Mittwoch, 19. März 2008

Die Bundeskanzlerin in Israel

Wenn man nicht aufpasst, versäumt man was. A. M. in Israel. Natürlich wird berichtet, aber es ist ein Ereignis unter anderen. Gut so, kann man sagen. Normalität ist da nur von Vorteil Dabei ist es doch: das große ANDERE.
Berichte in der Süddeutschen. Sehr angetan in Ton und Inhalt. Dazu: dass die Palästinenser, Hamas und Abbas (wie sich das reimt!) mal einhellig gegen Merkels Israel-Politik sind. Ich kommt auf eine recht alte Überlegung...
ACHTUNG! DAS FOLGENDE STEHT UNTER
SUBJEKTIVITÄTSVORBEHALT!
Heißt: Ich frage mich schon selbst, wieso ich so instinktiv auf Seiten Israels stehe. Ist es nur wegen der deutschen Un-Geschichte? Oder sind die folgenden Einlassungen in großen Teilen vernünftig?
Mein Gefühl sagt mir, dass aus politischer Correctness -- wir wissen, was gemeint ist, wenn wir dieses englische Wort verwenden, nicht wahr? -- abendländische Sichtweisen niemals klar ausgesprochen werden. Ich will einmal versuchen, die Dinge auszusprechen.

1. Ob die Israelis "das Recht haben", auf diesem Küstenstreifen des Mittelmeers einen Staat zu haben, ist eine historisch extrem knifflige Frage.

Anmerkungen dazu: Wann verliert ein Volk sein Recht auf ein Land? Natürlich können die Palästinenser nichts dafür, dass die Römer 70 nach Christus Jerusalem mitsamt dem jüdischen Tempel zerstören und nur eine Mauer, die der Klage, stehenlassen. Natürlich können die Palästineser auch nichts dafür, dass nach dem Bar-Kochba-Aufstand, so um 135 nach Christus unter dem Kaiser Hadrian die Juden gekreuzigt und vertrieben werden. Allerdings: das jüdische Volk hält eine Diaspora von knapp 2.000 Jahren und den abschließenden Holocaust durch, ohne seine Identität und seine Erinnerung zu verlieren. Man sollte sich und anderen aber immer wieder einmal bewusst machen, dass die Identität der größte Antrieb ist, politische und historische Rechte durchzusetzen. Die Palästinenser verhalten sich da mit keinen Deut anders als die Israelis. Und es gibt so etwas wie eine geheimnisvolle Ehrfurcht vor der Leistung der Juden, ihre Identität gegen alle Pogrome der Geschichte zu bewahren.

2. Welche Haltungen und Verhaltensweisen der Palästinenser verursachen im Westen die größten Akzeptanz-Probleme, wenn es um "die Sache der Palästinenser" geht?
Da geht es nicht um einen einzigen Punkt, sondern um eine Liste.
a) Die permanente Mischung aus Weinerlichkeit und faktischer Schwäche auf der einen und aggressiver Gewalt- und Waffen- verliebtheit auf der anderen Seite.
Das Bild der Palästinenser in der Weltöffentlichkeitkeit ist geprägt von Fernsehbildern. Wie sollte es auch anders sein. (Jeder vernünftige Mensch weiß, dass das nur ein Bruchteil der Wirklichkeit ist. Es gibt einen palästinensichen Alltag, indem Gastfreundschaft und normales Geldverdienen das Wichtigste sind. Aber das sieht man nicht als Manifestation im Fernsehen.)
Was sehen wir im Fernsehen? Menschen, die in einer gestörten Weise auf laute, öffentliche und kindliche Gewalt vertrauen. Mit Freude wird herumgeballert und Kinder und Jugendliche üben sich im Steinewerfen und finden das heldenhaft. Die Bilder zeigen ein Volk, das auf Gewalt setzt. Auf eine Gewalt, die nichts bringt, außer der unmittelbaren Selbstbefriedigung der eigenen Gewaltphantasien zu dienen. Ein Volk aber, das in der Öffentlichkeit dasteht als schwach und und über seine Unterdrücktheit jammernd und gleich darauf als gewaltverliebt und faktisch gewalttätig gibt ein schlechtes und ein nicht selten ein lächerliches Bild ab.
b) Die Palästinenser haben zu wenig politische Selbstdisziplin. Das ist eine Umschreibung dafür, dass sie offenbar nicht akzeptieren können, wenn ein anderer politisch gewinnt. Und dass es offenbar keine obersten Instanzen gibt, ein oberstes Gericht beispielsweise, dass als Autorität anerkannt ist. Hamas und PLO unversöhnlich gegeneinander. Und überall gleich das Geballere als Lösungsversuch.
c) Es gibt unter Palästinenser zu wenig wirtschaftliche Disziplin. Wirtschaftliche Disziplin ist eine sehr umfangreiches Thema. Ein erfolgreiches Unternehmen ist eine Ansammlung an Disziplin-Punkten. Forschung, Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, usw.
d) Für wirtschaftlichen Erfolg braucht ein Volk Kreativität. Wenn die Palästinenser auf Feldern arbeiten und Bewässerungsssteme entwickeln würden, wenn sie überhaupt wirtschaftlich was Konkurrenzfähiges auf die Beine stellen würden, dann wären sie nicht von der ziemlich demütigenden Alimentierung der UN und der Europäer abhängig. Völker, die wie selbstverständlich einklagen, dass es ihnen schlecht geht und dass sie einfach quasi immer und naturrechtlich ein Anrecht auf Unterstützung der anderen Nationen haben, werden zwar irgendwie schlecht und recht durchgefüttert, aber wirklich anerkannt sind sie nicht.
[ Wird fortgesetzt ]
---

Hasta la VISTA, baby...!

Über Windows Vista ist nun wirklich genug gespottet, gelästert und geklagt worden. Noch eine Schmähung? Nein. Aber zwei kleine Kagen.

Erstens. Ich hole aus der Bibliothek eine CHRONIK DER WELTGESCHICHTE 3.0. Um mal zu sehen, wie die aufgebaut ist und sie mir, wenn das Urteil positiv ausfällt, in der Version 6.0 irgendwo zu kaufen. Wieder ist es mal soweit: Das für XP geschneiderte Programm, das die Chronik sichtbar machen könnte, läuft unter Vista nicht.
Nun denn. Ist es zuviel verlangt, wenn man von der Firma Microsoft erwartet, dass sie eine, eine einzige Stufe abwärtskompatibel bleibt? Und sei es durch einen Workaround, der die Programm einfach auf Vista aufgesetzt laufen lässt... Nein, es ist nicht zuviel verlangt.

Zweitens. Ich versuche einen Link vom Desktop in einen Ordner auf dem Desktop zu verschieben. Daraufhin meldet sich das Betriebssystem minutenlang mit dieser Meldung:

Es sollen mal gerade, wie man lesen kann, 954 Bytes in einen Unterordner verschoben werden, und man kann diese Operation wahrhaftig nicht als außergewöhnlich bezeichnen. Aber dieses Verschieben dauert am Ende 2 Minuten.

Sonntag, 16. März 2008

Impressum, Stalker und die Meinungsfreiheit

In einem SPIEGEL-Sonderheft über das neue Web auch die Feststellung, dass es a) Impressumspflicht für Blogs gibt und dass dies b) Stalker, andere Durchgeknallte und im Zweifelsfall einfach extrem unhöfliche Zeitgenossen einlädt, unter dem Deckmäntelchen der Anonymität zu drohen, zu pöbeln und zu beleidigen. Ja nun. Eines der neuen Probleme des Internet-Zeitalters.
Und was jene Lehrerin angeht, die jetzt unter dem Zeichen der Meinungsfreiheit und gerichtlich bestätigt, ertragen muss, dass ihre Schüler sie im Internet beurteilen: Ich gäbe dem Gericht durchaus recht, wenn -- ja wenn ebenfalls mit vollem Namen oder doch leicht erkennbar alle sich von allen beurteilen lassen müssen. Als da, Minimum, sind:
  • die SchülerInnen
  • die Schulleiter
  • die Eltern der Schüler
  • die Bildungspolitiker als einzelne, nicht als Gruppen
  • und schließlich Richter, Staatsanwälte und Anwälte

Bis es soweit ist, frage ich einmal höflich: Warum eigentlich nur LehrerInnen? Haben die anderen kein Recht auf freie Meinung? Und: Wo kommen wir da eigentlich hin?

Oder konkreter: Darf ich also unter dem Zeichen der Meinungsfreiheit eine Website aufmachen, in der Richter unter Nennung ihres Namens und Dienstortes mit ihren Urteilen beurteilt werden?

Was den Unterschied macht: die konkrete Person! Nicht Kollegien, Urteile usw. werden genannt, sondern Einzelne. Das ist das Problem. Ich finde schon, dass da die Meinungsfreiheit als Prangersynonym herhält.

---

Nachtrag: Auf eine kurze Anfrage teilt mir die Pressestelle des OLG Köln mit "Sie können das von Ihnen gesuchte Urteil des OLG Köln, Az. 15 U 142/07 in der "Rechtsprechungsdatenbank NRW" unter der Adresse http://www.justiz.nrw.de/RB/nrwe2/index.php leicht im Volltext recherchieren."

Abgekürzt lesen wir hier nach.

OK. Lesen wir also mal nach. Bei Gelegenheit mehr.

Donnerstag, 13. März 2008

Bayern München 1 gegen Pro 7, 0:0

Die zweite Halbzeit des Spiels Bayern gegen Anderlecht, so ab der 5o Minute, glaube ich. Natürlich ist das Spiel so enttäuschend, dass man sich fragt, ob es eine Tiefenpsychologie des Fußballs verantwortlich ist oder das Fehlen von Luca Toni.
Das Verrückteste aber: dass sich da ein Fußballreporter über eine gefühlte 1/2 Stunde mit dem nicht spielenden, neben ihm sitzenden Schweinsteiger unterhält, als säße er, der Reporter, zu Hause auf dem Sofa und interessiere sich nicht für das Spiel, sondern für seinen erstaunlichen Gast. Ein fortwährendes Brabbelgequassel mit Prophezeiübungen jeglicher Art, während vor unseren Augen ein unkommentiertes Fußballspiel dahinsiecht. Am Schluss interessiert das Spiel den Fernsehsender so wenig, dass der Reporter und "Schweini" auch im Bild gezeigt werden. Es ist nicht auszuhalten!
Überlegung: Hat Bayern vielleicht deshalb so gespielt, weil der Kommentator von Pro 7 so daneben war? Gibt es da geheime tiefenpsychologische Verbindungen, die wir noch nicht kennen?
Oder um es anders zu sagen: als Fußballkommentator war der Mann ein [...]*, und Pro 7 hat, dazu passend, den Ehrgeiz, sich als exemplraisches Dummrian-Fernsehen zu stabilisieren. Die Preisfrage war, glaube ich mich zu erinnern: Wie der Präsident von Bayern München heißt, Beckenbauer oder Kroos.
Wir warten. Wann kommt bei den allgemeinen Pro-7-Nachrichten die vorgeschaltete Preisfrage:
--
"Wie heißt die gegenwärtige Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland?
a) Angela Merkel oder
b) Franz Beckenbauer"
--
Was Sie vielleicht nicht bedenken, wenn Sie da anrufen: Ihr Anruf kostet Sie 50 Cent. Sie können 1000 Euro gewinnen. Wenn Sie extrem viel Glück haben. Die Chancen sstehen 1:30.000, und Pro 7 gewinnt aber an dieser Frage 15.000 Euro durch die Anrufer, die nicht gewinnen.
------
* Das Attribut nehmen wir mal raus.

