Montag, 28. Februar 2022

"Eine Welt ohne Plastikmüll"

 Was ich hier nicht alles aufbewahre, weil der SPIEGEL es nicht bringt!

--

Uno-Umweltversammlung in Nairobi. Eine Welt ohne Plastikmüll – wer macht mit? Sind Einwegverpackungen bald Geschichte? Die Uno-Umweltversammlung will Plastikmüll den Kampf ansagen und verhandelt seit Tagen über ein internationales Abkommen. Heraus kam bislang ein Deal mit einigen Hintertüren. Von Heiner Hoffmann, Nairobi 28.02.2022 (spiegel.de)

--

Ach Kinnersch! Erst muss mal festgestellt werden, dass Plastikverpackungen große Vorteile haben, sonst wären sie ja auch nicht so verbreitet. Dann muss ein Forschungsprogramm her, bestehend aus zwei Komponenten: a) Ein Ersatzstoff muss her, der am Anfang die Vorteile von Plastik hat und sich dann ökologisch verträglich abbaut. b) Ein Bakterium muss gefunden werden, dass das Plastik in den Meeren "frisst" und in ein biologisch unschädliches Produkt umwandelt. Forschungen anstoßen, finanzieren!

Und dann: Ehrlichkeit! Unser "gelber Sack" wird einigermaßen korrekt entsorgt. Das Problem sind - ja, verflixt nochmal - die Länder ohne funktionierende Müllabfuhr, in denen das Plastikzeug einfach in die Flüsse und ins Meer gekippt wird. Man muss doch die Dinge beim Namen nennen können, auch wenn dann die sogenannte Dritte Welt, undiszipliniert, wie sie nun mal ist, dumm dasteht.

--

Putin und die Demokratie - Bearbeitung dann morgen

 Ihr Moderations-Team


vor 16 Minuten

Ich komme immer wieder auf die gleiche Frage zurück (auf die ich nirgendwo eine Antwort finde): Mal angenommen, die Russen könnten in freier und geheimer Abstimmung / Befragung sagen, was sie von Putin und seiner Politik halten -- was käme bei dieser Abstimmung wohl heraus?

Anders gesehen: Wie wahrscheinlich ist es, dass Putin gestürzt und ein demokratisches System, mit freien Wahlen, echter Opposition usw., in Russland etabliert wird. Es kann doch deine endgültige Antwort sein, dass Russland nach 1989 ins 19. Jahrhundert zurückgestürzt ist.

2

--

vor 14 Minuten

Ich denke, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass Putin gestürzt wird. Die Russen haben kaum Erfahrungen mit Demokratie - oder wann gab es die in diesem Land wirklich einmal?

3

3

--

vor 9 Minuten

Bearbeiten

Nun ja, ich weiß: Die Lage war eine vollkommen andere, aber: Die Deutschen hatten auch keinerlei Erfahrungen mit wirklicher Demokratie. (Die Weimarer Republik können wir, glaube ich, getrost ausklammern.) Also -- denkende Menschen müssen doch sehen, dass es Stufen gibt. Auch "unsere Demokratie" ist sicherlich noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber was echte Meinungsfreiheit und echte Opposition angeht, das begreifen doch auch die Russen. Oder nicht?

--

vor 6 Minuten

Lesen Sie mal, was Jerofejew über Putin, seine persönliche Geschichte und die Unterstützung von den Russen für ihren Präsidenten schreibt.

Gestern in der F.A.Z. oder auch Berliner Zeitung vom Donnerstag. Sehr interessant, wie ich finde.

--


Putin - Geisteszustand

Ich kopiere einfach mal von der Wikipedia hierher: 

--

Geisteszustand

Ich weiß natürlich, dass das ein so vages wie gefährliches Thema ist. Dennoch kommt es mir so vor, als ob die Forschung die Frage nach der geistigen Gesundheit politischer Führer auf eine seltsam devote Weise ausklammert: "Wer Politiker ist, ist vielleicht ein Diktator, ein Verbrecher, aber er ist nicht geisteskrank!" Hier also einmal die Frage: Gibt es wirklich keinerlei Forschungen / Untersuchungen, die der Frage nachgehen, ob Politiker wie Putin an einer spezifischen, politisch eingefärbten und getarnten Geisteskrankheit leiden?

--

Samstag, 26. Februar 2022

SPIEGEL – Berechnungen

Hier werden Vergleiche gezogen, die nicht hinken, sondern einbeinig sind.

Israel ist eine hoch gerüstete Regionalmacht, berechenbar, sich selbst im Zweifelsfall mit allen Mitteln schützend. 

Russland ist eine Großmacht, in Person von Putin unberechenbar und bei Ausweitung des Konflikts droht ein Atomkrieg. Im zweiten Fall soll man nicht klug herum reden und Kräftspielchen durchspielen, sondern überlegen, wie trotz allem ein Gespräch mit Russland zustande kommen kann. Der andere Weg wäre mindestens die Zerstörung Europas. 

Schlussbemerkung: Was mir immer noch fehlt, ist eine Einschätzung der internen Kräfteverhältnisse in Russland. Am Ende immer die Frage: Besteht eine reale Chance, Putin zu stürzen, auch wenn Nawalny im Gefängnis sitzt. Oder stehen zwei Drittel der Russen bedingungslos hinter Putin?

