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Sonntag, 8. Mai 2022

Die Institution "Familie"

 Hier archiviert.

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"Welche Bedeutung hat die Institution der Familie für Menschen tatsächlich?"

Mehrere Möglichkeiten der argumentativen Annäherung. Am besten beginnt man bei den Extrempunkten:

  1. Welche Rolle spielt der Begriff "blutsverwandt", jetzt unabhängig von den Inzestproblemen der biologischen Art? ("Inzucht")
  2. Welche Rolle spielt die große Tradition um den Begriff "Familie"?
  3. Was wäre, wenn es keine Familie im herkömmlichen Sinn gäbe? Welche Modelle des Zusammenlebens ergäben sich dann?

Feststellen kann man wohl:

a) In traditionellen Kulturen ist die Familie _die_ zentrale Institution. Man vergleiche allein schon die Rolle der "Großfamilie", jetzt mal unabhängig von den kriminellen "Milljös" in Berlin-Neukölln. Die Großfamilie gibt es, sieht man mal von Adelsstammbüchern und wirtschaftlichen Anteilsgruppen ab, im Westen nicht mehr.

b) im "Westen" haben sich die "Familienbande" stark relativiert. Der schimmernde, von einigen als "modern" angesehene Begriff der Patchwork-Familie. Überlegung: Welcher Vertrauensverlust ist bei Kindern mit dem Verlust der gesicherten Stammfamilie verbunden?

c) Achtung, jetzt kommt mein persönliches Vorurteil: In der westlichen Kultur hat sich die "Selbstverwirklichung" der Erwachsenen an die Stelle schwer sanktionierten Pflichtverletzung gesetzt. Für mich erkennbar am Abrücken vom "Schuldprinzip" bei Scheidungen. Kinder und ihre Sehnsucht nach einem "intakten Elternhaus" müssen hintanstehen, weil sich ja die Erwachsenen ja selbst verwirklichen wollen. In traditionellen Kulturen drohen da schwere Strafen. (Gut, in den meisten traditionellen Kulturen den Frauen mehr als den Männern.)

Zurück zu 1. - 3.: Ob man der Redewendung "Blut ist dicker als Wasser" u. ä. große Bedeutung beimisst, ist eine Frage des eigenen gewordenen Bewusstseins. Für mich deutet vieles darauf hin, dass die Auflösung der Familien-Relevanz im Westen tatsächlich etwas mit dem alten Begriff der Dekadenz zu tun hat. Werte und Traditionen gehen verloren. Geschichtlich haben sich stets die nicht-dekadenten Kulturen durchgesetzt, auch wenn die "nicht modern" waren. Die Modelle des Zusammenlebens würden eine Gesellschaft der vagen Freundes- und Bekanntenbeziehungen eingehen. In vielen Teilen unserer Gesellschaft sind wir heute da schon angekommen. Ich sehe nicht, dass sich daraus wirklich Vorteile ergeben.

Polemischer, dafür klarer Schlussgedanke: Die Familie ist zentral wichtig, weil sie die menschliche Endlichkeit erträglich macht. Die Aufgabe der Familie in Richtung Patchwork und Selbstverwirklichung bedeutet: Am Ende des ihres Lebens stehen da viele vereinzelte selbstverwirklichte körperliche Wracks, die in keinem Familienverbund mehr aufgehoben sind und im Altersheim unverbunden nebeneinander hersterben.

P. S. Dass es in Familien wahnsinnige Streitigkeiten usw. bis hin zum Mord geben _kann_, muss ich nicht gesondert betonen. Es muss aber nicht so sein.

Dienstag, 29. März 2022

"Führer", die in die Enge getrieben werden ...

Der SPIEGEL mag es wieder mal nicht bringen. Also kopiere ich die Abfolge hierher:

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Es gibt so Artikel, die machen, dass ich, noch bevor ich sie gelesen habe, anfange zu weinen. Also -- symbolisch genommen. "... eine Raketenabwehr in Deutschland", aus Israel. Da muss man kein Waffenexperte sein, um das zu überlegen: Die Palästinenser haben kleine Raketchen, die aber von den Israelis auch nicht alle abgeschossen werden können. Russland hat echte, große Raketen, im Zweifelsfall mit Atomsprengköpfen. Wenn da eine von 20 "durchkommt", dann gibt es Bayern oder Niedersachsen nicht mehr.

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Wenn eine solche Rakete auf Bayern geschossen würde, hätte sich Minuten später auch das Problem mit Russland ein für alle Mal erledigt. Das ist insgesamt eher kein Szenario für Iron Dome.

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Korrekter Hinweis. Nur -- soll da vorher ein Vertrag mit den Russen gemacht werden? "Ihr dürft uns nur mit kleineren konventionellen Raketen beschießen, ohne Mehrfachsprengköpfe natürlich!" Und Putin unterschreibt das dann?!

Wenn nicht so -- wozu dann das Ganze? Damit die 100 Milliarden irgendwo angelegt werden können?

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Hier würde mich ein ausformuliertes Argument interessieren! Aber eh -- der Kommentar rutscht durch und ist vergessen.

