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Montag, 10. Februar 2020

Hans-Ulrich Jörges und Weimar und Höcke

Lieber Herr Jörges,

Sie haben den großen und auch wieder nicht mehr so großen Stern im Rücken und ich meinen winzigen Blog* hier. Die Machtverteilung ist klar und mir bekannt. Unter diesen Voraussetzungen ...

Sie schreiben:

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Christian Lindner hat die AfD in Thüringen freigesetzt – diesen Fluch wird er nicht wieder los Die Wahl Kemmerichs war kein Unfall sondern ein Bubenstück. Annegret Kramp-Karrenbauer konnte sie nicht verhindern, das kostet sie den Vorsitz der CDU. Ein anderer wollte es nicht: FDP-Chef Christian Lindner. ... 10. Februar 2020 || Weimar liegt in Thüringen. Weimar beginnt in Thüringen. Weimar zum Zweiten. Die Analogie ist zwingend, sie schlägt alle Beschwichtigungen. Ende Januar 1930 werden die Nationalsozialisten in Thüringen zum ersten Mal von Bürgerlichen an einer Landesregierung beteiligt, mit zwei Leuten. Der Nazi Wilhelm Frick verfasst einen Erlass gegen die „Verseuchung durch fremdrassige Unkultur“. Adolf Hitler behagt das Experiment auf dem Weg zur Macht.

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Und dann kommt auch bald das:

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"Anfang Februar 2020 macht in Thüringen erstmals die AfD einen Bürgerlichen zum Ministerpräsidenten – unter Führung von Björn Höcke, den man einen Faschisten nennen darf."

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Also ich, ich nehme Herrn Höcke nicht so wichtig. Wir haben -- nein, eben keine Weimarer Republik! Und also: Nein, diese Analogie ist nicht zwingend. Sie ist vielmehr an den Haaren herbeigezogen, weil es sich quasi historisch irgendwie reimt und weil eine ständige Aufgeregtheit Journalisten gut tut. Und bei Ihnen, Herr Jörges, wie bei anderen Zeitungsleuten beobachte ich die Lust am Suhlen. Sich hineinschmeißen in die warme Aufregungsjauche. Selbige ergibt sich nämlich nicht durch ein  Ausscheiden und dann Anrühren von links oder von rechts; nein, sie entsteht als Produkt des Zusammenrührens der wohlfeilen Aufgeregtheiten von allen Seiten.

Also, wir wissen es ja! Sie und ich und wer immer mag, darf Björn Höcke mit gerichtlicher Erlaubnis** einen Faschisten nennen. Ja, klar. Aber -- muss man es dann auch ständig? Ist Ihnen und den anderen nicht bewusst, dass dieses Rühren in den Faschismusassoziationen gleichzeitig die gegenwärtige Aufregungsjauche immer auch ein wenig größer macht? Übrigens auch: Herrn Höcke immer größer macht! Das ist wie in der Werbung: Die Aufmerksamkeit -- die Sie kreieren, ob Sie wollen oder nicht -- ist alles, und dann kommt erst mal lange nichts. Und dann kommt erst Gut und Schlecht.

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* Ja, "der Blog", nicht das Blog! Erläuterungen hier.

** Wobei man das gegenwärtige Sprachgefühl deutscher Richter ja auch von der anderen Seit eher anzweifeln darf:

Laut einem Beschluss des Landgerichts Berlin stellen entsprechende Kommentare "keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen" dar. Unbekannte hatten Künast unter anderem als "Stück Scheiße" und "Geisteskranke" bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Posts geschrieben. Die Bezeichnung "Drecksfotze" bewege sich haarscharf an der Grenze des noch hinnehmbaren [ = Hinnehmbaren, liebe Tagesschau]. Eine Beleidigung liege aber nicht vor, so das Gericht in seinem Urteil. (tagesschau.de)

Mittwoch, 5. Februar 2020

Wenn mich etwas in den Wahnsinn treiben kann ...

... dann sind es Videos, die ungefragt loslegen, wenn man eine Seite aufruft. Gerne auch mit Werbung oder einem Thema, das nicht zum aufgerufenen Artikel gehört. Wie eben auf einer Seite der WELT geschehen.

Leute, lasst es, bitte! Bitte!

Freitag, 26. April 2019

Liebe PC-Welt!

[ Vorab: Für Menschen, die gelernt haben zu lesen, ist dieses ungefragte Video-Einschieben unangenehm! ]

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Liebe PC-Welt!

Ich tue es hier mal kund: Wenn eine Seite, die ich aufrufe, mir ungefragt Videos präsentiert, bin ich ganz schnell weg und schließe diese Seite von zukünftigen Suchen aus. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht: Videos, die mir einfach in die Augen geschoben werden, die nerven gewaltig!

