Dienstag, 29. August 2006

Französisch -- Liebe auf den ersten Blick

avoir un coup de foudre

Lorsque Juliette rencontra Edouard, elle a eu un coup de foudre. Il y a des choses qui ne s’expliquent pas !…

Liebe auf den ersten Blick sein

Als Juliette Edouard begegnete, war es bei ihr Liebe auf den ersten Blick. Es gibt eben Dinge, die sich nicht erklären lassen ...!



Geheimnisse, ja Wunder der Sprache! Zwei einfache Sätze genügen, um zu sehen, daß selbst recht eng verwandte Sprachen weit voneinander entfernt sind. Das Mittel zu dieser Erkenntnis: Die, soweit es überhaupt geht, wörtlichste Übersetzung, die auch die Stellung der Wörter unangetastet läßt:

Als Juliette begegnete Edouard, sie hat gehabt einen Schlag von Blitz. Es da hat Dinge, die nicht sich erklären nicht.

Wikipedia-Werden

Irgendwann wird Wikipedia noch tiefe Erkenntnisse über das Werden der Vernunft aus dem Geist der Aggression zeitigen. Wenn sich der Pulverdampf verzogen hat. Ich habe mich jedenfalls entschlossen, die schönsten Beispiele für Streit hinter den Kulissen zu sammeln.

Hier noch, ausgerechnet aus dem Artikel "Genie", ein Beispiel:

Legastheniker: deine Lebensgeschichte kannst du einer anderen Person anvertrauen, ich kann da nix ( Rechtsschreibfehler!) dafür.Mit deiner Ausdrucksweise provozierst du Streit und verdirbst anderen usern die Lust an wikipedia. über mich brauchst du keine Beschwerdepage einrichten, es war der erste und vorerst letzte Artikel den ich verfasst habe. Da ich einfach zum Informationsgehalt beitragen wollte, um mir dann prompt deine ständigen Belehrungen anhören zu müssen: Also ausser dir würde sich da niemand melden- was bei einer Beschwerdepage über dich sich anders darstellen würde wie ich vermute.

...

Achja? Dann hätte sich das eine Scheisskuh von Köchin gefälligst auch hinter die Ohren schreiben sollen! Diese Mistziege verdammte *Grummel* Merke noch eins: Soweit ich dass hier mitbekommen habe, und das geht an Hortensee: Das hier ist eigentlich kein Diskussionsforum! Diese Seiten dienen der Artikelarbeit. OK da muss ich mich auch dazuzählen... aber solche Angriffe wie Deiner regen mich einfach auf, denn die sind persönlich und nichts anderes! Was meinen Namen angeht: Keigauna und nicht Keiguna denn im Gegensatz zu anderen Menschen bemühe ich mich wenigstens die Namen richtig zu schreiben und mit Legasthenie kann man sich immer fein raus reden nicht wahr?

...

Wittgenstein-Marketing

Erste Notizen zu einem Vortrag über das Phänomen Wittgenstein als Ergebnis von Marketing:

"Was ist das Wesen des Genies? Es ist die Voraussetzungslosigkeit. Oder, genauer und differenzierter: die in einem Aspekt totale und weil in nur diesem einen Aspekt voraussetzungslos, die doch immer nur: relative Voraussetzungslosigkeit des Denkens und Schaffens.

Relative Voraussetzungsloskeit bedeutet, daß es natürlich viele Voraussetzungen gibt, die auch für das Genie gelten. Vor allem die vorhandene Sprache und das vorhandene Alltagsleben mit ihren Gesetzlichkeiten sind und bleiben Voraussetzungen, die auch das Genie nicht abstreifen kann. Dann aber wird von dem, der dann post festum als Genie eingestuft wird, in einem Bereich die Tradition und das Gewohnt mit einer extremen Souveränität und Leichtigkeit außer Kraft gesetzt. Damit werden dann Feststellungen, die bis dahin den Status von trivialerweise wahr oder selbstverständlich sicher und gültig hatten, für fragwürdig befunden und, zunächst, als nicht sicher außer Kraft gesetzt. Durch die Kraft dieser einen Person, die sich -- in dem betreffenden Bereich -- um geltende Konventionen und Denkschablonen eben nicht schert.

...

Im Genie-Marketing trifft das Unkonventionelle des Genies auf das Konventionelle. Marketing ist das souveräne und letztendlich auch manipulative Spielen mit menschlichen Bedürfnissen. Die beiden wichtigsten Bedürfnisse sind: das Bedürfnis nach Sicherheit in der Entscheidung, was gut und was schlecht ist, und das Bedürfnis nach Dabeisein und Zugehörigkeit und Mitreden-Können."

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Wir müssen den Begriff des Genies differenzieren, bevor wir weiterdenken. Wittgenstein-Kugeln wird es wahrscheinlich nie geben.

