereinigte Arabische Emirate
Marokkanische Frau tötet ihren Freund und serviert ihn dann zum Essen
29.11.2018 |

Vereinigte Arabischen Emiraten, Kanibalismus, Beziehungsstreit, Marokko

Ein traditionelles Kabsa-Gericht, wie es in den Vereinigten Arabischen Emiraten üblich ist (Symbolbild)

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde eine marokkanische Frau verhaftet. Sie steht unter dem Verdacht, ihren Freund getötet zu haben. Und nicht nur das: Seine sterblichen Überreste soll die Frau daraufhin pakistanischen Arbeitern zum Essen serviert haben.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Die Elsenbrücke (Berlin)



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Aus China berichten Unternehmer, dass der Verlauf von Bahntrassen zwischen zwei Orten schon mal mit dem Lineal auf der Karte eingezeichnet werde: Häuser, Naturschutzgebiete, Gewerbe, alles, was im Weg steht, wird plattgemacht. In Deutschland passiert nach dem Beschluss zu bauen, erst mal gar nichts. Oder fast nichts: Es beginnt die Vorbereitung der Vorbereitung. Im Fall der Elsenbrücke: Hauseigene Mitarbeiter des Senats bereiten die Auswahl des planenden Ingenieurbüros vor, das erst mal den Plan für Abriss und Neubau der Brücke entwirft. Dieser Plan ist die Grundlage für die Auswahl der Firma, die nach diesem Plan baut. Ein Dreiviertel Jahr dauern allein diese beiden EU-weiten Ausschreibungsverfahren.

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Gefährder

"FRANKREICH. 26 000 Gefährder auf der Terror-Liste." (bild.de)

Wenn das näherungsweise stimmt: Wie soll da so etwas wie innere Sicherheit überhaupt noch gewährleistet werden? Denn was mit Sicherheit auch stimmt: Es gibt da noch Gefährder, die nicht auf der Liste stehen. Was sie noch einmal gefährlicher macht.

Heino

He, ihr alten weißen Männer, über die sich Felix Stephan heute in der SZ so lästerlich auslässt! (Auf den Felix kommen wir noch zu sprechen!)

Vom alten weißen Mann Heino lernen, heißt jung-bleiben lernen! Die Mittel sind einfach, Gesichtsstraffung muss nur in seltenen Fällen sein. Also, drei Dinge braucht der Mann:

  • Große Sonnenbrille
  • Gefärbte Haare, am besten blond
  • Zähne gut gerichtet und gut gebleached

Das ist es schon!

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Und, nicht vergessen: Heino (* 13. Dezember 1938 in Düsseldorf; eigentlich Heinz Georg Kramm) wird morgen 80 Jahre alt! Glückwunsch!

"Männer"

Notizbuch

Immer wieder muss ich an Harald Martenstein denken, der mit der ihm eigenen Komik gebeten hat, in der Berichterstattung über Verbrechen nicht immer die Männer als den Hort des Bösen herauszustellen. Die bösen Männer seien eine absolute Minderheit. Man solle da doch bitte nicht verallgemeinern!

Ich ärgere mich jedes Mal, wenn in den Polizeimeldungen pauschal von "Männern" die Rede ist. Kein Mann, den ich kenne, würde in ein Lokal reinschießen, von denen kann überhaupt keiner schießen. So was soll nur die Männerfeindlichkeit anheizen, das steckt dahinter. Sie müssten fairerweise "Person" schreiben. Ich will nicht jeden Tag lesen müssen: "Ein Mann hat etwas Kriminelles getan." (zeit.de)

Das hat, leicht zu sehen, etwas Hilfloses. Wie ja Humor oft etwas Hilfloses an sich hat. Es geht in den meisten Männer-Fällen um die Angst der Medien, Fremdenfeindlichkeit zu schüren, wenn sie die Herkunft von Tätern benennen. Das Alter, ja, aber doch nicht Marokko oder Afghanistan! Was sie schüren, die "Medien", ist aber ein latentes Misstrauen auch und vor allem bei den Normalos.

Fallbeispiel (Meldung spiegel.de)

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Die Polizei im finnischen Oulu ermittelt seit Wochen in drei mutmaßlichen Fällen von Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch von Minderjährigen. Nun ist ein Verdächtiger in Deutschland festgenommen worden. Das teilte die finnische Polizei auf ihrer Webseite mit. Nach dem Mann war international gefahndet worden.

Wie der finnische Rundfunk Yle berichtet, soll der 25-Jährige zu einer Gruppe von insgesamt acht Männern gehören, die ein junges Mädchen über Monate vergewaltigt haben sollen. Die Polizei schließe nicht aus, dass noch andere Personen in den Fall verwickelt seien.

Außerdem wird dem Rundfunkbericht zufolge gegen zwei weitere Männer ermittelt. Der eine werde der schweren Vergewaltigung verdächtigt, der anderer des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Alle mutmaßlichen Opfer seien jünger als 15 Jahre gewesen, hieß es von der Polizei.

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Natürlich ist da jeder halbwegs normale Leser und jede normale Leserin längst bei der Frage: Haben da acht Finnen 15jährige Mädchen vergewaltigt? Sie müssen aber doch warten, die Leserin und der Leser! Ganz verschweigen mag der SPIEGEL die Herkunft der "Männer" dann doch nicht. Wahrscheinlich weil er weiß, dass das dann doch zu auffällig wäre und vielleicht irgendwann zu einem -- ökonomisch für das Magazin schmerzhaften -- Vertrauens- = LeserInnen-Verlust führt, wenn so krass verschwiegen wird. Dann also endlich ...

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Ein Zusammenhang zwischen den drei Fällen sei bisher nicht erkennbar. Alle Verdächtigen seien als Flüchtlinge oder Asylbewerber nach Finnland gekommen. Sie stammten aus vier verschiedenen Ländern.

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Aus welchen Ländern, das wird dann natürlich nicht gesagt.

Die ZEIT hingegen, die die Sache nicht einfach und vollständig unter den Nicht-Fakten-Teppich kehren mag, schneidet die dpa-Meldung an der passenden Stelle einfach ab. Bei ihr bleibt es also bei den Männern.

Einfach so?

Ja, einfach so.

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P. S. Bin ich rechts? -- Nein, ihr Deppen, die ihr das fragt! Ich bin gerade dabei, die SPD zu retten. So sieht's aus!

Dienstag, 11. Dezember 2018

Kunstmarktforschung

Notizbuch

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kunstgeschichte.info

19. Juni 2016 🕸️ Was bedeutet Kunstmarkt Forschung Standortbestimmung eines Forschungsgebiets im Prozess der universitären Etablierung. Workshop des Kunsthistorischen Instituts der Universität zu Köln, 12.11.2016. 

Konzeption: Jun.-Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetzleck*

Was lange Zeit ein Randgebiet war, rückt in den letzten Jahren vehement auf die Landkarte kunsthistorischer Fachgebiete: die Kunstmarktforschung. Sie entwickelte sich insbesondere beginnend mit der Erforschung weitreichend bearbeiteter Gebiete wie der italienischen Renaissance und des niederländischen 17. Jahrhunderts und wird nun allmählich in die Gegenwart getragen. Grundsätzlich untersucht die Kunstmarktforschung die Beziehungen der Anbieter, Nachfrager, Wettbewerber und Vermittler im Kunstmarkt untereinander, aber auch ihre Auswirkung auf die Entwicklung, Durchsetzung und Kanonisierung bildender Kunst sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in ihrer gegenwärtigen Ausprägung. Dabei zeigt sich auch in den Forschungen zu früheren Epochen, dass die Kunstmarktforschung Erkenntnisse hervor bringt, die weit über das bloß Merkantile hinausreichen und Wesentliches zu einem besseren Verständnis historischer Kommunikationen schlechthin beitragen. Da sich das Fachgebiet jedoch noch im Prozess der universitären Etablierung und Positionierung befindet, besteht weder national noch international ein Konsens hinsichtlich der zu behandelnden Themenfelder und Methoden. Es zeigt sich indes deutlich, dass die Kunstmarktforschung von ihrer Konzeption genuin interdisziplinär angelegt ist. In der Regel im Fachbereich Kunstgeschichte angesiedelt, berührt sie eine Vielzahl unterschiedlicher, fakultär breit verorteter Fächer, insbesondere jedoch: Soziologie (Kunstsoziologie), Betriebswirtschaftslehre (z.B. Marketing, Management, Unternehmensführung), Rechtswissenschaften (Kunstrecht), Geschichte (Wirtschaftsgeschichte) und Psychologie.