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Ich weiß nicht, ob es auf der Seite überall so ist. Mein Beispiel ist das: "Windows 10: Suchfunktion optimal nutzen"

Sonntag, 3. März 2019

Umgangsformen in der Wikipedia

Notizbuch

Ich sammle ja, wenn mir was in die Hände fällt, Beispiele für den oft recht aggressiven Umgang innerhalb der Wikipedia. Wieder mal ein Beispiel. An dieser Stelle geht es munter weiter! Lesenswert.

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Nun ist der Artikel in der halbwissenschaftlichen, kaum lesbaren Ori-Version wieder halbgesperrt - sei's drum. Dass ich als "König Alfons" gesperrt bin, ist hauptsächlich dem intensiven Mobbing von Orientalist, der immer noch ungebremsten Admin-Schutz genießt, zu verdanken. Er hat jahrelang keine Gelegenheit versäumt, meine Arbeit zu diskreditieren, und nachdem er durch Unachtsamkeit eines anderen Benutzers meinen Echtnamen erfahren hat, ist er mir bis in den Vorgarten nachgeschlichen. Ein Ansatz zu einer Verbesserung des Artikels findet sich hier. --2A02:1205:506E:2660:7D0B:453C:768A:BB12:56, 10. Apr. 2015 (CEST)

Alfons's "Verbesserung" ist ein Plagiat. Die angegebenen Quellen hat er nicht mal in der Hand gehabt. So was kann er auf "Jewiki" bei dem Plagi-Dr. Kühntopf schreiben. Sorgfältig gesiebt noch dazu. - Vorlesungen über den Islam ist nicht das "Hauptwerk" von G. --Orientalist (Diskussion) 13:48, 10. Apr. 2015 (CEST)

Jaja, Plagiat, Mobbing wie gehabt. Was ist denn nach deiner unmaßgeblichen Meinung das Hauptwerk von Goldziher? Aus dem Artikel geht es jedenfalls in keinster Weise hervor. --2A02:1205:506E:2660:BDED:A30D:8509:77EE14:02, 10. Apr. 2015 (CEST)


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Interessant wäre, ob das mit dem "Vorgarten" symbolisch gemeint ist -- was wäre dieser Vorgarten dann? --, oder ob das wörtlich zu verstehen ist.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Der deutsche Ton

Notizbuch

Da da unten, das von Chrisberg, ist typisch deutsch-bösartig, fies entsprechend dem Geist der Gegenwart sozusagen. Aber von den normalen Bösartigkeiten hebt es sich doch durch eine erstaunliche Witzigkeit ab, die -- noch einmal erstaunlich -- auf einen schlichten Tippfehler eingeht und diesen polemisch verwandelt.

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chrisberg

Vielleicht sollte ihr geliebter Führer, der rechtsradikale „Bernd“ Höcke, mal was von dem „Diktapren“ nehmen?

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Bezugnahme auf

michael.krispin
soll sie doch am Besten gleich dableiben

Suedamerika hat eine grosse Tradition mit der Aufnahme von Ex-Politikern, Diktatpren etc.
Da kann sie vielleicht noch was lernen und wenn die Leute sie dort feiern macht es ihr doch auch doppelt Spass, gegenueber einem gestellten Besuch in Chemnitz allemal. (spiegel.de)

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Sonntag, 20. Mai 2018

"Parks zu Müllhalden"

"Grillen im Park. "Auch Erwachsene lassen sich noch erziehen" -- Pappteller, Bierdosen, Reste – am Wochenende werden Parks zu Müllhalden. Warum Dreck eher auf der Wiese als im Müll landet, erklärt der Verhaltensökonom Matthias Sutter. Interview: Maria Mast 20. Mai 2018 -- 61 Kommentare" || Grillen im Park: Wir stellen unsere Abfälle besonders gerne dorthin, wo bereits etwas rumliegt: 

Rob Greenfield aus New York hat einen Monat lang den Müll im Union Square Park gesammelt und sich damit umhüllt. Wir stellen unsere Abfälle besonders gerne dorthin, wo bereits etwas rumliegt: Rob Greenfield aus New York hat einen Monat lang den Müll im Union Square Park gesammelt und sich damit umhüllt. © Timothy A. Clary/AFP/Getty Images"

Schönes Bild!


[ Vergrößern = Draufklicken ]

Eine Überlegung noch: Negativ-abweichendes Verhalten ist in Mode gekommen, als manche Leute angefangen haben, ihr schlechtes Benehmen als eine Art Mutprobe zu zelebrieren. Der, der im Stau auf dem Standstreifen an den anderen vorbeifährt, der sagt sich: „Heh, schaut mal! Ich trau mich was!"
.

Montag, 23. April 2018

"arbeiten, statt zu faseln"

Kommentar zu einem Kommentar.

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"Vielleicht sollten Sie mal arbeiten, statt zu faseln."

Hat Ihnen Tante Anna, als Sie 9 Jahre alt waren, nicht gesagt, dass, wer so redet, einfach keine Kinderstube hat?

BTW Bitte mal vergleichen: 1 kurzer Satz, 4 Fehler. Da nimmt man doch nicht so schlimme Wörter wie "faseln" in den Mund!

