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Freitag, 8. Juni 2012

Zolpidem

Man schlägt ganz arglos und zur Information etwas nach, und schon tun sich Abgründe auf! Aber man sieht auch erstaunlich gute, nachvollziehbare Argumentationswege. Von wegen: ausgeschlafen am Steuer.

"Ich nehme seit vielen Jahren diesen Wirkstoff ein, ich habe bislang wunderbar damit geschlafen, leider muss ich das Medikament nun selbst zahlen. Es ist mir egal, ich brauche meinen Schlaf um Lebensqualität zu haben. Sicher bin ich mittlerweile "abhängig", was heißt das schon? Ausgeschlafen am Steuer ist allemal lebensfreundlicher für alle Beteiligten als unausgeschlafen das Leben anderer gefähren, oder?" 


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"Bin seit 5 Jahren abhängig, nehme es unter Tags, alle paar Std., insgesammt ca. 5 Stk. nehme es in Hälften. Macht stark abhängig. ja nicht anfangen damit... Habe es anfangs nur abends genommen, die Wirkung war derart befreiend, dass ich es unter Tags genommen habe. Hatte einige Jahre 30 Stk. genommen, habe es auf 6-7 reduzieren können, dabei auch viel Gewicht verloren, welches ich davor durch zoldem zugelegt hatte, aber die letzten Jahre habe ich so 6-7- Stk. verteilt am Tag eingenommen... Nun mache ich nen ambulanten Entzug, hatte es auf 3 runter geschafft aber seit 1ner Woche bin ich wieder auf 5 rauf. Der Entzug ist hauptsächlich psychisch, jedoch so wehemennt, dass es mir kaum möglich ist... Doch will ich nicht mehr so weiterleben... Nebenwirkungen sind Wut, grosse Wut- und Wutanfälle, Aggressionen, Paranoia, Hassgefühle gegenüber jedem, Misstrauen, etc.,... Ich wünschte dieses Medikament nie kennengelernt zu haben..."

Liest man so etwas, kommt man zwangsläufig auf die Frage: Wo bekommt man Tabletten dieser Art in solcher Zahl her? Und wer zahlt die? 5 Stück am Tag?! Aber auch: Liegt bei dieser Art von Tablettenkonsum das Problem nicht ganz woanders, also nicht in der Schlaflosigkeit an sich?