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Mittwoch, 18. September 2019

Die Maus und der Berg

Wieder so eine kleine, feine Sprachfrage. Gebiert der Berg, wenn man so umformt? Oder gebärt er?

"Der Berg kreist und gebiert eine Maus."

Für mich ist das eine Redewendung, die einfach alt ist. Normalerweise wird daraus ein gebärt. Oder doch nicht?!

Aus einem ZEIT-KOMMENTAR.

Klimakabinett? Beschlüsse?
Der Berg wird kreisen und - bestenfalls - eine Maus gebieren.
13. September 2019

Freitag, 29. Juni 2018

"Our son of a bitch"

Ich dachte zum einen, dass das viel länger her ist, dass ich das geschrieben habe, und dann dachte ich, ich hätte es schon hierher kopiert.

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In den Suchmaschinen wird noch auf diese Seite verwiesen, aber hier steht es nicht mehr. Ist ok. Ich hatte, erinnere ich mich recht, nur einen Satz geradegestellt. Jetzt hat es mich dann aber doch dem Inhalt nach interessiert. Gefunden:

“But He’s Our Son of a Bitch” by Kevin Drum May] 16, 2006 POLITICS “BUT HE’S OUR SON OF A BITCH”….I’d never thought about this before, but inspired by an offhand comment here I went looking for the origin of the famous “son of a bitch” quote. Here are three contenders: Reference.com: It was Roosevelt who made the often-quoted remark about the dictator of Nicaragua, Anastasio Somoza: “Somoza may be a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.” Dick Morris: FDR’s memorable characterization of Spain’s brutal dictator Francisco Franco: »Sure he’s a son of a bitch, but he’s our son of a bitch.« Michael Wood: Rafael Leònidas Trujillo, long-term dictator of the Dominican Republic….The Americans supported him because, as Cordell Hull said, in a phrase since used countless times of other unappealing figures, ‘he was a son of a bitch, but he was our son of a bitch.’ Bottom line: we don’t know who said it, who it was said of, or where it came from. Or whether anyone ever said it at all. Apparently the best we can do is this guy, who tracked it back to a 1966 biography of Trujillo written by Robert Crassweller. However, when he contacted the author, Crassweller told him that although the quote had “acquired a great deal of generality,” he didn’t have any way of tracking it down. Yet another famous quote that seems to have appeared out of nowhere. How many more are there? (washingtonmonthly.com)

Ein tolles Forschungsgebiet: Falsch / nicht belegbar zugeschriebene Sinnsprüche usw. Luther, das Apfelbäumchen und das Furzen und Rülpsen, usw. Auch: multipel zugeschriebene Zitate also, wie das mit dem "our son of a bitch / unser Schweinehund".  -- 9. Februar 2018

Dienstag, 19. September 2017

Sonette ...

Wenn es so etwas wie eine
contradictio in poema gibt,
dann hat der Gernhardt selig mal wieder
den Vogel abgeschossen!

Plumps. Und da liegt er nun.
(Der Vogel. Nicht der Gernhardt.)
Und wartet darauf,
ausgestopft zu werden.

Ich mache mich ans Werk und präsentiere -- voilà:

--

Sonette find ich sowas von beschissen,
so eng, rigide, irgendwie nicht gut;
es macht mich ehrlich richtig krank zu wissen,
daß wer Sonette schreibt. Daß wer den Mut

hat, heute noch so’n dumpfen Scheiß zu bauen;
allein der Fakt, daß so ein Typ das tut,
kann mir in echt den ganzen Tag versauen.
Ich hab da eine Sperre. Und die Wut

darüber, daß so’n abgefuckter Kacker
mich mittels seiner Wichserein blockiert,
schafft in mir Aggressionen auf den Macker.

Ich tick nicht, was das Arschloch motiviert.
Ich tick es echt nicht. Und wills echt nicht wissen:
Ich find Sonette unheimlich beschissen.

Robert Gernhardt

Mittwoch, 22. Juni 2016

Hannes Thor Halldórsson

Gestern bei "ran", das EM-Spiel der Kommentator erzählt zwischendurch die launige Geschichte vom isländischen Torwart, der sich, ich glaube als 12jähriger, mit seinem Vater ein Skirennen geliefert hat und -- der Originalton:

  • "Das Ergebnis war: er schultert sich die Kugel aus".

