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Donnerstag, 21. Juli 2022

Grammatikfreiheit

Gibt es eigentlich junge Frauen die sich bei dem Folgenden leicht angewidert sofort abwenden?  

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... Währenddessen schrieb mir meine Lektorin jeden Tag, wann ich denn endlich wieder auf ihre E-Mails antworten würde. E-Mails? Das waren doch stressige Zwänge aus der alten turbokapitalistischen Welt. Doch meine Verdrängungsmechanismen wurden schwächer und schwächer, der Erscheinungstermin meines Buches rückte näher. Eigentlich hatte ich vor dem Lockdown eine gute Routine aus Frühstücken, Sport und Schreiben im Kaffeehaus entwickelt, aber jetzt wo das Café Weidinger hier in Wien geschlossen war, musste ich es zu Hause probieren, in meinen eigenen vier Wänden. Dort geriet ich sofort in eine unproduktive Abwärtsspirale aus Gammeln, Snacken und exzessiver Masturbation. Ich schrieb in dieser schweren Zeit ein Gedicht.


Homeoffice

Nickerchen

Wichsen

Nickerchen

Wichsen

Nickerchen

Wickerchen

Nixen


Der Weg vom Schreibtisch zum Bett war einfach zu kurz. Ich löste das Problem, in dem ich mir ein günstiges Schreibatelier mietete und versuchte in den nächsten Wochen mein Buchprojekt zu beenden. Befreundete Schriftstellerinnen besuchten mich, um ebenfalls an ihren Projekten zu arbeiten, dazwischen ging man schwimmen, es gab sogar Kulturveranstaltungen im Freien, Straßenfeste, der Sommer plätscherte dahin. Kanzler Kurz rühmte sich, wie er uns von der Pest befreit hatte.

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Das ist von Frau Stefanie Sargnagel (Realname: Stefanie Sprengnagel, geboren am 14. Januar 1986 in Wien). Nein, kein großes Getue. Wenn jemand sowas schreiben will -- bitteschön, wir haben Meinungs-, Gedanken- und Pressefreiheit. Nur darf man das halt dann auch oberdeppert finden. "Kanzler Kurz rühmte sich, wie er uns von der Pest befreit hatte." In Ordnung? Aber natürlich, wir haben ja auch Grammatikfreiheit!

Mittwoch, 9. März 2022

Unangenehme ... vollkommen bescheuerte Ausdrücke im Internet

  •  Trick: "Dieser Trick macht die Beerdigung kostenlos. Pro Verbraucher"
  • ...



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zebrabutter.net. Schlaues über Gutes und Schlechtes. » Die 10 irrwitzigsten Clickbait-Artikel aus dem Internet. Benny Krüger. 15. Oktober 2018 Netzkultur. Nach wie vor werden im weltweiten Web Klicks geködert, was thematisch mitunter wundersame Blüten treibt. Die 10 eigenwilligsten Artikel dieser Art hat unser Autor in einer Hitliste versammelt.

Sonntag, 6. März 2022

SPIEGEL-Kommentare

 SPIEGEL-Kommentar, nicht gebracht:


Und immer wieder die Frage: Gibt es in Russland nicht Menschen oder Institutionen, die Putin absetzen können?

Und auch das noch: Ich beobachte, zwischen Faszination und Schrecken schwankend, dass SPIEGEL-Leser das in der Ukraine und das Vorgehen Putins als WARHOPOLY verstehen. "Da muss man einfach (!) entschlossen (!) dagegen halten!" usw. Menschen aus dieser Warhopoly-Gruppe scheinen nicht zu sehen, dass die Gefahr einer Ausweitung dieses Kriegs unter der Voraussetzung PUTIN am Ende den Atomkrieg bedeuten kann.

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Egal wie es ausgehen wird, Selenskyj hat Putin jetzt schon besiegt.
Ja, die deutsche Sprache bringt es an den Tag: Es ist unklar, wer da wen besiegt hat.

31 Downvotes? Kann hier eigentlich niemand Deutsch?! Man muss doch auf dem Gymnasium im Deutschunterricht mal von Subjekt-Objekt-Ambiguität was gehört haben!

Sonntag, 23. Januar 2022

Diese Rechtschreibung! "Genausogut" / drangehen

Wenn man nachschlägt, erscheint ganz schnell und vorweg: 
"genausogut ist eine alte Schreibweise von genauso gut. Sie ist nach der reformierten Rechtschreibung von 1996 nicht mehr korrekt."

