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Dienstag, 21. März 2017

"Millionen auf dem Sprung nach Norden"

Afrika will nach Europa kommen. Also die Afrikaner wollen. Dazu ein Artikel in der ZEIT.

"Fünf vor acht / Migration. Millionen auf dem Sprung nach Norden. Eine Kolumne von Theo Sommer || Wir werden uns noch lange schwertun mit dem Flüchtlingsproblem. Und so sehr der Gedanke erschreckt: Europa könnte auch zu drastischen Abwehrmaßnahmen gezwungen sein.
21. März 2017, 7:31 Uhr 711 Kommentare

Zwei Ängste plagen gegenwärtig viele im Lande: kurzfristig die Angst, dass die Türkei das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufkündigt und Zehntausende aus ihren Lagern nach Europa in Marsch setzt; und längerfristig, dass Hunderttausende, ja Millionen von Afrikanern auf dem Sprung nach Norden sind – die nächste große Flüchtlingsbewegung, noch ehe wir die letzte verkraftet haben."

Und viele gut gemeinte Kommentare. Meine Stellungnahme zu einem:

"Also kann die Lösung doch nur sein, [dass man] die o. a. Missstände [vor Ort, in Afrika] beseitigt."

Da wird kaum einer widersprechen. Die komplexe Frage ist nur: Wer macht das mit welchem Aufwand / welchen Kosten wie? Es wird nicht klappen, es sei denn, man führt eine Quasi-Rekoloniasierung durch, die in Europa, schon allein aus Kostengründen, niemand stemmen kann und stemmen will.

Was die "undemokratisch an die Macht gelangte Diktatoren" anlangt (ich denke, die Anführungszeichen bei _undemokratisch_ dürfen wir weglassen), da gibt es immer wieder die Diskussion, ob es denn nicht richtig ist: Wird der Diktator gestürzt, kommt in vielen Ländern Afrikas erst einmal: das Chaos und der Bürgerkrieg -- der Flüchtlinge produziert -- und dann kommt der nächste Diktator. Der neue Flüchtlinge produziert.

Die These, die ich manchmal lese und am Wochenende von einem Kenner der Problematik auch gehört habe: Deutschland wird weitere Flüchtlinge aufnehmen, die soziale und politische Lage wird sich bis 2050 sehr destabilisieren, es wird ein großes Flüchtlingsprekariat entstehen, das irgendwie versorgt werden muss. Mit entsprechenden Verteilungskämpfen und einem politischen Rechtsruck. Und die wirtschaftlichen / technischen Leistungsträger werden sich rechtzeitig in Greencard-Länder verabschieden: nach Australien, Neuseeland, Kanada. Am Ende auch in die USA."