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Freitag, 23. August 2013

Was hat er jetzt von seiner Tüchtigkeit?

Erfunden, Abt. Lob des Müßiggangs?  Nein!

“Als Schüler wurde er für Spitzenleistungen in Mathematik, Französisch und Englisch ausgezeichnet und gewann zweimal den Markgräfler-Cup, ein Jugend-Tennisturnier in Freiburg. Erhardt war Mitglied der Jungen Union, in seinem Lebenslauf nannte er unter "persönliche Interessen": Philosophie, Sport und Politik. Ein Foto auf Facebook zeigt ihn mit gegelten Haaren, gestreiftem Hemd, Krawatte und Hosenträgern - wie einen Unternehmenschef.

Erhardt war zwar erst 21, hatte aber einen Lebenslauf wie ein 30-Jähriger. Nach dem Abitur zog er in die USA und studierte an der Universität von Michigan. Anschließend bekam er einen Platz als Bachelor-Student an der WHU/Otto Beisheim School of Management, einer privaten Wirtschaftshochschule in Vallendar bei Koblenz. Man habe einen "wunderbaren Menschen und einen sehr engagierten Studenten verloren", schrieb die Uni in einer Mitteilung.“ (KARRIERE SPIEGEL Online)

Jetzt einmal ernsthaft. Es kann dieser frühe Tod durch einen verborgenen angeborenen Herzfehler verursacht sein oder tatsächlich dadurch, dass der Student seinem Körper und seinem Geist zuviel zugemutet hat. Tragisch bleibt die Sache auf jeden Fall. Sie veweist zurück auf das barocke Lebensgefühl: Media vita in morte sumus. "Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen ..."

Donnerstag, 15. August 2013

The Bible of Bodyweight Exercises

Auch das halten wir mal fest:

Laurens Botschaft, die er auch auf Mandarin, Spanisch und Russisch in der Welt verbreitet, kommt insbesondere in Deutschland bestens an: Fast 300.000 seiner Trainings-Bücher und -DVDs fanden hierzulande schon Abnehmer. "Fit ohne Geräte – Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht" heißt das Lauren-Prinzip etwas sperrig auf Deutsch. Auf Englisch klingt die Sache cooler: "You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises" lautet der Originaltitel des vor drei Jahren erstmals erschienenen Werkes. (WELT Online)

Und vermerken weiter, dass der Tokio-Killer John Rain in einem dieser Romane von Barry Eisler eher nebenbei schon gesagt hat, dass die ganzen Fitnessgeräte-Hersteller pleite gingen, wenn die Leute wüssten, wie viel man ohne Geräte so alles für die Fitness anstellen kann. Nur eben -- eine Marktlücke bleibt tatsächlich: Es müsstse einen Wecker geben, der den starken Willen des inneren Schweinehundes lahmlegt. Der Wecker läutet, und ich gehe und mache meine Situps und Liegestütze.

Gewalt in Ägypten

Die Meldungen via Internet, am Feiertag:

15. August 2013 17:07 | Reaktion auf Gewalt in Ägypten | Obama sagt gemeinsames Manöver der Streitkräfte ab || Die USA reagieren auf die Eskalation der Gewalt in Ägypten: Präsident Obama hat ein geplantes Manöver mit der Armee des Landes abgesagt. Die milliardenschwere Militärhilfe bleibt jedoch unangetastet. In Kairo nimmt die Gewalt kein Ende. Islamisten haben ein Regierungsgebäude gestürmt, landesweit wurden christliche Kirchen angegriffen. (Süddeutsche Online)