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Nun, eine „entweder alles geht - oder wir brauchen gar nichts“-Haltung halte ich für nicht angemessen. Nein, die „großen Atomraketen“ (übrigens Produkte der früheren ukrainischen Sowjetrepublik) werden nicht abgefangen. Dafür ist das System nicht da und das bringt auch wenig. Aber wir sehen ja auch gerade in der Ukraine: es gibt auch in Russland noch viel mehr Raketentypen. Beispiele Iskander, Kalibr.

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Sich mit Raketenabwehr zu beschäftigen ist ein durchaus diskussionswürdiger Punkt. Israel hat gute Abwehrraten. Auf die Idee, dass das gegen die „großen Atomraketen“ - auf die Sie ja ausdrücklich Bezug nehmen, wenn Sie von der Fläche Bayerns sprechen - gedacht sein könnte, ist glaube ich außer Ihnen niemand gekommen.

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Falls Sie noch mal hierhersehen: Ich bin einer, der aus der Geschichte ableitet, dass "Führer", die in die Enge getrieben werden, die Auseinandersetzung bis zur höchsten Stufe eskalieren lassen. Ich halte es also für naiv anzunehmen, dass Putin sagt: "Jetzt schicke ich mal die kleinen Raketen! Die, die sie noch abfangen können." Nein, er wird zeigen, was eine russische Harke, also eine große Rakete mit Mehrfachsprengköpfen ist.

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Dann bringt es der SPIEGEL, relativ rasch sogar, doch.

Montag, 31. Januar 2022

"... eines den Menschen unendlichen Weins"

 Auch nicht gebracht! Schade.

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Ex-AfD-Politiker Witt im Bundestag. Die Rückkehr der Zentrumspartei. Eine Splitterpartei mit Wurzeln im Kaiserreich hat plötzlich einen Sitz im Bundestag. Schuld daran ist ein Motorrad-Freak und ehemaliger AfD-Politiker, der die rechten Fronten gewechselt hat. Von Katharina Horban und Serafin Reiber 30.01.2022 (spiegel.de)

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"Zentrum half den Nazis 1933 zum Aufstieg"

Das ist mir jetzt aber doch zu viel Geschichtsbewusstsein, lieber SPIEGEL! 89 Jahre ist das her! Viel besser eingeordnet ist dieser Partei-Aus- und Übertritt doch unter dem Label "Die politischen Schnurren unserer Tage". Klamauk und Komödie. Also dann ...


"Rühmen, das ists ! Ein zum Rühmen Bestellter,

ging er hervor wie das Erz aus des Steins

Schweigen. Sein Herz, o vergängliche Kelter

eines den Menschen unendlichen Weins."

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Samstag, 26. Dezember 2020

Judith und Beth

Die Ideen zu Beth im Damengambit: Wahrscheinlich auch Judith Polgar, zu einer anderen Zeit. Die es allerdings gegen die Männer nicht an die Spitze schaffte. Aber eben recht nah dran war.

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Noch als Jugendliche fasste sie den Entschluss, nur noch an Männerturnieren teilzunehmen. Ihr Kommentar dazu im Rückblick: „Es war logisch. Ich wollte von den Besten lernen, und das waren nun mal keine Frauen.“ Im Gegensatz zu ihren Schwestern nahm sie seitdem nicht mehr an Frauenturnieren teil, sondern spielte – als erste Frau überhaupt – faktisch ausschließlich gegen Männer.

Bereits 1993 schlug sie Exweltmeister Anatoli Karpow in einer Schnellpartie, 2002 gelang ihr dies erstmals auch gegen Garri Kasparow. Der Weltklassespieler Nigel Short, der mehrmals gegen sie verlor, sagte über Polgár: „Sie ist eine Killerin und riecht das Matt schon 20 Züge im Voraus“. (Wikipedia)

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Heute (08.01.2021 16:29) noch den anderen Gedanken dazu: Natürlich ist auch Bobby Fischer mit an Bord, in dieser alternativen Geschichtsschreibung. USA gegen UdSSR.

Darf man bei den feministischen Frauen anfragen, warum es keine Schachspielerin ganz vorne mit dabei ist?

"Nach einer Babypause belegte Polgár im Juli 2005 Platz 8 der Weltrangliste und erreichte damit die höchste Platzierung in ihrer Karriere."

Das ist doch was! Aber eben 1. nicht die Spitze. Und 2. ist bzw. war Judith P. auch eine große, große Ausnahme.

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Queens Gambit


Donnerstag, 17. September 2020

Hubert Max

Der Mann fehlt in der Wikipedia. Er sollte da einen Artikel haben.