Was waren damals nur für Sprachstümper am Werk! Die die Form gesehen haben und den Wortakzent nicht. Der Akzent liegt eindeutig auf der zweiten Silbe. In den entsprechenden Fällen! Es ist ein Unterschied, ob man sagt
  • Genausogut könnte ich ihm ja Zucker in den Tank schütten!
  • Dieser Darjeeling ist exakt genau so gut wie dieser.
Aber das ist wahrscheinlich auch den Hanseln vom Rechtschreibrat ein Buch mit sieben oder acht Siegeln.

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Wir müssen endlich drangehen / darangehen, das Problem zu beseitigen. -- Daran gehen Sie schon nicht zugrunde. -- Sie müssen da rangehen wie Blücher!

Donnerstag, 13. Januar 2022

Bonmot? Paprikaschote! (synomyme.de)

Wie könnte man das Leben in Corona-Zeiten ertragen, wenn da nicht, via Internet, hin und wieder ein lautes, spontanes Lachen angesagt wäre!

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Da sieht man mal wieder, wie Sprache funktioniert! 

"Was bedeutet Schote?" 

"Nun ja, Paprikaschote zum Beispiel ..."


"Unwort" des Jahres


Sprachkritik. »Pushback« ist das Unwort des Jahres. Der Begriff »Pushback«, der das Zurückdrängen von Flüchtlingen an Grenzen bezeichnet, wurde von einer Jury zum »Unwort« gewählt. Mit der Aktion soll für unangemessenen Sprachgebrauch sensibilisiert werden. 12.01.2022

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Mein Kommentar, den der SPIEGEL erst mal nicht bringt:

Stellen wir die Sache mal in den -- immer mal wieder kritisierten -- Zusammenhang: In dem Medien haben sich Cliquen gebildet, die ihre Maßstäbe für "objektiv" und an den "Fakten" orientiert ansehen. Es sind aber nur die Maßstäbe der  in den Medien herrschenden Cliquen.

(Nach einigem Zögern doch gebracht! Hier.)

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Und natürlich wird auch das nicht gebracht:

Sehe ich es hier wie sonst recht, dann sind über 80 % der SPIEGEL-Leser gegen dieses Pushback- und Gender-Gedöns. Ich frage mich: Wie lange glaubt der SPIEGEL, glauben "die Medien" noch gegen ihre zahlenden Kunden anschreiben zu können?

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Do 13.01.2022 - 13:29 (nicht direkt gebracht. -- Aber dann -- *staun* -- hier steht es tatsächlich!)

2. und letzter Versuch:

Sehe ich es recht, dann sind über 80 % der SPIEGEL-Leser gegen diese Pushback- und Gender-"Diskussionen". Ich frage mich: Wie lange glaubt der SPIEGEL, glauben "die Medien", noch gegen ihre zahlenden Kunden anschreiben zu können?

Dienstag, 12. Januar 2021

Die Unwörter des Jahres 2020

Aus der Wikipedia-Diskussion und da aus gegebenem Anlass: 

Rückführungspatenschaften« und »Corona-Diktatur« sind . Das hat die Jury der sprachkritischen Aktion bekannt gegeben. Die Corona-Pandemie sei dominierendes Thema der 1826 bis zum 31. Dezember eingegangenen Einsendungen mit 625 unterschiedlichen Vorschlägen gewesen, sagte eine Sprecherin. Zuvor war bereits »Corona-Pandemie« von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres gewählt worden. (spiegel.de) 

Ich habe keine Lust, mich jetzt durch endlose Zeitungskommentare durchzuarbeiten. Aber: Es muss einfach eine Einordung der Unwort-Kürung geben: Wie viele andere Ansätze geht es um Versuche, in die Sprachentwicklung einzugreifen und nach erlaubt / unerlaubt, positiv / negativ, fortschrittlich / rückschrittlich zu sortieren. Das dient nicht selten den Machern, die einfach Publicity wollen. Man konnte das sehr schön ablesen an dem "Schönsten deutsches Wort der deutschen Sprache". Da hat Jutta Limbach zum Amtsantritt beim Goethe-Institut geschickt was Öffentlichkeitswirksames kreiert. Langenscheidt bekommt mit seinem Jugendwort des Jahres immer wieder kostenlose Werbung in den Blättern. Wissenschaftlich gesehen sind derartige Unternehmungen vom Ansatz und Ergebnis her bestenfalls zum Schmunzeln. Auch die Rechtschreibreform 1996 würde ich da, bei den Eingriffen in die Sprachentwicklung, einordnen. Und die GfdS hatte jedes Jahr ihre recht große Aufmerksamkeit. Die Entwicklung ist im vorliegenden WP-Artikel schön erfasst: "Nach Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als 'Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres' selbständig." 

