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Sonntag, 26. Juni 2022

"Putin eine Lektion zu erteilen"?

 Meine SPIEGEL, Kommentar vorläufig mal nicht gebracht.

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Erpressung des Westens. Jetzt ist der Zeitpunkt, Putin eine Lektion zu erteilen. -- Ein Essay von Jonathan Littell. -- Für den Kremlchef ist die Lüge Kern seiner Strategie: Im Gespräch verschafft er sich Vorteile, setzt seine Spielfiguren – und schlägt dann mit Gewalt zu. Einen echten Dialog wird es nur unter einer Bedingung geben. -- 26.06.2022 • aus DER SPIEGEL 26/2022


-- MEIN KOMMENTAR --


Vorab eine Frage, die mich immer mal wieder interessiert: Was macht eigentlich Schriftsteller zu Politik-, gar Militärexperten? Kann man da nicht auch mal die Diplomingenieure, Mediziner und Physiker befragen?

Dann zum Inhalt, hier wie anderswo, wenn immer mal in Richtung "Neville Chamberlain scheute die Konfrontation mit Nazi-Deutschland" argumentiert wird. "Das war doch falsch, wie wir wissen!"

Warum wird da mit starken Worten auf Widerstand gegen Putin gemacht, ohne dass gesehen wird: Hitler hatte keine Atombomben, es war, bei aller Grausamkeit, ein "konventioneller Krieg". Was wäre gewesen, wenn Hitler ein abgestuftes Waffenarsenal gehabt hätte wie heute Putin? AN602 war die stärkste Wasserstoffbombe, gezündet von Russland. Die Sprengkraft war 4.000 mal stärker als die der Hiroshima-Bombe, liest man. Das war wohlgemerkt 1961. Was bleibt unter diesen Umständen übrig vom Gerede um "Putin eine Lektion zu erteilen"?

Montag, 9. Mai 2022

Scholz, Schwurbeln und Spannung

 SPIEGEL-Kommentar (eben gebracht):

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"Von der Tagesschau":

>> Die TV-Rede von Olaf Scholz war endlich mal das, was man ständig von ihm fordert: Sie war sozusagen "schwurbelfrei". Viele klare Sätze und eine deutliche Struktur. So, wie man das in Rhetorik-Seminaren lernt. Auch wenn in puncto Ausdruck und Mimik die meisten Pfarrer im Wort zum Sonntag immer noch spannender rüberkommen  als der deutsche Kanzler. <<

Mich interessieren schon lange Beispiele, an denen ersichtlich wird, was "Geschwurbel" ist und was nicht. Bis ich da Belege habe, bleibt das mit dem Geschwurbel für mich ein aggressiver Modeausdruck. Schwurbeln tun immer die anderen! Aber sei's drum. "Das Wort zum Sonntag": Hätte Angela M., von der seltsamerweise nur noch selten die Rede ist, da "mitreißend" gesprochen?

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Dienstag, 12. April 2022

"Verrücktheit/Dummheit schützt nicht."

Eine Antwort auf den -- dann doch gebrachten -- Kommentar:

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Damit würde er zu leicht damit davon kommen. Verrücktheit/Dummheit schützt nicht.

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Meine Antwort auf die Antwort:

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Wieso sollte Putin da "davonkommen"? Erst einmal geht es darum, den Russen, den Bürgern, klarzumachen, dass sie einem Irren aufgesessen sind und so den Krieg zu beenden. Dann sehen wir weiter.* 

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* Wegen des ehemaligen hohen Amtes könnte von der Unterbringung in einer Anstalt abgesehen werden. Ein komfortabler Hausarrest in der Residenz am Kap Idokopas -- darüber ließe sich dann reden.

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Putin: ... wenn er nicht verrückt ist? | ... if he is not crazy?

Wird als SPIEGEL-Kommentar nicht gebracht ...

Okay, doch gebracht!

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Also ich würde inzwischen auf die Putin-Wahnsinn-These setzen und dem SPIEGEL und der gesamten Presse empfehlen, die Sache genauer ins Auge zu nehmen. Ich meine -- wie kann ein russischer Präsident in ein Nachbarland einfallen und einen Krieg anzetteln, wenn er nicht verrückt ist?

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Is not brought as a SPIEGEL commentary.

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Well, in the meantime I would put my money on the Putin madness thesis and recommend SPIEGEL and the entire press to take a closer look at the matter. I mean -- how can a Russian president invade a neighboring country and start a war if he is not crazy?