Montag, 13. November 2017

Werbung: Das Conrad-Team (Brrh!)

Ich bitte Conrad Elektronik mich aus dem Mail-Verteiler zu nehmen. Es wird mir einfach zu viel. Die Mail geht unter einer ganz normalen Mail-Adresse raus: news@aktuell.conrad.de

Ein paar Sekunden später:

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Sehr geehrter Conrad-Kunde,

da Sie die Antwort-Funktion Ihres E-Mail-Programms benutzt haben,
ist uns eine Bearbeitung Ihrer E-Mail nicht möglich. Klicken Sie
bitte einen der folgenden Links an und wiederholen Sie Ihre
Anfrage. Diese werden wir dann umgehend bearbeiten.

Für Ihr Verständnis möchten wir uns bei Ihnen bedanken.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Conrad-Team

--

Die Antwort-Maske, die da angegeben wird, enthält Pflichtfelder, die schlichtweg ziemlich verrückt sind: Was interessiert meine komplette Adresse?! 

Also, Conrad-Team und alle anderen: Ein solches Vorgehen des Nicht-direkt-antworten-Könnens ist ein extrem unfreundlicher Akt gegenüber Kunden. Wenn ich eine Mail bekomme, will ich auch direkt und ohne den Umweg über irgendwelche Masken zurückmailen können. Steht so etwas nicht längst in einem Teil des Verbraucherschutzgesetzes?

Montag, 28. August 2017

Stilfragen, Sprachfragen

Herübergezogen aus dem ZEIT-Bereich:

"Seine Schornsteinfegerfirma liegt neben einem Getränkemarkt. Ja, sagt er, es sei 'Pack' gewesen, das damals vor den Heimen randaliert hat."

Mal zum Ton, der hier angeschlagen wird: Egal um wen es geht, jemanden, auch Gruppen, "Pack" zu nennen ist jenseits von Gut und Böse. In die Liste, die man sich verbieten sollte, gehören eine Reihe solcher Wörter: der Mob, usw. (Was hat man sich damals aufgeregt, als Sarkozy, etwa gleiche Tonlage, von "racaille" gesprochen hat!) Ich würde sogar auf "Neo-Nazis" verzichten. Wenn man jemanden überzeugen will, sind Vorab-Beschimpfungen immer und grundsätzlich kontraproduktiv. Sie vergiften das politische Klima und man kann sich da prima hochschaukeln.

Die, die glauben, dass sie zu den Vernünftigen gehören, sollten einfach besser sein als die, die sie zu ihren irrationalen, bösen Gegnern rechnen. Bitte nicht vergessen: Es sind immer Menschen, auch wenn die eine noch so gefährliche Meinung vertreten. Wenn sich die politischen Gruppen gegenseitig mit unflätigen Ausdrücken runtermachen, müssen wir uns nicht wundern, wenn, zuerst langsam, dann schneller, diese Republik den Bach runter geht.

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Und passend dazu, aus dem Wikipedia-Café. Ausgangspunkt ist das:

@Methodios: Den Gedanken, den ganzen Thread zu löschen, weil schon die Eingangsfrage auf falschen Fakten aufbaut, hatte ich vorgestern schon. Und was zum FICK haben Chaddys Beiträge in den o.g. Orts-Artikeln (die großformatig von dir hier eingebundenen Wappen habe ich hier gerade wieder entfernt -- OMG! Löscheritis!!!!11einself --, was tragen die zum Thema bei?!) mit der (berechtigten) Löschung des Threads zu tun?! Chaddy hier als „Student“ abzuqualifizieren, nennt man übrigens Ageism, nur mal so zur Info. Was Ageism ist? Na, zum Beispiel wenn ich hier sowas schriebe: „Manch verbitterter alter Sack, der ohnehin an der Schwelle zur Demenz steht, sollte hier endlich die Konsequenzen ziehen und seinen Account stilllegen lassen und sich zusammen mit seinem Wikipedia-Frust einbuddeln lassen.“ --Gretarsson 24. Aug. 2017

Ich merke das Folgende an, und von da an geht es weiter.

Zu den Inhalten will ich nicht das Geringste sagen. Aber, sagt mal, Leute, seid ihr noch bei Trost? "Und was zum FICK haben Chaddys Beiträge in den o.g. Orts-Artikeln ..." Soll das der Umgangston hier sein? Wenn es dafür einen Mehrheitsbeschluss gibt, trete ich heute aus dem Verein hier aus.

Ach komm schon. "Löscheritis", "eine typische WP-Krankheit?", "Student", "Der Nachwuchs hier in Dresden läuft zT aber auch nicht gscheiter herum", "scheinen die aktuellen Probleme wohl noch nicht durchgedrungen zu sein", und "Aber, sagt mal, Leute, seid ihr noch bei Trost?" sind auch keine leuchtenden Vorbilder einer sachlichen und fairen Diskussionskultur. Du kennst sicher den Spruch mit dem Splitter im Auge der anderen und dem Balken im eigenen Auge.

