Bei den SPIEGEL-Kommentaren gefunden.
"Elon Musk und Grimes im Mai 2018 in New York: ungewöhnlicher Babyname: X Æ A-12"
Inzwischen wg. Auflagen des Standesamts geändert in: X Æ A-XII
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Gersois
vor 2 Wochen
Das arme Kind! Mit einem solchen Vornamen muss es lange leben!
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Werner-Jo6gE5GZg
vor 1 Stunde
(freundlich auszusprechen) Ach Quatsch!
Das Kind bekommt einen Nickname, wie alle anderen Kinder auch, und heißt dann einfach:
"Baby Lon Musk".
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Dienstag, 26. Mai 2020
Dienstag, 9. April 2019
"Der Klang der Alpen"
Aus der SZ von heute, Titelseite:
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Nachbarn und Tierschützer kämpfen gegen Kuhglocken
Die Bäuerin Regina Killer aus dem oberbayerischen Markt Holzkirchen wähnt sich mitten in einem Kulturkampf, den sie auf keinen Fall verlieren will. „Es geht um unsere Traditionen“, sagt sie unbeirrt, „wenn es so weitergeht, ist Bayern am Ende.“ Die Frage, ob das Land tatsächlich am Ende ist, wenn die Kühe von Frau Killer keine Kuhglocken mehr tragen dürfen, ist noch nicht geklärt. Vieles hängt von den Gerichten ab, die sich im Falle der Holzkirchener Kühe seit Jahren abmühen. Ein Ehepaar, das neben der Weide wohnt, will mithilfe von Justitia das Ende des Kuhgebimmels erzwingen. Bislang vergeblich. Am Mittwoch wird das Oberlandesgericht München die nächste Entscheidung in diesem Endlosstreit bekannt geben.
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Ich habe hier schon mal unmissverständlich klargemacht, dass für mich die alteingesessenen Dorfbewohner das Sagen haben. Die gutverdienenden [sic] Leute, die die Ruhe auf dem Land suchen, die solle sich gefälligst anpassen oder wegbleiben! Wo samma denn...?! Außerdem würde ich mich sowieso vorsehen. Wenn die Bäuerin schon mal Regina Killer heißt...
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Und heute heißt es, gleich links daneben, im SZ-Streiflicht doch noch:
Ein kleines Beispiel: Immer mehr Menschen können es nicht mehr ertragen, in der großen Stadt zu wohnen. Es sei immer alles so anonym, und man gehe in der unendlichen Tristesse und Weite der Großstadt auf fatale Weise verloren, nämlich dergestalt, dass man vereinsame, obwohl viele Menschen um einen herum seien. Außerdem redeten die Nachbarn kaum untereinander, und der Bäcker erkenne einen auch beim fünften Besuch nicht wieder. All diese Eindrücke könnte man natürlich auch ins Positive wenden, sofern man keinen Wert auf Gespräche mit seinem Bäcker legt und mit den Nachbarn außer einem Gruß auch keine Privatissima austauschen möchte. Das Dorf, rufen viele, die das Dorf nur noch aus den Dorfgeschichten ihrer Betonburgen-Kindheiten kennen, das Dorf sei die letzte Insel sozialen Zusammenhalts; jeder sei dort mit jedem befreundet und wenn nicht befreundet, dann wenigstens verwandt.
Und dann zeigt sich, so das Streiflicht, dass es doch ganz anders ist!
Solcherart billigen Trost erwarten viele Leser offenbar auch von der Bestsellerautorin Dörte Hansen, deren beide bislang geschriebene Romane mancher Leser als Feier des dörflichen Zusammenlebens missinterpretiert zu haben schien.
--n Trost erwarten viele Leser offenbar auch von der Bestsellerautorin Dörte Hansen, deren beide bislang geschriebene Romane mancher Leser als Feier des dörflichen Zusammenlebens missinterpretiert zu haben schien.
