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Mittwoch, 5. November 2014

Obama und das Volk der USA

O du Volksmeinung! O ihr Journalisten!

"Die Republikaner haben nicht nur spielerisch leicht die Mehrheit im Senat erobert. Sie haben auch mehrere Überraschungserfolge gelandet; kaum jemand hätte vermutet, dass die demokratisch dominierten Staaten Maine, Massachussetts, Illinois und Maryland konservative Gouverneure erhalten. / Präsident Barack Obama hat nun in seiner Heimat Illinois einen Republikaner im höchsten Staatsamt: ein treffendes Sinnbild für den Absturz des einstigen Hoffnungsträgers." (Die Presse)

Der Absturz des einstigen Hoffnungsträgers... Wie man die klammheimliche Freude spürt! Hat wieder mal so ein Idealist eins von der Wirklichkeit auf die Schnauze bekommen. So muss es sein. Die Realität besiegt uns alle, warum nicht auch die einstigen Hoffnungsträger. Das tröstet doch den Populus.

Was soll ich sagen: Ich habe in George Double U schon nicht den Schaitan gesehen. Sondern einen Amerikaner schlichten Gemüts, mit ich wahrscheinlich gut ein Bier trinken könnte. An dem sich die Deutschen und andere aber mal so richtig kritisch aufgeilen konnten. Und, nun ja: Ich mag Obama noch immer. 

Vielleicht muss man den schönen Brecht-Kalauer doch mal ernst und unironisch nehmen: Ja, es wäre gut, wenn der Präsident bliebe und sich ein anderes Volk wählte. Ich würde dann gerne nach Washinton fahren und ihm gratulieren.