Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Mittwoch, 20. März 2013

Michael T. Lefèvre?

Jetzt doch mal im Wortlaut: 

"Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?" 

Jou, Thomas, das hast du wirklich sehr schön gesagt. Zwar kaum Inhalt, aber dafür klingt die Sache sehr -- wie soll ich sagen... Anheimelnd. Mir fällt im Moment nichts Besseres ein. Und: Mach's doch einfach! Nenn' ihn unergründlich! Einfach so! Und dann studier' Physik, um auch die andere Perspektive zu kennen. Die mit Raumzeit und so. Ob du da auf einen Brunnen kommst? Na ja, auf einen Tunnel immerhin. Ist ja sowas ähnliches wie ein Brunnen. Nur mehr oder weniger -- horizontal. Aber auch: maskulin. der Tunnel so wie der Brunnen. Und diese Symbolik! Gefällt dir bestimmt, das Maskulin-Symbolische da.

Was? Nach dem Tod sei es für ein solches Studium ein bisschen zu spät, sagst du? Hast du auch wieder recht ... 

--

Aber nun denn, angeregt von dem eigenartigen Erinnerungschub, gestern: Was macht eigenlich "Michael Léfevre"? Google findet nichts. Und ohne Anführungszeichen -- vielleicht hat er ja einen eine kleine Veränderung vorgenommen und heißt jetzt Michael T. Lefèvre? - Auch nichts Passendes. Nun denn ...

1971, ein denkwürdiges, aber lang vergangenes Jahr!

Hier vermittelt durch das Archiv der ZEIT.

--

"Im Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 1970/71 hatten die drei marxistisch gestimmten Dozenten Dr. Manfred Lefèvre (33), Dr. Horst Domdey und Dr. Friedrich Rothe (32) drei germanistische Proseminare angekündigt. Deren Titel erregten bei der Obrigkeit zunächst keinerlei Aufmerksamkeit:

Deutsche Literatur von der Kapitulation bis zur Währungsreform (Lefèvre),
Literatur des CDU-Staats (Domdey),
Literatur zum Aufbau des Sozialismus in der DDR (Rothe)"

--

Jesses na, was ist aus ihnen geworden? Von Lefèvre, nachdem ich gesucht habe, finde ich keinen Wikipedia-Eintrag und auch sonst nichts aus neuerer Zeit.

Wer die Zeit kennt, der weiß, dass die damaligen Links-Germanisten zum allergrößten Teil Zeitgeist-Mitläufer waren. Man muss, um das einordnen zu können, Martensteins These lesen.