-- 

Russland ist eine Militärmacht mit Atombomben, aber ein ökonomischer Zwerg, und erfüllt damit die Kriterien für eine Großmacht nicht. Ein Wettrüsten könnte es sich nicht leisten und wäre dabei noch schneller abgeschlagen als seinerzeit die Sowjetunion. 

--

a) Ich glaube, dass die Russen immer noch -- im Zweifelsfall: verordnet -- leidensfähiger sind als "der Westen".  Es wird ihnen unter Putin auch nichts anderes übrigbleiben. b) Wie sehr wir, der Westen, unter den Auswirkungen der eigenen und der russischen Sanktionen zu leiden bereit sind, wird sich noch weisen müssen. Die Corona-Wimmerer werden, glaube ich, schnell umschulen. c) Bei sämtlichen Kräftespielen sehe ich immer noch die Gefahr der Eskalation. Ein Putin mit dem Rücken zur Wand, was wird er tun? Klein beigeben? Wirklich?

Freitag, 25. Februar 2022

Der SPIEGEL schließt seit ein paar Tagen ...

 

... auffallend schnell seine Kommentarfunktion. Das Letzte konnte ich schon nicht mehr sagen.

--


--

Überall beim SPIEGEL nur Leser-Generäle, die schwadronieren. Die einfachen Soldaten auf beiden Seiten sitzen in der Hölle. Wie immer in solchen Kriegen.

"Die Bundeswehr, so mobil wie eine Wanderdüne"

 Hier mal wieder geparkt:

--

Mich wundert eins um andere Mal, was für Gedankenspiele hier im SPIEGEL und auch andernorts angestellt werden. Aus der Lust am schlichten Denken und Argumentieren, als wäre man bei einer Schachpartie.

Dabei gilt doch: Wenn es soweit kommt, dass die Bundeswehr im Konflikt mit Russland auch nur drei Tage lang direkt in Kampfhandlungen verwickelt wird, dann kommt es überhaupt nicht mehr darauf an, wie gut die Bundeswehr ausgerüstet ist. Denn dann ist kein Halten mehr, und es fliegt ohnehin Europa und anschließend die Welt in die Luft. 

Um das zu verstehen, muss man sich nur die Kriege des vergangenen Jahrhunderts anschauen. Gab es da einen einzigen, der angefangen wurde und dann durch diplomatische Bemühungen noch gestoppt worden ist?! Es ging immer to the bitter end. (Selbst wenn, spät, wie in Korea, eine Linie gezogen worden ist.) Und was das mit dem bitteren Ende in Zeiten des atomaren Overkill heißt, kann sich doch jeder ausmalen.

--

Die fatalen Irrtümer der deutschen Russlandpolitik. Die Bundeswehr, so mobil wie eine Wanderdüne. Deutschland steht vor den Trümmern seiner Ostdiplomatie. Vor allem die Bundeswehr steht nach Jahrzehnten der Abrüstung blank da. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Was hat die Truppe zu bieten, was muss sie erst wieder lernen? Von Melanie Amann, Markus Becker, Matthias Gebauer, Kevin Hagen, Konstantin von Hammerstein, Christoph Hickmann, Martin Knobbe, Veit Medick, Ralf Neukirch, Fidelius Schmid, Christoph Schult, Christian Teevs und Gerald Traufetter 25.02.2022, 10.11 Uhr (spiegel.de)

Donnerstag, 24. Februar 2022

"Wie wird man Millionär?"

 Eine Anzeige bei SPIEGEL-Online:



Woran erinnert mich das? 

"Wie wird man Millionär?" -- "Indem man Milliardär ist und eine Airline kauft!" 

(Da einen schönen Artikel aus dem Jahr 2004 gefunden. Der Spruch hat allerdings viele Väter.)

Jetzt also neu: 

"Wie wird man Millionär?" -- "Indem man Milliardär ist und in NFT investiert!"

Die SPIEGEL-Software

"Ich merke nur mal an, zu später Stunde: Meine entscheidenden Antworten sind von SPIEGEL-Online rausgekürzt worden. Das ist hier eine seltsame Gepflogenheit, gegen die man nichts machen kann. Vernünftig ist die Gepflogenheit der Software - ich gehe davon aus, dass da ein Algorithmus am Werk ist, - jedenfalls in keiner Weise."

Mittwoch, 23. Februar 2022

Der SPIEGEL in 5 Jahren bankrott

Was der SPIEGEL so alles blitzschnell nicht bringt, das ist schon bemerkenswert. Sage ich zu viel, wenn ich voraussage, dass der SPIEGEL in 5 Jahren bankrott sein wird?

--

Die Sache lässt mir einfach keine Ruhe, und ich versuche, die gegenwärtige Zeit zu verstehen. Ach wenn viele, diese Verbindung vielleicht nicht verstehen -- gehen Sie bitte einfach weiter, zum nächsten Thread.

Bei NTV lese ich heute Abend das: 

--

"Weil seine Frau sich von ihm trennt, will er sie bestrafen. Auch den neuen Freund und einen anderen Mann, der seine Ehe zerstört habe, treffen Kugeln aus einer Maschinenpistole. Wegen Dreifachmords muss sich ein Zahnarzt nun in Kiel vor Gericht verantworten."