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Hubert Max || 22. August 1909 bis 29. August 1945 || Lexikoneintrag von Franziska Grandl am 29. August 2018 Als Zeitungswissenschaftler im Dritten Reich gelang es Hubert Max, das Ansehen des Fachs zu verbessern. Dies war ihm vor allem durch seine starke Nähe zur NSDAP möglich. ... || Geboren in Olpe (Nordrhein-Westfahlen). Vater Bahnhofswirt. 1930 Abitur in Attendorn. 1930 Studium der deutschen und romanischen Philologie, Philosophie, Pädagogik (Psychologie) und Zeitungswissenschaft in Münster. 1932 Wechsel nach München zu Karl d’Ester. 1933 Promotion bei Karl d’Ester. Bis 1935 Leitung der Academica (Organ der katholischen Studentenverbindung). Mitarbeiter beim Völkischen Beobachter. 1935 Mitarbeiter im Ausland-Presse-Büro. 1935 Leiter der Berliner Zeitungswissenschaftlichen Vereinigung. 1936 Sachbearbeiter bei der Geschäftsführung des Reichpressebüros. 1936 bis 1937 Autor für die Braune Post. 1938 Leiter des Instituts für Zeitungswissenschaft in Münster. 1939 Lektorenstelle in Münster. 1940 Habilitation und Dozentur in Münster. 1942 Einzug in die Wehrmacht. Verheiratet, drei Kinder. Gestorben in Medebach (Nordrhein-Westfahlen). Publikationen Die Satire in der französischen Publizistik unter besonderer Berücksichtigung des französischen Witzblattes. Eine Entwicklung von den Anfängen bis zum Jahre 1880. München: Höfling 1934 (Dissertation). Wesen und Gestalt der politischen Zeitschrift. Ein Beispiel zur Geschichte des politischen Erziehungsprozesses des deutschen Volkes bis zu den Karlsbader Beschlüssen. Essen: Essener Verlagsanstalt 1942 (Habilitation). Hubert Max‘ Verdienste in der Zeitungswissenschaft sind eher wissenschaftspolitisch als wissenschaftlich. Seine pressehistorischen Arbeiten werden heute kaum noch zitiert. Max wird vorgeworfen, weder neue Methoden noch neue Definitionen verwendet zu haben (Maoro/Neugebauer 1984: 134). Auf wissenschaftspolitischer Ebene gelang es ihm dagegen, den Etat des Instituts in Münster um einige Tausend Reichsmark zu erhöhen und das Ansehen des Fachs generell aufzuwerten (ebd.: 136-137). Möglich war dies nur durch eine freiwillige und vollständige Eingliederung in den Nationalsozialismus (ebd.: 151). (Biographisches Lexikon)

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Der Nachlass kam vom Institut für Publizistik (heute: Institut für Kommunikationswissenschaft) der Universität Münster über das Universitätsarchiv Münster an das Institut für Zeitungsforschung; die in Münster erarbeitete Ordnung und Verzeichnung der Archivalien wurden beibehalten. Neben dem hier aufgenommenen Abkürzungsverzeichnis liegen auch ein Personen- und ein Sachindex vor. (dortmund.de)

"Der Geruch von Zeitung kann süchtig machen." (Klaus Merten)

Wenn es sie bald nicht mehr gibt, die Zeitungen, was erforschen dann die Institute, die bisher die Zeitungen erforscht haben?

Und wer arbeitet das Persönliche in der Wissenschaft auf?

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"Wie war damals Ihr Verhältnis zu Winfried B. Lerg?

Er war persönlich wirklich schwierig. Vielleicht nur ein Beispiel. Ich sollte eine Seminararbeit schreiben über die Entstehung des Films. Ich wollte das eigentlich über ein Wochenende machen, kam aber durch einen Zufall nicht an meine Bücher. Mir war das furchtbar peinlich. Ich bin gleich Montag zu Lerg. Er saß da, streichelte seinen Boxer und sagte, tja, so ist das eben. Ich habe die Arbeit nachgeschrieben. 45 Seiten. Er hat mir am Ende des Semesters trotzdem keinen Schein gegeben. Als Hiwi habe ich die Arbeit später im Archiv gefunden. Durchgestrichen. Zu spät eingereicht, Punkt. Das hat mich sehr getroffen. Meine Kollegen haben mir gesagt, Lerg promoviere doch gerade und ich müsse ihn mit Herr Doktor anreden. In der nächsten Sprechstunde habe ich das gemacht. Er streichelte wieder seinen Boxer, gab mir einen eisigen Blick und sagte, Herr Professor Prakke und er seien der Ansicht, wenn ich kein Geld habe für ein Studium, dann solle ich es lassen. Er war am Vormittag durch die Doktorprüfung gefallen. Ich konnte das nicht wissen, weil ich von außen kam. Wir sind Opfer eines Missverständnisses geworden.

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Wissenschaft hat eine Kritikfunktion. Veröffentlicht am 21. April 2020. Kurz vor seinem 80. Geburtstag ist Klaus Merten gestorben. Aus diesem Anlass veröffentlicht BLexKom ein Interview, dass Maria Löblich und Michael Meyen am 8. März 2006 in Münster geführt haben.

