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Sonntag, 10. September 2017

Jens Spahn über Berliner Kellner


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"Jens Spahns Äußerungen über Englisch sprechendes Café-Personal wirken wie ein Witz. Doch sie sind nicht lustig. Sie sind der Versuch, ein Feindbild zu schaffen."

Könnten wir solche Dinge nicht ein wenig tiefer hängen? Na gut, es ist Wahlkampf, und die ZEIT muss sich da positionieren; aber könnte man den Spahn-Sager nicht doch einfach lustig nehmen? "Der Versuch, ein Feindbild zu schaffen"? Jesses na. Der Spahn wollte doch nur sagen: Die Kellner sollten _auch_ Deutsch können. Das muss er sagen dürfen, finde ich, ohne gleich als Feindbild-Konstrukteur runtergemacht zu werden. Und man kann sogar dafür sein, dass die Kellner Deutsch + Englisch können sollten, ohne Feindbild.

P. S. Ich finde den Vorschlag, der vor Jahren mal diskutiert wurde, durchaus vernünftig. Englisch ist die Sprache der EU. Dann kommen die Nationalsprachen, so wie heute die Dialekte. Braucht ein paar Jährchen. Nicht alle Länder sind so gut wie die Israelis mit ihrem Ivrit. Aber irgendwann klappt's dann.

P.P.S. Aber immer auch prüfen, inwieweit das dann mit der Idee gegen das Aussterben von Sprachen kompatibel ist, gell! Und nicht vergessen: 

"Nach Brexit. Englisch keine EU-Sprache mehr? Als einziges Land hat Großbritannien Englisch als offizielle Amtssprache bei der EU angegeben. Durch den Brexit könnte die EU deshalb ihre wichtigste Amtssprache verlieren." (br.de

Wow, oder?