Im Rahmen des Workshops soll ein intensiver Austausch zur Definition von Kunstmarktforschung sowie zu den unterschiedlichen Ansätzen und Methodiken ihrer Erforschung als universitärer Teildisziplin stattfinden. Gewünscht ist ein fächerübergreifender Dialog, aus diesem Grund wird die Beteiligung von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen ausdrücklich angestrebt. Zeigt sich dann, dass das Verständnis von Kunstmarktforschung zwischen den Fächern, aber auch je nach behandelter Epoche innerhalb der Kunstgeschichte voneinander abweicht?

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* Dissertation, HHU Düsseldorf

Selbstvermarktung von Künstlern der Düsseldorfer Malerschule und das Düsseldorfer Vermarktungssystem 1826-1860. 

Karl Barth

Notizbuch

Ein Podcast, Zeitzeichen, über K. B. Darin vieles, was ich nicht wusste. Vor allem zum "sehr privaten Karl Barth".

Das bürgerliche Igitt?

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... Oder wollte ich wissen, dass Karl Barth sich im hohen Alter unglücklich in eine Krankenschwester verliebte (413 f.), dass Charlotte von Kirschbaum ein Alkoholproblem hatte (670) oder es zwischen ihr und Nelly Barth mitunter Ohrfeigen setzte (669)? Möchte ich wissen, dass Nelly Barth im Haushalt ein unerbittliches Regiment führte (721 u. ö.)? Muss ich es wissen? Eberhard Busch beteuert im Vorwort, es gäbe in seinen »Notizen Manches, was ungedruckt bleiben darf«, ansonsten aber bedürfe es »von Seiten der Leser eines verständnisvollen Großmuts«. Bin ich kleinmütig, dass ich Barths psychoide Einlassungen über seine »vier Frauen« (418 f. 664 ff. u. ö.) nicht in einem doch eigentlich theologisch angelegten (Tage-)Buch erwarte? Die Erlebnis- und Erfahrungsschilderungen zu Rösy Münger (»Er weinte und sprach von ›Rösy‹, von seiner ersten Liebe, von der unversiegten, unverloschenen Liebe zu ihr …« [228]), Nelly Barth (»Er habe sie wohl zu schnell und überstürzt geheiratet« [45]), Charlotte von Kirschbaum (»Ich bin verzehrt von dem, was ich tags und nachts mit Karl zu arbeiten hatte« [21.670]) oder jener Anonyma (»Noch nie sei er im Leben so verliebt gewesen« [413]) entfalten über 760 Seiten eine atemberaubende Dynamik. Barth selbst schimpft sich immer wieder einen »Esel« (322 u. ö.) oder einen senex loquax (162 u. ö.). Er kann tief verzweifelt sein und in Tränen ausbrechen, er kann dem eine theologische Grammatik verleihen und von der Hölle träumen, die »in eiskalter Landschaft eine unendliche Leere« ist und »mittendrin ein unendlich einsamer Mensch«. Und er sagt zu sich selbst: »Das droht dir!« (thlz.com)

Oktober/2011 - Busch, Eberhard: Meine Zeit mit Karl Barth. Tagebuch 1965–1968. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2011.

Rezensent: Reiner Marquard

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Das "Oder wollte ich wissen..." legt nahe, dass der Rezensent Marquard das nicht wissen wollte. Aber dann wird es doch gelegentlich auch bei ihm anrührend. Alles in allem -- ein Bericht zu dem viel zu wenig behandelten Zusammenhang zwischen öffentlicher und privater und, ja: intimer Person, die Menschen immer zugleich sind.

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Nachtrag: Und kaum wird man fündig, geht es immer weiter! Da gibt es also sogar einen Roman über Karl Barth!

Klaas Huizing: Zu dritt. Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum. Tübingen: Klöpfer & Meyer. (Rezension: saarbruecker-zeitung.de)

Gerade dem Tod...

... von der Schippe gesprungen, und schon gibt es wieder Probleme!

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BRUSTKREBSÜBERLEBENDE  gg zu || Nach dem Krebs kamen Schlaf- und SEX Probleme (bild.de)

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Willi Herren



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„Ich habe mich falsch verhalten“

Der 43-Jährige kann sich selbst offenbar nicht mehr an alles erinnern. „Ich weiß, dass ich mich betrunken nicht unter Kontrolle habe und gerne mal richtige Dummheiten begehe, an die ich mich am nächsten Tag kaum erinnere“, sagte Herren der „Bild“. „Was ich weiß, ist, dass ich mich in einem Club wiederfand und mir meine Frau vollkommen zu Recht eine Szene machte. Ich habe mich falsch verhalten und kann mich bei meiner Frau nur öffentlich entschuldigen.“

Jenewein wiederum sagte der Zeitung, sie wolle sich jetzt eine Auszeit nehmen – „fernab von Willi“. Die wütende Ehefrau weiter: „Entweder macht Willi eine Therapie oder ich lasse mich scheiden.“ Herren und Jennewein sind seit diesem Sommer verheiratet. (focus.de) 

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Montag, 10. Dezember 2018

Martin Sellner


https://www.zeit.de/2018/51/meinungsfreiheit-demokratie-uni-siegen-rechte-autoren-migration-thilo-sarrazin

Zum Beispiel würde SS Siggi aus Dortmund sicher bei einer Diskussion keinen besonderen Beitrag leisten können. Jedenfalls nicht auf der Niveauebene. Die allermeisten Schreihälse aus Chemnitz und/oder sonstwoher sicher auch nicht. Aber zum Beispiel Martin Sellner von den Identitären aus Österreich ist ein blitzgescheiter Mann.

Publicityvernarrte Kunst- und Medienszene

https://www.sueddeutsche.de/leben/schoen-doof-adieu-baselitz-1.2566876



... dann hätten endlich auch mal jene Künstler Chancen auf Beachtung, die ihre Bilder nicht auf den Kopf stellen oder - wie der 17-jährige Leon Löwentraut - von einer geld- und publicityvernarrten Kunst- und Medienszene ein bisschen früh zum neuen Picasso hochgejubelt werden.

Die SPD -- dem Untergang geweiht?

Notizbuch

Gerade gesehen. 

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Kommentar. Warum die SPD dem Untergang geweiht ist. Es gibt auch im Leben von Parteien einen Point of no Return, von dem an sich das Schicksal nicht mehr abwenden lässt, allen Anstrengungen zum Trotz. Wie konnte es bei der SPD so weit kommen? Von Jan Fleischhauer. 04. Dezember 2018.

...

Es war immer ein Missverständnis zu glauben, dass der Einsatz für mehr Nachsicht gegenüber Straftätern, für eine noch großzügigere Flüchtlingspolitik oder ein noch moderneres Geschlechterbild bei den normalen Mitgliedern auf die gleiche Begeisterung stoßen würde wie in den Kommentarspalten. Auf jedem Juso-Kongress lässt sich sehr schön beobachten, wie wenig die Funktionäre, die sich für die Avantgarde der Arbeiterklasse halten, in Wahrheit mit den Menschen zu tun haben, die sie zu repräsentieren vorgeben. In Asta-Seminaren mag jemand wie der Juso-Anführer Kevin Kühnert eine große Nummer sein: Bei Leuten, deren Tag pünktlich um sechs Uhr morgens beginnt, sorgt so einer eher für Kopfschütteln. Willy Brandt war übrigens nie bei den Jusos, vielleicht war er deshalb ein so bedeutender Kanzler. (spiegel.de - Nur für Abonnenten.)

