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Donnerstag, 25. Mai 2017

Global Warming

Was man dem Herrn Schulz nicht alles voranstellen kann!

"Es gibt The­sen, die selbst dann über­le­ben, wenn kei­ne Be­wei­se für sie auf­ge­trie­ben wer­den konn­ten. Oder ge­nü­gend Be­le­ge ge­fun­den wur­den, um sie zu wi­der­le­gen. Die The­se, wo­nach der Kli­ma­wan­del nicht von Men­schen ge­macht sei, ist solch ein Fall. Die ori­gi­nel­le Be­haup­tung, wo­nach es Bie­le­feld gar nicht gebe, hält sich eben­falls hart­nä­ckig. Hin­ter fal­schen The­sen ste­cken im­mer hand­fes­te In­ter­es­sen. Sie sind nicht tot­zu­krie­gen, weil man­che Men­schen im Schat­ten von Wind­rä­dern le­ben und eine ak­ti­ve Kli­ma­schutz­po­li­tik als per­sön­li­chen Nach­teil emp­fin­den. Oder weil sie ganz ein­fach ei­nen tie­ri­schen Hals auf Bie­le­feld ha­ben." 

(MAR­KUS FEL­DEN­KIR­CHEN: DER GE­SUN­DE MEN­SCHEN­VER­STAND. Der Anti-Schulz-Hype. SPIEGEL 21 / 2017 -- Vielleicht ohne Abo nicht abrufbar.)

Aber zu der Sache hier: "Hin­ter fal­schen The­sen ste­cken im­mer hand­fes­te In­ter­es­sen." Interessen, irgendwelche? Ja. Einen Jux will er sich im Zweifelsfall machen mit dem Nicht-Bielefeld. Aber handfeste, ernsthafte Interessen? Wirklich immer? Nicht vergessen: Manchmal geht es einfach auch um wissenschaftliche Klarheit. Wenn ein Nobelpreisträger beispielsweise den menschengemachten Klimawandel sonor in Frage stellt.

Nun gut, da hat der SPIEGEL natürlich auch gleich eine Meinung: Der Mann befindet sich auf Abwegen. Nur -- das ist eine Meinung und wissenschaftlich gedacht ist das nicht. Der Mann weiß ja, wovon er redet. Man muss mal zuhören! (Nein, ich stimme Ivar Giaever nicht zu. Aber das mache ich als politischer Mensch mit einer Meinung, nicht als Wissenschaftler.)