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SPIEGELの解説として持ってきたわけではありません。

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まあ、とりあえず私はプーチンの狂気のテーゼに賭けて、SPIEGELと全マスコミにこの問題をよく見るように薦めます。つまり、ロシアの大統領は、気が狂っていないのに、どうして隣国を侵略し、戦争を始めることができるのでしょうか?

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Не приводится как комментарий SPIEGEL.

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Ну, а пока я ставлю на тезис о путинском безумии и рекомендую SPIEGEL и всей прессе присмотреться к этому вопросу повнимательнее. Я имею в виду - как может российский президент вторгнуться в соседнюю страну и начать войну, если он не сумасшедший?

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Ne sera pas repris comme commentaire du SPIEGEL.

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En attendant, je miserais sur la thèse de la folie de Poutine et je recommanderais au SPIEGEL et à l'ensemble de la presse de se pencher plus attentivement sur la question. Je veux dire -- comment un président russe peut-il envahir un pays voisin et déclencher une guerre s'il n'est pas fou ?

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No es traído como un comentario de SPIEGEL.

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Bueno, mientras tanto, yo apostaría por la tesis de la locura de Putin y recomendaría al SPIEGEL y a toda la prensa que se fijaran en el asunto. ¿Cómo puede un presidente ruso invadir un país vecino y comenzar una guerra si no está loco?

Montag, 11. April 2022

"Deutschland ist keine Demokratie ..."

SPIEGEL-Forum noch einmal.

Unten hat jemand gesagt, dass Lafontaine was zu dem Thema gesagt habe, und dem stimme er zu. Er hat nicht gesagt, was Lafontaine da gesagt hat. Aber ich war neugierig und habe gesucht. Ob der Forist das gemeint hat, was ich gefunden habe, weiß ich natürlich nicht. Er hat es ja nicht gesagt.

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Sicher, Lafontaine verliert schnell Maß und Ziel. Bush und Blair und die anderen sind "Terroristen"; in Deutschland herrscht eine Scheindemokratie; die Parteien brechen wegen der Auslandseinsätze der Bundeswehr andauernd die Verfassung; das Kapital regiert die CDU. Wenn Lafontaine, wie auf diesem Parteitag, das Gefühl hat, er muss besonders links sein, dann baut er eine Welt auf, in der allein seine Partei, also er, Recht hat und die anderen sich in einer großen Verschwörung von Verrat, Dummheit und Gesetzesbruch verstricken. Hin und wieder reißt es ihn so weit fort, dass man das Gefühl hat, dieser Mann würde fast alles sagen, wenn er glaubte, es nütze ihm in einer konkreten Situation. (sueddeutsche.de 2010)

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Oskar Lafontaine: "Deutschland ist keine Demokratie, sondern eine Oligarchie" (youtube.com, ohne Datum)

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So, und jetzt gehe ich und bilde mir eine Meinung ...

Montag, 28. März 2022

Raketenabwehrschirm

 SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht:

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News zum Ukrainekrieg. Esken für Raketenabwehrschirm: »Müssen uns wappnen»*

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Es gibt so Artikel, die machen, dass ich, noch bevor ich sie gelesen habe, anfange zu weinen. Also -- symbolisch genommen. "... eine Raketenabwehr in Deutschland", aus Israel. Da muss man kein Waffenexperte sein, um das zu überlegen: Die Palästinenser haben kleine Raketchen, die aber von den Israelis auch nicht alle abgeschossen werden können. Russland hat echte, große Raketen, im Zweifelsfall mit Atomsprengköpfen. Wenn da eine von 20 "durchkommt", dann gibt es Bayern oder Niedersachsen nicht mehr.

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* Falsche Anführungszeichen. Wäre früher beim SPIEGEL auch nicht vorgekommen.

Montag, 28. Februar 2022

Putin - Geisteszustand

Ich kopiere einfach mal von der Wikipedia hierher: 

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Geisteszustand

Ich weiß natürlich, dass das ein so vages wie gefährliches Thema ist. Dennoch kommt es mir so vor, als ob die Forschung die Frage nach der geistigen Gesundheit politischer Führer auf eine seltsam devote Weise ausklammert: "Wer Politiker ist, ist vielleicht ein Diktator, ein Verbrecher, aber er ist nicht geisteskrank!" Hier also einmal die Frage: Gibt es wirklich keinerlei Forschungen / Untersuchungen, die der Frage nachgehen, ob Politiker wie Putin an einer spezifischen, politisch eingefärbten und getarnten Geisteskrankheit leiden?

