Bei der ZEIT hat man konsequent die freie Auswahl:
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Niederlande: Plötzlich sagt keiner mehr Islam | ZEIT ONLINEwww.zeit.de › Politik
06.03.2017 - Talkrunde dabei, sein Name wird in der Berichterstattung darüber aber ungefähr zwei Dutzend mal genannt, die Namen der wirklichen Teilnehmer aber ...
21. Februar 2019 - Ausgabe 9 - Das Blog der Leser - Blogsblog.zeit.de › leserbriefe › 2019/02/25 › 21-februar-20...
25.02.2019 - Frau Klöckner flutschen die Begriffe Tierwohl (rund ein dutzend Mal), Tierethik und Respekt so locker heraus, dass ich tatsächlich beeindruckt bin. Sie pervertiert ...
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Montag, 27. Juli 2020
Mittwoch, 15. Juli 2020
Rechtschreibung
Ja, die Einheitlichkeit der Rechtschreibung nach dem großen Sprung von 1996:
DIE ZEIT, unser aller Vorbild:
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"Harte Realität": WHO:
Corona-Pandemie bei weitem
nicht ...www.zeit.de › News
30.06.2020 - Juni 2020, 15:06 Uhr
Quelle: dpa. "Harte Realität": WHO: Corona-Pandemie bei
weitem nicht vorbei. Geneva (dpa) - Sechs Monate nach
ersten Meldungen über ...
Harald Martenstein: Über den Kampf
gegen den Faschismus ...www.zeit.de › ZEITmagazin › Leben
19.02.2020 - Die echten Faschisten
waren Italiener und bei Weitem
nicht so schlimm wie die Nazis, "bei
Weitem", weil der Bau von Vernichtungslagern schon einen
...
Prepper: Die Pandemie als Probelauf |
ZEIT ONLINEwww.zeit.de › Kultur
07.04.2020 - Prepper: Ein gut
ausgestattetes Konservenregal ist bei
Weitem nicht alles, wie die Corona-. Ein gut ausgestattetes
Konservenregal ist bei Weitem
nicht alles, wie ...
Redaktionsbesuch im Leipziger Büro -
Freunde der Zeitverlag.zeit.de › freunde ›
redaktionsbesuch-leipzig-maerz
05.03.2020 - Die Erkenntnisse der
Polizei zeigen aber: Bei weitem nicht alle, die dort randalieren,
sind Connewitzer. Letztlich ärgert das Stigma, ein Hort linker
Gewalt zu ...
Folgen der Corona-Krise:
Hebammenverband kritisiert ...www.zeit.de › News
25.04.2020 - Für sie war es in
keinster Weise vorstellbar, ohne ihren Mann da durchzugehen.» Zumal
in Kreißsälen bei weitem
nicht immer eine Hebamme anwesend sei.
Wohnungsmarkt: 853 Euro Bafög klingt
viel, ist es aber nicht ...www.zeit.de › ZEIT Campus
25.09.2019 - Doch der am Mittwoch
vorgestellte Studentenwohnreport der Finanz- und Immobilienberatung
MLP zeigt: Die Erhöhung reicht bei
Weitem nicht aus. Im Juli war ...
Pfingsten: Seltsam entrückt | ZEIT
ONLINE - Die Zeitwww.zeit.de › Gesellschaft
19.06.2020 - Dabei stoßen sie bei
Weitem nicht nur auf Gegenliebe, sondern auf Entsetzen und
Spott. Man hält sie für betrunken (Apg 2,1–12). Wenn ich auf die
Kirche ...
Atlanta: Von hinten erschossen | ZEIT
ONLINE - Die Zeitwww.zeit.de › Gesellschaft
14.06.2020 - Nein, bei
Weitem nicht." Aber sie alle seien "entsetzt"
von dem, was Floyd passiert ist. Keine drei Wochen später macht
Shields' eigene Behörde ähnliche ...
Weltweiter Vergleich: Chinesische
Metropolregionen sind bei ...www.zeit.de › News
03.12.2019 - In ärmeren Regionen und
vor allem im ländlichen Raum ist das chinesische Bildungssystem bei
weitem nicht so gut entwickelt. Die teilnehmenden Länder
...