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Der zweite Absatz liegt voll auf der Linie, die ich hier auch vertreten habe. Allerdings glaube ich nicht, dass die SPD wirklich untergehen muss, dass es den Point of no Return gibt bzw. dass der erreicht ist. Wir werden sehen. Und der, dem, aus welchen Gründen auch immer, was an der traditionsreichen SPD liegt, der sollte versuchen, was zu tun, um den Untergang abzuwenden.

Antisemitisch. Fakten. Fakten?




Die Ergebnisse der neuen EU-Umfrage widersprechen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). 2017 erfasste die PKS 1 504 antisemitische Straftaten und ordnete 94 Prozent dem rechten Spektrum zu. Nur fünf Prozent der Taten sollen einen muslimischen Hintergrund haben.

Die Umfrage liefert ein komplett anderes Bild: 41 Prozent der befragten Juden in Deutschland gaben an, dass die Täter einen muslimischen Hintergrund hatten. Andere politische Tätergruppen wurden deutlich seltener genannt – Rechte mit 20 Prozent und Linke mit 16 Prozent.

Tina Turner

Klappentext Autobiographie

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Mit ihrem Ehemann Erwin Bach durfte sie schliesslich auch das lang ersehnte persönliche Glück erleben. "My Love Story" ist eine Liebeserklärung an das Leben und die zutiefst bewegende und inspirierende Überlebensgeschichte einer starken Frau.

Berlin, Deutschlands Afrika

Notizbuch

s. Boris Palmers Anmerkungen zu Berlin

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https://www.nzz.ch/feuilleton/berlin-ist-halt-doch-ein-bisschen-wie-afrika-ld.1439780

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Der authentischste Ort der Welt?

An Tagen, an denen ich Berlin wieder einmal genauer anschaue, fast so wie in meiner Anfangszeit, stimmt mich die Stadt eher melancholisch. Unter den Brücken liegen osteuropäische Obdachlose mit roten Köpfen, die kalte Ravioli aus Büchsen essen, dazu Wodka trinken und an der nächsten Ecke urinieren. Gepflegte Rentner leuchten mit kleinen Taschenlampen in Abfallkübel und fischen vorsichtig Dinge heraus. Andere gucken gar nicht erst hinein, sondern erwühlen sich Verwertbares mit der baren Hand. Es gibt Abstufungen von Verwahrlosung, die man in Berlin daran erkennen kann, wie Menschen den Müll durchsuchen.

Eine Chirurgin, um die vierzig, aus Tübingen, meinte letzthin bei einem Abendessen, dass Berlin sie zwar in vielerlei Hinsicht anekle, aber dass sie sich nicht mehr vorstellen könne, irgendwo anders zu leben. Alle anderen und vor allem alle schöneren Orte kämen ihr künstlich vor. Berlin wäre demnach der authentischste Ort auf der Welt. Ich fand die Idee interessant, auch wenn sie mich nicht überzeugt.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Kulturdefizite



https://youtu.be/5PuoZK1ZdJM

Titus Dittmann

Notizbuch

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So., 09.12.2018 | Skater-Legende feiert Geburtstag | Titus Dittmann rollt durchs Leben | Auch im Alter von 70 Jahren steht Titus Dittmann noch regelmäßig auf seinem Skateboard. | Münster - Münsters Skate-Papst Titus Dittmann wird 70 Jahre alt. Zeit für einen Blick zurück. Er selbst schaut natürlich nur in eine Richtung: Nach vorne. Von Björn Meyer (wn.de)

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Immer wieder gerne sehe ich mir dieses Video an. Nicht TD, aber -- vielleicht "typähnlich", wie es in den Zeitungen manchmal heißt.




Betthasen 2018

Und ich dachte schon, die BILD wollte "frauenfreundlicher" werden! Nichts da!

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PLAYMATES DES JAHRES. Das sind die heißesten Betthasen 2018. Weitere Motive exklusiv nur unter bild.de.

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Man muss allerdings auch sagen, dass die Mädchen mehr oder weniger begeistert mitmachen. Und die alte Haltung: "Den Menschen vor sich selbst schützen", die geht ja heute gar nicht mehr. Na denn, Mädels -- wenn es euch Freude macht und nebenbei ein wenig Kohle bringt? 

Nobelpreis: Werner Forßmann

Notizbuch

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... Andere Forscher hingegen überlebten ihre irrwitzigen Selbsteingriffe - und wurden von der Fachwelt dennoch mit Häme gestraft.

So erging es Werner Forßmann, der den wohl berühmtesten medizinischen Selbstversuch der Geschichte unternahm. Sein Chef empfand das Ganze später als eine dumme "Zirkusnummer", der Medizin völlig unwürdig. Gutmeinende Kollegen warnten den deutschen Provinzarzt aus Eberswalde, er könne wegen seiner Experimente durchaus eine Karriere im Zuchthaus beginnen. Was war passiert?

1929 erfüllte sich der gerade einmal 25-jährige Assistenzarzt einen Traum. Er punktierte sich seine linke Ellenbogenvene und schob sich einen langen, dünnen, mit sterilem Olivenöl eingefetteten Schlauch in die Vene. Tiefer, immer tiefer, bis ins Herz. Er verspürte immer noch keinen Schmerz, sondern nur "ein Gefühl leichter Wärme", wie er später berichtete. Dann lief er während seiner Selbst-OP ein Stockwerk tiefer, zum Röntgengerät. Dort ließ er die Beweisaufnahme machen, die die Welt elektrisieren sollte: Forßmann hatte sich soeben den ersten Herzkatheter der Medizingeschichte gelegt.

Die Medien feierten ihn wie einen Popstar. Immer mehr Details kamen ans Licht: Forßmanns Vorgesetzte hatte den Versuch strikt untersagt. Kurz vor dem Experiment war Forßmann sogar von einer Krankenschwester erwischt worden. Um ihn aufzuhalten, bot sie sich sogar selbst als Versuchskaninchen an. Nur zum Schein ging der Arzt darauf ein; als die Schwester hilflos auf dem OP-Tisch geschnallt war, begann er mit der Arbeit – an sich selbst.

Die Fachwelt ignorierte den renitenten jungen Arzt, obwohl ihm neun weitere Versuche gelangen und er ein klares Ziel hatte: die Diagnostik des Herzens zu verbessern. Nach einem erfolglosen Zwischenspiel bei der Berliner Charité landete Forßmann wieder in seinem Provinzkrankenhaus in Eberswalde.

Schon in Vergessenheit geraten bekam er 27 Jahre nach seinem Selbstversuch Post aus Stockholm. Forßmann hatte gerade den Nobelpreis für Medizin gewonnen. (spiegel.de)

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P. S. Die Wikipedia stellt den Lebensweg anders dar als der SPIEGEL.

DAS SPIEGEL - BILD

Notizbuch

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08.12.2018 „SPIEGEL“ BAUT REDAKTION UM. Gemeinsam und mit Tempo. VON CARSTEN GERMIS | Steffen Klusmann ist Vorsitzender der neuen „Spiegel“-Chefredaktion. Seine Truppe hat viel vor. Sie will das gedruckte Magazin und „Spiegel Online“ zusammenführen. Auf das Projekt schaut die gesamte Branche. (faz.net)

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Diese Frau werden Sie noch nie im Internet gefunden haben. Sie werden vermutlich auch noch nie etwas von ihr gehört haben. Und das, obwohl Sie garantiert schon mal Produkte von in der Hand hatten. Lesen Sie mit BILDplus, wer die geheimnisvolle Milliardärin ist und warum sie gerade jetzt von sich hören macht. (bild.de)

Wer, wie ich, kein BILD PLUS hat, der schaut halt mal bei der Wirtschaftswoche nach.

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Große Liebe - On / Off

Notizbuch

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Alle suchen sie, viele finden sie, doch bei den wenigsten hält sie - die Liebe. Besonders bei den Schönen und Reichen ist die Suche nach dem ewigen Glück oftmals sehr kurzweilig. Hatten sie diese prominenten Paare noch auf dem Schirm?