Dass da versucht wird, Einfluss zu nehmen, ist ok. Es gehört zu einer freien Gesellschaft dazu, auch zur freien Meinungsäußerung. Genauso wie die Kritik an derartigen Versuchen zugelassen und dokumentiert werden sollte. Was m. E. aber nicht geht, das ist: Da irgend etwas "Sprachwissenschaftliches" zu sehen. Alle Sprachkämpfe sind normale politische Auseinandersetzungen. Die Wissenschaft kann und sollte diese Auseinandersetzungen beobachten und systematisierend dokumentieren; Partei ergreifen kann sie nach meinem Wissenschaftsverständnis nicht, wenn sie denn nicht zur Ideologie einer Gruppe oder Richtung werden bzw. in verschiedene Richtungen zerfallen will.

Dienstag, 17. November 2020

Practical reasoning: Sprachbarrieren & Gewaltübergriffe

 Das lese ich also:

"Das Problem: Zehn Prozent der Notfallpatienten, die in Deutschland akute medizinische Hilfe brauchen, haben Sprachbarrieren. Ein Drittel aller Gewaltübergriffe in Kliniken gehen auf Verständigungsschwierigkeiten zurück. Koräbinian Fischer von Triaphon im Interview" (sz-magazin.sueddeutsche.de)

Extrem merkwürdig das! Da gibt es also "Sprachbarrieren". Heißt: ein Patient kann kein Deutsch. Und da muss der Patient natürlich mit "Gewaltübergriffen" reagieren?! Und wir sollen das gleich als normal verstehen? Manchmal fällt einem wirklich  nichts mehr ein angesichts der von Medien als selbstverständlich suggerierten neuen Normalitäten.

In der Analytischen Philosophie gibt es das practical reasoning. Irgendwo zwischen gesundem Menschenverstand und Handlungslogik. Was also sollen wir tun? Verständnis aufbringen dafür, dass einer die Hand beißt, die ihn zu füttern versucht?

Freitag, 25. Oktober 2019

Rechtschreibung

Da hätte ich früher im Wikipedia-Café grinsend eine Bemerkung gemacht. Aber ich mische da ja nicht mehr mit. (Gut so! - Sage ich. Sagen vielleicht auch andere.)

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Bin ich nur etwas empfindlich, wenn ich als "Nordlicht" in der aktuellen Medienberichterstattung den Gebrauch des Wortes "Leiche" als pietätlos empfinde? Ich muss da immer an Filmtitel wie "Leichen pflastern seinen Weg" u.ä. denken. ... -- LeseBrille 07:07, 24. Okt. 2019

...

Leiche oder auch Leichnahm ist der korrekte, rein sachliche Fachbegriff für die sterblichen Überreste eines Menschen. ... -- 94.219.124.41 13:26, 24. Okt. 2019

Nicht weit davon entfernt:

Gute (?) Frage, wer weiß Rad?
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Wie es der Zufall so will, habe ich gestern einen Podcast gehört. Ein Anglist hat dafür plädiert, die Rechtschreibung nicht mehr so ernst zu nehmen. Bald würden Computerprogramme eh alles korrigieren, usw.

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ORTHOGRAFIE IN DER SCHULE. "Rechtschreibung ist nicht so wichtig". SWR2 Wissen: Aula. Von Werner Schäfer. -- In der Schule spielt Orthografie eine wichtige Rolle: Kinder sollen richtig schreiben. Muss das wirklich sein? Der Anglist Dr. Werner Schäfer hat sich darüber Gedanken gemacht. -- Werner Schäfers Thesen auf einen Blick: Richtig und gut ist nicht das Gleiche Die Gleichsetzung von Schreiben und Rechtschreibung ist ein verbreitetes Missverständnis. Der Unterschied ist aber nicht unwesentlich. Ein Text, der viele Rechtschreibfehler hat, kann gut sein, und ein Text, der keine Rechtschreibfehler hat, kann schlecht sein. (swr.de)

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Und? Wenn ich jetzt da Leichnahm lese? (Ein falsch geschriebenes Wort, das die Rechtschreibprüfung von Google tatsächlich unterkringelt!) Ich zucke kurz zusammen. Nicht schlimm. Aber ich würde, gegen den Vortragenden Werner Schäfer, tatsächlich annehmen, dass Orthographie-Kenntnisse etwas mit allgemeinem (Nicht-) Schreiben-können zu tun haben. Gibt es da nicht längst Untersuchungen?

Samstag, 19. Oktober 2019

"Die unklare Formulierung eines Gedankens ..."

Wieder so ein Fund! Ich hab diesen Satz von meinem "akademischen Hauptlehrer", der ihn gerne angeführt hat, immer wieder einmal gehört. Nur -- von wem stammt der Satz?