Tja, die großen Optimismusdemokraten und ewigen Besserwisser werden es nicht wahrhaben wollen; aber manche Länder sind tatsächlichnicht nicht reif für eine Demokratie, die diesen Namen verdient. Sei es, dass der Revolutionäre Präsident auf Lebenszeit wie Mugabe sich nicht vorstellen kann, dass es ohne ihn geht, sei es, dass die Widersprüche im Land so groß sind, dass ohne den Diktator über kurz alles drunter und drüber geht. Ja, wenn wir eine UNO hätten, die eine Macht wäre -- hätten, wäre --, eine Uno, die einmarschiert und die nächsten und übernächsten Wahlen streng kontrolliert? Aber Ägypten hat ja noch nicht mal so richtig Erdöl! Und für Pyramiden  und ein paar Kopten macht sich keiner die Hände schmutzig. Die Muslimbrüder -- nicht geheuer. Die Weltlichen, halt diktaorisch unterwegs. Kann man nix machen. Nur "Demokratie!" rufen, auf dass der Ruf im Wind verhalle.

When in Rome ..

... do as the Romans do!

Hic Rhodos, hic salta!

Sagen diese beiden Sätze das gleiche oder nicht? Natürlich nicht.

Mittwoch, 14. August 2013

Die Rolle des Anonymus im Allgemeinen

Ich kopiere das mal von meiner persönlichen Wikipedia-Seite hierher, also an eine Suchmaschinen-findbare Stelle:


Sollte es, kann es einen WP-Artikel über einen Menschen geben, der real existiert, eine hohe Relevanz besitzt, aber anonym bleiben möchte? Ich bin durch eine kleine Diskussion bei Robert Schmidt (Begriffsklärung) auf diese Frage gekommen. Irgendwie widerspricht es meinem (Rechts-) Empfinden, dass jemand andere -- ohne dass ich hier festlege, ob dieses Anklagen / Erklärungen einfordern gerechtfertigt ist oder nicht -- in Erklärungsnot bringt, aber selbst aus dem Dunkel heraus operiert.

Gibt es eine grundlegende Untersuchung zur Rolle der Anonymen in der Geschichte, mit einem Schwerpunkt auf der Zeit des Internets? Wenn nicht, dann ist das, wie man so sagt: ein Desiderat. Auch eng Angrenzendes wäre mit zu analysieren: der Denunziant, der nicht-anonyme Querulant, der Gutmensch, den man vom großherzigen "anonymen Spender" unterscheiden muss, auch auch natürlich auch der Macht-Unterstützer, die Graue Eminenz, usw. Der Wikipedia-Artikel zur Anonymität ist schon mal ein Anfang, mit einer, sehr speziellen, Untersuchung von Martin Rost, unter Literatur.

Google und der deutsche Datenschutz-Michel

Kann man so formulieren, man muss aber nicht!

14. August 2013 | Digitale Daten | Google bestreitet Recht auf Privatsphäre für Gmail-Nutzer || Ein Algorithmus liest jede E-Mail mit, um Werbung einzublenden. Ist das in Ordnung? Ja, sagt Google - wer Gmail nutze, habe kein Recht darauf, dass die Nachrichten nicht ausgewertet werden. Verbraucherschützer sind empört. Allerdings hat die Technik auch einen Vorteil für die Nutzer. (Süddeutsche Online)

Ich als Google-Nutzer sage, dass die bei Google gar nicht die Zeit haben, meine vollkommen uninteressanten Mails "zu lesen". Da liegt nämlich der Missverständnis-Hase im Pfeffer. Die Leute glauben, Google dürfe man mit einer Person, dem Nachbarn, gleichsetzen, der fies grinsend fremde Briefe aufmacht und liest und weitertratscht oder epresst. Mitnichten! Die Frage, die der Google-Mitarbeiter Alfons Algorithmus stellt, heißt einfach: Welche Schlüsselwörter sind in dem Mails? Was würde der Mensch kaufen? Ist doch besser, als wenn jemand mir, in der SZ oder im SPIEGEL, Müll anpreist, für den ich kein Interesse habe. 

