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Donnerstag, 3. Juli 2014

Martenstein und der Neger ...

... Marius Jung, der sich selbst so nennt. In seinem "Handbuch für Negerfreunde".

Heute wieder mal: Martenstein sehr, sehr gut! Demnächst dann auch im Internet nachzulesen. Aber besser, wenn man die ZEIT abonniert hat. -- Zitat:

»Die Vorstellung, dass vermutlich zumeist schwanenweiße Jungs und Mädels in Deutschland einen rabenschwarzen Künstler wegen Rassismus an den Pranger stellen, nur weil dieser schwarz Bengel sich die Frechheit erlaubt, so etwas ihren deutschen Quadratschädel Überforderndes wie Satire und Sarkasmus zum Einsatz zu bringen, hat etwas Gespenstisches, oder?«

Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann die Mitglieder des Studentinnenrats der Universität Leipzig, an die dieser Satz ging, Martensteins Kolumne lesen. Werden sie eine Presseerklärung rausbringen?

Unterm Strich (ist besser als aufm Strich): Die Leipziger Uni macht offenbar eine neue Leipziger Schule auf. Jetzt warten wir aber gespannt auf Leistungen der Jungrammatikerinnen, die über das lustige Gendern hinausgehen!

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Ein Nachtrag:

"Kaum etwas ist so flüchtig wie der Fortschritt: Auch der Unterstrich [und erst recht das große Binnen-"I"] als Genderzeichen ist schon wiedet veraltet, wie ich im Forum lernen musste (Dank an "fredheine", Benutzer seit 14.10.2009!). Wer rechtschreibmäßig wirklich auf der Höhe der Zeit sein will, schreibt BäckermeisterInnen heute mit "Genderstar", also: Bäckermeister*innen. Der Stern steht für die Vielfalt an Varianten, die Transgender haben kann."

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Noch eine Überlegung, ein Gedankenspiel: Wären die GROSSEN Feministinnen als Gruppe die Frau und der Rest der Gesellschaft (da wären, vermute ich mal, auch die meisten Frauen dabei) der Mann, dann stünde wegen "unüberbrückbarer Differenzen" die Scheidung an. Wenn der Mann so genervt ist von den Marotten, die die Partnerin im Laufe der Zeit entwickelt hat, sodass sie im Alltag nur noch bei jeder Kleinigkeit rumnölt, dann ist das einfach nicht mehr auszuhalten und MANN geht. Jetzt ist die Frage: Wie bekommt man eine solche Scheidung in der Gesellschaft hin? Soll man sagen: Zieht euch in die Lüneburger Heide zurück und gründet da eure Frauenkommune mit euresgleichen? Da könnt ihr dann die von den Männern verratenen Ideale der Menschheit gesellschaftliche Realität werden lassen! (Was solche Idealgesellschaften angeht, sie haben meist relativ schnell zu Mord und Todschlag innerhalb der eigenen Partei geführt.) -- Merke: Für die Scheidung Mann / Frau hat die Gesellschaft rechtliche Prozeduren entwickelt, für die Scheidung von Gruppen, die ganz eigene Ideale haben, offenbar noch nicht.

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Noch ein (Be-) Fund:

"Die Studentenvertreter äußerten sich in einem neuen Statement zu der Kritik: Die Auszeichnung hätte sich nicht auf "das Buch an sich" bezogen, sondern auf den Titel und auf "rassistische Inhalte der Werbemaßnahme." Die Darstellung eines nackten schwarzen Menschen mit roter Gedenkschleife erinnere an eine "rassistische Motivik". Die Studenten gestehen zudem ein, "dass die Perspektive unseren Blickes Teil einer weißen Mehrheitsgesellschaft ist." Die Biografie sei dem Referat bekannt gewesen."

Die Student*innen selbst äußern sich authentisch hier. Und wer die Sache mal überblicken möchte, kann so nachschauen ...

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Fazit: Da haben sich der deutsche Idealismus mit seinem 'Ding an sich' und die weltfremde universitäre Wissenschaftlichkeit auf das schönste gepaart! Und herausgekommen ist das deutsche Baby mit Namen: Humorlosius Blödsinn.

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P.S. DAS HIER DÜRFEN SIE SICH AUF KEINEN FALL ENTGEHEN LASSEN!