"Seid ihr noch bei Trost?" ist eine sehr gepflegte, bürgerliche Mahnung, nicht unvernünftig zu werden. Unter sich vertrauten Menschen durchaus sinnvoll und nicht beleidigend. Schon allein das Altertümliche nimmt dieser Wendung die Schärfe. -- Im Übrigen würde ich aber bei der Fragen bleiben, ob das, was ich zitiert habe, der WP-Umgangston sein soll. Vielleicht erst mal dazu was, ohne Splitter und Balken.

Nö, zum Zitierten besser nichts. Wir bestellen hier nicht wegen eines Fehlverhaltens zur Rechtfertigung vor den Schuldirektor und erklären das übrige Fehlverhalten, darunter das, das das Zitat auslöste, einfach zur sehr gepflegten bürgerlichen Konversation. Bürgerlich ist nur ein soziologisches Milieu, das nicht immer gepflegt ist, und ein vertrauter Mensch ist mir keiner der Beteiligten.

[ Ok, ich seh schon: Hier trifft der selbstbewusste Student und der aufschäumende Alternative auf den Oberstudienrat mit gewissen Erwartungen an Umgang und Stil. (Nein, ich bin kein Oberstudienrat. Ist nur eine allgemeine Charakterisierung.) Ich gebe zu, ich bin empfindlich, sprachlich überempfindlich. Schon ein "Nö" statt eines "Nein" macht mir Gänsehaut. So wie ein "Ich will das ned ..." von Leuten, die auch sagen könnten "Ich will das nicht ...". -- Soviel zur Offenlegung meiner Empfindlichkeiten und Erwartungen. ]

Samstag, 25. Februar 2017

Die ZEIT, das Du und das Sie

Was findet man doch im Internet für interessante Menschen! Die für ihre Meinung und ihre Gewohnheiten auch einstehen. Ganz frisch aus der ZEIT:

BDLB
#29  —  vor 12 Stunden
"US-Präsident. Trumps Triumphgeheul vor den Konservativen"

Liebe ZEIT-Redaktion! Achte doch bitte, auch und gerade im erregten Zustand, noch ein wenig auf deine Sprache! "Triumphgeheul" ist, um auf der Stilebene zu bleiben, doch einfach nur gaga.
(Falls das doppelt ankommt, bitte das vorherige Posting entfernen!)

Unterlinner
#29.1  —  vor 12 Stunden
So wie es schlechter Stil ist, jemanden einfach zu duzen.
Antwort auf #29 von BDLB

sonstwer
#29.2  —  vor 11 Stunden
Haben sie die "Rede" live gesehen? Seinen "Trump, Trump, Trump" brüllenden Anhang? Triumphgeheul trifft es perfekt.

BDLB
#29.3  —  vor 11 Stunden
"So wie es schlechter Stil ist, jemanden einfach zu duzen."
Also, auf unser Stilgefühl lassen Philippe Djian und ich rein gar nichts kommen! Eine unbestimmte Gruppierung wie "die Redaktion" zu siezen, wäre stilistisch gesehen definitiv das Hinterletzte!
Antwort auf #29.1 von Unterlinner

BDLB
#29.4  —  vor 11 Stunden
“Seinen "Trump, Trump, Trump" brüllenden Anhang?"
Wenn dem so wäre, wär es immer noch der Anhang, der geheult hat. Und ich nehme mal an, für den Anhang war das der Ausdruck von Begeisterung und Lebensfreude. Man steckt, wie man mancherorts sagt, halt in den Leuten nicht drin. Und das eigene Lebensgefühl für das einzig richtige zu halten, ist immer verkehrt.
Antwort auf #29.2 von sonstwer

Unterlinner
#29.5  —  vor 11 Stunden
Also ich duze nur Menschen, mit denen ich befreundet bin.
Ansonsten bin ich ein Freund des gepflegten "Sie". Vor allem gegenüber unbestimmten Gruppierungen. Vielleicht ist da ja jemand dabei, dem ich später wieder das förmliche "Sie" anbieten möchte.
Antwort auf #29.3 von BDLB

BDLB
#29.6  —  vor 2 Sekunden
((Wir sollten das hier nicht zu einem durchlaufenden Meinungsaustausch über Duzen / Siezen werden lassen, weil das ja hier nicht das Thema ist. Gerne aber an anderer Stelle ausführlicher. Was mich angeht, ist das darum hier die letzte Einlassung. -- Nun denn, stimmen wir denn nicht beide darin überein, dass die Gebräuche des Duzens / Siezens längst stark auseinanderlaufen? Wann hat noch mal der Ikea-Katalog das allgemeine 'Du' eingeführt? An manchen Stellen, z. B. in der Wikipedia, glauben alle, man sei ein Hamburger Student aus einer schlagenden Verbindung mit Fachrichtung 'Jura' oder eben einer, der auf Streit aus ist, wenn man anfängt, jemanden zu siezen. Hier bei der ZEIT ist das allgemeine Hanseatische 'Sie' wohl Usus. Auch recht. Ich beherrsche, so glaube ich, sämtliche Varianten, bis hin zu 'Dero Gnaden untertänigster Diener!' Was die ZEIT-Redaktion als Gruppe angeht, bleibe ich bei meiner oben geäußerten Meinung. (Und weil ich immer ganz gerührt bin, dass die ZEIT diesen Aufwand des Mitlesens betreibt: Vielleicht steht ja mal was in dieser Zeitung zu unserem Thema. Oder jemand von den professionellen Mitlesern mag sich hier direkt kurz äußern.)))
Antwort auf #29.5 von Unterlinner