Autofahren

Ich fahre gestern zwischen 20 und 22 Uhr von Innsbruck nach München. Sehr windig, in Österreich dazu Regen. Nach der Grenze dann besseres Wetter, aber weiter Wind. Natürlich viele Laster, an manchen Stellen in zwei Spuren.
Was auffällt: Ich fahre mit einem kleinen Peugeot 107 zwischen 130 und 160. Und - ich kann es heute noch nicht glauben: Ich werde von kaum einem Auto überholt. Kann es einen Abend geben, bei dem die Extremraser zu Hause bleiben? Und wenn ja, warum?

Dienstag, 11. März 2008

Ask.com

So einfach ist es mit dem Suchmaschinen-Machen also doch nicht. Ask.com möchte mitmachen. Die Ergebnisse sind, google-relativ, mager, und es gibt Seltsames. Beispielsweise kennt das Programm manchmal Umlaute, mal nicht. "Lankkarten Stereich" - "Ä-stereich" - "Österreich", alles da.




Männer, Staubsauger und Sex

Erstens: Das Folgende steht nicht in der BILD-Zeitung, sondern in der Süddeutschen. Zweitens: Das ist keine statistische Pseudorealation, vergleichbar der Steigerung der Geburten in Schweden im Gleichschritt mit der Zunahme der Störche-Ansiedlung eben dort. Oder was dergleichen mehr in Statistik-Büchern gerne angeführt wird, um zu erläutern, dass Korrelationen zufällig entstehen können und also auch mit dem gesunden Menschenverstand geprüft werden müssen.
Die Meldung nun also:

"Im Haushalt helfende Männer haben einer US-Studie zufolge ein besseres Sexualleben. Es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anteil an der Hausarbeit und beispielsweise der Häufigkeit von Sex, sagte der Co-Autor der Studie, Scott Coltrane, der Nachrichtenagentur AFP.
'Allgemein gesagt: Je mehr die Männer Hausarbeiten übernehmen, desto glücklicher sind die Frauen.' Dies schlage sich dann auch beim Sex nieder, betonte der Soziologe von der Riverside-Universität in Kalifornien."
Also, die Begründung klingt überzeugend. Siehe letzten Absatz.
Und ich gebe zu, dass ich beim ersten Blick auf diese SZ-Meldung ein wenig erschrocken bin. Ich dachte nämlich, hier greift die Süddeutsche eine alte Meldung auf, die der SPIEGEL in seiner Rubrik des Skurrilen gerne bringt. Dass nämlich ein paar Männer gerne den Staubsauger für's Onanieren und also als eher merkwürdigen Vagina-Ersatz verwenden. (Vielleicht aber eine besondere Form des Fetischismus. Wer blickt da schon so richtig durch.)

Samstag, 8. März 2008

Hi, Maggie!



Wo also war das noch mal? Und wie hieß der Film? Was bedeutet er?

Fehler und - was war das?

Das mädchen tanzt erotisch. er wird massiert. Er hat auf einmal eine Pistole in der Hand. Sie wird zu einer virtuosen Kämpferin, so nach Wund-Eastern-Manier, mit Durch-die-Luft-fliegen und allem Drum und Dran. Youtube zeigt es -- gleich.

Mittwoch, 5. März 2008

Kritik der Kritik. Oder. Netiquette. Wie ist das eigentlich?

Fund unten. Und Frage: Sollte man jemanden in Sachen Sprache kritisieren. Oder Rechtschreibfehler anmerken? Ich glaube nicht. Wir sollten froh sein, wenn Menschen schreiben und sich trauen zu schreiben. Es gibt überall Profis und Normalos. Und natürlich jede Menge Leute zwischendrin. Aber hat es Sinn, über jemanden zu lachen, der nicht gut einparken kann? Oder sollte man nicht sagen: "Schau! Du kannst Auto fahren. Das können viele nicht." Und überhaupt -- allenthalben Definitionen verlangen! Wenn wir so anfangen, können wir die Kommunikation gleich einstellen! Was verstehst du unter Seele, Anfänger oder am Ende -- warum nicht? -- Pinsel?
---
letzte Woche habe ich in HH die Ausstellung von C.-D. Friedrich besucht. War schön und interessant aber total überlaufen. Besonders interessant fand ich seine Skizzen, ganz einfache Dinge wie Steine, Bäume, Figuren u.s.w. Daraus hat er im Atelie seine Motive, meistens Landschaften zusamengefügt. d.h. seine Landschaften existieren nicht real, sondern sind zusammengefügte Fantasielandschaften. Ein Spruch von ihm ist mir noch erhalten geblieben, den ich hier frei wiedergebe:"Der Maler sollte dass malen was er zwischen sich selbst und der Natur sieht,sieht er nichts dazwischen, so unterlasse er auch zu malen."Vielleicht sollte manch ein Anfänger, der hier Bilder veröffentlicht, sich fragen, befor er zum Pinsel greift - ist da was zu sehen in seiner Seele?
Amtwort von Iris:
Ich freue mich für Dich, dass Du letzte Woche die C.D.Friedrich Ausstellung besucht hast. Offenbar hat es Dich über das Maß beeindruckt.Warum gleich noch mal sollte sich mancher Anfänger fragen, befor (ich nehme an, Du meintest "bevor") er zum Pinsel greift - ist da was zu sehen in seiner Seele?" In wessen Seele? Der von dem Anfänger oder der von C.D. Friedrich? Hier kommt es auf die ganz genaue Verwendung des Wortes "seiner" und "meiner" an. Erklär es mir doch bitte noch einmal. Vielen Dank im Voraus.Mit der Seele, das ist so eine Sache. Was ist die Seele überhaupt? Und, noch viel wichtiger ist die folgende Frage: Was oder besser wer genau ist ein Anfänger? LGIris

Dienstag, 26. Februar 2008

Journalmistmus

Das finde ich am Wegesrand:
"[...] Ebenso wenig wie ein Zitronenfalter tatsächlich Zitronen faltet, ist ein Blogger gleich ein Journalist zu nennen, genauso wenig wie aus einem Webdesigner gleich ein Autor wird, nur weil er mal die Chance bekommen hat, über eine Software ein Buch zu publizieren. Wir befinden uns wohl gerade in einer Art Winterloch."
Die Quelle lassen wir mal ausnahmsweise beiseite. (Findet ja eh jeder, der will.) Dafür die Frage: Woher der Drang des Menschen anderen die Kompetenz abzusprechen oder, schlichter: andere runterzumachen?* Und noch dazu mit verqueren Vergleichen! Ich jedenfalls, der ich gerade einen Blog schreibe, möchte um Himmels willen nicht mit einem Journalisten verwechselt werden.
---
Nein, ich bin da auch kein Engel. Schon klar. Aber es gibt halt eine Typenstufung auch im Kritisieren. (Die "Menge aller Kritiker der Kritiker die selbst Kritiker ist" ist natürlich eine Menge ohne Ausnahmen. Wer es genauer mag, vertiefe sich in Bertrand Russells Typentheorie.)

Emanzipation und GFK

Erst mal das: GFK heißt hier nicht "Gesellschaft für Konsumforschung".* Es handelt sich vielmehr um ein Buch, das die "Rumpf- und Bauteileherstellung in Flugmodellbau" zum Thema hat. Die Abkürzung steht mithin für "Glasfaserverstärkter Kunststoff".

Das Buch, um das es geht, ermöglicht es laut einer Amazon-Renzension, eine "fehlerfreie GFK-Form" für den Modellbau herzustellen. Wie auch immer. Hier geht es um was anderes, nämlich um das Umschlagbild, das so beschrieben werden kann:

Etwas fülliger Enddreißiger, der wegen Glatze älter wirkt, erläutert junger, blonder Frau zeigefingerzeigend, wie es geht.

Der weiterführende Gedanke, der nicht von männlicher Unterstützung der weiblichen Emanzipationsbewegung, sondern einfach vom Lust am Gedankenspiel zeugt: Was wäre, wenn es mal umgekehrt zu sehen wäre und also die Blondine dem Mann das Entsprechende zeigt? Vielleicht wär's unrealistisch, aber irgendwie wär's auch prickelnder.

---

* Soviel Gründlichkeit muss einfach sein: Daneben kann GFK noch stehen für

-- Genfer Flüchtlingskonvention
-- Gemeinschaft zur Förderung der Krankenpflege
-- Gesellschaft zur Förderung von Kinderbetreuung

Samstag, 23. Februar 2008

Plagiate: Der Fall Ströker

Dass abgeschrieben wird in der Wissenschaft und sonstwo, das geht immer wieder mal durch die Presse. Tannöd kam jüngst vor den Kadi. Schuldlos-Spruch. Studierende, auch Professoren kupfern ab. Selten aber ist der Fall so abstrus wie im Fall der Professorin Elisabeth Ströker, Köln. Besonders eigenartig, dass die Aufdeckerin offenbar härter bestraft wurde als die Plagiatorin. Immerhin wurde über die Sache bemerkenswert wenig geredet seinerzeit. Ein Fall erfolgreichen Kölner Krisen-Managements. Aber aus der Welt bekommt man so was in Zeiten des Internets natürlich nie mehr.
Es sei nicht verschwiegen, dass man es auch anders lesen kann:

"... Ähnlich erging es der Kölner Philosophin Elisabeth Ströker 1990, gegen die durch ungerechtfertigte Plagiat-Vorwürfe und mit Hilfe der Medien bis vor kurzem ein regelrechter Vernichtungszug stattgefunden hat."

Das ist nur aus einem Abstract, und man hätte es gerne genauer. (Persönliche Anmerkung: Ich besitze das Buch von Marion Soreth, und es ist mir vollkommen schleierhaft, was da ungerechtfertigt sein soll. Natürlich: De mortuis nihil nisi bene. Na gut. Sehen wir die Sache sine ira et studio.)

Der Fall Ströker / Soreth [ 1 ] und [ 2 ]. Und direkt mit weiteren Verweisen [ 3 ]..

---

Alle Einträge zum Fall Ströker in diesem Blog. ]

Mittwoch, 20. Februar 2008

Geisteswissenschaftler-Riesen

Manchmal tut's schon weh, wenn man die geisteswissenschaftliche Geistesriesen-Originalität sieht:

Matthias Heine weist auf eine fatale Konsequenz hin, die das Ende des gedruckten Brockhaus mit sich bringt: Wir können den Wissensstand einer Epoche nicht mehr nachvollziehen. 'Bei Wikipedia ist der Wissenstand von vor fünf Jahren längst millionenfach überschrieben und modifiziert worden.' Die Lösung könnte sein, dass der gesamte Datenbestand eines Online-Nachschlagewerks regel- mäßig zu einem bestimmten Zeitpunkt gespeichert wird. Wikipedia gibt es ja tatsächlich auch schon auf CD-Rom zu kaufen - naturgemäß in einer Version, die gegenüber derjenigen im Netz veraltet ist, aber für künftige Historiker ein willkommenes Geschenk. (spiegel.de)

Wissensstand einer Epoche! Geht es nicht noch größer? Und die Epoche als solche wird definiert durch die Neuerscheinung des Brockhaus?

Wenn der Herr Heine eine solche Stufung des Wissens den Historikern hinterlassen will, dann kann er 100 Euro für eine 500-GB-Festplatte anlegen und eine Gesamtkopie von Wikipedia mit irgendeinem Spider darauf aufzeichnen. Täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich, 5-jährlich, ... Ganz wie beliebt. Und er kann, was der Brockhaus sicherlich nicht ermöglich hat, jede Komma-Änderung im work in progress mit aufzeichnen. Das ist ein Fest! Eher was für Linguisten als für Historiker. Aber immerhin.

Gangsta Rap in der ZEIT

Wären doch die Dinge nicht so verdammt kompliziert!

Gedanke 1: Im ZEIT MAGAZIN Nr. 6 /2008 wird über Yvette, 14, "mehrfach angezeigt wegen Beleidiguung, Diebstahl und Körperverletzung" mit vielen Bildern berichtet. Durchaus mit Symapthie der Journalistin für das "wilde Mädchen". Wer schafft schon als normaler Jugendlicher so viel Popularität? Asozial zu sein scheint sich zu lohnen.

