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Sonntag, 27. Februar 2011

Westerwelle ante portas!

Wie viel glaubwürdiger wäre es, wenn unser Herr Außenminister solche Worte gefunden hätte, als Gaddafi noch ganz fest im Sattel saß! Jetzt klingt das doch sehr nach dem Eins-Draufsatteln, weil keine Gefahr mehr besteht, es sich mit einem Mächtigen, einem Öllieferanten gar, zu verderben. Und im Normalfall gilt weiter: Wer die Macht hat, wird hofiert. Wer politisch strauchelt, dem versetzt die deutsche Politik noch einen Stoß. Man muss sich ja mit den Demnächst-Mächtigen des fraglichen Landes schon mal gut stellen!

Und irgendwo habe ich gehört, dass der Herr Minister Westerwelle sagt, die Mächtigen Libyens sollten nicht darauf vertrauen, ihr geraubtes Geld an ihrem Lebensabend auf ihren Latifundien verprassen zu können. Da haben wir es wieder, dieses Wort! Gut, wer seinen Wortschatz noch im Erwachsenenalter erweitert hat.


Berlin: Außenminister Westerwelle hat sich am Nachmittag zu den UN-Sanktionen gegen das libysche Regime geäußert. Westerwelle sagte, kein Mitglied der Herrscher-Familie könne damit rechnen, davonzukommen. Wer Krieg gegen sein eigenes Volk führe, müsse strafrechtlich verfolgt werden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte in der Nacht Strafmaßnahmen gegen das Gaddafi-Regime in Tripolis beschlossen. In Libyen selbst bildete die Opposition in der Stadt Bengasi eine Übergangsregierung. An ihrer Spitze steht der ehemalige Justizminister Dschalil. Nach seinen Angaben soll die Übergangsregierung drei Monate im Amt bleiben und dann durch eine gewählte Führung ersetzt werden."

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"Es ging also darum den faulen Plebejern das Brot wegzunehmen, sondern viel mehr den Superreichen ihre Latifundien, um diese an potentielle Bauern zu verteilen. Und genau dies versuchten ja viele Reformer immer wieder zu tun – allerdings mit sehr mäßigem Erfolg.
Herr Westerwelle und seine Klientelpartei sind meiner Ansicht nach nun wieder fleißig dabei dafür zu sorgen, dass die Reichen noch reicher werden und noch weniger Steuern bezahlen. Mehr kann man Geschichte kaum verdrehen."