Erste Annäherung, eigenartig: Die Wortfolge meiner Suchanfrage bei Google stimmte wörtlich, bis hin zu dem "allemal", mit dem überein, was Andreas Metzner da an der Bar von Schloss Ehringerfeld gehört hat!

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[...] Sieht man das Problem von Komplexität oder Einfachheit so in Bezug auf vernetzte Aussagen der Theorie, ist es vielleicht besser, von Klarheit zu reden. In einfachster Form ist dies m. E. als Korrelation zwischen sprachlicher Formulierung und inhaltlicher Folgerichtigkeit zu fassen, denn: 'Die unklare Formulierung eines Gedankens ist allemal die Formulierung eines unklaren Gedankens'147.

Fn. 147 Dieser Aphorismus wurde mir am Rande eines Seminars nachts um 2 Uhr an der Bar von Schloß Ehringerfcld zugespielt (Danke!). Den Sinnspruch konnte ich mir merken, der Autor ist mir leider entfallen. Er kann aber auch ohne Zitation einer Fachautorität bleiben, denn er steht für sich, - ich fürchte bloß seinem Inhalt nicht immer gerecht werden zu können.

Andreas Metzner: Probleme sozio-ökologischer Systemtheorie. Natur und Gesellschaft in der Soziologie Luhmanns. Springer-Verlag, 08.03.2013 - 275 Seiten.

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Donnerstag, 17. Oktober 2019

odor

Englisch: odor - Geruch, Duft, Gestank, Wohlgeruch

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Die Bandbreite, die Wörter abdecken können! Und es fällt einem nur auf, dass da etwas eigenartig ist, wenn die eigene Sprache anders einteilt als die fremde.


Sonntag, 6. Oktober 2019

Grammatik "ganze sechs Mal"

Notizbuch

Wieder ein Beispiel für den Mikro-Sprachwandel.

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Sean Connery legte in den 1960er-Jahren den Grundstein für die bis heute überaus erfolgreiche Agenten-Filmreihe. Der Schauspieler schlüpfte ganze sechs Mal in die Rolle des James Bond, wurde aber immer unzufriedener mit der Darstellung seines Charakters. (kino.de)

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Dienstag, 6. August 2019

Linnemann vs. Gogolin

Geparkt: M. übermittelt, zur aufgeregten Linnemann-Debatte.

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Integration.Linnemann gegen Einschulung bei mangelnden Deutschkenntnissen Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen, dürften nicht eingeschult werden, sagt Unionsfraktionsvize Linnemann. Das ruft Kritik hervor, auch in den eigenen Reihen. 5. / 6. August 2019. (zeit.de)

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Der Ausgangspunkt bei dieser Kontroverse muss doch wohl sein: Nach welchen Kriterien, mit welchen Mitteln können wir entscheiden, ob A oder B recht haben? 

Im SPIEGEL lese ich:

"Gogolin: Es ist offensichtlich, dass der Mann keine Ahnung hat. Es ist totaler Unsinn, Kinder von der Schule fernzuhalten, bevor sie Deutsch sprechen."

Klingt gut, hat aber diesen Haken: Da tritt A an, um sofort B zu diskreditieren. Dann kommt ein -- wahrscheinlich doch: vorsätzliches Missverstehen. Dieses Pochen darauf, jetzt mal als Fachfrau zu sagen, wie es sich wirklich verhält, ist mir schlichtweg als Umgangston unangenehm.

Ich versuche erst einmal, Linnemann zu verstehen. Er meint ja nicht, dass die nicht Deutsch sprechenden Schüler ausgeschlossen werden von den Schulen, er will, dass sie "erst mal gesondert" Deutsch lernen. Als Voraussetzung, um am Unterricht teilnehmen zu können. Dahinter stehen wahrscheinlich Gespräche mit Grundschullehrerinnen, die klagen, dass sie zum eigentlichen Unterricht nicht mehr kommen, weil die Grundschüler*innen zu 80% nicht oder nicht richtig Deutsch können. Es ist das Problem von arg disparaten Gruppen. Egalitär vorgehen oder leistungsorientiert? Da gibt es keine einfachen Lösungen, auch nicht für Ingrid Gogolin und ihre interkulturelle Pädagogik. (Kommt Gerhard Schröder zurück, sagt der: "Ach diese Professorin aus Hamburg! Ha!" Das war's dann.)

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Samstag, 13. Juli 2019

The Blackest Black on Earth!

Notizbuch

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GALILEO: WAS STECKT HINTER DEM SCHWÄRZESTEN SCHWARZ DER WELT?