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"Geboren am 31. Juli 1940 in Potsdam. 1959 Abitur in Duisburg. Studium an der TH Aachen (Elektrotechnik und Mathematik). 1963 Fachwechsel: Publizistik, Soziologie und Geschichte in Münster. 1967 Studentische Hilfskraft im Forschungsprojekt des Instituts für Publizistik über „Verbreitungsmuster des Gerüchts. Eine experimentelle Untersuchung zur Mundpublizistik“. 1971 Diplomprüfung in Soziologie. Titel der Diplomarbeit: Informationsüberlastung in politischen Systemen und Selektion durch Aufmerksamkeit. 1972 Verwaltung einer Assistentenstelle an der Fakultät für Soziologie in Bielefeld. 1975 Promotion bei Niklas Luhmann. Titel der Dissertation: Kommunikation. Eine Begriffs- und Prozessanalyse zu einem sozialwissenschaftlichen Grundbegriff (Merten 1977). Top Award der ICA. 1976/77 Lehrstuhlvertretung am Institut für Publizistik in Mainz, 1977 bis 1979 am Institut für Soziologie in Gießen. 1979 Professor für empirische Sozialforschung in Gießen, Direktor des Instituts für Soziologie von 1980 bis 1984. 1984 Professor für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der angewandten Kommunikations- und Medienforschung in Münster. 1989 Gründung von COMDAT Medienforschung. Erster Preis der Thyssenstiftung für die Studie „Meinungsführer in der Mediengesellschaft“ (1990). 1990 Gastprofessur am Afrikanischen Zentrum für Journalistik der Universität Tunis. Mitbegründer des Fernstudieninstituts in Heidelberg (PR+plus). 2005 Emeritierung. Gestorben am 20. Februar 2020."

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Donnerstag, 23. April 2020

Goli Otok revisited (Wikipedia)

Ich habe tatsächlich mal wieder was in eine Wikipedia-Diskussion geschrieben. Weil es mir wichtig schien. Und das ist dann daraus geworden ...

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Artikel hier: "Zahlreiche politische Gegner, nach 1948 vor allem Stalinisten, wurden in den folgenden Jahren durch die Geheimpolizei UDBA verfolgt und inhaftiert, vor allem auf der Gefängnisinsel Goli Otok."

Ich habe gesehen, dass Tito = Diktator schon diskutiert wurde, s. Archiv > Goli Otok. Ich finde aber, dass die paar Zeilen hier dem Ausmaß der Folter und Gewalt nicht gerecht werden. Das mit der Gefängnisinsel unter "Der Staatschef der Nachkriegszeit" mal eben so anzumerken, gewichtet m. E. falsch; es müsste ein eigener ausgebauter Abschnitt her.

Ich komme darauf, weil ich per Zufall, an einer Stelle, an der man das nicht gerade erwartet, das gefunden habe:

"Titos Gulag | Auf der kroatischen Adriainsel Goli Otok ließ Jugoslawiens Diktator 1949 ein Um­erziehungslager für politisch Missliebige errichten. Tausende starben hier durch Folter und Misshandlung || Von Simone Cristicchi und Giovanni Cocco" (mare.de)

Da ich nicht mehr bei der Wikipedia ändere und nur noch in wichtigen Fällen was in die Diskussion schreibe, das nur als Hinweis. 13:19, 20. Apr. 2020

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[[Goli otok]] hat einen eigenen Artikel, in dem das bereits recht ausführlich dargestellt wird, wobei da sicherlich noch Luft nach oben ist. --Benutzer:J budissin 22:45, 20. Apr. 2020

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Nu ja, mir ging es schon eher um die Gewichtung beim Marschall (!) Tito und weniger um das Inselchen, das ja wenig für das kann, was auf ihm geschehen ist. - Aber wie auch immer. Möge die Schwarmintelligenz, so sie sich mal hierher verirrt, entscheiden. -- 10:49, 21. Apr. 2020

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Ich glaube nicht, dass Mare, GEO, Freundin, Bäckerblume oder Jagd+Hund geeignete Quellen dafür wären. -- Benutzer:Aspiriniks 15:00, 21. Apr. 2020

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Geht mir ähnlich. Fachliteratur gäbe es genug. Allgemein ließen sich hier im Artikel jedoch sicherlich noch drei, vier Sätze über die Repressionen insbesondere der späten 1940er und 1950er Jahre unterbringen. --Benutzer:J budissin|j.budissin 21:30, 21. Apr. 2020

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"Ich glaube nicht, dass Mare, GEO, Freundin, Bäckerblume oder Jagd+Hund geeignete Quellen dafür wär." - Wieder mal gelacht. -- Da weiß ich also wieder, warum ich bei der Wikipedia nicht mehr wirklich mitmache! Hier treiben sich zu viele Männer mit Wikipedia-Abitur und runtergeschluckten Aggressionen rum. Soll heißen: In einer normalen wissenschaftlichen Diskussion, würde jeder verstehen, dass es vollkommen schnuppe ist, wie man auf einen guten Gedanken oder eine sinnvolle Frage gekommen ist. Und wenn's die Bäckerblume war? So what! Es zählt der Gedanke! Was haben mich in meinem Fach nicht schon seltsame Schmöker auf gute Gedanken gebracht! Fachwissenschaftlich formulieren - das kommt anschließend. Aber Leute mit Wikipedia-Abitur müssen einem anderen immer mal erst eine reinwürgen. Das gehört sich so. Gehört inzwischen zum guten Ton in diesem Laden! - So und jetzt darf sich, war mag, fragen, was ich da oben eigentlich gesagt habe. Das war ja klar und deutlich ausgedrückt. Und hat mit dem, wie ich drauf gekommen bin, nichts, aber auch gar nichts zu tun. 15:36, 23. Apr. 2020

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Donnerstag, 12. März 2020

Klaas Huizing: 'Zu dritt'

Die Wikipedia spart bei Karl Barth und bei Charlotte von Kirschbaum die Roman-Darstellung von Klaas Huizing, 'Zu dritt. Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum', aus. Sei's drum. Ich werde es nicht mehr nachtragen.