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Und heute heißt es, gleich links daneben, im SZ-Streiflicht doch noch:
Ein kleines Beispiel: Immer mehr Menschen können es nicht mehr ertragen, in der großen Stadt zu wohnen. Es sei immer alles so anonym, und man gehe in der unendlichen Tristesse und Weite der Großstadt auf fatale Weise verloren, nämlich dergestalt, dass man vereinsame, obwohl viele Menschen um einen herum seien. Außerdem redeten die Nachbarn kaum untereinander, und der Bäcker erkenne einen auch beim fünften Besuch nicht wieder. All diese Eindrücke könnte man natürlich auch ins Positive wenden, sofern man keinen Wert auf Gespräche mit seinem Bäcker legt und mit den Nachbarn außer einem Gruß auch keine Privatissima austauschen möchte. Das Dorf, rufen viele, die das Dorf nur noch aus den Dorfgeschichten ihrer Betonburgen-Kindheiten kennen, das Dorf sei die letzte Insel sozialen Zusammenhalts; jeder sei dort mit jedem befreundet und wenn nicht befreundet, dann wenigstens verwandt.
Und dann zeigt sich, so das Streiflicht, dass es doch ganz anders ist!
Solcherart billigen Trost erwarten viele Leser offenbar auch von der Bestsellerautorin Dörte Hansen, deren beide bislang geschriebene Romane mancher Leser als Feier des dörflichen Zusammenlebens missinterpretiert zu haben schien.
--n Trost erwarten viele Leser offenbar auch von der Bestsellerautorin Dörte Hansen, deren beide bislang geschriebene Romane mancher Leser als Feier des dörflichen Zusammenlebens missinterpretiert zu haben schien.
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Rechtsprechung
Montag, 12. März 2018
Die Wikipedia-Bürokraten
Mal als Original-Zitat herausgenommen:
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Der Kern, um den herum „Der menschliche Makel“ gebaut war, sei ein ganz anderer. Der Vorfall, der dort Coleman Silk passiert, sei in der bitteren Wirklichkeit Roth' Freund Melvin Tumin zugestoßen, einem Soziologieprofessor in Princeton. Tumin bezeichnete im Jahre 1985 zwei abwesende Studenten als „spooks“, ohne zu wissen, dass die Tönung ihrer Epidermis schwarz war; hinterher wurde er als Rassist einmal quer über den Campus gejagt – dies, obwohl er zu den Veteranen der Bürgerrechtsbewegung gehörte.
Freilich war Melvin Tumin das, was Coleman Silk zu sein nur behauptet: weiß und jüdisch. Dass sein Protagonist eigentlich und insgeheim ein Schwarzer ist, hat der Schriftsteller sich ganz allein ausgedacht.
Durch einen Fürsprecher, schreibt Philip Roth, habe er Wikipedia ausrichten lassen, dass das Gerücht, ihm habe Anatole Broyard als Vorbild gedient, Quatsch mit Soße sei.
Wikipedia habe in einem Brief vom 25. August geantwortet: Philip Roth sei keine glaubhafte Quelle. „Ich verstehe Ihren Standpunkt, ein Autor sei die höchste Autorität, was sein eigenes Werk betrifft“, heiße es in jenem Schreiben, „aber wir benötigen Sekundärquellen.“ Das ist dermaßen herrlich unverschämt, dass man nun beinahe geneigt ist, diese Antwort ihrerseits für ein Produkt der blühenden Phantasie von Philip Roth zu halten. Aber wir ahnen dunkel: Der Brief ist echt.
Die Wikipedia-Bürokraten
Die bürokratische Erbsenzählereimentalität der Herrschaften von Wikipedia ist offenbar beachtlich. Sie sind der Autor und wollen hier mitreden? Ziehen Sie eine Nummer, Herr Roth, und stellen Sie sich hinten an! Außerdem brauchen wir von Ihnen eine Bestätigung, bitte notariell beglaubigt mit Stempel und Unterschrift.
(welt.de)
Mittwoch, 26. Februar 2014
Die Verwaltung ...
... in die Produktion!
Was manchen Leuten in der Verwaltung irgendwie nicht aufgeht -- ist diese Art der Beschränktheit eigentlich eine formale Voraussetzung, um in der Verwaltung zu arbeiten? --, das ist: dass sie nur verwalten, während andere etwas anderes zu tun haben, als die immer neuen Einfälle der Verwaltung abzuarbeiten.
