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Mittwoch, 20. Juni 2018

"Es kann der Frömmste nicht ..."

Zufallsfund -> Intertextualität:

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Roland Kaiser

ES KANN DER FRÖMMSTE NICHT IN FRIEDEN LEBEN


Ich liege in der Sonne und träume in den Tag
glücklich und allein.
Ich nehme mir die Freiheit
zu leben wie ich mag
glücklich und allein.
Da hält ein Möbelwagen genau vor'm Nachbarhaus
und ein Traum von Mädchen steigt dort aus.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben
wenn ihm die schöne Nachbarin gefällt
und ihm das Schicksal vor der eig'nen Haustür
solchen schönen Beine stellt.

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben
wenn ihn der Himmel nicht verschont.
Ich bin versucht
der Versuchung nachzugeben
wenn nebenan die Sünde wohnt.

...

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Und dann natürlich Ulrich Roski: "Von Nachbarn halt ich überhaupt nichts!"

"Streit und Ärger wird es immer geben ..."

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Schiller, Wilhelm Tell

Tell:
Dergleichen Taten bringet jeder Tag,
Kein Wunderzeichen braucht sie zu verkünden.

Stüssi:
Ja, wohl dem, der sein Feld bestellt in Ruh,
Und ungekränkt daheim sitzt bei den Seinen.

Tell:
Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben,
Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.


Tell sieht oft mit unruhiger Erwartung nach der Höhe des Weges.

Stüssi:
Gehabt Euch wohl – Ihr wartet hier auf jemand?

Tell:
Das tu ich.

Stüssi:
Frohe Heimkehr zu den Euren!
– Ihr seid aus Uri? Unser gnäd'ger Herr
Der Landvogt wird noch heut von dort erwartet.

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...

9. Welche Superlative gebühren Schiller?

Er ist der größte deutsche Dramatiker, der größte deutsche Essayist.

10. Was empfinden Sie, wenn Sie an Schiller denken?

Dankbarkeit.

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Kraftvoll und laut gesprochen! Ja denn, sagt Gottfried Bürger.

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