Staffel 2017 • Episode 87 • 29.03.2017 • ProSieben

Dunkler geht's kaum: Je schwärzer ein Gegenstand erscheint, desto mehr des auf ihn fallenden Lichts absorbiert er. Forscher haben nun ein Schwarz hergestellt, das es noch nie gab.

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"Der Künstler Anish Kapoor hat im Sommer 2014 erklärt, dass er mit Vantablack arbeiten wolle. Inzwischen hat er sich für einen sehr hohen Preis die exklusiven Nutzungsrechte an der Verwendung im Bereich Kunst gesichert."

Aber erfunden hat er es nicht, wie wir sehen!

"Der Künstler Anish Kapoor hat im Sommer 2014 erklärt, dass er mit Vantablack arbeiten wolle. Inzwischen hat er sich für einen sehr hohen Preis die exklusiven Nutzungsrechte an der Verwendung im Bereich Kunst gesichert. Kapoor war schon immer von tiefen, dunklen, sinnlichen Farben fasziniert. Dieses Vorgehen hat Kritik anderer Künstler wie Christian Furr oder Stuart Semple hervorgerufen, die ebenfalls gerne mit Vantablack arbeiten würden." (Wikipedia)

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Das schwärzeste Schwarz der Welt: Jetzt können Sie es kaufen 24.04.2017 VON FRANZISKA HUBER || Schwärzer geht nicht mehr. Nachdem Anish Kapoor die Rechte am schwärzesten Schwarz erwarb, hetzte er die restliche Kunstwelt gegen sich auf. Jetzt schlägt der britische Künstler Stuart Semple zurück und lässt alle Menschen weltweit das schwärzeste Schwarz mit seiner eigenen Kreation erleben. ... Den ebenfalls britischen Künstler Stuart Semple ärgerte die Beschlagnahmung der Farbe durch Anish Kapoor ganz besonders. Um dem „Farbendieb“ deshalb eine Lektion zu erteilen, kreierte dieser eine ganze Sammlung an Spezialpigmenten, die vom „pinkesten Pink“, „grünsten Grün“ bis hin zu seinem eigenen „schwärzesten Schwarz“, das „Black 2.0“, reicht. Kaufen kann die Farbe (150ml kosten circa 14€) eigentlich jeder: Anish Kapoor und seine Angehörigen jedoch nicht. Beim Einkauf werden Kunden nämlich tatsächlich um eine Bestätigung gebeten, dass sie weder Anish Kapoor selbst sind, noch in irgendeiner Beziehung zu diesem stehen, sowie dass sie den Artikel auch nicht in dessen Namen oder von einem seiner Mitarbeiter kaufen. Des Weiteren sollen die Kunden angeben, dass der Artikel definitiv nicht in die Hände von Anish Kapoor geraten wird. Haben sie dies alles bestätigt, können die Kunden dann endlich die „meist pigmentierte, flachste, matteste, schwarze Acrylfarbe der Welt“ erwerben. (chip.de)

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Weiter und immer weiter ...

Blacker than VantaBlack

Darker Than Vantablack—Absorbs 99.9923% of Light | The Worlds Blackest Black vs The Worlds Brightest Flashlight (32,000 lumen)—Which Will Win?


Mittwoch, 10. Juli 2019

Martin Schneitewind

Notizbuch

Auf Schneitewind und all das, was hinter diesem Namen steht, hat mich das Buch von Thomas Strässle, Fake und Fiktion. Über die Erfindung von Wahrheit gebracht.

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Spektakulärer Fund? Ein Orient-Roman von Martin Schneitewind | BR24 || Wenn überhaupt sind solche Spekulation nur der Anlass, sich selbst zu befragen, wie man es denn so hält mit der Trennung zwischen Fiktionen und Fakten. Und noch einmal muss man ihm, Raoul Schrott, recht geben: "Was alte Quellen ausdrücken, sind Ideen. Je älter, desto frischer sind sie in ihrer Konzeption. Anders ließe sich nicht erklären, weshalb die griechische Mythologie heute noch so bedeutsam ist." (br.de)

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Den Umschlag von Strässles Buch würde ich übrigens gerne den Book-Cover-Award 2017 verleihen. Also -- erst mal für diesen Preis vorschlagen, meine ich.


Man muss ein wenig suchen, 
bevor man den Grafiker findet. Also -- 
Umschlag: Peter-Andreas Hassiepen, München


Und das Buch von Strässle? Unbedingt lesenswert!