Ein deutscher Zahnarzt mit einer Uzi! Der drei Menschen erschießt. Aus Eifersucht. -- Wenn die Welt aus den Fugen gerät, zeigt sich das eben nicht nur an Ukraine-Meldungen, sondern auch an so etwas.

Die Deutsch-Noten der SPIEGEL-Leser

Liest hier eigentlich niemand quer, auch mal die Gegenseite? Die vielen Russen, die Putin für die Verkörperung der politischen Rationalität schlechthin halten? Alle befangen in ihrer Blase, die Putin-Verehrer und die Putin-Verteufler. Es mag ja sein, dass Putin der neue Zar ist. Was aber, wenn die Russen sich einen neuen Zaren wünschen?

Summa: Der Hinriss liegt exakt da, wo niemand mehr auch nur versucht, die anderen Sichtweisen zu verstehen.

--

Was wollen Sie eigentlich sagen?

--

Zu hoch für Sie? Klarer geht es doch nicht mehr!

--

Ok, zu hoch für Sie. Ist ja auch in Ordnung.

--

VIELE, VIELE DOWNVOTES

--

Das wird dann vom SPIEGEL nicht mehr gebracht:

Ich habe vor 5 Minuten -- hier nun mal etwas ausführlicher -- das geschrieben: Ich weiß, warum ich nach vielen, vielen Jahren, im Juni mein SPIEGEL-Abo nicht mehr haben werde. Die Leserschaft des SPIEGEL, ausweislich der Kommentare, hat mir einfach zu schlechte Deutsch-Noten. Das färbt natürlich auf die Fähigkeit zu differenziertem Denken ab. Wie sollte es auch anders sein?

--

DANN WEITER

--

Darf ich so kühn wie höflich anfragen -- man muss beim SPIEGEL ja auch mal was wagen: Was hatten Sie für eine Deutschnote im Abitur? In welchem Jahr?

--

So, und nun bin ich gespannt, ob das nach dem Abschicken auch erscheint.

... 

Hier scheint es aber hoch her zu gehen! Ich kann gar nicht mehr abschicken. Die Sache bleibt einfach stehen!

--

Das steht jetzt seit drei Minuten hier und lässt sich nicht abschicken. -- Ach, die Welt ist so kompliziert geworden! Ich versuche es noch einmal, das mit dem Abschicken.

--


Gibt's wirklich jemand mit klarem Verstand, der die Sichtweise Putins verstehen kann? Kaum vorstellbar. Putin annektiert ausländische Gebiete und bricht das Völkerrecht. Wie kann man so etwas verstehen?

1842 verbleibende Zeichen

Sex sells

Oh Gott, wie lang geht das schon mit dem Sex nach 1965? Über allem steht doch immer nur die Überschrift: Sex sells! Da mögen noch so viele progressive Lebensentwürfe vorgeführt werden, Probleme differenziert entwickelt werden. Ich glaube da an gar nichts mehr. "Sex sells, that's the point, darling!"

Freitag, 18. Februar 2022

Impfstoffe in Afrika

Mein erster Gedanke, Vorurteil natürlich: Können die das in Afrika überhaupt, solche Impfstoffe herstellen? Dann, ein wenig weiter, der Gedanke, dass die großen und gesuchten afrikanischen Intellektuellen und Forscher, die ist ja durchaus gibt, nicht an US-amerikanische und europäische Universitäten gehen sollten, um da Heilslehren zu verkünden. Sie sollten in Afrika Mittel gegen Armut und Überbevölkerung entwickeln. Und dann wieder: können die das überhaupt, das mit den Impfstoffen? Ein Kopf mit tausend Vorurteilen, ich weiß.

Donnerstag, 17. Februar 2022

Fatma Aydemir

 Eine Besprechung in der Süddeutschen! Welche Autorin träumt nicht davon.

"Fatma Aydemirs Roman "Dschinns". Verdichtete Trauer 15. Februar 2022 -- In der Hochdruckkammer der Gefühle: Fatma Aydemirs"Dschinns" ist ein Familienroman von außerordentlicher Intensität. Von Meike Fessmann"

Und am Ende bleibt die Frage: Wie viele Exemplare dieses Familienromans werden verkauft, wie viele gelesen? Denn die, von denen die Rede ist, lesen diesen Roman mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Und die anderen, die diese Sphäre nicht kennen? Wollen die das lesen?

Mittwoch, 16. Februar 2022

Liebe Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer!

Wenn Sie gerade Zeit haben -- korrigieren Sie mal diesen Text und vergeben Sie eine Note!

--

Wer ist Paris Hilton wirklich?

Paris Hilton war vielleicht eine der größten Stars des neuen Jahrtausends, obwohl sie nie wirklich irgendetwas tat, was sie hätte berühmt machen können. Sie war eine der ersten Promis, die einfach nur um der Berühmtheit willen berühmt war. Sie war für ihre ausgiebigen Partynächte bekannt, ihre durchgesickerten Sexvideos und für den Satz "that's hot" in ihrer kindlich-affektierten Sprechweise. Ähnlich wie die Kardashians heute, wurde sie von den Medien verpönt und galt als Freiwild für alle Art von Beleidigungen und Verletzungen. Aber ihre Dokumentation aus dem Jahr 2020 mit dem Titel "This Is Paris" zeigte uns die wahre Paris. Die Person, die wir glaubten zu kennen, scheint rein erfunden – teils von den Medien erschaffen, teils von Hilton selbst als Form des Selbstschutzes inszeniert. Die Dokumentation zeichnet das Bild eines geplagten Mädchens, das Traumata erlitt, die sie auf einen einsamen, zurückhaltenden Pfad lenkten. Klicken Sie weiter und entdecken Sie die bislang unbekannte Seite von Paris Hilton.