Donnerstag, 15. September 2016

Merkels Kinderlosigkeit

Früher, na gut: vorgestern noch hätte man gesagt: So was tut man einfach nicht! Was? Mit der Kinderlosigkeit anderer herumargumentieren. Aber die Zeiten ändern sich.

Mittwoch, 14. September 2016 | "Über den Horizont hinaus sehen" | Petry beklagt Merkels Kinderlosigkeit | Frauke Petry ist geschieden, mit ihrem Ex-Mann hat sie vier Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren. Die AfD-Chefin sieht darin offenbar einen Vorteil für ihr politisches Engagement. Sie nimmt es auch zum Anlass, um Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Politik zu kritisieren. "Ich habe vier Kinder, Angela Merkel hat keine. Kinder veranlassen einen, über den Lebenshorizont hinaus zu sehen. Und das tut Merkel eben nicht", sagte Petry dem "Stern". (n-tv.de)

Jetzt ist die Frage, wie unsinnig diese These von Petry ist. Lassen einen die eigenen Kinder und Enkel mehr über den zeitlichen Tellerrand hinwegsehen und langfristiger planen?

Montag, 12. September 2016

Martin Haase und die Wikipedia

Nun, mal wieder was zum Thema Wikipedia:

Martin Haase / Deutsche Wikipedia

Ich habe eben unter "Organisationstruktur" einen Absatz eingefügt. Ich bitte den mal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ich bin der Meinung, dass dieser Abschnitt, der die Meinung eines ziemlich reflektierten Menschen enthält, eigentlich ausgebaut werden sollte zu einem eigenen Gliederungspunkt "Wikipedia Deutschland" oder so ähnlich. Dort könnte dann noch ein wenig mehr zum Thema stehen. Merke: Selbstkritik ist eine Tugend! Selbstreflexion auch. --Delabarquera (Diskussion) 14:17, 12. Sep. 2016 (CEST)

Es heißt deutschsprachige Wikipedia. Das gilt auch für die zeit und Herrn Haase. --Ailura (Diskussion) 14:28, 12. Sep. 2016

Vollkommen richtig! (Ist mir als Halbösterreicher so klar, dass ich manchmal nicht aufpasse.) --Delabarquera(Diskussion) 16:54, 12. Sep. 2016

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So der Vorschlag war nicht allzu lange da, um nachgelesen werden zu können. Zwei Stunden gerade mal.

Daraus wurde -- natürlich mit sofortiger Löschung: " 14:25, 12. Sep. 2016‎ Hans-Jürgen Hübner (gehört wohl weniger in Organisationssturktur, als in Relevanzkriterien - ließe sich kompakter darstellen)".

Zwei Dinge dazu: a) Zum einen halte ich es für ein Gebot der Höflichkeit, so etwas erst mal in die Diskussion zu schreiben und den anderen die Gelegenheit zu geben, zu sehen, was da vorgeschlagen bzw. eingetragen wurde. b) Nein, meinem Dafürhalten nach gehört das, was ich da geschrieben hatte, nicht in die Relevanzkriterien. Haase hat ja was viel Grundsätzliches angesprochen. Um es knapp zu sagen: Die spezielle Relevanz-Auffassung der deutschsprachigen (!) Wikipedia ist ein Element unter anderen, das von der Organisation der 'deutschen Wikipedia' (sag ich jetzt mal bewusst so; sind da Österrreicher und Schweizer und deutschsprachige Belgier und deutschsprachige Sprachinsel-Bewohner wirklich beteiligt?) abhängig ist. Aber ich fürchte -- ihr könnt mich jetzt für eingebildet halten oder nicht --, dass diese Zusammenhänge für manche WP-Mitstreiter einfach zu komplex sind. Damit soll's für heute gut sein. -- Ach so, ja! Geschrieben hatte ich heute um 12:13 Uhr das hier -- es soll wenigstens hier noch zur Diskussion stehen:

