Donnerstag, 2. Dezember 2021

Politik und Drama 1: Sergei Kirow

Die Welt der Politik ist die Welt der Theaterstücke, mal aus dem Bereich Komödie, mal aus dem der Tragödie. Hier ein Beispiel, das ich zufällig in der WELT finde, natürlich Bereich Tragödie:

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Manchmal kann ein Wahlerfolg schlimme Folgen für den Sieger haben. Ein berühmtes Beispiel liefert der Triumph von Sergei Kirow (1886–1934) auf dem XVII. Parteitag der KPdSU im Januar/Februar 1934. Bei den geheimen Wahlen zum Zentralkomitee erhielt er ganze drei Gegenstimmen, der fast allmächtige Generalsekretär Josef Stalin dagegen 270. Damit war klar, wem die Sympathie der Partei gehörte und dass sein Freund „Kiritsch“ zu einem ernsthaften Rivalen für den Partei-Chef und faktischen Diktator der Sowjetunion aufgestiegen war. 

Nicht wenige aus dem Führungskreis der Partei erinnerten sich daran, als am 1. Dezember 1934 die Nachricht von der Ermordung Kirows bekannt wurde. Am späten Nachmittag hatte der mächtige Parteichef von Leningrad (heute St. Petersburg) seinen Amtssitz betreten. Vor seinem Dienstzimmer kam ihm ein junger Mann entgegen, der zunächst auswich, ihm dann aber folgte. Plötzlich zog er einen Revolver aus der Tasche und schoss Kirow in den Hinterkopf. Der starb an Ort und Stelle. Der Attentäter wurde festgenommen. (welt.de)

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