Gedanke 2: Es ist immer so. Das abweichende Verhalten interessiert. Extreme: Über Mörder wird eben eher geschrieben als über biedere Durchschnittsmenschen.

Gedanke 3: Mehrfachbezüge, wenn über einen Mörder geschrieben wird und dann zwei sich streiten, wie die Rechtelage ist. "Das Münchener Landgericht befasst sich seit heute mit den Plagiatsvorwürfen im Fall des Bestsellers 'Tannöd'. Hat die Autorin Andrea Maria Schenkel für ihren Erfolgskrimi abgeschrieben? Der Journalist Peter Leuschner beschuldigt die Schriftstellerin, für ihren Krimi aus seinem Buch "Der Mordfall Hinterkaifeck" abgekupfert zu haben." Auch das steht in der ZEIT.

Amelia Earhart

Nein, ich kannte bis heute Amelia Eearhart nicht. Auch nicht den Film mit Diane Keaton, The final flight. Dabei bin ich doch SPIEGEL-Leser. So kann's gehen.

Steueroasen und -paradiese

Liechtenstein beklagt sich, und der Kommentator der SZ Nicolas Richter keilt kenntnnisreich und formulierungstechnisch brillant zurück. Auszüge:
"Der Erbprinz redete sich nach langem Schweigen in eine Rage, die im zwischenstaatlichen Verhältnis ungewöhnlich ist. Deutschland solle sich lieber um sein erbärmliches Steuersystem kümmern, als den Zwergstaat zu attackieren. Ja, für ihre Straftaten seien die Deutschen selbst verantwortlich. Was er nicht sagt: Das System Liechtenstein hat diese Taten ermöglicht und daraus jahrelang Profit gezogen, weswegen der Fall Zumwinkel auch ein Fall Vaduz ist. Ermittlungsrichter aus ganz Europa beklagen es seit Jahren: Das Fürstentum verdient an dem Geld, das anderen Staaten auf kriminelle Weise abhanden kommt, indem es die Täter und deren Vermögen abschottet."
"In Liechtenstein heißt es oft, dies sei eben der Wettbewerb der Steuersysteme. Schon möglich, aber der Kleinstaat bietet ja nicht nur niedrige Steuersätze, sondern auch die Verschleierungsdienste: Er betreibt obskure Stiftungssysteme und verweigert Rechtshilfe bei Verdacht der Steuerhinterziehung. Hier also von fairem Wettbewerb zu sprechen, ist so, als wolle ein Sprinter mit einem Einbeinigen den Wettlauf üben." Natürlich greifen Politiker in den großen europäischen Staaten diese Missstände nur dann auf, wenn es ihnen gerade passt. Mächtige in Deutschland oder Frankreich haben von den Steuerparadiesen ja selbst lange genug profitiert. In nahezu allen Parteispendenaffären verschwindet Geld in jenen Ländern, deren Versteckkünste bei diesen Gelegenheiten natürlich sehr willkommen sind. Nutznießer dieser Oasen sind auch Europas Exportkonzerne, die ihr Bestechungsgeld für korrupte Regime über Banksysteme à la Liechtenstein leiten."
"Es ist skurril, dass Liechtenstein von Europa profitiert, sich aber andererseits das Recht herausnimmt, ein solch verbreitetes Delikt wie Steuerhinterziehung zu einer Art Freizeitvergnügen zu erklären."
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Nr.43, Mittwoch, den 20. Februar 2008, Seite 4
Im Radio, Sender Bayern2, werden sinnvollerweise auch gleich die anderen Steuerparadiese vorgestellt, damit es nicht so aussieht, als sei Liechtenstein allein. So sehe ich mich genötigt, die Cayman-Inseln in der Karte zu suchen, und ich sehe, dass Wikipedia die "Steueroasen" fein säuberlich auflistet. Ist das nicht prima?! (Ich wollte einen Google Maps Ausschnitt hochladen; aber das funktioniert im Moment nicht. Nun denn -- die CI liegen Kuba vorgelagert, Richtung Honduras, nicht Richtung Miami.)
Dann kommt eine Sendung in Bayern2, aus der klar wird, dass der soeben sich verabschiedende Fidel in Kuba nicht der feine Revolutionär ist, sondern sein Volk gelegentlich auch prima und mit allen Mitteln der revolutionären Kunst unterdrücken konnte. Wieviel vernetzte Informationen auf einmal! Ich liebe es! Das Internet. (Natürlich auch die anderen Medien.)

Sonntag, 17. Februar 2008

Hilfe-Anfrage: T-COM

Natürlich versuchen Firmen Kundenanfragen zu minimieren. Dennoch gehört eine vernünftige Help-Line zu einer wichtigen Grundausstattung von Unternehmen, die etwas auf sich halten. Ich versuche es mal mit ein paar Anfragen. Nicht fingierte, sondern ernst gemeint. Etwa so:

"Grüß Gott! Ich habe gestern das Telefon T-Com Concept P412 gekauft. Trotz intensiven Suchens habe ich nicht die Möglichkeit gefunden, im Nummernspeicher direkt Nummern zu speichern -- das direkteste, normalste Verfahren, wie ich finde. Statt dessen sollen die Nummern von Anruflisten gespeichert werden. Habe ich in der Gebrauchsanweisung doch was übersehen?"

Samstag, 16. Februar 2008

'Steuerehrlichkeit'

Ein paar Anmerkungen zur sogenannten 'Steuerehrlichkeit': Vorab rufen wir ein englisches und ins Deutsche übertragenes Sprichwort in Erinnerung. "Nothing succeeds like success. = Nichts ist erfolgreicher als der Erfolg." Gefolgt von "Shit happens." Frei zu übersetzen mit: "Dumm gelaufen." Heben wir das Ganze auf eine intellektuell einigermaßen anspruchsvolle Stufe. Das -- pardon -- Bescheißen der anderen ist doch gesellschaftliches Prinzip. Ein Prinzip mit fließenden Übergängen natürlich.
Beispielsweise heute morgen, ich suche nach "Vilshofen Gschwendtner". Ja, den scheidenden Bürgermeister. Und was wird mit gesagt: Ich -- ich ausgerechnet! -- sei der 999.999ste Besucher! (Hier. Allerdings: welchselnde Werbebanner.) Und kann natürlich was gewinnen. Jemanden für dumm verkaufen heißt sowas in der Welt der Redewendungen. Die Geschäftswelt sieht da höchstens einen Fehler: Dass das nicht sonderlich neu und damit nicht originell ist. Eine Verfehlung? I wo!
Von hier an könnten wir jetzt Gschichterln sammeln, wie die Schlauen die Ehrlichen übers Ohr gehauen haben und das für ein Zeichen ihrer Cleverness gehalten haben. Und sie haben das gemacht ganz ohne Zumwinkeladvokaten*.
---
* Für einen Moment dachte ich wirklich, ich sei der erste, dem dieses Wortspiel einfällt. Natürlich: Pustekuchen!

Donnerstag, 14. Februar 2008

fuori muri

Ich bin auf der Suche nach einer Seite, in der "fuori muri" vorkommt. So kommen schöne Funde zustande!

"KROMERIZ é un nome indubbiamente di origine slava; significa qualcuno che era famoso anche fuori il proprio paese e fuori la propria tribú. Nel periodo dell´Imperodi Grande Moravia nel 9 secolo dopo Cristo esistóqui il posto di un castello slavo, che custodí un incrocio importante vicino al guado del fiume Moravia.
[...]
Il castello devastato non permetté neanche un soggiorno d´emmergenza; il vescovo ebbela sede in un palazzo della capitula. Comunque giá l´anno successivo alla sua nomina cominciarono fuori muri i lavori su un grande giardino in stile italiano che chiamó Libosad e che oggi é chiamato il Giardino di fiori.La sua costruzione duró dieci anni a richiedé la spesa enorme di 75 mila ducati.
[...]

Moravia, da können wir weitermachen. Lesen wir mal wieder Alberto Moravia! Und besuchen wir dann im Sommer Kromeriz. Oder Kroměříž. Oder Kremsier. Ganz nach Belieben.

Mittwoch, 13. Februar 2008

IKB-Bank -- die Finanzfachleute?

"Milliarden-Notkredit für marode IKB-Bank" heißt die Meldung vom 12.02.2008.

Da fragen wir uns doch: Was sind das für Fachleute, die so was hinkriegen? Das mit dem Geldverbrennen, meine ich. Dürfen wir da nicht das Recht ableiten, uns über die Finanzfachleute im Allgemeinen und ihr präpotentes Getue mal wieder kaputtzulachen?

Und ich habe da eine Idee. Es muss immer mehr Geld nachgeschossen werden, weil sonst die Kreditlinien brechen und andere Banken mit in den Strudel gerissen werden? Da sollte eine Änderung her. Das Stichwort heißt: Sollbruchstellen! Bei den Kreditlinien wird von Beginn an festgelegt, wo dieses Kredit-Domino eine Lücke haben muss. Bis dahin fallen dann die Banken. Und von da an -- nicht mehr. Ein Versicherungsproblem der großen Storte, gewiss. Aber doch nicht unlösbar. Für wahre Finanzfachleute!
Ach ja, und warum nicht: Die Fachleute und Großmanager bekommen ihre Verträge nur noch, wenn sie mit einem erheblichen Teil ihres Privatvermögens haften. Dann würden nämlich die Neidgefühle bei den Normalos ein Gutteil weniger sein. Das Problem ist ja, dass die Leute wissen, was die Manager denken: "Ich geh ja eh ohne Verlust ins Rettungsboot, wenn ich das Geldschiff an den Eisberg gesteuert und versenkt habe."
Nachtrag am Valentinstag, 14.02.208, 9:29: Das Radio meldet den ganzen Morgen über, dass Klaus Zuwinkel die Staatsanwälte sehr konkret auf dem Hals hat. Hausdurchsuchung. Verdacht der Steuerhinterziehung via Liechtenstein. Jetzt werde ich neugierig. Das ist eine ganz neue Haftungslage via Privatvermögen. Und es interessiert mich, wie die Politiker zu dieser Frage stehen. "Sollten Spitzenmanager für Verluste, die in ihrer Zeit anfallen, mit einem bestimmten Anteil ihres Privatvermögens haften, so, dass die 'Bezüge im Erfolgsfall' von der Höhe der 'Privathaftung in Prozent' abhängig sind?"