Was sind Verbraucherschützer da? Natürlich "empört". Klar. Als ob es da um "Privatsphäre" ginge! Es ist zum Kringeln, dieses deutsche Lebensgefühl! Google kann -- und wird -- schlicht sagen: "Ihr müsst doch unsere Produkte nicht benutzen! Geht doch zu Yahoo oder gmx!" Immer wieder das echt Deutsche: den Vorteil mitnehmen und dann die Bedingungen diktieren wollen. Zum Kringeln!

Sex and Adolf Hitler sell!

Also, der Künstler Jonathan "die Möwe" Meese mag unter den Weltberühmtkennern weltberühmt sein. Ich hatte ihn bislang nicht auf dem Schirm. Aber nun hat er es auch zu mir geschafft. Dank Hitlergruß ist er unübersehbar geworden und in allen Medien. Es gibt für den Künstler auf dem Weg zum Ruhm halt nichts Besseres als solch einen veritablen Prozess, in dem um die künstlerische Freiheit geht!

Lothar Müller weiß in der SZ von heute, S. 11 ("Hitlergruß ohne Dämonen"), allerlei Grundsätzliches zum abendländischen Kunstbegriff zu sagen, auf den sich der Künstler Meese nun beruft. Diese Erörterung ist teilweise voller erstaunlicher Feinheiten.

Unterm Strich schreiben wir in die Anleitung für werdende Künstler: 

"Provoziere! Denn Provokationen machen dich berühmt!" 

Ein Stück über Adolf Hitler, der unter Anleitung von Bushido und Claudia Roth Sex mit Kindern hat, das wäre so gesehen der nächste, der wirklich konsequente Schritt für einen aufstrebenden Dramatiker. Nur -- welche Rolle geben wir in diesem Stück Fräulein Hegemann?!

Vermischtes, heute

Ferien. Und auch wieder keine Ferien. Der Job lugt durch das Oberfenster ... Aber lesen! Und Radio hören! Das muss sein!
  • Wolf Wondratschek wird 70. Spricht im Radio mit junger Alterherrenstimme, aus Wien. Immer noch ein liebenswerter Aufschneider. Also einer, der perfekt nach Wien passt.
  • Im ZEIT-Magazin auf S. 35, Matthias Kalle fährt -- gegen seine einstigen jugendlichen Vorsätze -- mit einem neuen Golf GTI zum Tennisplatz.
  • Ebd. auf S. 41 das Schachrätsel (das ich später vom PC-Schachprogramm lösen lassen will). Der Schach-Autor wird persönlich. Sein Sohn ist Doktorand in London. Seinen Namen aber erfahre ich nicht. Warum eigentlich nicht?
  • Auf derselben Seite ein Rätsel: "Lebensgeschichte". Ich möchte jetzt gleich wissen, wer das denn sein soll. Stichworte für die Suche: Vater Admiral, Drogen, Song, begraben. -- Ok, das war leicht. Jim Morrison. Ich habe vor Jahr und Tag vor seinem Grab gestanden: Père Lachaise, Paris.

Zu Morrisons Ehre ein Video hierher verlinkt: Turn out the Lights - Jim Morrison's last night on stage? Nein, doch lieber das:




Dienstag, 13. August 2013

Neues Icon

Neues Icon, soeben kreiert:

:-=O

Adolf H. spricht zum Volk.

Samstag, 10. August 2013

Ein Wort zu rumsi heute, 09:45 Uhr

Den folgenden kurzen Kommentar habe ich bei SPIEGEL Online gelesen (Auftaktsieg gegen Gladbach: Bayern verlaufen sich noch in Guardiolas System. Von Sebastian Winter)

bin mal gespannt

wenn Ribery und Robben verletzt sein sollten. Wie es dann wohl läuft. Dieses ganze Getue um PEP (GOTTVATER DER TRAINER) geht einem langsam auf den Geist. Andere normale Bundesligamannschaften können auch Fussball spielen.

