Freitag, 20. September 2013

blogger.com - Labels neu organisieren

Das Folgende sollte nicht nur im Blogger-Forum stehen, finde ich. Nun also, meine Frage war:

Ich habe in meinem Blog, aus den Frühzeiten, "doppelte Labels", und ich möchte die vereinheitlichen. Beispiel: Es gibt "Demokratie" und "Demokratieverständnis". "Demokratie" würde reichen. -- Frage: Gibt es bei blogger.com eine Möglichkeit, Labels wie in einer Textverarbeitung "generell auszutauschen"?

blogspot.de


Zum Umbenennen kann man in der Postsliste neue Label hinzufügen und überflüssige Label rausnehmen. Der Ablauf erfordert Konzentration und Disziplin, wenn man mehere Umbenennungen macht und kein Chaos verursachen will.

Beschreibung zu deinen Beispiel-Labels:

Auf der Administrationsoberfläche deines Blogs gibt es den Menüpunkt "Posts", darunter befindet sich die (ggf. mehrseitige) Liste aller Posts. Du kannst oben rechts auf "Alle Labels" klicken und dann "Demokratieverständnis" wählen. Draufhin werden alle Post mit dem Label angezeigt (ggf. mehrseitig). Wenn du jetzt oben links das oberste Kästchen anklickst, dann werden alle Posts der Seite markiert. Wenn du oben links neben dem obersten Kästchen auf das Label-Symbol klickst, wird die Liste aller Labels und die Option "Neues Label" angezeigt. Gebe da "Demokratie" ein. Jetzt haben alle markierten Posts dieser Seite das Label "Demokratie". Klicke erneut auf das oberste Kästchen, um die Markierung rauszunehmen und wechsle oben rechts auf die eventuell vorhandene nächste Seite zu dem Label "Demokratieverständnis" und gehe da genauso vor. Wenn alle Posts, die bislang mit "Demokratieverständnis" gelabelt sind, nun auch mit "Demokratie" gelabelt sind und alle Markierungen rausgenommen sind, dann kannst du oben rechts das Label "Demokratie" wählen, damit nun alle Posts angezeigt werden, die das Label "Demokratie" haben. Hier kannst du nun alle Posts der Seite markieren, die auch das Label "Demokratieverständnis" haben. Dann oben links auf das Labelsymbol klickn und dann auf das Label "Demokratieverständnis", das dabei aus den Posts entfernt wird. Die Markierung der Posts der Seite entfernen, indem oben links das oberste Kästchen zweimal angeklickt wird. Auf die eventuelle nächste Seite wechseln und ebenso vorgehen, letztlich bis alle Posts vom überflüssigen Label befreit sind.

Auf die gleiche Art mit jeder Umbenennung verfahren.

Merke:


  • Das Eintragen und Austragen von Labels ist nicht sofort nach Klick erledigt. Man muss einen Moment warten, bis neue Labels überall eingetragen wurden bzw. bis entfernte Labels überall ausgetragen wurden.
  • Posts bleiben so lange markiert und reagieren auf Kommandos, bis man die Markierung rausnimmt. Die Markierung geht auch dann nicht von alleine weg, wenn man den Menüpunkt "Posts" verlässt, sondern erst, wenn man sich aus dem Blog abmeldet.
  • Um die Kontrolle zu behalten, deshalb niemals das Label entfernen, das man geöffnet hat, wenn man später noch weitere Label-Änderungen vornimmt, weil dann nämlich die Posts aus der Ansicht verschwinden, jedoch immer noch markiert sind und auf das nächste Kommando reagieren werden. (Später hat man sonst alles wie am Anfang gelabelt oder sogar Label völlig konfus verteilt.)
  • Die offizielle Hilfeseite zu dem Label ist in der Hinsicht leider falsch. Die Anleitung trifft nur zu, wenn man lediglich ein Label umbenennen will und danach in dem Bereich definitiv nichts mehr macht.

Das Kreuz mit dem Sex

Die SZ berichtet heute, Seite 3, von einem Missbrauchsverfahren in der Evangelischen Kirche, das eingestellt worden ist.* Ich gebe bei Googel ein: oberkirchenrat sexueller mißbrauch. Eine Kaskade an Artikeln taucht auf. Wo anfangen? Auch Gleichheitsgründen füge ich noch katholischer pfarrer ... ein. Wieder eine Kaskade.

Einen Schritt zurücktreten und die Zeiten und Veränderungen im Überblick sehen: Wie einstens auch die, die so streng waren, katholisch oder evangelisch, sich gegen die "Gelüste des Fleisches" offenbar nicht zur Wehr setzen konnten. Dann aber -- die Sache mit der Abhängigkeit. Das klingt immer so juristisch-abgehoben. Aber das waren Menschen, die, entsprechen dem, was ich einmal "die Hundenatur des Menschen" genannt habe, Folgsam auch im Unrecht des anderen, des Vorgesetzten, des großen Mannes waren. Und heute, da nach 22 Uhr Frauen der Ruf-mich-an!-Branche im Fernsehen stöhnen? Hat sich etwas geändert? Und wieso ist noch keiner darauf gekommen, aus diesem Themengebiet einen Film, ich meine: einen richtigen Film, einen exemplarischen Spielfilm zu machen? 

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|* "Mein Gott. 'Er hat sich nichts zuschulden kommen lassen': Der Fall des Oberkirchenrats zeigt, wie schwer sich die evangelsiche Kirche auch heute noch tut, sexeuellen Mißbrauch aufzuklären". Von Matthias Drobinski und Jakob Wetzel.

Sara Maria Manzo

Nun, von mir wurde sie endlich auch entdeckt!* Und wenn ich jemand oder etwas entdecke, dann ist das ja die Garantie, dass es mit der Karriere vorangeht. Also, schaun wir mal.

Entdeckung der Woche: Hamburgs schönste Nachwuchs-Moderatorin | Von Hamburger Jung am 10. März 2010 zum Thema > Events in Hamburg | Beim GuteSeiten Award 2010 am letzten Freitag im Hamburger Kunstverein am Hauptbahnhof, wurde ein Live-Magazin inszeniert. Für nur einen Abend wurde ein Magazin performt. Moderiert hat dieses kreative Happening die wunderhübsche Sara Maria Manzo. || Sie möchte zum Fernsehen, sagte sie mir, und es sei erst ihre 2. Moderation gewesen. Überall ist zu lesen, dass sie die Henri-Nannen-Schule in Hamburg besuche und auf art-magazin.de findet sich sogar ein kleiner Beitrag von ihr. | Ich bin ganz sicher, dass sie ihren Weg machen wird. Sie hat alles, was eine Fernseh-Moderatorin braucht, meine ich. Und das habe ich ihr auch gesagt. Sie ist klug, hübsch, sexy und hat eine tolle Ausstrahlung! (sommer-in-hamburg.de)

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* 29.09.2016, 10:54: Der Link da oben, unter auch entdeckt. SPIEGEL Online meldet da: "Leider gibt es die von Ihnen gesuchte Seite nicht - oder nicht mehr. Wir haben Sie daher auf unsere Startseite umgeleitet." Ja dann. Man wird halt aussuchen müssen ...

Donnerstag, 19. September 2013

Rechtschreibfähigkeiten, heute

Welche Rolle bei der Beurteilung von Menschen spielen die Rechtschreibfähigkeiten, heute:

Fazit: Mit einer etwas größeren Kamera währen bestimmt bessere Bilder möglich aber die kommen für mich nicht in Frage, da ich als Hobbyfotograf die Kamera wenn möglich auf Reißen usw. immer dabei haben will, ohne eine extra Tasche in der Hand. Finde im Großen und Ganzen die Kamera eigentlich sehr gut. (Keine Quellenangabe)

Besonderheit hier: Sonst gute Darstellung / Rezension und, eben abgesehen von diesen seltsamen Fehlern, eine ganz passable Rechtschreibung. Auf der anderen Seite zeigen die Fehler, dass es sich nicht um Flüchtigkeitsfehler handelt.

Datenschutz und Verbrecherjagd

Datenschutz? Allgemeines Gerede hilft nicht. Konkret werden. Beispiele anführen. Grenzen festlegen. Nur so wird ein Schuh draus.

Digitale Verbrecherjagd: Nach schweren Straftaten überprüft die Polizei immer öfter, welche Mobiltelefone an Tatorten eingeloggt waren. Die Fahndungsmethode ist umstritten, aber erfolgreich Das Verbrechen schockierte München: Ende Mai radelte ein 31-Jähriger mit seiner Verlobten die Isar entlang. Auf Höhe des Europäischen Patentamts spuckte ein Mann die Frau, 28, grundlos an. Als der Verlobte den Täter zur Rede stellte, zückte der ein Messer. Mehrfach rammte er die Klinge in die Brust des Opfers, ein Stich traf ins Herz. | Die Polizei hat den Killer bis heute nicht gefasst – trotz intensiver Suche und einer ausgesetzten Belohnung von 10 000 Euro. Verraten könnten ihn vor allem zwei Dinge: seine am Tatort hinterlassenen Blutspuren und, falls er eines dabeihatte, sein Mobiltelefon. | Nach FOCUS-Informationen setzen die bayerischen Mordfahnder neben einem DNA-Massentest auf die sogenannte Funkzellen-Analyse. Dabei überprüfen sie, welche Mobiltelefone bzw. SIM-Karten zum Zeitpunkt des Verbrechens in Tatortnähe eingeloggt waren. (FOCUS Online)

  • Um solche Dinge geht es ja. Ist das dann mir der Vorratsdatenspeicherung ok? Wer sagt Nein, soll auch sagen warum er Nein sagt.
  • Nehmen wir mal an, die NSA-Krake könnte sagen, wer der Täter ist, und sie würde diese Information auch anbieten. Muss die deutsche Polizei dann Nein sagen?