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Montag, 31. Januar 2022

"... eines den Menschen unendlichen Weins"

 Auch nicht gebracht! Schade.

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Ex-AfD-Politiker Witt im Bundestag. Die Rückkehr der Zentrumspartei. Eine Splitterpartei mit Wurzeln im Kaiserreich hat plötzlich einen Sitz im Bundestag. Schuld daran ist ein Motorrad-Freak und ehemaliger AfD-Politiker, der die rechten Fronten gewechselt hat. Von Katharina Horban und Serafin Reiber 30.01.2022 (spiegel.de)

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"Zentrum half den Nazis 1933 zum Aufstieg"

Das ist mir jetzt aber doch zu viel Geschichtsbewusstsein, lieber SPIEGEL! 89 Jahre ist das her! Viel besser eingeordnet ist dieser Partei-Aus- und Übertritt doch unter dem Label "Die politischen Schnurren unserer Tage". Klamauk und Komödie. Also dann ...


"Rühmen, das ists ! Ein zum Rühmen Bestellter,

ging er hervor wie das Erz aus des Steins

Schweigen. Sein Herz, o vergängliche Kelter

eines den Menschen unendlichen Weins."

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Mittwoch, 26. Januar 2022

Und noch einmal JF

 Erst mal: Wäre Joschka F. auch noch Kanzler geworden, hätte BILD getitelt: 

"Wir haben jetzt auch JF K"

Ansonsten? Noch ein Blick in den SPIEGEL  24.04.2005. 17/2005.

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Joschka Fischer , 57, Bundesaußenminister, muss derzeit einiges verkraften. So wirbt an diesem Montag, an dem der Grünen-Politiker erstmals vor den Visa-Untersuchungsausschuss tritt, die Fluggesellschaft Hapag-Lloyd Express für ihre europaweiten Billigflüge respektlos mit dem Spruch »Hasta la visa, Joschka?«. Dabei foppt das Unternehmen den Außenminister auch noch mit dem Slogan »Fliegen zum Taxipreis«, schließlich verdiente Fischer auch mal sein Brot als Taxifahrer. Bei einem Treffen von Diplomaten und Journalisten in Paris wiederum wurde ein fieses Späßchen kolportiert, wonach der wieder dick gewordene Fischer am zweiten Teil seiner Memoiren schreibe. Titel des Werks: »Mein langer Lauf um mich selbst«.

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Dienstag, 25. Januar 2022

Joschka Fischers Personal

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1. Edeltraud Regina Fischer (1967 bis 1984)
2. Inge Fischer (1984 bis 1987)
3. Claudia Bohm (1989 bis 1999)
4. Nicola Leske (1999-2003)

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Freitag, 17. Dezember 2021

SPIEGEL-Kommentarbereich: Abgeordnete, Sitzordnung


Neue Sitzordnung im Bundestag. Nach rechts verschoben. Welche Fraktion muss im Bundestag neben der AfD sitzen? Der Streit über die Sitzordnung war auch ein Kampf um Deutungshoheit: Welche Partei verkörpert die politische Mitte? Entsprechend heftig verlief die Debatte. Von Severin Weiland 16.12.2021 (spiegel.de)

Am Anfang steht das von mir, und das wurde gebracht:

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Ich: Eine Auseinandersetzung auf högschtem Nivoo hier mal wieder!

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Ei anderer Kommentator: .. ja weil das Nivoo dieser Politiker dem entspricht, ansonsten fehlt es in Bereichen, die uns Bürger interessieren!

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Das Folgende wurde nicht, jedenfalls nicht sofort gebracht. Warten wir mal ab.

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Meine These dann:

Die Bürger sind im Schnitt nicht besser als, wieder im Schnitt, ihre Politiker, und ich bin einer, der unterschreibt: Wir leben in einem freien politischen System, bei dem sich jeder als Politiker bewerben kann. Er muss sich dann halt auch, unter den gegebenen Umständen durchsetzen. Und die Umstände sind immer "die gegebenen", da kann man nichts machen.

Was das Nivoo angeht, werde ich mal konkret. Was würde wohl ein Deutschlehrer von einer Klasse halten, in der dieser Kurzdialog stattfindet? Was würde er den Teilnehmern dieser Auseinandersetzung für Noten geben? (Über die Zeichensetzung sehen wir mal großzügig hinweg.)

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Leute, seht Euch mal die Brandner-Rede an. Das ist noch solide Unterhaltung für das viele Geld, das wir für diesen aufgeblähten Bundestag bezahlen..