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Von Halle (DDR) nach Bagdad (Irak)

Ich war seinerzeit, vor 1989, zweimal für längere Zeit in der DDR. Also nicht nur auf den Transitwegen und auch nicht in Ost-Berlin, sondern in der Provinz. 1986 in Halle bin ich durch die Stadt gegangen. Über allem lag der schwefelige Geruch aus den Braunkohle-Öfen. Damals ist mir die Erkenntnis -- nicht gekommen, sondern allmählich gedämmert, daß die Medien einen Doppelfilter haben aus (a) "Interessiert und nicht wirklich" und (b) "Was nicht sein darf, das kann nicht sein". Also -- da lag vor aller Augen eine ruinenhaft heruntergekommene Innenstadt Halle und am Horizonte erhoben sich die Plattenbauten. Hätte irgendjemand in einem Bonner Ministerium solche Zustände einmal in Augenschein genommen und hochgerechnet, er hätte qua Dienstverpflichtung dem damaligen Bundeskanzler Kohl einen Zettel auf den Schreibtisch lancieren müssen, und auf diesem Zettel hätte stehen müssen: "Keine blühenden Landschaften so schnell möglich!"

Im Fall des Irak ist zu sagen: Immerhin gab es da Warnungen. Richtig übersetzt haben die gelautet: "Wenn ihr den Deckel Saddam und damit seine Unterdrückungsventile vom Topf Irak nehmt, dann kommt es zu einem permanenten Überkochen des Topfes, und so leicht werdet ihr diesen Topf nicht mehr geschlossen bekommen." Aber keiner der Verantwortlichen hat das wohl so recht begreifen können. Die feste Überzeugung: "Wir bringen dem irakischen Volk Freiheit. Fegen den Diktator hinweg. Selbstverständlich -- man wird jubeln und uns allenthalben danken! Und dann ordnen wir die Dinge neu. Demokratisch. Für bestehende Widersprüche und Interessengegensätze finden wir faire Lösungen." (Nicht alles auf Bush schieben! So denkt das Nicht-Experten-Amerika, also das Volk, die Wähler. So denkt überhaupt der Hauptteil der westlichen Welt. Der Anteil jener in Deutschland, der gerne die Unterdrückung als ortsübliche Folklore bewahren möchte, einmal mitgerechnet.)

Jetzt wissen wir es also besser. Im SPIEGEL ein Artikel: "Das Netz der Spinne"*. "Tausende sind in den vergangenen Wochen ums Leben gekommen, weit mehr als bei der Libanon-Invasion Israels."

Der Vorschlag, ganz ruhig. Nennen wir die Dinge beim Namen. Bringen wir sie auf den Punkt. Über Afghanistan und den Irak hinaus verallgemeinert. Nehmen wir die Medien-Filter (a) und (b) weg. Dann lautet die schlichte Wahrheit: Es gibt Staaten, deren mehr oder weniger nicht-homogene Völker nicht nur für den Demokratie-Gedanken der westlichen Welt nicht reif sind; die Menschen dort haben darüber hinaus in ihrer Mehrzahl auch ein Weltbild, das nur auf unmittelbare Gewalt reagiert.

Was folgt daraus? So verrückt es klingt: Saddam war das kleinere Übel. Er war ein wahrer Sohn seiner Völker. (Nein, das ist dann nicht die Annahme von ortsüblicher politischer Folklore!) Die Annahme, die aktuellen Opfer, die jetzt Unterdrückten, die Kurden beispielsweise, seien moralisch besser und demokratisch weiter ist eine lächerlich falsche Annahme.

Natürlich liegt dann der Relativismus extrem nahe. Die Sache ist auch perfekt unvollständig. Wirtschaftliche Interessen und Verflechtungen müßten jetzt bedacht werden. Aber dann wird alles sehr, sehr komplex. Was nicht heißt, daß es unmöglich ist, alles in ein System zu bringen. In dem prinzipiell unsystematisierbare Teile als solche benannt und anerkannt sind. Es bräuchte nur Zeit und Energie.

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DER SPIEGEL 35 / 28.08.2006, S. 108ff.

Montag, 28. August 2006

Geistvolle Wortspiele der Werbung

Man lernt nicht aus! Beim SPIEGEL gibt es -- Staunen 1 -- eine "Fotostrecke" zu und mit Dieter Bohlen. Und da liest man mit Staunen 2 die folgende Mitteilung:

"Bohlen mit Ex-Freundin 'Naddel': Vor Gericht erwirkte Naddel, dass der Begriff 'Anstecknaddel' nicht mehr verwendet werden darf. Dieter Bohlen hatte in einer "Müllermilch"-Werbung jedem Einsender von 10-Müllermilchdeckeln eine 'Anstecknaddel' versprochen."