Alle sind auf der Suche nach der ganz großen Liebe, so natürlich auch unsere Hollywood-Stars. Doch manchmal dreht sich das Liebeskarussell schneller als wir gucken können. Die große Liebe ist plötzlich doch nicht mehr so groß, ehemals Liebende werden zu Verflossenen und Geliebte werden ausgetauscht. ´

Star-Paare müssen so einiges aushalten

Nicht außer Acht zu lassen ist sicherlich die besondere Belastung, der Promi-Paare ausgesetzt sind: Der öffentliche Druck, die ständige Belagerung von Paparazzi, monatelange Auszeiten aufgrund von Dreharbeiten und die permanente Umgebung von hübschen, interessanten Kollegen. Da kann es schon mal vorkommen, dass das Liebes-Aus bei unseren Star-Paaren eher an die Tür klopft als bei uns Normalos.

Erinnern Sie sich noch?

Lang lang ist`s her, aber in den 80ern galten Sean Penn und Madonna als das schillernde Star-Paar schlechthin. Nach vier Jahren turbulenter Ehe war es dann aber vorbei mit der ganz großen Liebe. In den 90ern waren Kate Moss und Johnny Depp Zielobjekt der Fotografen. Und auch das damalige Star-Paar Brad Pitt und Gwyneth Paltrow, die sich bei ihrem gemeinsamen Film „Sieben“ kennenlernten, lohnte es sich vor die Linse zu bekommen – bis auch ihnen nach gut zwei Jahren Beziehung das Liebes-Aus bevorstand. In den 00er Jahren beherrschten insbesondere zwei berühmte Pärchen die Klatschspalten: Penelope Cruz und Tom Cruise, über die vor allem wegen ihrer ähnlich klingenden Nachnamen gewitzelt wurde, sowie Justin Timberlake und Cameron Diaz, die trotz des Altersunterschiedes von neun Jahren drei Jahre lang voneinander verzaubert waren. Danke, liebe Stars, uns wird bestimmt nie langweilig mit euch werden! (gala.de)

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Und dann kommen die vielen, vielen Beispiele! Die ich hier mal weglasse. Wird einfach zu lang.

Mick Schumacher

Notizbuch

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Mick, Sohn unserer größten Formel-1-Legende Michael Schumacher (49), bekommt kein Heimspiel vor deutschen Fans. | Start der Formel 2: 29. März in Bahrain. (bild.de)

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Die Gerechtigkeitsforscher können jetzt der Frage nachgehen, warum so wenig Kinder aus den unteren Schichten Formel-1-Fahrer werden! Da besteht doch dringend Handlungsbedarf. Aufforderung an die Politik, da schleunigst etwas zu ändern!

Samstag, 8. Dezember 2018

Roland Kahl

Notizbuch 

BILD nannte den Namen des Mannes.

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Der inhaftierte Frauenmörder und Serienvergewaltiger Roland Kahl war im Hochsicherheitsgefängnis JVA Straubing zu Preusker, seiner damaligen Therapeutin, gegangen. Angeblich um zu reden. Doch als sie das Gespräch beenden will, greift er sie an, verriegelt die Tür ihres Büros. Er fesselt und knebelt sie, dann vergewaltigt er sein wehrloses Opfer.

Später behauptete er, die Tat sei nicht geplant gewesen.

Doch Preusker ist sicher: „Er ist gezielt in mein Büro gekommen an diesem Tag. Bestens vorbereitet, so zynisch das jetzt auch klingen mag. Top ausgerüstet, um das mit mir zu tun, was er getan hat.“

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„Die verschleierte Gefahr “

Mal ein schlichtes, aber kunstvolles Wortspiel! 

„Die verschleierte Gefahr “

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"Der Islam gehört nicht zu Deutschland", sagt Zana Ramadani. "Muslime gehören zu Deutschland - aber nur, wenn sie sich dieser Gesellschaft anpassen." Doch das kann nicht gelingen, solange die überkommenen Regeln einer vormodernen Religion auf die heutige westliche Welt angewendet werden und muslimische Mütter frauenfeindliche Werte an ihre Kinder weitergeben. Als Tochter einer muslimischen Einwandererfamilie nennt Zana Ramadani Dinge beim Namen, die sich sonst kaum jemand zu sagen traut: "Die muslimischen Frauen herrschen in der Familie. Ihre Töchter erziehen sie zu willenlosen Lemmingen, ihre Söhne zu verwöhnten Machos - und weil diese Hätschel-Machos damit im Leben scheitern, zu den nächsten Radikalen." In ihrem Buch plädiert Zana Ramadani für eine offene, schonungslose Auseinandersetzung und macht deutlich: Ohne die muslimischen Mütter kann Integration nicht gelingen.

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Streitgespräch : UN-Migrationspakt


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SZ Heute, S. 6

Dieter Hanitzsch

Notizbuch


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DIETER HANITZSCH: Ich hatte das Thema meiner Zeichnung – Netanjahu politisiert den ESC – mit der Redaktion abgestimmt. Es wurde für gut befunden. Ich zeichnete Netanjahu im Kostüm der israelischen ESC-Gewinnerin Netta, eine Rakete in der Hand haltend. Israel ist ein verfolgtes und von Gegnern bedrohtes Land und muss wehrhaft sein – aber Netanjahu rasselt für meine Begriffe ein bisschen zu sehr mit dem Säbel Richtung Iran. Das sollte diese Rakete symbolisieren. Als ich meine fertige Zeichnung an die Redaktion geschickt hatte, bekam ich als Antwort zurück: "Wunderbar. Danke." Am nächsten Tag ist das Blatt dann erschienen. (abendzeitung-muenchen.de)

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Dass ich mal wieder auf die Achse des Guten gestoßen werde!

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Rainer Bonhorst / 18.05.2018 

...

Mich treibt eine andere Frage um: Wie ist die Karikatur eigentlich ins Blatt gekommen?

Natürlich ist nicht auszuschließen, dass sich Hanitzsch mit seiner Zeichnung nach Redaktionsschluss im Schutz der Dunkelheit unbemerkt in die Technik geschlichen und das Werk klammheimlich ins Blatt geschmuggelt hat. Wahrscheinlich ist das nicht. Dann aber bleibt die Frage: Wer hat denn die anstößige Zeichnung ins Blatt gerückt?

War es womöglich der Pförtner, der im Sinne moderner Multifunktionalität neben seiner Empfangstätigkeit auch für die Karikatur zuständig ist? War es der Redaktionsbote Dr. Golz? Oder hat Hanitzsch die Zeichnung versehentlich in der Kantine liegen lassen, von wo sie dann auf nicht mehr nachvollziehbaren Wegen ins Blatt gelangte?

Lauter Möglichkeiten, aber allesamt nicht wirklich überzeugend.

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Donnerstag, 6. Dezember 2018

Ein Gesicht

Von den Gesichtern auf dem SPIEGEL-Jahresrückblick (genannt CHRONIK 2018) kannte ich alle, nur dieses nicht. Es kam mir, wie man so sagt, "bekannt vor", aber ich hatte keinen Namen. Typähnlich der jungen Frau mit dem Schmollmundfatalismus. Ja, Ronja von Rönne. Aber dann doch wieder nicht RVR ...

So ging das bis zum Abend. Da habe ich dann -- was den Film angeht ratlos bis zum Schluss und darüber hinaus -- das Donnersmarck-Epos "Werk ohne Autor" gesehen. 

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Da war sie! Paula Beer. Ein Mosaikstein zu meiner "Theorie des Ruhms": Was macht, dass Schauspieler in die 1. Liga aufsteigen und also auf dem SPIEGEL-Jahresrückblick zu sehen sind, und andere, durchaus sehr bekannt, in der 4. Liga hängenbleiben? Wobei -- immer auf dem Boden bleiben. Es geht vorerst um die deutsche 1. Liga. Die Welt-Liga, das ist noch einmal was ganz anderes.

? jan-kath ? com ?

Eine doppelseitige Anzeige im ZEIT-Magazin heute. Erst einmal die Frage: Worum geht es da überhaupt. Dann: Wer ist das, dieser Jan Kath. Falls das überhaupt ein Name ist. Ist ein Name, eine Person! Also -- woher kommt das Geld für diese Logistik?!

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ZEIT Magazin, S. 52f.

