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Montag, 21. September 2015

FJS und "Affäre mit Ulrike P."

Die Überschrift ist einem Abschnitt aus der Wikipedia-Diskussion hinter Franz Josef Strauß entnommen. Vorweg: Mir, der mir so etwas nicht so leicht entgeht, war die "Affäre mit Ulrike P." seinerzeit und bis heute vollkommen entgangen. Ich frage mich natürlich, wie das sein kann. Aber nun, darum geht es eigentlich nicht.

Ausgangspunkt sind diese Einlassungen:

Die Affäre mit der Schülerin wird in der wissenschaftlichen Literartur zu Strauß, soweit ich sehe, nicht oder allenfalls am Rande erwähnt, ich halte sie für enzyklopädisch kaum relevant. Daher plädiere ich dafür, es bei einem knappen Satz zu belassen, ein eigener Abschnitt für diese Schlüsselloch-Geschichte ist nicht nötig. Vor allem sollte man sich auf etablierte Forschungsliteratur beschränken: Journalistische Belege sind hier nach WP:Q nicht zulässig. --Φ  16:52, 6. Sep. 2015



Das sehe ich auch so. Es handelt sich wieder mal um das "zusammensuchen" von Begebenheiten, bis das Bild "passt". --GiordanoBruno 17:50, 6. Sep. 2015


Die These dass journalistische Belege hier nicht zulässig seien, kann nur als Witz verstanden werden, und zwar nicht erst wenn man sich die aktuellen Quellen im Artikel anschaut. Noch mehr aber wenn man sieht dass qleichzeitig Quellen wie http://www.fjs.de akzeptiert werden - weil sie ja nicht journalistisch sind, obwohl klar parteiisch? *kopfschüttel* Dieses ständig herumrauschende „nur wissenschaftliche Quellen“ ist einfach nur Unfug. Und davon abgesehen soll hier offenbar gerade als wissenschaftlich bequellt erklärt werden was passt. | Der Zweck wäre hier eine klare Geschichtsklitterung: Diese Affäre hat mehr als offensichtlich das Potential gehabt die Karriere eines Politikers zu beenden und bei einem ausserordentlichen Spitzenpolitiker natürlich auch die Bundespolitik ganz erheblich zu beeinflussen. Da muss man noch nicht mal die eigenen parteispezifischen, eben nicht unpolitischen Moralvorstellungen konterkarieren... --Quetsch mich aus, ... itu (Disk) 18:43, 6. Sep. 2015


Und so geht es weiter. Und hat mich zu einer Anmerkung veranlasst, die ich schon seit längerer Zeit im Kopf habe. Hier also:

Ich sehe eben erst, dass diese Diskussion noch gar nicht so alt ist, wie ich dachte: 6. -- 13. September 2015. Ich finde, dass dazu noch was Wikipedia-Allgemeines passt, das mir immer wieder und also nicht nur hier bei FJS aufgefallen ist und dass ich für die spätere "Geschichte der Wikipedia" mal festgehalten will. -- Also: Die WP ist geprägt von einer lust- und lebensfeindlichen Spießigkeit, die sich, je nach Temperament des Einzelvertreters, als dem Leben abgewandte Wissenschaftlichkeit oder als edle, die "Privatsphäre" über alles achtende und hebende Nicht-Neugier ausgibt. Meine Vermutung: Dahinter stehen, im Unbewussten wohl verwahrt, 2000 Jahre christliches Abendland, und aus derselben Quelle ist einstmals der Zölibat entstanden. Meine Auffassung: Sex und also auch Sex-Skandale gehören bei kleinen und großen Leuten zum menschlichen Leben dazu, und ein vernünftiger Biograph eines Großen drückt sich um sie auch, um es leicht bajuvarisierend zu sagen: nieniemals herum. Mir wäre es lieb, wenn es auch die WP so hielte. Aber ich weiß natürlich: keine Chance! Die hier herrschende WP-Meinung ist, noch einmal: camouflierte Spießigkeit. Auch und gerade, was das Leben von FJS angeht. (Heute, 17:59)

Und ein Nachtrag musste dann auch noch sein:

Renate oder Ulrike P.? Oder sind das zwei unterschiedliche Affären? Die ja doch wohl ehrenwerte Süddeutsche: "'Plötzlich fiel in diesem Knäuel von 50 Menschen sein Blick auf mich und ließ mich nicht mehr los', schrieb Renate Piller in ihren Erinnerungen." Also nix mit Abkürzung P., wenn die Frauen am Ende offene und ehrliche Memoiren schreiben.

Und der Nachtrag zum Nachtrag:

Die Renate Piller hat sogar einen eigenen WP-Eintrag. Ja da schau her! Und die Ulrike war eine andere. Ich Ignorant, der ich sowas einfach nicht weiß!