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Samstag, 26. September 2015

Beispiele der Martenstein-These

Heute morgen als Podcast: Ein Zeitzeichen über Getrud Luckner. Ich kannte seit der Kindheit den 'Seeteufel' Graf von Luckner, aber nicht Gertrud Luckner. In dem bemerkenswerten Leben dieser Frau eine Sache, die neben anderem hängenbleibt: dass Gertrud Luckner von zwei Angehörigen der Freiburger Caritas an die Gestapo verraten worden ist. Einer der beiden hat dennoch nach dem Krieg Karriere gemacht, sagt die Wikipedia.

Ich werde einmal versuchen, einige Beispiele für die Martenstein-These zusammenzutragen. Wohlgemerkt: Dabei gehe es nicht um wohlfeile Anklage, sondern um die These, dass 50% (Martenstein) oder 80% (ich) der in einer Demokratie Erfolgreichen auch in einer Diktatur, der sie nicht entkommen können, versuchen, Karriere zu machen. Und natürlich, hier, umgekehrt. Also auch heute: Wer heute erfolgreich ist, würde, wenn das System in die Diktatur kippt, versuchen, auch unter der Diktatur Karriere zu machen.

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Franz Xaver Rappenecker (1894 -1965) Verrät als Mitarbeiter der Freiburger Caritas in der Nazi-Zeit die ebenfalls dort angestellte Getrud Luckner. Nach dem Krieg: "In der badischen Regierung unter Leo Wohleb wurde er Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft und Kultur." (Wikipedia.) Vgl. auch deutsche-digitale-bibliothek.de .

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