  • Martin Haase, Linguistik-Professor, Mitglied der Piratenpartei und des Chaos Computer Clubs, hat in einem Zeit-Interview* betont, dass es große Unterschiede zwischen der deutschen Wikipedia "und dem ganzen Rest" gebe; er macht dafür "historische Ursachen" verantwortlich. Es seien in der deutschen Wikipedia bestimmte Relevanzkriterien [der gedruckten Lexika] unreflektiert übernommen" worden, "die heute aufzubrechen [...] fast nicht möglich" sei. Die Frage "Ist die deutsche Wikipedia in einer Sackgasse?" beantwortet Haase 2011 so: "Ich glaube schon. Aber ich bin optimistisch, dass sie sich weiterentwickeln wird und aus dieser Sackgasse herauskommt." * Fußnote: Ex-Wikimedia-Vorstand Haase. 'Wikipedia ist in einer Sackgasse'. Interview, geführt von Kai Biermann. Die Zeit vom 13. Januar 2011. (Online)
Um es zu betonen: Ich halte auch solche Schnelllöschereien für einen gewichtigen Teil des Problems, von dem Haase implizit spricht. Aber nun, ich hab einfach nicht die Zeit und nicht die Lust, um hier lange Kämpfe auszufechten. Wobei das -- die einen in der WP haben mehr Zeit, die anderen weniger, auch so ein Problem der Organisation ist. --Delabarquera(Diskussion) 18:31, 12. Sep. 2016

Freitag, 10. Juli 2015

FAC

Ich finde den Stinkefinger nicht gut. Er ist in der Welt, und wie alle Zeichen, die in der Welt und hinreichend bekannt sind, wird er "verwendet". So weit, so gut. Aber ich möchte ihn, wie so vieles aus der Welt der Bescheuerten, abschaffen. Reihe: FAC = finger abolition campaign.



Ich habe da eine Filmidee für einen Kürzestfilm à la Quentin Tarantino, Unter 3 Minuten, schnell geschnitten. Wer an der Idee interessiert ist (Studierende von Filmschulen wie HFF bevorzugt!), der kann sich ja melden. Das Drehbuch gibt's nur gegen Erfolgsbeteiligung.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Anonyme Nutzer

In der WELT hat jemand geschrieben, dass es, vor allem wegen der allseits gepflegten Anonymität, im Internet und also auch in der Wikipedia zuweilen -- was sag´ ich? --, sehr oft sehr rüde zugeht.

23.06.2015 Wikipedia-Einträge ändern? Ein teurer Nervenkrieg || Anonyme Nutzer machen im Internet Andersdenkende nieder, der Einzelne kann sich kaum wehren. Wer etwa Unwahres auf Wikipedia löschen will, muss oft Profis bezahlen – 10.000 Euro kostet das leicht. | Von Susanne Gaschke, Reporterin || Als basisdemokratisch und neutral stellt sich die Online-Enzyklopädie Wikipedia dar. Mit der Realität hat das wenig zu tun || Ein 72-jähriger Nobelpreisträger macht eine halb witzige Bemerkung über Männer und Frauen im Labor. Auf Twitter rast sie um die Welt, das Netz flippt aus, das University College London steht nicht zu seinem Ehrenprofessor; er geht seiner Ämter und Ehrenämter verlustig. ..."

Im Wikipedia-Café wird davon berichtet. Die Diskussion dazu? Man kann sagen: Halt wie in jedem Kaffeehaus. Nicht vernünftig, nicht zur Sache. Ich sage dazu das:

"Nun ja, es geht hier zu wie bei sehr vielen WP-Argumentierereien: Es wird ein Pünktchen herausgepickt (und manchmal steht das Pünktchen gar nicht im zu kommentierenden Text) und dann heftigst dagegen geschossen. Das ist weder vernünftig noch argumentativ anständig. Es ist nur im statistischen Sinn des Wortes: WP-normal. -- Ein größerer Punkt in diesem Artikel ist: "Anonymität verleitet Menschen dazu, in dieser oder jener Hinsicht die Sau rauszulassen." Erhebt sich bei dieser These Widerspruch? Auch wenn ich selbst hier nicht mit Klarnamen unterwegs bin -- es ist halt nicht WP-Sitte --, kann ich über diese These schon mal nachdenken. Gedankenexperimente: "Wäre der Ton in der WP nicht oft angenehmer, sachlicher, weniger beleidigend, wenn es eine Impressumspflicht für die 'User' gäbe und man ohne ein korrektes Impressum mit Klarnamen nicht mitmachen dürfte?" -- "Ja, natürlich. Wer wollte das bestreiten." || "Wäre die WP zu dem geworden, was sie heute ist, wenn es diese Impressumspflicht gäbe?" -- Nein, wahrscheinlich nicht." || Und welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus diesem Befund? Ich bin noch am Nachdenken ..."

Mal schauen, ob jemand was dazu sagen mag.

Freitag, 24. Oktober 2014

Über die Unhöflichkeit der Deutschen...

Oder: BLAU machen, so oder so.