In diesem Zusammenhang zwei Vorschläge:
In diesem Zusammenhang zwei Vorschläge:
- Alle, die in der Verwaltung tätig sind, müssen alle drei Jahre für ein halbes Jahr in die Produktion, die Lehre usw. Halt an den Platz, den sie sonst verwalten. Da müssen sie dann nach Kräften produzieren, lehren oder was es denn sonst noch vor Ort zu tun gibt. Hoffnung: Die Verwalter erkennen, dass und in welchem Umfang Verwaltungsmaßnahmen, die sie sonst immer mit wichtiger Miene anderen auf den Tisch legen, von der Arbeit abhalten.
- Jede Maßnahme der Verwaltung X, die an die Verwalteten geht, wird mit einem 'doppelten Zeitaufdruck' versehen, bei dem a) die Verwaltung angibt, wie lange man ihrer Meinung für dieses X wahrscheinlich braucht, und b) der Ausführende angibt, wie lange er tatsächlich gebraucht hat. Am Jahresende wird erhoben, wie viel Zeit die Verwaltung dem Produktionsprozess usw. entzogen hat, und das Ergebnis wird in einem Zeit- und einem Euro-Wert angegeben. Auf dass die Maßnahmen in Zukunft durchsichtig und dann vielleicht auch weniger werden.
Mittwoch, 12. Dezember 2012
Verwaltetheit der Welt
Das Problem der 'Verwaltetheit' der modernen Gesellschaft und der Bürokratie, ist, sehr kurzgefasst, dies:
Es gibt in der fortgeschrittenen Gesellschaft Menschen und Ämter und Einrichtungen jeglicher Art, die nur verwalten. Diese Verwaltungseinheiten werden auf Menschen losgelassen, die etwas anderes zu tun haben als auf Verwaltungseinlassungen zu reagieren.
Meine Idee: Alles, was Verwaltungen, auch die der Krankenkasse und der Sozialversicherung auf den Bürger loslassen, wird mit einer einfachen Marke versehen, z. B. "30 Min.". Das bedeutet: Wir gehen davon aus, dass Sie 30 Minuten brauchen, um das zu lesen und abzuschließen." Wenn er die Annahme für unrealistisch hält, kann der Bürger das auf einer Webseite eintragen.
Am Monats- und am Jahresende kann der Bürger und können die Ämter dann mal zusammenstellen, wie viel Arbeit sie mit der Verwaltung zugebracht haben bzw. wieviel Arbeit sie den Bürgern verursacht haben.
Mittwoch, 28. November 2012
Mail: Betreff
Eine der unangenehmsten Dinge beim Mail-Wechsel: Wenn Leute von sich aus die Betreffzeile, die kurz und aussagekräftig und also perfekt war, komplett "neu gestalten". Warum denn?! Man sucht sich dann mal wieder kaputt, weil da nun der unglaublich intelligente Text "Antwort" im Betreff steht.
Dienstag, 12. Juni 2012
Wer überwacht das Arbeitsamt?
Lassen wir die Euphemismen, von wegen Bundesagentur und so. Jeder, der sich ein wenig umhört, bekommt ungefähr das zu hören: Dass die Sachbearbeiter beim Arbeitsamt in der Sache oft nicht durchblicken und im Ton nicht selten unverschämt sind.
Beispiele:
Ein studierter Informatiker mit mehrjähriger Berufserfahrung, auf der Suche nach einem entsprechenden Job, wird gefragt, ob er denn Word beherrsche.
Eine Lehrerin, voll im Beruf, sucht für ihre behinderte Tochter einen Job. Die Sachbearbeiterin eröffnet ihr, was sie noch so alles an Unterlagen braucht und schickt sie weg. Die nächsten Termine: Alle am Vormittag, wenn die Frau Unterricht hat.
Und jetzt im SPIEGEL das:
"Max Riemelt: "Reich bin ich nicht"
Max Riemelt sitzt in Kapuzenpulli und Sporthose beim Italiener in der Berliner Torstraße. "Die Welle", "Napola" oder "Mädchen, Mädchen" - er hat große Erfolge als Charakterdarsteller zu verbuchen. "Ich musste noch nie hungern, aber reich bin ich auch nicht", sagt der Vater einer Tochter. Einmal ging er zum Arbeitsamt, um abgesichert zu sein für die Zeit zwischen Drehtagen. "Dort zogen sie mich aus mit Fragen." Nie wieder meldete er sich arbeitslos."