Luftschiffe

Eine Dame vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat auf meine Anfrage geantwortet. Da es eine Antwort aus dem der Öffentlichkeit gegenüber verpflichteten politischen Raum ist, zitiere ich mal ohne vorherige Rückfrage:

"Für die Beantwortung einiger der von Ihnen formulierten Fragen lässt sich mit Hilfe des Studiums einschlägiger Fachliteratur eine Antwort ermitteln. Auch das heute als sehr wichtige Informationsquelle genutzte Internet eröffnet bei der Eingabe von Suchbegriffen in bekannten Suchmaschinen zahlreiche interessante Homepages.

Weitestgehend handelt es sich bei der Beantwortung dieser Fragen um technische Auskünfte, die auch nicht in der Zuständigkeit des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung liegen. Ansprechpartner sind sicher die Unternehmen, die u. a. Luftschiffe produzieren. Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich dorthin zu wenden. Ansprechpartner könnte auch das Land Brandenburg sein, da es sich bei Cargolifter um ein wirtschaftliches Unternehmen handelte. Wirtschaftliche Unternehmen liegen in der Zuständigkeit der Bundesländer.

Broschüren dazu gibt es im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung nicht."


Was bleibt anzumerken: Der Wink mit dem Zaunpfahl, ungefähr des Inhalts "Bitte mißbrauchen Sie uns nicht als billige Auskunftei!" ist nicht zu überhören. Nicht ganz falsch. Allerdings hatte ich angedeutet, daß ich mich bei den naheliegenden Auskunft-Stellen umgesehen habe, ohne in der Sache zu einem Ergebnis zu kommen.

Die Sache mit der Nicht-Zuständigkeit ist für den Außenstehenden doch erstaunlich. Natürlich würde man denken, daß es in einem großen deutschen Bundesministerium eine Abteilung "Innovative Verkehrskonzepte" mit drei festangestellten und fünf freiberuflichen Trendscouts gibt, wo die Dame vom E-Mail-Eingang eine Mail hinschickt und wo solche Fragen aus dem Volk dann aufgenommen und leichthin mit gewichtigem Inhalt beantwortet werden. Erwartete Antwort meinerseits: "Luftschiffte als Lastenträger? -- Haben wir selbstverständlich längst mehrfach durchgedacht und durchgerechnet. Mit den Ergebnissen, die in der angehängten pdf-Datei nachzulesen sind." Aber so ist es nun also nicht, und die tatsächliche Antwort fällt doch, mit Verlaub, im Ton reichlich bürokratisch bis amtschimmelig aus.

Zum Thema Bürokratie und Bürgermitwirkung.

Sehr freundlich dann aber durchaus die Schlußformel, die lautet:

"Mit freundlichen Grüßen und viel Freude am Studium zu dieser Thematik"

My Office

Der schöne Dienst "One Word a Day" bringt heute, ein Beispiel, das genau auf mich zutrifft. So sei es hier zitiert und öffentlich gemacht.

It's time that I cleaned up my office. It's full of FLOTSAM AND JETSAM.

flotsam and jetsam Definition: rubbish from a ship. German translation: = das Strandgut, das Treibgut.

Sonntag, 27. August 2006

MONSTER-Jobsuche

Sind vielleicht doch mehr Probleme als man denkt Sprachprobleme? Wir kennen alle aus der Werbung die Idee hinter der MONSTER-Jobsuche. Aber wer um Himmels willen ist darauf gekommen, ausgerechnet MONSTER als Schlagwort für eine Jobvermittlung zu nehmen? Hatte da jemand kein Finger- spitzengefühl?*

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* Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, sollte mal für fünf Minuten auf seine Fingerspitzen sehen!

Spam und die Folgen

Bezugnehmend auf den Erkenntnisgewinn in Sachen Bloggen und die Sache mit dem Spam im Blog: Die wohlwohlenden, allerdings etwas hölzern klingenden englischen Kommentare enthalten ein kleines Zeichen, so ein französisches Anführungszeichen geschlossen. >>. Das habe ich nicht beachtet und erst heute mal darauf geklickt. Worauf ich auf den Seiten von DELL und -- man glaubt's ja zuerst nicht! -- NECKERMANN gelandet bin. Dann hab ich aufgehört mit dem Klicken. Was doch die Blödheit der Menschen so alles anrichtet. Überall und immer.

Jetzt weiß ich immerhin: Da liegt der Spam-Hund begraben! Und ich muß diese Kommentare von Hand suchen und löschen? Oder geht es auch einfacher? Gibt es irgendwo einen Filter, den ich nicht aktiviert habe? Ich werd schon noch schlau werden.

