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Freitag, 25. September 2015

ZDF-Fünfteiler "Blochin"

Im Kopfhörer: Morgen starte das ZDF mit einer fünfteiligen Serie, "mit viel Tamtam", denn man erhoffe sich ... Da reißt der Stream ab. Wahrscheinliche Fortsetzung: irgendwas mit internationaler Verkäuflichkeit, wie einst bei "Derrick".

Ja, und dann lese ich beim SPIEGEL:

"Ein deutsches "Breaking Bad"? Eher ein deutscher Popeye. Matthias Glasners lang erwarteter ZDF-Fünfteiler "Blochin" macht auf hart - und den Protagonisten Jürgen Vogel fast zur Comicfigur."

"Mit zunehmender Spieldauer des insgesamt sechsstündigen Werks gab es sogar Lacher wegen unfreiwilliger Komik - nämlich dann, wenn Titelheld Jürgen Vogel als schicksalsgeprüfter Berliner Bulle ein ums andere Mal in hochdramatischer Situation zum Smartphone griff und dann ganz schnell und unvermittelt weg musste. Da war gebannte Anteilnahme schon beiläufigem Amüsement gewichen."

Woran liegt das denn nun wirklich, dass deutsche Filme und Fernsehfilme so zäh und langweilig sind? Weil sie zuerst immer auf die Kunst schielen und auf das soziale Engagement?

"Geboten wird die klassische Story vom gewendeten Ex-Kriminellen, der nun als Ermittler bei der Mordkommission arbeitet, aber in Form einer Erpressung von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Zuspitzungshalber ist sein von allen Lieutenant genannter Chef (Thomas Heinze) zugleich sein Schwager, und seine Ehefrau Inka (Maja Schöne) leidet an Multipler Sklerose."

Ja, da ist sie, die Problemstellung in Richtung Problem: Multiple Sklerose. Das ist ein ernsthaftes, schlimmes Leiden, aber in so einem Drehbuch, in dem man ja die Wahl hat, doch wohl eher ... Ok, ich finde das richtige Prädikatsadjektiv nicht. Und dann noch Heinze? Heinze? Da war doch was, oder?

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Ach übrigens, gleich daneben: Das wär doch mal ein Stoff, oder? Frei adaptiert?

"Fall Dennis G.: US-Gericht verurteilt deutschen Auftragskiller zu 20 Jahren Haft

Einst war er Scharfschütze bei der Bundeswehr. Dann wurde Dennis G. als Auftragskiller angeheuert. Nun ist der 29-Jährige in Manhattan zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. || Als Dennis G. am 25. September 2013 auf dem Flughafen von Liberias Hauptstadt Monrovia landete, war er bereit, einen Doppelmord zu verüben. Von einem Kontaktmann sollten er und sein Komplize Waffen erhalten, um in dem westafrikanischen Land den Verräter eines kolumbianischen Drogenkartells und einen US-Ermittler zu töten. Im Gegenzug waren G. mehrere Hunderttausend Dollar versprochen worden."