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Sonntag, 2. Juni 2019

Gewächshaus

Notizbuch

Wird er uns wirklich klar -- der Zusammenhang zwischen unserem Luxus und dem Elend anderer?


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SPIEGEL 23, 2019. S. 74

Ausbeutung, Tagelöhner, Südspanien, Erdbeeren, Tomaten, Deutschland.

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Mittwoch, 15. Mai 2019

Paketboten vor Ausbeutung geschützt

Eben beim SPIEGEL, der auch erst vorher liest, ehe er freigibt. ("Vielen Dank! Ihr Kommentar wurde gespeichert und zur Freigabe an die Redaktion geschickt.")

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Bericht

Subunternehmer-Gesetz für Zusteller

Gegen Hungerlohn und für Sozialbeiträge: Die GroKo hat sich auf ein Gesetz geeinigt, damit Paketzusteller nicht länger ausgenutzt werden. Was das für Mitarbeiter und Versandfirmen genau bedeutet.

Von Michael Kröger

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Naheliegende Vorschläge

Wenn, vor allem in mehrstöckigen Häusern, vor dem Haus ein großer Paketbriefkasten wäre, würde wahrscheinlich schon mal viel Stress weggenommen. Auch für die Adressaten, die dann nicht extra losfahren müssen, wenn sie mal nicht da waren.

Und es spricht nichts dagegen, dass sich, wie im Restaurant, die Sitte einbürgert, dem Paketboten ein Trinkgeld in die Hand zu drücken. Jede Zustellung 1 Euro Trinkgeld, da ließe sich wahrscheinlich ganz gut was davon kaufen.

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Wurde nicht gebracht. -- Weil ich das Thema wichtig finde, ein 2. Versuch:

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@Schartin Mulz 15.05.2019, 17:07 Uhr || 4. Das ist eine Unterstellung

"Der Preisdruck, der auf der Branche lastet, nimmt seinen Anfang übrigens bei den Verbrauchern, die nicht bereit sind, die Lieferung anständig zu bezahlen."

<Der Eintrag da oben>

<Das hatte ich gestern hier schon geschrieben und eingereicht. Ich nehme an, das wurde von der Veröffentlichung ausgeschlossen. Wobei 1. nicht klar ist, warum es bei diesem Thema überhaupt einer "Vorkontrolle" bedarf, und 2. eigentlich nichts gegen die folgenden Ideen eingewendet werden kann.>

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Mal schauen, was daraus wird.

Freitag, 6. Juli 2018

232-mal so viel wie seine Mitarbeiter

Notizbuch:

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Vergütung. Post-Chef Frank Appel verdient 232-mal so viel wie seine Mitarbeiter. Dax-Vorstände wie Siemens-Chef Kaeser oder VW-Boss Diess bekommen im Schnitt 71-mal so viel Gehalt wie ihre Mitarbeiter - und die Gehaltsabstände nehmen seit Jahren zu. In diesen Konzernen sind sie besonders krass. (spiegel.de)

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Dass ausgerechnet der Post-Chef vorne liegt! Ein Unternehmen, dessen Vorgänger "Die Post" einmal Briefträger verbeamtet hat. Das waren ehrenvolle Berufe! Und heute schleichen gehetzte Migranten an die Haustüren, die nur schlecht Deutsch sprechen. Und die hundmiserabel bezahlt werden.

By the way -- wir wird denn der "Mitarbeiter-Lohn" errechnet?

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Zum ersten Mal bin ich ja durch Ehrhard Eppler. Ich werde einmal genauer hinschauen müssen. Und den Namen Zumwinkel darf man in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen.

Samstag, 19. Januar 2013

Apropos Thomas Middelhoff ...

Ab welcher Bekanntheit eines Manager-Namens und ab welcher Liste von Fehlleistungen bestraft der Manager-Arbeitsmarkt eigentlich jemanden wie Middelhoff, und wie bestraft er ihn? Immerhin soll Middelhoff ja Probleme haben, seine Luxus-Yacht zu finanzieren! Und wenn wir schon dabei sind -- ist eine Berufung in den Hochschulrat / Finanzausschuss der Universität Münster eigentlich Belohnung oder Bestrafung?

Dienstag, 15. April 2008

Roman Herzog, der Mindestlohn und die Dummheit

Eigentlich schätze ich Roman Herzog, und als seinerzeit seine Ruck-Antrittsrede allenthalben kritisiert wurde, habe ich unter Bekannten für ihn gesprochen. Aber manches ist halt auch nicht zu verstehen. Wie etwa das, was er da der BILD-Zeitung sagt:
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BILD: Aber selbst der nachweislich Jobs vernichtende Mindestlohn bekommt bis tief ins bürgerliche Lager Umfragemehrheiten von bis zu 70 Prozent.

Herzog: Es gibt auch ein Grundrecht auf Dummheit.
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Da gibt es drei ganz unterschiedliche Kritikansätze.
  • Wer so redet, sagt, dass der Andersdenkende und Andersargumentierende dumm ist. Das ist zumindest grob unhöflich.
  • Dies besagt implizit -- was übrigens bei vielen deutschen Argumenten der Fall ist (wie etwa denen gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen): Die anderen, die das haben oder eingeführt haben, sind dumm. Die Franzosen zum Beispiel, die ihren SMIG, den salaire minimum interprofessionnel garanti, seit 1950 haben und es sich kaum anders mehr denken können. Nicht nur bei den Gewerkschaften ist entsprechendes Argumentieren nachzu- lesen.
  • Das wirtschaftliche Argument. Ich kann der Rede gegen den Mindestlohn nichts anderes entnehmen als: Die Wirtschaft ist wie die Natur. "Es hat keinen Sinn, gegen die Naturgesetze vorgehen zu wollen." Nur eben -- Wirtschaftsgesetze sind keine Naturgesetze, sie sind von menschlichen Grundan- nahmen bestimmt, die verändert werden können! Einst war die Annahme, es müsse naturrechtlich Sklaven geben, auch eine akzeptierte Grundannahme. Abgekürzt gesprochen: Wenn ein Arbeiter für 4 Euro 50 die Stunde arbeitet, dann gibt es zwei Argumentationslinien. a) Seine Arbeit ist halt nicht mehr wert, und er soll gefälligst schauen, wo er bleibt und wovon er lebt. b) Die anderen = die Steuerzahler sollen ihm was zuzahlen und damit indirekt den Arbeitgeber, der so wenig zahlt, alimentieren. Das erste ist zynisch und das zweite dumm-sozialistisch.