Künstliche Intelligenz: Wenn Computer
Röntgenbilder ...www.zeit.de › Wissen
25.09.2019 - Ein minimaler Unterschied,
der bei weitem nicht
reicht, um zu sagen, die KI sei überlegen. Nur 14 Studien flossen in
die Analyse ein. Außerdem taugt die Studie ...
Seitennavigation
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Freitag, 8. Mai 2020
Ich korrigiere ...
... spät in der Nacht und stoße doch tatsächlich nach 1 Uhr auf ein überschwenglich, das der sehr sorgfältigen Vor-Korrektorin nicht aufgefallen war. Gut so! Aber nun!
über-schwäng-lich!
| Rechtschreibung bis 1996 | Reformschreibung 1996 bis 2004/2006 | Heutige Rechtschreibung seit 2004/2006 |
|---|---|---|
| überschwenglich | überschwänglich | überschwänglich; die Gäste wurden mit überschwänglicher Freude empfangen |
über-schwäng-lich!
Euch hamse doch mit dem Klammerbeutel gepudert, ihr Reformer und Reform-Reformer!
Also wenn mich jemand mit überschwänglicher Freude empfängt, mach ich auf der Stelle kehrt und bin weg!
Montag, 26. Februar 2018
Wenn Goldene Bären ...
... am Nasenring durch die Manege geführt werden.
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Man sucht ja immer nach Vergleichen, wenn es darum geht, die Welt zu verstehen. In besonderem Maße gilt das für die Welt der Kunst. Nun denn...
"Berlinale 2018: Goldener Bär für umstrittenen Film "Touch me Not" | Selten waren die Wettbewerbsbeiträge des deutschen Films so stark wie 2018 – und doch verbleibt keiner der Hauptpreise hierzulande. Bevorzugt wurde ein experimentelles Filmprojekt. Von Martin Schwickert"
Wenn experimentelle Filme bei Festivals prämiert werden – welcher Vergleich ist da der richtige? Ich denke der: Die sogenannte , die anspruchsvolle Schneiderei, die Alta Moda – das ist das, was frau nicht tragen kann, was aber auf geheimnisvolle Weise die Richtung bestimmt. Die Richtung in der Mode. Und die Haute Coutur genießt natürlich höchstes Ansehen! Lagerfeld und so.
Ist aus auch so bei Experimentalfilmen? Jetzt beginnt das Problem. Oder eben auch nicht. Denn der Weg von der Haute Couture über Prêt-à-porter zu Valentino, Boss und dann C&A ist lang und unübersichtlich. Dennoch wird kaum jemand bestreiten, dass die extreme Mode, der Laufsteg in Paris oder Mailand und das Kleiderkaufhaus in Ingolstadt irgendwie in Verbindung stehen.
Ist aus auch so bei Experimentalfilmen? Jetzt beginnt das Problem. Oder eben auch nicht. Denn der Weg von der Haute Couture über Prêt-à-porter zu Valentino, Boss und dann C&A ist lang und unübersichtlich. Dennoch wird kaum jemand bestreiten, dass die extreme Mode, der Laufsteg in Paris oder Mailand und das Kleiderkaufhaus in Ingolstadt irgendwie in Verbindung stehen.
Nun zur Auflösung, was die Kino-Frage angeht:
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"Mit dem Goldenen Bären für den rumänischen Beitrag „Touch Me Not“ von Adina Pintilie hat die Jury ein unmissverständliches Statement gesetzt, das darauf verweist, dass Kino nicht nur ein Unterhaltungsinstrument, sondern auch ein Erlebnisraum ist, in dem Grenzen immer wieder neu bestimmt und erweitert werden können und sollen. Pintilies halbdokumentarisches Filmexperiment beginnt mit einer Kamerafahrt, die in extremer Nahaufnahme an einem behaarten Männerbein entlang gleitet und sich gemächlich über den entspannten Penis bis zum Oberkörper hin vorarbeitet. Damit ist nach 15 Filmsekunden das Thema bestimmt und klar, dass der Film nie im Leben einen US-Verleih finden wird – was allerdings auch keine Schande sein muss. | „Touch Me Not“ begreift sich als filmischen Laborversuch, der sich mit dem Wesen der Intimität befasst. Im Zentrum steht eine Frau um die fünfzig, für die jegliche körperliche Berührung eine Qual darstellt. Aber sie ist gewillt, sich ihrer Angst in einigen therapeutischen Selbstexperimenten zu stellen: Sie schaut einem Callboy beim Duschen und Onanieren zu, engagiert eine transsexuelle Prostituierte, die sich als einfühlsame Gesprächspartnerin erweist, sowie einen Sadomaso-Spezialisten, der mit ihr an der Überwindung ihrer Berührungsängste arbeitet. | Weiterhin führt der Film in ein Therapie-Seminar, in dem behinderte und nicht behinderte Menschen gegenseitige körperliche Barrieren erkunden, sowie in einen Swinger-Club, wo die sexuelle Entgrenzung zum orgiastischen Programm gehört. Von vielen Kritikern als „pornografisch“ denunziert bzw. als „Sexfilm“ gehypt, führt Pentilis Erzählprinzip das Publikum – genau wie die Protagonistin – an ihre Grenzen."