Maximilian Reich (Porno-Statist)

Was es heute nicht alles gibt! Dinge, die es leicht aus der Nische in das Wohnzimmer des Publizistischen schaffen. Ein Playboy-Autor arbeitet als Pornofilm-Statist und berichtet darüber im FOCUS. Mit recht eindeutigen Gedanken und Formulierungen. Geht heutzutage ja alles.

Als Statist beim Sex-Dreh | Das läuft hinter den Kulissen der Porno-Branche ab | Sonntag, 04.08.2013 | von Maximilian Reich | Pornodarsteller haben immer Sex – dachte Playboy-Autor Maximilian Reich und ließ sich von einer US-Firma für einen Erotikfilm engagieren. Allerdings sicherheitshalber nur als Statist. Und trotzdem weiß er jetzt: There is no business like showbusiness …

Dann aber: "Beachvolleyball spielen. Für die Schnittbilder. Oh Mann … ich fand’s schon im Sportunterricht so Kacke wie Feldaufschwung."

Feldaufschwung?! Weder ein vernünftiger Journalist, noch ein halbwegs sportlicher Nebendarsteller. Felgaufschwung heißt das, Menschenskind! Und sieht so aus!

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Die Youtube-Adresse des Felgaufschwungs enthält die Buchstabengruppe BNNPdORONao. Geheime, schicksalhafte Verwandtschaften also auch hier.

Mittwoch, 18. September 2013

Marek, Napoli

Aus unserer Reihe "schöne Fußballer" ein Bild aus gegebenem Anlass.


Tiefe, tiefe Ewigkeit!

Über Proust, Recherche, nachdenken. Ein Gedanke: 

"Doch alle Lust will Ewigkeit, will tiefe, tiefe Ewigkeit!" - Nietzsche, Also sprach Zarathustra

Ausgerechnet der Nietzsche, die alte Knallcharge! Der doch mit Lou, der Lustvollen, nie zurechtgekommen ist. Was einen -- na gut, mich, am meisten wundert: dass alle Großredner sich am Ende damit abgefunden haben, dass sie sterblich sind und höchstens mal in sprachlich feingefasster Form aufgemuckt haben. Man vergleiche dieses Beispiel.

Wahlkampf langweilig?

Wie hätten Sie es denn gern, deutscher Michel? Und was verhindert, dass der Wahlkampf so ist, dass "der Bürger" ihn spannend findet? Was ist das überhaupt für eine Kategorie -- langweilig / spannend?

18.09.13 | Die meisten Deutschen finden den Wahlkampf langweilig Das Kanzlergehalt schien wichtiger als Finanzmarktregulierung und Mindestlohn, der grüne «Veggie Day» stellte Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln in den Schatten. Aber den Nerv der Bürger trifft dieser Wahlkampf nicht. | Das Kanzlergehalt schien wichtiger als Finanzmarktregulierung und Mindestlohn, der grüne «Veggie Day» stellte Spekulationsgeschäfte mit Nahrungsmitteln in den Schatten. Aber den Nerv der Bürger trifft dieser Wahlkampf nicht. (Ad-hoc-news)

Ich komme immer mehr dazu, dass man doch die besserwisserischen Kritiker mal an die Macht kommen lassen sollte. Was würden sie alles besser machen? Würden sie?





Entstellter Muskelmann

Lob des Internets! In wenigen Minuten schafft es -- realtive -- Klarheit. Die Sache: Auf einer Seite sehe ich Werbung, die mich dadurch auf sich aufmerksam macht, dass ein Mann da zu sehen ist, dessen Gesicht auf erstaunliche Weise verunstaltet zu sein scheint. Ja, wirklich -- ein entstellter Muskelmann! Sieht doch wirklich aus wie Bruce Willis in einem neuen Schocker ... 


Da werde ich also weitergeleitet auf eine Abnehm-Seite. "EXKLUSIV: Bisher geheimgehaltene Methode verhilft Familienvater aus Bremen zum Weltrekord: 12 kg in 4 Wochen!" Wie das geht? Acai Berry Max soll mit DetoxMax kombiniert werden! 

Das mit Acai Berry Max und DetoxMax gibt man dann bei Google ein, liest ein wenig und: 1, 2, 3 hat man neue Erkenntnisse.

Montag, 16. September 2013

KI

Notiz:

Die KI-Forschung stellt Gelernter mit diesem Anspruch, vorsichtig gesprochen, vor große Herausforderungen. Es ist gerade diese weiche, alltägliche Seite des Denkens, der sie bisher ratlos gegenübersteht: Wie formalisiert man analogisches Denken und unscharfe Begriffe, wie repräsentiert man das allgemeine Wissen, das uns für die Bewältigung des Alltags so selbstverständlich zur Verfügung steht? Die Beziehungen zwischen Emotion und Kognition sind der KI nicht weniger rätselhaft. Am Ende steht auch der visionäre Ausblick vor der einfachen informationstechnischen Frage, wie sich dieses kreative, schweifende Denken operationalisieren und in klare Handlungsanweisungen, Befehlsketten, Algorithmen übersetzen lässt. (faz.net)

So, und manche sagen, die KI war eine einzige große Bla-Bla-Blase, um an Forschungsgelder ranzukommen. Korrekt?

Eco, Der Friedhof in Prag

Gerade, recht spät, auf den Schreibtisch bekommen: Umberto Eco, Der Friedhof in Prag. Mal vorab ein wenig nachgelesen und hier hängengeblieben:

[...] Ecos neues Buch „Der Friedhof in Prag“ handelt von einer, nein, von mehreren Verschwörungen, und zwar aus der Sicht eines Verschwörers, der eine Verschwörungstheorie in Umlauf setzt. Der Stoff ist die Entstehung der sogenannten „Protokolle der Weisen von Zion“, einer Hetzschrift gegen das Judentum, die 1903 in Russland erschien, vermutlich auf Betreiben des Geheimdienstes, dem an Pogromstimmung und illiberaler Atmosphäre lag. Diesem Pamphlet zufolge sollen sich maßgebliche jüdische Repräsentanten einst im Geheimen getroffen haben, um sich über ihre Grundsätze künftiger Weltherrschaft auszutauschen. Eco erzählt die Literaturgeschichte dieses schon 1921 als Fälschung aufgeflogenen Dokuments. Er stellt uns ihren eigentlichen Erfinder vor. (Jürgen Kaube in der FAZ)

Na, dann bin ich mal gespannt. Man hat den Eindruck, dass Eco sich ein wenig ärgert, weil Dan Brown ihm die Rolle des Superdeuters geklaut hat und dass er, Eco, sich seinerseits bei Hildesheimer und dessen 'Marbot' bedient hat. Aber erst einmal: gemach, gemach!

Crepax und seine Valentina ...

... kommen in diesem Blog wirklich nicht vor?! Das kann doch nicht sein. Also, man schlage nach!





Da zeichnet einer solche Bilder. (Nein, das erste Bild, das ist Valentina. Das zweite, das ist sie nicht. Aber natürlich auch von Crepax.) Und er stirbt dann einfach, am 31. Juli 2003. Gerade mal 70 Jahre alt. Wie sich die, die nach allen Regeln der Kunst leben und leben und leben, dann in den Tod fügen.

Was mag Crepax am, sagen wir: 24. Juli 2003 gedacht haben? Ungefähr: "Wie es auch war, das Leben, es war gut!" ? Oder doch eher: "Das kritische Alter fängt mit 80 Jahren an." ? Oder: „Alter ist scheiße!“ (nach Lothar Günther Buchheim) ? *

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|* Gut, ich gebe zu, vor einer halben Stunde kannte ich den Schriftsteller und ehemaligen Bundeswehr-Oberst Eberhard Kapuste noch nicht. Das hat sich nunmehr geändert. Ein lustiger Schriftsteller und einer seiner Verlage!

Groß­kop­fe­te

Ich schlage online im Duden nach. Ich kenne diese Form, die ja von der üblichen Wortbildung abweicht, zwar seit langem, verwende sie aber sehr selten und bin halt neugierig, was der Duden so sagt. Ich lese also dies:


Wortart: substantiviertes Adjektiv, feminin
Gebrauch: besonders bayrisch, österreichisch umgangssprachlich
...
Worttrennung: Groß|kop|fe|te
Verwandte Form: Großkopferte
...
einflussreiche, gesellschaftlich hochgestellte weibliche Person
weibliche Person, die studiert [hat], Intellektuelle


Zuerst ist mir aufgefallen, dass da tatsächlich die feminine Form einen eigenen Eintrag hat. Ich muss gleich, aus Interesse, noch die männliche nachschauen.* Dann aber: "weibliche Person, die studiert [hat], Intellektuelle". Da steht der Duden aber wieder als Sonderling da! Nie und nimmer ist heue eine studierte oder studierende Frau eine Großkopfete! Und solange Frauen überhaupt studieren können, war das wohl auch nie so.