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Wie immer eine unverschämte und beleidigende Rede dieses rechtse.xtremen Herrn Brandner.

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... die Dinge von Brandner auf den Punkt gebracht würde ich mal sagen ... schmeckt nicht Jedem wie man sieht.

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Schmecken ? Nee, alles unappetitlich was von der AgD kommt.

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Unappetitlich sind die Dinge die der Brandner kritisiert ... für die seine Partei aber nichts kann.

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Ja klar, wahre Fans hält nichts ab.

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Ich bin kein Fan .... sondern kann mir vorurteilsfrei meine Meinung bilden und mache das nicht abhängig davon WER jetzt WAS sagt ... sondern orientiere mich an den Inhalten.

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Naja, wer will schon neben einem blauen Dixie Haus sitzen?

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Die fand ich auch super ... schön wie er die Dinge auf den Punkt bringt ... und man konnte an den Reaktionen der Politiker in den anderen Fraktionen gut sehen wer die Pöbler im Bundestag sind, da ist nämlich nicht die Partei von Herrn Brandner federführend ... :-)

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Dann ist RTL2 auch solide Unterhaltung.

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Dienstag, 23. November 2021

Peng Shuai. Oder: Eine neue Politiktheorie

Quelle der folgenden Überlegungen:

Ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung von heute über die Affäre um die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai.* Bemerkenswert dabei: 

  • Die Fähigkeiten und technischen Möglichkeiten der KP Chinas, Berichterstattung in dem riesigen Land China zu verhindern, offenbar auch im Internet.
  • Die Unmöglichkeit, die internationale Berichterstattung zu verhindern, eine Berichterstattung, die von internet-findigen Chinesen natürlich trotz der Zensur -- wahrscheinlich sogar wegen der Zensur -- verstärkt wahrgenommen wird.
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THEMA DES TAGES. Dienstag, 23. November 2021. Missbrauchsvorwürfe. "Dann hast du mich in dein Zimmer gebracht". Chinas Ex-Vizepremier Zhang Gaoli wollte offenbar Sex von der Tennisspielerin. VON CHRISTOPH GIESEN.

Was danach passierte beschrieb Peng in einem Text, den sie am zweiten November beim chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo hochlud so: "Dann hast du mich in dein Zimmer gebracht. Wie vor zehn Jahren in Tianjin wolltest du mit mir Sex haben." Vor der Tür habe jemand Wache gestanden. "Ich habe an diesem Nachmittag nicht zugestimmt und die ganze Zeit geweint. Ich habe mit dir und Tante Kang Jie zusammen zu Abend gegessen." 

Keine 30 Minuten überlebte der Text im Netz, die Zensur löschte gründlich. Wer seitdem nach ihrem Namen sucht, erhält eine Fehlermeldung, selbst Begriffe wie "Tennis" kann man derzeit nicht eingeben. Niemand soll offenbar in China erfahren, dass einer der einflussreichsten Männer des Landes in einen "Me Too"-Fall verwickelt ist.

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Thesen:

  1. Eine Politiktheorie muss auch eine Theorie des "Politikers" als theoretische Größe umfassen.
  2. Hier muss tatsächlich zwischen Politiker und Politikerin unterschieden werden. (Die Gründe liegen in den anthropologischen Grundlagen der Politiker-Theorie. Die Linie lässt sich ziehen: Es gibt eindeutig und unbestreitbar mehr männliche als weibliche Gewalt-Kriminelle, Gefängnisinsassen, Vergewaltiger, ...)
  3. Der "Politiker" als politische Größe hat eine gewisse Furchtlosigkeit, die ihn zum Politiker-Sein befähigt, die aber auch in einzelnen Aspekten an die Größe Dummheit angrenzt.
  4. Die menschliche Sexualität spielt beim "Politiker" wegen seiner Möglichkeiten und seines Status eine andere Rolle als bei den Männern, die nicht Politiker sind.

Erkenntnisse / Möglichkeiten:
  1. Es gibt eine Entwicklung, die sich unter die Marxschen historischen Zwangsläufigkeiten einordnen lässt. Allerdings geht diese Entwicklung in eine andere Richtung.
  2. Diktaturen und Einparteiensysteme sind bei einer fortgeschrittenen Entwicklung der Wirtschaft -- eine Entwicklung, die immer mit einer fortgeschrittenen Bildung der Bevölkerung einhergeht -- auf dem Weg zu einem Mehrparteiensystem mit echter Opposition und freien Wahlen.
  3. Diese Entwicklung kann international durch eine freie Presse und eine offene Berichterstattung beschleunigt werden.
  4. China und auch Russland sind Kandidaten für eine Demokratie mit (echtem!) Mehrparteiensystem und einer freien Presse. (Was China angeht, wäre eine Vereinigung mit Taiwan unter dem Vorzeichen einer Mehrparteien-Demokratie denkbar und naheliegend!)


