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Sonntag, 2. April 2017

Trump USA <--> BRD Schulz

Ich lese, man sollte es nicht glauben, über gleich zwei Trump-Erklärer, wenn schon nicht Trump-Versteher! Beide Male im SPIEGEL, auf Papier. Und suche anschließend im Internet. 

"Für Trump-Unterstützer wie mich ist es so: Wir hassen keine Mexikaner und auch keine Muslime. Ich bin auch überhaupt nicht generell gegen Einwanderung. Aber ich denke, es gibt diese Terrorgefahr, und es ist legitim zu diskutieren, wie viele und welche Einwanderer in die USA kommen sollten. | Trump hat aus meiner Sicht einige tiefgehende Fragen zu Ethik und politischer Theorie aufgebracht, über die man lange Zeit nicht mehr nachgedacht hat. Zum Beispiel: Wer hat das Recht, in den Vereinigten Staaten oder einem anderen Land zu leben? Überraschend viele Leute glauben, jeder Mensch habe das Recht überall zu leben. Aber das käme im Zweifel einer Invasion gleich, wobei ich Invasion und Einwanderung nicht gleichsetzen möchte." (spiegel.de)

Daniel Bonevac ist Philosophieprofessor an der University of Texas. Er outete sich bereits vor der US-Wahl als Trump-Anhänger. In einem längeren Beitrag für die "Washington Post" warb er um Stimmen für ihn. Nach dem Amtsantritt zeigt sich Bonevac von Trump zunehmend begeistert - wohl wissend, dass er damit unter US-Wissenschaftlern, noch dazu im Fachbereich Philosophie, eine Ausnahme darstellt. (Ebd.)

Klingt das nicht wie ein Text zur Lage in Deutschland?

"Und tat­säch­lich, hät­te man Van­ce' Buch im Som­mer vor der Wahl ge­le­sen, man hät­te Angst be­kom­men kön­nen vor die­sem Ame­ri­ka und die­sen Ame­ri­ka­nern im Her­zen des Lan­des. Ob­wohl der Name Trump kein Mal fällt, las­sen sich die 300 Sei­ten kaum le­sen, ohne eine Fi­gur wie Trump am Ende für un­aus­weich­lich zu hal­ten. | Van­ce be­rich­tet vom wei­ßen Pre­ka­ri­at, von ei­ner Be­völ­ke­rungs­schicht, der es spä­tes­tens seit der Jahr­tau­send­wen­de im­mer schlech­ter geht und die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in ra­san­ter Ge­schwin­dig­keit aus dem öf­fent­li­chen Blick­feld ge­ra­ten ist und sich vom ge­sell­schaft­li­chen Kol­lek­tiv ver­ab­schie­det hat. Mehr oder min­der un­ter sich le­ben sie ab­ge­schie­den in den Ber­gen der Ap­pa­la­chen und in den ver­fal­le­nen Mit­tel- und Klein­städ­ten des ehe­mals in­dus­tri­el­len Mitt­le­ren Wes­tens." (spiegel.de)

JD Vance (born 1984) is an American author and venture capitalist known for his memoir Hillbilly Elegy. The book is about the Appalachian values of his upbringing and their relation to the social problems of his hometown. The book was on the New York Times best-sellers list in 2016 and 2017. It attracted significant attention during the 2016 election from national media as a window into the white middle class. Vance attracted criticism from some Kentuckians who said he was 'not a hillbilly', while others supported him. | In December 2016 he indicated that he plans to move to Ohio to start a nonprofit and potentially run for office and work on drug addiction. (en.wikipedia.org)

Und dann kommt die 1-Mio-$-Frage: Wer ist schuld an der Lage dieser Menschen, das Establishment in Washington, das sie vergessen hat, oder die Leute selbst, die faul und ohne Antrieb sind?

"Als hart ar­bei­tend, sagt Van­ce, wür­den sich all sei­ne Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­zeich­nen. Das sei ihr Selbst­bild, ob­wohl ei­gent­lich die we­nigs­ten ei­nen Job ha­ben. In Midd­le­town ar­bei­ten 30 Pro­zent der jun­gen Män­ner we­ni­ger als 20 Stun­den pro Wo­che, und doch, sagt Van­ce, wür­de man kei­nen ein­zi­gen fin­den, dem sei­ne Faul­heit be­wusst wäre. Er er­zählt von ei­nem Be­kann­ten, der ihm mit­ge­teilt habe, er habe es satt, mor­gens so früh auf­zu­ste­hen, er habe sei­nen Job ge­kün­digt. Spä­ter schrieb der­sel­be Be­kann­te auf Face­book, er habe sei­nen Job ver­lo­ren, und mach­te da­für die „Oba­ma Eco­no­my“ ver­ant­wort­lich." (spiegel.de)