-- 

|* Erst einmal: "Suchergebnisse | Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'Groß­kop­fe­ter' keine Treffer gefunden." Da überlege ich, dass der Eintrag wohl ist: Großkopfete, der ~ Aber dann, herrje -- da war ich doch eben schon! Es soll also nur weibliche Großkopfete geben!? Werch ein Illtum! | Und dann wird es immer seltsamer: "Leider haben wir zu Ihrer Suche nach 'Groß­kop­fe­te' keine Treffer gefunden." Auf einmal ist das, was gerade noch existierte, nicht mehr da. "

Sonntag, 15. September 2013

Richter: Domplatz, Mailand

Ich wollte diese Meldung ursprünglich zu den unscharfen Fotos aus dem ZEIT-Magazin dazutun; aber dann wurde mir klar, dass das doch eine eigene Meldung ist:

New York - Gerhard Richter mischt erneut den Kunstmarkt auf. Erst im vergangenen Herbst hat sein Gemälde "Abstraktes Bild" einen Preis von rund 26 Millionen Euro erzielt. Jetzt bricht der deutsche Maler den eigenen Rekord: Sein Bild "Domplatz, Mailand" ist im Auktionshaus Sotheby's in New York für 37,1 Millionen Dollar (knapp 29 Millionen Euro) versteigert worden. | "Das Bild haut mich einfach um", sagte der Käufer Don Bryant, ein kalifornischer Winzer, nach der Auktion. Richters "Domplatz, Mailand" stammt aus dem Jahr 1968 und ist fast drei Meter hoch. Es zeigt den Vorplatz der Kathedrale von Mailand und wirkt wie ein unscharfes Schwarzweißfoto - eine von Richter gern genutzte Technik. (SPIEGEL Online)

Meine These "Ruf + Marketing + Objekt werden bei der modernen Kunst eins und bestimmen den Preis" ist auch in diesem Fall zutreffend.

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Das vielleicht noch dazu: "GERHARD RICHTER | Der große Versöhner | Mit 80 Jahren ist Gerhard Richter so erfolgreich wie kein anderer Maler. Warum bloß? VON HANNO RAUTERBERG". (ZEIT Online) Und die Kommentare. Die Kommentare!

Samstag, 14. September 2013

Haderer als Entwicklungshelfer

So, Schluss für heute. Mit einem Haderer vom STERN. Zum Vergrößern draufklicken oder zu Haderer beim STERN gehen.


The newest Old-Hollyburg-Actress

Na sowas! Deutschland findet immer neue Wege um seine Provinzialität zu dokumentieren.

Oldenburg - Der Traum eines jeden Filmstars ist für Veronica Ferres wahr geworden: Sie hat einen Stern bekommen. Der liegt aber nicht auf dem berühmten Hollywood Walk of Fame, sondern in Oldenburg. Gefreut hat sich die 48-Jährige darüber trotzdem sehr. (Münchener Abendzeitung)

Golf: Water-Hole

Heute also auch feine Kleinigkeiten:

03.08.13, 16:35 Das verrückteste Hole-in-one aller Zeiten Thomas Weinert | Es ist ein legendäres Sport-Video: Der Profigolfer Vijay Singh hämmert bei einem Turnier den Golf-Ball eigentlich nur aufs Wasser. Doch wie beim Steineflitschen hüpft der Ball über den See und rollt dann sogar noch ins Loch.

Also, ein Hole-in-one war das nicht, denn da muss der Ball vom Abschlag direkt ins Loch befördert werden. Aber nun ja, lustig sieht es aus. Kommentar: "Ob nun ein richtiges Hole in One oder nicht, kurios ist der Schlag trotzdem." Nun, die Definitionen sollten schon beachtet werden. Warum nicht ein neuer Fachausdruck, s. Überschrift.

Schreibfehler

Seltsamer Schreibfehler auf FOCUS Online: ein Bild zweimal. Beim ersten Mal (Bild 33) stimmt der Text, beim zweiten (Bild 34), dem gleichen Bild steht dann: "Sensation: Ein Gemälde, das dem großen Vincent Van Gogh zugeördent wird, wird in Amsterdam enthüllt."

Der Mensch. Als Verbrecher.

Kann ein Mensch wirklich grundlegend geändert, ein Sexualverbrecher "geheilt" werden. Immer die gleichen Fragen. Die Einzelfälle prägen weitestgehend unser Urteil.

13. September 2013 | Dreiländereck Schweiz, Frankreich, Deutschland || Fahndung nach Vergewaltiger || In der Gegend um Basel sucht die Polizei einen verurteilten Vergewaltiger, der nach einem Freigang verschwunden ist. Die Sozialtherapeutin, die ihn zu einer Reitstunde begleiten sollte und ebenfalls verschwunden war, wurde in der Nähe von Genf tot aufgefunden. [...] Nachdem er [Name: Fabrice Anthamatten, laut FOCUS] einen Teil der Strafe verbüßt hatte, wurden ihm laut SDA aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens begleitete Freigänge gestattet. Ein erstes Mal habe dies am 3. September stattgefunden. Nach dem Fund der Leiche zeigte sich die Genfer Stadtverwaltung schockiert und suspendierte bis auf weiteres alle Freigänge in Genfer Haftanstalten. (Süddeutsche Online)

Die Frage, die der Strafvollzug-Laie natürlich stellt: Muss ein Freigänger, der wegen Vergewaltigung verurteilt worden ist, ausgerechnet zum Reiten geschickt werden? Und vor allem: Muss er (nur) von einer Frau begleitet werden?

Und dann noch die kriminalpsychologisch und rechtlich wichtige Frage: Wenn sich zeigt, dass die Urteile und Voraussagen der Psychologen nie zu 100 % stimmen, müssen dann, damit die tatsächlich Therapierten ihre Freiheiten genießen können, Unschuldige das Risiko tragen, dass halt statistisch immer mal ein Fehlurteil vorkommt? Eine Statistik, die immer wieder mal eine Rolle spielt. Die Freiheit des Einzelnen, die statistische Gefahr für die anderen. Mein altes Beispiel mit den Fluglinien und der Kontrolle.

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Und noch etwas für die Mathematiker unter unseren Journalisten:

Er war in Frankreich wegen Vergewaltigung verurteilt worden. 2008 wurde der zu insgesamt 20 Jahren Gefängnis verurteilte Anthamatten nach Genf ausgeliefert, wo er die Strafe absitzen sollte. Nachdem er zwei Drittel verbüßt hatte, wurden ihm aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens begleitete Freigänge gestattet. (FOCUS Online)

2008 - 2013 = 5 Jahre. 5 Jahre sind 2/3 von 20 Jahren?

Erinnerungen

Manchmal ist es schön, in Erinnerungen -- nein, nicht zu schwelgen. Zu flanieren! Nach Namen im Internet und vagen Gesichtern im eigenen Kopf zu suchen. Nach Gedichten auch, Liedern. "Die Mädchen aus verflognen Tagen" von Hermann van Veen.

Ein Gedicht der skurrilen Wehmut, eine Zeile nur im Gedächtnis: "Und der Z., der alte Sponti - Chefsaucier im Interconti." Vielleicht nicht wortkorrekt, aber zum Suchen reicht es. Endlich findbar: Pit Knorr, SPIEGEL Online, Archiv

Und dann der ganze Text sogar:

Mein Gott, wie konnte das alles nur passieren?!

Eine nostalgische Reminiszenz in Versen

Wisst Ihr noch, vor tausend Jahren,
als wir jung und glücklich waren?

Damals war A Terrorist –
er, der heute Küster ist.
Damals war B Luftpirat –
heut sitzt er im Aufsichtsrat.
C und D, einst harter Kern –
heute gerngesehne Herrn.
E war damals Ladendiebin –
heut’ verwöhnt sie ihre Lieben.
F fuhr grundsätzlich nur schwarz –
Heute: Bungalow im Harz.*
G und H war’n damals schwul –
heute sind sie wieder cool.
I, J, K der Kadertrupp –
heute Aufsichtsrat bei Krupp.
L, M, N, O, P und Q:
damals offen – heute zu.
R gab einst Konkret heraus –
heut’ führt er ein Freudenhaus.
S, der harte Drogenfreak,
leitet die Natur-Boutique.
T, einst Molli-Spezialist –
heute gnadenloser Christ.
U studierte bei Adorno –
heute produziert er Porno.
V und W von der K 1 –
heute: Prinzenpaar in Mainz.
X, die einst Emanze war –
kommt mit jedem Macho klar.
Y, einst Stadtindianer –
heut’ Trabantenstädteplaner.
Ja, und Z, der alte Sponti?
Chefsaucier im Interconti!

Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Peter Knorr, nach (abc)

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* Nachtrag: 01.03.2015: Alternativ, offenbar aus gegebenem Anlass neu gedichtet. (Weiteres dazu hier.)

F., der kämpfend draußen stand, 
heute Chef im Außenamt.

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Dank an physiologus.de!
(Ich habe mir erlaubt, den Text ein wenig durchzusehen und rein formal zu korrigieren. Eine Chefsaucier-Macke halt, das mit dem Korrigieren-Müssen.)

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Mein persönlicher Zusatz heißt:

K., der Aggressives sponn,
heut’ emeritiert. In Bonn.