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So, und jetzt geht wirklich nichts mehr? Der Eintrag trotz sorgfältigen Buchstaben-Abtippens wird nicht akzeptiert.

Die Fehlermeldung sieht so aus:
001 java.io.IOException: No space left on deviceblog/26/51/12/haizara-x/archives/2006_08_01_haizara-x_archive.html

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Ungefähr drei Stunden ging nichts mehr. Kein Abspeichern möglich. Jetzt scheint Hochladen wieder möglich zu sein. Aber: Ich finde keine Funktion, mit der ich anzeigen könnte, welche Beiträge einen Kommentar erhalten. Oder mit der ich schon eingestellte Kommentare isoliert sichtbar machen und ggf. löschen könnte.


Morgennachrichten

Während die Welt auf den Libanon und die Palästinenser schaut, wird in der Morgensendung von Bayern 5, Hörfunk, die Bürgerkriegslage im Sudan umrissen. Die große Zahl der Toten. Die Weigerung der Regierung, internationale Schlichtung zuzulassen. Wer ist da gegen wen? Schlagwort immer wieder: "die Reitermilizen". Man stelle sich vor! Tötende Reiter!

Wir kennen die Hisbollah aus den Nachrichten zur genüge. Weiß jemand etwas über die Sudanesische Befreiungsarmee?

Nein, keine Wahrnehmung in der Welt, was die Toten im Sudan angeht. Die Aufständischen haben, im Gegensatz zu den Palästinensern, keine gute Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, muß man wohl sagen. Ohne Zynismus. Die Techniken, das Wissen, wie man wirklich groß und beständig in die Nachrichten kommt, ist heute mindestens so wichtig wie der Besitz von Waffen.

Blog-Erkenntnisgewinn

Auf einmal taucht das auf:

Zuerst denke ich, das ist eine Blogger-Neuerung. Dann schaue ich doch mal nach. Und sehe: Ich, ganz und gar natürlicher Mensch, bin in den Verdacht geraten, eine Spam-Maschine zu sein!* Deshalb muß ich jedesmal diese lustigen Buchstaben eingeben. Ja, sapperlott!

Ich komme allmählich dahinter. Wahrscheinlich bin nicht ich verantwortlich, sondern die freundlichen amerikanischen Kommentatoren, die ich ad experimentum alle stehengelassen habe. Das sind die Maschinen!

Ach so. Jetzt soll ich "zqigonhd" eingeben, um zu beweisen, daß ich ein Mensch bin.

Nun, um mit Fritz Teufel zu sprechen: "Wenn's der Wahrheitsfindung dient?!"

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* Erinnert natürlich an jene alten SF-Filme, in denen eine Gestalt, die bis dahin ganz sicher war, daß sie ein echter Mensch ist, sich, vom plötzlichen Zweifel übermannt, ritsch-ratsch den Arm aufschneidet. Nur, um zu entdecken, daß sich unter der scheinbar so natürlichen Haut Kabel und Stahl befinden.

Samstag, 26. August 2006

Wikipedia-Werden

Gar nicht uninteressant, hin und wieder einen Blick hinter die Kulissen von Wikipedia zu werfen! Der Lyriker Günter Eich ist über die Grass-SS-Mitgliedschaft in den Blick der Kritiker gekommen. Das führt zu Auseinandersetzungen.


Verstrickungen in der NS-Zeit?

Es fehlt die Diskussion um Eichs Verstrickungen in der NS-Zeit. Ich notiere mal. Wer es besser weiß, trage nach. -- Delabarquera. --172.176.87.184 17:56, 24. Aug 2006 (CEST)

„Zu kritischen Diskussionen kam es, als Eichs Rundfunk-Produktionen während der NS-Zeit bekannt wurden. In einer Sonnenwend-Hymne hatte er beispielsweise 1937 gedichtet: Du schönes Land, in dem die Deutschen wohnen, mach wieder deine blauen Augen auf.

Diese von 172.176.87.184 ergänzten Sätze stellen unbelegte Behauptungen auf, die im Widerspruch zum Werk und Aussagen stehn. Es gab keine „Verstrickungen mit dem NS-Regime.“ - Bitte hier auf der Diskuseite gründlich diskutieren, nicht den Artikel mißbrauchen. --Albrecht1 19:21, 24. Aug 2006 (CEST)

Dieser kleine Nachtrag, den ich eingefügt habe, geht inhaltlich, einschließlich des Zitierten, auf den SPIEGEL-Bericht über Günter Grass zurück (die SPIEGEL-Nummer mit dem "Stahlhelm"-Trommler auf dem Titelbild). [...] Delabarquera. -- --172.208.123.179 12:51, 26. Aug 2006 (CEST)

Freitag, 25. August 2006

Das Parfum (Film)

Von Katja Nicodemus in der ZEIT (24.08.2006, Feuilleton, S. 24) eine Kritik des Films "Das Parfum", nach dem Roman von Patrick Süskind. Regie: Tom Tykwer. Produktion: Na-wer-schon-Bernd-Eichinger. Eine Kritik als Breitseite. Leicht zu verwechseln mit einem Feuerwerk, wegen der vielen brillanten Formulierungen. Aber dennoch -- von dem Film bleibt nach dieser Attacke nicht viel übrig. (So daß ich per Mitleid beschließe, mir den Film auf jeden Fall anzusehen.)