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Sex im weitesten Sinne gilt immer als Avantgarde. Schon komisch nach Jahrzehnten mit allen Stufen des Pornografischen. Von Softestporno bis Hardcore. Ob man dann vor Langeweile einschläft, ist zweitrangig. Ich jedenfalls werde mir diesen Laborversuch im Kino auf keinen Fall antun. Da gibt es vielleicht ein paar Ratten, die das gegen Entgelt auf sich nehmen. Das Entgeld ist oft auch das gute Gefühl, über den anderen zu stehen.
Mit geheuchelter* Demut: "Nun ja, ich bin halt Cineast!"
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Ich hätte da noch so eine Idee: mit gehäuchelelter Demut > kommt ja von Hauch!
Mit geheuchelter* Demut: "Nun ja, ich bin halt Cineast!"
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Ich hätte da noch so eine Idee: mit gehäuchelelter Demut > kommt ja von Hauch!
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Mittwoch, 19. Juli 2017
Rechtschreibung
Welchen Stellenwert hat die Rechtschreibung, die Zeichensetzung, die Grammatik (RZG)
a) im Beruf
b) im Internet
c) im "normalen Leben"?
Natürlich soll man nicht Leute, die sich mit RZG schwertun, an den Pranger stellen. Auf der anderen Seite ist die Nachlässigkeit, mit der manche einfach etwas hinschreiben, ohne sich zu bemühen und ohne auch nur noch einmal drüberzulesen, manchmal schon envervierend. Vor allem, wenn der Inhalt voller besserwisserischen Selbstbewusstseins daherkommt.
Beispiel (nicht verlinkt):
ich weis nicht was ihr hier alles zusammen babbelt bekommt ihr Geld dafür?
klar in diese 32 Bit Software ist es auch einfacher für den Bundestrojaner einzuschleusen so wie Schadware die sehr oft mit 64 Bit nicht mehr funktioniert .
und deswegen gibt wohl diese 64 Bit Software nur offiziell für Linux 64 Bit und nicht für Windows 64 Bit, weil bei Linux64 ja eh nicht funktioniert mit dem Bundestrojaner .
und man stets gern eine Hintertür sich offen halte möchte wird man klar ermuntert
sich immer mehr 32 Software ins 64 Bit OS rein zu basteln.
Das sähe nach Korrektur so aus:
Ich weiß nicht, was ihr hier alles zusammenbabbelt. Bekommt ihr Geld dafür? Klar, bei dieser 32-Bit-Software ist es einfacher, den Bundestrojaner einzuschleusen. Oft funktioniert ja Schadware mit 64 Bit nicht mehr. U nd deswegen gibt es wohl diese 64-Bit-Software nur offiziell für Linux 64 Bit und nicht für Windows 64 Bit, weil bei Linux64 das mit dem Bundestrojaner ja eh nicht funktioniert. Und man [wer ist 'man'?] sich stets gern eine Hintertür offenhalten möchte, wird man ermuntert,
sich immer mehr 32-Software ins 64-Bit-OS reinzubasteln.
Wie viele Fehler waren das nun? Gar nicht so einfach zu sagen.
Beispiel (nicht verlinkt):
ich weis nicht was ihr hier alles zusammen babbelt bekommt ihr Geld dafür?
klar in diese 32 Bit Software ist es auch einfacher für den Bundestrojaner einzuschleusen so wie Schadware die sehr oft mit 64 Bit nicht mehr funktioniert .
und deswegen gibt wohl diese 64 Bit Software nur offiziell für Linux 64 Bit und nicht für Windows 64 Bit, weil bei Linux64 ja eh nicht funktioniert mit dem Bundestrojaner .
und man stets gern eine Hintertür sich offen halte möchte wird man klar ermuntert
sich immer mehr 32 Software ins 64 Bit OS rein zu basteln.
