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Freitag, 14. Juni 2013

Wikipedia-Diskussion: Zeitungen, Schreibweise

Ich halte das aus einer Wikipedia-Diskussion mal fest und kommentiere irgendwann noch ein wenig:

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Ich verkenne nicht, dass sich über die WP-Formalia die Klügsten und Besten die Köpfe zerbrochen haben und da viel Nachdenken dahintersteckt, auf dem Weg zur Vereinheitlichung des Auseinanderstrebenden. Aber vielleicht könnte man sich doch bei einem Relaunch überlegen, ob man bei den Zeitungen (die ZEIT, die WELT, der SPIEGEL) nicht doch alternative Möglichkeit freigibt. Mein Gefühl ist, dass in einem Satz wie "Er wurde in der Welt als 'Retter Deutschlands' bezeichnet" einfach die Irritation groß ist. Bei "Er wurde in der WELT als 'Retter Deutschlands' bezeichnet" ist das nicht der Fall. Auf die Sache gestoßen bin ich übrigens hier. --Delabarquera 18:35, 12. Jun. 2013

Kann man denn davon ausgehen, daß jeder Benutzer (Kinder? Zuwanderer?) die WELT kennt, und das auch noch evtl. in fünfzig oder hundert Jahren, wenn das Blättchen längst eingegangen ist? Besser also: "Er wurde in der Tageszeitung Die Welt als 'Retter Deutschlands' bezeichnet"? --Epipactis 21:50, 12. Jun. 2013

Nun ja, Kinder sollen ja was lernen und Zuwanderer sollen integriert werden ... -- Also, jetzt im Ernst: Das mit die Tageszeitung ..., das Hamburger Wochenmagazin ..., usw. ist halt doch arg sperrig und umständlich. Aber wie angedeutet: Wie bei allen sprachlichen Regeln und Normen geht es darum, ein (Sprach-) Gefühl zu explizieren, und wenn die Mehrheit der qualifizierten User (ein ganz schwieriges Problem, das mit dem qualifziert, ich weiß) der Meinung ist, dass "Im Stern wurde er ... genannt" ok ist, dann ist das halt so. Ich habe ja nur darum gefragt, ob man das mit dem STERN / Stern / Magzin Stern nicht einfach freigeben könnte. Wenn das nicht möglich ist, werde ich nicht weinen, und über die alte Kiste die Machtverteilung in der WP wurde weißgott schon genug geredet. Die Probleme sind klar und zum Teil aus grundsätzlichen Gründen nicht zu beheben. Das Leben und die WP sind halt ein workaround. --Delabarquera 15:04, 13. Jun. 2013

Bei sprachlicher Kommunikation muss man ja auch auf andere Formulierungen ausweichen, da würde man auch eine doppeldeutige Formulierung vermeiden. Und das geht auch ohne Umstände eleganter. Und da Die Welt ohnehin verlinkt und die Aussage mit einem Beleg von der Welt-Homepage belegt werden muss, sehe ich das Problem nicht. Wer das nicht kapiert, dem ist auch mit einem groß geschriebenen "WELT" nicht geholfen. // Die Großschreibung ist ohnehin nur eine Werbemasche, um den eigenen Namen herauszustellen, der durch keine Rechtschreibregel gestützt ist. (Böse Zungen behaupten, es ist eine Abkürzung für "Welch eine langweilige Tageszeitung". In dem Fall dürfte man es groß schreiben.) Nicht umsonst ist im Internet die Blockschrift als "Schreien" verpönt. Es widerspricht der neutralen Darstellung, völlig unwichtige Namen so herauszustellen. Wenn man schreiben würde "in der Presse" und die Welt nur noch im ref-Link erwähnt würde, wäre das auch völlig ausreichend. -- Harro 18:47, 13. Jun. 2013

Gelesen. Und: Danke! Ich sehe das zwar weiterhin anders und erblicke da keine "Werbemaschen", sondern nur meine Lesegewohnheiten. Aber ich will das auch nicht so wichtig nehmen. Lassen wir's dabei. --Delabarquera 10:52, 14. Jun. 2013

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<Kommentar dann irgendwann später.>