Donnerstag, 10. Oktober 2013

Haderers Boris (Buchmesse!)

Genie? Der Begriff hat nur Sinn, wenn man das Gebiet dazu nennt. Ja, Haderer ist ein Genie* des karikierenden Zeichnens. Leute, kauft nicht nur die Zeitungen, in denen er seine -- die seine Bilder veröffentlichen! Kauf auch seine Bücher! Stellt sie, diese Bücher, nun, meinetwegen: auf eure Gästetoiletten. In den halböffentlichen Raum jedenfalls. Auf dass diese Bücher mehr Menschen erreichen. Blättert im STERN, online meinetwegen!

Die Gegenwart: Boris Becker veröffentlicht sein Leben. Ein Ereignis zur Buchmesse.** Zum zweiten Mal schon, so weit ich weiß. Gerhard Haderer hat dieses Leben vor längerer Zeit schon, als Boris noch nicht mit Sharlely Kerssenberg*** verheiratet war, kommentiert.


Frauen im gebärfähigen Alter, aufgepasst: Boris ist wieder Single!

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| * Das Genie! | 18. Dezember 2008 | Von M. Wiedemann | Wunderbar. Der Meister des Lichts! [...] Der Herr Haderer ist ein Genie der Illustration.

|** Ach ja, die Buchmesse! Wer hat in diesem Jahr eigentlich kein Buch geschrieben (oder doch zumindest: veröffentlicht)?

|*** Da ich nicht ganz auf dem Laufenden war, habe ich nachgesehen: "2005 trafen Boris Becker und sie sich zum ersten mal in einem Restaurant. Nach 2 Jahren Beziehung trennte Boris sich von ihr. Nach der gescheiterten Beziehung mit Sandy Meyer-Wölden[,] die 83 Tage dauerte[,] kehrte Becker zu Lilly Kerssenberg zurück. Sie empfing ihn mit offenen Armen und machte ihm keine Vorwürfe, was Boris sehr an ihr schätzte. [!] Am 28. Februar 2009 machte er ihr bei der Show "Wetten, dass …?" einen Heiratsantrag. Am 12. Juni heirateten sie in St. Moritz. Am 09. Februar kam ihr erstes gemeinsames Kind Amadeus Benedict Edley Luis zur Welt."

Amadeus Benedict Edley Luis Becker! Der arme Kleine!

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Flüchtlinge und Asylanten

Ich bin, meinem Selbstverständnis und meiner Selbsterfahrung nach, weder hartherzig noch abweisend gegenüber Fremden. Ich glaube nur, dass wohlfeiles Gutsein ohne das Durchrechnen der Folgen immer etwas leicht Seltsames hat. Hier also jemand (Nickname emporda, 8. Oktober 2013) der rechnet.

Wie viele Wirtschaftsflüchtlinge mit etwa 90% Analphabeten ohne Ausbildung und Fähigleiten kann ein Land der Hochtechnologie integrieren ohne den Wohlstand seiner Bürger zu gefährden. Länder der westlichen Hochtechnologie erzeugen ein BIP 35.000 – 50.000 US$/Jahr/Einwohner, die islamischen Länder mit etwa 2 Milliarden Menschen 500 – 3.500 US$/Jahr/Einwohner. Die internationalen Konzerne beschäftigen in den Ländern der Hochtechnologie weit unter 10% der Arbeitnehmer, leisten aber bis zu 50% der Forschung mit Patenten und sichern die Arbeitsplätze. Ein kleines Land wie Südkorea meldet 1990 – 1999 etwa 17.000 Patente an, Ägypten schafft bei 90 Millionen Einwohnern bei über 50% Analphabetismus 77 Patente.

Warum stellt eigentlich niemand an die deutsche Bevölkerung die Frage, wie viel jeder Einzelne bereit ist, für Immigranten, steuerlich und insgesamt, aufzubringen? Weil das populistisch wäre? Und warum ist das nicht demokratisch? Weil "das Volk" ein Kind ist -- vielleicht Infant, aber eben doch: Kind --, dass man so konkret nicht fragen darf? Weil man das Ergebnis fürchtet? 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Franz-Peter Tebartz-van Elst (Bischof)

Ich habe mich schon vor Jahren gefragt, was der mangelnde Priesternachwuchs für Folgen für die deutschen Bischofsämter haben wird. Es scheint ja zwangsläufig: Wenn die Auswahl geringer wird, dann bestehen sehr gut Chancen für die Mediokren und Schrägen und irgendwann für die ganz Schrägen. Jetzt scheint es also so weit zu sein.

Limburger Bischofsresidenz deutlich teurer | „Wir sind durch den Bischof hinters Licht geführt worden“ || 07.10.2013 Ursprünglich waren für die neue Limburger Bischofsresidenz drei Millionen Euro eingeplant, jetzt ist nach Informationen der F.A.Z. von mindestens 31 Millionen die Rede. | Von VOLKER ZASTROW | Ihm wird Verschwendung vorgeworfen: Bischof Tebartz-van Elst. (faz.net online)


(Foto hier*)

Gutwillig würde ich, nach dem Foto-Augenschein, den Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst -- schöner Name übrigens -- als schrägen Vogel bezeichnen. Verzeihung, Euer Eminenz, iss so!

Was wohl der neue Papst im Herzen von solchem Verhalten seines Bischofs hält? Könnte ihn nicht jemand mal fragen, bei einer Privataudienz?**

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|* Interessanter Blog, den ich im Auge behalten werde. Brights. Die Natur des Zweifels. De omnibus dubitandum.

|** Ok, gesehen: Der Bischof Robert Zollitsch fragt in diesen Tagen beim Heiligen Vater nach. Auch in Ordnung. (14.10.2013)

Montag, 7. Oktober 2013

Shi Ming

Ich komme auf den Journalisten Shi Ming zurück...

Und wünsche mir ein Buch von ihm. Inhalt (nicht der Titel!): Alles über China. (Eine Utopie, schon klar.) -- Meine Erwartungen:

  • Geschichtlicher Abriss
  • Tradition und heutige Politik (Religiöse und politische Traditionslinien)
  • Die chinesische Seele (verglichen mit der europäischen / deutschen)
  • Die Regionen / Stämme / Völker des heutigen China
  • Gefahr des Auseinanderbrechens des Landes
  • Deutschland und China: Wirtschaftsbeziehungen und wechselseitige Vorurteile



Sonntag, 6. Oktober 2013

Copernic. Mal wieder.

Aus der schönen Welt des technischen Fortschritts: Gestern Abend eingeladen. Das Gespräch kommt unversehens auf Festplattenindizierer. Windows-Suche, nicht gut. Google Desktop Search, Entwicklung wurde eingestellt. (Am 14. September 2011 schon. Wusste ich Ignorant gar nicht!) Dann Copernic. Ich vermelde, dass ich das mehrfach auf dem PC hatte, aber jedesmal hat es nach 6 Wochen nicht mehr funktioniert. Es fand einfach keine Dateien mehr. Dabei hätte ich das Programm und seine Möglichkeiten sehr geschäftzt. -- Nein, sagt H., er habe da nie Probleme damit gehabt. Nein, wirklich nie!

Wieder zuhause installiere ich das Programm. Es hat jetzt, Version 4, eine neue Oberfläche. Ich bin zuversichtlich. Lasse den PC laufen, auf dass in der Nacht der Index erstellt werde. Als ich heute morgen hoffnungsfroh nachsehe, erscheint das:

Noch gebe ich nicht auf. Ich setze die Copernic-Indizierung auf "Volle Leistung", heißt jetzt: "Uneingeschränkt". Aber das Gefühl von Enttäuschung macht sich schon wieder breit.

Samstag, 5. Oktober 2013

Obdachlosenzeitungen

Obdachlos ist ein hartes, manchmal aber auch ziemlich frei gewähltes Schicksal. Aber, wenn ich ehrlich bin, ich frage mich: Sollte diese Gruppe von Menschen Zeitungen herausbringen? Berichte, Erläuterungen, ja, aber Zeitungen? Was kann da drin stehen, das die Menschen interessiert? Es müsste mich interessieren? Wirklich? Warum? Ich krieg das alles nicht mehr unter! Ich soll mich für alles interessieren? Das ist einfach zu viel.

TAGESSPIEGEL Online:

Obdachlosenzeitungen in Berlin | Schon wieder so einer || Von Alicia Rust || Gar nicht obdachlos. Markus W. hat eine kleine Wohnung, arbeitet fünf Tage die Woche und will keine Almosen. || Viele Leute sind genervt, wenn Markus W. in die Bahn einsteigt. Er verkauft Obdachlosenzeitungen – doch das lohnt sich immer weniger. Großfamilien drängen in das Geschäft, und arme Rentner hoffen auf ein paar Euro extra. Ein Straßenreport.