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Ich wollt hier das hinsetzen, was meinem Wissen nach Theodor Fontane gesagt hat: "Wer mit 19 kein Revolutionär ist, hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch ein Revolutionär ist, hat keinen Verstand." Dann sehe ich, dass es eine große Anzahl von Zuschreibungen und Abwandlungen gibt. Bei Gelegenheit werde ich doch die Fontane-Stelle mal in einem Buch dingfest machen müssen. Vielleicht ist das ja ein Yukka-Palmen-Zitat, Fontane konsequent und fälschlicherweise zugeschrieben.

Freitag, 13. September 2013

Die Ültje-Idee

Da hatte der Herr Behrschmidt von der Firma Ültje mal eine wirklich prima Idee! Nachdem in der Produktion verstehentlich 450 Kilo Salz in eine riesengroße Trommel mit gesüßtem und teilweise schokoüberzogenen Knabbereien geschüttet worden waren und man eine große Tranche also hätte wegschmeißen müssen, da sagte der Herr Behrschmidt in dem eilig anberaumten Meeting: "Warum denn nicht einfach als süß-salzig deklarieren? Neue Tüten für diese Partie -- eine Kleinigkeit! Noch ein paar Nüsse dazu, und es ist eine ganz neue Art von Studentenfutter." Das wirklich Tolle, auch ein wenig Nett-Dreiste ist die Aufschrift: 

"NEU! Nur für kurze Zeit!"

Das nennt man wohl 'Aus der Not eine Tugend machen', oder so ähnlich. -- Hier das Produkt:



Das Tollste ist natürlich der Aufdruck "Nur für kurze Zeit!"

--

Ach so, wie es geschmeckt hat, will der Leser Heiner K. wissen.

Nun ja, halt, wenn man so will: wie Schokolade mit einer feinen Salzschicht überzogen. Schon was Besonderes.

Donnerstag, 12. September 2013

Luftschiff 'Dragon Dream'

Meine alte Idee, meine Vision, die der Cargo-Lifter nicht halten konnte -- die USA machen es wieder mal vor. Obwohl doch die Experten so sicher wussten, dass das mit den großen Lasten bei Luftschiffen nicht klappen kann. Das haben wohl Visionen so an sich, dass die Experten sie für unmöglich halten.

Dragon Dream | Luftschiff soll Frachttransporte revolutionieren | Das US-Militär investiert Milliarden in neue Rüstungsgüter. Davon profitierte das Luftschiff der Firma Worldwide Aeros: Der Prototyp Dragon Dream soll den Frachtmarkt umkrempeln. Von Gerhard Hegmann | | Ein revolutionäres Luftschiffprojekt unternimmt einen neuen Anlauf. Der Prototyp Dragon Dream der kalifornischen Firma Worldwide Aeros ist in ersten Tests außerhalb der Fertigungshalle bereits abgehoben und hat damit seine Flugfähigkeit unter Beweis gestellt. In Kürze soll der historische längere Erstflug erfolgen, heißt es bei der Firma. Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA habe grünes Licht gegeben. (WELT Online)

Keine Polizei auf Schalke -- nirgends!

Tja, jetzt haben wir den Salat! Wobei dieser Salat vorauszusehen war.

14:48 Uhr | Die Polizei will sich bis auf weiteres aus der Schalke-Arena zurückziehen. || Der umstrittene Polizeieinsatz in der Schalke-Arena beim Spiel gegen Saloniki mit 80 Verletzten hat ein Nachspiel: Die Polizei will künftig im Stadion keine Präsenz zeigen. Das Vertrauensverhältnis zum Verein sei nachhaltig gestört - ein Präzedenzfall. (TAGESSPIEGEL Online)

Verwunderlich ist doch nur, dass in einer Demokratie, in der jede Interessengruppe in Sachen Geld sofort auf die Barrikaden geht, die Nicht-Fußball-Anhänger nicht längst schon dafür gesorgt haben, dass Steuergelder nicht mehr für Fußballstadien und sonstige Spezialereignisse ausgegeben werden. Lässt sich doch alles über Veranstalter-Einsatz plus verpflichtenden Versicherungsschutz und Ordnungsamt-Kontrolle der vorgeschriebenen Maßnahmen regeln.

Atefah Sahaaleh

Ich suche nach dem "automatischen Galgen", mit dem Tom Horn hingerichtet wurde. ("Der Konstrukteur James P. Julian aus Cheyenne, Wyoming entwarf und baute die „Maschine“ im Jahr 1892, danach wurde sie als „The Julian Gallows“ (Der Julian Galgen) betitelt." (Wikipedia))

Dann der Zufallsfund bei Youtube. Das Schicksal einer jungen Iranerin wird angezeigt, die im Alter von 16 Jahren hingerichtet wurde. Kurze Internet-Nachforschungen. Name: Atefah Sahaaleh.

Ein WDR-Film über Moraljustiz im Iran | Galgen für eine 16jährige | Von Hans-Detlev von Kirchbach || "Zu Atefehs Hinrichtung sind viele Menschen gekommen. Es war kurz vor sechs Uhr morgens. Alle kamen, Junge, Alte, mit Fahrrädern, mit Autos. Sie mußte einen schwarzen Schleier tragen. Sie betete wunderschön aus dem Gebet des Muezzins vor und rief laut: Gott vergib mir." (Neue Rheinische Zeitung)

Bei Youtube ein Film in mehreren Teilen

Frauen im befreiten Frankreich

Notiz:

18.06.2013 Uwe Schmitt | Zweiter Weltkrieg | Gigantisches Bordell mit 40 Millionen Hedonisten || "Aufschnitt", mehr oder weniger teure Fleischwaren: So sahen US-Truppen die Frauen im von ihnen befreiten Frankreich. Eine amerikanische Historikerin beschreibt die dunkle Seite des Sieges. (WELT Online)

Mary Louise Roberts: What Soldiers Do. Sex and the American GI in World War II France.

Nie davon gehört bisher.

Nachbau der Titanic

Auf meinen Notizzettel. -- Vorsichtig gesagt: Es gabt schon dümmere Ideen!

Spektakuläre Simulationen: Millionär baut Titanic nach | 2016 soll es so weit sein. Dann will der australische Multimillionär Clive Palmer in See stechen - mit einem originalgetreuen Nachbau der Titanic. Erstmals sind jetzt Simulationen der "Titanic II" zu sehen. (SPIEGEL Online 27.02.2013, "Video: Spektakuläre Simulationen: Millionär baut Titanic nach.")

Ich meine -- allein schon der Aufmerksamkeitsgewinn wird riesig sein. Und dann noch das Gefühl, einen Mythos wieder auf die Realitätsebene geschoben zu haben!* Hätte ich das Geld, ich würde mitmachen. Und wenn ich eingeladen werde, fahre ich auch mit.

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|* Schön, dass die Wikipedia die bisherigen -- gescheiterten -- Nachbau-Versuche so sorgfältig zusammengetragen hat. So einfach ist die Sache wohl nicht. Umso größer der Triumph unseres stämmigen Australiers, wenn es denn klappt.

ZEIT-Magazin: "Deutschland, eine Reise"

Noch kein Wintermärchen, sondern, Mitte September, "eine Reise". Eine Reise, die, von wegen Wintermärchen, an die Lebkuchen erinnert, die jetzt schon wieder bei Tengelmann liegen. Aber der Reihe nach ...

Der Donnerstag beginnt bei mir seit geraumer Zeit mit einem Ritual: Ich lese am Morgen als Erstes die Kolumne von Harald Martenstein im ZEIT-Magazin. Und heute? Ich ahne nichts Böses, als da ein Heft vor mir liegt, betitelt mit "Deutschland, eine Reise. Mit Magnum Fotografin Olivia Marthur im Westen". Dann blättere ich. Kein Inhaltsverzeichnis zu finden. Kein Martenstein nirgends. Nur eine große Anzahl von größtenteils nichtssagenden bis vollkommen bescheuerten Fotos. Dass der moderne Kunstgedanke sich im ZEIT-Magazin-Foto widerspiegelt, das hatten wir hier in diesem Blog ja schon. ("Tagebuch einer jungen Frau". "Brigitte Lacombe, Fotografin".) Das Moderne-Kunst-Muster: "Ich, der Galerist / Museumsmensch / Zeitungsredakteur, mache mich wichtig, indem ich meine kleine Macht einsetze, um XY zum Kunstwerk / zum wichtigen Foto und damit Z zum wichtigen Künstler / Fotografen zu erklären." Wer Berücksichtigung finden will, der muss aber in der Regel (es gibt Ausnahmen, Entdeckungen geheißen) schon mal von anderen für wichtig erklärt worden sein, indem er Magnum-Fotograf geworden ist. Zum Beispiel.  

Heute also kein Martenstein, sondern diese Fotos von "Magnum-Fotografen"*, vom ZEIT-Magazin mit rührenden kleinen Lebensläufen der Auslöser-DrückerInnen für außerordentlich erklärt. Ok, zwei Beispiele (S. 26 und S. 27).



Nein, mein Scanner ist nicht schmutzig oder auf Unschärfe gestellt! So sehen die Meisterfotos tatsächlich aus. Man ist einfach gezwungen, die Kishon-Kunsttheorie [ 1 ]für exakt und richtig zu erklären.