Sonntag, 16. Juni 2019

Stil-Lachen

Notizbuch

Ein Sprachwissenschaftler vertritt die These, dass man Schulaufsätze in einer mittleren Zahl, so 100 ungefähr, einfach einmal wirklich sorgfältig korrigieren müsse, um zu sehen: Natürlich gibt es Fehler, bei denen alle Deutschlehrer einen Fehler anstreicheh; aber es gibt eben bei Stil / Ausdruck Fehler, die wahrscheinlich ganz und gar unterschiedlich gewichtet werden. 

Man muss nicht Schulaufsätze nehmen. Manchmal geht's auch mit Internet-Seiten. Beispiel, auch wenn der Inhalt grausam ist, rein sprachlich betrachtet:

Dem General wurden Arme und Oberkörper mit Messern aufgeschnitten. Er wurde dann in das Fischbecken geworfen, in dem aus Brasilien importierte Piranhas ihr Unwesen trieben. (noizz.de)

Dass in einem Fischbecken Piranhas "ihr Unwesen treiben" -- was ist das? Verzeihlich-lustig oder unverzeihlich-deppert?

Donnerstag, 30. Mai 2019

"Sprachensterben pro und contra?"

Mal wieder bei gutefrage.net mitgelesen.

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Frage von Eilema2208 vor 1 Stunde, 47 Minuten


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"Ich glaube kaum, dass es da irgendwelche Vorteile gibt."

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Nun denn -- ein extrem großer Vorteil wäre: Wenn alle Sprachen bis auf eine ausstürben (!), dann hätten wir den Turm zu Babel überwunden! Wir würden uns überall auf der Welt mit dieser einen verbliebenen Sprache verständigen können. Wäre das nicht ein extrem großer Vorteil?

Ein bisschen weitergedacht:


  • Man muss prüfen, wie viel unreflektierte Sozialromantik in der Angst vor dem "Sprachensterben" drinsteckt. Heißt:
  • Man muss genauer hinschauen. Welche Sprache ist wann warum und mit welchem Effekt ausgestorben? (War's vielleicht doch nur ein Dialekt, der in den letzten Jahren seines Lebens von 384, 383, ... Menschen gesprochen wurde?)
  • Oder ist eine Sprache nur in Teilsprachen zerfallen?
  • Ein immer mich immer wieder faszinierender inverser Einzelfall: Die Rekonstruktion des Ivrit aus einer toten Religionssprache. Israel hat seine Standardsprache aus der Totenkammer zurückgeholt! (Wir Könnten es ja, vergleichbar, mal mit dem Kirchenlatein versuchen und daraus Europäisch machen!)


Zu 1-3: Wenn das Norn ausgestorben ist, dann wird das heute kaum jemand vermissen. Es sei denn aus prinzipiellen Gründen, weil nichts, aber auch gar nichts vergehen soll. (Siehe das mit dem Sozialromantischen!)

Latein ist in die romanischen Sprachen zerfallen. Ist es damit "ausgestorben" oder hat es Kinder bekommen und ist dann den Weg alles Irdischen gegangen?

Nicht vergessen: Die modernen Nationalsprachen sind relativ junge, merkwürdige Gebilde. In der Regel eine Vereinigung von vielen Dialekten in 1 Sprache. Wobei meist ein führender Dialekt zum Standard wurde. (Das Toskanische in Italien, das Hannover-Stadtdeutsch in Deutschland. -- BTW Vergesst die Mär von der sächsischen Kanzleisprache! Das war was künstlich Geschriebenes. Höchstens. Sächsisch hat sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert. Es war und ist -- von außen besehen -- ein lustig klingender Dialekt.)

Und noch mal weiter: Viele Dialekte sterben aus (Norddeutschland) oder werden durch das Fernsehen und überhaupt: "die Medien" mit der Zeit stark ausgedünnt und verwässert (Süddeutschland). Auch da wird manchmal sogar von staatswegen dagegengehalten. Wahrscheinlich vertane Liebesmüh.

Also, Schlusspunkt, realistisch: Englisch zur Weltsprache zu machen, auch wenn dann ca. 700 Sprachen aussterben -- gar keine schlechte Idee. Nur eben nicht politisch durchsetzbar. Allein schon wegen der Franzosen. ;-)

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Freitag, 3. Mai 2019

DeepL, die Wikipedia und die Wissenschaft

Die Wikipedia ist vieles. Und gelegentlich ist sie halt einfach auch sehr anregend. Beispiel:

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"Der DeepL-Übersetzer ist ein Online-Dienst der DeepL GmbH in Köln zur maschinellen Übersetzung, der am 28. August 2017 online gestellt wurde. Bei seiner Veröffentlichung soll der Dienst eigenen Angaben zufolge in Blindstudien die Angebote der Konkurrenz u. a. von Google, Microsoft und Facebook übertroffen haben." (Wikipedia)

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Ich beginne einen Diskussionsabschnitt zu dieser Seite so. Und es geht dann weiter.