Freitag, 30. Oktober 2020

Gerhard Schröder, Hagebutten & Rilke


... Echter Höhepunkt sind die Filme. Wir sehen Gerhard Schröder, wie er an der abendlichen Tafel sonor Rilke zitiert ("Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr …"), während die Kamera liebevoll über herbstliche Gestecke gleitet, bis wir den rezitierenden Hausherrn vor einem Teller mit Kartoffelsuppe sitzen sehen. Wir sehen Gerhard Schröder, wie er seiner Frau die Vorteile und Tücken der Hagenbutten schildert ("Ich will Dir nur sagen, das sind Hagebutten …"), als käme die Pflanze nicht - wie auch seine Frau - ursprünglich aus Korea. (spiegel.de)

Hier tadelt der Besserwisser liebevoll den Besserwisser. Und ich überlege, ob Hagebutten wirklich aus Korea kommen?! Intuitiv leuchtet mir das nicht ein. Wer hat die denn nach Europa gebracht? So wohlschmeckend sind die Hagebutten ja nun auch wieder nicht. Und wer mal Althochdeutsch lernen musste -- hag(e) klingt nach sehr altem Deutsch, nicht nach Koreanisch.

Also - mal nachsehen.

...

Auf die schnelle nichts gefunden. Kein Korea nirgends, sozusagen. Dafür aber Weiteres, das besser gewusst ist: 

"Eine 'Herbstpflanze', wie Schröder sagt, sind Hagebutten übrigens nicht. Sie blühen im Sommer und tragen ihre Früchte im Herbst." (n-tv.de)

Also was? Eine - Normalpflanze sozusagen?

Und dann doch: 

"Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Rosa rugosa reicht von den chinesischen Provinzen östliches Jilin, Liaoning sowie nordöstliches Shandong über Korea und Russlands Fernen Osten bis Japan. Sie wird in vielen Gebieten der Welt angepflanzt und gilt in weiten Bereichen als invasive Pflanze." (Wikipedia)

Ich merke kurz an: Da geht einiges durcheinander. Aber das werde ich jetzt nicht auflösen.

Montag, 27. Juli 2020

Donald Trump mit (!) Menstruationsblut

Fund:

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Politisches posten die Media-Partisans-Seiten fast nie - obwohl Schilling weiß, dass sich etwa mit Themen zur Flüchtlingskrise viel Aufmerksamkeit erregen ließe. "Einige Wettbewerber haben in den Social-Media-Charts sehr aufgeholt, nur weil sie auf dieser Welle geritten sind", sagt er. "Was wir definitiv nicht machen, ist irgendwelche Flüchtlingshetze den Klicks zuliebe."

Mitunter überrascht es, welche Großthemen etwa "Heftig" auslässt. Wer "Donald Trump" ins Suchfeld der Website eingibt, bekommt nur zwei Ergebnisse. Eins davon: "Künstlerin malt Donald Trump aus Menstruationsblut." (spiegel.de)

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Wie lässt sich Aufmerksamkeit ziehen? Man muss eben nur mal draufkommen!

Freitag, 8. Mai 2020

Ein Bild und seine Geschichte (MP Ramelow)

Hat mein schnoddriger, leicht abgefahrener Kommentar bei der ZEIT wirklich dazu geführt, dass das "Titelbild" ausgetauscht worden ist?

Das hat mich nun aber doch angestachelt! Das Originalbild ist einfach nicht zu finden. Also muss man sich behelfen.




Ministerpräsident Ramelow hilft bei der Spargelernte

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Der Co-Kommentator ">>>" macht mich wenig später darauf aufmerksam, 
dass das Bild doch zu finden ist. 







Die Wahrnehmung des Symbolischen ...

Ein ZEIT-Kommentar, aus der Laune heraus.

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In diesen Corona-Zeiten dreht die Wahrnehmung des Symbolischen im Verbund mit dem eigenen politischen Denken schon mal durch. 

Dies vorausgeschickt:

Ein Thüringer MP mit rot-grünem Banditen-Halstuch, behandschuhter Hand und statt Colt einen Spargel, der ja nun nur als Symbol für ... gesehen werden kann! Was aber besagt die hellblaue Krawatte?!