Noch ein kleiner Hinweis: Jeder weiß, dass die "Printmedien" ums Überleben kämpfen. Wenn noch einmal solche Bilder statt Martenstein kommen, dann gibt es einen ZEIT-Abonennten weniger und einen Nur-Google-News-Benutzer mehr. 

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|* Hat eigentlich schon ein Linguist die Wortbildungen dieses Musters einmal näher untersucht? Determinativkompista, mit Determinans aus der Abteilung 'Aufwertung'? (Ok, ein zusätzliches Problem: Sind Bindestrich-Bildungen überhaupt Komposita? Aber -- egal.) Vielleicht, damit es schön wissenschaftlich klingt, führen wir dafür den Terminus Ästimationskompositum ein? Das Muster eben: der Suhrkamp-Autor, der Porsche-Manager, der Magnum-Fotograf.

Mittwoch, 11. September 2013

Erkenntnisrelativismus

Eigentlich sind die Diskussionen doch alle Variationen zu Platons Idee von der 'Idee', oder?

Für meine Textsammlung zum Thema. Ich werde das demnächst brauchen.

Platon, Höhlengleichnis

Kant, Die ersten Grundsätze der metaphysischen Erkenntnis

Der Philosoph Martin Heidegger meinte einmal, dass das, was Menschen denken, für Eidechsen todlangweilig und völlig unvorstellbar ist. In ihrer Welt gibt es nämlich keine Menschendinge, sondern nur »Eidechsendinge«. Aber was sind das — Eidechsendinge? Das verriet Heidegger leider nicht. Vielleicht sind es solche Dinge wie knusprige Insekten, tolle heiße Steine und kuschelig schützende Höhlen? | Ebenso wie es »Eidechsendinge« gibt, gibt es natürlich auch »Kinderdinge«. (Precht, Warum gibt es alles...)

"What is it like to be a bat?" – Thomas Nagel
Task: Give a sketch of Nagel's argumentation! What consequences come out of it according to your opinion? | Introduction: The text "What it is like to be a bat?" was written by Thomas Nagel in 1974. According to Nagel, the philosophical discussions at that time gave little or no attention to consciousness. Because consciousness would complicate the mind-body problem in a unsolveable manner, but without consciousness, the problem seemed much less interesting.

Montag, 9. September 2013

Fiat justitia universitatis...

Zufallsfund: Ein Mann der Auseinandersetzung! Zuerst klagt er, dann wird er beklagt (wenn wir auf die juristisch-feinsinnige Unterscheidung von Angeklagter und Beklagter Rücksicht nehmen).

10 Jahre ist es schon wieder her:

Im Landgericht Münster wird die Sache Sprachwissenschaftler Dr. Klaus Siewert gegen Krimi-Autor Jürgen Kehrer verhandelt. Privatdozent Siewert, Uni Darmstadt, will sich bei der Romanfigur "Professor Kaiser" in Jürgen Kehrers Wilsberg und der tote Professor wiedererkannt haben. Der Richter verbietet das Buch trotzdem nicht. Seine Begründung: "Kaiser stirbt auf Seite elf des Romans. Sie machen hier noch einen ganz lebendigen Eindruck." unicum. (Das Hochschulmagazin 03/2003. S. 6, hier nach cras-legam.de)

Und dann doch auch das:

14. Januar 2011 | Sprachforscher auf der Anklagebank | Münster - Dr. Klaus Siewert gilt als renommierter Sprachforscher. Seit 1997 leitet er das von der nicht minder renommierten Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt "Wörterbuch der Geheimsprachen in Deutschland", an der Universität lehrt er als Privatdozent. Vermutlich hat er nicht in den kühnsten Träumen damit gerechnet, dass er wegen seines Ende 2010 erschienenen Buches "Die geheime Sprache der Tiötten" auf der Anklagebank des Landgerichts landen könnte. (Westfälische Nachrichten, hier nach westline.de)

Da hat ein Sprachwissenschaftler aber mal Spaß am Fach Jura gefunden!

Freitag, 6. September 2013

Kreative Politiker?

Als via Wikileaks ruchbar wurde, in welch schnoddrigem Ton Diplomaten auch über die Politiker befreundeter Staaten in Depeschen berichtet haben, da habe ich mich gefragt, ob Diplomaten nicht auch in ihrem Geheimberichten eine euphemistischere Sprechweise verwenden sollten. Die ihnen ja sonst doch auch nachgesagt wird. "Angela Merkel sei 'unter Druck beharrlich, aber meidet das Risiko und ist selten kreativ', heißt es an einer Stelle." (WELT Online) Also wen stört eine derartige Laienpsychologie? Die Frage aber natürlich: Sind risikofreudige und sind kreative Politiker überhaupt wünschenwert? Ich meine, welcher deutsche Politiker war denn kreativ? Möllemann fällt mir da ein.

Feuer legen

Und schließlich noch eine kleine stilistische Frage. In FOCUS Online heißt es:

Illegal gelegtes Feuer geriet außer Kontrolle. Jäger löste offenbar Rekord-Waldbrand in Kalifornien aus

Kann man denn legal Feuer legen? Also sagen wird man so nicht: Er hat legal Feuer gelegt. Aber generell: Enthält der Ausdruck Feuer legen nicht immer die Absicht und auch Bestrafenswertes? Dann geht das mit dem außer Kontrolle geraten = ohne Absicht nicht zusammen.

An die, die sich über die NSA aufregen

Soeben gelesen. Ganz frische Meldung:

Aktualisiert vor 26 Minuten | Codename "Bullrun" | NSA kann verschlüsselte Daten mitlesen || Der US-Geheimdienst NSA kann viel mehr Daten im Internet mitlesen, als bisher gedacht: Im Rahmen des Milliardenprogramms "Bullrun" hat er die meisten Ver­schlüs­se­lungs­sys­teme knackt – oder umgangen. (WELT Online)

Jetzt mal ehrlich -- das ist doch wohl das, was man von einem anständigen Geheimdienst erwarten kann, oder? Dass er Verschlüsselungen knackt oder umgeht. Ist so etwas überhaupt eine Meldung wert? Ich meine, man kann doch nicht akztepieren, dass Terroristen, Kriminelle, Großsteuerhinterzieher, Kinderpornographen und Leute vergleichbaren Kalibers Truecrypt verwenden und dadurch via Internet schalten und walten können, wie sie wollen, oder? Ganz ernsthaft, an die, die sich über die NSA aufregen: Welche Straftaten sollte man vorbereiten oder begehen können, die nicht durch geheimdienstliche Internet-Überwachung verfolgt werden dürfen? Wo liegt die Grenze? Konkret bitte und mit Beispielen! Das mit der Grenze fragt nämlich so gut wie niemand, wenn er sich über die NSA aufregt.

[ Vgl. Die NSA, realistisch gesehen ]

Donnerstag, 5. September 2013

My monetary worries will be over soon

Ach, ist das aber schön! Keine Geldsorgen mehr! Eben habe ich diese Mail bekommen:

Hi dear. It is my pleasure to announce to you that your monetary worries will soon be over. I am Mr.James Jack of the United Kingdom, and I run a loan facility here. Please feel free to mail me back ( Email: oztutu@outlook.com ) However, I can lend you money anywhere in the world. Please note the first 7 who reply this mail within the next 48 hours will get utmost attention and will be treated as top priority. Thanks Mr.James Jack ( Email: oztutu@outlook.com )

André F. Lichtschlag

Wo verläuft im konkreten Fall die Grenze zwischen ... ?

  • originellem politischen Denker
  • selbstverliebtem Polit-Spinner
  • gefährlich-radikalem Polit-Theoretiker

Hier ein Beispiel, das mit bei meinem Internet-Streifzug zur Bedeutung des Begriffs 'liberal' untergekommen ist:

In einem Beitrag für Die Welt kritisierte Lichtschlag das Wahlverhalten der „Nettostaatsprofiteure“, zu denen er Beamte, Politiker, Arbeitslose und Rentner zählt, und schlug vor, darüber nachzudenken, ihnen das Wahlrecht zu entziehen, da diese „mit ihren Mehrheiten jeden noch produktiven Menschen“ niederstimmen würden. (Wikipedia)

Sicher ist zunächst, dass man, um zum Status von Lichtschlag zu kommen, eine gewisse unternehmerische Denke -- mit Kleinzeitschriften-Gründung und so --, aber keine formale Qualifikation braucht. Was zunächst nicht viel heißen mag. Aber eine formale Ausbildung, die etwas Sprachphilosophie und Logik enthalten hätte, hätte den Herrn Lichtschlag vorab schon mal darüber nachdenken lassen, dass diese Reihe Beamte, Politiker, Arbeitslose, Rentner in sich nicht stimmig ist. Und dann, dass Tradition in der Demokratie wie auch sonst eine große Rolle spielt. Der Typus "selbstverliebter Polit-Spinner" entsteht ja u. a. dadurch, dass die tragende Rolle dieser Tradition nicht beachtet wird. Eher geht ein Nadelöhr durch ein Kamel -- oder so ähnlich --, als dass solche verqueren Thesen von einer Mehrheit auch der Bruttostaatsausgebeuteten (oder wie heißen 'die anderen' dann nochmal?) für sinnvoll erachtet werden. Und wenn wir schon dabei sind: Sollte man darüber nachdenken, ob man anerkannten Polit-Spinnern das Wahlrecht entziehen sollte? Nur mal so gefragt. Wobei der ruhig denkenden Mensch natürlich sogleich weiß, dass solch eine Forderung nicht mal als Provokation vernünftig ist. Es gibt ja die Menschenrechte, und die geben dem Menschen, jedem Einzelnen, das Recht, als Polit-Clown durch die Welt zu gehen.

