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Freitag, 18. September 2015

Vornamen und Vorurteile

Was uns Namen sagen | Alexander der Große | von martin wittmann || ... || Mainz - ... Die allermeisten Lehrer hatten demnach Vorurteile, was die Namen von Schülern betraf, und sie trauten sich zu, danach Verhaltensauffälligkeiten und Leistungen des betreffenden Kindes einzuschätzen. | Wie wird ein Vorname auf einmal populär? Im Fall Kevin lag das auch an einem Hollywood-Film | Ein Jakob oder eine Charlotte galt als Musterschüler, eine Chantal oder ein Justin als lernschwach und frech. Und natürlich fiel damals der Name, der heute als Klassiker der Diskriminierung etabliert ist: "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose", zitierte Kube eine Lehrerin. | Noch heute ist das Thema ein sensibles. In diesem Juli etwa wurde "Alpha-Kevin" - quasi eine neue Variante von Vollhorst - von der Nominierungsliste für das Jugendwort des Jahres gestrichen, dadurch sollte weiterer Spott von den Kevins der Nation ferngehalten werden (dass sich die Vorurteile durch diese Maßnahme sowie die folgende Berichterstattung verstärken könnten, wurde bei der Tagung am Rande thematisiert). Höchste Zeit jedenfalls, dieses tatsächlich mal jeden einzelnen Menschen betreffende - und viele junge Eltern quälende - Thema der Vornamenwirkung zu diskutieren und damit "die Diskrepanz aus öffentlichem Interesse und wissenschaftlichem Desinteresse" abzubauen. So kündigten die Veranstalter ihre 5. Mainzer Namenstagung an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur an. ... (Süddeutsche 17. September 2015, Uhr Panorama

Dazu wenige Meinungen im Wikipedia-Café. (Demnächst dort im Archiv.)