Paris Hilton war vielleicht eine der größten Stars des neuen Jahrtausends, obwohl sie nie wirklich irgendetwas tat, was sie hätte berühmt machen können. Sie war eine der ersten Promis, die einfach nur um der Berühmtheit willen berühmt war. Sie war für ihre ausgiebigen Partynächte bekannt, ihre durchgesickerten Sexvideos und für den Satz "that's hot" in ihrer kindlich-affektierten Sprechweise. Ähnlich wie die Kardashians heute, wurde sie von den Medien verpönt und galt als Freiwild für alle Art von Beleidigungen und Verletzungen.

Aber ihre Dokumentation aus dem Jahr 2020 mit dem Titel "This Is Paris" zeigte uns die wahre Paris. Die Person, die wir glaubten zu kennen, scheint rein erfunden – teils von den Medien erschaffen, teils von Hilton selbst als Form des Selbstschutzes inszeniert. Die Dokumentation zeichnet das Bild eines geplagten Mädchens, das Traumata erlitt, die sie auf einen einsamen, zurückhaltenden Pfad lenkten. Klicken Sie weiter und entdecken Sie die bislang unbekannte Seite von Paris Hilton. (msn.com)

Dienstag, 15. Februar 2022

Damon Winter

Der SPIEGEL bringt einen Test von Kameras. Meine Anmerkungen:

--

Es geht mir wie anderen hier: Ich war über einen sehr langen Zeitraum SR-Fotograf. Dann habe ich einmal die Auflösung meines -- nicht zu teuren Smartphones mit dem meiner SR verglichen. Und siehe da -- der Unterschied war minimal. 

Im Übrigen sollte jeder, der dies nicht kennt, nach dem Peis schauen, den New-York-Times-Fotograf Damon Winter schon 2011 bekommen hat. Für eine Kriegsreportage mit dem iPhone + Hipstamatic-Bearbeitung.

--

Ein wenig spät. Es wird niemand mehr wahrnehmen. Auch, weil der SPIEGEL die Kommentare vor den Suchmaschinen geheimhält. Keine gute Idee. Aber der SPIEGEL wird seine Gründe haben. Nur -- welche?

Argumentation, wahr und falsch

SPIEGEL-Kommentar in Sachen Atomstrom. Nicht gebracht.

--

Typischer Fall von Denkste! Will sagen: Je nachdem, wie man vom Bauchgefühl her zu Atomenergie steht, werden mal die einen, mal die anderen Gegebenheiten in den Vordergrund gestellt. Und das im Vordergrund, das gibt einem dann recht. Komme mir doch keiner mit richtig und falsch!

--

Zemmour / Wahlkampf in Frankreich:

Mal ganz vorsichtig: Dass Zemmour fremdenfeindlich ist, kann man nicht sagen. Er hat ja selbst einen ziemlich starken Migrationshintergrund. Er ist islamfeindlich und gegen _diese_ Fremden. Und nach all dem, was in Frankreich geschehen ist – ich muss es, denke ich, nicht aufzählen –, kann ich mich eines "klammheimlichen Verstehens" nicht erwehren.

Sonntag, 13. Februar 2022

»Cold Case« in Maastricht. Tanja Groen

Eine Million Euro Belohnung für »Cold Case« in Maastricht. Tanja Groen wäre heute 46 – ihre Eltern wollen endlich wissen, was 1993 passiert ist. Der getötete niederländische Kriminalreporter Peter R. de Vries hat ein Vermächtnis hinterlassen: Seine Stiftung sucht mit einer Rekordbelohnung nach Spuren in dem ungelösten Mordfall – auch in Deutschland. Von Jürgen Dahlkamp und Roman Lehberger 11.02.2022 DER SPIEGEL 7/2022

SPIEGEL, Kommentar nicht gebracht.

--

Mal summarisch: Wir hätten viel weniger AfD und "Rechts", wenn in den normalen Zeitungen ehrlich und sachlich über die durch Zuwanderung importierten Gefahren und Verbrechen berichtet und über mögliche Maßnahmen nachgedacht würde.

--

Samstag, 12. Februar 2022

Meinungsfreiheit

"Also, wenn dieser Spruch schon eine Entschuldigung herbeizwingt, dann weiß ich wieder, woraus Formulierungs-und Meinungsfreiheit in diesen Tagen besteht. Geduldet ist nur, was der Pressesprecher der Grünen absegnet und erlaubt."

SPIEGEL.-Kommentar, nicht gebracht.

"Den Milliardären ist kein Vorwurf zu machen"


Kapitalismus. Den Milliardären ist kein Vorwurf zu machen. Eine Kolumne von Sibylle Berg --  Entbehrungen, Angst, Coronaeinschränkungen: All das betrifft vor allem die Massen, während die Superreichen ihr Leben weiter leben – und auf den nächsten Quatsch warten, um ihr Geld irgendwie zu investieren. 29.01.2022

https://www.spiegel.de/kultur/kapitalismus-den-milliardaeren-ist-kein-vorwurf-zu-machen-kolumne-a-83e7e741-04cc-49de-baff-d58399c041ae

--

Der folgende SPIEGEL-Kommentar wurde nicht direkt gebracht, nach ein paar Minuten stand er aber da. Dann habe ich über die Korrekturmöglichkeit zwei Tippfehler beseitigt und die korrigierte Fassung wieder hochgeladen. Da war der Kommentar in der selben Sekunde wieder verschwunden.