Samstag, 2. Februar 2008

Bernd Eichinger, Lothar Mathäus und ich

Der politische Roman von heute könnte -- müsste als Ich-Erzählung und dann so beginnen:
"Wenn man wissen will, wie das Gehirn eines Schrifstellers tickt, ist die folgende Begebenheit recht lehrreich.
Nun denn, ich schlafe, wie so mancher ernsthafte Schriftsteller, schlecht. Nicht immer, aber oft. Unter dieser Schlaflosigkeit kann man leiden oder einfach, wenn es wieder soweit ist, kurz nach 4 am Morgen aufstehen. Wenn dann der Zeitungsbote schon die Süddeutsche in den Postkasten gesteckt hat, ist man als Schrifsteller und Mensch dankbar und macht sich einen wie üblich sehr starken Kaffee. Dann beginnt man in seinem zerschlissenen Ledersessel die Zeitungslektüre. Das Streiflicht wie meist, nein: fast immer eigentlich, zuerst. Wie Karnevalsmuffel leben und überleben. Nun, der Schriftsteller hat sich schon mal mehr über ein Streiflicht amüsiert. Aber, Gott -- gut ist die Rubrik allemal.
Aber dann -- prasselnde Nachrichten und Berichte am Morgen: Die Politik. Afghanistan und die Forderungen von Gates, nicht Bill, sondern US-Verteidigungminister, dass die Deutschen mal wieder schießen könnten. Nach Jahren historisch bedingter Zurückhaltung. (Schießen verlernt ein Volk doch ebensowenig wie der Einzelmensch das Fahrradfahren' , schwingt da still mit. Ontogenetisch besehen, sozusagen.) Das leichtere Fach: Britney Spears als Ballett-Vorbild. Nun gut. Mike Paterson und Uri Zwick, Informatiker ihres Zeichens, berechnen die Überhangmöglichkeit von Stapeln. Dann natürlich: Microsoft kauft Yahoo und tritt gegen Google an. Will kaufen, um genau zu sein. Was daraus wohl wird?
Die Suche nach Paterson und Zwick bei den beiden Diensten geht jedenfalls -- heute morgen -- eindeutig zugunsten von Google aus. (ungefähr 1.820 für Mike Paterson Uri Zwick. (0,18 Sekunden, sagt Google, während Yahoo vermeldet: Wir konnten keine Ergebnisse zu Mike Paterson Uri Zwick finden. Kann man mit den dynamischen Links [1] und [2] ausprobieren. Das Ergebnis kann sich natürlich ändern, mit der Zeit und mit Microsoft im Rücken.)
Aber dann, die Meldung des Morgens! "Die Gesichter des Baader Meinhof Komplexes. Ein erster Blick auf die Besetzung von Bernd Eichingers Kino-Adaption der RAF-Geschichte." Schon die Bilder lassen den Schriftsteller erschaudern! Die RAF-Gesichter und ihre Schauspieler-Doubles. Immer pärchenweise.
Und dann das dazu. O-Ton Eichinger: "Man kann ja alles mögliche sagen. [...] Ich meine das ohne jede moralische Wertung - aber charismatisch waren diese Leute schon."
Schriftsteller werden immer wieder einmal in der Volkshochschule gefragt, woher sie ihre Phantasie nehmen. Die Schriftsteller sind dann immer etwas hilflos. 'Die Phantasie ist doch das Normalste von der Welt!' denken sie still. 'Woher soll die schon kommen? Sie ist einfach da. Nimm eine Meldung aus der Zeitung und mache sie konkret. Was gibt es Leichteres?' (Dass das Konkrete dann stimmig bleibt, das zu schaffen ist nicht einfach; aber einfach erst mal eine Zeitungsmeldung zu konkretisieren, sodass da sofort eine Geschichte daraus wird, das ist doch nicht schwer.)
Nun also, ich habe ja noch was gelesen, vorhin. " Lothar Matthäus, 46, Ex-Fußballprofi, hat sich von seiner Freundin Liliana, 20, getrennt. 'Wir sind nicht mehr zusammen', sagte er zu BILD. 'In aller Freundschaft", habe man die Beziehung beendet, erklärt er. Als Grund gaben L&L an, sie hätten zu wenig Zeit füreinander, die Trennung sei also "eine Vernunftentscheidung". Matthäus, der ab Sommer wieder als Trainer arbeiten will, hatte das Model im letzten Jahr auf dem Münchner Oktoberfest kennengelernt. Ja, da schau her! Von seiner dritten Ehefrau Marijana, 36, lebt er getrennt." (Bei Focus gibt es Infos aus der Sicht des Mädchens L., mit Bild.)
Nun stelle ich mir auf einmal vor, ich hätte Lothar Mathäus als Pressesprecher. Was für eine grandiose Vorstellung! Aber doch nicht schwer herzustellen, oder? Wie alle Pressesprecher hat er an internen Diskussionen meiner multplen Ichs teilgenommen und muss nun die Erkenntnisse dieses Gremiums, meine Ansicht also, für die Presse in eigenen Worten wiedergeben.
Herr Mathäus würde also sagen: "Ja -- Herr D. ist der Meinung, glaubt -- dass Herr Eichinger alles will --, was öffentlich in den Köpfen ist. Er ist auf Berühmtheit fixiert. Ob die Berühmtheit durch Leistungen oder durch Quatsch zustande gekommen ist, ist dem Bernd nicht so wichtig. Oder, nein. Der Quatsch ist dem Bernd lieber. Er ist ein Anhänger -- da hab ich mir eine Notiz gemacht. Ja, also -- der Bernd ist so ein Anhänger des Heros -- strates."
Der Vorteil ist, wenn mein Pressesprecher Lothar M. das sagt, dass da in BILD eine kurze Meldung auftaucht. Und -- ich habe ja nichts dagegen, dass BILD mich zitiert. Ohne Lothar würde ich das nie schaffen.
Ich fasse meine Ansicht aber zur Sicherheit doch besser noch einmal mit meinen eigenen Worten zusammen. Wir haben hier eine hochbedeutende Offenlegung des Begriffs Charisma, so wie ihn Eichinger und anverwandte Seelen, also die Medien-Erfolgreichen des Landes, verstehen.* Politisch verquere Schreihälse erreichen die Medien, nehmen die Medien für sich ein, steigern sich in was hinein, hier: den "bewaffneten Kampf". Die Medien-Brüder, die allesamt auch gerne mehr aufregende reality erleben würden, berichten weiter, immer weiter. Machen jede auch noch so depperte Steigerung mit. Wäre Schleyer, wären viele andere nicht noch am Leben, wenn Baader nicht auf einmal gesehen hätte, dass er, dümmlich-arrogant, ohne Ausbildung und nur sendungsbewusst, wie er nun mal war, doch noch einen Zipfel der bürgerlichen Berühmtheit erlangen kann? Mit rigid-dümmlicher Arroganz. Wenn die Zeitungen und das Fernsehen mal beschlossen hätten, dass man nicht allen sendungsewussten Dumpfbacken die Öffentlichkeit verschaffen muss, die sie so hemmungslos suchen, wie wäre das Ganze damals ausgegangen? (Wer diese Steigerung und das damalige Drama aus einem anderen Blickwinkel sehen will, kann das tun. Es gibt ja Kurt Oesterles Buch "Stammheim". Warum hat dieses Buch nur ein paar erstklassige Rezensionen nach sich gezogen und nicht den Blick auf die Zeit damals und auf Eichingers Darlings vollkommen verändert?!) Wie auch immer -- diese 'Charismatiker* waren nur deshalb keine selbsternannten Revolutionäre, weil die Medien ihnen seinerzeit so blitzschnell die publizistischen Ernennungsurkunde überreicht haben. Ja, manchmal glaube ich, dass selbst Aust so einer aus der Riege derer war -- und ist --, die die Realityshow zu sehr lieben und also den Schreiern der Firma BM Charisma zugestanden und also medial verschafft haben."
---
* Wobei ja durchaus bemerkenswert ist, dass Bernd Eichinger rein äußerlich gesehen als ein still-introvertierter, mit leichten Artikulationsproblemen behafteter Berufsjugendlicher daherkommt. Dass er das geworden ist, was er heute ist, trotzdem, das zeigt schon Leistung. Vielleicht ja sogar CHARISMA.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Noch'n Quiz!

Die WELT bringt einen Test. Ob man als Erwachsener, der Grundschüler spielt, wohl fürs Gymnasium geeignet wäre. Ich habe 26 von 29 richtige Antworten und wäre wohl sio eben noch geeignet. Aber eben -- drei falsche Antworten! Eine Aufgabe, bei der ich falsch liege, verstehe ich dabei im Ansatz nicht.

Nämlich diese:

Musik: Im Kinderlied "Der Kuckuck und der Esel" streiten die beiden darum, …
… wer wohl am besten sänge.
… wer wohl am schnellsten liefe.
… wer wohl am höchsten klett're.
… wer wohl am schwersten trage.

Mathematik: Auf der deutschen Ein-Cent-Münze sehen wir …
… eine Kirchenfassade.
… ein Portrait.
… einen Triumphbogen.
… ein Eichenblatt. xxx

Sachkunde: Welches Tier hält weder Winterschlaf noch Winterruhe?
Igel
Hase xxx
Bär
Siebenschläfer

Religion: Welcher Feiertag ist nicht auf einen bestimmten Termin festgelegt?
Nikolaus
Heilige Drei Könige
Ostern xxx
Heiligabend

Musik: Welches Instrument ist kein Schlaginstrument?
Cembalo
Triangel
Trommel
Tamburin

Usw. Oder:

Deutsch: Das Märchen "Die kleine Meerjungfrau" wurde geschrieben von …
… den Gebrüdern Grimm.
… Wilhelm Hauff.
… Hans Christian Andersen.
… Gerdt von Bassewitz.


Religion: Der Nikolaustag ist benannt nach …
… dem Heiligen Klaus von Köln in Deutschland.
… dem heiligen Nikolaus von Myra in der Türkei. xxx
… dem heiligen Niccolò von Assisi in Italien.
… dem heiligen Nikolaos von Samaria in Griechenland.



Wunderbar, auf in die 2. Klasse mit dem Fach Deutsch: Das Alphabet hat seinen Namen von …
… den Grammatikschulen des Mittelalters.
… den ersten beiden Buchstaben des griechischen Alphabets.
… dem deutschen Duden.
… Martin Luther.


Sachkunde: Von der Kartoffelpflanze essen wir …
… die Knolle.
… die zur Frucht gereifte Blüte.
… die Wurzel.
… die verdickten Stiele.

Dienstag, 29. Januar 2008

Microsoft Explorer - Offener Brief

Liebe Firma Microsoft,
warum beschäftigen Sie nicht einen Menschen mit kleinen PC- und normalen Alltagskenntnissen? Der hätte Ihnen doch sofort gesagt, dass in einem Allround-Explorer nicht in erster Linie Musik verwaltet wird. Sondern Text-, Bild- und sonstige -Dateien. Warum also bekomme ich als Normalvorgabe dann die Musikidauer und Sternchen für die Bewertung vorgesetzt? Im Internet geht eine rege Diskussion vor sich, wie man das dauerhaft verändern kann. So kann man die Zeit der User sinnlos an sich reißen.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Päda-go-go!

Nehmen wir mal an, Sie sind von Beruf -- nun ja: Psychologe mit Spezialsierung "Lehrerpsyche". Oder so ähnlich. Und sie haben heute eine Lehrerfortbildungsveranstaltung hinter sich. Als Clou ist Ihnen für diese Veranstaltung Folgendes eingefallen: Sie haben gleich am Anfang die These aufgestellt, dass wir alle, also auch Lehrer, von Vourteilen gesteuert sind. Das haben Sie dann ausgetestet. In einem Quasi-Selbstversuch. Sie haben gesagt: "Also, stellen Sie sich einmal vor, ich wäre Lehrer. Für Deutsch und Englisch. Versetzen Sie sich für einen Moment in die Schülerrolle. Wie gut wäre ich wohl als Lehrer? Benotet mit einer Schulnote. Wenn Sie wollem mit Plus oder Minus."

An Selbstbewusstsein mangelt es Ihnen nicht. Sich selbst würden Sie, von wegen Bescheidenheit, keine glatte 1 geben. Sondern eine 1-. Wegen Ihrer angeborenen Bescheidenheit.

Dann in der ersten Pause blättern Sie die Zettel durch, die Sie eingesammelt haben. 3, 4, 3-, 2-, 4, 4, 3+, ... Einer hat dazugeschrieben, ein Mann, da sind Sie sicher, wahrscheinlich der aus der zweiten Reihe links am Gang: "Übrigens: Ich bin eine Lehrerin!" Eine andere, ziemlich sicher eine Frau, hat einen dicken Strich gemacht und angemerkt: "Diese Frage ist ohne Kenntnis der Schulsituation unsinnig!"

Und was ist da mit Ihren Vourteilen?

Sie schauen in das Publikum vor sich. Diese allzeit zur Kritik bereiten Gesichter. Was wird uns von dem wohl geboten? Die gute alte 'Erziehung zur Kritikfähigkeit', hier ist sie an ihr zum Selbstzweck gewordenes Ziel gelangt. In den Köpfen, die Sie vor sich sehen ist eine stumpfe Kritikfähigkeit am Werkeln. Beständing lauernd. So wenig Denkfähigkeit war nie...