Weil ich gerade in diesem Bereich unterwegs bin: Auch wenn die WP keine Stiftung Warentest ist: In diesem Fall wäre es gut, wenn ein paar Beispielzeilen mit aufgenommen würden.

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Earlier this year, Amélie Wen Zhao’s literary career almost imploded before it had even begun.

Her debut novel, “Blood Heir,” was six months away from publication, but it was already getting pummeled. The controversy started in January, when some readers argued that Zhao’s depiction of slavery was racially insensitive. It quickly snowballed into an online pile-on, as some commenters who hadn’t read the young adult fantasy book expressed outrage about its contents. (nytimes.com)

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DeepL

Anfang des Jahres brach Amélie Wen Zhaos literarische Karriere fast zusammen, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Ihr Debütroman "Blood Heir" war sechs Monate von der Veröffentlichung entfernt, aber er wurde bereits geschlagen. Die Kontroverse begann im Januar, als einige Leser argumentierten, dass Zhaos Darstellung der Sklaverei rassistisch unsensibel sei. Es schneite schnell zu einem Online-Pile-On, als einige Kommentatoren, die das Fantasy-Buch für junge Erwachsene nicht gelesen hatten, ihre Empörung über den Inhalt äußerten.

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Google

Anfang dieses Jahres brach Amélie Wen Zhaos literarische Karriere fast zusammen, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Ihr Debütroman "Blood Heir" war sechs Monate vor der Veröffentlichung, aber es wurde bereits verprügelt. Die Kontroverse begann im Januar, als einige Leser argumentierten, dass Zhaos Darstellung der Sklaverei rassisch unempfindlich sei. Es verwandelte sich schnell zu einem Online-Pile-on, da einige Kommentatoren, die das Fantasy-Buch für junge Erwachsene nicht gelesen hatten, Empörung über den Inhalt äußerten.

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Das Bessere von DeepL hält sich m. E. in Grenzen. rassistisch unsensibel besser als rassisch unempfindlich. Ein Roman wird von der Kritik weder geschlagen noch verprügelt. Und ähnliches mehr. Wobei -- rassistisch unsensibel geht natürlich auch nicht. Und der Schneeball erst! Verwandeln ist da wohl zu schwach, wenn aus einem Schneeball eine Lawine wird. Und das einfache Schneien ist voll neben der Spur. 21:10, 1. Mai 2019

Eigene Beispiele aufzunehmen macht keinen Sinn, ist WP:TF, nicht repräsentativ, das Ergebnis ändert sich immer wieder wenn die Übersetzungsmaschinen aktualisiert werden, etc. --KurtR 21:25, 1. Mai 2019

Schon richtig, das mit der schnellen Veränderung und dem nicht Repräsentativen! Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen, 1 x im Jahr mit unterschiedlichen Texten und ausreichend Korrekturen und Kommentaren tätig zu werden und zu veröffentlichen. Das könnten wir dann hier verlinken. (Hmm. Eigentlich müsste es das doch schon geben ...) 10:02, 2. Mai 2019

Einfach weil ich neugierig war:

Externe Dolmetscher überprüften dabei 100 Sätze, die sowohl von DeepL übersetzt wurden als auch von den Online-Werkzeugen von Google, Microsoft und Facebook, wo sich Postings und Kommentare in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen. DeepL lag bei seinen Übersetzungen deutlich häufiger richtig als die Onlinedienste der großen amerikanischen Internetfirmen: ... (spiegel.de)

Wobei - eine Sache erinnert mich an den Witz, dass Mathematiker eine Analog-Uhr die überhaupt nicht geht einer anderen, die 3 Minuten pro Tag vor geht, vorziehen. Weil: Die kaputte Uhr zeigt zweimal pro Tag die exakte Zeit! Die andere nur alle 240 Tage. (Stimmt die Rechnung mit den 240 Tagen?)