--

Gedankenexperiment, an Frau Berg und die, die unterstützen, was sie hier sagt.

Mal angenommen, es gäbe alle die Milliardäre, die es gibt, nicht. Warum auch immer. Vielleicht, weil ein Vermögen über 5 Millionen Euro radikal wegbesteuert wird. So. Wäre die Welt dann ein besserer Ort? Wenn es Amazon und Facebook usw. nicht gäbe, weil sich Bezos und Zuckerberg mit ihren 5 Mio. zurückgezogen hätten?

Was will ich damit sagen: Es ist ein Ritual, dass über die großen Kapitalisten hergezogen wird. Über die, die wissen, wie es geht und die manchmal einfach auch Glück hatten. Wie Bill Gates am Anfang mit IBM. Aber die Welt wäre um viele Dinge ärmer, wenn es -- ja: diese Genies und Glücksritter nicht gäbe. (Wer mag, darf an dieser Stelle an die reichlich vorhandenen Beispiele aus dem realen Sozialismus denken, in dem es keine Milliardäre gab. Was für ein Paradies! Oder doch nicht?)

Und zum Schluss: Ohne den deutschen Superreichen Rudolf Augstein, Frau Berg, gäbe es das Magazin nicht, in dem Sie Ihre Kapitalismus- und Milliardärskritik verbreiten dürfen.

--

Transgender: "Man darf die humoristische Seite ...

"... der Sache einfach nicht übersehen. In einer Vorversion des Wikipedia-Artikels zu Bruce / Caitlyn Jenner hieß es sehr fortschrittlich, aber auch sehr lustig:

"Nachdem Jenner bei den Olympischen Spielen 1972 in München mit 7722 Punkten im Zehnkampf für Männer Platz 10 erreicht hatte, wobei sie nach dem ersten Tag noch auf Platz 23 gelegen hatte, verbesserte sie sich in den Jahren danach stetig. 1974 übertraf sie mehrfach die 8000-Punkte-Marke. ..."

Da hat also eine Frau die Männer im 10-Kampf  aufgemischt! Normalerweise geht das doch umgekehrt -- Männer werden Fußballerinnen, im Iran usw. Aber gut. Ich kann da schmunzeln. (Jetzt wird in dem Wikipedia-Artikel das Pronomen vermieden und immer nur von "Jenner" gesprochen.)

Ach so, ja, und dann vermeldet die Wikipedia aber sehr sachlich:

"Jenner ist Mitglied der Republikanischen Partei und war Anhängerin von Donald Trump."

--

Gefunden in den Kommentaren des CICERO. Der Artikel:

Philosophin Kathleen Stock: „Transgender-Frauen sind keine Frauen“. In Großbritannien streiten Feministinnen und Transgender-Personen um die Bedeutung des biologischen Geschlechts. Die Philosophieprofessorin Kathleen Stock gab im Oktober ihre Stelle an der University of Sussex nach Kritik von Transgender-Aktivisten auf. Im Interview mit Cicero spricht sie über Self-ID, Identitätspolitik und Frauenrechte. Interview. 10. Februar 2022.

--

Nun gut, auch noch das, aus diesem Artikel:

Es bekommt aber auch nicht jede biologische Frau Kinder. Gibt es denn tatsächliche Probleme mit Transgender-Frauen in für Frauen reservierten Bereichen, oder besteht nur die Angst davor?

Es gibt jetzt schon Fälle, wo voll ausgebildete Männer in Frauengefängnissen landen, weil sie sich als Frau identifizieren. Es gibt bereits einen Fall von sexuellem Missbrauch. Den von Karen White. Im Gericht hieß es damals – der Satz ist berühmt –: „Ihr Penis stand aus ihrer Hose heraus, als sie ihre Mitgefangene angriff …“


Montag, 7. Februar 2022

Die Staus und eine Idee für Werkssiedlungen

Einer meiner SPIEGEL-Kommentare, die sogar von der Redaktion gelobt wurden. Dazu weitere Kommentare anderer und meine Erwiderungen.

Der SPIEGEL-Artikel:

Verkehrswende-Expertin. »Der Zwang zum Auto ist krass in uns verankert«. Das Auto ist aus dem Leben vieler nicht wegzudenken – aus Sicht der Autorin und Aktivistin Katja Diehl ist das ein riesiges Problem. Sie findet: Die Privilegien des Pkw müssen fallen. Und hat auch Ideen, wie das gehen kann. Ein Interview von Arvid Kaiser -- 06.02.2022

==

Das erste also war von mir:

Das ist ein gutes und notwendiges Interview! Am Ende steht natürlich immer die Frage: Kann man eine relevante Zahl von Bürgern in ihrer – nicht Auto-Versessenheit, sondern im Auto-Gewohntsein wirklich umstimmen? Ich persönlich bin da sehr skeptisch.