„Einen schönen guten Tag, meine Damen und Herren. Ich bitte um Entschuldigung für die Störung. Ich verkaufe die neue Ausgabe des Straßenfegers mit dem Thema Orte. Die Zeitung unterstützt Obdachlose und so arme Teufel wie mich. Und sie kostet 1,50 Euro. Neunzig Cent davon gehen an mich. Da ich aufgrund einer Gehirnhautentzündung zum Invaliden wurde, wäre es sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie mich durch den Kauf einer Zeitung oder durch eine kleine Spende unterstützen würden. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen guten Tag.“

Der Hintergrund des Problems ist doch: Eine liberale (!) Grundtendenz in der heutigen Gesellschaft lässt alle gelten, die ehedem ausgegrenzt waren. Das kostet erst mal nichts und bringt ein gutes, flauschiges Gefühl von Fortschrittlichkeit. An der Lage und wohl auch an der Einschätzung der verschiedenen ehedem ausgegrenzten Gruppen hat sich aber erst einmal nichts geändert. Der entscheidende Punkt bleibt nämlich jetzt: Haben die Gruppen a) Macht, b) Geld, c) ein eigenes Interesse, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Jetzt die Beispiele: Schwule haben b) und c), manchmal sogar a). Also, ok -- eine Zeitung würde sich rechnen. Prostituierte haben in unterschiedlichem Umfang b), kaum a), nicht c). (Spezielle Werbung in den Abendzeitungen gilt da nicht.) Behinderte? Obdachlose?

You've got swag!

Eine Twitter-Äußerung einer alten Bekannten: "You've got swag!" Was mag das wohl heißen? || swag -- Leo sagt: die Beute, die Diebesbeute, Gewinn aus einem Diebstahl, die Girlande, der Raub, die Sore [sl.] - Gaunersprache | Das kommt doch alles nicht hin!

Suche und da das

What does "you've got swag" mean? Sahi asked 4 years ago. My friend said "you've got swag"? I have a doubt that it could mean 'style'? Well, what would you say? || Best Answer: Tareksgirl64, answered 4 years ago. -- Kind of. It means style, the way you carry yourself, your personality, all that rolled up in one package. Source: Working at a high school.

Jesses, wie kann man da auf style kommen? Na ja, Jugenssprache! Leo-Diskussion, den Tonfall beachten! Und wenn das in einem Text vorkommt, wie übersetzen wir es jetzt?


Kontrafaktur mit Marlene Dietrich

NDR Kultur Sendedatum: 05.10.2013 08:30 Uhr. Ich brauche das Buch. Joachim Meyerhoff liest seine bisher unveröffentlichte Erzählung.

Die wahrhaft skurrile Geschichte: Ein Bildband in der Buchhandlung. Vorne drauf Marlene Dietrich mit endlos langen Beinen. Im Buch die Bild-Geschichte einer Hyänin, die sich, weil die Fressgier größer ist als der Schmerz, sich selbst auffrisst.

Tatsächlich findet sich im Netz eine klärende Sache. Meyerhoff hat das in Klagenfurt vorgelesen:

Hubert Winkels dankte dem Autor für die „rasant vorgetragene“ „rasante“ Geschichte. Dem Up-Tempo-Lesen des Autors entsprechend, werde man wie in einem Film mitgerissen. Das sei „unterhaltsam und gut“, das Bücherklauen münde ein in eine „Souveränitäts- behauptungsgeschichte“ mit „klassischer Humorstruktur“. Die Hyäne fresse sich selbst – eine Motiv das sein Kontrafaktur mit dem Bild Marlene Dietrichs auf dem Titelblatt finde und in den Körper des Helden überführt werde, wenn dieser während der Flucht das Buch an sich klammere. „Ganz großartig, subtil und rasend komisch“, so Winkels. Der Detektiv sei der Dämon des Protagonisten und zerstöre ihn mit dem Satz: „Du Depp…“, indem er seine Prätention kaputt mache. Einziges Problem sei das Ende: der Cicero-Satz sei „reine Erbauung“ , eine Sentenz die dem Leser nahelege: was erlebt wurde, sei parabelhaft zu verstehen. „Der Text will am Ende bedeutsamer sein, als er es ist". Allein die Geste des Detektivs, das Buch wie ein zürnender Gott auf den Dieb zu schleudern, mache das „moralische Wollen“ des Textes augenscheinlich.

Freitag, 4. Oktober 2013

BioShock

Mir hat der Name BioShock bis vor kurzem nichts gesagt. Dann bin ich auf ihn gestoßen, als ich ein schönes und wunderbar gesungenes Lied gesucht habe. Ausgerechnet. "Bioshock Infinite Soundtrack - 28 - Will The Circle Be Unbroken".



Also habe ich ein wenig weitergeforscht. Und ich stoße auf das, in der Wikipedia!

BioShock wurde in Deutschland zwar als USK-18-Version veröffentlicht, die dennoch geschnitten ist, um einer Indizierung zu entgehen. Die Blutmenge bei Treffern wurde vermindert, blutige Schadenstexturen durch Treffer und offene Fleischwunden bei verbrannten Gegnern wurden entfernt und es ist nicht mehr möglich, tote Gegner mit Telekinese durch die Luft zu schleudern. Zudem wurden diverse Filmsequenzen entschärft, allerdings blieben die gescripteten Deko-Leichen und das in Deutschland oft modifizierte Ragdollverhalten unangetastet.

Da kommt mich das Grausen an! Der Wahnsinn wabert durch die Welt und die Leute merken es nicht. Und ich erinnere mich wieder an die Killerspiele-Freunde in der Wikipedia, die ihre Spiele auf keinen Fall Killerspiele nennten wollten. Mal hingeschaut auf meine Resignation vom 19. Okt. 2009.

Letzte Einlassung meinerseits. Das hier ist eigentlich nicht meine Baustelle. Ich finde halt gelegentlich, dass reale gesellschaftliche Abläufe in einen Artikel gehören. Nun also -- ich habe den klaren Eindruck, dass hier Killerspiele-Liebhaber ihr Spielzeug verteidigen. Dagegen vorgehen zu wollen, ist mir einfach zu blöd.

In diesem Archiv auch so manch anderes, das mich den Kopf schütteln lässt. Kann man es wirklich dabei belassen zu sagen: 'So sind die Menschen heute. Und besser Killerspiele-Spieler als SS-Männer.'

Nachtrag (07.10.2013): Endlich die richtige Variante des Texts gefunden, unter so vielen Varianten!

"Will The Circle Be Unbroken"

There are loved ones in the glory,
Whose dear forms you often miss:
When you close your earthly story,
Will you join them in their bliss?

Chorus:
Will the circle be unbroken
By and by, by and by?
Is a better home awaiting
In the sky, in the sky?

In the joyous days of childhood,
Oft they told of wondrous love.
Pointed to the dying Saviour;
Now they dwell with Him above.

(Chorus)

You remember songs of heaven
Which you sang with childish voice.
Do you love the hymns they taught you,
Or are songs of earth your choice?

(Chorus)

You can picture happy gath'rings
'Round the fireside long ago,
And you think of tearful partings,
When they left you here below.

(Chorus)

One by one their seats were emptied,
One by one they went away;
Now the family is parted,
Will it be complete one day?

(Chorus)

Kommentare, gecancelte

Mittagspause mit Blick in die ZEIT vom 2. Oktober. Viele wichtige Artikel, zu wenig Zeit um sie alle zu lesen. Am Ende die Frage, zu was ich etwas sagen will.
  • Robert Gast: Expedition zum Urknall. (Übersichtsartikel über die Fortschritte und Probleme der Grundlagen-Physik; noch nicht online)
  • Jan Schweitzer: Kein Kommentar (Popular Science Online schaltet die Kommentar-Funktion ab)
  • Reinhard Osterroth / Sarah Schaschek: Er schreibt, wie es war (Klaus Kordon erzählt Geschichte in Geschichten)

Die Sache mit Kordon ist mir – persönlicher Grund, weil ich an einem sehr speziellen Geschichtsbuch schreibe – am nächsten. Die Sache mit dem Urknall ist sicherlich der Artikel mit der größten Tragweite und Relevanz. Dennoch fällt meine Wahl auf die Sache mit der Abschaltung der Kommentar-Funktion. Man hat also bei Popsci und anderswo herausgefunden, dass starke, laute Meinungsäußerungen oft die Wahrheitsfindung stören, gar verhindern. Das lässt jetzt fragen, wie es mit der Wikipedia und ihrem Fakten- und Relevanz-Modell steht. Ich hatte ja immer im Verdacht, dass auch in der Wikipedia diejenigen, die am lautesten sind, bestimmen, was Fakt ist und was überhaupt behandelt wird = einen Artikel bekommt. Auf diese Idee sind also auch noch andere gekommen. Schau an!

Und immerhin -- steht auch bei Jan Schweitzer: Die Leser dürfen die Popsci-Entscheidung kommentieren! Schaun wir doch mal hin!

Und sehen wir uns die Begründung für das Abschalten genauer an.

Why We're Shutting Off Our Comments. 
Starting today, PopularScience.com will no longer accept comments on new articles. Here's why.

Der Apfel fällt

Haben Sie heute etwa schon einen Apfel gegessen? Oder den Apfel gar angebissen liegengelassen? Das dürfen Sie nicht! Apple hat das weltweite Recht auf alle Äpfel!

Oder halte -- vielleicht doch nicht! In Bonn ist eine Asterixine aufgestanden und hat sich den Römern* von Apple tapfer zum Kampf gestellt. Und hat obsiegt! Man stelle sich das mal vor! Hängt der Apple-Apfel etwa an einem absteigenden Ast, nicht nur börslich gesehen?!

