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Montag, 7. Dezember 2015

Liebe taz, ...

... WELT, BILD u. a.! 

Ihr möchtet, dass ich euch abonniere oder allgemeiner: etwas für eure Leistungen zahle. Verständlich, aber es geht daneben. Ich möchte hier öffentlich -- sollte das jemand lesen, freue ich mich -- erläutern, warum das so ist. Das mit dem Danebengehen.

Ich wollte von Google News per Klick auf eine taz-Online-Seite. Da habe ich das hier vor die Nase gesetzt bekommen:


Jetzt mal der Reihe nach:

  • "Wir haben keinen Online-Journalismus." Journalismus haben oder meinetwegen auch nicht haben? Seit wann hat man Journalismus? Irgendwie eine nicht geglückte und darum unangehme Formulierung. Sprache als Handwerkszeug des Profis? Haut hier nicht so recht hin.
  • "Wir haben Journalismus Online." Soso. Und wo ist da der Unterschied, zwischen JO und OJ? Ist vielleicht feinsinnig gemeint, aber da müsst ihr schon gewaltig trommeln, damit dieser vorgeschlagene Unterschied ins allgemeine Bewusstsein der Leute und in mein Bewusstsein vordringt. (Mal zurückschauen und vergleichen: "Ariel. Wäscht nicht nur sauber, sondern rein!" Wenn man das 1000 mal auf allen Kanälen wiederholt, dann glauben die Menschen am Ende vielleicht ganz langsam, dass rein eine Steigerung von sauber ist. Vorher aber nicht.)
  • Ich werde niemals aufgrund solcher Hinweise irgendeine Zeitung oder einen News-Dienst abonnieren. Wenn sich die Online-Seiten nicht über eine mäßige Werbung neben den Inhalten, (nicht durch vorab aufploppende Fenster!) finanzieren können, dann bleiben sie bei mir und wahrscheinlich bei den meisten Zeitungslesern (hier Abo SZ, ZEIT und SPIEGEL) außen vor. 
  • Ein Gedanke wäre allerdings denkbar, und es ist verwunderlich, dass ich davon noch nicht gehört habe: Über Google einen Zeitungsdienst gründen, bei dem man ein jederzeit kündbares Generalabo abschließen kann. Sagen wir: 10 Euro im Monat, orientiert an Spotify. Dafür bekommt man, via Suchmaschine, Zugriff auf Artikel zu bestimmten Themen / Stichworten. Darüber ließe sich reden.