Virenscanner: Exploit:Java/CVE-2009-3867

Nach dem Urlaub mal den Virenscanner ausführlich laufen lassen. Microsoft Security Essentials lässt sich Zeit, läuft im Hintergrund, findet nach langem Prüfen das:


Entfernt dann auch:



Und über das, was da die Bedrohung war, gibt Microsoft selbst ausführlich Auskunft:



ZusammenfassungTechnische Informationen
Exploit:Java/CVE-2009-3867 ist der Nachweis für eine bösartige Java-Applet, das die in CVE-2009-3867 beschriebenen Sicherheitsanfälligkeit ausnutzt. Die Schwachstelle ist aufgrund eines Fehlers in der Implementierung der HsbParser.getSoundBank -Funktion, die ausgenutzt werden können, um einen Stack-basierten Buffer Overflow führen.

Was Sie jetzt tun
Um zu erkennen, und entfernen diese Bedrohung und andere bösartige Software, der auf Ihrem Computer installiert werden kann, führen Sie einen vollständigen Systemscan mit ein aktuelles Antivirenprodukt wie den folgenden:

  • Microsoft Security Essentials
  • Microsoft Safety Scanner

Weitere Informationen zu antivirus-Software finden Sie unter http://www.microsoft.com/windows/antivirus-partners/.
Zusätzliche Wiederherstellungs-Anweisungen
Diese Bedrohung nutzt eine bekannte Sicherheitslücke in Java-Software. Nach dem Entfernen dieser Bedrohung, stellen Sie sicher, dass die Installation der verfügbaren Updates vom Hersteller. Erfahren Sie mehr über diese Sicherheitsanfälligkeit unter den folgenden Links:
CVE-2009-3867

Jo.

Dienstag, 3. September 2013

Quando sono sola



Begnadete Menschen: Helene Fischer

Time To Say Goodbye - Con Te Partiro

Quando sono sola
sogno all'orizzonte
e mancan le parole,
si lo so che non c'è luce
in una stanza quando manca il sole,
se non ci sei tu con me, con me.
Su le finestre
mostra a tutti il mio cuore
che hai accesso,
chiudi dentro me
la luce che
hai incontrato per strada.

Time to say goodbye. -- Con te partirò.
Paesi che non ho mai
veduto e vissuto con te,
adesso sì li vivrò.
Con te partirò
su navi per mari
che, io lo so,
no, no, non esistono più,
it's time to say goodbye. -- con te io li vivrò.

Ciurlionis

Wir sollten ihn nicht vergessen:

Hier und da über die Jahre hinweg ein Bild, ein Klang von Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, dem litauischen Doppelkünstler, dem Maler und Komponisten, der 1911 im Alter von nur 36 Jahren starb und über den Vytautas Landsbergis, der 1990 als Präsident des Höchsten Rates die Unabhängigkeit Litauens von der UdSSR proklamierte, ein Buch geschrieben hat. Im Land von Philipp Otto Runge, dessen romantisch-allegorische Kunst im Traum von der Synästhesie der Künste kulminierte, war Ciurlionis, außerhalb seines Landes und des Zirkels der Sonderlinge, schon gelegentlich eine willkommene Entdeckung. (ZEIT Online)

Die überraschende Verbindung:

Mit achtzehn reist er nach Litauen, in die Stadt Kaunas, wo er ein Auslandsjahr verbringt und Englisch unterrichtet. Es ist das allererste Mal, dass er auf sich alleine gestellt ist, ohne das schützende Netzwerk Großfamilie. Dieses Jahr sollte das wichtigste Jahr seines Lebens werden. Tammet lernt, sich unter Menschen zu bewegen, er schließt Freundschaften, geht ins Kino, fährt täglich mit dem Bus. Er übernimmt für sich selbst Verantwortung. Für ihn ein gewaltiger Schritt. „Litauen“, schreibt er, „hatte mir die Gelegenheit gegeben, mich selbst etwas objektiver zu betrachten und mich mit meinem ,Anderssein' zu arrangieren, weil ich dort erkannte, dass es nichts Negatives sein muss.“ In der Fremde bastelt er an einer Art Handbuch der Kommunikation. Ein Datenbestand, der ihm Sicherheit gibt und auf den er in heiklen Situationen vertrauen kann. [FAZ Online zu Daniel Tammet: „Elf ist freundlich und Fünf ist laut“. Ein genialer Autist erklärt seine Welt. Mit Vorworten von Darold Treffert und Simon Baron-Cohen. Aus dem Englischen übersetzt von Maren Klostermann. Patmos Verlag, Düsseldorf 2007.]

In Kaunas ist das Ciurlionis-Museum. Nicht weit vom Teufelsmuseum.

Romantische, tiefe Musik ...

Freitag, 23. August 2013

Was hat er jetzt von seiner Tüchtigkeit?

Erfunden, Abt. Lob des Müßiggangs?  Nein!

“Als Schüler wurde er für Spitzenleistungen in Mathematik, Französisch und Englisch ausgezeichnet und gewann zweimal den Markgräfler-Cup, ein Jugend-Tennisturnier in Freiburg. Erhardt war Mitglied der Jungen Union, in seinem Lebenslauf nannte er unter "persönliche Interessen": Philosophie, Sport und Politik. Ein Foto auf Facebook zeigt ihn mit gegelten Haaren, gestreiftem Hemd, Krawatte und Hosenträgern - wie einen Unternehmenschef.

Erhardt war zwar erst 21, hatte aber einen Lebenslauf wie ein 30-Jähriger. Nach dem Abitur zog er in die USA und studierte an der Universität von Michigan. Anschließend bekam er einen Platz als Bachelor-Student an der WHU/Otto Beisheim School of Management, einer privaten Wirtschaftshochschule in Vallendar bei Koblenz. Man habe einen "wunderbaren Menschen und einen sehr engagierten Studenten verloren", schrieb die Uni in einer Mitteilung.“ (KARRIERE SPIEGEL Online)

Jetzt einmal ernsthaft. Es kann dieser frühe Tod durch einen verborgenen angeborenen Herzfehler verursacht sein oder tatsächlich dadurch, dass der Student seinem Körper und seinem Geist zuviel zugemutet hat. Tragisch bleibt die Sache auf jeden Fall. Sie veweist zurück auf das barocke Lebensgefühl: Media vita in morte sumus. "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen ..."

Donnerstag, 15. August 2013

The Bible of Bodyweight Exercises

Auch das halten wir mal fest:

Laurens Botschaft, die er auch auf Mandarin, Spanisch und Russisch in der Welt verbreitet, kommt insbesondere in Deutschland bestens an: Fast 300.000 seiner Trainings-Bücher und -DVDs fanden hierzulande schon Abnehmer. "Fit ohne Geräte – Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht" heißt das Lauren-Prinzip etwas sperrig auf Deutsch. Auf Englisch klingt die Sache cooler: "You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises" lautet der Originaltitel des vor drei Jahren erstmals erschienenen Werkes. (WELT Online)

Und vermerken weiter, dass der Tokio-Killer John Rain in einem dieser Romane von Barry Eisler eher nebenbei schon gesagt hat, dass die ganzen Fitnessgeräte-Hersteller pleite gingen, wenn die Leute wüssten, wie viel man ohne Geräte so alles für die Fitness anstellen kann. Nur eben -- eine Marktlücke bleibt tatsächlich: Es müsstse einen Wecker geben, der den starken Willen des inneren Schweinehundes lahmlegt. Der Wecker läutet, und ich gehe und mache meine Situps und Liegestütze.

Gewalt in Ägypten

Die Meldungen via Internet, am Feiertag:

15. August 2013 17:07 | Reaktion auf Gewalt in Ägypten | Obama sagt gemeinsames Manöver der Streitkräfte ab || Die USA reagieren auf die Eskalation der Gewalt in Ägypten: Präsident Obama hat ein geplantes Manöver mit der Armee des Landes abgesagt. Die milliardenschwere Militärhilfe bleibt jedoch unangetastet. In Kairo nimmt die Gewalt kein Ende. Islamisten haben ein Regierungsgebäude gestürmt, landesweit wurden christliche Kirchen angegriffen. (Süddeutsche Online)

Tja, die großen Optimismusdemokraten und ewigen Besserwisser werden es nicht wahrhaben wollen; aber manche Länder sind tatsächlichnicht nicht reif für eine Demokratie, die diesen Namen verdient. Sei es, dass der Revolutionäre Präsident auf Lebenszeit wie Mugabe sich nicht vorstellen kann, dass es ohne ihn geht, sei es, dass die Widersprüche im Land so groß sind, dass ohne den Diktator über kurz alles drunter und drüber geht. Ja, wenn wir eine UNO hätten, die eine Macht wäre -- hätten, wäre --, eine Uno, die einmarschiert und die nächsten und übernächsten Wahlen streng kontrolliert? Aber Ägypten hat ja noch nicht mal so richtig Erdöl! Und für Pyramiden  und ein paar Kopten macht sich keiner die Hände schmutzig. Die Muslimbrüder -- nicht geheuer. Die Weltlichen, halt diktaorisch unterwegs. Kann man nix machen. Nur "Demokratie!" rufen, auf dass der Ruf im Wind verhalle.