Das sähe nach Korrektur so aus:
Ich weiß nicht, was ihr hier alles zusammenbabbelt. Bekommt ihr Geld dafür? Klar, bei dieser 32-Bit-Software ist es einfacher, den Bundestrojaner einzuschleusen.
Dienstag, 4. Juli 2017
Rechtschreibung: des nachts / Nachts
Der Duden, immer ganz sachlich: bei Dunkelheit, bei Nacht, im Dunkeln, in der Nacht. Ja, ganz richtig. Ganz klar.
Und dann aber: des Nachts.
O je! In der Deklinationstabelle kommt das ja nicht vor. Es ist die Nacht, feminin!
Die Erklärung von Dr. Bopp -- nun ja, nicht so recht überzeugend, finde ich.
"Die Entstehung dieser grammatisch sehr ungewöhnlichen Wendung (der Genitiv müsste ja der Nacht lauten) hat damit zu tun, dass Nacht die einzige weibliche Tageszeitangabe ist. Die Wendungen des Nachts und eines Nachts sind Analogiebildungen zu des Morgens, des Mittags, des Abends bzw. eines Morgens, eines Mittags, eines Abends, eines Tages."
Ich meine -- Analogie ist immer gut. Aber manchmal ist die Sprache halt auch einfach vollkommen analog, und das heißt, im Wortsinn: unberechenbar! Das, die Sache mit der partiellen Regellosigkeit, gefällt mir viel besser.
Montag, 9. Januar 2017
Korrekur lesen vs. korrekturlesen
Oft, wirklich sehr oft, habe ich hier schon vermeldet, dass die, die die Rechtschreibreform durchgezogen haben, Germanistikprofessoren ohne Sprachgefühl gewesen sind. So kann's kommen, wenn man die Experten ranlässt! Ich stoße wieder auf ein Beispiel:
"Ich habe ja versucht, am Bildschirm grob korrekturzulesen."
Ich plädiere dafür, dass es nur so geschrieben wird. Und ich rücke das mal bei der Wikipedia ein. Mal schauen, ob es stehenbleibt.
Dienstag, 27. September 2016
Rechtschreibung: die 70-er / 70er Jahre ?
Ich hätte schwören können, dass die nicht mehr so neue Rechtschreibung da einen unsinnigen Bindestrich vorgegeben hat: die 70-er Jahre. Aber sieh da: Ich suche, um sicherzugehen (sic) und finde im DUDEN doch nur diese alte Form: die 70er Jahre. Na dann.
Apropos! Je weiter das 21. Jahrhundert vorankommt, desto mehr wird man 'die 1970er Jahre' schreiben müssen. Es könnten sonst ja auch die 1870er gemeint sein.
Mittwoch, 27. Juli 2016
Überschwänglich? Überschwenglich!
Ich schreibe einen Text, lese ihn durch. Das Wort überschwenglich kommt vor, und damit steigt wieder der leichte Brechreiz in mir auf, weil ich überlege, wie ich dieses Wort nun angeblich zu schreiben habe. Es ist ja nicht das erste mal, dass ich über dieses Wort und die 'neue Schreibung' stolpere.
Was haben sich diese Dödel von Rechtschreibreformern eigentlich angemaßt, dass sie in riesengroßer Überheblichkeit und aus einer leicht bekifften Linguisten-Etymologie heraus nicht nur die Schreibung,sondern auch gleich die Aussprache eines alteingeführten, schönen Wortes ändern wollten?!
überschwänglich?
Brrrh! Hiermit fordere ich alle Menschen mit Sprachgefühl für das Deutsche auf, diese häßliche Form und diesen häßlichen Klang zum Verschwinden zu bringen: überscwenglich heißt das, nicht anders. Und so schreibt man das Wort auch.
Freitag, 8. April 2016
Rechtschreibung: heraus schmecken ?
