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Dienstag, 12. Juni 2012

Wer überwacht das Arbeitsamt?

Lassen wir die Euphemismen, von wegen Bundesagentur und so. Jeder, der sich ein wenig umhört, bekommt ungefähr das zu hören: Dass die Sachbearbeiter beim Arbeitsamt in der Sache oft nicht durchblicken und im Ton nicht selten unverschämt sind.

Beispiele:

Ein studierter Informatiker mit mehrjähriger Berufserfahrung, auf der Suche nach einem entsprechenden Job, wird gefragt, ob er denn Word beherrsche.

Eine Lehrerin, voll im Beruf, sucht für ihre behinderte Tochter einen Job. Die Sachbearbeiterin eröffnet ihr, was sie noch so alles an Unterlagen braucht und schickt sie weg. Die nächsten Termine: Alle am Vormittag, wenn die Frau Unterricht hat.

Und jetzt im SPIEGEL das

"Max Riemelt: "Reich bin ich nicht" Max Riemelt sitzt in Kapuzenpulli und Sporthose beim Italiener in der Berliner Torstraße. "Die Welle", "Napola" oder "Mädchen, Mädchen" - er hat große Erfolge als Charakterdarsteller zu verbuchen. "Ich musste noch nie hungern, aber reich bin ich auch nicht", sagt der Vater einer Tochter. Einmal ging er zum Arbeitsamt, um abgesichert zu sein für die Zeit zwischen Drehtagen. "Dort zogen sie mich aus mit Fragen." Nie wieder meldete er sich arbeitslos."

Da ist die Frage doch berechtigt: Gibt es für's Arbeitsamt nicht ein paar Walraffs, die das, was sie erleben, auch veröffentlichen?