Dann geht es direkt weiter, zurück zum Spiel.

Die Chefin vom Dienst wird es ihm auf den Kopfhörer gesagt haben. Korrektur unversehens, ca. 10 Minuten später, um 19:29 Uhr. Bleibt die Frage, ob man sich die Schulter oder den Arm "auskugelt" (funny German word anayway and so far). -- Ok, die Fachleute sagen, dass sich tatsächlich die Schulter auskugelt.

--

Und das muss man natürlich gesehen und vor allem: gehört haben!

https://cdn-hw.streamable.com/video/mp4-mobile/f6hj.mp4

Mittwoch, 14. Oktober 2015

"Stammtisch"

Ausgangspunkt ist ein Satz in einem Artikel in der Süddeutschen:

"Vor einem Monat dagegen wurde noch darüber diskutiert, ob die Willkommenseuphorie tatsächlich die Dominanz über die Stammtische gewonnen hat. 'Fremdenmut' hat der Spiegel genannt, was wir damals erleben durften. | In einem Sommer der Hilfsbereitschaft dominierte das Pathos der Opfer und der Hilfesuchenden die Berichterstattung. Jetzt wird immer klarer: Die Willkommenseuphorie, so ermutigend sie war und immer noch ist, kann nicht einfach so in Willkommenskultur verwandelt werden. Und der Stammtisch, er schlägt zurück." (Süddeutsche | Sebastian Gierke: Warum das Mitleid verloren geht. Flüchtlinge nutzen Deutschland. Na und? Spielt das eine Rolle, wenn es um die Grenze der Belastbarkeit geht?)

Ganze nahe bei den Stammtischen liegen so kreative Wendungen wie
Meine Frage: Wer sitzt da eigentlich an den Stammtischen? Und wer sitzt da nicht? Was bedeutet dieses Wort Stammtisch im Zusammenhang mit politischer Argumentation? Natürlich schaut man da zunächst mal auf (in?) die Wikipedia und die dortige Diskussion. (Ich stelle fest, dass ich vergessen habe, dass ich da mal eine Frage gestellt habe, aber nicht weiter bei dem Thema geblieben bin. Ja nun: Gut Ding will Weile haben. -- Und was sagt der Duden?)

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Vorüberlegungen:
  1. Am Stammtisch im Wirtshaus treffen sich eingesessene Bürger zum Bier oder zum Weintrinken und unterhalten sich so über dies und das, auch über Politik.
  2. Stammtisch-Angehörige gelten wohl zurecht als stramm konservativ und latent "rechts".
  3. In der Regel sind die 'Stammtischbrüder' (es sind ja kaum Schwestern dabe) aber auch als sehr normale Bürger und Stützen der Gesellschaft.
  4. ...

Montag, 9. Februar 2015

“Dreck am Stecken” haben

Schön immer, wenn Experten versuchen, Redewendungen zu begründen und zu erklären. Hier ein Beispiel, erklärt beim SWR:

"Woher kommt die Redewendung “Dreck am Stecken” haben? | von Rolf-Bernhard Essig am 11.09.2013 | Es geht eigentlich um die Zeit, als die Straßen noch nicht befestigt waren. Wer jemand besuchte, musste über unbefestigte Wege und hatte daher Dreck an den Schuhen. Um diese Beschmutzung zu verbergen, hat man mit einem Wanderstock versucht, die Schuhe zu reinigen. Aber dann hing natürlich Dreck am Stecken. Und das wurde dann auf jemand übertragen, der eine Schuld hat. Denn die steht ja auch für das Schmutzige, das Reine dagegen für das Schuldlose. Wer Dreck am Stecken hat, versucht eine Untat zu verbergen."

Was das Reinigen der Schuhe mit dem Verbergen einer Untat zu tun haben soll, bleibt unklar. Schlicht: Natürlich weiß in aller Regel keiner, woher die Wendungen kommen und wie sie zu erklären sind. Es wird frei drauf los fabuliert. Manchmal wird auch aus einem Buch abgeschrieben, in dem einer eine halbwegs passende Erklärung erfunden hat. Ich zum Beispiel habe mir diese Wendung Er hat Dreck am Stecken immer ganz anders und ziemlich obszön erklärt. Was hier nicht im Einzelnen erläutert werden soll.