Mein ansonsten hervorragendes Diktierprogramm Dragon schreibt wie folgt:
„Sie hat sofort heraus geschmeckt, dass in dem Pudding kein Zucker war.“
Das ist natürlich ein Problem der Rechtschreibreform! Dieses heraus schmecken ergibt nie und nimmer Sinn! Herausschmecken muss es heißen. Um mit Pep Guardiola zu sprechen: „Sonst nix!“
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Nachtrag (11.04.2016): Gleicher Fall ist fest zu klopfen versus festzuklopfen. Sprechen Sie das mal aus, beide Fälle!
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Nachtrag (11.04.2016): Gleicher Fall ist fest zu klopfen versus festzuklopfen. Sprechen Sie das mal aus, beide Fälle!
Mittwoch, 6. April 2016
des Weiteren / des weiteren ?
Der Duden in all seiner Weisheit verkündet:
des Weiteren ... In des Weiteren ist das Adjektiv weiter substantiviert und wird deshalb großgeschrieben [Regel 72*].
Man fragt sich nur, warum den deutschen Menschen vor dem Jahr 1996 diese doch eher schlichte Einsicht mit der Substantivierung nicht auch gekommen ist. Vielleicht, weil sie -- mit einigem Recht -- die Substantivierung nicht allein von der Form und der syntaktischen Umgebung, sondern auch von der Funktion abhängig gemacht haben. Da haben sie also gesehen, dass das Weitere, ..., dem Weiteren irgendwie was anderes (!) ist als des weiteren. Aber das war in der lang zurückliegenden Zeit, in der man noch Sprachgefühl haben durfte.
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* Ja, ihr lieben Schülerinnen und Schüler! "Ganz ohne Regel geht die Choce nicht!"** Oder so ähnlich. Bei der 72. sind wir hier schon! Da gibt es doch ordentlich was zu lernen, hm? Nix mit großer Reform-Vereinfachung der Rechtschreibung und so.
** Und, man kommt ja aus dem Staunen nicht heraus: "Kalman, Die Csardasfurstin: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht". Da machen die politisch Korrekten von der Google-Ergänzung doch glatt draus: Ganz ohne Frauen geht die Chose nicht. Es ist zum Schreien!
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* Ja, ihr lieben Schülerinnen und Schüler! "Ganz ohne Regel geht die Choce nicht!"** Oder so ähnlich. Bei der 72. sind wir hier schon! Da gibt es doch ordentlich was zu lernen, hm? Nix mit großer Reform-Vereinfachung der Rechtschreibung und so.
** Und, man kommt ja aus dem Staunen nicht heraus: "Kalman, Die Csardasfurstin: "Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht". Da machen die politisch Korrekten von der Google-Ergänzung doch glatt draus: Ganz ohne Frauen geht die Chose nicht. Es ist zum Schreien!
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P. S. Lieber Duden! Ist weiter eigentlich ein Adjektiv? der weite Weg / die weite Ebene / das weite Land. Nirgendwo die Form weiter. -- Man wird ja doch fragen dürfen...
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Dienstag, 3. November 2015
Eisenberg & Rechtschreibung
Peter Eisenberg hat einen Preis bekommen, den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. In der Berichterstattung wird auch erwähnt, dass er den Rechtschreibrat verlassen hat. Dazu passt, was unten einmal hervorgehoben sei:
Sie [die Rechtschreib-Kenntnisse bei Schülern] haben sich [...] bei allen Schultypen dramatisch verschlechtert. Dafür werden zwar verschiedenste Gründe, unter anderem neue Unterrichtspraktiken, angeführt. Aber ein erstaunlich hoher Anteil von Fehlern geht offenbar unmittelbar auf die Reform von 1996 zurück. Sie scheint auf bestem Wege, sich als der größte Rohrkrepierer der deutschen Kulturpolitik seit 1945 zu erweisen.
Schon 2008 hatte der Germanist Uwe Grund (Saarbrücken, heute Hannover) in einer umfangreichen Studie nachgewiesen, dass sich die Fehlerquote in Schülerdiktaten und -aufsätzen gegenüber der Zeit vor der Reform erhöht hat. Kritiker hatten ihm darauf eine zu schmale Datenbasis angekreidet. Jetzt hat Grund auf der Jahrestagung der Forschungsgruppe Deutsche Sprache in Frankfurt/Main nachgelegt und auf der Grundlage einer erdrückenden Datenmenge ermittelt, dass die falschen Schreibungen in Diktaten und Aufsätzen seit der Rechtschreibreform verdoppelt haben.