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BIOGRAPHIE

Ihr könnt cool sein, ohne kalte Füße zu haben! Jan Kath eröffnet mit seinen modernen Entwürfen eine völlig neue Sicht auf den Teppich. Ohne Berührungsängste kombiniert der Bochumer klassische Elemente des Orientteppichs mit zeitgenössischem, minimalistischem Design. Er bricht gezielt mit alten Sehgewohnheiten und wirft strenge Gestaltungsregeln über Bord. Eine ganze Generation, die einst Großmutters Perser zusammenrollte und aus den Wohnzimmern verbannte, bringt er so „zurück auf den Teppich".

„In klinisch durchgestylten Wohnungen mit Hochglanz polierten Betonböden fühlt sich niemand wohl", erklärt Kath. „Unsere Teppiche sind ein organisches i-Tüpfelchen, Wohlfühlinseln, die im coolen Enterieur heilsam wirken, ohne den Style zu zerstören."

Jan Kath, der heute zu den international bedeutendsten Teppich-Designern gehört, ist Autodidakt. Die Matrix für seine innovativen Entwürfe bildet eine tiefe emotional verwurzelte Beziehung zum Teppich: Jan Kath stammt in dritter Generation aus einer Teppich-Händler-Familie mit Dependancen im Ruhrgebiet und in Berlin. Schon als kleiner Junge besuchte er mit seinem Vater Manufakturen in Iran und Nepal. Diese Erfahrungen schärften sein Auge und weckten das Grundverständnis für Farbkombinationen und Proportionen.

Dennoch wollte Jan Kath nie in die Fußstapfen der Eltern treten, das Geschäft nicht weiterführen. Um seinen eigenen Weg zu finden, reiste er mit 20 Jahren durch Asien und den Orient und landete während seines Roadtrips mehr oder weniger zufällig in Nepal. Dort baten ihn Freunde der Familie, als Qualitätskontrolleur in ihrer Teppichproduktion einzuspringen. Die „Verbindung zum Thema Teppich" war wieder hergestellt. Später übernahm Jan Kath die Fertigung, begann eigene Designs zu produzieren.

Inspiriert von zahlreichen Reisen durch pulsierende Metropolen wie Paris, Istanbul, New York und Tokio, Beirut, Sydney und nicht zuletzt durch seine Heimat, das Ruhrgebiet, mit seiner archaischen Industriekultur, entwickelte Jan Kath schnell seine individuelle Handschrift. Während in seinen Kreationen der Reiz des Fehlerhaften, der Erosion und der Verwandlung eine zentrale Rolle spielt, ist Kath in Sachen Qualität „kompromisslos konservativ".

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Warum fallen mir diese beiden Lesefrüchtchen ein, wenn ich diese Riesen-Anzeige sehe?

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ZEIT, Titelseite heute: 

Die erste Lehre aus den Ereignissen von Paris ist deshalb diese: Eine ökologische Politik kann nur gelingen, wenn sie die soziale Unwucht austariert, die der Schutz der Umwelt nach der Methode Macron erzeugt. Konkret: wenn seine Ökosteuer zum Beispiel um einen Ökobonus ergänzt würde. Die Einnahmen würden den Bürgern in voller Höhe wieder gutgeschrieben, aber als eine von der Fahrleistung unabhängige Kopfpauschale, deren Höhe sich am Einkommen bemisst. Ergebnis: Wer viel fährt (oder verdient), der zahlt drauf. Wer wenig fährt (oder verdient), der steht unter dem Strich vielleicht sogar besser da als vorher. (zeit.de)

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"Crazy Rich". Der wichtigste Film, von dem Sie noch nie gehört haben "Crazy. || Rich" ist der erste Hollywoodfilm seit Langem, der ohne Weiße auskommt. In den USA ist er ein Riesenerfolg, in Deutschland allerdings kaum zu sehen. Eine Rezension von Khuê Phạm 27. August 2018 | 275 Kommentare | Seit Donnerstag läuft in deutschen Kinos ein Film, der auf einem internationalen Bestseller basiert, eine neue Debatte über Vielfalt in Hollywood ausgelöst hat und in den USA überraschend auf Platz eins der Filmcharts gelandet ist. Wahrscheinlich haben Sie von Crazy Rich Asians aber noch gar nichts mitbekommen. In Deutschland wird die romantische Komödie, die ausschließlich mit asiatisch-stämmigen Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt ist, wie ein Geheimtipp gehandelt. Die Autorin dieser Zeilen sah ihn zusammen mit kaum mehr als 30 weiteren Zuschauern im winzigen Saal 12 des CinemaXx am Potsdamer Platz in Berlin. Es war das, was man wohl eine intime Vorstellung nennt. Deutsche, Asiaten und Deutsch-Asiaten saßen in den Reihen. Der Film handelt von der New Yorker Ökonomieprofessorin Rachel Chu (Constance Wu), die ihren Freund Nick Young (Henry Golding) in seine Heimat Singapur begleitet und dort seine Familie kennenlernt. Die ist so reich, dass sie ihr 200-Millionen-Dollar-Anwesen auf Google Maps verbergen kann. Wie sich herausstellt, ist Nick eine Art asiatischer Prinz Harry. In den Augen dieser Familie ist Rachel nichts weiter als eine dahergelaufene Amerikanerin, die zwar eine chinesische Mutter hat, aber weder von Tradition noch Klasse etwas versteht. So weit, so Cinderella. Aber da ist noch etwas. Ein Kulturschock, der den Begriff Kulturschock neu definiert. (zeit.de)

Mittwoch, 5. Dezember 2018

"Head Full of Honey"

Vor kurzem habe ich hier einen möglichen Romananfang eingerückt, in dem es unter anderem um die Nicht-Hochschätzung von Til Schweiger durch einen der Protagonisten ging.

Heute eine Meldung in der Süddeutschen:

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Bernd Graff: Til Schweiger im Suppenmixer || Til Schweiger, der Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent, hatte 2014 einen sehr erfolgreichen Film in die deutschen Kinos gebracht: "Honig im Kopf", eine Tragikkomödie um einen Alzheimerkranken mit Dieter Hallervorden in der Hauptrolle. Mehr als sieben Millionen Zuschauer sahen ihn hierzulande. Grund genug, davon ein englischsprachiges Remake für die US-Kinos zu machen. So geschah es. Schweiger konnte mit Nick Nolte, Matt Dillon und Emily Mortimer namhafte Größen des Hollywoodkinos verpflichten, bei "Head Full of Honey" mitzuwirken. In Deutschland startet der Film erst im März, angloamerikanische Kritiker haben den Film bereits gesehen. Hier sind Auszüge aus ihren Rezensionen. 

Observer: "So lustig wie eine Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Til Schweiger sagt, um mit dieser verzehrenden Krankheit umgehen zu können, brauche es Fürsorge, Mut und die Liebe einer Familie. (Doch) ein über zweistündiger Film darüber, wie herzerwärmend Alzheimer sein kann, ist mehr, als ein irregeleiteter Filmemacher seinem geduldigsten Zuschauer abverlangen darf. Es gibt keinen überzeugenden Moment in diesem Fiasko. Am Ende hat die Hauptfigur ihren Verstand völlig verloren, es ist möglich, dass die Zuschauer dasselbe für sich empfinden." 

New York Times: "Das Thema Alzheimer bekommt eine zerzauste und teilweise anstößige Behandlung in diesem desaströsen Film. Allem Anschein nach, jedenfalls wenn man der bizarren Handlung und den schrillen Performances folgt, ist der Film in einem Suppenmixer zusammengerührt worden. Aber das sind nur seine geringsten Verbrechen." (sueddeutsche.de - Ev. nur Abo)

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Es folgen noch einige Kritiken, Richtung: wie die oben angeführten.

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Inzucht im Filmgeschäft allenthalben (Till Eul... -- nein, Til Schweiger forever! Ein Humor, der dem Rest der Welt fremd bleibt.) -- Meine These, am 09.10.2015!

Trịnh Xuân Thanh

Notizbuch

Meldungen, die langsam im Nebel verschwindende Angelegenheit behandelt.  Hier eine dieser Angelegenheiten.

