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Freitag, 27. April 2012

Urlaubsgrüße (angeeignet)

Es gab da mal einen CDU-Politiker. Ein schöner Mensch war das. Keine Frage. Wie hieß er doch gleich wieder? Na... Ich komm gleich drauf.(* Also dieser schöne Politiker, der klagte eines Tages über die Studenten, diese Alt-, Spät und Sonst-Achtundsechziger. Und das tat er nicht, indem er auf deren politische Thesen einging. Nein, der mokierte sich über das Aussehen dieser Leute. Die nicht so schön waren wie er.

Hier habe ich nun etwas gefunden, was diesem Politiker-Statement nahekommt. Nein, es übertrifft! Ein junger, schöner, schlanker Mensch kritisiert, dass ihn, und das im Urlaub! -- seine Umgebung, der menschliche Teil davon, in seinem ästhetischen Empfinden beleidigt habe.

 "Erst wenn man sich, sagen wir im Urlaub, auf eine Bank setzt und sich umschaut, bemerkt man , daß man umgeben ist von häßlichen Menschen mit Schwabbelbäuchen, krummen Beinen, rot angelaufenen Gesichtern, die einen das Fürchten lehren, wenn man es nicht schon längst könnte. Diese demonstrative Häßlichkeit kommt aber erst zur vollen Gestalt durch das, was man früher Kleidung genannt hätte. Heute ist es die Kopie kleinkindlicher Verhüllungen, etwa bis zum Knie gehender Hosen, unter denen weiße Beine staksen, oder Ringelhemden oder aufgequollene Latschen, die alle ausdrücken sollen, daß man jung und sorgenfrei sei, obwohl es sich durchweg um eine Mischung von Geschlagenen und solchen handelt, die an der Hand ihrer Mutter die ersten Gehversuche machen. Es ist natürlich eine Beleidigung der Augen, aber wohin man die auch wendet, findet man ähnliche Bilder. Allesamt zeigen sie die gleichen dicken Babies, an einer Eisportion lutschend, die sich schon in süße Rinnsale auflöst und an ihnen herabtropft."

Wollen wir das nun das Ergebnis einer feinen, empfindsamen Beobachtungsgabe nennen. Oder ist das, geschrieben von einem Menschen, der eines Tages, wenn er nicht vorher stirbt, alt und runzelig sein wird, nicht das Zeugnis eines doch eher schlichten Gemüts?

(Ach Gott, nein, kein Beleg. Wer wissen will, wer das geschrieben hat, der soll suchen.)
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(* Ach so, Dr. Alfred Dregger (*1920 in Münster; † 2002 inFulda) war das.