Die Lehrer? Ja, klar, die sind immer noch da. Und Ihre eigenen Vorurteile? Auch. Und sie sind jetzt verstärkt, Ihre Vorurteile. Lehrer sind, erstens, Besserwisser, zweitens unkreativ, was, drittens, das Prädikat denkfaul nach sich zieht. Kein Wunder. Immer sind Lehrer mit per definitionem Unterlegenen konfrontiert, denen sie die Welt erklären dürfen. Immer in der überlegenen Position. Wissenschaft auf Sparflamme. Bis zum 65. Lebensjahr vor sich hinköchelnd. Und viertens? Noch einmal: Besserwisser. Für den Lehrer gibt es das Faktum und die Sicherheit des Faktischen, wo es für vernünftige Menschen erst einmal die Besinnung, das Nachdenken, das Überlegen und die Unsicherheit des Nachdenkens gibt.

Dann sagen Sie sich, dass Jürgen von der Lippe, selbst wohl als Lehrer ausgebildet, zwar vielen Schmarrn gemacht, aber eben auch ein paar Perlen aus der Schale geholt hat. Beispielsweise jenes Lied "Päda-go-go!"

"Wer bringt sich ein, wer macht nie zu,
wer sieht im Ich auch stets das Du?
Wer ist politisch und als Mensch ein Gewinn?
Der Lehrer und die Lehrerin!"

Ach ja! Wie ist Ihre Fortbildungsveranstaltung eigentlich gelaufen?

Dacht ich's mir doch. Beschissen. Ein Haufen besserwissererischer, motzender Pädaogen war am Nachmittag vor Ihnen. Im Ton und in der leerlaufenden Kritikfähigkeit schlimmer als jede von der Leine gelassene Mittelstufenklasse.

Na gut, es ist Abend, und Sie haben es hinter sich. In Zukunft werden Sie dieser Klientel einfach aus dem Weg gehen. Ein Psychologe hat so viele Zielgruppen wie er will.

Und leicht schaudernd erkennen Sie jetzt nach dem zweiten Bier: In allen Zielgruppen ist was von den Lehrern! Und Sie sagen sich: Kein Wunder. Es kann gar nicht anders sein. Schließlich sind alle Menschen in diesem Land mal zur Schule gegangen.

Schu-hu-ule! Schub-schubi-du!

Gesellschaft der Wolkenliebhaber

Ich glaube, bei der Cloud Appreciation Society werd ich Mitglied. Angeblich kostet das nur eine einmalige Aufnahmegebühr von fünf Euro. Hat der ORF gemeldet. Aber das ist es ja eh nicht. Es einfach eine gute Idee, eine solche Gesellschaft zu gründen.

Ikea-Hacking verhindern!

Liebe Ikea,

vielleicht ist es ein Versuch, Veränderungen an deinem geistigen Eigentum mitsamt seiner Fehler zu schützen, also Ikea-Hacking, zu verhindern. Fakt ist jedenfalls: Wenn man das Schubladen-Element zum Schreibtisch JONAS zusammenbaut, stehen die Halteschrauben der Schienen ein Stück weit vor. Was dazu führt, dass ich jedenmal ziemlich kräftig ziehen muss, um diesen "Druckpunkt" zu überwinden und die Schubladen aufzubekommen. Bei einem Schrank auf Rollen besonders lustig, weil jedesmal der Schrank mitfährt, wenn man zieht.

Der Mensch, der gewohnt ist, solche kleinen Ikea-Fehler selbst auszubügeln sucht sich eine kleine Holzschraube, mit einem flachen Kopf. Entsprechende Löcher in der Schiene sind ja vorhanden. Anschließend soll natürlich die Hindernis-Schraube raus.

Nun aber! Wenn man die Schraube mit dem Rundkopf dreht, kommt das Beste. Sie lässt sich nicht mehr rausdrehen! Sie dreht durch. Aber auch wieder nicht so sehr, dass man sie von innen mit Hilfe eines schmalen Schraubenziehers o. ä. rausklopfen könnte. Da hält die Schraube bombenfest. Was bleibt? Wohl dem, der eine vorne ganz schmale Elektrozange hat, mit deren Hilfe er den Schraubenkopf in der schmalen Führungsschiene gerade noch drehen kann. Das dauert dann ungefähr eine Viertelstunden. Immerzu drehen mit gleichzeitigem kräftigen Ziehen. Dann ist die Schraube endlich raus. Und die Nerven liegen blank.

Offener Brief an AOL in Sachen Kundenfreundlichkeit

Liebe AOL,

nun bin ich schon so lange bei dir Mitglied, und dennoch schottest du dich ab wie Rapunzel, und ich finde nicht mal lange Haare zum Raufklettern.

Da ist also, beispielsweise das:



Da kann ich also in deiner Gruppe in die Betreff-Zeile schreiben, nicht aber in das Inhaltsfeld. Und als ich das über die Betreffzeile melden will, kommt -- irgendwie höhnisch -- die Aufforderung, doch irgendwas zum Inhalt einzugeben. Man kommt sich doch ein wenig vera... vor. Mit Recht, oder?

Gehen tut's übrigens um das: Ich habe vor Tagen eine Mail bekommen, die ich als Pishing-Versuch einstufen würde. Und da wollte ich halt mal fragen, ob ich da richtig liege. Ich kopiere jetzt hier ein und nehme alle Links raus. Um nicht andere in Gefahr zu bringen.
----


AOL Billing Center ** Last Notice **


Dear Member:

Thank you for choosing America Online. Unfortunately there has been a problem processing your billing information for the month of October, 2007.

Please review our billing requirements at KW: Billing. You will be able to update your billing information quickly and easily using our secure server web form. Please understand that without promptly updating your billing information, your America Online Internet service may be discontinued. To update your billing at this time, please visit our secure server web form by
clicking the hyperlink below.

America Online Billing Services.

We appreciate your business and hope to keep you as a customer for life.
America Online is so easy, no wonder it's number 1 !

Sincerely,
The AOL Billing Services Team

--------------------------------------------------------------------------------
How can I restore my account access?

Please update your billing here: America Online Billing Services. and complete the web form.

Completing all of the checklist items will automatically restore your account access.

--------------------------------------------------------------------------------

A© 2007 America Online, Inc. All Rights Reserved

Dienstag, 15. Januar 2008

Vanitas

Wenn man große Wahnsinne einordnen will, die Zeit der Nazis beispielsweise, dann muss man erst einmal erkennen: Der Mensch als solcher ist für alle Bizzarerien gut. Eine davon, die man nur aus sicherer Entfernung erträgt, geht heute durch die Nachrichten: "Laut Anklage war ihr [der Mutter] der vier Monate alte Sohn am 3. Juli 2007 auf dem Weg in den Garten aus dem Arm geglitten. Aus Angst, ihr Wunschkind würde ein Leben lang schwerstbehindert bleiben, habe sie den Kopf des Babys rund ein Dutzend mal gegen die Treppenstufe geschlagen. Später soll sie im Wohnzimmer gegen den Kopf des Kleinkindes getreten haben."
Ein anderer Bericht.
Soll man diese Handlungsweise verurteilen? Es hat keinen Sinn. Ein Wunschkind, die Angst, dass das Kind behindert sein könnte und dann als Lösung das? Nein. Da steckt natürlich etwas unbegreiflich Anderes dahinter.

Samstag, 12. Januar 2008

Fotos - minimalistisch

Heute, spontan, die Einrichtung eines Foto-Blogs. Thema und Programm: Minimalismus.

Blogger über das Bloggen

Eine solche Linksammlung musste einfach her!

Wie soll ich bloggen? 1

ROMULUS

Dass ich nichts vergesse, hat G. einmal gesagt. Halb bewundernd, halb vorwurfsvoll. Also also vergesse ich auch das nicht. Aber ich nehme die entsprechende Seite raus. Noch ist es nicht so weit.
Sonntag, 22. April 2007

Ein Roman neuen Typs

Die Grundsätze, die diesem "Roman neuen Typs" zugrunde liegen werden:

Form und Inhalt des ROMULUS werden reflektiert, besser und exakter, als literaturwissenschaftliche und feuilletonistische Interpreten das nach Vorliegen des Texts tun könnten. (Das richtet sich direkt gegen das Reich-Ranicki-Diktum -- das viele Literaturwissenschaftler als gesichert verinnerlicht haben: dass nämlich Autoren von den Kompositionsprinzipien ihrer Texte so viel verstünden wie die Vögel von der Ornithologie.)
Die Möglichkeiten des neuen Mediums Internet werden in das Schreiben mit einbezogen.
Es ist soweit: Literatur und Religion bewegen sich aufeinander zu. (Das sollte, bitte, so, und so missverständlich wie es ist, akzeptiert werden. Was damit gemeint ist, wird erst klar werden, wenn der Roman fertig ist.)

Gepostet von Haizara unter 03:01 0 Kommentare

Labels: Literatur und Internet, Literaturkritik, Reich-Ranicki


Samstag, 21. April 2007
Der Beginn der Vorbereitungen


Ich beginne mit der Vorbereitung zu meinem Roman ROMULUS.

Zur Vorgeschichte.

Die erste Fassung, oder besser: den ersten Versuch, habe ich vor 37 Jahren geschrieben. 60 Seiten, ohne genauen Plan. Die Idee war, dass sich ein Bild aus dem vorausgehenden ergeben müsste.


*


Die erste Szene: ein junger Mann sitzt in einem Café, das am Fuß einer sehr hohen Mauer liegt, und versucht zu beschreiben, was nun beginnt. Er lebt in "der Stadt", und in dieser Welt, in der der junge Mann lebt, gibt es nur diese eine Stadt. Eine der wichtigsten Institutionen der Stadt sind die "Märchenerzähler", die die Gegenwartsmythen der Stadt erschaffen.
Zu den uralten Mythen der Stadt gehört eine Geschichte, die besagt, es gebe "das Meer". In dieser Welt gibt es kein reales Meer. Nur diese alten Geschichten sprechen davon. Allerdings gibt es Brunnen in der Stadt, aus der das Wasser stammt und in die sich die psychisch Kranken stürzen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Sie hoffen, dass sie durch die Brunnen zum Meer getrieben werden.
Der junge Mann, Romulus, will Märchenerzähler werden, und tatsächlich hat er an diesem erfahren, dass er versuchen kann, ein Erzähler zu werden. Allerdings, so hat der Mann, der ihm das mitgeteilt hat und der sein erster Lehrer werden wird, gesagt: Von den vielen jungen Männern, die versuchen, Märchenerzähler zu werden, scheitern beinahe alle während der Ausbildung. Denn diese Ausbildung ist lang und hart.
Es folgt die Beschreibung der Ausbildung des Romulus.


*


Vor 20 Jahren habe ich versucht, die erste richtige Fassung zu schreiben. Immerhin ein Versuch, der fast zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Dann habe ich aufgegeben. Es war klar, dass ich "noch immer nicht so weit" war.


*


Jetzt also ist es so weit. Ich habe noch eine Vorbereitungszeit von einem Jahr. In dieser Zeit will ich Notizen, die ich über die ganze Zeit hin angefertigt habe, zu ordnen, die theoretischen Probleme zu erörtertn. Probefassungen wird es hier nicht geben.

Die neue und wirklich mit dem ursprünglichen Gedanken nur noch lose verbundene Geschichte der nachfolgenden dritten, der wirklichen Fassung, ist mir vor ungefähr 5 Jahren in Umrissen klar geworden. Seitdem habe ich sie in der Vorstellung ausgebaut. Jetzt also der Anfang der Vorbereitungen, während ich noch an einem anderen Roman schreibe.