Donnerstag, 15. August 2013

When in Rome ..

... do as the Romans do!

Hic Rhodos, hic salta!

Sagen diese beiden Sätze das gleiche oder nicht? Natürlich nicht.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Vorgehen gegen Iminent & Co.

[ Im Aufbau. Wird fortgesetzt. ]


Ich trage jetzt erst einmal alle Dinge zusammen, die wahrscheinlich notwendig sind, um die elendigen "Add-ons" AVG, Babylon Search und vor allem Iminent Search aus Chrome zu entfernen.
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Das was der nette Mann mit der netten Stimme hier für AVG empfiehlt, nämlich unter "Windows Programme deinstallieren", das geht schon mal nicht, denn AVG usw. tauchen da als Programme erst gar nicht auf.

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Dieses stumme YouTube-Video, das eigentlich nur aus Textanzeigen besteht, erklärt erst mal, wo das Problem liegt:

[ Hoppla! Kann man seit ein paar Tagen nicht mehr Bilder direkt von der Festplatte bei blogger.com einfügen?! Nein, geht doch! ]





Der Rest dann in diesem Wort-Video. Ich will die Erkenntnisse des Autors schließlich nicht einfach abkupfern.

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<Weiter hier, demnächst.>

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Das muss man kennen, hier direkt von Windows:

Anzeigen versteckter Dateien

Führen Sie folgende Schritte aus, um versteckte Dateien und Ordner anzuzeigen.

1. Öffnen Sie Ordneroptionen, indem Sie auf die Schaltfläche Start klicken, auf Systemsteuerung klicken, auf Darstellung und Anpassung klicken und dann auf Ordneroptionen klicken.

2. Klicken Sie auf die Registerkarte Ansicht.

3. Klicken Sie unter Erweiterte Einstellungen auf Alle Dateien und Ordner anzeigen, und klicken Sie dann auf OK.

Montag, 10. Oktober 2011

Bats

to have bats in the belfry

He has bats in the belfry. -- Wörtlich: Er hat Fledermäuse im Glockenturm. = Er ist bescheuert / verrückt / ...

Montag, 28. März 2011

Wikipedia: Liste der seltsamen Formulierungen

Es ist bei einer Enzyklopädie, an der jeder mitarbeiten kann, wahrscheinlich nicht zu vermeiden: Manche Redewendungen sind nicht sonderlich passend: erinnern an Oberstufen-Schulaufsätze, usw. Hier ist wieder so ein Fall

"Bei der Recherche nach „Gemeinplatz“ stößt man schnell auf Flauberts Wörterbuch der Gemeinplätze."

Dienstag, 20. April 2010

Rechtschreibreform

"Der Stuhl ist trotz meiner Ansicht nach nicht ausreichender Anleitung recht schnell zusammen gebaut."

Voll emotional: Dieses vollständig bescheuerte "Stammprinzip" der Rechtschreibreformer. Wer hat da nur stümperhaft Sprachingenieure rangelassen!?

... zusammen gebaut ... = wir waren zu dritt
... zusammengebaut... = aus Teilen wurde ein Ganzes

Mittwoch, 23. Mai 2007

Redewendungen-Sammlung

Wenn ich mal eine Redewendungen-Sammlung des Deutschen anfange -- keine Sammlung der Idiomatik, sowas gibt's ja zuhauf, sondern eine echte Sammlung von gebräuchlichen Floskeln -- dann werde ich diese Wendung garantiert wie ein Motto an die Spitze setzen:

"Jetzt auf meine alten Tage frage ich mich, ob..."

Und ich werde nicht vergessen zu fragen, von welchem Alter an diese Wendung angemessen ist. Heutzutage.

Und es ist ja so einfach und schön: de Google-Suche bringt immerhin

"ungefähr 20.300 für 'auf meine alten Tage'"

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Geheimnisvoll: Heute, am 24. Mai 2007, um 16:40 Uhr auf einmal:

"ungefähr 20.100 für 'auf meine alten Tage'"