Da ist die Frage doch berechtigt: Gibt es für's Arbeitsamt nicht ein paar Walraffs, die das, was sie erleben, auch veröffentlichen?
Mittwoch, 15. Juni 2011
Die Wikipedia-Bürokratie
Was für ein tolles Bild! Das mit seinen, geschätzt: 80 Wörtern mehr als 10.000 Worte sagt. Ich sehe das Bild erst, als ich bei der Wikipedia-Löschdiskussion Android schon geschrieben habe:
"Diese Diskussion ist ein wunderbares Beispiel für Dinge, die vorder- gründig nach Regeln diskutiert werden, während die argumentative Basis rein emotional ist und zwischen Bürokraten und Laissez-faire-Typen verläuft. Ich selbst gehöre zu letzteren und ich halte Sätze wie "Wo gibt es da was zu diskutieren: WP:BKL empfiehlt BKL II ab 10:1 hier haben wir sogar 30:1" für den Ausbund an höchst ungesunder Bürokratie-Verliebtheit. Aber ich weiß natürlich, dass das wg. meinem Temperament (meinetwegen: wegen meines Temperaments) so ist."

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Donnerstag, 31. März 2011
Bürokratieabbau?
Gegen Google steht Deutschland auf. Dagegen, dass das Leben inzwischen zu 20 Prozent aus privater, unbezahlter Verwaltungs- tätigkeit für Verwaltungen besteht, sagt kaum einer etwas. Dabei -- die alte Geschichte: Es gibt Verwaltungen von Versicherungen, Arbeitgebern, Gemeinden, die haben nichts anderes zu tun als zu verwalten. Um ihre Daseinsberechtigung nachzuweisen, traktieren sie ihre "Kunden" mit Schreiben, Anfragen, Formularen. Der "Kunde" aber hat sehr wohl was anderes zu tun.
Hat sich Herr Öttinger das schon mal so, so ganz grundsätzlich, überlegt? Eine Prämie für jeden Brief, der nicht rausgeht. Das wär's.
Spezialfall: Die Schulverwaltungen in den Schulministerien. Die Lehrer müssen unterrichten, und die Verwaltungen müssen ihre Daseinsberechtigung nachweisen, indem sie Schulen durch immer neue Erlasse lahmlegen.
Freitag, 1. Oktober 2010
Missstände [drei s fürwahr! wasn Wort!]
Ach Gott, ja. Die Welt ist gemacht -- in speziellen Teilen jedenfalls --, um einen in den Wahnsinn zu treiben. Als Mittel stehen zur Verfügung:
a) Bürokratien, die nichts anderes zu tun haben, als einen mit Anschreiben, Formularen, Nachfragen zu beschäftigen. Analyse so knapp wie möglich: Die haben nichts anderes zu tun als mich auf Trapp* zu halten. Ich aber schon.
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* Rechtschreibfreunde aufgepaast: Ich würde nicht sagen, dass es da um den Trab geht, sondern um den galoppierenden Wahnsinn -- den Trapp eben!
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b) Die Aufladegeräte von Digitalkameras, Handys, Mp3-Playern und anderem Zeugs. Jede Firma hat ihre eigenen Stecker, und manche sogar zwei oder mehr. In China, hab ich doch vor Jahr und Tag gelesen, hat die Regierung verfügt, dass nur zwei USB-Stecker zugelassen sind. So etwas bekommt man in der westlichen Welt natürlich nicht hin. Wäre ja total sozialistisch. Unfreiheit! Igitt!
Es gibt "Universalladegeräte". Aber für für Akkus die sich ausbauen lassen. Und wenn ich mir die Handhabung ansehe, dann hab ich auch schon keine Lust mehr...
Merke: Freiheit ist immer auch die Freiheit zur praktischen Idiotie! (Oder vielleicht doch nicht?!)
Mittwoch, 25. August 2010
Ein Bier für 73,50 Euro
Die Überschriften oben wie unten sind, wie die Textauszüge, Original-SZ von heute, S. 35.