Zitate:

Zu Tykwer: "Er ist der Maler, der, mit allen Farben und Pinseln ausgerüstet, vor seiner Staffelei steht, der, das Motiv vor Augen, von der Überhöhung träumt und am Ende doch wieder beim Malen nach Zahlen landet."

Feinheit, in Sachen Beleuchtung: "Auf ihrer [Tykwer / Eichinger] Leinwand sieht das Paris des 18. Jahrhunderts aus, als werde es immerzu von denselben drei Kerzen angeleuchtet."

Schlußszene: "Zu sehen ist [...] ein großes Statistengewühle, über dem der unerotische Geist eines Grünen-Parteitags schwebt, einschließlich eines Rezzo-Schlauch-Doppelgängers in der Rolle eines enthemmten Bischofs."

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Nachtrag am 16.04.2007: Es gab ja heftigen Diskussionen, ob die Kritiker die Filme nicht aus purem Eigensinn totschreiben. Der Produzent im SPIEGEL. Vergessen zu notieren. Die Antwort darauf war ziemlich mau.

Semantische Schlieren

Ein Wörterbuch fördert die Übersetzungsmöglichkeiten des englischen Adjektivs audacious zutage: dreist, kühn, unverfroren, waghalsig. Schön läßt sich zeigen, was semantische Unschärfen sind: dreist und unverfroren sind im Deutschen Negativ-Kennungen. Kühn und waghalsig schweben zwischen Bewunderung und Bangen, mit einem Schuß möglicher, aber eben nicht sicherer Ablehnung. Mit noch ein paar, nein: viel mehr Besonderheiten, wenn man an die Kontexte herangeht. (kühner Vergleich / kühne Tat usw.) So ziehen auch nah verwandte Sprachen wie Deutsch und Englisch im Bereich der Bedeutung ganz unterschiedlich geformte Schlieren um die -- zweifellos vorhandenen, aber eben auch immer an den Rändern unscharfen -- Bedeutungskerne herum.

Unsinn verstehen

Der vorausgehende Beitrag zum Thema Wortbildung mit den dazugehörigen sprachkritischen Anmerkungen läßt mich nicht ruhen. Bei Wikipedia kann man leicht ein ganzes Portal zusammenschneidern, wenn es um die Frage hochtrabend daherkommenden Unsinns geht. Ich fange hier mal an und ergänze später wie es denn so kommt.

Bullshit-Bingo
Bullshit-Generator
Grubenhund
Sokal-Affäre*

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* Was die Sokal-Affäre angeht, so ist es interessant, wie dagegengehalten wurde. So differenziert, daß man den Eindruck gewinnt: Hier wird mit bekannten Techniken eine ganz Reihe der wichtigsten kognitiven Fragen vom Tisch gepustet. (Eigentlich: ... zu pusten versucht. Aber das klingt arg daneben.) Im Kern die Frage: "Wie kann ich SINNVOLLES von UNSINNIGEM unterscheiden?" Wenn es Kennern der jeweiligen Fragen und des dazugehörigen Jargons nicht mehr gelingt, eine Nonsense-Parodie von einem echten Text zu unterscheiden, dann ist die Grenze objektiv überschritten, möchte man sagen. Aber dann Monsieur Latour sofort und ruft, daß das mit dem objektiv ja so nicht stimme... Vielleicht ist es doch an der Zeit, sich der Sache mit der Verständlichkeit noch einmal in aller Ruhe anzunehmen. -- Weiter: Sokals Kommentar (englisch) / französisch. -- Noch ein kleiner Nachtrag: Gute Zusammenfassung mit ebenso guter Linksammlung.


Wortbildung, deutsche

Wie doch Schlüsselwörter entstehen und sich durchsetzen! Unvermutet, plötzlich, anarchisch und doch irgendwie -- irgendwie auch regelhaft. "Schwanzvergleich"* ist dieser Tage so ein Wort.

Als ich dieses Wort zu ersten Mal gelesen habe, durchaus im Kontext, aber in einem nicht-erklärenden, da dachte ich, es handle sich um einen Terminus Technicus aus einer Programmiersprache.