When in Rome ..

... do as the Romans do!

Hic Rhodos, hic salta!

Sagen diese beiden Sätze das gleiche oder nicht? Natürlich nicht.

Mittwoch, 14. August 2013

Die Rolle des Anonymus im Allgemeinen

Ich kopiere das mal von meiner persönlichen Wikipedia-Seite hierher, also an eine Suchmaschinen-findbare Stelle:


Sollte es, kann es einen WP-Artikel über einen Menschen geben, der real existiert, eine hohe Relevanz besitzt, aber anonym bleiben möchte? Ich bin durch eine kleine Diskussion bei Robert Schmidt (Begriffsklärung) auf diese Frage gekommen. Irgendwie widerspricht es meinem (Rechts-) Empfinden, dass jemand andere -- ohne dass ich hier festlege, ob dieses Anklagen / Erklärungen einfordern gerechtfertigt ist oder nicht -- in Erklärungsnot bringt, aber selbst aus dem Dunkel heraus operiert.

Gibt es eine grundlegende Untersuchung zur Rolle der Anonymen in der Geschichte, mit einem Schwerpunkt auf der Zeit des Internets? Wenn nicht, dann ist das, wie man so sagt: ein Desiderat. Auch eng Angrenzendes wäre mit zu analysieren: der Denunziant, der nicht-anonyme Querulant, der Gutmensch, den man vom großherzigen "anonymen Spender" unterscheiden muss, auch auch natürlich auch der Macht-Unterstützer, die Graue Eminenz, usw. Der Wikipedia-Artikel zur Anonymität ist schon mal ein Anfang, mit einer, sehr speziellen, Untersuchung von Martin Rost, unter Literatur.

Google und der deutsche Datenschutz-Michel

Kann man so formulieren, man muss aber nicht!

14. August 2013 | Digitale Daten | Google bestreitet Recht auf Privatsphäre für Gmail-Nutzer || Ein Algorithmus liest jede E-Mail mit, um Werbung einzublenden. Ist das in Ordnung? Ja, sagt Google - wer Gmail nutze, habe kein Recht darauf, dass die Nachrichten nicht ausgewertet werden. Verbraucherschützer sind empört. Allerdings hat die Technik auch einen Vorteil für die Nutzer. (Süddeutsche Online)

Ich als Google-Nutzer sage, dass die bei Google gar nicht die Zeit haben, meine vollkommen uninteressanten Mails "zu lesen". Da liegt nämlich der Missverständnis-Hase im Pfeffer. Die Leute glauben, Google dürfe man mit einer Person, dem Nachbarn, gleichsetzen, der fies grinsend fremde Briefe aufmacht und liest und weitertratscht oder epresst. Mitnichten! Die Frage, die der Google-Mitarbeiter Alfons Algorithmus stellt, heißt einfach: Welche Schlüsselwörter sind in dem Mails? Was würde der Mensch kaufen? Ist doch besser, als wenn jemand mir, in der SZ oder im SPIEGEL, Müll anpreist, für den ich kein Interesse habe. 

Was sind Verbraucherschützer da? Natürlich "empört". Klar. Als ob es da um "Privatsphäre" ginge! Es ist zum Kringeln, dieses deutsche Lebensgefühl! Google kann -- und wird -- schlicht sagen: "Ihr müsst doch unsere Produkte nicht benutzen! Geht doch zu Yahoo oder gmx!" Immer wieder das echt Deutsche: den Vorteil mitnehmen und dann die Bedingungen diktieren wollen. Zum Kringeln!

Sex and Adolf Hitler sell!

Also, der Künstler Jonathan "die Möwe" Meese mag unter den Weltberühmtkennern weltberühmt sein. Ich hatte ihn bislang nicht auf dem Schirm. Aber nun hat er es auch zu mir geschafft. Dank Hitlergruß ist er unübersehbar geworden und in allen Medien. Es gibt für den Künstler auf dem Weg zum Ruhm halt nichts Besseres als solch einen veritablen Prozess, in dem um die künstlerische Freiheit geht!

Lothar Müller weiß in der SZ von heute, S. 11 ("Hitlergruß ohne Dämonen"), allerlei Grundsätzliches zum abendländischen Kunstbegriff zu sagen, auf den sich der Künstler Meese nun beruft. Diese Erörterung ist teilweise voller erstaunlicher Feinheiten.

Unterm Strich schreiben wir in die Anleitung für werdende Künstler: 

"Provoziere! Denn Provokationen machen dich berühmt!" 

Ein Stück über Adolf Hitler, der unter Anleitung von Bushido und Claudia Roth Sex mit Kindern hat, das wäre so gesehen der nächste, der wirklich konsequente Schritt für einen aufstrebenden Dramatiker. Nur -- welche Rolle geben wir in diesem Stück Fräulein Hegemann?!

Vermischtes, heute

Ferien. Und auch wieder keine Ferien. Der Job lugt durch das Oberfenster ... Aber lesen! Und Radio hören! Das muss sein!
  • Wolf Wondratschek wird 70. Spricht im Radio mit junger Alterherrenstimme, aus Wien. Immer noch ein liebenswerter Aufschneider. Also einer, der perfekt nach Wien passt.
  • Im ZEIT-Magazin auf S. 35, Matthias Kalle fährt -- gegen seine einstigen jugendlichen Vorsätze -- mit einem neuen Golf GTI zum Tennisplatz.
  • Ebd. auf S. 41 das Schachrätsel (das ich später vom PC-Schachprogramm lösen lassen will). Der Schach-Autor wird persönlich. Sein Sohn ist Doktorand in London. Seinen Namen aber erfahre ich nicht. Warum eigentlich nicht?
  • Auf derselben Seite ein Rätsel: "Lebensgeschichte". Ich möchte jetzt gleich wissen, wer das denn sein soll. Stichworte für die Suche: Vater Admiral, Drogen, Song, begraben. -- Ok, das war leicht. Jim Morrison. Ich habe vor Jahr und Tag vor seinem Grab gestanden: Père Lachaise, Paris.

Zu Morrisons Ehre ein Video hierher verlinkt: Turn out the Lights - Jim Morrison's last night on stage? Nein, doch lieber das:




Dienstag, 13. August 2013

Neues Icon

Neues Icon, soeben kreiert:

:-=O

Adolf H. spricht zum Volk.

Samstag, 10. August 2013

Ein Wort zu rumsi heute, 09:45 Uhr

Den folgenden kurzen Kommentar habe ich bei SPIEGEL Online gelesen (Auftaktsieg gegen Gladbach: Bayern verlaufen sich noch in Guardiolas System. Von Sebastian Winter)

bin mal gespannt

wenn Ribery und Robben verletzt sein sollten. Wie es dann wohl läuft. Dieses ganze Getue um PEP (GOTTVATER DER TRAINER) geht einem langsam auf den Geist. Andere normale Bundesligamannschaften können auch Fussball spielen.

Ich als Bayern-Fan sage dazu: Pep Guardiola hat sich sehr bemüht, diesen Presse-Hype um seine Person zu dämpfen. "Ich bin kein Super-Super-Trainer. Ich bin nur ein Trainer." Also, was soll's. Die Zukunft wird es weisen. Und Guardiola ist ein prima Kerl, so auf die Distanz gesehen.

Donnerstag, 8. August 2013

Rettungsfonds EFSF

Um das mal in Relation zu setzen: "Rettungsfonds EFSF. Deutschland haftet bislang mit 95,3 Milliarden Euro." (FAZ)

95.300.000.000 Euro. Steuereinnahmen D 2012: 613.530.000.000. Der Anteil, wenn ich mich beim Kopfrechnen nicht vertan habe: gut 1/6 = gut 15% der deutschen "Jahreseinnahmen". Ist das mit der Haftung jetzt viel oder wenig?

σῴζειν τὰ φαινόμενα

Zeit des Lesens. Das da in der Überschrift stellt Quine seinem schönen kleinen Buch "Unterwegs zur Wahrheit" als Motto voran. Da lässt sich trefflich drüber nachdenken. Über das Motto und die Wahrheit. Platon, schreibt Quine knapp darunter. Die Wikipedia weiß es wieder mal besser.

Mittwoch, 7. August 2013

Barschel: "Dissertationen von Ghostwritern?"

Ich glaube, Uwe Barschel ist inzwischen so sehr Geschichte, dass man das "De mortuis nihil nisi bene" außer Kraft setzen darf. Es geht einfach um die allgemeine, die quasi rechtsabstrakte Frage, ob Politiker, die es ganz nach oben schaffen, aus einem besonderen Holz geschnitzt sind. (Das "ganz oben" definiere ich vorläufig mal so: Ministerpräsident, Minister, Kanzler, Bundespräsident.) Aus einem Holz, aus dem nicht die Ellen der Moral geschnitten werden können. In diesem Zusammenhang habe ich einmal eine alte, von niemandem kommentierte Anmerkung von mir bei der Wikipedia herausgekramt.

Ich erinnere mich vage, in der ZEIT damals gelesen zu haben, dass B. seine zwei Dissertationen zum Doppeldoktor, schon politisch sehr aktiv, von befreundeten Kommilitonen hat weitgehend „vorbereiten” lassen. Ist darüber etwas bekannt? Es wäre für die Zusammenhänge zwischen Wissenschaftstheorie und Politik nicht uninteressant. (15. Jan. 2007)

Warum zum Teufel finde ich diesen Artikel nicht?! Es war doch in der ZEIT? Oder doch woanders. Gelesen jedenfalls habe ich das. 