Gepostet von Haizara unter 03:38 0 Kommentare

Labels: Entwurf, Literaturtheorie, Roman

KD Wolff

Was es im Laufe des Lebens nicht so alles gibt. Auf einem recht knappen Umweg, den K. findet, ein Kontakt zu KDW. Und er ist, mit Lebengefährtin, Musikwissenschaftlerin, auf einmal zu Gast im Bauernhof. Wo er prompt auf der ausgetretenen Treppe ausrutscht und sich verletzt. Das Bewusstsein der Ironie: Wenn SDS-Führer in die Jahre kommen! Das ist eine Metapher für das und ein Trinkspruch auf das Leben als solches. Jetzt ist noch herauszufinden, ob KD der Stroemfeld-Verleger wurde, weil er er Sohn von Kurt Wolff ist. Auch Verleger. Lassen wir es langsam angehen ...
KDF -- sein notorisches Betteln sollte ihm mal jemand abgewöhnen. Es ist und bleibt eine dumme Marotte.
Später stehe ich auf der Buchmesse mal rechts von KDF, während er mit jemandem spricht. Eigentlich wollte ich ihn dann ansprechen und sorgsam und langsam auf den Bauernhof geleiten. Aber sofort war mir klar, dass ein Mann, der so vielen Menschen begegnet, daran keine Erinnerungen mehr haben wird. Also gehe ich still weiter.
---

Mittwoch, 9. Januar 2008

Verkehrsrowdy ...

... das ist ein Wort, das nach Oma klingt, die ängstlich mit 110 km/ auf der Autobahn unterwegs ist und sich ständig bedrängt fühlt.

Das ist so ein anderer Fall: Den, der mit dem Kennzeichen RO MC 45* vorhin, um 13:55, auf der Autobahn bei Brannenburg Richtung Innsbruck Innsbruck mit seinem Mercedes-SUV mit geschätzten 210 km/h herankam und seine Karre bis auf vier Meter auf meine 170 km/h heranbrachte, sodass ich sein Gemüsegärtlein-Bärtchen im Rückspiegel erkennen konnte, den sollte ich eigentlich anzeigen, glaube ich. Aber -- würde es was nützen?

Nachdem aber Schüler ihre Lehrer ganz offiziell benoten dürfen, darf ich das denn auch bei solchen Zeitgenossen? Auch mit Nennung der letzten Stelle des Kennzeichens?

---

NACHTRAG zu gestern, 21.01.2008, auf dem Weg von Unterhaching nach Ottobrunn, 9:16. Da gibt es eine Einfädelspur für die, die von der Autobahn kommen. Amüsiert beobachte ich, wie einer aus der normalen Spur nach rechts fährt, um eine alte Dame, die ihm zu langsam ist und zu viel Abstand hält, rechts zu überholen. Freie Fahrt dem Tüchtigen, den nichts aufhält!

Aber dann! Da wo's einspurig wird schießt ein kleiner schwarzer Smart rechts ran. Ich habe versucht einen halbwegs vernünftgen Sicherheitsabstand zu halten. Da passt der Smart M LH 57* mitsamt seinem Werbeaufdruck natürlich -- kurzes Reißen am Lenkrad, und ZACK! -- prima rein. Als ich reflexartig hupe, weil ich fast auf ihn draugefahren wäre, hupt der Smart fröhlich zurück.

Also, liebe Leute! So wird man ein tüchtiger, durchsetzungefähiger Münchener. Einer, der's natürlich, weil er ja tüchtig ist, immer eilig hat, und so fährt man als solcher. Damits ihr's nur mal wisst! (Vielleicht war's aber a bloß a zuzogner Preiss, a tüchtger, damischer, a gscherter!)

Tour de France

Das Assoziationsvermögen des Menschen ist zuweilen arg deppert. Des Menschen. Meins also auch. Ich lese bei Ebay, bei einem Rudergerät, nicht bei einem Fahrrad: "Trainieren wie die Tour de France Profis mit einer Pulsanalyse!" Sofort liegt mir die Frage auf der Zunge, respektive auf der Tastatur: "Liefern Sie auch die entsprechenden Dopingmittel?" Nicht sonderlich witzig. Aber so funktioniert das Denken eben. Für eine Pointe die Großmutter und die eigene Reputation verkaufen ...

Martin-Walser-Extreme

Martin Walser, wie alle literarischen Männer, die das Extreme nicht scheuen, schwadroniert über Samenerguss -- als Ausschüttung -- und das Schlucken von Samen. Das ist ein wenig besser als jener Paradimensatz "... und er befreite sich in sie". (Der ist nicht von Martin Walser, schon recht.) Natürlich ist das alles vom "Erzähler" der von "Rosa" erzählt, es ist natürlich nicht vom "Autor".

Ikea-Soziologie

Ich bestelle bei den praktischen Soziologen eine umfassende Untersuchung zu der Frage, was den Erfolg von Ikea ausmacht. Dabei sollte Hilfe eingeholt werden: Gefilmt werden muss unbedingt der Weg zum Beispiel einer Schreibtischkombination JONAS vom Kauf bis zum endgültigen Aufstellen am bestimmten Platz. Genau sollte geachtet werden, wie die Leute mit der Tatsache umgehen, dass beim Umdrehen des Schubladen-Elements die Rollen dauernd abfallen. Auch andere Feinheiten dieser Art.
Ach ja, der Erfolgsfaktor. Vorab muss so einiges gesagt werden. Etwa dass, wenn wir die Zusammenbau-Zeit zu der Kaufzeit mit nur 15 Euro pro Stunde ansetzen, die Preise realistischer werden . (Oder mal den Zusammenbau-Dienst, den es auch gibt, antreten lassen und bezahlen.)
Aber der Erfolg von Ikea kommt wahrscheinlich doch von dem Bemühen der Menschen beim Zusammenbauen; da bin ich mir ziemlich sicher. Das wollen die Leute erleben. Aber eine empirische Bestätigung müsste natürlich doch noch sein.

Dienstag, 8. Januar 2008

Es grünt so grün...

"Gewalt hat immer Ursachen." heißt es bei der Grünen Jugend. Und dazu wird ein niedlich lächelnder Kleiner mit eiem Pflasterstein in der Hand gezeigt. Darf man mal rufen: Ja, die Gründe liegen in der Grünen Natur! Die hat Aggression und Egoismus entstehen lassen. (Das sieht man schon bei den Hirschen, die um Revier und Weibchen keilen. Und vor allem bei den niedlichen Knutbären, die, ziemlich grundlos, nur vom kleinen Hunger überfallen, ihre Babys auffressen.)

Dazu auch, dass der Mensch nicht immer des Menschen Freund ist. Von Schlimmerem ganz zu schweigen. Und auf jeden Fall doch bitte nicht immer: Dieses Gejammere über "die Gesellschaft", "den Kapitalismus" oder was der Übel mehr da sind. Das ist einfach nur ein gutmenschliches Gejammere, mit dem man sich auf die bessere Seite begibt, um andere für nicht gut erklären zu können. Wer sein Auto abschafft, hat was getan. Wenn er noch 100 andere dazu bringt, es ihm gleichzutun, hat mehr getan. Wer klimatisch und aggressionsverdammend jammert und einen alten Mercedes fährt und dann noch über seinen Nächsten von der CSU bös herzieht und für Bullenkloppen viel Verständnis hat, der ist schlichtweg -- sagen wir, um nichts Aggressives zu sagen: ein Depp.

Samstag, 5. Januar 2008

Skandal-Video

Was man doch so alles unter Skandal-Video findet! Oben-Ohne-Frauen mahnen in Dänemark zur Einhaltung des Tempo-Limits. (Was da wohl die Männer der islamischen Frauen sagen?! Gibt es schon Flaggenverbrennungen vor Fernost-Koranschulen?)

"Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, sorgte das Filmchen bereits für einen handfesten Polit-Skandal in Skandinavien. Die rechtspolitische Sprecherin der dänischen Sozialdemokraten, Karen Hækkerup, bezeichnete den Aufklärungsfilm als „exzeptionell bescheuert“ und forderte die rechtsliberale Regierung auf, sich mit dem „internationalen Skandal“ zu befassen."

IMac vs. PC

So, und das soll auch noch überliefert werden. Keine Ahnung, was die Normal-PC-Benutzer dazu meinen. Kann Ihr PC das auch? Bezie- hungsweise: Können Sie das mit Ihrem PC machen?


(Gefunden bei AOL)

Freitag, 4. Januar 2008

Verschwörungstheorien

Zugegeben, ich liebe Verschwörungstheorien, egal ob sie zum Lachen, zum Weinen oder einfach und tatsächlich zum Staunen sind. Das menschliche Gehirn, so mein Schluss, ist ein Abbild des Kosmos. Oder von Gott. Oder von dem, was wir nicht kapieren. Die Verschwörungstheoretiker sind die Interpretatoren des sonst Ungesehenen. Hoch soll'n sie leben!
Heute wieder so ein globaler Fund, mit unbekannten Objekten in Grönland, einer unbekannten Raumstation neben der ISS und einem Film über Mormonen-Untaten im 19. Jahrhundert. Also -- was wäre das Leben ohne den Kitzel des Phantastischen?!

Dorothy Stratten

Eine Übung in Sachen Taxonomieisierung: Männer einteilen in Gruppen. Irgendwo diese Unterscheidung (immer mit JA / NEIN):

-- die den Playboy lesen oder gelesen haben
-- die sich an ein Playmate of the year erinnern
-- die bei der Auswahl Dorothy Stratten nennen

"Dorothy died when she was just 20 years old, on August 14, 1980. She was just on the cusp of superstardom then."

Blog-Grenzen

Merkwürdig: Wenn ich blogger.com aufrufe und mich anmelde, dann ich zwar neue Artikel schreiben, aber die vorhandenen nicht überarbeiten. Das war schon manchmal so. Waran mag das liegen?
Wahrscheinlich stoße ich einfach an die Grenzen des Blogbaren. Denn: Worüber man nicht bloggen kann, darüber muss man bei Gelegenheit mal nachdenken.

Fundsachen heute 2: Stefan Aust und der SPIEGEL

Okay, diese Meldung ist auch schon nicht mehr frisch:

"Nach der Absage des ZDF-Manns Claus Kleber geht die Suche des Nachrichtenmagazins nach einem neuen Chefredakteur weiter. Sie begann, als der Vertrag des langjährigen Chefs Stefan Aust nicht über 2008 hinaus verlängert worden war. Inzwischen spekulieren Branchenkenner über ein spektakuläres Comeback."

Und was also ist der Stand der Dinge? Gut, Weihnachten, Fest des Friedens, war zwischendurch mal. Aber wurde nicht zwischen den Jahren eifrig weitergesucht?

Auf der Suche findet man Kerner, der für mich ein Problem ist: Aussehen tut er immer wie ein sehr freundlicher, doch etwas unterbelichteter Gymnasiast. Also wundere ich mich, dass er allüberall im Fernsehen erscheint. Und dann redet er aber durchaus witzig und differenziert im Interview, also doch wohl ohne die Hilfe der Gag-Schreiber. Und so kann es sein, dass JBK doch nicht so überbewertet ist, wie ich und andere [sic] so manchmal glauben.

"SZ: Warum haben Sie Aust 2000 während der Olympischen Spiele in Sydney in Ihre Sendung eingeladen?

Kerner: Es war das einzige Mal. Und es hätte vielfach Grund gegeben, ihn erneut einzuladen.

SZ: Aust wurde nach Australien eingeflogen.

Kerner: Schwimmen ging nicht. Stefan Raab und Wolfgang Schäuble wurden damals auch eingeflogen. Sie waren Gäste meiner Sendung. Aust ist ein großer Liebhaber der Reiterei und konnte sachdienliche Hinweise geben in einer Sportart, in der ich nicht so zuhause bin."