Dann aber wurde klar, daß das Trvialiste vom Trivalen damit gemeint war. Dann freilich metaphorisch überhöht. Jungen, die ihre Penisse vorzeigen, um herauszfinden, wer den längsten hat. Eine Art, mit obszönem Stolz zu hantieren. Jetzt also unter Erwachsenen oder doch fast Erwachsenen.

In dieser Wortkarriere steckt: "So was macht man doch nicht!" Aber doch auch viel verlegenes Lächeln! "Buben, die sind halt so." Also hat her Schöpfer dieses 'Wortes mit Karriere' an das einfachste gedacht: Wie pubertäre Buben stellen sich die Blogschreiber und andere ihre Zahlen hin:
Meine Seite wurde so oft aufgerufen! Kannste da mithalten? Wer hat die meist-aufgerufene Seite? Ich bin schon wieder unter den ersten 100.

Quantität absolut vor Qualität...?

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* Bei Wikepedia erscheint doch tatsächlich das: "
Unter diesem Lemma wurden in der Vergangenheit wiederholt Texte eingestellt, die nach den Lösch- oder Schnelllöschregeln gelöscht wurden. Um weitere Versuche zu unterbinden, wurde dieses Lemma vorerst gesperrt. Wenn Du hier einen Artikel anlegen möchtest, dann wende Dich bitte unter Nennung des Lemmas Schwanzvergleich an Wikipedia:Wiederherstellungswünsche. Vielen Dank für Dein Verständnis." Dazu kann man nur sagen: Wissenschaftlich-linguistisch ist das nicht! Da zählt tatsächlich allein der Erfolg. Maxime: Ein Wort wird gebraucht -- also rein damit, ins Wörterbuch! -- Ach ja, und auf diesem Streifzug entdecke ich ein wunderbares Phänomen, nur als Einstieg in eine ganze Kaskade von ähnlichen sprachkritischen Begriffen.

Medienkonsum

Gestern, bei Lektüre von Zeitungen, der Gedanke: Es fehlt ein empirisch hin und her gewendetes Modell des Medienkonsums.
  • Was lesen wir?
  • Nach welchen Auswahlkriterien?
  • Was bleibt hängen?
  • Welche Lesearten gibt es bei welchen menschlichen Lesetypen?
    • Was heißt es beispielsweise 'einen Artikel zu überfliegen' oder 'intensiv zu lesen'?
    • Wie lange brauchen verschiedene Menschen zum einen und zum anderen?
    • Welche Stufen und Cluster liegen zwischen den Extremen?
Klar ist, daß wir von der Zeitungslektüre nichts wörtlich behalten.
  • Wie aber bildet sich aus dem Verdauen von Nachrichten der Körper unseres Geistes?
  • Und was beeinflußt uns, vielleicht ohne daß wir es recht merken, nachhaltiger als anderes?
  • Gibt es den einzelnen Artikel, der unser Weltbild komplett umdreht?
    • Wenn nicht: Woran liegt das?
    • Wenn doch: Welche Art von Artikel ist das bei den verschiedenen Menschentypen?

Donnerstag, 24. August 2006

Grass, Günter

Hierher gehört, nachgetragen, aber an die Spitze nachgetragen: Martensteins These! (08.06.2010)

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Da kommt man von Frankkreich nach Deutschland zurück, war kaum 14 Tage weg, und was erwartet einen daheim: Fast-Attentate und ein erstaunliches Günter-Grass-Bekenntnis. (Den kalauernden Schriftversuch, den Mann nun GraSS zu schreiben, habe ich bisher nirgendwo gesehen; aber jetzt wissen die Schüler via Eselsbrücke, daß sich der Dichter nicht mit "scharfem S" schreibt.)

Der SPIEGEL nennt Grass nun den BLECHTROMMLER und macht aber via Titelbild aus GG einen SS-Stahlhelm-Trommler...