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Dienstag, 4. Februar 2020

Abelards Kastration

Vor ein paar Tagen einen Podcast, ZeitZeichen*, gehört, über Abelard und Heloise. Heute auf einmal die Frage, wie man das mit der Kastration sich vorzustellen hat. Auch hier wird man in den Weiten des Internets schnell fündig.

Warum ist Abelard da nicht verblutet? Antwort: Es gab da Technik und Erfahrungen. Man musste vorher, was man tun würde.

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Das im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendste Ereignis** im Leben des Philosophen war seine gewaltsame Kastration durch Mitglieder der Familie Fulberts. Die Schnittverletzung, die zum Verlust der Testikeln und der Zeugungsfähigkeit führte, hinterließ zwar bei Abaelard ein erhebliches psychisches Trauma, welches erst nach Jahren qualvoller Selbstvorwürfe einigermaßen sublimiert und aufgelöst wurde, stellte per se jedoch nur eine relativ geringfügige Verletzung dar. Den Vorgang der Kastration, die in der bäuerlich geprägten Gesellschaft des Frühmittelalters an Haus- und Nutztieren häufig praktiziert wurde, hat man sich folgendermaßen vorzustellen: Während mindestens zwei Helfer den Körper des sich wehrenden Opfers niederdrückten und festhielten, umschnürte ein weiterer mit einer dünnen und scharf schneidenden Darmsaite oder einem dünnen, reißfesten Zwirn den Hodensack des Betroffenen unter kompletter Drosselung der Blutversorgung ab und durchtrennte anschließend das Organ distal der Ligatur mit einem schnellen Messerschlag. Dabei wurden die Samenleiter - ductus deferentes - und die zu- und abführenden Blutgefässe und Nerven durchtrennt. Wegen der Ringligatur war die offene Wundfläche nur relativ gering. Der Vorgang dauerte nur einige Sekunden und dürfte wegen der durch das Abschnüren eingetretenen Anästhesie nur wenig schmerzhaft gewesen sein. Wegen der Ligatur kam es auch zu keinem nennenswerten Blutverlust. Falls die Wunde per primam intentionem, d.h. steril und ohne Wundinfektion, abheilte, fiel nach einigen Tagen die Ligatur von selbst ab, und es entstand eine trichterförmige, insgesamt nur wenig entstellende Narbe. Der Penis einschließlich der darin liegenden Harnröhre wurde bei dem Eingriff weitgehend verschont, so dass auch künftig die Harnkontinenz und eine ungestörte Miktion gewährleistet waren. Die notwendige Mindestzahl von drei Helfern - zwei haltende und ein schneidender - wird übrigens in einem anonymen Gedicht aus dem Kloster Fleury an der Loire, welches von einem Zeitgenossen Abaelards stammt und sich mit dem Schicksal des Philosophen beschäftigte, ausdrücklich bestätigt: "Drei Schurken haben sich verabredet: Stürzen wir auf den einen, packen wir ihn und schnüren wir ihn mit dem dreifach gekordelten Strick..." Abaelard selbst hat bestätigt, dass ihm nach dem Attentat weniger das Ausmaß der körperlichen Verwundung als die Scham darüber schwer zu schaffen gemacht habe: "Ich litt mehr am Mitleid als an der Wunde, fühlte mehr die Scham als meine Versehrtheit, war mehr bedrückt von der Schande als vom Schmerz..." Selbst die Kastration von Menschen war zur damaligen Zeit durchaus nichts Ungewöhnliches. Offensichtlich kam es mitunter nach dem Vorbild von frommen Männern wie Origenes zur Selbstkastration von religiösen Fanatikern. Das kanonische Recht enthielt genaue Regeln, wie mit solchen Personen zu verfahren sei. Die Kastration war auch fester Bestandteil der Sippenrache: Wenn ein Mädchen unehrenhaft entjungfert oder geschwängert worden war, drohte dem Delinquenten seitens der Familie des Mädchens eine entsprechende Strafe nach dem Talionsrecht. Eine derartige Selbstjustiz war in der Krondomäne allerdings weder durch das kanonische, noch durch das weltliche Recht abgedeckt. Deshalb drohte den Tätern in einem solchen Fall eine nicht minder schwere Strafe. Im oben genannten Gedicht aus dem Kloster Fleury ist - als einziger Quelle - auch die Rede davon, dass in Abaelards Heimat Graf Matthias von Nantes, der Sohn Hoëls, des Herzogs der Bretagne, und der jüngere Bruder des Nachfolgers Alain Fergent, vor seinem gewaltsamen Tode um 1103/1104 kastriert worden war.  Im Falle Abaelards wurden zwei der gefassten Täter - einer davon sein verräterischer Diener - geblendet und ebenfalls kastriert. Der dritte konnte entwischen. (abaelard.de)

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Die Stelle ist mit reichlich Fußnoten versehen (die ich hier weggenommen habe). Auch an Bildern fehlt es nicht.

