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Samstag, 27. Mai 2017

"Im Verhör schilderte...

... der Angeklagte seine Vita. Demnach zählte sein Vater zu den größten Kakaoproduzenten Ghanas. Dessen erste Frau habe neun Töchter geboren, aber keinen Sohn. Also habe sein Vater mit einer Zweitfrau einen männlichen Nachkommen gezeugt: Eric. Nach dem Tod seines Erzeugers hätten Erbstreitigkeiten zum Kampf mit seinem Schwager geführt. Mit einem Knüppel habe er ihn erschlagen, gab der Angeklagte zu Protokoll. Vor der Rache seiner Stiefschwestern sei er über Libyen nach Italien geflohen. Neun Monate habe er im Flüchtlingslager verbracht. Am 10. Februar landete er in einer Aufnahmeeinrichtung in Frankfurt/Main. | Von da aus ging es nach Sankt Augustin. Gut einen Monat später lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seinen Asylantrag ab, weil er schon in Italien um Aufnahme gebeten hatte. Seit jenem 17. März hätte Eric X. abgeschoben werden können. Doch der Angeklagte schaltete einen Anwalt ein, der gegen den Bescheid vor dem Verwaltungsgericht klagte. Die Richter sahen sich außer Stande, zeitnah zu entscheiden." (general-anzeiger-bonn.de)

Eine Menge auf einmal. Vorher in dem Zeitungsartikel: dass eine Polizistin am Telefon geglaubt hat, der Anrufer, der Freund der Vergewaltigten, mache einen "Scherz".

Und der Rechtsstaat zerfällt, weil er ein Rechtsstaat ist. Er wird durach seine eigenen Maßstäbe zerstört.  Wenn Berufungen vorgesehen sind und zugelassen werden, wenn es extrem viele Prozesse und Berufungen werden, wenn dann nicht mehr 'zeitnah' entschieden werden kann, wenn dann freigelassen werden muss, weil eine andere Bestimmung das 'zeitnah' verlangt, dann geht am Ende nichts mehr.