Und jetzt mal ernsthaft: Was bleibt zu sagen? Doch nur so viel: Daß es einen Menschenschlag gibt, der in jeder gesellschaftlichen Formation nach vorne drängt, hin zu Einfluß und Ruhm. Und ein Teil dieser Menschen hat -- von vielen Deutsch-, Geschichts- und sonstigen -Lehrern und auch von vielen Journalisten arg bewundert -- Erfolg. Dem SPIEGEL ist es zu danken, daß man, was die NS-Verstrickungen angeht, eine einschlägige Liste leicht abschreiben kann.
  • Werner Höfer, Fernsehjournalist und internationaler Frühschöppner
  • Günter Eich, Lyriker und Mitbegründer der Gruppe 47
  • Hans Schwerte, alias Hans Ernst Schneider, Germanist und Rektor der TU Aachen
  • Walter Höllerer, Dichter und Literaturprofessor
  • Peter Wapnewski, Gründungsrektor Berliner Wissenschaftskolleg und ZEIT-Autor
  • Walter Jens, Tübinger Rhetorik-Professor und Fußball-Schöngeist (neben vielem anderen)*
Was ist das Zentrum aller Gedanken? Sie wollten nach oben, nach vorne, dahin, wo das gesellschaftliche Ansehen, der Einfluß und die Macht ist. Wer will das nicht?! Da einmal angekommen, gaben sie sich lächelnd-jovial zuweilen bescheiden, meist aber eben -- dem Geist der neuen Demokratie immer irgendwie besserwisserisch verpflichtet -- kritisch! Die Leistung dieser, ja nun, keine Frau dabei, also: dieser Männer geht durchaus über den Rang von Normal-Opportunisten hinaus, denn die bringen es höchstens zum Amtmann in Gelsenkirchen, vielleicht auch mal zum Vorsitzenden der Kammer beim Oberverwaltungsgericht in Münster oder zum Professor für Neuere Geschichte in... Ach nein, lassen wir das!

Nein, es gibt einen ausgezeichneten Menschenschlag, der es ganz nach oben schafft, in Politik, Wirtschaft, Kunst und, ja auch: in der Wissenschaft. Nur in Zeiten gesellschaftlicher Bruchlinien wird erkennbar, daß viele, vielleicht die meisten dieser nach vorn und oben Strebenden eben unter allen Umständen dahin wollen, wo die hohe Luft des Ruhms und des Einflusses sie umweht.

Wer übrigens noch weitere Namen der Zeitgeschichte einsetzen möchte, wird leicht hier und hier fündig.

Und damit der schräge Humor nicht zu kurz kommt, sei doch noch auch eine Frau genannt, die mit zwei sehr unterschiedlichen Karrieren wirklich hoch hinaus wollte -- und kam: Beate Uhse.

Herostratos***, der mit einem Diana-Tempel-Anzünden unsterblich wurde, als Prinzip des Koste-es-was-es-wolle? Vielleicht hat jener Psycho-Und-sonst-was doch recht, der konstatiert, um Robby-Williams-mäßig nach oben zu schießen, bedürfe es größter seelischer Schäden und Verwerfungen. Vulgo: Man muß einen rechten Schuß haben, um das mit dem Nach-oben in der Gesellschaft der Halbwegsnormalen zu schaffen. (Gleichzeitig ein Trost an alle Normalos, die es nicht geschafft haben: 'Ihr seid im Kern einfach nicht verrückt genug!') Ob man das bei den Faschismus- und Totalitarismustheorien bitte berücksichtigen könnte? Dann wäre viel gewonnen. Wenn man auf dem entsprechenden Bild sieht, wie schon der Schüler Hitler mit verschränkten Armen und herrischem Blick über der Schar seiner Klasse thront -- Jesses na, was gibt es doch hinter den Untiefen für Tiefen in der Seele der Menschen! Und was für Naturgesetze, die viel komplizierter sind, als die, die das Wetter beherrschen!

NACHTRAG1: Lesenswert ist der Steidl-Bericht in der WELT. Aber auch hier weht der Nebel über der Tatsache, daß kaum jemand Grass einen Vorwurf machen wird, weil er in so jungen Jahren für kurze Zeit in der SS war, sondern eben nur: Daß er, Moralist der anderen, der er war, das nicht schon früher kundgetan hat. Und natürlich, und da hat der SPIEGEL schon recht, dann hätte er von Beginn an nicht die moralische Wucht in seine Schläge legen können. Wahrscheinlich wäre er als Moralist einfach nicht anerkannt worden. Mit so vielen anderen Folgen in Sachen Erfolg. Einschließlich der Frage, ob es zum Nobel-Preis dann gereicht hätte.*

NACHTRAG 2: Man kann es fast nicht glauben ...!

Dieser Link funktioniert offenbar nicht mehr, weil der Tagesspiegel gelöscht oder unauffindbar archiviert hat. Aber das hier ist auch nicht schlecht:
„Es gibt unerinnerbare Erlebnisse“. Jörg Andrees Elten, der bei der Waffen-SS war, über die NS-Jugend und die Mechanik der Verdrängung. (11.06.2010)

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* NACHTRAG / DIE WELT vom 29.08.2006: "Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa hat Günter Grass wegen seines Eingeständnisses, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, in Schutz genommen. Die Reaktionen darauf seien nicht angemessen. Grass wäre von seinen politischen und literarischen Gegnern disqualifiziert worden, wenn er sich früher darüber geäußert hätte, erklärte Vargas Llosa in der spanischen Tageszeitung 'El País'." Nun denn -- QED!