Die Reform provoziert Fehler
Dem Befund liegen für die Auswertung von Schülerarbeiten aus der Zeit vor der Reform ein Korpus von 1500 Klassenarbeiten der Gymnasialstufe mit 400.000 Wörtern, die Sekundärauswertung einer DDR-Studie mit 2,2 Millionen Wörtern sowie zwei Schweizer Studien zur 6. Klasse der Primarschule sowie zu den Abiturklassen zugrunde. Für die Zeit nach der Reform hat Grund zusätzlich zwei Studien im Auftrag der Kultusministerkonferenz zum Leistungsstand bei Neuntklässlern (2008 und 2010) sowie die erst vor wenigen Wochen publizierte Erhebung des Gießener Germanistikprofessors Wolfgang Steinig über die Rechtschreibleistungen von Viertklässlern 1972/2001 herangezogen. Insgesamt kann er sich damit für diesen Bereich auf einen Korpus mit 3,5 Millionen Wörtern stützen. (WELT)
Und hier geht es lustig weiter!
Und hier geht es lustig weiter!
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Wer hat Recht / recht?
Wie schreibt man das denn nun neuerdings? Er hat Recht / recht. Ein schöner Fund, wert aufgehoben zu werden:
Kommentar von Stefan Stirnemann, verfaßt am 03.01.2006 um 21.07 Uhr
Mit dem Spiegel verhält es sich so. Er will den Empfehlungen des Rates für Rechtschreibung folgen. Der Rat empfiehlt aber in sehr vielen Fällen, verschiedene Möglichkeiten gelten zu lassen. Herr Aust muß also festlegen, welche der empfohlenen Möglichkeiten er übernimmt. Wenn er das wählt, was bis 1996 üblich war, wählt er in den meisten Fällen gut, aber er folgt damit eigentlich den Empfehlungen des Rates nicht, welcher ja die Reform möglichst leben lassen möchte.
Man kann freilich den Empfehlungen oft gar nicht folgen, da sie so schlecht sind. Es gibt im Rat für Rechtschreibung zuwenig Sprachwissenschaftler, die in der Lage sind, die Geheimnisse von freisprechen und Kopf stehen zu erfassen.
Das ‚Recht haben’ wird der Rat wahrscheinlich ändern. Wie ich kürzlich nebenan schrieb, sagte auf der letzten Pressekonferenz des Rates für Rechtschreibung Prof. Eichinger, Leiter des famosen Instituts für deutsche Sprache: „Recht haben ist sicher so was Ähnliches wie leidtun, das ist irgendwie fehl eingeordnet worden, kann man fast sagen.“
Peter Müller war so liebenswürdig, den Wortlaut der Konferenz aufzuschreiben.
Man bedenke, was für Kosten solche „Fehleinordnungen“ verursachen. Schon allein deswegen dürfen die Lehrer nicht einfach still sein: sie müssen den Schulleitern und Eltern sagen, was los ist, und sie davor warnen, neue Wörterbücher zu kaufen. Vor allem aber geht es um unsere Sprache. Ängstlich muß man nicht sein. Wird sich ein Kultusminister oder Erziehungsdirektor darauf einlassen, vor Gericht über Wortarten zu streiten? Und wenn sich einer darauf einläßt, wird es sicher sehr unterhaltsam.
Teilnehmer der Unterhaltung wäre Konrad Duden: „In: ich habe recht und ich habe unrecht schwankt die Schreibung, offenbar weil man nicht wie haushalten, teilnehmen auch rechthaben und unrechthaben zu schreiben pflegt. Doch ist die Verbindung beider Wörter zu Einem Begriff darum nicht minder innig, und der Schreibung mit kleinem Anfangsbuchstaben ist daher der Vorzug zu geben.“
Mittwoch, 22. Juni 2011
Rechtschreibung: das bescheuerte Getrenntschreiben
"... Solche Sachen halt, die sein müssen, damit Kreativität zu einem Ergebnis kommt und nicht leerläuft."
Nein, nicht leer läuft! Sprechen Sie das Wort doch mal aus. Sie sagen doch nicht leer läuft. Wenn die Waschmaschine leer läuft, dann ist sie ja nicht im Leerlauf. Im Leer Lauf? Hihih!
