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Montag, 3. August 2015

Das Herzchen der Woche: Airline-Chef O'Leary

Das mit dem Herzchen ist mir eben spontan eingefallen. Alles andere ist längere Überlegung:

"Die Billigfluglinie Ryanair akzeptiert Gewerkschaften nicht als Verhandlungspartner. Das spiegele den Wunsch der Belegschaft wider, behauptet nun Airline-Chef O'Leary. Dabei kämpfen Gewerkschafter auch bei Ryanair um Mitbestimmung."


Kann eigentlich ein Kapitalist, der sein Vermögen über den Geiz der Mehrheit* erwirtschaftet hat, einfach die Spielregeln bestimmen? Gibt es da nicht irgendwo auch noch Staaten und ihre Gesetze?

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Dazu meint übrigens herrhoffmann unter den Forumskommentaren:

"3. Gewerkschaften für den Selbstzweck | 01.08.2015 | Bitte nicht noch eine Gewerkschaft a la GDL. Diese kostenspieligen Wasserköpfe mit ihrem Mega-Ego nützen den Arbeitnehmern nicht. Sie dienen nur sich und dem Machterhalt der Gewerkschaftsbosse. Sie machen den Standort Deutschland für jedes Unternehmen uninteressant."

Dazu sage ich: Tja, die Unternehmen, die den Standort Deutschland mitsamt seinen Gesetzen nicht mögen, die sollen sich halt vom Acker machen! Allerdings muss dann auch die Landeerlaubnis und das Vergleichbare für Deutschland wegfallen. Das Totschlagargument mit den Arbeitsplätzen und den notwendigen hohen Renditen, das ist sowas von daneben, dass ich da nicht mehr darüber reden will. Vor allem aber: Die Luftverpestung durch die Billigflieger (und die anderen, die Nicht-Billigen natürlich auch) wird, wie seinerzeit bei den Atomkraftwerken, auch nicht veranschlagt und eingepreist. Dass das demnächst geschieht, dafür sollten die Bürger eintreten. Und weniger fliegen. Das wäre politische Vernunft!

Unterstellter Slogan: Möge die Welt auch untergehen, Hauptsache der Turbokapitalismus siegt!

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* Merke: "Frau Lieschen Müller will und muss zusammen mit den Herren Hinz und Kunz unbedingt nach Thailand, hat aber nicht viel Geld. Also .. Ryanair!"