Fundsachen heute 1: Bai Ling

Dass eine noch recht junge Frau bei ihrem Geburtsdatum um drei bis fünf Jahre schummelt, wird häufiger vorkommen. Aber gleich neun Jahre? Wikipedia jedenfalls vermeldet:

"Bai Ling [...] (* 10. Oktober 1970 in Chengdu) ist eine chinesische Schauspielerin. Nach den Angaben ihres Vaters soll Bai Ling am 10. Oktober 1961 geboren sein."

Und dass sich eine Frau aus dem Großen Roten Reich so offenherzig und barbusig zeigt, hätte man auch nicht so leicht vermutet.

[ Viele, viele Bilder! ]

---

NACHTRAG (16.10.2014): "Die "Berlinackte" ist zurück. Bai Ling wieder im Nacktkleid auf dem roten Teppich". (rp online)

Dienstag, 1. Januar 2008

Mindestlohn

So kann es gehen:

"FDP-Chef Guido Westerwelle warf der Bundestagsmehrheit vor, sie wolle nur den »Staatsmonopolisten« Post AG schützen." (Quelle)

Wie wäre es mit der Sichtweise: Da beuten Kapitalisten frohgemut arme Schweine aus, um Kasse zu machen. Und wenn das nicht mehr in vollem Umfang geht, dann schaffen sie ohne mit der Wimper zu zucken Arbeitslose. Um der Politik mal zu zeigen, wo Bartel den Most holt und wo der Hammer hängt. Ja, eben: Nicht bei der Sichel, sondern in den Vorstandsetagen.

weltgeschichte

Das Jahr fängt gut an! Ich suche bei google "die 100 wichtigsten ereignisse der weltgeschichte" und finde das:

Sonntag, 23. Dezember 2007

Fundsachen: Karrieren

Erst mal ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat:

"... Die Zierde, Lothar Bossle, war Juso-Vorsitzender und führender SDS-Funktionär, bevor er sich zur CDU bekehrte. 1972 gründete er rechtsaußen eine „Aktion der Mitte", die mit Industrie-Millionen in Wahlzeitungen und großen Zeitungsanzeigen Schlammschlachten („ein Sozialismus, der von 1933 bis 1945, war genug") gegen die sozial-liberale Koalition führte."

Der Kontext ist hier nachzulesen.

Und zu dem Mann der Wikipedia-Eintrag.

Sucht und Süchtig machen

Was ich mir noch vornehme: die Übergänge vom legalen zum illegalen Anfixen genauer zu bestimmen. Also denn. Die offizielle, gesetzlich vorgeschrieben Schnellsprechansage: "Glücksspiel kann süchtig machen..." Die Schnäppchen-Versprechungen. "Mediamarkt. Ich bin doch nicht blöd!" Ergänze: "Aber latent konsumsüchtig!" Und dann vor allem, meine Lieblingssparte: Die Anfix-Probepackungen auf den PCs, die man so kauft. Vorinstalliert. Drei Monate zur Probe. Oder: Die Vollversion, leicht hier online zu erwerben, kann noch das. Und das. Und das auch noch. -- Bitte geben Sie ihre MasterCard-Nummer an." Ein kleiner Ekel kann da nicht mehr runtergeschluckt werden.
Was wir aber festhalten wollen, eben: Die Übergänge sind absolut fließend. Vom Schulhof-Ansprech: "Hey, willste mal Stoff? Kostenlos!" bis zu den Handy-Versprechen: "Flatrate Festnetz, Flatrate PC, Flatrate Handy. Alle 0,00 Euro."

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Sprachfragen: der oder das Blog?

Die Frage sollte eigentlich entschieden sein, denn Blogs sind ja wichtig und eingeführt. Sagt man also der Blog oder das Blog. Zuerst die reinen Fakten, die faktischen Fakten sozusagen, wie sie uns von Google übergeben werden:

85.500 für "das Blog von"
80.100 für "der Blog von"

Auch wenn Blog als Neutrum knapp an der Spitze liegt -- man muss sich die absoluten Zahlen ansehen --, ist die Sache doch, was die Sprachnorm angeht, unentschieden. Die Gründe für die Abweichungen sind auch klar: der Blog erinnert an der Block. Das schlägt durch. Und das Blog geht auf die Wortzusammensetzung ein WWW+das Logbuch.
Der Wikipedia-Befund:

"Genus Im deutschen Sprachgebrauch überwiegt leicht der Gebrauch des Wortes mit sächlichem Artikel vor dem mit männlichem Artikel. Mit der 24. Auflage wurde das Wort in den Duden aufgenommen (zusammen mit bloggen, Blogger und Bloggerin); dabei wurde die sächliche Form als Hauptvariante und die männliche Form als zulässige Nebenvariante dargestellt, was jedoch weiterhin umstritten ist, nicht nur aufgrund anderer, erwiesenmaßen falscher Schreibweisen im Duden (siehe z.B. Dönerkebab)."

Das Witzig-Unfachliche an der Argumentation der WP: Die WP-Leute, die hier sprechen, können es nicht lassen, irgendwo im tiefen metaphysischen Hintergrund das vorhandene und mit den richtigen Mitteln zu entdeckende "Sprachrichtige" zu postulieren. Das es auf jeden Fall gibt, das der Duden aber nur nicht kennt, usw. Aber linguistisch sinnvoll sind nur zwei Vorgehensweisen: a) Wiesenweg-Methode: 'Mal sehen, wie es sich in der Schreib- und Sprechpraxis so entwickelt.' Und, b) jenseits unserer angeborenen Bescheidenheit müssen wir uns beteiligen mit dem Satz: 'Mein sehr gut entwickeltes Sprachgefühl sagt mir, dass wir die Variante X der Variante Y vorziehen sollten.'

Ich mit meinem Sprachgefühl bin für: der Blog. (Argument: Hoch lebe die oberflächliche, lautliche Analogie!)

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Party-Spiel: Literaturnobelpreisträger -- wann?

Auf der Suche nach Sprachspielen (als Partyspiele geeignete!)

Heute morgen wache ich auf und überlege: Wann hat eigentlich Böll, wann Grass den LNP bekommen. Ich schätze grob:

Böll 1984 (richtig: 1972. Ach so, er ist ja auch schon 1985 gestorben!)
Grass 2002 (richtig: 1999. Verflixt! Ich hatte zuerst 2000 da stehen.)

Wie Lösungen liegen sehr nah ...

Wie doch im Gedächtnis alles ins Ungefähre zerfließt. Bei dem einen weniger, bei dem anderen mehr. (Bei mir: mehr.)

Und, wussten Sie denn: "Derek Walcott, Nobelpreisträger für Literatur 1992"


Kritik der reinen Tüchtigkeit


















Lebte Kant heute (1964 - ?) , er würde die Vernunft -- als Begriff und praktische Wirkung -- immer noch im Dunkeln liegend vorfinden. Er wüsste gegen seinen Vorfahren Immanuel (1724 - 1804), dass die Vernunft immer in den Tiefen von Überzeugungen und Emotionen wurzelt und nicht die geringste Chance hat, sich von diesen irrationalen, irr-rationalen Wurzeln zu lösen. Nachaufklärer, der er somit wäre, würde er sich von der Kritik von Vernunft und Urteilskraft ab und der Kritik der Tüchtigkeit zuwenden. Anregend fände er in diesem Zusammenhang vieles, zum Beispiel den "Hochschulanzeiger" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, November 2007. Unterzeile des Titels in Kapitälchen: "KARRIERE STUDIEREN"*.

Leicht würde dem neuen Herrn Kant auffallen, dass die Hochschulanzeiger-Titelzeile "Jahrmarkt der Talente" eine intertextuelle Verbindung hat. Zum "Jahrmarkt der Eitelkeiten", natürlich. Er würde lächeln, der neue Herr Kant. Ihm wäre sofort klar, dass diese Verbindung kein Zufall ist. Dann würde ihm die unerträgliche Leichtigkeit des halbgar schlechten Gewissens der Journalisten ins Auge stechen: "Was Jobmessen wirklich bringen". Jobmessen? Job? Dieses Wort aus hingehauchter Flüchtigkeit und ironisch versuchtem modernen Unernst. "Ich mach halt meinen Job." Nirgendwo Beruf und Berufung. Ernst, Zukunft und Vergangenheit, Lebensfragen unf -aufgaben. Sondern Geld, Prestige, Porsche wenn möglich. Basta. Der Aufruf anbei: "Schließt alle aus, mobbt alle, die da nicht mitmachen wollen!" Alles ein dümmliches Spiel, dessen Dümmlichkeit nicht zu transzendieren ist. Prinzpiell nicht! Die stillschweigende Anerkennung des Larifari per Common-sense der jungen Tüchtigen wird vorausgesetzt.

Dann würde unser Post-Aufklärer im Blattinneren (auf der Seite 24f.) entdecken: "Was ziehe ich an? Die optimalen Messeklamotten." (Bildliche Antwort: s. oben) Fortsetzung des auf dem Titel eingeschlagenen Kurses also. Klamotten trägt der junge Tüchtige auf der Messe. Selbst auf der Messe dieses sich hinziehende Gewissen, das mit dem so überaus modernen Unernst verschliert ist. (Wie Joschka Fischer, der Altrebell, zu sagen pflegte: "Der Anzug, das ist halt meine Arbeitskleidung." So geschickt formuliert, dass zwischen Blaumann, Jeans und Dreiteiler mit Nadelstreifen kaum ein Millimeter Unterschied mehr war. Der Immer-noch-Rebell im Tarnanzug, so fühlte er sich wohl [sic], unser Herr Ex-Außenminister.) Klamotten nicht Kleidung also auf der Messe.



Und was dann abgebildet wird, bringt den neuen Herrn K. dazu, sich halb abzuwenden, um dann doch wieder hinzuschauen. Zwanghaft. Diese beiden sollen es sein, die die Zukunft erringen? Kein Bücherwurm und keine Denkerin. Diese kokette Haltung bei beiden, die die Lässigkeit als geschäftliche Tugend im Spielbein trägt.

Dann würde sich Herr K. hinsetzen, sich das Pseudonym Martin Henkel ausdenken, weil er zu anschließenden Diskussionen mit der FAZ und den Tüchtigen im Land überhaupt keine Lust hat. Hinter dem Pseudonym wird er sich konsequent verstecken. Und unter diesem Pseudonym wird er in einer wüsten 120-Seiten-Polemik den Begriff 'Karriere' und die Tüchtigkeit der Karrieremacher niederbügeln. So gekonnt und umfassend, dass anschließend eine Zeit anbricht, die eine Mischung aus Barock und Romantik ist. Und in dieser neuen Zeit, siehe da, würden alle Abiturienten wissen, was es heißt und welche Konsequenzen es für das Berufsverständnis hat, dass sie nun in einer modernen Zeit leben, die eine Mischungaus Barock und Romantik ist.


---

* Bedeutung höchst unklar. "Studieren und dann Karriere machen"? "Studieren, wie man Karriere macht"? "Die Karriere von Karrieristen studieren und sich dann angeekelt abwenden"? 'Recht anregend, dieses Schillernde!' denkt der neue Kant.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Nicholson's Child was born -- where?

Jack Nicholson lässt uns wissen, er sei potentieller Vater von ca. 7.000 Kindern. Oder waren es 9.000. (Offiziell hat er vier.) Na ja, auch egal. Die Frage, die einen umtreiben kann: Warum muss ein 70jähriger so was bekennen? Ist es die Prahlsucht wie bei einem 17jährigen? Oder verspürt N. so etwas wie die Pflicht des Promis zur Information der Öffentlichkeit auch in solchen Belangen? Schon der Weise Jürgen von der Lippe dichtete: "Man weiß es nicht. Man weiß es nicht!"
Dennoch treibt einen die Frage weiter um. Antwortskizze 1: Warum veröffentlichen Menschen, was sie am Anfang ja immer: privat schreiben oder malen oder komponieren? Ist der Beischlaf für Mr N. das, was für den Dichter das Dichten? Ist er traurig, dass er so oft gedichtet hat und so wenig Gedichte hinterlassen wird?