** Ein Fund: In der Wikipedia-Diskussion zu Walter Jens schreibt Dankward Sidow am 10. September 2005 unter der Titelfrage "Jens - Bekennender Moralist??":

"Da habe ich aufgrund eigner Erfahrungen mit diesem Mitschüler aus der Schule Breitenfelder Straße 35 in Hamburg-Eppendorf, was sein Verhältnis zu Juden und seine Versprechungen coram publico betrifft, meine begründeten Zweifel - ich würde ihn einen Opportunisten nennen, der dank seiner professoralen Eloquenz die Dinge in seinem Sinne zu wenden versteht."

*** Vorschlag für einen kleinen Aufschrei: "Ach du lieber Herostratos!" Denn da ist ja auch noch jener Gefängnisinsasse, von dem man seinerzeit lesen konnte, er habe die Erpressung des Bankiers versucht, weil er bei seinen Freunden finanziell nicht mithalten konnte. Eine spezielle Form des Jus-Studenten-Ehrgeizes, könnte man sagen. Als Nebenbei-Delikt hat der Ehrgeizige dann das Kind ermordet, das er entführt hatte. Und nun wird sichtbar, daß er es einfach nicht lassen kann. Das Geld war, so wird klar, das eine, der Egal-wie-Ruhm das andere. Weil aus den Schlagzeilen sucht der verurteilte Kindsmörder diese Schlagzeilen wieder. Mit einem Entwurf für gute Taten. Ausgerechnet. Im Gespräch sein, egal wie und warum. Wenn es nicht anders geht, dann eben als Partyluder einer sich plusternden Medienwelt. Hier hängt wirklich alles mit allem zusammen. Der Nobel-Preisträger Grass und der und die und der auch.

Literatur und Biographie

Voller Angst sind die Literaturanalytiker darauf bedacht, Werk und Dichter geschieden zu halten. So wird das andere nicht durch die Unzulänglichkeiten des einen verletzt. Offenbar hatten frühere Zeiten ein viel einfacheres Verhältnis zum Verhältnis von Literatur und Personen, die diese Literatur erzeugten. Hölderlin hat nicht nur seine Diotima der konkreten Person nachgedichtet, er legt auch der Delia im Empedokles die Worte in den Mund:*

Sophokles! dem vor allen Sterblichen
Zuerst der Jungfraun herrlichste Natur
Erschien und sich zum reinen Angedenken
In seine Seele gab --
jede wünscht sich, ein Gedanke
Des Herrlichsten zu sein, und möchte gern
Die immerschöne Jugend, eh sie welkt,
Hinüber in des Dichters Seele retten
Und frägt und sinnet, welche von den Jungfraun
Der Stadt die zärtlichere Heoide sei,
Die er Antigone genannt; ...

Wodurch kommt überhaupt das Problem auf, Biographie und Werk als in Spannung befindlich zu sehen? Warum ist nicht ohne Debattieren klar, daß jemand, der schreibt, etwas haben muß, das ihm -- in allerrealster Weise -- Gegenstand seines Schreibens ist? Man wird doch beiden, der literarischen wie der wirklichen Gestalt nicht gerecht, wenn man insistiert, daß die Dichtung 'mehr' sei, als die Beschreibung des einzeln-konkreten Menschen. Wodurch wird sie mehr? Durch den Leser. Klar, was aber ist daran besonderes? Erst durch die Illustrierten-Literaturwissenschaftler, die alle Literatur mit dem Haut-gout des Biographischen würzen müssen, um dann anschließend sich in die Brust werfend zu behaupten, Literatur sei mehr als das Private -- erst durch diese ist die schöne Selbstverständlichkeit des Verhältnisses doch aus den Fugen geraten.

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* Hölderlin, Empedokles I. -- Werke Bd. II, 466

Aus einem alten Zettelkasten. Datum: 6. Oktober 1977.

Kommentare / Comments

Aus Frankreich zurück. Lange offline. Als Erholung empfunden. Allerdings auch: Entzugserscheinungen, wenn das "Eben-mal- bei-Wikipedia-Nachschaun" nicht möglich war. ("Wie war das noch mal mit den Katharern? Und waren die Albigenser eine Unterabteilung der Katharer oder was?" "Ach ja, und natürlich: "Wie ist das mit der Verschwörungstheorie um Rennes-le-Château?")

Die Mails gesichtet. Dann einen Blick auf diesen Blog geworfen. Sieh da, viele Kommentare! Und alle englisch.

Wie kommt's? Frage ich mich. Einfach so.

Ich setze alle Kommentare rein, auch die, die erkennbar nur den Zweck haben, auf irgendwelche kommerziellen Seiten aufmerksam zu machen. Weil das Veröffentlichen vorläufig ja nur der Blogosphäre- Erkenntnisgewinnung dient.