Aber noch, was die Frage der Pendler betrifft: Es gab im 19. Jahrhundert mal die Idee und durchaus auch die Praxis der Werkssiedlung. Man stelle sich vor, dass bei Fabriken und Bürokomplexen usw. eine gesetzliche Regelung getroffen worden wäre, dass Werkswohnungen mit eingeplant werden müssen. In welchem Umfang auch immer. Was würde das den morgendlichen Stau verringern! Aber politische Vernunft und Voraussicht? Die sind und waren halt auch nicht eingeplant.

--

Geht nur bei Singles und führt zu übermächtigen Arbeitgebern ...

--

Ganz verstehe ich Ihr Argument nicht. Warum nur Singles? Warum keine größeren Wohnungen für Familien, und für das mittlere und höhere Management Eigenheime und Villen um die Fabrik herum? Alles ein Frage der detaillierten gesetzlichen Ausgestaltung. Es muss ja nicht gleich die Villa Hügel sein. Wer die will, der scheut natürlich die Nähe zu seinen Arbeitern und Angestellten. Aber das sind wirklich Spezialprobleme.

--

Weil von Arbeitnehmern Flexibilität gefordert wird. D.h. Frau arbeitet in A-Stadt, Mann in B-Hausen. Großeltern sind in C Dorf und Schule der Kinder in D und E Stadt ...

--

Exakt das sind -- wichtige -- Fragen an die politische Phantasie (sic) und das gesetzliche Management. Ich rede ja nicht von "alle" und "müssen", sondern von Angeboten. Und seien wir mal ehrlich: Wenn einer oder eine nicht jeden Tag pendeln muss, wäre das schon ein riesiger Gewinn, auch an Zeit und Lebensqualität. Und Kitas und Kindergärten sollten, ohne jedes Vertun, für Betriebe ab 500 Beschäftigte eh zur Pflicht gemacht werden. Es kann ja Zusammenschlüsse geben.

--

Die meisten Menschen arbeiten in kleinen Unternehmen. Diese werden durch Ihren Vorschlag noch unattraktiver.

--

Wieso das denn?! Seit wann sind kleine Unternehmen überhaupt irgendwie unattraktiv?

Kleinkrieg zwischen Uni-Dozenten in Münster (1994)

 https://www.spiegel.de/politik/hart-an-der-pleite-a-ede98b23-0002-0001-0000-000013684526

Professoren Hart an der Pleite. Ein skurriler Kleinkrieg zwischen Uni-Dozenten in Münster irritiert Studenten und erheitert Kollegen. 21.08.1994 || DER SPIEGEL 34/1994 || An manchen Abenden, wenn Stille herrscht auf den Fluren des Instituts für Publizistik der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, dringt Licht aus der Bibliothek. Versonnen streift dann Winfried B. Lerg, 61, kommissarischer Chef des Instituts, durch die Regal-Reihen und fährt voller Besitzerstolz mit der Hand über die Buchrücken. | Doch zwei Rebellen, seine Hochschullehrer-Kollegen Klaus Merten, 54, und Siegfried Weischenberg, 46, trüben Lergs Glück, das Haus ganz allein zu beherrschen. Zäh bekriegen sich die drei Journalistik-Dozenten, Jahresgehalt über 100 000 Mark, mit fiesen Tricks auf Pennäler-Niveau. Studenten sind irritiert, Kollegen juxen sich. | Seit Jahren traktieren sich Lerg und Merten mit Dienstaufsichtsbeschwerden. Am Dienstag werden sich die Gegner vor Gericht sehen. Lerg behauptet, seine Kollegen würden schlampig arbeiten. Merten konterte mit einer Verleumdungsklage: Der deutsche Professor sei, so Merten, »zwar nur dem lieben Gott, dem Minister und seiner Frau verantwortlich«. Aber Lergs Vorwurf geht dem Dozenten »zu weit«. | Der Streit tobt vor allem um Konsequenzen aus der Demokratisierung der Universitäten, 1979 per Gesetz beschlossen. Lerg, schon seit über 20 Jahren provisorischer Chef des Instituts für Publizistik (IfP), bremst alle Anläufe auf mehr Mitbestimmung in seinem Ressort mit gewieften Manövern aus. | Während die Chefs der übrigen Institute längst durch Wahl bestimmt werden, herrscht Lerg noch als Monarch. Seit Jahren weigert sich der Dozent, der sich über das Thema »Das Gespräch - Theorie und Praxis der unvermittelten Kommunikation« habilitierte, mit seinen Kontrahenten zu reden.


Sonntag, 6. Februar 2022

"Drecksfotzenrichter"

Nein, auch diesen Kommentar lässt der SPIEGEL nicht durch! Obwohl es natürlich sehr auf den Kontext ankommt, wenn man das beurteilen will.

--

Sehr differenziert geurteilt! Chapeau! Ich tue mich halt manchmal schwer damit, wie Deutsche urteilen, in jeder Hinsicht. Der POSTILLON hat das ja seinerzeit in einem anderen Zusammenhang gut auf dem Punkt gebracht:

"Donnerstag, 19. September 2019 -- Drecksfotzenrichter fällen geisteskrankes Urteil gegen Renate Künast, das Justizia wie eine Schlampe aussehen lässt, die auf den Sondermüll gehört. -- Berlin (dpo) - Sollte man diesen Stücken Scheiße die Fresse polieren? Drecksfotzenrichter am Berliner Landgericht haben heute in einem geisteskranken Urteil gegen Renate Künast entschieden, dass sie alle (!) Beschimpfungen, die in diesem Artikel stehen, als nicht beleidigend hinzunehmen hat."