Christin Römer ist in diese Rolle geraten, als sie es wagte, vor rund zwei Jahren das Logo für ihr Bonner Café „Apfelkind“ beim Deutschen Patent- und Markenamt schützen zu lassen. Es zeigt in einer raffinierten Zusammensetzung einen Apfel und einen Kinderkopf. Nicht einmal angebissen war er. Da selbst Café-Betreiberinnen das Marketinginstrument des Merchandising nicht mehr fremd ist, wollte sie das Logo auf Kaffeetassen und Lätzchen drucken lassen und in ihrem kleinen Laden verkaufen. || Computergigant wehrte sich gegen Café-Betreiberin || Leider bekam der amerikanische Computergigant davon Wind -- wieso das geschah, ist nicht überliefert. Und in Zeiten, wo der Apfel nicht mehr wie seit Jahrtausenden mit Adam und Eva, sondern nur noch mit Computern in Verbindung gebracht wird, reifte die Überzeugung im Konzern, dagegen vorgehen zu müssen. Das tat Apple denn auch -- und wie immer mit großer Verve. Mit großem anwaltlichen Engagement legte er beim zuständigen Markenamt Protest gegen die in seinen Augen widerrechtliche Vereinnahmung der runden Frucht ein. Der Fall erhitzte die Gemüter, nicht nur in Bonn war die Betroffenheit über das vehemente Auftreten groß. Bis zu diesem Donnerstag, als das Deutsche Patent- und Markenamt nüchtern verkündete, dass der Widerspruch sang- und klanglos zurückgenommen wurde. Wieso eigentlich, weiß schon wieder niemand. (faz.net)

|* Nun ja, ok. Von den Namen her geht es durcheinander, zugegeben. Die Frau heißt Christin Römer. Aber anyway.

"Selbstjustiz gegen Organhändler?"

Google News verweist darauf.

Wütender Mob lyncht drei Menschen auf Madagaskar || Aktualisiert am Donnerstag, 03.10.2013 | Grausamer Fall von Selbstjustiz: Ein wütender Mob hat auf einer Touristeninsel in Madagaskar drei Männer gelyncht. Die Männer, darunter zwei Franzosen, stehen im Verdacht, Organhändler zu sein. Ihnen wird vorgeworfen, einen achtjährigen Jungen getötet und verstümmelt zu haben. | Drei Männer sind in Madagaskar wegen des Verdachts, illegale Organhändler zu sein, von aufgebrachten Dorfbewohnern gelyncht worden. Der Mob habe am Donnerstag am Strand des Dorf Ambatoloaka auf der Insel Nosy Be zwei Ausländer zunächst schwer misshandelt und dann angezündet, berichtete Polizeisprecher Richard Ravalomanana. | Später wurde dann nach Polizeiangaben ein dritter Mann, der zeitweise in Polizeihaft war, von einer wütenden Menge umgebracht. Der 30 Jahre alte Onkel des getöteten Kindes soll an der Tat beteiligt gewesen sein soll. (FOCUS Online)

Die Frage am Ende, nicht beantwortet in dem Artikel: Entssprachen die Anschuldigungen des "wütenden Mobs" der Wahrheit oder nicht?

Und man findet natürlich Parallelen, in der Randspalte. Die eiskalten Grenzen des Kapitalismus, wenn der Preis die Verlockung für Kriminelle groß werden lässt.

Sechsjähriger Chinese verstümmelt | Schlimmer Verdacht: Tante schneidet Neffen Augäpfel raus 

(Da war vorher gemeldet worden, dass es sich wahrscheinlich um Organhandel geht. War wohl aber nicht so. Der Wahnsinn kann auch pur auftreten.)

Haussklaven, Sexarbeiter, Bettler Verschleppt, vergewaltigt, für den Organhandel getötet: Indiens vermisste Kinder

NSU-Prozess | "Mordprozess in Verden"

Nein, nichts ist vergleichbar, nichts aufzurechnen. Alles ist einmalig. Aber natürlich kann man Straftaten argumentativ und politisch nur einordnen, gewichten, kann man mit Gegenmaßnahmen antworten, wenn die Strukturen klar werden.

"Einer wird diese Nacht nicht überleben" | Von Hendrik Ternieden, Verden | Mahnwache für Daniel S.: Prozessauftakt in VerdenZur Großansicht || Der 25-jährige Daniel S. wurde im niedersächsischen Kirchweyhe totgeprügelt. Vor dem Landgericht Verden hat nun der Prozess begonnen. Die Anklage zeichnet das Bild einer verstörend brutalen Tat. | Ruth S. sitzt neben ihrem Anwalt, angespannt wartet sie auf den jungen Mann, der ihren Sohn getötet haben soll. Die Kameraleute müssen den Saal verlassen, so hat es die 3. große Jugendstrafkammer des Landgerichts Verden angeordnet. Keine Bilder des Angeklagten. | Sechs Monate sind vergangen, seit Daniel S. am Bahnhof in Kirchweyhe so brutal zusammengeschlagen wurde, dass er starb. Er wurde 25 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Anklagten heimtückischen Mord vor. Ruth S. versucht, die Fassung zu wahren. Man spürt, wie schwer es ihr fällt. Auch ihre drei verbliebenen Söhne sind als Nebenkläger vertreten. Tobias und Christian sitzen rechts von ihr im Gerichtssaal, Davids Platz bleibt heute leer. | Die Tür öffnet sich, Cihan A. wird hineingeführt, 20 Jahre alt, Sportschuhe, Jeans, dunkles Hemd, Handschellen und Fußfesseln. Auszubildender Metallbearbeiter, geboren im niedersächsischen Verden, türkischer Staatsbürger. (10.09.2013, SPIEGEL Online)

Die Strukturen hier: NSU. Junge deutsche Rechtsradikale. Leute, die sich, wegen der "Fremden" als Verlierer empfinden, ohne das zuzugeben. Die Politisches zur Rechtfertigung ihrer irren Taten konstruieren. Junge Türken, die ... Die keine politischen Gründe brauchen. Die Verbindung ist die Verlorenheit der beiden Gruppen, ihre uneingestandenen Minderwertigkeitskomplexe, die nach Gewalt schreien. Was kann man da tun?

Donnerstag, 3. Oktober 2013

デイヴィッド・ハミルトン

DAVID HAMILTON 
(* 15. April 1933)

Bayern : ManCity

Ich weiß nicht, warum mich dieses Bild aus der SZ an Biblisches erinnert.


Vielleicht weil Lahm so eine himmlische Freude ausstrahlt? 'Preiset den Herrn, denn er ist groß!'

Flüchtlinge ertrinken vor Lampedusa

[ Als Vorbereitung eines Briefs an Heribert Prantl von der SZ. ]

Die EU schützt sich vor Flüchtlingen wie vor Terroristen und behandelt sie so. Wer Lampedusa erreicht, wird nicht aufgenommen nach dem Prinzip "Leistung muss sich lohnen", sondern rücktransportiert nach dem Motto "Wir können uns euch nicht leisten". Flüchtlinge gelten als Feinde des Wohlstands. Man fürchtet sie wegen ihrer Zahl. Europa ist zwar nach seiner Selbstbeschreibung ein "Raum der Freiheit der Sicherheit und des Rechts" - aber nur für die, die schon in Europa leben. (Prantl, SZ vom 8. April 2011. Den neuesten Kommentar zu Lampedusa habe ich nun nicht herausgesucht.)
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Ich schlage an unserem Nationalfeiertag Google News auf und es springt mir ins Auge:

Drama im Mittelmeer: Dutzende Flüchtlinge ertrinken vor Lampedusa | Vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist ein Schiff mit Flüchtlingen gesunken. Fast hundert der rund 500 Personen an Bord starben, teilten Lampedusas Bürgermeisterin Giusi Nicolini und die Küstenwache mit. Die Behörden fürchten, die Opferzahl könnte weiter steigen. (SPIEGEL Online)

Ein Flüchtlingsdrama, eines von vielen. Ein Drama, das Anlass zum Wieder-einmal-Nachdenken ist. Am sinnlosesten sind die Extremstandpunkte des "Das Boot ist voll!" und "Europa / Deutschland ist so herz- und verantwortungslos! Wir müssen die Flüchtlinge alle aufnehmen!".

Und auch das noch: Der Unterschied zwischen Wirtschaftsflüchtlingen (haben keinen Anspruch auf Asyl) und "echten" politischen Flüchtlingen ist so sinnlos, dass man ihn vergessen sollte. Wer für sich und seine Familie keinerlei Hoffnung auf ein vernünftiges Leben sieht, wird zu fliehen versuchen. Man muss dafür Verständnis haben.