Hinzugefügt sei: Da wiehert der Amtsschimmel von der Polizei. Und der Journalistin Gudrun Passarge sei gedankt, dass sie es überliefert hat:
Altstadt-Fußgängerbereich-Satzung wird für Schülerin zur teuren Falle
Die 'Tatzeit' ist unstrittig: 25. Februar 2010, 14.50 Uhr. Der 'Tatort' auch: Fischbrunnen, Marienplatz 8. Es war einer der ersten schönen Tage in diesem Jahr, erinnert sich die Schülerin Sophie B. aus Moosburg. Nach Schulschluss schlenderte sie mit ihrer Freundin durch die Fußgängerzone und kaufte sich unterwegs eine Breze und eine Flasche Bier. Ihr Zug fuhr erst um 15 Uhr ab. Deswegen beschloss die 19-Jährige, zusammen mit ihrer Freundin am Fischbrunnen Halt zu machen, Leute zu beobachten, die Sonne zu genießen und 'gemeinsam zu vespern'.
[...]
Im Kreisverwaltungsrefererat zeigt man sich auf Nachfrage der SZ überrascht. 'Zu einer Verhängung von Bußgeldern kommt es immer nur dann, wenn ein Wiederholungsfall vorliegt', sagt Referatssprecher Klaus Kirchmann. Man wolle damit beispielsweise die Punkerszene treffen. Sophie B. beteuert dagegen, bis zu jenem Tag im Februar noch nie etwas mit der Polizei zu tun gehabt zu haben. Es sei ihr erstes Bier in der Fußgängerzone gewesen. 'Und ich sah auch ganz ordentlich aus.' Das Kreisverwaltungsreferat versprach, den Fall noch einmal zu prüfen.
Montag, 17. Mai 2010
Thema "Mülltrennung" (Anfrage zu Beginn)
Die locker formulierte Ausgangsfrage vom Sonntag, 21. März 2010:
Das Thema "Mülltrennung" beschäftigt mich schon lange. Vor allem, weil man an diesem Thema erkennen kann, wie vorhandene Strukturen und Institutionen -- im vorliegenden Fall der "Grüne Punkt" und ähnliche Einrichtungen -- ihre Existenz und Existenzberechtigung verteidigen, auch wenn die technische Entwicklung sie überholt hat. Ungefähr alle 2 Jahre versuche ich, Fortschritte zu finden. Jetzt ist es wieder soweit.
Hier also die schlichte Frage: Wie steht es in Sachen (Nicht-)Mülltrennung heute? Gibt es Initiativen, die Gesetzeslage auf Landesebene, ggf. per Initiative im Bund, zu ändern?
Als Dokument zum Stand der Dinge hänge ich das Protokoll einer WDR-Sendung aus dem vergangenen Jahr an. Ein weiterer Link unten. Mit einer Antwort auf meine Frage hat es
-- ausnahmsweise ;-) -- überhaupt keine Eile.
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Montag, 8. Juni 2009
Bürokratie
Ist an dieser Beschreibung irgend etwas falsch: Wir sind eingekesselt von Bürokratie mit BürokratInnen. Von "Verwaltungen" jeglicher Art. Nicht nur von Seiten der Stadt, des Landes, des Bundes, sondern auch auf seiten der Arbeitgeber, bei den Versicherungen, als da sind Kranken-, Renten-, Auto-, Haftpflicht-, ... Usw.
Und diese Menschen haben nichts anderes zu tun, als sich Formulare, Mitteilungen, Anfragen auszudenken, mit denen sie uns bom- bardieren.
Gibt es eigentlich irgend eine Untersuchung, wie viel Zeit der Durchschnittsmensch aufbringen muss, um sich vor all diesem Gehampele der Nur-Bürokraten in Sicherheit zu bringen? Und dann auch noch diese unglaublich verschwurbelten Formulierungen, das jeweilige Kauderwelsch, dass sich für eine Fachsprache ausgibt und so unglaublich wichtig tut!
Ist es falsch, wenn wir annehmen, dass die Bürokratien alles tun, um krakenartig Fangarme auszustrecken und ihre Bereiche auszubauen?
Ich stelle eine entsprechende Frage mal hier, bei den Wikipedia-Fachleuten.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Behördensprache und Internet
Ich würde gerne eine Forschungsstelle über die "Menschen- freundlichkeit von Behörden im Internet" gründen. Eine der Punkte: die mnemotechnische Gestaltung von Internet-Adressen, vulgo: URLs. Dazu zwei Beispiele:
1. www.bayern.de ist sehr leicht zu merken, aber nichtssagend. Verbirgt sich dahinter ein Touristenverband, die Landesregierung oder ein Fanclub des 1. FC Bayern München?