Ich habe zum ersten Mal eine SIM-Karte von BLAU. Gekauft bei DM, von der Stange, weil es schnell gehen sollte. Die Karte ordentlich mit allem Drum und Dran angemeldet, aber sie wird nicht freigeschaltet. Anruf bei BLAU. Die Karte ist a) im System auffindbar und ich werde mit meinen Daten angezeigt, aber b) weiß die Freischaltzentrale nichts von der Karte und von mir. Schwierigkeiten durch Verweisen von einer Telefonnummer an die andere und am Ende zurück zur ersten. Dann: Problem am Telefon nicht lösbar. Ich soll die Karte zurückgeben. Aufwand: 1/2 Stunde Telefonieren. Hin- und Rückfahrt zu DM insgesagt ca. 1 Stunde. Die Anrufkosten von 1 Euro vernachlässigen wir mal. Wenn ich aber nur 20 Euro / Stunde  -- mein Stundenlohn ist eigentlich höher; aber egal --, dann hab ich eben ca. 30 Euro verbraten.

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Aber das ist noch was anderes, was ich sagen will. Ich suche eine E-Mail-Adresse bei BLAU.* Die wird ja, wie bei den anderen Anbietern auch, nicht genannt. Da finde ich dann diesen Dialog am Schluss einer Beschwerde. Es ist wieder so eine Sache, bei der ich am liebsten Deutschland** -- oder gleich die menschliche Gesellschaft? -- verlassen würde, um mich in eine Anden-Höhle zurückzuziehen:

12.05.2010 | 22:51 von ReclaBoxler-8422917
Sehr geehrter Herr Jörg Dziel, drucken Sie sich diese Seite aus und gehen damit zum ARZT. Sie nehmen zu viele oder zu wenige Tabletten!
Gute Besserung

13.05.2010 | 00:15 von Der Moralapostel
spider monkey Jörg Dziel: Und ich bemerke gerade mit größtem Erstaunen, dass SIE noch auf freiem Fuß sind!

13.05.2010 | 08:35 von ReclaBoxler-8110715
Häh? Liegt es an mir? Iich verstehe weder die Beschwerde, Ausschweifungen, Schilderungen, noch sonst irgendetwas.

13.05.2010 | 12:05 von Der Moralapostel
spider monkey ReclaBoxler-8110715: Nein, das liegt nicht an Ihnen! Jeder normale Mensch versteht hier nur Bahnhof. Offensichtlich weiß nur der Beschwerdeführer selbst, um was es hier geht. Leider ist er aber nicht dazu in der Lage, die Inhalte seiner Beschwerde transparent darzustellen, so dass es jeder versteht.

Ist eine Zeit her, ok. Ich glaube im Übrigen, dass ich die Beschwerde auf Anhieb verstanden habe. Sie ist sehr merkwürdigen Inhalts, aber das liegt, wenn ich es recht sehe, nicht an dem, der sich da beschwert.

---

* Schneller: Im Impressum von BLAU gibt es kontakt@blau.de. Auch ein Kontaktformular. Aber ich mag keine Formulare.

** Nein, ich glaube, in Frankreich oder England oder in den USA wäre dieser Ton nicht möglich. Das muss schon ein deutsches Phänomen sein, eine Sache an den Fransen des Nationalcharakters sozusagen.

Dienstag, 28. Mai 2013

Höflichkeit: Das Schwingtüren-Experiment

Der Höflichkeitsstandard heute, bei Schwingtüren: Man geht durch und lässt die Tür zufallen. Wenn es sein muss, dann 50 cm vor der Nase des Nachfolgenden. Der existiert nämlich gar nicht, der andere, der Nachfolgende.

Ein kleines Experiment: Ich gehe raus, bin durch die Tür gegangen und halte vier jungen Damen, die hineinwollen, diese Schwingtür auf. Die erste, etwas weiter vorweg, redet halb umgewandt munter weiter auf die anderen ein, natürlich ohne ein Danke oder einen freundlichen Blick in meine Richtung. Ich will es jetzt wissen und halte die Tür weiter auf. Auch die anderen drei: munteres Sich-Unterhalten, kein Ausstrecken der Hand. Die Tür steht ja offen. Kein Dank oder Blick auch jetzt. Ich bin so eine Art Sache, ein Türstopper. Als ich dann, auch hier: um es zu wissen bzw. auszuprobieren, bei der letzten Frau die Tür aus der Hand lasse -- die Tür bewegt sich, wie sich Schwingtüren halt bewegen, nicht allzu schnell --, da kommt diese Frau nicht etwa auf die Idee, die Hand auszustrecken. Sie wird, kleiner Aufschrei, überrascht, als ihr die Tür an die Schulter stößt. Sie ist ungehalten! Der Büttel da hat doch tatsächlich die Tür nicht aufgehalten! Also sowas!