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* Héloïse, Äbtissin (Todesjahr 1164). WDR ZeitZeichen, 26.12.2019 14:53 Min. (Online)

** Und wenn noch eine kleine Stilkritik erlaubt ist: "Das im wahrsten Sinne des Wortes einschneidendste Ereignis im Leben des Philosophen" -- diese Formulierung ist wirklich nicht gut. Weil ? Nun ja, überexplizit aus Freude an der Darstellung des Selbstverständlichen. Irgend so etwas.

Freitag, 25. Oktober 2019

Fußball - Erinnerungen!

Ok, Arbeitspause. Einfach mal zwischendurch ...--



Einfach drauf und größer ziehen!

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Das waren noch Zeiten!

Freitag, 11. Oktober 2019

Netflix > Geschichtsunterricht

Gestern bei Netflix gleich mehre Folgen zu RÖMISCHES REICH > CÄSAR angesehen. Was war ich erstaunt! Obwohl ich mich seit jeher für Geschichte interessiere: Die Zusammenhänge zwischen den Namen Cäsar - Spartacus - Pompeius - Grassus - Brutus - Vercingetorix* - Marcus Antonius und Kleopatra hätte ich, erzählend, nie so herstellen können. Jetzt kann ich's auf einmal!

Überlegung: Sollte man den kompletten Geschichtsunterricht des Gymnasiums nicht bei Netflix in Auftrag geben?

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* Wenn ich nicht was übersehen habe, dann wurde allerdings über den "Verbleib" von Vercingetorix in der Serie nichts mehr gesagt. Schade. -- "Vercingetorix wurde nach seiner Gefangennahme sechs Jahre eingekerkert, bevor er im August oder September 46 v. Chr. bei Caesars vierfachem Triumph durch Rom geführt wurde, wo er im Anschluss daran getötet wurde. Wahrscheinlich fand seine Hinrichtung im Carcer Tullianus durch Erdrosseln statt." (Wikipedia) -- Ich bin mir da nicht sicher, aber ich glaube: Dieser "vierfache Triumph" wurde bei Netflix ausgespart.

Sonntag, 22. September 2019

Destroying all life on earth

Welche Filme über das Ende der welt gibt es?
Which films about the end of the world are there?

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Hier ist einer!

In New York City, a news report is broadcast informing the world that a mission to stop an incoming 70-mile wide asteroid known as "Matilda" has failed and that the asteroid will make impact in three weeks, destroying all life on Earth. Dodge Petersen (Steve Carell) and his wife, Linda (Nancy Carell), listen to the broadcast from the side of the road. When Dodge expresses disinterest, Linda disgustedly leaves the vehicle without a word. At home, Dodge reminisces about his high school sweetheart, Olivia, when he notices his neighbor Penny (Keira Knightley) crying on the fire escape. She has just broken up with her boyfriend Owen (Adam Brody) for making her miss her last opportunity to see her family in England. ...

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Freitag, 24. Mai 2019

Peter Metzingers 'Respice post te ...'


Der Spruch kommt mir heute morgen in den Sinn. Einfach, spontan. Muss ich dafür den Lateinunterricht loben? Vielleicht.

Dass ich diesen Spruch, als ich nachschlage, hier und in diesem Kontext finde, wundert mich denn doch.

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petermetzinger in business campaigning GmbH, business campaigning® concept, Campaigning Concept, Campaigning like Rock'n'Roll, Campaigning Summit Switzerland, Deutsch, Gedanken / Thoughts, Life of a Campaigner Mai 28, 2015 542 Wörter

Respice post te, hominem te esse memento

Der Titel bedeutet «Sieh dich um; denke daran, dass auch du nur ein Mensch bist» und wurde von einem Staatssklaven, der hhinter dem Triumphator auf dem Wagen stand, diesem Triumphator ununterbrochen zugeflüstert, während er nach einen erfolgreichen Feldzug – einer Kampagne – mit dem Siegeszug durch Rom fuhr. Ich erinnere mich gerne daran, wenn ich mal wieder Teil oder Leiter eines siegreichen Campaigning-Teams bin. Denn man gewinnt nie alleine.

Und dennoch muss ich zugeben, dass ich doch ein kleines bisschen stolz bin, zusammen mit Samy Liechti und Manuel Nappo gestern den M&K-Vordenkerpreis gewonnen zu haben: www.m-k.ch/mk-vordenker-das-sind-die-gewinner

Aber eben… ich bin nur einer von vielen Menschen, die den Weg zu dieser Entscheidung bahnten. ... (petermetzinger.com)

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Hey, und diese Form memento (Imperativ!?), die hatte ich wirklich nicht mehr im Kopf!

Dienstag, 7. Mai 2019

Pyramiden

Warum denn das nicht noch einmal anschauen?

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Denn erstaunlich ist ja zweierlei: 1. Dass die Ägypter mit ihren Mitteln die großen Pyramiden bauen konnten, und 2. dass sie keine Aufzeichnungen hinterlassen haben, wie sie das angestellt haben. Warum da keine stolzen Graffiti der Baumeister mit Konstruktionsskizzen?