2. www.bybn.de ist das andere Extrem. Für den, der zu dieser Stelle gehört, hat die Adresse gewiss etwas Heimatliches, ja Heimeliges an sich. Es ist so wie mit allen kryptischen Abkürzungen der Amtssprache:
Kenntnis weist den Kenner aus!
Der Beamte und die Angestellte sind stolz, dass sie da ihr Fachwissen, das immer zugleich Herrschaftswissen ist, unter Beweis stellen können. Nur für den Bürger oder den, der nicht alle Tage mit dieser Stelle zu tun hat, ist www.bybn.de eine URL mit sieben Siegeln.
Wie könnte man in beiden Fällen etwas verbessern? Nun, das wäre ja die Aufgabe der Forschungsstelle i. G. (Ach so, ja: i. G. heißt "in Gründung". Auch so eine amtliche Redeweise. Eine Stelle, die auf dem Weg zur eigenständigen Existenz ist, die es aber offizielle, mit Briefkopf und Siegel sozusagen, noch nicht gibt.)
Hinzu käme die Sprache von Mitteilungen der Behörden und der jeweils untergeordneten Stellen.
Übungsaufgabe für potentielle Mitarbeiter der Forschungsstelle:
"Verbessern Sie bitte die nachfolgenden Sätze, sodass er verständlich(er) werden!"
[...] dieses Informationsblatt soll Ihnen einige Hinweise geben, die Ihnen vielleicht bisher noch nicht bekannt waren oder denen Sie noch nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt haben. Das Informations- blatt kann auf den Seiten des Landesamtes für Finanzen im Bayer. Behördennetz (www.bybn.de/lff) bzw. im Internet (www.bayern.de/lff), Punkt „Information“, Unterpunkt "Mittei- lungen", abgerufen werden.
Man merkt diesen Sätzen übrigens sogleich an, dass sich da jemand um Verständlichkeit und Bürgernähe redlich bemüht hat; aber halt, leider-leider, haut die Sache noch nicht hin. Schon allein, dass mit 'Hinweise, die Ihnen ... nicht bekannt waren' ist in sich schief. Es geht ja nicht um die Hinweise. Die waren mit Sicherheit dem Lesenden noch nicht bekannt. Die werden -- die Hinweise -- ja gerade hoch individuell und kreativ erstellt. Nein, es geht um Inhalte, auf die nun hingewiesen werden soll. Die kennt der Leser oder die Leserin vielleicht noch nicht. Diese Feinheit müsste also jetzt, neben so einigem anderen, in die neuen Sätze eingehen. Wie macht man das?
Sonntag, 4. Februar 2007
Bürokratieabbau
Vor mir liegt -- ich hatte es erst mal zur Seite getan -- ein Formular: "Angaben zur Feststellung der Familienversicherung". Mit Namen und einer 9stelligen Nummer. Muss ja sein. Aus alter Tradition. In der Verwaltung muss der Mensch zur Nummer werden. Sonst ist das keine rechte Verwaltung. Auch wenn man heute, im Zeitalter der Datenbanken, aus dem Namen und, sagen wir, dem Geburtsdatum locker eine eindeutige Identifikation machen könnte. Aber die Bürokratie muss den Menschen vernummern. Aus Tradition.
Es fällt mir der alte Gedanke ein, den ich endlich aus dem Kopf bekommen möchte: Wenn es eine Abteilung zur Verwaltung gibt, muss diese Abteilung ihre Daseinsberechtigung nachweisen. Nicht nur, indem sie intern etwas funktionieren lässt, sondern indem sie denen, die von der Verwaltung betroffen sind, regelmäßig ein Formular zum Ausfüllen oder einen Ausdruck zur Kontrolle und zur "sorgfältigen Aufbewahrung" übergibt. Wenn die Richtung stimmen, können auch noch jede Menge Erlasse und Hinweise und Memos dazukommen. Auch ja, und übrigens: Beamte müssen da nicht sein. Eine Hierarchie mit vielen Sachbearbeitern auf der unteren Ebene genügt vollauf.