Dienstag, 4. Dezember 2007

Voodoo ...

... who knows it loves it.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Soziopath

Wie das so ist. Manches veröffentlicht sich heute von selbst, durch versehentliches Anklicken. Peinlich oft, wenn da eine Mail zum falschen Adressaten fliegt. Hier ist es nicht schlimm Ein Zitat aus der Wikipedia:

"Die heutige Bedeutung des Begriffes Soziopath bezieht sich auf Personen, die nicht bzw. nur eingeschränkt fähig sind, Mitleid zu empfinden, sich nur schwer in andere hineinversetzen können und die Folgen ihres Handelns nicht abwägen können."

Das lassen wir doch einfach mal so stehen.

Mittwoch, 28. November 2007

Doktortitel im Pass

Der bayerische Ministerpräsident hat im Frühjahr 2007, als er noch bayerischer Innenminister war, den Doktortitel im Pass verteidigt. Der gestrichen werden sollte. Die Süddeutsche zitiert in indirekter Rede und dann wörtlich: "Ein Doktorgrad sei zudem nicht nur Ausdruck einer besonderen wissenschaftlichen Leistung, 'er ist vielmehr auch im täglichen Gebrauch zur höflichen Anrede üblich', schreibt Beckstein an Dr. Schäuble, interessanterweise aber nur unter der Anrede ,'Sehr geehrter Herr Kollege, lieber Wolfgang'."

Mit dem zuletzt vermerkten Punkt ist die SZ nun aber nicht auf dem Altehrwürdig-Laufenden. In Deutschland ist es üblich, dass sich Personen mit gleichem Titel ohne den Titel anreden. Sozusagen von gleich zu gleich. Ganz anders in Österreich, wo man es erleben kann, dass sich zwei Professoren oder Doktoren gegenseitig durchaus mit dem Titel anreden. Die Liebe zu Titeln -- sie ist halt gegen die Vernunft, so ungefähr wie Ferrari- oder Porsche-Fahren. Sagen wir also vernehmlich: Die Menschen sind unvernünftig und legen Wert aufs Prestige.

Wer die Feinheiten erspüren will, bedenke: Bei Buchtiteln nehmen auch in Deutschland nur die den akademischen Titel mit auf, die es nicht besser wissen. Es ist unüblich. Und auch in den Nachrichten wird man den "Dr. Schäuble" ja vergebens suchen.

---

Nachtrag.

Witzelt der STERN: "Aber die Wahrheit ist doch: Unsere Freunde in den Einwohnerpassbehördenabstempelungszentralen ertragen es einfach nicht[. dass der Dr.-Titel im Pass steht]. Sie haben die Volksschule mit 'Genügend' abgeschlossen, um sich danach zu Einwohnerpassbehördenabstempelungszentralenmitarbeitern züchten lassen. Nun sitzen sie da in ihren C&A-Anzugshosen unter Neonröhren, die Radiergummis muffeln und das Wochenende im Schrebergarten ist noch weit. Für diese Menschen sind Doktoren ein ständiger Stachel im Fleisch, ein unbeschreibliches Etwas, das sie aus der Ferne hochnäsig und ironisch anblinkert. Sie können ja nicht wissen, dass wir nur promoviert haben, um ihnen genau diesen Eindruck zu vermitteln."

---

Ach ja, und danach habe ich eigentlich gesucht, weil ich es vor Monaten mal gelesen habe: "Einst Markenzeichen der „doctores“ – nun akademische Verzierung, von der Bundesregierung traditions- verhaftet und gesetzwidrig geschützt." Der Autor kämpft -- unpromoviert -- gegen die Doktoristen und ihr Begehr. Hätt er doch nur seinen Doktor gemacht vorher! Seine Einlassungen hätten irgendwie glaubwürdiger geklungen.

Amüsant aber schon, was passiert, wenn sich jemand an alle möglichen wichtigen Leute und Gruppen mit so einer Frage wendet. (Zum Nachlesen und Nachlachen klicken Frau Doktor bitte einfach hier!)
---
Hier noch ein hübscher Nachtrag aus der Sicht der Österreicher, mit dem feinen Hinweis, dass man doch bitte und besser "honoris causa (Ablativ)" statt "... causae" sagen möge.

Sonntag, 25. November 2007

Energiesparen

Bei einer Diskussion im Bayerischen Rundfunk habe ich das zum ersten Mal gehört: Wenn ein größerer Parkplatz in der Nacht auf seine Beleuchtung verzichtet, können alle Standby-Möglichkeiten in privaten Haushalten in Deutschland angeschaltet bleiben, und es wird dennoch gespart. Oder so ähnlich. Dazu passt diese Feststellung:

"Laut Philips fallen in Deutschland nur 20 Prozent des Energieverbrauchs für Beleuchtung in privaten Haushalten an, 80 Prozent im gewerblichen und öffentlichen Bereich. So werde etwa ein Drittel der Straßenbeleuchtung mit Technologie der sechziger Jahre betrieben."
Geht es also mal wieder um lautsprecherische Tönerei, und keiner weiß, wo die großen Verbraucher wirklich sitzen? Ich meine, was nützt es, wenn wenn alle Otto Normalverbrauchers zusammen bei größter Anstrengung das einsparen können, was die Straßenbeleuchtung zwischen 3:45 und 4 Uhr morgens ständig vor sich hinverbraucht?

Montag, 19. November 2007

Kabelsignal drahtlos übertragen

Man kann es gar nicht deutlich und einfach genug formulieren: Antennen- oder Kabelsignale können nicht in der ganzen Frequenzbreite per Funk übertragen werden! Ich Tolpatsch* hab mir also ein Gerät gekauft, das immer 1 Frequenz überträgt. Wenn ich -- wie ich überall hätte nachlesen können -- einen alten Videorecorder nehme, Antennenkabel rein und dann das Kästchen anschließe, kann ich das jeweils eingestellte Programm übertragen. Mehr aber auch nicht. Also, ihr alle, die ihr das gleiche wollt wie ich es wollte: Bedenket wohl ...
---
* Heute auch schon: Toll-Patsch, Komparativ: Toll-Patscher, Superlativ: Toll-Patscherkofel.

Ungebetene Metasuche

Gibt es jemanden, der dabei ist, ein Buch über all das zu schreiben, was das Internet kaputtmacht oder auch nur, was da so alles nervt? Dann mal hier ein Beispiel: die sich ungefragt ausplusternden Metasuchmaschinen. Ich gebe in Google ein ma-620 infrarot treiber und bekomme Dutzende von Hinweisen, wo ich die "Einzelteile" suchen könnte.

Ja, Menschenskind, Leute! Könnt ihr eure geschäftlichen Energien nicht sinnvoller einsetzen? So einen Quatsch zu programmieren und ins Netz zu stellen, kostet doch Zeit und Geld.

Sonntag, 18. November 2007

Will, Meckel und die Sprachbeobachtung

Nachdem ich heute gelesen habe, dass Anne Will und Professor Miriam Meckel ein Paar sind und sich dazu bekennen, wollte ich wissen, wer MiMe ist. Da finde ich unter einem Foto den Satz:

"Schon die Einleitung von Miriam Meckel beschwörte die Zuhörer- schaft mit einer dieser beliebten Folien, wo drauf stand Web 2.0 ist kein Ding, sondern eine Geisteshaltung." (Quelle)

Da interessiert mich dann auf einmal der Gang der Sprachdinge wieder mehr als die Frau Professor Meckel. wo drauf stand? Vielleicht doch ein Komma oder ein Doppelpunkt? beschwören -- N. N. beschwor die Zuhörer, das und das ja nicht zu tun. So ungefähr hab ich mir bisher die Verwendung des Verbs beschwören vorgestellt. Und nun das! Und dass das Web 2.0 kein Ding ist? Je nun, wer hätte denn das jemals angenommen?! Aber dann gleich eine Geisteshaltung? Jesses na!
Wenn da stünde: Geschwafel ist kein Ding, sondern das Produkt einer Geisteshaltung, dann unterschriebe ich sofort.
Bleibt die Frage offen: Wer ist denn nun das interessantere Paar, Will - Meckel oder Illner - Obermann? Oder ist das keine Frage, sondern beschwörte dies, kaum zur Frage geworden, eine Geisteshaltung?

Sonntag, 11. November 2007

Schäuble, der Datenschutz und die festen Meinungen

Rationalität ist ein hohes Gut in der Politik. Was die Online-Durchsuchungen angeht, so ist es schwer, diese Rationalität aufrechtzuerhalten. Die meisten Blogger sind -- natürlich? -- gegen die Online-Durchsuchung durch den Staat. Eine Probe? Nachschlagen nur mal hier, bei blogger.de. Die "schweigende Mehrheit" (oder ist es doch eine Minderheit?), die die alte These unterstützt: "Wer nichts Kriminelles zu verbergen hat, braucht sich vor der Online-Durchsuchung nicht zu fürchten"´kommt kaum vor.
Versuchen wir es mal mit den Vorstufen zu einem guten Besinnungsaufsatz. Zwei Fragen für den Anfang:
  • Wovor fürchte ich mich konkret, wenn meine Festplatte durchsucht wird? (Mögliche Antworten: vor gar nichts; ich möchte das prinzipiell ganz einfach nicht -- ... -- davor, das meine Liebesbriefe an Monika ... meine geschäftlichen Mails mit Firmengeheimnissen ... meine Raubkopien von CDs und DVDs ... meine normalen pornografischen Streifzüge im Netz ... meine kinderpornografischen Files ... meine Absprachen mit den Leuten meiner kriminellen / terroristischen Vereinigung entdeckt werden)
  • Wie soll mit Online-Kriminalität der verschiedenen Formen und terroristischen Aktivitäten via Netz umgegangen werden? (Schäuble hat schon recht; solche Untersuchungen müssen generell mögich sein ... Der bisherige Rechtsweg 'Anfangsverdacht', 'richterliche Genehmigung', 'Durchsuchung in diesem gegebenen Einzelfall' reicht völlig aus)

Das Problem mit der politischen Rationalität, hier wie anderswo, besteht darin, dass die wenigsten Menschen es aushalten, bei sensiblen Bereichen die Alternativen neben ihrer eigenen instinktiven Meinung zu durchdenken. Aber nur unter dieser Voraussetzung ist politische Rationalität möglich. Es hilft nicht, wenn jede abweichende Meinung sofort schabloniert wird und zu allergischen Abwehrreaktionen führt.

Donnerstag, 8. November 2007

Aldis Ferari (Oder: Das erzähl ich Lafontaine!)

Eine Meldung und ein Angebot verdienen es, miteinander verknüpft zu werden. Das Angebot von Aldi: einmal einen Ferrari fahren.

* Fahrt im Ferrari F355 durch den Raum München
* kurze Einweisung durch einen erfahrenen Streckencoach
* Coach als Beifahrer
* Gelegenheit zu einem Erinnerungsfoto
* Kraftstoffkosten
* Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung

Wie lange? Nett0 25 Minuten. Das kommt man auf dem Mittleren Ring nicht allzu weit.

Die Meldung des Abendblatts: "Zehn Prozent besitzen zwei Drittel des Vermögens". Was sich weiter spezifizieren lässt. "Allein das wohlhabendste Prozent der Bevölkerung verfügt demnach über mehr als 20 Prozent der Werte"

Wie lange kann das gut gehen? Vor allem, wenn René Obermann weiterhin Fernsehfrauen freit und gleichzeitig die Leute vor die Tür setzt. Mein sozialrevolutionäres Herz sagt mir: Da passt doch was nicht zusammen!

---

Nachtrag: Wer es partout nicht lassen kann, der gehe -- pardon fahre (mit seinem getunten Kleinwagen) doch bitte eher zur Speecacademy nach Österreich.