Dienstag, 23. April 2013

Der Stiesel, im Besonderen der weibliche

DUDEN Online vermeldet:

"Stiesel, der: Mann, der sich in Ärger hervorrufender Weise unhöflich, unfreundlich, flegelig benimmt, verhält -- Beispiel: dieser Stiesel grüßt nie"

Was aber, wenn der Mann eine Frau ist? Mit Hornbrille und scheinlockerem und zugleich wichtigtuerischem Gesichtsausdruck geht sie vorbei. Dass sie jemanden mit viel Aufwand keines Blickes würdigt, ist ihre Form des Verhaltens auf dem Flur. Sie nimmt dieses Verhalten für ein Zeichen ihrer Stärke. Und der Rest der Welt -- nun gut, 5/6tel der Welt, ihre Umgebung und die, die ihr begegnen, alle halten sie für geistig angekokelt.

Sonntag, 11. November 2012

Gegen die Daddler in der Öffentlichkeit

Ich hatte gehofft, der Artikel von Johan [sic] Schloemann, 'Angriff des guten Geschmacks' in der SZ (10. / 11. November 2012, Beilage Wochenende), der läge schon im Netz vor. Tut er aber nicht. Also -- ich schreibe doch nicht vom Papier ab!

Ein Aspekt, den ich ausbauen will: Es gibt jetzt Alkoholverbot an verschiedenen Stellen. Warum nicht auch Handyundsonstwasnoch-Benutzverbot? Nicht nur das laute Telefonieren ist unter Strafe gestellt, sondern gleich ganz die Benutzung von elektronischem Zeug, ausgenommen dezente Lesegeräte. Also auch das hirnverbrannte beiddäumige SMS-Schreiben neben mir. 

Wenn das nicht durchsetzbar ist, dann will ich getrennte Klassen! Ein Wagon pro Zug, in dem nicht elektronisch gedaddelt wird und keine Kopfhörer auf oder im Ohr erlaubt sind! Herrjemineh, es muss doch mal wieder ein normal-kommunikatives Lesen, Reden oder Schweigen möglich sein... 

Freitag, 2. November 2012

Restaurantkritiker: Die Vermuter

Nun, diese Kritik -- was halten wir denn davon?

thomas jonson Erfahrungsbericht erstellt: vor 2 Monaten
Essen Schlecht bis mittelmäßig Einrichtung Schlecht bis mittelmäßig Service Schlecht bis mittelmäßig
Vorne hui hinten Pfui. Wenn man hinten in den Hof geht dann stinkt es das man fast kotzen muß beim Hintereingang des Lokals. Nein Danke. Da esse ich nichts. Es wird scheinbar nicht auf Sauberkeit geachtet. Wer weiß wie es in der Küche aussieht.

Ja, also -- was halten wir von dieser Kritik? Nicht von der Rechtschreibung, sondern von der Wortwahl und dem verbalen Gesamtauftreten des Herrn Jonson? 

Ich für meinen Teil bin ganz froh, dass ich diesen Kritiker im Mythos nicht treffen werde. Leute, die so denken, vermuten, unterstellen, internetmäßig die Sau rauslassen -- die schlagen einem doch ziemlich auf den Magen. 

BTW: Wenn scheinbar nicht auf Sauberkeit geachtet wird, dann wird auf Sauberkeit geachtet. So ist das nun mal im Deutschen geregelt. Das andere Wort wäre anscheinend. Aber egal. Warum hat der Herr Jonson nicht darum gebeten, mal einen Blick in die Küche werfen zu dürfen? Dann hätte es die geschäftsschädigenden Unterstellungen nicht gegeben.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Sprachkritik in Zeiten der Post-Postmoderne

Übung am Morgen, an einem Fund. Textkritik ist Personenkritik. Keine Quellenangabe aus wohlerwogenen Gründen.

  • "Sie [die hier vorliegende Version von Abby Fine Reader] ist ein Beitrag dazu, wie eine Firma im hart umkämpften Markt der OCR Programme an den Nutzerwünschen vorbei agiert (kennt man ja von anderen Pleitefirmen)."
  • "Einzig brauchbar ist wieder mal der Screeshot Reader, den es in den vorhergehenden Versionen auch gab (hm Version 9 bekommt man bei Pearl für ein Apfel und Ei)."
  • "Dabei verfügt die Firma durchaus über Potential, den Kauf eines solchen Programms schmackhafter zu machen. Ich dencke da nur an die Engine, die bereits auf der Grundlage des FR 7 entwickelt wurde und welche altdeutsche Schrift recht brauchbar erkennt."
Überlegungen / Anmerkungen:
  • Die Kälte lässt mich schlottern. "(kennt man ja von anderen Pleitefirmen)". Woher weiß der Mensch was vom Geschäft von Abbyy? Oder bramarbasiert er mal einfach drauf los, weil ihm im Internet keiner kann?
  • Soll der einen Apfel für nen Appel witzig-ironisch sein oder sagt der Schreiber als Oberdeutscher wirklich so?
  • Die Bilder, Stil und Ausdruck, die Rechtschreibung. Wenn man sich denn doch recht großsprecherisch soweit kritisch aus dem Fenster lehnt, dann sollte man auch mit sich selbst kritisch sein. den Kauf schmackhaft(er) machen - dencken - und welche altdeutsche Schrift recht brauchbar erkennt? Da lässt sich was verbessern.