Donnerstag, 2. Mai 2019

Geschichte unserer Universum-Vorstellung

Ich bin wieder mal dahinter her, die Geschichte unserer Universum-Vorstellung und unseres Wissens auflisten zu wollen. Ärgerlich, dass die Erweiterung meines ersten Versuchs nicht abgespeichert worden ist. Ok, ich hab nicht abgespeichert, muss es wohl heißen.


Ein Video zum Urknall und dem Nachfolgenden: "Eine kurze Geschichte des Universums - Vom Urknall bis heute". Von einer freundlichen Frauenstimme werden da gedankliche Ungeheuerlichkeiten sehr ruhig ausgesprochen:

"In den ersten 10 hoch minus 35 Sekunden expandierte das Universum mit mehr als Lichtgeschwindigkeit in der sogenannten Inflation."

"Das All war heiß und undurchsichtig. Lichtteilchen kollidierten ständig mit Materieteilchen. Doch nach etwa 400.000 Jahren änderte sich das. Die Atomkerne hatte sich mit den Elektronen zu neutralen Atomen vereinigt. Licht konnte sich jetzt ausbreiten. Das Universum wurde durchsichtig."*

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  • Erde > Mittelpunkt von allem > Scheibe > Kugel
  • Erde > Planet im Sonnensystem
  • Vorstellung von der Milchstraße (als einziger Galaxie)
  • Andere Galaxien
  • Entfernungsbestimmungen
  • Urknall > expandierendes Universum
  • Viele und immer mehr Galaxien
  • Beobachtungsgrenze > Urknall > Beobachtung ferner Sterne = Blick in die Zeit zurück
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  • ... Vorherige Vorstellungen?
  • 1785: Wilhelm Herschel postuliert Scheibenform des Milchstraßensystems. Mittel: systematischer Sternzählungen (Stellarstatistik). Noch keine Vorstellung, dass es auch andere Galaxien gibt.
  • 1900: Jacobus Cornelius Kapteyn entdeckt die Rotation unserer Milchstraße. Mittel: die Untersuchung der Spektralklasse und die Eigenbewegung der Sterne. K. geht noch davon aus, dass unsere Sonne im Zentrum der Milchstraße steht.
  • 1919: Harlow Shapley bestimmt ungefähre Größe unserer Milchstraße und erkennt, dass unsere Sonne nicht im Zentrum der Milchstraße ist, sondern eher am Rand. Mittel: Untersuchungen zur Verteilung der Kugelsternhaufen.
  • 1924: Edwin Hubble misst die Entfernungen von Spiralnebeln und zeigt, dass diese außerhalb unserer Milchstraße liegen und eigene Galaxien sind.
  • ... Spätere Erkenntnisse. > Anzahl der sichtbaren Galaxien. Bestimmung der Größe des sichtbaren Universums. > Verbindung zur Urknall-Theorie.
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* Irgendwann wird es in en Kommentaren wieder so richtig menschlich:


Tom Ost
Wenn du darauf antworten willst, dann bitte mit richtiger Gramatik und zumindest mit halbwegs richtiger Gramatik. Ich bin Legastheniker und schreib besser als du und ich werde mich nicht noch einmal dadurch quälen.

1. du wen du nicht an Gott glaubst dan tuh es nicht jeder kann an das glauben an was er will

Ja, wenn ich aber daran glaube das das Universum die geplatzte Eiterbeule die platzt ist es dumm.

2. ber wieso ist die religgion dan überhaupt irgendwie am passenden ort entstanden

Weil die Religion von Menschen erschaffen wurde.

3.wen es kein Gott gibt dan sollte das wort Gott es auch gar nicht exestieren können
...

Tom Ost
Jetzt wirst du Beleidigend?

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Montag, 18. März 2019

Dirce

Notizbuch

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Dirce was cruel towards previous wife of Lycus – Antiope. When Antipe’s sons – twins Amphion and Zethus – were convinced by the shepherd who raised them that Antiope is their real mother, they kill Dirce by tying her to the horns of a bull. (imperiumromanum.edu.pl)

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Sonntag, 3. März 2019

Strindberg et al.

Notizbuch

Ich stelle gerade um. Über den Dichter, der die folgenden Zeilen geschrieben hat, hatte ich immer eine feste Meinung -- aus der Sekundärliteratur und aus ein paar wenigen Leseproben. Jetzt sehe ich -- das war ein ganz anderer Mensch, nicht der, den ich mir da zusammengereimt hatte. Modern, experimentell. Vielleicht -- nein, sogar wahrscheinlich: hat er sich auch oft verrannt. Wie das in Zeiten des Umbruchs leicht geschieht. Solche Ausführungen wie da unten in Verse zu fassen -- das konnte späterhin, als der Wind sich gedreht hatte, nicht gut gehen. Aber man kann sich auf eine neue, andere Weise damit beschäftigen ...