Und nun bin ich mal gespannt, ob der SPIEGEL mir dieses Zitat durchgehen lässt!


Ein (realistisches!) Museumsgebiet (Häuser, Wohnungen!) ...

 Mein Abschied -- Abo gekündigt -- vom SPIEGEL gestaltet sich durchaus zäh. -- Auch das nicht gebracht, obwohl die Vorläuferdiskussion interessant war.

--

a) Exakt die Gründe des 1 Downvotes würden mich brennend interessieren! Oder ist es doch nur der Bot, der mich standardmäßig verfolgt und runtermacht?

b) Ein (realistisches!) Museumsgebiet (Häuser, Wohnungen!) der Lebensweise der kleinen Leute ist, denke ich, ein großes Desiderat! Historiker und Ethnologen geben die historischen Vorgaben, so korrekt wie eben möglich, und wir können besichtigen und uns ein Bild machen. 1500, 1600, ..., 1900. Da würden wir dann sehen, dass auch die sogenannten kleinen Leute, bei allen Problemen, die sie heute natürlich haben, gegenüber den Altvorderen von 1900 heute in einem Paradies leben. Auto hin oder her.

--

"Auch Deutsche Welle soll Scholz nach Russland begleiten"

Und auch das bringt der SPIEGEL nicht.

--

Nicht nur die Querdenker sind auf Krawall gebürstet, sondern auch die oberste politische Welt! Aber es sind natürlich immer nur "die anderen", die schief liegen. Wir hatten doch vor ungefähr 30 Jahren mal eine Situation, da hätte alles besser werden können. Und für ein paar Jahre sah es so aus, als ob Abrüstung und Frieden gelingt. Aber dann kamen natürlich überall wieder die Realpolitiker, also die Hardliner zum Zug. Es ist zum HEULEN!

--

Dschungel-SPIEGEL-Camp

 Natürlich bringt das der SPIEGEL nicht!


--

Ok, ich bin vielleicht Old School, weil ich noch den SPIEGEL von 1990 kenne. Wie auch immer -- dass im SPIEGEL irgend etwas, auch nur ein einziges Wort über das "Dschungelcamp" steht, will mir einfach nicht in den Kopf. Gut, gut, ich kann nicht wirklich mitreden, weil ich noch nie auch nur eine Folge, ja noch nicht einmal einen Ausschnitt gesehen habe. Aber muss man das, um urteilen zu können? Jemand ist also jetzt "König des Trash-TV". Muss das im SPIEGEL stehen? Gibt es dafür nicht andere Blätter und Webseiten?

--


Fortsetzung:

xxx


"Irgendwann kommen Sie auch dahinter."

Finden Sie das nicht auch selbst hochnäsig bist dümmmlich?

Und: Sollte bei SPIEGEL-Online wirklich gelten, dass, nur weil Platz ist, jeder Quatsch gebracht werden darf? Das war ja meine Frage.

--

Abgemildert, aber auch gleich wegretuschiert.

So um 14:25 Uhr.

--

Ach, weil ein so schöner Sonntag ist, versuche ich es halt einfach noch einmal. Und ich lasse ein Wort weg, das vielleicht etwas zu temperamentvoll war.

"Irgendwann kommen Sie auch dahinter."

Finden Sie das nicht auch selbst ein wenig hochnäsig?

Und: Sollte bei SPIEGEL-Online wirklich gelten, dass, nur weil Platz ist, jeder Quatsch gebracht werden darf? Das war ja meine Frage.

Freitag, 4. Februar 2022

Die Zukunft der AfD

Verzockt. Wohin die AfD nach Meuthens Austritt steuert. Jetzt auch Jörg Meuthen. Nach Bernd Lucke und Frauke Petry hat wieder ein prominentes Mitglied die AfD verlassen. Wofür steht der jüngste Rückzug und welche Richtung schlägt die Partei jetzt ein? Von Ann-Katrin Müller und Yasemin Yüksel 04.02.2022

SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht:

In der etwas angejahrten linguistischen Theorie vom Wortfeld lernt man, dass es Lücken im Sprachsystem gibt. Die irgendwie mit der Zeit gefüllt werden. Übertragen: Es kommt darauf an, wohin sich die CDU in den nächsten zwei Jahren entwickelt. Und dann: ob sich vielleicht auf einmal Platz für eine neue Partei zwischen CDU und AfD auftut. Sodass die AfD über den rechten Rand unter die 5% fällt.

Donnerstag, 3. Februar 2022

Unseren Intelligenzblätter ist fad



Die ZEIT prüft erst einmal, ob sie meinen Kommentar bringen kann. Geschrieben habe ich:

--

"Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, unseren Intelligenzblätter, die ZEIT nicht ausgenommen, ist fad und sie wünschen sich einen Krieg herbei."

--


Mittwoch, 2. Februar 2022

"Eine falsche Tatsachenbehauptung"

"Eine falsche Tatsachenbehauptung in der Sendung 'Spätschicht' brachte Lisa Fitz scharfe Kritik ein."