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Urteil in Vietnam | Erneut lebenslang für Thanh || 05.02.2018 || Die Todesstrafe konnte verhindert werden - ein zweites Mal lebenslange Haft nicht. Der mutmaßlich in Berlin entführte Vietnamese Thanh wurde erneut wegen Korruption verurteilt. Er beteuert seine Unschuld. || Von Lena Bodewein, ARD Studio Singapur


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Fall Trinh Xuan Thanh. Slowakei leitet Ermittlungen zu entführtem Vietnamesen ein || Im Juli 2017 wird ein Vietnamese in Berlin entführt. Ermittler vermuten, dass er mit einer slowakischen Regierungsmaschine in seine Heimat gebracht wurde. Das Land bestreitet das - nun ermitteln die Behörden. Dienstag, 02.10.2018 | Trinh Xuan Thanh wurde im Juli 2017 auf offener Straße in ein Auto gezerrt. Später tauchte der vietnamesische Geschäftsmann wieder in seinem Heimatland auf, wo er zu Gefängnisstrafen verurteilt wurde. Der Fall sorgte für Aufsehen - denn es besteht der Verdacht, dass der Vietnamese mit einer slowakischen Regierungsmaschine nach Vietnam gebracht worden sein könnte. (spiegel.de)

Dienstag, 4. Dezember 2018

Emile Ratelband (69 / 49)

Notizbuch

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Den Haag (Niederlande) – Emile Ratelband (69) fühlt sich jünger als er ist – viel jünger. Und das sollte bitteschön auch genau so in seinem Ausweis stehen. Das ungewöhnliche Anliegen des Niederländers wurde jetzt per Gerichtsurteil abgeschmettert.

Ratelband wurde am 11. März 1949 geboren. Vor Gericht wollte er durchsetzen, dass dort künftig der 11. März 1969 als Geburtsdatum eingetragen steht. Seine Begründung: Er fühle sich wegen seines fortgeschrittenen Alters diskriminiert. (bild.de)

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Romananfänge: Ändere ALLES

Johannes Wieland war nach außen hin ein gewöhnlicher Mann, der litt und wartete. Er wartete auf den Geist, den Tag, die Stunde, an dem er sich veränderte. Er war wie eine Frucht, die wartet, dass sie von Gott gepflückt wird. An jedem Morgen, an dem er erwachte, prüfte er sich: War das der Tag der Veränderung?

An dem einzigen Tag, an dem Johannes Wieland am Morgen vergaß zu warten, veränderte sich auf einmal alles in seinem Leben.

Montag, 3. Dezember 2018

Andre Agassi: Kuschelfoto

Die Witzischkeit der BUNTEN!

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Andre Agassi: Kuschelfoto aufgetaucht! Aber in seinen Armen liegt nicht Ehefrau Steffi -- 27. November 2018-- Tennis-Star Andre Agassi macht es sich auf dem Sofa gemütlich. Doch von Ehefrau Steffi Graf ist nichts zu sehen, er wärmt sich lieber an jemand ganz anderem ... (bunte.de)

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Und dann ist da ein wahrhaft riesiger schwarzer Hund auf dem Sofa!

Peterson: Clean your room!



Räum erst einmal dein Zimmer auf, ehe du die Welt kritisierst. Jordan Peterson.

Jordan Peterson

Notizbuch

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Durch den SPIEGEL-Artikel vom Samstag den kanadischen Psychologie-Professor Jordan Peterson entdeckt. Über Peterson weiter gelesen. Erstaunliches tritt zutage ...

Peterson, zwischen Lebenshilfe-Star und Guru-Philosoph. Doch mir sehr sympathisch. (Was ja was heißen will.)

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Peterson hat eine Autoimmunerkrankung. Sein Leben lang habe er unter Depressionen gelitten, unter Angstzuständen, volatilen Launen, Schuppenflechte, Zahnfleischentzündungen, Taubheit in den Beinen, fortwährend schrie sein Körper nach Schlaf. Die Medizin kannte nur dürftige Antworten. Er begann irgendwann, auf Kohlehydrate zu verzichten, bald auf dieses und auf jenes, bis am Ende nur noch Rindfleisch übrig blieb. Nun seien die Symptome verschwunden, sogar die Antidepressiva habe er abgesetzt, wenngleich die volatilen Launen immer noch ein Thema sind.

Jeder, wirklich jeder Ernährungswissenschaftler hält diese Diät für kompletten Irrsinn. Eigentlich müsste Peterson längst unter massiven Mangelerscheinungen leiden. Dafür sieht er ziemlich straff und gesund aus. "Carnivore Diet" nennt sich das, Fleischfresserdiät. Es gibt auch – Vorsicht, Veganer, Makroaggression – fleischfressende Pflanzen, aber meistens sind es Raubtiere, die sich von Fleisch ernähren. Berichtet Peterson anderen von seiner Krankheit und dem Verschwinden ihrer Symptome, bekommt er diesen Blick als Antwort: logisch, Mann, alles klar.

...

Seine Fleischdiät ist genau das: radikaler Individualismus. Im Prinzip ist sie sogar postmodern, es gibt keinen Grund, warum die Diät heilend wirkt, es gibt nur eines: die empfundene Wahrheit eines Individuums. Man könnte Peterson auch einen postmodernen Konservativen nennen. (spiegel.de - Ev. nur für Abonnenten)

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Zur Nationalität und dem "Unfug"

Notizbuch

Sind das denn immer die fremden Kulturen? Ja, natürlich, es gibt die perversen Mordfälle von durchgeknallten Biodeutschen. Alles Aufrechnen fällt ins Wasser der Statistik. Aber Marcel H., Niels Högel -- der seltsamerweise immer mit voll ausgeschriebenem Namen auftaucht* --, Jens Alexander R. aus Münster, usw., es sind einfach andere Kategorien! Welche? Wieso anders? Und in welchem Zahlenverhältnis zu den Migrantentaten? Wer denkt darüber mal in aller Ruhe nach und macht daraus einen Essay, keine wissenschaftliche Untersuchung?

Erstaunlich, dass viele Normalos Gewaltverbrechen jeglicher Art inzwischen wie Autounfälle ansehen, als unvermeidliche Kollateralschäden von liberalem Lebensstil und Zeitgeist, um dann zur Tagesordnung überzugehen. Wer das nicht tut, gilt als uncool und latent fascho. Schwer einzuordnen das alles.

* Dazu gibt es dann aber eine passende Wikipedia-Diskussion!

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Das ZDF versucht wieder mal, die Sache politisch korrekt einzuwickeln und -- wird direkt vorgeführt. Diese Möglichkeiten der Gegen-Medien heute!




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BILD -- aber auch andere Zeitungen -- bringen die Sache dann aber doch auf den Punkt.

VERMISSTE 17-JÄHRIGE TOT IN UNTERKUNFT FÜR FLÜCHTLINGE GEFUNDEN Verdächtiger (19) festgenommen. Spaziergänger fanden Kleidung des Opfer an einem See 17-jährige. Vermisste tot in Flüchtlingsheim aufgefunden. M. JÜNGLING, D. SOIBEL UND CH. WITTE 03.12.2018 Uhr. Sankt Augustin (NRW) – Tragisches Ende eines Vermisstenfalls in Nordrhein-Westfalen. Eine 17-Jährige ist am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr tot in einer kommunalen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose der Stadt Sankt Augustin, circa neun Kilometer nordöstlich von Bonn, gefunden worden. Bestatter transportieren die Leiche der 17-Jährigen ab Bestatter transportieren die Leiche der 17-Jährigen ab Foto: Federico Gambarini / dpa Der Verdacht der Polizei: Die Jugendliche wurde möglicherweise ermordet. Eine Mordkommission ermittelt, und auch ein Tatverdächtiger wurde schon festgenommen. Die Polizei schließt eine Beziehungstat nicht aus. Zur Nationalität der jungen Frau liegen noch keine Informationen vor. -- Am Morgen nach dem Leichenfund ist es ruhig an der Unterkunft Auf die Spur des festgenommenen Tatverdächtigen seien die Ermittler über soziale Netzwerke und über verschickte Kurznachrichten gekommen. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen gebürtigen Kenianer (19), der laut Polizei einen deutschen und einen kenianischen Pass haben soll. Er lebt in der Unterkunft in einem Zimmer als Wohnungssuchender, wartete auf eine Wohnung, die ihm zugewiesen werden soll. (bild.de)

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Andererseits und da dazu ...