Klar ist auch: Europa kann nicht alle Menschen aufnehmen, die in ihren Ländern verfolgt sind oder keine wirtschaftliche Zukunft in ihrem Heimatland sehen. Wer schlichten Gemüts ist und schlicht gutmenschlich Forderungen an "die da oben" stellt, der soll zuerst einmal ehrlich antworten, ob er bereit ist, für eine gewisse Zeit zwei Flüchtlinge bei sich in seinem Haus oder seiner Wohnung aufzunehmen oder ein Flüchtslingsheim in seiner Umgebung mit zu betreuen. Er muss auch sagen, wie er / sie eine Auswahl trifft unter denen, die in Lampedusa ankommen. Denn ohne Auswählen geht es offensichtlich nicht. Es ist so wenig hilfreich, wenn man da nur Forderungen stellt, sich gut fühlt und die Auswahl- und Verwaltungsämter beschimpft. (Nein, das ist nicht in Richtung Heribert Prantl geschrieben. Der beschimpft und schimpft ja nicht. Aber es gibt sie natürlich, die, die beschimpfen.)

Was ich realistisch meine? Manche Länder müssen unter die Vormundschaft der UN gestellt werden. Es müssen unter UN-Aufsicht Mustergebiete in den Ländern entwickelt werden, die anschließend ihrerseits in das Land hineinwirken und eine Entwicklungshilfe von innen aufbauen. In diesen Mustergebieten muss, neben dem Aufbau einer einfachen, auf die technischen Möglichkeiten des Landes Rücksicht nehmenden Wirtschaft, auch ein demokratisch-friedliches Miteinander eingeübt werden. 

Im SPIEGEL hat vor vielen Jahren ein Afrikaner gesagt, die europäischen Kolonialmächte sollten zurückkommen und in den Ländern für Ordnung sorgen. Das geht heute natürlich nicht. Aber man sieht, dass einfach die Fackel der Freiheit anzuzünden, in vielen Fällen für kurze Euphorie und anschließend für Elend sorgt. Robert Mugabe war ohne Zweifel einmal ein Freiheitskämpfer. Aber das ehemalige Rhodesien war auch einmal die Kornkammer Afrikas.
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Eindruck insgesamt: Wie auch sonst in der Politik und den Kommentaren zur Politik treiben Wolken aus Meinungen und Schlagwörtern über den Himmel. Weit und breit niemand, der die klaren Antagonismen beim Namen nennt und einen konkreten Vorschlag macht. Die Frage ist ja so schlicht wie klar: Wie sollte Europa, wie sollte Deutschland vorgehen? Nicht wolkig formuliert, sondern konkret bitte! Sehr konkret. Wie könnte eine ideale Gesetzgebung und wie könnte die ideale Umsetzung der Gesetzgebung aussehen?

Mittwoch, 2. Oktober 2013

"Das Auge hört mit"

So lautet die Überschrift eines kurzen Berichts in "Forschung & Lehre" 10 /2013, S. 839. Was erfahren wir, in aller Kürze gesagt: Dass Laien, aber auch Berufsmusiker die Qualität von Musikern und deren Musik -- es ging um Finalisten in Musikwettbewerben -- eher nach dem Optischen und dem Äußeren denn nach der Musik beurteilen. Auch Profi-Musiker urteilen so! 

Versuchsaufbau: ein Clip von 6 Sekunden, mal "nur hören", mal "nur sehen" und dann auch noch "sehen und hören". Wenn das Bild dabei war, wurden die Sieger zu 50% richtig genannt, also über dem 33%-Zufall, wenn nur gehört werden konnte, lag die Trefferquote bei 26%, also deutlich unter dem Zufallsergebnis. 

Nichts gesagt wird zu der ja nicht uninteressanten Frage, wieso man denn unter den Zufall rutschen kann, wenn man hört. Vielleicht doch Probleme mit dem Setting des Tests? Ich habe mal ein wenig gesucht. Der Artikel, auf den sich der Bericht bezieht, ist im Internet vorhanden. Man kann die Sache also hier überprüfen.

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Ach, und da fällt mir ein, dass ich vor Jahren (im Januar 2009, die Festplatte hält sowas fest) auch mal so eine Idee hatte. Ich hatte sie sogar ausformuliert und einigen Fachleuten vorgelegt. Kein Interesse. Also gebe ich diese Idee mal hier zum Besten.

[Nachtrag: Ein schöner Link auf eine interessante Sendung. Dank an den Bayerischen Rundfunk! (04.10.2013)]

Ein Aspekt bei Werturteilen ist immer auch: Was ist im Konkreten dran an des Kaisers neuen Kleidern? Ausbuchstabiert: Wie viel ist bloße Behauptung von Experten,dass sie Unterschiede im Wert von X, Y und Z wahrnehmen können, wie viel tatsächliche besondere Fähigkeit? 

Für letzteres, den besonderen Fähigkeiten, spricht vieles. Wenn man bedenkt, wie groß die menschlichen Fähigkeiten in Disziplinen sind, deren Fähigkeiten-Bandbreite jeder überprüfen kann -- man nehme bei den clear cases nur die 100-Meter-Läufer --, dann hält man es für wahrscheinlich, dass auch in der Kunst manche Menschen einfach durch Anlage und Schulung in den Qualitäten viel mehr und viel besser unterscheiden können als 99 % der Allgemeinbevölkerung. Nur eben, in den meisten Fällen gilt: Nicht Sicheres weiß man nicht. Es gibt da, hat man den Eindruck, eine Art stillschweigendes Abkommen unter den Experten zu geben, nicht genauer hinschauen zu wollen. Was ja eben zu der schönen Geschichte von den nicht vorhandenen Kleidern des Kaisers unter den Nicht-Experten führt. 

So, und nun kommt die eigentlich Idee: Vor Tagen habe ich in der Süddeutschen Zeitung ein Bericht "Stradivari-Klang mit Kunstharz. Ein Psychoakustiker in Sachsen versucht, modernen Geigen den Klangreichtum alter Instrumente einzuhauchen". (SZ 30. Dezember 2008). Was können Experten, was Teil- und Voll-Laien der unterschiedlichen Stufen tatsächlich bei unterschiedlich guten, natürlich auch: unterschiedlich teuren Geigen eigentlich an unterschiedlicher Qualität hören? Die "Versuchsanordnung" wäre sehr einfach: Eine gute Geigerin / ein guter Geiger spielt auf unterschiedlichen Instrumenten eine kurze, bekannte Klassik-Passage. Alles wird mit professionellen Mitteln aufgenommen und diese technisch sehr hochwertigen Aufnahmen werden Musikern und Klassik-Liebhabern auf der Skala ABSOLUTER EXPERTE ... EINFACHER; UNGESCHULTER HÖRER vorgespielt, die die Aufnahmen dann nach einem nicht zu einfachen, nicht zu komplizierten System bewerten. Wo landen die Instrumente, sagen wir 10, von der einfachen Industrie-Geige bis zur Stradivari?

Der Surfer in der Lübecker Bucht 4

Alle Postings zu diesem Thema. ]

Das Urteil ist gesprochen, der Name des 73 Jahre alten Mannes wird nicht genannt. Jedenfalls habe ich den Namen, den ich wegen der Stundenlohn-Aussage doch finden wollte, nicht gefunden. 

...
Nun hat das Amtsgericht Kiel Strafbefehl gegen den 73 Jahre alten Mann erlassen, der das Boot fuhr. Er sieht eine Freiheitsstrafe von acht Monaten zur Bewährung und eine Bewährungsauflage in Höhe von 10.000 Euro zugunsten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger vor, wie die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß am Mittwoch sagte. Dem Mann werden fahrlässige Gefährdung des Schiffsverkehrs und fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. | Der 73-Jährige soll die Kollision im August 2011 in der Lübecker Bucht als Führer einer Motorjacht in der Lübecker Bucht unter grober Missachtung der Sorgfaltspflicht verursacht haben. Die Motorjacht war laut Staatsanwaltschaft mit dem hohen Tempo von 36 Knoten, das entspricht knapp 67 Kilometern pro Stunde, unterwegs. Bei dem Unfall erlitt der Surfer schwere Verletzungen. Ihm musste laut Staatsanwaltschaft ein Bein amputiert werden. Seine Behandlung im Krankenhaus und die anschließende Reha-Maßnahmen dauerten mehrere Wochen. Außerdem leidet der Mann seit dem Unfall unter schweren psychischen Einschränkungen. (shz.de 5. Juli 2013)

Koalitionen

In der ZEIT einen kluger Artikel über die gegenwärtigen Probleme des Kaolierens gelesen. Die Gründe sind eher schlicht: Die Parteien SPD und Grüne haben vor der Wahl bindende Aussagen über Nicht-Möglichkeiten gemacht, über die sie sich jetzt kaum hinwegsetzen können. Wir lernen erst mal daraus, dass die Parteien vor Wahlen eher 10-Punkte-Hauptprogramme machen und jedes absolut gesetzte Gerede über Koalitionen sein lassen sollten. Sie können Koalitionspräferenzen ja durchaus benennen, aber sie sollten nicht sagen: 'Mit denen auf keinen Fall!'

Und ich merke an: Ich habe noch nie in meinem Leben CDU oder CSU gewählt. Wenn aber Neuwahlen notwendig werden, dann wähle ich zum ersten Mal CSU (weil ich halt in Bayern lebe) und verhelfe Merkel mit meinem Stimmchen zur absoluten Mehrheit. Weil mich dieses Gezerre nervt!