Sonntag, 27. Februar 2011
Rechtschreibreform: abwägig
Nun ja, ich komme einfach nicht davon los! Was die Recht- schreibreform so alles nahelegt und produziert. Hier wieder so ein Fund!
"Meine Antwort bezog sich auf das Theme des Firefox und da scheint es eher abwägig, dass es sich um eine Datei handelt die mit einem Editor geöffnet werden muss."
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Und ich trage noch nach: "Das mit dem "Intelligent" klingt etwas zweidäutig: ist er ein Genie?"
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Und ich trage noch nach: "Das mit dem "Intelligent" klingt etwas zweidäutig: ist er ein Genie?"
Donnerstag, 30. Dezember 2010
Seltene Erden: Adjektive
In der aktuell gültigen Version der "Amtlichen Rechtschreibung" ist der Begriff "seltene Erden" ausdrücklich genannt -- und zwar mit kleinem s. Wikipedianer haben gemeinhin eine große Tendenz zur Großschreibung von Adjektiven. Ich könnte mir vorstellen, daß eine Schwäche der Wiki-Software dem zugrundeliegt, die eine Großschreibung des ersten Buchstabens eines Lemmas erzwingt. Dennoch schreibt man Adjektive im Deutschen normalerweise klein.
Da kann ich nur sagen: Was für ein Wortfuchser, dieser Mensch! Und: Ich schreibe die Seltenen Erden auch weiterhin groß. Vorefer, sozusagen.
Da kann ich nur sagen: Was für ein Wortfuchser, dieser Mensch! Und: Ich schreibe die Seltenen Erden auch weiterhin groß. Vorefer, sozusagen.
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Wie schreibt man eigentlich: Pla.ebo?
Eine spontane Einlassung zu einer Frage in der Wikipedia:
Darf man anstatt Placebo auch Plazebo schreiben oder ist das falsch? -- navili (nicht signierter Beitrag von 62.2.176.4 (Diskussion) 08:37, 2. Dez. 2010 (CET))
Plazebo funktioniert auch;-) Gruß, --RainerSti 08:44, 2. Dez. 2010 (CET)
Dankeschön. Wäre eventuell von Vorteil, das in den Text aufzunehmen, ich habe nämlich durch googlen sonst nichts gefunden, wo es mir bestätigt wurde, dass ich auch Plazebo schreiben darf. --navili (nicht signierter Beitrag von 62.2.176.4 (Diskussion) 08:46, 2. Dez. 2010 (CET))
Nach der Rechtschreibreform, darf man fast alles schreiben. Einfach mutig sein und behaupten, das ginge jetzt auch und sei sogar modern. Schaut eh keiner nach. Die Frage bleibt allerdings: Warum willst du denn unbedingt Plazebos schreiben, wenn du weißt, dass alle Welt ein c verwendet? --Delabarquera 11:07, 23. Dez. 2010 (CET)
Freitag, 24. September 2010
Rechtschreibung
Gibt es da noch Richtig und Falsch? Man vergleich mal die häufigsten Schreibungen!
Beliebte Fehler: um Himmels Willen / um Himmels willen
Beliebter Fehler | Richtige Schreibweise | Erläuterung |
|---|---|---|
um Himmels Willen | um Himmels willen | Bei Ausdrücken wie "um Himmels willen", "um Gottes willen" oder "um des lieben Friedens willen" handelt es sich um Zirkumpositionen, bei denen ein Nominalausdruck eingerahmt wird. Der Bestandteil "willen", eigentlich ein erstarrter Akkusativ, wird hierbei kleinge- schrieben. Die fälschliche Großschreibung "um Himmels Willen" findet sich sogar im Titel einer beliebten TV-Serie wieder. |
Mittwoch, 8. September 2010
Die Zensur ist wie ein Beil. So oder so.
Und weil ich grad dabei bin und wieder daran erinnert worden bin, also auch noch er und das:
Dienstag, 20. April 2010
Rechtschreibreform
"Der Stuhl ist trotz meiner Ansicht nach nicht ausreichender Anleitung recht schnell zusammen gebaut."
Voll emotional: Dieses vollständig bescheuerte "Stammprinzip" der Rechtschreibreformer. Wer hat da nur stümperhaft Sprachingenieure rangelassen!?
... zusammen gebaut ... = wir waren zu dritt
... zusammengebaut... = aus Teilen wurde ein Ganzes
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