Ach, ich lass es lieber. Ich schreibe mich sonst um Kopf und Kragen.

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Montag, 20. April 2020

"Titos Gulag"

Es ging und geht so viel an einem vorbei! Von Goli Otok hatte ich noch nicht gehört. Beim Internet-Surfen auf einmal:

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Titos Gulag | Auf der kroatischen Adriainsel Goli Otok ließ Jugoslawiens Diktator 1949 ein Um­erziehungslager für politisch Missliebige errichten. Tausende starben hier durch Folter und Misshandlung || Von Simone Cristicchi und Giovanni Cocco (mare.de)

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Tito also auch. Der doch immer sowas wie ein "freier Kommunist" war, nur weil ich sich von Moskau losgesagt hatte. Folter. Anders als bei anderen Folterstaaten?

Mittwoch, 4. März 2020

Thüringen - Kopftuch - Alte Meister

Manchmal werden Bildzusammenstellungen -- hier in der ZEIT -- zu Zeichen, Memen, die man nicht übersehen sollte. Hier also ...

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(Zum Vergrößern auf das Bild klicken!)

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Wer lässt Schüler einen Aufsatz über diese Zusammenstellung schreiben? Es wären die Ergebnisse so spannend!

Sonntag, 16. Februar 2020

Jens Spahn

Rüberkopiert aus der ZEIT-Kommentarseite:

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BDLB #104 || Geht es eigentlich nur mir so? Ich erkenne mich, was Jens Spahn angeht, selbst als extrem vorurteilsgesteuert. Und der Gipfel: Es sind nicht die Inhalte, die JS vorträgt, die mich gegen ihn einnehmen, es ist - sein Aussehen.* Nein, das Aussehen nicht als gut oder schlecht beurteilt, sondern - ich kann es im Moment nicht besser sagen: als zirkulär-vorurteilsbegründend.** Selbstverständlich ist mir jederzeit bewusst, dass diese Vorurteilsstruktur in höchstem Maße irrational und damit unsinnig ist. Ich kann halt nur nicht aus meiner Haut, wie man so sagt.

Also Spahn kommt mir - Versuch, den eigenen Vorurteilen auf die Spur zu kommen - so sehr verlegen-zurückgenommen vor. Er erinnert mich an unseren Bio-Lehrer A. im Gymnasium, der immer schülerfreundlich-locker rüberkommen wollte und dem die Schüler das nicht abgenommen und nie gedankt haben. Heute finde ich das blöd, also - dass wir ihm das nicht gedankt haben.

Also - Salto mortale zurück in die Rationalität: Vielleicht wird Jens Span ja ein toller Bundeskanzler! Weil kaum jemand meine Vorurteile teilt. Und ich sage und bekenne dann in durchaus volkstümlichem Ton: "Das hätte ich ihm nie zugetraut, dem Jens! So wie damals der Angela schon nicht!"

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* Wer außer Robert Habeck und Annalena Baerbock sieht schon im landläufigen Sinn (! bitte nicht überlesen !) gut aus? Na ja, Julia Klöckner natürlich.)

** Dieses Schicksal teilt Spahn bei mir übrigens mit Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Bei dem ich mir jedesmal sage: "Ein beliebter Mann! Und dazu witzig im Urteil vieler! Ganz offenbar. Nur ich - ich kann den Mann, wenn ich ihn im Fernsehen sehe, einfach nicht ab!"

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Jetzt bin ich mal gespannt, ob da jemand was dazu sagt!

Montag, 10. Februar 2020

Ralf Stegener und die Herzen

Was habe ich da denn gelesen!? Meine Augen und dann der Kopf dazu wähnten sich im Traume!

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9. Februar 2020 SPD-Politiker Ralf Stegner. Nie zuvor hat Stegner derart im Applaus baden dürfen wie bei den Regionalkonferenzen zur Wahl des SPD-Vorsitzes. Hier im September in Ettlingen, Baden-Württemberg. ... Ralf Stegner musste zuletzt einige Niederlagen einstecken, etwa beim Kampf um den SPD-Vorsitz. Zwar flogen dem Linken die Herzen zu, gewählt aber wurden andere. Über einen, der weitermacht. Von Ralf Wiegand, Kiel (sueddeutsche.de)

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Ralf Stegner fliegen - was?! Herzen zu? Mir fällt, obwohl ich sonst wirklich nicht schlecht bin, kein Vergleich ein. Ich muss da noch lange nachdenken ...