P. S. Ich liege mit meinen Intuitionen in solchen Polit-Angelegenheiten am Ende fast immer richtig.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Dietmar Schönherr

Heute ein Interview mit Dietmar Schönherr in der SZ auf Seite 9. Grandios, dieses Interview. Schönherr in seiner tiefen, ehrlichen Altersmelancholie. Dazu das Bild eines schönen Mannes, der nun jenseits des einstiges Tagesruhms seinen Platz gefunden hat.


Wenn jemand einmal darangeht, Texte über das Alter zusammen- zustellen, dieses Interview gehört unbedingt dazu.

Samstag, 28. September 2013

Schizophrene Sprache

Ein Fund, noch zu lesen:

Susanne Schmidt-Knaebel: Schizophrene Sprache in Monolog und Dialog. Psycholinguistischer Beitrag zu einer Charakteristik psychotischer Sprechakte mit Vorschlägen für das Gespräch in Klinik und Psychotherapie. Hamburg 1983. (380 Seiten, Habilitationsschrift)

Freitag, 27. September 2013

Canon iP4000 reinigen

Danach hab ich lange gesucht. Bei Tom's Hardware gefunden. Und morgen, Samstag, probier ich es aus. Ich mag diesen Canon einfach, und ich würde ihn, schön wie der dasteht, ungerne wegwerfen.

Tintendrucker: Defekte Druckköpfe wiederbelebt // Von Dr. Jürgen Malle 18. OKTOBER 2006 20:42 // Beispiel Canon iP4000: Ausbau des Druckkopfes

Nein, nicht wegwerfen. Und prinzipiell kaufe ich bei einem defekten Gerät keines der alten Marke. Um da einen Anreiz zur Langlebigkeit zu schaffen.

Stephan Schäfer - S&K und die Sprachregelung

Von S&K war hier schon die Rede. Nun das Neue. Er ist aus dem Fenster gesprungen, der "eine der beiden". Und natürlich die Frage, wie Zeitungen auf den Gedanken kommen können, dass einer, der mit Handschellen gefesselt aus einem 6 Meter hoch gelegenen Fenster springt, einen Fluchtversuch unternommen haben könnte. Es ist dies die Fortsetzung jener antrainierten Sprachkorrektheit, die einen Mörder, der von 10 Zeugen gesehen wurde, wie er jemand erstochen hat, bis zur Verurteilung als "mutmaßlichen Mörder" bezeichnet. O, diese Hyperkorrekten!

Ja, und der FOCUS schreibt dem entsprechend:

"Mutmaßlicher S&K-BetrügerParty-Makler flieht in Handschellen durchs Gerichtsfenster"

Der SPIEGEL fasst die Sache auch "mutmaßlich":

Frankfurt am Main - Beim Zivilprozess gegen die mutmaßlichen Finanzbetrüger von S&K hat sich eine Tragödie ereignet: Einer der beiden Firmengründer, Stephan Schäfer, hat sich nach Angaben eines Sprechers des Frankfurter Landgerichts bei einem Sprung aus einem Fenster schwer verletzt. Ob es sich um einen Flucht- oder um einen Suizidversuch handelte, ist bislang unklar.

Man möchte den Zeitungsleuten zurufen: "Er wird nicht ins Gefängnis geworfen, bevor er verurteilt ist, keine Angst! Aber lasst bitte dieses blöde mutmaßlich weg!"

Sie werden zurückschreien: "Aber wie sollen wir ihn dann denn nennen?"

"'Der wegen schweren Betrugs angeklagte Stephan Schäfer' ist es! Der Angeklagte!" rufen wir. Und anschließend, wenn es denn so kommt, dann ist er 'der wegen schweren Betrugs verurteilte."

Johannes Agnoli (1925-2003)

Demnächst weiter mit Johannes Agnoli, Politikwissenschaftler und Aktivist ...

Kennzeichnend für Agnoli ist eine eindeutige Ablehnung des Repräsentativsystems, des Parlamentarismus und des vom deutschen Grundgesetz konzipierten Leitbildes der Demokratie. 
...
Götz Aly zufolge hat Agnoli zwar erzählt, dass er der faschistischen Partei Italiens angehört hatte, seine Meldung über die Waffen-SS zur Wehrmacht 1943 und seinen Einsatz bei der Partisanenbekämpfung in Jugoslawien allerdings verschwiegen. Andere Politikwissenschaftler, wie etwa Wolf-Dieter Narr und Richard Stöss, widersprechen Kraushaars Darstellung. Agnoli habe „in geselliger Runde“ gerne von seiner Jugendzeit berichtet und keinen Hehl aus seiner damaligen Begeisterung für die faschistische Bewegung gemacht. (Ebd.)

Ja, diese geselligen Runden. Was man da alles erfährt! Wenn man mal wieder mit Horst Mahler Weißwein trinken könnte!

Udo Leuschner: FDP

So, und auch dieser wirklich schöne Fund noch:

D I E  G E S C H I C H T E  D E R  F D P  1945 - 2009 | Willkommen auf der Leitseite von Udo Leuschner || Energiewirtschaft / Technik: Energie-Chronik 1991 - 2013 | ...

Udo Leuschner / Geschichte der FDP (27) | 11. Bundestag 1987 - 1990 | Agenten-Geschichten || Der DDR-Geheimdienst hatte die FDP vierzig Jahre lang im Visier ...

Und wer ist nun Udo Leuschner? Bemerkenswert ja das, aus einem pdf-Dokument:

Umschlag: Der FDP-Vorsitzende Erich Mende im Bundestagswahlkampf 1961 (Foto: Udo Leuschner)

Herr Leuschner hat also 1961 schon Mende fotografiert! Das macht neugierig. Die Wikipedia kennt ihn, aber nur relativ knapp:

Udo Leuschner (* 13. Juli 1944 in Sachsen) ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Herbert Willner

Wenn von Gesetz und Bürokratie ordentlich Gebrauch gemacht wird (Willner als Ordnungsfanatiker), dann wendet sich doch alles zum Guten! Ein Lehrstück ist das! Jawohl!

... Im September 1985 wurde der Spionageeinsatz aus Sicherheitsgründen beendet. Wahrscheinlich hatte der Überläufer Hansjoachim Tiedge vor einer drohenden Enttarnung gewarnt. Gegen beide bestand bereits Spionageverdacht, jedoch war im Mai 1985 eine vom Verfassungsschutz beantragte Telefon- und Postüberwachung vom Bundesinnenministerium unter Friedrich Zimmermann wegen nicht ausreichender Verdachtsmomente abgelehnt worden. Herbert Willner kehrte zurück nach Ost-Berlin und wohnte in einem Bungalow in Wandlitz. 1987 wurde gegen ihn in der Bundesrepublik ein Haftbefehl erlassen, der aber wegen des Aufenthaltes in der DDR nicht vollstreckt werden konnte. Nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 flüchtete er nach Bulgarien, um einer Vollstreckung des Haftbefehls zu entgehen. Nach Verjährung 1995 wurde der Haftbefehl aufgehoben und das Ehepaar Willner kehrte nach Deutschland zurück. (Wikipedia)

Man fragt sich bloß, warum all die Dinge um Hans Ernst Schneider nicht auch verjährt waren.

Psychopathen -- mal anderswo

Was macht diese Einsicht mit uns, den Nicht-Chefst, Nicht-Selbständigen, den Angestellten?

MANAGERTYPEN | Psychopathen in der Chefetage || Entscheider mit aggressivem Führungsstil werden rasch befördert. Auch Kreative steigen schnell auf. Nur mangelt es diesen Cheftypen oft an Empathie. Von Daniel Rettig.

(ZEIT Online verweist auf die Wirtschaftswoche. Wie auch immer. Datum ist 21. September 2011. Ich hab das doch aber auf Papier schon gelesen, und ich lese fast nie die Wirtschaftswoche?!)


Schön aber dann doch die Leserkommentare und die ZEIT-Kommentare dazu. (Da liest tatsächlich jemand mit!) Beispiel, gleich der erste:

blumenerde | 21.09.2011 um 13:11 Uhr | 1. die andere Seite || Noch schlimmer als psychopatische Chefs sind die Mitarbeiter, die sich diesen Typen andienen. Da finden sich Topf und Deckel, Hund und Herrchen. Ganz schlimm hier in Deutschland. | Zeit, bringt mal eine Charakterstudie von den Speichelleckern und Lakaien.


Bitte achten Sie auf eine sachlichere Wortwahl. Danke. Die Redaktion/lv



4 LESEREMPFEHLUNGEN


Das da schon die Wortwahl angemahnt wird? Da kenne ich aber ganz andere Wörter in Kommentaren! Aber natürlich -- ist die ZEIT, das vornehme Blatt. Darum lese ich sie auch, DIE ZEIT.

"My desk is my castle"

Auf der Suche nach dem Journalisten Daniel Rettig werde ich auf eine Seite der Wirtschafswoche gelotst, auf der sich Rettigs Name gar nicht findet. Eine Bildfolge, die die Klick-Statistik der Seite erhöht. (Hatte ich doch schon mal, das mit der Klick-Statistik?) Aber eine Meldung, die mich tröstet. Das ist schon mal was.