Und bei der Gelegenheit: In der SZ "von vor ein paar Tagen" war ein Interview mit einem Ghostwriter zu lesen, der über seine "Kunden" wie ein Rohrspatz geschimpft hat. Tja, Verwirrung allenthalben.

Robert Schmidt (Pseudonym) 2

Wie es scheint, einigt man sich darauf, dass anonyme Vorwürfe kein korrekter Stil sind. Dass jener pseudonyme "Robert Schmidt" sagt, er möchte nicht mit dem, was er tut, in Verbindung gebracht werden, ist sehr verständlich. Tatsächlich bleibt , allgemein gesprochen, die Tat ja die Tat, unabhängig davon, ob die Person des Anklägers bekannt ist. Auf der anderen Seiten hat der "anonyme Denunziant" einen noch schlechteren Ruf als der "namentlich bekannte Denunziant". Und natürlich gilt all das nicht nur für die Verfehlungen in der Wissenschaft. Wenn jemand seinen Nachbarn wegen Schwarzarbeit anonym anzeigt, dann gilt auch da: Schwarzarbeit ist verboten! Auch hier kann sich der Denunziant auf die Werte berufen. Sagen, dass es ihm nur um die ungerechte Sache geht. Dass das mit ihm als Person ja nichts zu tun hat. -- Ein ethisches Dilemma erster Güte ...

UNIVERSITÄT | Plagiatorenjäger sollen Gesicht zeigen | Von Markus Decker || Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fordert, anonyme Hinweise auf abgeschriebene Doktorarbeiten zu ignorieren || Universitäten sollen anonymen Hinweisen auf Plagiate künftig in der Regel nicht mehr nachgehen. Das ergibt sich aus den jüngsten Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Umgang mit vermeintlich oder tatsächlich gefälschten Doktorarbeiten. „Die Überprüfung anonymer Anzeigen ist durch die Stelle, die den Vorwurf entgegennimmt, abzuwägen“, heißt es darin. (Berliner Zeitung (Online), dort auch mehr zu diesem Thema)

KOMMENTAR ZU LAMMERT | Jäger und Sammler der Plagiate | Von Katja Tichomirowa || Die Vorwürfe gegen den einstigen Doktoranden Lammert dürfen nicht ungeprüft übernommen werden. || Robert Schmidt, seines Zeichens Entdecker von Plagiaten, tatsächlich wohl eher ein Jäger und Sammler derselben, hat sich in der deutschen Politik inzwischen einen Namen gemacht. Vorausgesetzt, die Behauptung stimmt, er habe das wissenschaftliche Fehlverhalten der früheren Wissenschaftsministerin Annette Schavan aufgedeckt und so für ihren Sturz gesorgt. Nun setzt Schmidt dazu an, am Stuhl des Bundestagspräsidenten zu sägen. Er hält Norbert Lammert vor, Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben und einen erheblichen Teil der von ihm vorgeblich verwendeten Literatur „ganz offenbar“ nicht gelesen zu haben. (Berliner Zeitung (Online))

Dienstag, 6. August 2013

Guardiola

Zum ersten Mal kann ich Guardiola verstehen, nicht nur sprachlich. Diese Affigkeiten des Medienbetriebs sind einfach unangenehm. (Dieses Wort reicht. Sie bringen den Bayern-Trainer gewiss nicht um. Aber unangenehm sind sie. Man denke an Mücken, nachts im Zimmer, wenn man schlafen will.)

Lob für den Viertligisten gehört sich für den Favoriten nach einem 5:0 im Pokal, deshalb: „In der ersten Halbzeit hat Rehden es gut gemacht“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola. Dann aber. Der Spanier behielt sein Lächeln die ganze Zeit auf, als er zum Monolog ansetzte im ARD-Studio, doch die Botschaft war klar: Lasst mich in Ruhe arbeiten! „Journalisten sagen, es sei schwierig für meine Spieler. Die sind aber nicht bei meinen Besprechungen dabei. Aber es ist gar nicht schwierig. Ist es schwierig, nach hinten zu laufen? Ist es schwierig, zu attackieren? Das ist nicht schwierig“, sagte er. Guardiolas erste Medien-Schelte. (FOCUS Online)

Ich habe ihn mir im Übrigen viel allürenhafter vorgestellt. Er ist ein ruhiger, sympathischer Bursche, der auch mal selbstkritisch sein kann und sich zum Nicht-Supertrainer erklärt.

12:1

Das ist kein Ergebnis von einem Pokalspiel des FC Rüsselen gegen Bayer Leverkusen, sondern ...

Heute in der SZ, Titelseite, ein Bericht über 12:1 in der Schweiz. Hier im Netz auch unter anderen Zeitungen wie der FAZ gelistet. Das Stichwort Mindestlohn einmal anders: Wenn die Manager mehr verdienen wollen, müssen sie die kleinsten Löhne anheben. Wahrschein führt das erst mal zu dem Versuch, ein Unternehmen aufzubauen, das aus lauter Scheinselbständigen besteht. Aber sei's drum.

"... Eigentlich hatte das Votum „gegen die Abzockerei“ von Managern, das der Kleinunternehmer Thomas Minder angestoßen hatte, wenig mit Umverteilung zu tun. Hauptpunkt der Neuregelung ist, dass die Aktionäre börsennotierter Unternehmen über die Gehälter der Führungskräfte bestimmen sollen. Aber die Abstimmung verhalf vor allem der „1:12“-Initiative der Jungsozialisten zu ungeahntem Aufwind. Hier geht es um viel mehr, nämlich um eine maximale Spanne zwischen den höchsten und tiefsten Gehältern in einem Betrieb von 12 zu 1. Dies soll für alle Unternehmen, also nicht allein für die börsennotierten, gelten. Selbst Unternehmer, die das vorgeschlagene Verhältnis praktizieren, warnen vor einer solchen Pauschallösung, die den Wirtschaftsstandort Schweiz gefährde. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der gegen die Initiative kämpft, steckt nach seinem Versagen in der Abzocker-Debatte aber in einer tiefen Führungskrise."

12:1, das wäre doch mal was!

Montag, 5. August 2013

Verschwörungstheorien (Film)

Gestern, Beginn 23:05, der US-Film "Shooter". Eine neue alte Variante der Verschwörungstheorie vom "Vollständig bösen Geheimdienst im Geheimdienst". Kann das ein Zufall sein oder wollte Pro7 einen  feinsinnigen Kommentar zu den Whistleblowern der vergangenen Monate abgeben?

Wie auch immer, ich komme auf die Ideen, dass ich einmal die Filme zusammenstellen könnte, die nach einem vergleichbaren Schema funktionieren. Für den Anfang -- und unter Absehung wichtiger Unterschiede -- sind es diese:
Man könnte jetzt die Liste der "Politthriller" durchgehen, die in der Wikipedia zusammengetragen wurden und schauen, was da noch dazukommt.

--

| * Shooter geht, was den Schluss angeht, einen naheliegenden, doch seltenen Weg. Normalerweise ist da ein "gutes Ende" wie in The Long Kiss. Die Bösen sind besiegt, und die Gute ist bei ihrer Familie, weiß aber jetzt um ihre erstaunlichen Fähigkeiten als Killerin. Oder: Die Bösen bleiben gefährlich, wie in Three Days of the Condor. Wenn die New York Times die Geschichte nicht bringt, wird der CIA-Ableger den Helden Joseph Turner wahrscheinlich töten. Shooter also: Die Bösen haben gesiegt, weil sie formal unangreifbar sind. Jetzt ist aber nicht Schluss, sondern der Held geht noch einmal auf eine letzte einsame Mission. Er erschießt die Bösen, die trimphierend-feixend am Kamin sitzen, höchst eigenhändig.

Freitag, 2. August 2013

Kein Wikipedia-Humor, nirgends

Ach, es ist schad! Die Herren Wikipedia-Kontrolleure und ich, wir haben einfach nicht den gleichen Humor. Oder genauer: Die Herren Kontrolleure (es sind Herren, da bin ich mir sicher!) sind der Meinung, dass auch in Wikipedia-Diskussionen der Humor nichts zu suchen hat. Konkret jetzt: Ich hatte da eine Anmerkung zu dem WP-Artikel Stephanie zu Guttenberg gemacht, der schnell wieder gelöscht worden ist. In der Versionsgeschichte war er immerhin noch vorhanden. Nun denn, jetzt rette ich auch diese schnell gelöschte Anmerkung mal hierher:


Der schöne Stammbaum am Schluss

... einfach herzallerliebst! Da zeigt sich die Liebe zum Detail und zum Adel auf rührende Weise. Haben denn auch andere Adelige, der Ehemann etwa, das Recht, derartig umfassend-genealogisch dargestellt zu werden? (Und warum muss ich da nur an diese Zeilen von Fendrich denken? "Die Frau aus Industrie und Adel / verbeißt sich ins Tiroler Wadel / genauso gern wie in die Herrn aus Rimini." Hat weiter keine Bedeutung, selbstverständlich. Eine unziemlich Assoziation das! Selbstverständlich.) -- 29. Jul. 2013