Baerbock erzählt, dass sie vor lauter Sachzwängen Angst hat, das eigene Leben zu verpassen: Wie oft macht man eigentlich das, was einem richtig Spaß macht? Zwischendurch wird Holz gehackt, Bizepse werden befühlt, Tim Wiese weiß nicht, wer Markus Söder ist und erzählt, dass er "Schiss" vor Terroranschlägen hat, vor Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen, "um hier Unfug zu machen".(spiegel.de)

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Ob der SPD...

... solche Meldungen wirklich helfen?

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VT: Ebola

Notizbuch

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Für die Ebola-Epidemie in Westafrika gab es nach Überzeugung von Wissenschaftlern nur einen einzigen Ursprungsort: Im Dschungeldorf Meliandou in Guinea sei das Virus von Flughunden auf ein Kind übertragen worden. Die grassierenden Verschwörungstheorien um den bislang schlimmsten Ebola-Ausbruch der Geschichte kommen allerdings zu einem anderen Schluss als die Forscher. Für sie kommt der Virus aus vielen Orten der Welt. | In Tweets, Onlineforen und ominösen Zeitungsartikeln verbreiten sich die Theorien über das Internet noch viel schneller als das Virus unter den Menschen in Westafrika. | „Ich weiß nicht … Aber ich denke, diese Ebola-Epidemie ist eine Form der Bevölkerungskontrolle“, twitterte der amerikanische Hip-Hop-Star Chris Brown an seine weltweite Gefolgschaft. (welt.de)

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Nadia Pantel


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Saudumme Frage am Morgen: Ist Nadia Pantel die uneheliche Tochter von Heribert Prantl? Weil - - sie schreibt auch so schöne Kommentare in der SZ. Und dann natürlich die SZ und -- diese Namensähnlichkeit

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17. August 2018

SZ-Werkstatt

Wunderbar französisch

Seit März dieses Jahres berichtet Nadia Pantel als Korrespondentin für die SZ aus Paris.

Von Nadia Pantel

Als ich den Winter über auf meinen Umzug nach Paris wartete, erzählte ich allen Freunden, wie toll es sei, dass ich genau zum Frühlingsanfang in Frankreich ankommen würde. Ich beginne ein neues Leben, und alle Bäume und Blumen machen mit. Mein erster Arbeitstag als Frankreichkorrespondentin war der 7. März, und ich trug Mütze, Schal, meinen dicksten Mantel. Es schneite. So etwas haben wir noch nie erlebt, sagten die neuen Nachbarn, und die Touristen vorm Louvre fanden genug Schnee, um einander zu bewerfen. Unsere Vermieterin hatte damit angegeben, dass das Wohnzimmerfenster ein Original aus dem frühen 19. Jahrhundert sei. Wir merkten an den drei Pullovern, die wir in der Wohnung trugen, dass sie recht hatte.
Im Nachhinein betrachtet, passte das verschneit-verwandelte Paris sehr gut zu diesen ersten Wochen, in denen wir zwar wussten, dass wir hier irgendwann zu Hause sein würden, aber uns nur fühlten wie Gäste mit viel zu viel Gepäck. Unwirkliches Wetter für eine unwirkliche Situation. Jetzt habe ich meine erste Streikwelle, Emmanuel Macrons ersten Skandal, den vierten Klempnerbesuch und eine WM-Siegesfeier hinter mir. Einmal ist es mir sogar gelungen, das Wachpersonal des Élysée-Palastes in der Hauptstadt davon zu überzeugen, dass ich mein Fahrrad im präsidialen Innenhof abschließen darf. Das fühlte sich wunderbar französisch an (in formvollendeter Höflichkeit eine Regel umgehen) und sehr deutsch (ich trug Helm). Es hat sich genug Routine eingestellt, um langsam nicht mehr nervös mit dem Augenlid zu zucken, wenn ich mich als Frankreichkorrespondent vorstelle. 
Gleichzeitig merke ich, dass die eigentliche Arbeit gerade erst beginnt. Jetzt, wo ich genug erlebt habe, um zu sehen, was ich alles noch nicht begreife.

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Schön! Einfach schön. Oder. Vor allem das mit dem Fenster. 

"Nanu denk’ ick..."

Mitten in der Nacht musste ich plötzlich an diese erhabenen Verse denken. Das Internet liefert etwas Kontext.

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Dieses Buch bietet viele schöne Überraschungen. Eine davon findet sich auf Seite 192, nämlich das Berliner „Nationalgedicht“ schlechthin, und zwar im Original:

Ick sitze da un esse Klops.
Uff eemal klopp’s.
Ick kieke, staune, wundre mir,
Uff eemal jeht se uff, de Tür.
Nanu denk’ ick, ick denk’ nanu,
Jetzt is se uff, erscht war se zu?
Un ick jeh raus un blicke
Un wer steht draußen? – Icke!

Verblüfft entdeckt man, dass die Verse, die direkt aus dem Volksmund zu kommen scheinen, tatsächlich einen Verfasser haben: Jean de Bourgeois. Es ist das Pseudonym eines Autors, der offenbar aus dem Kreis des Kunstkritikers und Schriftsteller Carl Einstein stammt.

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Und wie bin ich dann darauf gekommen?

https://youtu.be/pBFzIZGeqWg

"Tröpje..."

Sonntag, 2. Dezember 2018

Der deutsche Ton

Notizbuch

Da da unten, das von Chrisberg, ist typisch deutsch-bösartig, fies entsprechend dem Geist der Gegenwart sozusagen. Aber von den normalen Bösartigkeiten hebt es sich doch durch eine erstaunliche Witzigkeit ab, die -- noch einmal erstaunlich -- auf einen schlichten Tippfehler eingeht und diesen polemisch verwandelt.

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chrisberg

Vielleicht sollte ihr geliebter Führer, der rechtsradikale „Bernd“ Höcke, mal was von dem „Diktapren“ nehmen?

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Bezugnahme auf

michael.krispin
soll sie doch am Besten gleich dableiben

Suedamerika hat eine grosse Tradition mit der Aufnahme von Ex-Politikern, Diktatpren etc.
Da kann sie vielleicht noch was lernen und wenn die Leute sie dort feiern macht es ihr doch auch doppelt Spass, gegenueber einem gestellten Besuch in Chemnitz allemal. (spiegel.de)

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Sex im Alter

Notizbuch

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In fünfter Ehe war Hans Gustl Kernmayr mit der Schriftstellerin Marie Louise Fischer, mit der er eine Tochter hatte, verheiratet; einige seiner Werke hat er wohl gemeinschaftlich mit ihr (unter den Pseudonymen A. G. Miller und Katja Holm) geschrieben, wobei auch einige ihrer Schöpfungen zunächst unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Im Alter von 68 Jahren wurde Hans Gustl Kernmayr nochmals Vater. Mutter seines außerehelichen Sohnes, der von Marie Louise Fischer adoptiert wurde, war die junge Sekretärin des Schriftstellerehepaares. (Wikipedia)

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Und dann entdecke ich noch die Sache mit den beiden Frauen Schillers wieder!

Gendergerechte Sprache

Notizbuch

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"Gendergerechte Sprache", teilt der Schriftsteller Heinz Strunk mit, "ist eine besonders elende, öde, schlimme, überflüssige Abwegigkeit. Welche bescheuerten Trottel haben sich das eigentlich ausgedacht. Und niemand widerspricht, alle kuschen vor diesem Schwachsinn." Hossa, was für ein Rant! "Es mag als ungerecht empfunden werden", fährt Strunk fort, "dass die männliche die weibliche Form mit einschließt, aber diese Verhunzung der Sprache bin ich beim besten Willen nicht bereit hinzunehmen. Wenn man etwas für die Frauen tun will: Es gibt genug sinnvolle Möglichkeiten."