Unordnung auf dem Schreibtisch fördert die Kreativität || Der eine mag es im Büro aufgeräumt, der andere braucht das Chaos. Beide haben ihre Vorteile: Laut einer Studie fördert Ordnung die Großzügigkeit – und eine chaotische Umgebung steigert die Kreativität. | „Zeige mir deinen Schreibtisch, und ich zeige dir, wie du arbeitest“ – so lautet, leicht verkürzt, das Ergebnis einer Studie von Kathleen Vohs, Professorin an der Universität von Minnesota. In drei Experimenten teilte sie knapp 300 Freiwillige jeweils in zwei Räume. Die einen saßen in einem ordentlichen, sauberen Bürozimmer – der Schreibtisch blank geputzt und leer, der Boden sauber. Die anderen befanden sich in einem unordentlichen Büro. Dort war der Schreibtisch voller Unterlagen, Paper lag kreuz und quer, Ordner stapelten sich aufeinander. Im ersten Versuch teilte Vohs den 34 Freiwilligen mit, dass sie für ihre Teilnahme drei Euro erhalten würden. Nun lenkte die Forscherin die Probanden zehn Minuten ab. Der Sinn der Sache: Jeder sollte die Umgebung wahrnehmen. Im Anschluss fragte Vohs, ob sie Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation spenden würden – und wenn ja, wie viel.

Nun, da weiß man ja noch nicht so recht, was da rauskommt und was das dann heißt.

Kaum zu glauben: Die Umgebung wirkte sich erheblich auf die Spendierfreude aus. Die Probanden aus dem Chaoszimmer gaben im Schnitt nur 1,17 Euro – jene aus dem aufgeräumten Büro hingegen 2,95 Euro.

Und was hat das Spenden mit Kreativität zu tun? Und ist ein fremdes unordentliches Büro, in das man eben mal gesetzt wird, dasselbe wie ein eigenes Büro, für dessen Chaos man selbst verantwortlich ist?


Um es gleich zu sagen: Die Bilder-Galerie stützt diese These mit der Kreativität nicht. Aber die Bilder sind schön und immer noch tröstlich. Und wir lernen, dass es gut ist, der Aufforderung zu folgen: "Mache tröstende Thesen auf! Das freut die leidenden Menschen."

Donnerstag, 26. September 2013

Der (relative) FDP-Wahlerfolg

Als ich hier eben was nachschauen wollte, da sehe ich folgenden prophetischen Absatz.

In der SZ habe ich letzthin gelesen, dass FDP heute buchstabiert wird als Fast-Drei-Prozent. Da, mit fröhlichem Blick in den bevorstehenden Wahl-Abgrund, lässt sich natürlich gut Datenschützen. Weil es sowieso nicht mehr drauf ankommt. (28.12.2011)

Und was die Zahl angeht -- da ist die FDP ja noch mal gut weggekommen in den letzten Wahlen!

US-Waffengesetze

Nun, Irre gibt es immer und wird es immer geben. Wenn die Irren sehr leicht an Schusswaffen kommen, dann resultieren daraus Morde.

Laut FBI hatte Alexis eine Wahnstörung, die ihn glauben ließ, von elektromagnetischen Wellen beeinflusst zu werden. Es gebe Anhaltspunkte, dass er darauf vorbereitet gewesen sei, im Zuge seines Amoklaufes am Montag vor einer Woche auf dem Navy Yard in der Bundeshauptstadt zu sterben. Auf seiner Schrottflinte seien Sätze eingeritzt gewesen wie: „Beende die Qual“ und „Besser dran auf diese Weise“.

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Debatte um  | Giffords' emotionaler Auftritt lässt US-Waffenlobby kalt | Die Senatsanhörung zum Waffenrecht eskaliert zum Duell der Emotionen: Attentatsopfer Gabrielle Giffords plädiert für härtere Auflagen, Waffenlobbyist LaPierre fordert Bewaffnung bis an die Zähne. Gelächelt wird erst zum Schluss. Von FOCUS-Korrespondent Peter Gruber, Washington 


Fazit: Die USA sind als Land und politisches System manchmal auch für die den USA Wohlgesinnten schwer zu verstehen.

Private Folder

Wenn klar wäre, dass Private Folder von Microsoft (!) nicht mit meinem Vista kann, dann hätte ich mir den Download gespart. Auch bei den ganz Großen der IT-Branche weiß halt oft die Linke nicht, was die Rechte tut...




"Terror in Kenia"

Kampf der Kulturen oder doch Kampf der Psycho-Typen?

Steckt die "Weiße Witwe" hinter den Anschlägen? || Bei der Frau könnte es sich laut der britischen Zeitung "Daily Mail" um Samantha Lewthwaite, die Witwe des London-Attentäters Jermaine Lindsay (2005) handeln. Die dreifache Mutter ist seit drei Jahren auf der Flucht und unter dem Namen "Weiße Witwe" bekannt. Über Twitter sollen Terroristen der Al-Shabaab-Miliz mitgeteilt haben, dass die "Weiße Witwe" eine mutige Frau sei und sich den Attentätern angeschlossen habe. Soldaten in Nairobi berichteten laut "Daily Mail", dass während der schrecklichen Vorgänge in dem Shopping-Center eine Frau auf Arabisch Anweisungen gegeben hätte. | Eine nicht näher genannte Quelle der Nachrichtenagentur Reuters, dass unter den getöteten Terroristen auch eine weiße Frau sei. (24.09.2013 | n24.de)

FDP: Freiheit, die ich nicht meine

Zur Freiheit gehört im modernen Staat auch die Pressefreiheit, und diese nutzend bringen die Zeitungen halt auch so etwas:

Beförderungen im Ministerium „Operation Abendsonne“ – FDP schacherte sich Posten zu || Donnerstag, 26.09.2013 | dpa / Robert Schlesinger || Nach der herben Wahl-Schlappe der FDP kommt jetzt auch Kritik aus den Reihen des Beamtenbundes: Vize Hans-Ulrich Benra ist erbost, dass nun FDP-Mitarbeiter in wichtige Verwaltungsposten zurückkehren – und kurz vor dem Debakel noch befördert wurden. || Beamtenbund-Vize Hans-Ulrich Benra hat kritisiert, dass ehemalige FDP-Fraktionsmitarbeiter künftig wichtige Posten als Referats- und Unterabteilungsleiter in der Bundesverwaltung blockieren. Wie die „Bild“-Zeitung in der Donnerstag-Ausgabe berichtet, sagte Benra: „Beziehungen dürfen nicht über solche Leitungspositionen entscheiden. Sonst leidet die Qualität unserer Bundesverwaltung.“ (FOCUS Online)

Und da zeigt es sich wieder, dass es sehr schnell kompliziert werden kann mit der Freiheit...

"Was ist liberal?"

Ich überlege, was die FDP-Fraktion des Bayerischen Landtags nach der Wahlniederlage wohl so macht. Ich finde dabei dies:

5 Thesen des Liberalismus

  1. Die Grundlage des menschlichen Zusammenlebens ist für den Liberalismus die Freiheit des Einzelnen.
  2. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die individuelle Verantwortung eines jeden Menschen sind die zentralen Forderungen des Liberalismus.
  3. Der Liberalismus steht für weniger Staat und mehr individuelle Verantwortung der Bürger.
  4. Als Wirtschaftsform befürwortet der Liberalismus die Marktwirtschaft mit ihren sozialen Verpflichtungen.
  5. Der Liberalismus fordert weniger staatliche Einmischung in das private Leben der Bürger.

(Quelle: Dr. Annette Bulfon MdL | Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Altstadt / Hadern || Sprecherin für Hochschule, Forschung und frühkindliche Bildung | FDP im Bayerischen Landtag)

Formal bleibt da erst einmal anzumerken, dass diese 5 Sätze, vor allem unter 4. und 5., nicht so recht thesenhaft sind. Aber das ist vielleicht kleinkariert. 

Vielleicht fange ich einmal so an: "Die Freiheit des Einzelnen", das hätte man gerne konkret und mit Beispielen. Denn natürlich gibt es da Grenzen, und diese Grenzen müssen bestimmt werden. Da werden dann auch große Denker allgemein und vage. (Was sagte noch mal Kant über Freiheit?!) Und es kommt darauf an, eigene Thesen im Lichte konkurrierender Meinungen und im Lichte möglicher Einwände zu sehen: 
  • Ist das die Freiheit, die es Menschen vom Typus "Schlau + Skrupellos"* erlaubt, für möglichst wenig Geld andere für sich arbeiten zu lassen, ohne dass der Staat da ein Auge darauf hat? 
  • Noch einmal: Wo werden die Grenzen zwischen der Freiheit des Einzelnen und dem Eingriffsrecht / der Eingriffspflicht des Staates konkret gezogen. Für den Anfang: bei den Themen Kriminalität, Terrorismus, Banken-Reglementierung (Schlagwort: "Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste!")
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|* Man kann ja auch beim STERN noch mal nachlesen.

"Wer ist Abdul-Latife Khalid?"