Ich als Bayern-Fan sage dazu: Pep Guardiola hat sich sehr bemüht, diesen Presse-Hype um seine Person zu dämpfen. "Ich bin kein Super-Super-Trainer. Ich bin nur ein Trainer." Also, was soll's. Die Zukunft wird es weisen. Und Guardiola ist ein prima Kerl, so auf die Distanz gesehen.

Donnerstag, 8. August 2013

Rettungsfonds EFSF

Um das mal in Relation zu setzen: "Rettungsfonds EFSF. Deutschland haftet bislang mit 95,3 Milliarden Euro." (FAZ)

95.300.000.000 Euro. Steuereinnahmen D 2012: 613.530.000.000. Der Anteil, wenn ich mich beim Kopfrechnen nicht vertan habe: gut 1/6 = gut 15% der deutschen "Jahreseinnahmen". Ist das mit der Haftung jetzt viel oder wenig?

σῴζειν τὰ φαινόμενα

Zeit des Lesens. Das da in der Überschrift stellt Quine seinem schönen kleinen Buch "Unterwegs zur Wahrheit" als Motto voran. Da lässt sich trefflich drüber nachdenken. Über das Motto und die Wahrheit. Platon, schreibt Quine knapp darunter. Die Wikipedia weiß es wieder mal besser.

Mittwoch, 7. August 2013

Barschel: "Dissertationen von Ghostwritern?"

Ich glaube, Uwe Barschel ist inzwischen so sehr Geschichte, dass man das "De mortuis nihil nisi bene" außer Kraft setzen darf. Es geht einfach um die allgemeine, die quasi rechtsabstrakte Frage, ob Politiker, die es ganz nach oben schaffen, aus einem besonderen Holz geschnitzt sind. (Das "ganz oben" definiere ich vorläufig mal so: Ministerpräsident, Minister, Kanzler, Bundespräsident.) Aus einem Holz, aus dem nicht die Ellen der Moral geschnitten werden können. In diesem Zusammenhang habe ich einmal eine alte, von niemandem kommentierte Anmerkung von mir bei der Wikipedia herausgekramt.

Ich erinnere mich vage, in der ZEIT damals gelesen zu haben, dass B. seine zwei Dissertationen zum Doppeldoktor, schon politisch sehr aktiv, von befreundeten Kommilitonen hat weitgehend „vorbereiten” lassen. Ist darüber etwas bekannt? Es wäre für die Zusammenhänge zwischen Wissenschaftstheorie und Politik nicht uninteressant. (15. Jan. 2007)

Warum zum Teufel finde ich diesen Artikel nicht?! Es war doch in der ZEIT? Oder doch woanders. Gelesen jedenfalls habe ich das. 

Und bei der Gelegenheit: In der SZ "von vor ein paar Tagen" war ein Interview mit einem Ghostwriter zu lesen, der über seine "Kunden" wie ein Rohrspatz geschimpft hat. Tja, Verwirrung allenthalben.

Robert Schmidt (Pseudonym) 2

Wie es scheint, einigt man sich darauf, dass anonyme Vorwürfe kein korrekter Stil sind. Dass jener pseudonyme "Robert Schmidt" sagt, er möchte nicht mit dem, was er tut, in Verbindung gebracht werden, ist sehr verständlich. Tatsächlich bleibt , allgemein gesprochen, die Tat ja die Tat, unabhängig davon, ob die Person des Anklägers bekannt ist. Auf der anderen Seiten hat der "anonyme Denunziant" einen noch schlechteren Ruf als der "namentlich bekannte Denunziant". Und natürlich gilt all das nicht nur für die Verfehlungen in der Wissenschaft. Wenn jemand seinen Nachbarn wegen Schwarzarbeit anonym anzeigt, dann gilt auch da: Schwarzarbeit ist verboten! Auch hier kann sich der Denunziant auf die Werte berufen. Sagen, dass es ihm nur um die ungerechte Sache geht. Dass das mit ihm als Person ja nichts zu tun hat. -- Ein ethisches Dilemma erster Güte ...