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Mutig, mutig! Was sagt die Öffentlichkeit dazu? 

Samstag, 1. Dezember 2018

SPIEGEL-Auflage

Weithin offenbar unbeachtet die Frage: Ist der SPIEGEL die SPD unter den Zeitungen?

https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Der_Spiegel#Dramatischer_Rückgang_der_Verkaufszahlen

Ikea-Sofa "Bielefeld"

Wikipedia heute, Eingangsseite

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Am 1. April 2016 kündigte IKEA an, den Sofaklassiker Klippan in Bielefeld umzubenennen.

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"Victoria Geheimnis"



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https://www.soolide.com/de/2446

Es ist im Jahr 2017, dass sie ihre Homosexualität endlich annimmt, indem sie Millionen von Zuschauern während einer amerikanischen Show, die sie präsentierte, zeigt, dass sie Frauen bevorzugt! Sie geht jetzt mit einem Model aus Victoria Geheimnis, Stella Maxwell, mit dem sie die perfekte Liebe dreht.

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Freitag, 30. November 2018

Beate Sander, Aktionärin

Süddeutsche, heute (Abo)

Beate Sander begann mit 59 Jahren in Aktien zu investieren. Jetzt ist sie 80 und Millionärin. Die ehemalige Realschullehrerin erklärt, wie sie beim Anlegen von Wertpapieren vorgeht. Interview von Ekaterina Kel und Thomas Öchsner Filterkaffee, eine üppige Brotzeit mit Schinken, Essiggurken und Käse, historische Aktienpapiere hinter Glas. Beate Sander bietet Äpfel aus ihrem Garten an. Um ihren Hals hängt der Haustürschlüssel, falls die Tür aus Versehen zuschlägt. Die 80-Jährige ist fünffache Oma, ehemalige Tischtennis-Spitzenspielerin, pensionierte Realschullehrerin - und Aktien-Millionärin. Mehr als 50 Ratgeber hat sie verfasst, darunter den "Börsenführerschein". Sander redet drauflos, noch bevor die erste Frage gestellt ist.

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Kann man, wenn man eine auskömmliche Rente hat, nicht über 20 Jahre was Sinnvolleres tun, als 1 Mio. zusammenzukratzen?

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Und wenn die Deutschen mal keine Angsthasen sind, dann kaufen sie Telekom-Aktien. 

Knut Hacker



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Knut Hacker 20.07.2009

Das Beste ist es, überhaupt nicht geboren zu werden. Das weitaus Zweitbeste ist es, möglichst bald zu sterben.

Seilenós, Theognis, Bakchylides, Kohelet, Kritias, Empedokles, Sophokles: "Ödipus auf Kolonós" , Euripides, Epikur, Äschylos, Herodot, Platon: "Phaedon", Homer: Ilias, Plinius, Shakespeare, Byron, Jonathan Swift, Büchner: Danton, Montesquieu, Schopenhauer, Nietzsche, Kierkegaard, Karl Valentin usw.

Die genauen Fundstellen und Wortlaute kann ich gerne nachliefern).

(zitate-online.de)

"Das weitaus Zweitbeste ..." Was soll denn das wohl heißen?!


Islam, keimfrei?

Sehr schräges Bild! Was ist die bessere Alternative? Ein verkeimter Islam, der anfängt zu schimmeln? 

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Initiative Säkularer Islam. Der Wunsch nach einem keimfreien Islam || Eine neue Initiative will bei der Deutschen Islam Konferenz einen säkularen Islam vorantreiben. Ihr Religionsverständnis ist allerdings verkürzt und keineswegs neutral.
Ein Gastbeitrag von Schirin Amir-Moazami

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Anke Stelling

Eine Besprechung* in der SZ (heute S. 17) macht eine Schriftstellerin! 

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Und wenn dann noch ein Longlist-Platz dazukommt, ja dann ist alles großartig. Jetzt fehlen nur noch 20tsd. LeserInnen. Ob der Inhalt diese Zahl herbeizwingt?

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* Schäfchen im Trockenen. Verbrecher Verlag. 22 €. 

Donnerstag, 29. November 2018

Kommentarseiten

Wo steht das? Wer sagt sowas?

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Tatsächlich werden Wahlen nicht auf den Kommentarseiten der "Süddeutschen" gewonnen, in der "Zeit" oder im SPIEGEL. Wäre es anders, hätte Helmut Kohl nie Bundeskanzler werden dürfen. Es kann für einen christdemokratischen Kandidaten sogar von Vorteil sein, wenn ihn die linksliberalen Medien mehrheitlich ablehnen. Die einzige Partei, die das verstanden hat, ist die CSU. Deshalb hat sie, trotz schwerer Blessuren, im Oktober immer noch ein Ergebnis eingefahren, von dem sie außerhalb Bayerns nur träumen können.


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Es steckt eine Unheimlichkeit dahinter, dass die Menschen aus dem Nichts, aus dem Nicht-Geboren-Sein herkommen und dass sie im Nichts, im Tode enden. In der Zwischenzeit können sie, von ihren Philosophen geleitet, darüber nachdenken, wie sich das vorgeburtliche Nichts zum endgültigen verhält. Besagte Unheimlichkeit reicht für ein Lebensgefühl. Aber es schießt auch übers Ziel (was immer auch das Ziel sein mag) hinaus - es mag zwar weise sein, dem Nicht-Sein den Vorzug zu geben, es ist aber seltsam unpraktikabel, weshalb Alfred Polgar die Maxime intelligent verblödelt hat: Nicht geboren werden ist das Beste, sagt der Weise. Aber wer hat schon das Glück? Wem passiert das schon? Unter Hunderttausenden kaum einem.

Herkunft mutmaßlicher Täter

Gefunden auf der WDR-Seite.

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Wann wir die Herkunft mutmaßlicher Täter nennen

Wann sollte die Herkunft von Kriminellen oder Tatverdächtigen genannt werden* - und wann nicht? Die Entscheidung fällt Journalisten oft schwer, eine eindeutige Ja- oder Nein-Antwort gibt es meistens nicht. Auch wir im WDR haben keine einfache Regelung gefunden, die für alle Fälle gilt. Stattdessen ist es uns wichtig, jeden Einzelfall sorgfältig abzuwägen und diesen Abwägungsprozess für Sie transparent und nachvollziehbar zu machen. Wir veröffentlichen die Prüfkriterien hier, damit Sie, das Publikum, unsere Entscheidungen besser nachvollziehen können.

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* Einfache Antwort: Immer! 

Soziale Spannungen...

..., sie deuten sich an.

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"Wie kann es sein dass eine Familie 3000 Euro netto durch Sozialleistungen bekommt und trotzdem keine Miete, Kindergarten und ähnliches selbst zahlen muss? So manche deutsche Familien müssen mit 2000 Euro netto alles selbst bezahlen. Miete, Versicherungen, Kindergaren bzw. Schulausststtung. Da braucht man nicht wundern wenn Hass entsteht." (stern.de)

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Amazon-Preise?

Ist das nun ein Betrugsversuch oder schlichtweg Schlamperei? Diese CDs kosten gleich daneben 18 Euro...

Ich hatte da doch auch das T-Shirt mit "Error", das nach wie vor zu diesem Preis angeboten wird und auch mit diesem Preis in der Online-Werbung auftaucht.

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Mord im Spiegel von Christie. Agatha (2007) Audio CD | Format: Audio-CD | Preis: EUR 395,90 + EUR 3,00 Versandkosten | Alle Preisangaben inkl. deutscher USt. Weitere Informationen. | Hinweis: Keine Versandvorteile für Prime-Mitglieder. Nur noch 3 auf Lager

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"Koch tötet Kunden..."

Manchmal öden sie mich nur noch an, gewisse Medien. Vor allem, wenn sie das Folgende unter Popkultur verbuchen. Nun ja, diese Seite ist vielleicht extrem, aber es gibt natürlich andere, ähnliche.

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Koch tötet Kunden und serviert ihn Vegetariern zum Essen. 1 Nov., 18:00. -- Laura Wolfert. HipHop. Popkultur. (noizz.de)

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