Auf was ich nicht alles stoße, wenn ich, neugierig, wie ich nun einmal bin, der Surf-Reihe 22.10. > Jimmy Schulz > Republikaner > Republikaner-Seite folge! Erst mal das. Und ich finde zwei Klicks weiter, bei der "nachrichtenpolizei.de", das Folgende:


Auf den Stimmzetteln zur Landtagswahl in Bayern 2013 für den Stimmkreis München-Schwabing kandidiert Abdul-Latife Khalid, ein “Lagerist aus Dachau”. Ein Mann mit wenig abendländisch klingendem Namen. Von Beruf “Lagerist” in einem Ort, der für sein Konzentrationslager traurige Berühmtheit erlangte.
[...]
Schaut man sich die Namen der Bewerber der Republikaner zur bayerischen Landtagswahl 2013 an, kommt man irgendwann ins Stutzen: Da gibt es Martin, Rudolf, Peter, Adolf, Gottfried, Günter, Herbert, Werner… allesamt urdeutsch klingende Namen. Und plötzlich steht da: Abdul-Latife. Wie jetzt? Ein Abdul bei den Republikanern? Wie passt das zusammen? Und dann sogar als Direktkandidat im Wahlkreis München-Schwabing? Abdul-Latife Khalid taucht sowohl auf den Stimmzetteln für die Erststimme als auch für die Zweitstimme auf.

Eine spannende Recherche ist das! Mein lieber Scholli!

Dienstag, 24. September 2013

Amazon-Fehler?

Nanu! Das ist bei Amazon ja ganz neu! Streiken die Arbeiter mal wieder? Haben sie gleich auch den Server lahmgelegt?


Nachtrag: Das Problem kennen viele andere Menschen auch. Hier beispielsweise. Es scheint an einem Add-on zu liegen, bei mir in Chrome. Nur an welchem Add-on?

Da gab es einmal ein Buch: Driss ben Hamed Charhadi: Ein Leben voller Fallgruben.* Die Haltung von Driss muss man sich aneignen! Einfach, egal was passiert: Gleichmut bewahren und ruhig erzählen.

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|* Wann ist dieses Buch nur erschienen? Gott, ist das lange her: 1985, in der Anderen Bibliothek von Greno.

Open Office: Überschriften-Abstand ...

...  am Seitenbeginn

Wenn man in einem Forum etwas sehr Nützliches erfährt, soll man das gelegentlich weitergeben. Für den Fall, dass auch andere davon profitieren können. Also, weil ich gerade wieder mal nachgelesen habe. In Sachen Open Office, im Forum hatte ich beschrieben und gefragt:

Zwischen Absatzende und einer neuen Überschrift wird normalerweisse ein etwas größerer Abstand eingerichtet, sagen wir 3 cm. Wenn jetzt das Absatzende auf einer Seite unten steht, die Überschrift auf der nächsten Seite oben, dann ist da auf der Seite oben ein 3-cm-Abstand, den man nicht braucht, den man -- mein Kenntnisstand -- nur händisch für diese eine Überschrift auf 0 bringen kann. Wenn was verändert wird, stimmt die Sache dann auch nicht mehr und man hat plötzlich zwischen Absatzende und Überschrift keinen Abstand mehr.

Frage: Kann man das Überschriften-Format so einstellen, dass die Überschrift, wenn, sie alleine oben auf der Seite steht, keinen Abstand zum oberen Seitenrand hat, sonst aber den Normalstand zum vorausgehenden Absatz?

Das Forumsmitglied Stephan hat am 25.01.2012 folgenden hilfreichen Rat gegeben:

... Haken weg bei: Extras > Optionen > OpenOffice.org Writer > Kompatibilität > Absatz- und Tabellenabstände an Seitenanfängen addieren

Das ist es tatsächlich! Liegt etwas versteckt und ich hätte es wohl nie gefunden.

Montag, 23. September 2013

Oktoberfest 2013: Bierpreis

In diesem Jahr, so habe ich überlegt, verzichte ich einmal darauf, die Tabelle mit den Bierpreis / Oktoberfest zu aktualisieren. Ich übernehme einfach die Zahlen der Abendzeitung

Oktoberfest 2013 | Bier-Preis: Das kostet die Maß heuer auf der Wiesn | az, 10.07.2013 | Die Maß-Preise für 2013 für alle Wiesn-Zelte sind veröffentlicht. Im Durchschnitt steigt der Preis für den Liter Oktoberfest-Bier um 3,61 Prozent im Vergleich zu 2012. || München - Zugegeben, kein Münchner hat wirklich daran geglaubt, dass die Preise für die Maß Wiesn-Bier im Vergleich zum Vorjahr sinken. Auch heuer ist der Bier-Preis wieder gestiegen. Um 3,61 Prozent mehr muss der Oktoberfest-Besucher im Durschschnitt für die Maß hinlegen. | Damit pendelt sich der Maßpreis zwischen 9,40 Euro und 9,85 Euro ein. Mit 15 Euro ist der Liter Weißbier im Weinzelt am teuersten.

Mittel: 9,63 Euro. Wen der Rest und die ganze Statistik-Sache interessiert, der kann ja hier weiterlesen.

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Für 2012 rette ich mal das aus der Abendzeitung herüber:

München - Was kostet die Maß auf der Wiesn 2012? Die Preise liegen zwischen 9,10 Euro und 9,50 Euro. Der Durchschnitt ist 9,32 Euro, wie Anfang dieser Woche bekannt wurde. [...]

Das müssen die Oktoberfest-Gäste in diesem Jahr bezahlen, wie die AZ aus Wiesn-Kreisen erfuhr:

* Haxnbraterei Hochreiter: 9,10 Euro
* Ochsenbraterei 9,20 Euro
* Augustiner: 9,30 Euro
* Armbrustschützen: 9,35
* Hofbräu: 9,35 Euro
* Bräu Rosl: 9,40 Euro
* Hacker Festzelt: 9,40 Euro
* Hippodrom: 9,40 Euro
* Paulaner: 9,40 Euro
* Wildstuben: 9,40 Euro
* Renoldi: 9,40 Euro
* Zum Stiftl: 9,40 Euro
* Löwenbräu: 9,50 Euro
* Schützenfestzelt: 9,50 Euro
* Schottenhamel: 9,50 Euro
* Fischer Vroni: 9,50 Euro
* Käfer: 9,50 Euro

Damit gibt es nicht die Horrorpreise um zehn Euro, wie Anfang des Jahres befürchtet wurde. Die Wirte führen dafür steigende Ausgaben wie zum Beispiel für die Sicherheit an.

Argumentationstheorie

Ich hatte ganz vergessen, dass ich das hier schon einmal angemerkt hatte, das mit Grillparzer und seinem Meisterwerk aus Gedanken. Heute komme ich wieder darauf, und siehe da, auf einmal finde ich den Satz ganz leicht! Zu Ehren dieses Fundes nach langem Suchen hier mit Kontext:


Muss man es erläutern? Vielleicht schon. Solange wir etwas nur im Bewusstsein tragen und hin und her bewegen, empfinden wir es als großartig. Aber dann wollen wir es hinschreiben. Und wir stellen erstaunt fest, dass das, was auf einmal da auf dem Papier steht, unzusammenhängend und läppisch aussieht. Natürlich geht es mir auch so, wenn ich das Stichwort Argumentationstheorie sage.

Wahl-Prognosen 1: Der FOCUS und die FDP

Ich habe vor, die Prognosen, die vor dieser Bundestagswahl abgeliefert worden sind, mit dem amtlichen Endergebnis zu vergleichen. Beginnen wir mal hier: Der FOCUS machte ziemlich großsprecherisch auf. 

Wahlblog der Hertie School. Unser Modell liefert verlässliche Prognosen. | Eine Vorstellung davon, wie gut unser Modell tatsächlich ist, erhalten wir nur durch Prognosen zu Wahlen außerhalb unserer Stichprobe. Deshalb haben wir eine Wahl wieder aus unseren Berechnungen herausgenommen, und diese Wahl aufgrund der restlichen Zahlen prognostiziert. Wir haben dies für alle neun vorherigen Wahlen getan.

Ein neues Modell also, das ganz neue Parameter einbezieht. Die Zahlen habe ich bisher nicht finden können. Obwohl es doch ein Leichtes gewesen wäre, eine Tabelle dem Artikel anzuhängen. Vorläufig also nur das:

Wir nehmen an, dass die FDP und Die Linke die Fünf-Prozent-Hürde nehmen werden. Die Linke lag in der Vergangenheit konstant darüber, die FDP wird sicherlich erneut von Leihstimmen der CDU/CSU-Wählern profitieren, was durch Umfragen schwer vorauszusagen ist.

Ok, schon mal Pustekuchen, die Sache mit der FDP. Und wir sehen, dass die entscheidenden Voraussagen immer die sind, die 5% und Drin-Draußen betreffen. Alles andere ist, von extremer Falschlage mal abgesehen, zweitrangig.

Vettel: Von Ferrari-Anhängern ausgepiffen

Ob die Formel 1 sinnvoll ist, dieses ewige Im-Kreis-Fahren mit wenigen Überholmanövern, darüber kann man mit Fug diskutieren. Aber wenn man sich darauf einlässt und einer gewinnt und gewinnt, dann kann man von dem gewiss nicht verlangen, dass er absichtlich verliert, nur damit Spannung aufkommt. Der FOCUS vermeldet nun, dass Vettel -- den ich im Übrigen, wirklich und ernsthaft, für ein sympathisches Kommunikationsgenie halte -- von Ferrari-Anghängern ausgepiffen werde. Doofe Menschen halt, die verlangen, dass einer nicht so gut ist, wie er nun mal ist, nur damit Spannung aufkommt.