"Your brother's gonna kill me and he's six feet ten" aus dem Lied "Can't Stand Losing You" von The Police macht der Google Übersetzer: "Dein Bruder wird mich töten und er ist sechs Fuß zehn." Da muss man erst einmal kurz drüber nachdenken." [...] "Dass zumindest das Übersetzen ins Deutsche bei DeepL tatsächlich besser funktionieren könnte als bei der Konkurrenz aus dem Silicon Valley, darauf lässt zumindest die Übersetzung der obigen Liedzeile hoffen: "Dein Bruder wird mich töten und er ist 1,80 m groß." Aus Fuß werden Meter, auch wenn die zehn Zoll dahinter noch unterschlagen werden. "Six feet ten" ergeben korrekt umgerechnet nämlich über zwei Meter." (Ebd.)
Die Übersetzungen von Google und DeepL sind übrigens, soeben überprüft, exakt die gleichen geblieben. 10:21, 2. Mai 2019

Mir ist unklar, wieso das für die Wikipedia relevant wäre. So etwas gehört nicht in eine Enzyklopädie. Wie schon richtig geschrieben, ist die WP keine Stiftung Warentest (und den Klotz will sich hier sicherlich niemand ans Bein binden). Außerdem würden wir uns damit auf das Terrain von WP:TF begeben. --Winof (Diskussion) 19:11, 2. Mai 2019

Ich dachte, das was ich da geschrieben habe, sei selbsterklärend. Aber da dem offensichtlich nicht so ist (für manche jetzt vielleicht etwas überexplizit) -- gemeint war Folgendes: "Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen, 1 x im Jahr mit unterschiedlichen Texten und ausreichend Korrekturen und Kommentaren tätig zu werden und zu veröffentlichen. Das könnten wir dann hier verlinken." Da ich davon ausgehe, dass auch Fachleute aus den Wissenschaften gelegentlich bei der WP vorbeischauen, war das, zusammen mit den Beispielen anschließend, als Anregung gemeint, sich der Sache doch mal anzunehmen, auf dass die WP "verlinken" könnte. Ich halte ein solches Anregen für absolut legitim. Und in einem bestimmten Umfang ist diese Anregung auch an mich selbst adressiert. 11:56, 3. Mai 2019

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Mittwoch, 20. März 2019

"Respektschelle"

Ich habe doch eigentlich einen ziemlich ausgebauten Wortschatz. Schlechte Selbsteinschätzung wieder mal. Dieses Wort habe ich bis heute nicht gekannt: Respektschelle. Ich dachte dann zunächst, das sei eine kleine Gruppe Jugendlicher, die dieses Wort verwendet oder gerade erfunden hat. Dass außerhalb der fränkischen Dialekte des Wort Schelle für Ohrfeige überhaupt existiert -- allein schon das ist für mich erstaunlich. 

Aber nun, ich finde:

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»Nach Jasmins Ausraster GNTM: Ohrfeige in Klum-Show - Anwalt verklagt Sender"

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Konkret geht es um die Kandidatinnen Jasmin und Lena. Letztere soll von Jasmin geschlagen worden sein - was das Nachwuchsmodel auch selbst per Instagram zugab. ›Ich hab Lena eine geklatscht. Lena war zu frech‹, sagt die 19-Jährige dort. Sie habe Lena eine ›Respekt-Schelle‹ verpasst, so Jasmin weiter.« (abendzeitung-muenchen.de)

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OpenOffice kennt das Wort auch! Ja da legst di nieder! Es möchte Respekt-Schelle zu Respektschelle ändern.

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Ich suche noch ein wenig. Was für interessante Auseinandersetzungen es gibt!

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"@SPIEGELONLINE Mehr Video aus Australien: 17-Jähriger haut islamfeindlichem Politiker ein Ei auf den Kopf" 

Auf den Ei-Angriff hat der Islamfeind offenbar mit einer Ohrfeige -- oder auch mehreren -- geantwortet.

Leserreaktionen bei SPIEGEL Online:

"@Caligo ‏ "Die Respektschelle hat er verdient. Alle, die was anderes behaupten, haben scheinbar die selbe respektlose Erziehung genossen, wie der Junge."

@maulwurfsky "Wie bekommt man denn bitte um Himmels Willen das Wort 'Respektschelle' in seinen aktiven Wortschatz?"‏

@JankeHansenM "Das funktioniert vermutlich nur, wenn man wie @DerCaligo, den Unterschied zwischen anscheinend und scheinbar nicht kennt."

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Dienstag, 5. März 2019

Sprachanalyse: Korrekturlesen

Wie beurteilen wohl Deutschlehrer diese zwei Sätze? Ohne weiteren Kontext und ohne Kenntnisse hinsichtlich der Person des Schreibers. Welche Fehler streichen sie an und welche übersehen sie? Welche Note schreiben sie unter die Sätze. Ein Beurteilungsspiel, nicht mehr und nicht weniger.

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Das Buch hat mich neugierig gemacht, da ich mir unter "Selbsthypnose" erst einmal nichts konkretes vorstellen konnte.

Da ich ein sehr neugieriger und wissbegieriger Mensch bin wollte ich mehr zu diesem Thema in Erfahrung bringen und habe es mir prompt gekauft.

(Aus einer Amazon-Rezension)

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