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Strindberg, herrlichster der Hasser,
Scheerbart, heiliges Riesenkänguruh,
und vor Allen Du, mein blasser,
vampyrblasser Stachu* du,

der mit mir durch manche Hölle
bis vor manchen Himmel kroch,
Cancan tanzend auf der schwindelnden Schwelle –
Przybyszewski, weißt du noch:

wie wir, spielend mit der blöden
Sucht nach unserm Seelenheile,
aufgestachelt von der öden
Wüstenluft der Langenweile

und der Glut der Toddydünste,
unser Meisterstück begingen
in der schwierigsten der Künste:
über unsern Schatten zu springen?!

Wie wir jedes Weib verpönten,
das nicht männlich mit uns tollte;
wie wir selbst auf Nietzsche höhnten,
der noch »Werte« predigen wollte!

Denn auch wir, wir waren Jeder
mehr als weiland Faust verschrien.
Darum schrieb ich auf mein Dichterkatheder:
Doctor sämtlicher Philosophieen!

Und da sah ich endlich sie erscheinen,
die noch niemals jemand sah,
sie, die Schöpferin des All-Einen,
sie, des Satans Großmama: ...

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* Vgl. hier. -- Stanisław Przybyszewski (1868 - 1927).

Sonntag, 13. Januar 2019

"Der Reichtum des mesopotamischen Bodens ..."

Ich installiere die CR-ROM mit der Fischer-Weltgeschichte, die ich schon lange besitze. Mein Blick fällt auf einen Satz:

"Der Reichtum des mesopotamischen Bodens war sprichwörtlich, und Babylonien verdiente diesen Ruhm auch noch unter der persischen Herrschaft."*

Ist das ein vernünftiger, gar schöner Satz? Und ist er, damit zusammenhängend, sinnvoll? Warum sollte ein guter Boden nicht mehr gut sein, wenn die Herrschenden über das Gebiet wechseln? Und verdient etwas seinen Ruhm? Ein Gebiet gar?

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* Wunderbar, dass da auch die Stelle mit angegeben wird, wenn man einen Satz kopiert! > [Band 5: Die Mittelmeerwelt im Altertum I. Griechen und Perser: 17. Mesopotamien in der Perserzeit. Zeno.org: Fischer Weltgeschichte, S. 3634. (vgl. FWG Bd. 5, S. 339)]

Montag, 31. Dezember 2018

Human Face Evolution

Notizbuch

Eindrucksvoll! So hat sich das menschliche Gesicht im Laufe der Evolution herausgebildet.

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So schnell kann es gehen: Dieser Zeitraffer zeigt die Evolution des menschlichen Gesichts. Joy Lauter. 25.07.2016

(businessinsider.de)

Samstag, 29. Dezember 2018

60 Prozent


Das ist die klügste politische Analyse, die ich in den vergangenen 2 Jahren gelesen habe!

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Die Risse im Raum, die auf der sozialen und politischen Generalstabskarte hervortreten, sind noch ziemlich frisch, ein Resultat der Globalisierung seit Mitte der Neunzigerjahre. Zum ersten Mal in der Wirtschaftsgeschichte des Westens, behauptet Guilluy, leben die unteren Volksschichten heute nicht mehr dort, wo Beschäftigung und Wohlstand entstehen. Sie werden an die Ränder gedrängt, in eine "periphere" und "periurbane" Welt, die den Anschluss an die globale Entwicklung verpasst.

Und so stehen sich zwei Seiten gegenüber, die nur noch wenig teilen: auf der einen Seite die Metropolen, glitzernde Schaufenster der Globalisierung und ihres Zwillingsbruders, des Multikulturalismus, wo die neue Bourgeoisie und eine bunte Vielfalt von Migranten nebeneinander leben. Und die Peripherie der kleinen und mittleren Städte, der alten Industriegebiete und entlegenen ländlichen Regionen. In ihr konzentrieren sich soziale Kategorien, die früher wenig verband, Arbeiter, einfache Angestellte, prekär Beschäftigte, Landwirte, kleine Selbstständige, Rentner, jetzt vereint durch das Gefühl, einer doppelten Unsicherheit ausgesetzt zu sein: finanziell und kulturell. Sie bleiben unsichtbar, von ihnen spricht man nicht, sie leben unter dem ironischen, herablassenden Blick derjenigen, die intellektueller, gebildeter, beweglicher, moderner sind oder sich dafür halten. Aber sie machen in Frankreich, so Guilluys Berechnung, gut 60 Prozent der Bevölkerung aus.

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Frankreichs Gelbwesten | Die da draußen gegen die da drinnen || Die gewaltsamen Proteste der Gelbwesten in Frankreich zeigen: Wenn es nicht gelingt, den Konflikt zwischen Kosmopoliten und Populisten zu entschärfen

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Sie [die kleinen Leute] sind nämlich, was die Oberen immer wieder zu überraschen scheint, die Mehrheit: das Volk, der Demos. Eine Demokratie kann definitionsgemäß nicht ohne das Volk funktionieren, deshalb, so bestätigt es auch der Soziologe und Demograf Emmanuel Todd, "ist der Vorwurf des Populismus genauso absurd wie die Denunzierung der Eliten als solche". Wenn der Gegensatz zwischen Populismus und Elitismus unüberbrückbar wird, droht die Auflösung der Gesellschaft.

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