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Sonntag, 9. Oktober 2016

Antje Seeger

Ich musste kurz überlegen, ob mir das Folgenden auf die Nerven geht. Ich bin zu dem Schluss gekommen: Es gefällt mir!

Düsseldorf. Von Antje Seeger hatten die Mitarbeiter der Kunstsammlung noch nie gehört - dabei stellt sie angeblich seit 2. Juli im K20 am Grabbeplatz aus. Das zumindest ist neuerdings auf der Fassade des Museums zu lesen, auf der die Kunstsammlung ihr Programm bewirbt. Gleich neben der Ausstellung von Kandinsky und Co. taucht dort in ebenso großen Lettern der Hinweis auf Seeger und ihr Projekt "Namedropping" auf. | Nach einer Internet-Recherche und einem Anruf ist das Museum inzwischen schlauer: Antje Seeger (32) ist Konzeptkünstlerin, kommt aus Dresden - und hat der Kunstsammlung sozusagen ein Kuckucksei ins Nest gelegt. In einer Undercover-Aktion hat sie die Inschrift angebracht. "Ich hab eine Stulle auf der Bank gegenüber gegessen und gedacht - das passt hier", erzählte sie Kunstsammlungs-Pressesprecher Gerd Korinthenberg. | Der fand die Künstlerin auf Anhieb sympathisch. "Sie hat auch immer wieder betont, dass sie nichts kaputtmachen wollte." Bereits seit 2008 ist es Seegers künstlerisches Konzept, Dinge in den öffentlichen Raum oder Museen einzufügen. Dass sie ihre angebliche Ausstellung in Düsseldorf "Namedropping" genannt hat, soll leise Kritik daran sein, dass in den Häusern der Kunstsammlung NRW so viele große Namen zu sehen sind - und nach ihrer Ansicht zu wenige junge Künstler. (rp-online.de)

Natürlich läuft sich dieses Konzept irgendwann auch tot. Aber dann muss es halt eine andere oder ein anderer übernehmen. Der Hinweis auf das Name Dropping selbst ist richtig und sollte zu weiterem Nachdenken Anlass sein.