UNIVERSITÄT | Plagiatorenjäger sollen Gesicht zeigen | Von Markus Decker || Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fordert, anonyme Hinweise auf abgeschriebene Doktorarbeiten zu ignorieren || Universitäten sollen anonymen Hinweisen auf Plagiate künftig in der Regel nicht mehr nachgehen. Das ergibt sich aus den jüngsten Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zum Umgang mit vermeintlich oder tatsächlich gefälschten Doktorarbeiten. „Die Überprüfung anonymer Anzeigen ist durch die Stelle, die den Vorwurf entgegennimmt, abzuwägen“, heißt es darin. (Berliner Zeitung (Online), dort auch mehr zu diesem Thema)

KOMMENTAR ZU LAMMERT | Jäger und Sammler der Plagiate | Von Katja Tichomirowa || Die Vorwürfe gegen den einstigen Doktoranden Lammert dürfen nicht ungeprüft übernommen werden. || Robert Schmidt, seines Zeichens Entdecker von Plagiaten, tatsächlich wohl eher ein Jäger und Sammler derselben, hat sich in der deutschen Politik inzwischen einen Namen gemacht. Vorausgesetzt, die Behauptung stimmt, er habe das wissenschaftliche Fehlverhalten der früheren Wissenschaftsministerin Annette Schavan aufgedeckt und so für ihren Sturz gesorgt. Nun setzt Schmidt dazu an, am Stuhl des Bundestagspräsidenten zu sägen. Er hält Norbert Lammert vor, Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben und einen erheblichen Teil der von ihm vorgeblich verwendeten Literatur „ganz offenbar“ nicht gelesen zu haben. (Berliner Zeitung (Online))

Dienstag, 6. August 2013

Guardiola

Zum ersten Mal kann ich Guardiola verstehen, nicht nur sprachlich. Diese Affigkeiten des Medienbetriebs sind einfach unangenehm. (Dieses Wort reicht. Sie bringen den Bayern-Trainer gewiss nicht um. Aber unangenehm sind sie. Man denke an Mücken, nachts im Zimmer, wenn man schlafen will.)

Lob für den Viertligisten gehört sich für den Favoriten nach einem 5:0 im Pokal, deshalb: „In der ersten Halbzeit hat Rehden es gut gemacht“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola. Dann aber. Der Spanier behielt sein Lächeln die ganze Zeit auf, als er zum Monolog ansetzte im ARD-Studio, doch die Botschaft war klar: Lasst mich in Ruhe arbeiten! „Journalisten sagen, es sei schwierig für meine Spieler. Die sind aber nicht bei meinen Besprechungen dabei. Aber es ist gar nicht schwierig. Ist es schwierig, nach hinten zu laufen? Ist es schwierig, zu attackieren? Das ist nicht schwierig“, sagte er. Guardiolas erste Medien-Schelte. (FOCUS Online)

Ich habe ihn mir im Übrigen viel allürenhafter vorgestellt. Er ist ein ruhiger, sympathischer Bursche, der auch mal selbstkritisch sein kann und sich zum Nicht-Supertrainer erklärt.

12:1

Das ist kein Ergebnis von einem Pokalspiel des FC Rüsselen gegen Bayer Leverkusen, sondern ...

Heute in der SZ, Titelseite, ein Bericht über 12:1 in der Schweiz. Hier im Netz auch unter anderen Zeitungen wie der FAZ gelistet. Das Stichwort Mindestlohn einmal anders: Wenn die Manager mehr verdienen wollen, müssen sie die kleinsten Löhne anheben. Wahrschein führt das erst mal zu dem Versuch, ein Unternehmen aufzubauen, das aus lauter Scheinselbständigen besteht. Aber sei's drum.