Und dann auch noch der geheimnisvolle Kommentar des FOCUS-Lesers Ingo Maus:

"Überheblich, Unbeliebt und keine Spannung einfach nur Langweilig. Deshalb wenden sich die Fans ab, nicht nur vor Vettel sondern vom ganzen F1 Zirkus. Den Tod von Senna würde ich mir auch mal ganz genau anschauen, besonders seinen Helm und den Zeitpunkt wo Senna keine Reaktion mehr zeigte. Dieses Loch im Visier zeigt genau zur linken Seite der Werbetafel." 

Was meint der Mann wohl mit: "Dieses Loch im Visier zeigt genau zur linken Seite der Werbetafel."? Und: Senna ist 1994 gestorben. Da war Vettel -- nun ja, vielleicht schon auf der Welt, aber noch nicht in der F1. Was also?

Senna: Beklemmend, die Onboard-Aufnahmen. Länger, analysierend, mit Kommentaren.

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Ich werde noch einmal den wirklich genialen, viel zu wenig bekannten Haas-Roman zur F1 lesen!

Tessin: Burka-Verbot

Noch eine Kleinigkeit, eine FOCUS-Meldung, und dann ist es gut:

65 Prozent Zustimmung. Schweizer Kanton Tessin stimmt für Burka-Verbot || Montag, 23.09.2013 | Als erster Schweizer Kanton führt das Tessin offenbar ein Verhüllungsverbot ein. Nach einer Hochrechnung des Rundfunksenders RSI votierten 65 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Referendum am Sonntag für eine entsprechende Initiative.| Diese schlägt vor, die Kantonsverfassung um einen Passus zu erweitern, in dem es heißt: „Niemand darf sein Gesicht auf öffentlichen Straßen und Plätzen verhüllen oder verbergen. Niemand darf eine andere Person aufgrund ihres Geschlechts dazu zwingen, ihr Gesicht zu verhüllen.“

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Passend dazu gibt der FOCUS eine argumentative Stütze an die Schweizer: "Burka-Bande plündert englischen Juwelierladen." Und als Dreingabe steht links noch: "Schleierhafter Auftritt. Bei Maischberger. Sex-Ansichten einer Burka-Trägerin verwirren alle." Zitat: "Für Illi [diese Burka-Trägerin] ist es der entscheidende Vorteil, dass ein Mann mehrere Frauen haben kann. „Die Verantwortung für das Eheleben wird so geteilt. Das ist eine Erleichterung für die Frau. Auch in sexuellen Bereichen. Es bringt Abwechslung. Es kann Spannung erzeugen.“"

Robert Gernhardt (1937 - 2006)

Das also, vom Löwenzahn, meinem ersten Blog, hierher kopiert. Datum: 04.07.2006

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Im SPIEGEL von gestern ein Nachruf auf Robert G., von Benjamin von Stuckrad-Barre. 'Ausgerechnet von BVSB!', denke ich, als ich den Kasten sehe und anfange zu lesen. Von dem, der damals auf dem Tübinger Bücherfest -- und wahrscheinlich nicht nur da -- mit einem Leibwächter aufkreuzt** und nicht ohne das allerbeste Hotel am Platz auskommt.*** Der Nachruf auf Gernhardt dann aber: informativ, einfühlsam, sehr persönlich. Zwei Göttinger, am Ende, unter sich.

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* Man kommt ja leicht auf die verrücktesten Gedanken, wenn ein so vitaler, lustiger Mann vor der Zeit stirbt und man das in einem Interview mit G. liest: "Wo hatten Sie das Geld her? Ich bekam Bafög und ich habe gejobbt. Als Latein-Nachhilfelehrer, als Hilfskraft in einer Schreinerei, im Tiefbau und in der chemischen Industrie." Hat die chemische Industrie vor vielen Jahren, nun ja, sozusagen: den Grabstein gelegt?

** 'einem Gerücht zufolge' stand da mal. Aber das paßt nicht. Entweder -- oder.

*** Beim näheren Hinsehen gilt natürlich: BVSB hat es nicht leicht mit sich selbst. Beneide ihn keiner vorschnell um Ruhm und Anke Engelke.

Marcel Reich-Ranicki (1920 - 2013)

Von Marcel Reich-Ranicki war in diesem Blog schon einige Male die Rede. Nun ist er ja vor Tagen gestorben, noch vor der Bundestagswahl. Und der SPIEGEL, ironisch, weist darauf hin, dass RR in einem Interview vor Jahren bekannt gegeben hat, das er, RR, nicht im mindesten an ein Leben nach dem Tod glaube. Vor dem Tod habe er auch keine Angst. Nur -- traurig sei er schon. Angesichts der Tatsache, dass er dann auf einmal nicht mehr wisse, was im nächsten SPIEGEL steht. Nun denn, RIP, RR!

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Ich habe intern daran erinnert, dass RR einmal an der Universität Münster einen Vortrag gehalten hat. Die einzige Gelegenheit, bei der ich ihn persönlich gesehen habe. Kaum ein Vertreter der Germanisten da, wenn ich mich recht erinnere. Und RR sagte, dass Christoph Friedrich Nicolai -- über den ging der Vortrag -- der bedeutendste Literaturkritiker des 18. und 19. Jahrhunderts gewesen sei. "Ich betone -- des 18. und 19. Jahrhunderts!" Kurzes Nachdenken des Publikums ... Gelächter!

| * Hat RR den Vortrag später veröffentlicht? Das hier (S. 15) lässt das vermuten: "Reich-Ranicki: Friedrich Nicolai. Der Gründer unseres literarischen Lebens." Hier wahrscheinlich nachzulesen: Marcel Reich-Ranicki: Die Anwälte der Literatur. Kritiken von Reich-Ranicki.

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Ja, und sowas ähnliches hatten wir hier schon mal. Aber ich finde es nicht. Wo habe ich nur festgestellt, dass Robert Gernhardt jetzt nichts mehr von der Fußballweltmeisterschaft 2006 mitbekommt? -- Gesucht ... | Gefunden! Es war in einem andaeren Leben bzw. einem anderen Blog. Im Löwenzahn-Blog, ja. Das kopiere ich doch jetzt gleich mal rüber!

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Bundestagswahl - Journalistenfragen

Zu der gestrigen Bundestagswahl will ich wenig bis nichts sagen. Das überlasse ich den Experten, bzw. ich habe Zeit. Ich warte noch ein wenig. Aber eines doch gleich hier: Heute steht in der SZ, dass manche Fußballer "Hand!" schreien, in der irrwitzigen Hoffnung, dadurch den Schiedsrichter beeinflussen zu können. So ähnlich kamen mir gestern die Journalisten vor, die reflexartig die Politiker fragten, welche Koalition denn nun angesagt sei. Eins ums andere Mal kam die Antwort, für diese Frage sei es noch viel zu früh, man müsse erst in den Gremien der Parteien, usw. Hat jemals eine Politikerin oder ein Politiker am Wahlabend auf diese Frage jemals etwas Substantielles gesagt? Warum also diese Frage nicht einfach weglassen?! Und weil wir dabei sind: Die Politiker könnten doch, wie eine Werbeeinblendung, ein Banner schalten: 

"Wir danken allen unseren Wählern, 
dass sie uns das Vertrauen geschenkt haben."

Dann wäre dieser Teil auch abgehakt. Man versteht ja, der Dank muss sein. Aber diese Floskeln werden eben schnell auch todlangweilig. Hier hat die ansonsten im politischen Diskurs verbotene Kategorie der Langeweile tatsächlich mal einen Sinn.


Picture Transfer Protocol (PTP)

Die Dinger werden in der Regel Dokumentenkameras genannt. Eine Art "Standscanner", nur eben viel schneller als ein Scanner. Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder viel Zeit investiert, um herauszufinden, ob es eine bezahlbare Digitalkamera gibt, die die Bilder direkt zum PC weiterleitet und auch vom PC aus ausgelöst werden kann. Das eine Stichwort ist PTP, Picture Transfer Protocol. Der andere Fachbegriff: "Tethered Shooting", manchmal auch einfach Tethering. Nur eben -- die Hersteller geben diese Stichworte (Vorhanden / Nicht vorhanden) in der Regel bei den technischen Angaben zur Kamera nicht an, auch wenn das doch ein zusätzliches Verkaufsargument wäre.

Dann recht gelassen zum vorhandenen Gerät gegriffen, einer kleinen Ziggi. (Und demnächst kommt offenbar eine neue Ziggi von Ipevo auf den Markt.) Und siehe da: Zumindest solange ich Handschriftliches bzw. nicht für die OCR Bestimmtes abfotografiere, ist diese Lösung vollkommen in Ordnung. 

Ein Verbesserungsvorschlag wäre noch zu machen: Meine Ziggi sieht aus wie ein Spielzeug. Der Name klingt ja auch so. Das ist unangenehm. Würde man, bei gleicher Elektronik, die Kamera ein wenig schöner verpacken -- größer, stabiler, formschöner --, was wollte man mehr? Die teuren anderen wären für den Normalgebrauch vollkommen überflüssig.