--

Wir haben zweieinhalbtausend Jahre Wahrheitsdiskussionen. Da kommt mir die Rede von den "falschen Tatsachenbehauptungen" immer sowas von kindlich vor! Kann man denn nicht vorher mal durch den Kopf ziehen lassen:

1. Wer entscheidet, was richtig und falsch und was 2. "eine Tatsache" ist? Und dann mal ein paar Beispiele durchspielen?

Heute gilt: Die Naiven mit Selbstbewusstsein haben die publizistische Macht. Und nutzen sie weidlich aus.

--

Die Fortsetzung heute, am 3. Februar 2022. Ich lese einen Artikel, bei dem mir nicht darum geht, wer recht hat. Sondern nur darum, dass unter ausgewiesenen Experten Streit entsteht, wer denn nun die Fakten und wer Verschwörungstheorien liefert.

--

Stammt das Coronavirus aus dem Labor? -- „Herr Drosten hat Politik und Medien in die Irre geführt“. Sehr vieles spricht dafür, dass das Virus Sars-CoV-2 in einem Labor entstanden ist. Dennoch wurde diese These von führenden Virologen als Verschwörungstheorie abgetan. Doch geleakte E-Mails des amerikanischen Chef-Immunologen Anthony Fauci zeigen, dass die Laborherkunft gezielt vertuscht werden sollte. An dieser Vertuschungsaktion waren internationale Experten beteiligt - darunter auch Christian Drosten. -- Interview mit Roland Wiesendanger. 2. Februar 2022 (cicero.de)

--

Beziehe ich Stellung? Sage ich, wer recht hat? Nein, wie könnte ich!

Russia Today, der SPIEGEL und die mündigen Bürger


Auch das parke ich wieder hier, weil der SPIEGEL es als Kommentar nicht bringen mag:

-------

Weiter unten findet sich ein schöner Dialog:

--

Ich halte die Entscheidung für falsch. Mündige Bürger sollten sich auch die abstruse Meinung des Andersdenkenden anhören dürfen. Wird Foxnews in Europa verbreitet?

--

Wieviel mündige Bürger gibt es denn?

--

Ich finde, wenn es nur wenig oder nicht genug "mündige Bürger" gibt, dann stellt das die nächsten Wahlen sehr in Frage. Und im Grund genommen alle westlichen Demokratien.

--

rb36hwhwtq

zum Wählen gibt es keine Gesinnungsprüfung, sondern nur ein Wahlalter. Sollten Sie wissen.

--

Das hier wir dann aber nicht mehr gebracht:

--

Sie haben mich aber sowas von gar nicht verstanden! Die Frage war und ist: Wenn die Bürger in der großen Mehrheit nicht in der Lage sind, halbwegs politisch zu denken -- und also RT als Propaganda zu erkennen --, darf man dann diese unmündigen Bürger wählen lassen?!

(Kommt in meinem nächsten Essay zum Thema "Populismus" zentral vor! Wenn gilt: "Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern" (IM, also Innenminister de Maizière, 2015), dann wird damit das Recht ausgegeben, die Bürger selektiv zu informieren, um sie nicht "zu verunsichern". Oder was auch immer.)

Dienstag, 1. Februar 2022

Tod durch Erhängen: Homosexuelle

Und auch noch das, Kommentar natürlich wieder nicht gebracht:

--

Homosexualität in der Islamischen Republik. Iran exekutiert zwei schwule Männer. Sechs Jahre saßen sie im Todestrakt, nun hat Iran nach Angabe von Menschenrechtsaktivisten zwei Homosexuelle erhängt. Die Zahl der Hinrichtungen unter dem islamischen Regime ist seit Jahren alarmierend hoch. 01.02.2022

--

Wird es angesichts dieser Meldung einen Aufschrei der Fortschrittlichen in Deutschland geben? Nein, die bleiben doch lieber beim überlebenswichtigen Thema "Wie gendere ich richtig?"

--

Boris Palmer im SPIEGEL

Bald werde ich mich ja vom SPIEGEL-Kommentieren verabschieden. Bis dahin noch ein paar Kommentare, die nicht gebracht wurden. Hier:

--

Der SPIEGEL-Artikel:

Grünenspitze über Palmers OB-Kandidatur. »Das ist seine eigene Entscheidung«. Boris Palmer tritt in Tübingen erstmals ohne Unterstützung der Grünen als Oberbürgermeisterkandidat an. Die neue Parteiführung reagiert reserviert auf den Schritt. 31.01.2022

--

Unten schreibt Wizardm:

"Die Bekanntheit ist keine Frage der Funktion. Es gibt immer wieder auch Lokalpolitiker die weit über ihre Kommune hinauswirken. Es gibt keine unangemessene Medienpräsenz."

Das ist klug und meines Erachtens vollkommen richtig gesagt. Wodurch ist Palmer bekannt geworden? Er hat in die Grünen-Politik den notwendigen Schuss Realismus gebracht. Wenn dieser Realismus aufgegeben wird, bleibt bei den Gründen nur übrig: eine wohlfeile, weltfremde Gutmenschen-Politik und eine Entfremdung von vielen Wählern.

--

Generell zu den SPIEGEL-Kommentaren

 Noch einmal generell zu den SPIEGEL-Kommentaren:

--

Ich habe jetzt sechs Kommentare, vollkommen sachliche, zu fünf verschiedenen Artikeln geschrieben. Keiner ist "durchgekommen". Wer oder was filtert da wie und warum?

--

Auch dieser Meta-Kommentar ist natürlich nicht gebracht worden.