"... Eigentlich hatte das Votum „gegen die Abzockerei“ von Managern, das der Kleinunternehmer Thomas Minder angestoßen hatte, wenig mit Umverteilung zu tun. Hauptpunkt der Neuregelung ist, dass die Aktionäre börsennotierter Unternehmen über die Gehälter der Führungskräfte bestimmen sollen. Aber die Abstimmung verhalf vor allem der „1:12“-Initiative der Jungsozialisten zu ungeahntem Aufwind. Hier geht es um viel mehr, nämlich um eine maximale Spanne zwischen den höchsten und tiefsten Gehältern in einem Betrieb von 12 zu 1. Dies soll für alle Unternehmen, also nicht allein für die börsennotierten, gelten. Selbst Unternehmer, die das vorgeschlagene Verhältnis praktizieren, warnen vor einer solchen Pauschallösung, die den Wirtschaftsstandort Schweiz gefährde. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der gegen die Initiative kämpft, steckt nach seinem Versagen in der Abzocker-Debatte aber in einer tiefen Führungskrise."

12:1, das wäre doch mal was!

Montag, 5. August 2013

Verschwörungstheorien (Film)

Gestern, Beginn 23:05, der US-Film "Shooter". Eine neue alte Variante der Verschwörungstheorie vom "Vollständig bösen Geheimdienst im Geheimdienst". Kann das ein Zufall sein oder wollte Pro7 einen  feinsinnigen Kommentar zu den Whistleblowern der vergangenen Monate abgeben?

Wie auch immer, ich komme auf die Ideen, dass ich einmal die Filme zusammenstellen könnte, die nach einem vergleichbaren Schema funktionieren. Für den Anfang -- und unter Absehung wichtiger Unterschiede -- sind es diese:
Man könnte jetzt die Liste der "Politthriller" durchgehen, die in der Wikipedia zusammengetragen wurden und schauen, was da noch dazukommt.

--

| * Shooter geht, was den Schluss angeht, einen naheliegenden, doch seltenen Weg. Normalerweise ist da ein "gutes Ende" wie in The Long Kiss. Die Bösen sind besiegt, und die Gute ist bei ihrer Familie, weiß aber jetzt um ihre erstaunlichen Fähigkeiten als Killerin. Oder: Die Bösen bleiben gefährlich, wie in Three Days of the Condor. Wenn die New York Times die Geschichte nicht bringt, wird der CIA-Ableger den Helden Joseph Turner wahrscheinlich töten. Shooter also: Die Bösen haben gesiegt, weil sie formal unangreifbar sind. Jetzt ist aber nicht Schluss, sondern der Held geht noch einmal auf eine letzte einsame Mission. Er erschießt die Bösen, die trimphierend-feixend am Kamin sitzen, höchst eigenhändig.

Freitag, 2. August 2013

Kein Wikipedia-Humor, nirgends

Ach, es ist schad! Die Herren Wikipedia-Kontrolleure und ich, wir haben einfach nicht den gleichen Humor. Oder genauer: Die Herren Kontrolleure (es sind Herren, da bin ich mir sicher!) sind der Meinung, dass auch in Wikipedia-Diskussionen der Humor nichts zu suchen hat. Konkret jetzt: Ich hatte da eine Anmerkung zu dem WP-Artikel Stephanie zu Guttenberg gemacht, der schnell wieder gelöscht worden ist. In der Versionsgeschichte war er immerhin noch vorhanden. Nun denn, jetzt rette ich auch diese schnell gelöschte Anmerkung mal hierher:


Der schöne Stammbaum am Schluss

... einfach herzallerliebst! Da zeigt sich die Liebe zum Detail und zum Adel auf rührende Weise. Haben denn auch andere Adelige, der Ehemann etwa, das Recht, derartig umfassend-genealogisch dargestellt zu werden? (Und warum muss ich da nur an diese Zeilen von Fendrich denken? "Die Frau aus Industrie und Adel / verbeißt sich ins Tiroler Wadel / genauso gern wie in die Herrn aus Rimini." Hat weiter keine Bedeutung, selbstverständlich. Eine unziemlich Assoziation das! Selbstverständlich.) -- 29. Jul. 2013