Donnerstag, 2. April 2009

"Dies zu lesen kostet nichts"

Eine alte Freundin, zu der ich kaum noch Kontakt hatte in letzter Zeit, schickt mir eine Mail. Ich freue mich. Die Mail hat eine Powerpoint-Anhang, den ich natürlich offne. Ich kenne ja die Frau, die mir das geschrieben hat. 

Der Anhang -- der ganze Text kann bequem z. B. hier nachgelesen werden -- beginnt mit: 

"Dies zu lesen kostet nichts - Bah.... es kostet auch nichts, es aus- zuprobieren !!! Schau mal .. aber schön bis ganz zum Ende lesen …"

Einen Gefallen hat mir die alte Freundin leider damit nicht getan. Am Ende wird aus der schönen Geschichte nämlich eine handfeste Er- pressung:

"Schicke diese Botschaft innerhalb einer Stunde an 10 Personen, und dein Wunsch wird sich erfüllen. Wenn du das nicht tust, wird dein Wunsch das Gegenteil bewirken. Schicke diese Nachricht nicht dem Absender zurück … dein Wunsch wird sich nicht erfüllen!!!"

Ich, der ich ein viel, viel mächtigerer Zauberer bin als der, der dies erfunden hat, knüpfe nun meine Bedingung an diese Mail. Diese Bedingung, die ein Auftrag ist, lautet so:

Du, der du diesen Text kreiert und in die Welt geschickt hast, lies das Bitte unbedingt bis zum Ende durch! 

Du hast jetzt nicht mehr als 1 Stunde Zeit, um alle Mails, die aus deiner Mail geworden sind, wieder einzusammeln. Wenn du das nicht schaffst, wird sich all dein Glück in das Gegenteil verkehren! 

Weil ich aber ein guter Zauberer bin, soll auch noch das Folgende gelten:

Wenn du das mit dem Einsammeln der Mails nicht schaffst, hast du noch eine Chance, um einen erheblichen Teil deines Glückes zu retten! Tue dann unbedingt dies:

  • Schicke innerhalb des morgigen Tages eine Mail, 
  • in der du mit vollem und richtigem Namen 
  • und voller und richtiger Anschrift outest an dich selbst und 
  • per Cc an 10 Datenschutz-Beauftragte der deutschen Bundesländer und 
  • an das Bundeskriminalamt
  • und sämtliche Kriminalämter der deutschen Bundesländer.
  • Bitte in dieser Mail alle die, die du geängstigt und genötigt hast, um Entschuldigung 
  • und zahle innerhalb 1 Woche 10% deines Nettoeinkommens im Jahre 2008, mindestens aber 10.000 Euro an die Deutsche Welthungerhilfe.
Solltest du das nicht tun, werden sich alle deine für dich positiven Wünsche, die du fürderhin im Leben hast, in ihr Gegenteil verkehren! Und ich, ich werde alles Glück deines Lebens einsammeln und zu meinem Glück machen! Solltest du aber die oben genannten Bedingungen erfüllen, werde ich mit der Hälfte deines Glücks begnügen. Entscheide dich! Du hast die Wahl!

Und bedenke! Wenn du das, was ich gesagt habe, machst, dann wirst du fürderhin halbwegs ruhig leben können. Und die Welt wird ein wenig besser sein als sie vorher war.

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