Dann fangen wir an, in den Bürokratiefluten nach Luft zu schnappen. So wie ich jetzt.
Es fällt mir der alte Gedanke ein, den ich endlich aus dem Kopf bekommen möchte: Wenn es eine Abteilung zur Verwaltung gibt, muss diese Abteilung ihre Daseinsberechtigung nachweisen. Nicht nur, indem sie intern etwas funktionieren lässt, sondern indem sie denen, die von der Verwaltung betroffen sind, regelmäßig ein Formular zum Ausfüllen oder einen Ausdruck zur Kontrolle und zur "sorgfältigen Aufbewahrung" übergibt. Wenn die Richtung stimmen, können auch noch jede Menge Erlasse und Hinweise und Memos dazukommen. Auch ja, und übrigens: Beamte müssen da nicht sein. Eine Hierarchie mit vielen Sachbearbeitern auf der unteren Ebene genügt vollauf.
Dann fangen wir an, in den Bürokratiefluten nach Luft zu schnappen. So wie ich jetzt.
Mittwoch, 6. September 2006
Die Behörde für Bürokratieabbau
[ Greser & Lenz ]
Wie das so ist: Es bleibt, aus der großen Zeitungslektüre, eine Sache hängen. Über Wochen, dann über Monate. Ich beginne im Internet zu suchen, ob ich diese Karikatur irgendwo finde. Fehlanzeige. Dann auf einmal taucht beim Aufräumen eine Zeitung auf. Eine Nummer des STERN, die längst in der Papiertonne sein müßte. Und siehe da: da ist die Zeichnung drin. Sie ist von Greser & Lenz.*
Wie das so ist: Es bleibt, aus der großen Zeitungslektüre, eine Sache hängen. Über Wochen, dann über Monate. Ich beginne im Internet zu suchen, ob ich diese Karikatur irgendwo finde. Fehlanzeige. Dann auf einmal taucht beim Aufräumen eine Zeitung auf. Eine Nummer des STERN, die längst in der Papiertonne sein müßte. Und siehe da: da ist die Zeichnung drin. Sie ist von Greser & Lenz.*

STERN Nr. 21 / 18.05.2006, S. 29
Zur leichteren Lesbarkeit sei die Unterschrift und der Text auf dem Schild noch einmal wiedergegeben:
Endlich eine Initiative der Großen Koalition
Hier baut die
Bundesrepublik
Deutschland
ein Amtsgebäude
der Behörde zum
Bürokratieabbau
Hier baut die
Bundesrepublik
Deutschland
ein Amtsgebäude
der Behörde zum
Bürokratieabbau
Weil man als spiritueller Mensch Zufälle -- in diesem Fall den der doch nicht weggeworfenen Zeitung -- nicht ignorieren darf, werde ich diesen STERN mal eine Zeitlang aufbewahren und immer mal wieder etwas zu einem der Artikel und Überhaupt zum Großen und Ganzen sagen.
Zu der Karikatur hier: Da ist eine tiefe Wahrheit drin. Was steckt dahinter? Die Regierung darf sich in hohem Maß die Dinge selbst genehmigen. (Ja, ja, das Parlament kontrolliert. Aber die Parlamentarier glauben ja auch, daß nur Bürokratie etwas bewegen kann. Also, warum sollten sie Einspruch erheben?) Wenn etwas getan werden muß, dann muß eine Behörde her. Eine neue am besten. So also entstehen die Paradoxien des Bürokratischen.
--
* Mit einem Dank an Greser & Lenz für die Erlaubnis zur Wiedergabe hier.
Zu der Karikatur hier: Da ist eine tiefe Wahrheit drin. Was steckt dahinter? Die Regierung darf sich in hohem Maß die Dinge selbst genehmigen. (Ja, ja, das Parlament kontrolliert. Aber die Parlamentarier glauben ja auch, daß nur Bürokratie etwas bewegen kann. Also, warum sollten sie Einspruch erheben?) Wenn etwas getan werden muß, dann muß eine Behörde her. Eine neue am besten. So also entstehen die Paradoxien des Bürokratischen.
--
* Mit einem Dank an Greser & Lenz für die Erlaubnis zur Wiedergabe hier.
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