Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Sonntag, 30. November 2014

Google: Kritik der Kritik

Das kopiere ich aus dem Wikipedia-Café hierher. Ich hab es heute gegen 1 Uhr gepostet. Auf der Wikipedia-Seite alles mit Links, die ich hier weglasse.

Eigentlich ist es ja Google ein Dauerthema. Im Moment geht die Kritik an Google so: "Pro Google-Entflechtung: Internet statt Google-Net // Das Europaparlament fordert eine Entflechtung von Google. Das ist ein notwendiger Schritt. // Zerschlagungsstreit: Google spendet für EU-kritische US-Abgeordnete. // Das EU-Parlament will eine Zerschlagung von Google prüfen. US-Abgeordnete mahnen: Lasst unseren Konzern in Ruhe. // Google-Befürworter kassierten Spenden von Google." (Alles: Erste Artikel bei Google News (!) von heute)

Zunächst mal: Nein, ich werde für das Folgende nicht bezahlt. Ich stehe auch in keinem näheren Kontakt zu Google, außer dass ich die Suchmaschine und ein paar Dienste benutze und für 100 GB G-Drive bezahle. (Na gut, ich habe mit einem gewissen Jacob in den USA drei Mails getauscht, der mich in Sachen Google Drive sehr nett beraten hat. Das war aber rein technisch.) Es geht mir darum, dass ich ein paar Punkte in der Google-Kritik sehe, die mir blödsinnig -- ok, vorsichtiger: wenig durchdacht vorkommen. Ich gehe mal von eine paar Voraussetzungen aus, die ich für selbstverständlich richtig halte.

  • Google ist eine von vielen Suchmaschinen. Es ist den Kritikern wie auch überhaupt allen unbenommen, eine andere Suchmaschine zu benutzen. Es gibt ja genügend andere. (Vgl. "So entkommen Sie dem Google-Monopol" (DIE WELT))
  • Es ist auch allen Kritikern unbenommen, sich zusammenzutun und eine Suchmaschine nach ihren eigenen Vorstellungen einzuführen und zum Erfolg zu führen. So schwierig ist das nicht, wie die Berichte über eine neue Google-Alternative namens Qwant zeigen. ("Mit Qwant geht eine neue Google-Alternative in Deutschland an den Start. Die französische Suchmaschine will sich vor allem durch besseren Datenschutz von der Konkurrenz aus Mountain View abheben." Na also!)
  • Ich nehme an, dass das so oft kritisierte Google ("Monopolist", "Krake") einfach deshalb so viel Erfolg hat, weil es -- Achtung jetzt! -- ziemlich gute, grafisch gut aufbereitete Suchergebnisse liefert
  • den Leuten mit Werbung usw. viel weniger auf die Nerven geht als die Konkurrenz (Ergebnisse eines Selbstversuchs mit den Google-Alternativen. Wer anderes zu berichten weiß: Nur her damit!)
Unterm Strich: Ich würde Berichte von Kritikern begrüßen, die skizzieren, wie sie es persönlich in Sachen Suchmaschine halten = Welche Alternative sie benutzen. Das mit dem Berichte-Wunsch gilt für die kritischen Politiker, die Medien und für Kritiker hier. Bis ich in dieser Hinsicht Überzeugendes gelesen habe, gehe ich davon aus, dass

  • die große Anzahl der Internet-Benutzer keine allzu große Angst vor Google hat und, wiewohl durchaus informiert, das Google-Kritikastern für wohlfeil und irrelevant hält (Warum sollten diese User denn nicht zu den Alternativen gehen?!)
  • hier das alte Spiel gespielt wird: "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!" (Für die Jüngeren, die diese Redensart nicht mehr kennen: Ich möchte zwei unvereinbare Dinge gleichzeitig haben. Hier: Eine tolle Suchmaschine, die aber nichts verdient (ergo: keine Inhalte abgreift und damit Werbung und geldwertes Wissen generiert, und sowieso genau so ist, wie ich sie haben möchte.)
Zusammenfassung zur Google-Kritik: Hier passt der alte Brecht-Spruch in leichter Abwandlung: "Wäre es nicht doch einfacher, die Google-Kritiker lösten das doofe Google-User-Volk auf und wählten ein anderes?"

[Falls sich jemand fragt, warum ich so ausführlich werde: Ich bin dabei, Material zusammenzutragen. Thema: "Die Grundlagen des Argumentierens". Das hier ist dennoch kein Spiel. Ich vertrete hier ganz ernsthaft meine Meinung in der Sache. Und aus Erfahrung noch das: Bitte beim Thema bleiben!]

-- Erste Antwort --

Ich halte nichts von dieser Regulierung eines "unbezahlten" Dienstes. Wenn andere SuMas besser (was heisst das?) werden, werden sie sich durchsetzen. // Also das gleiche wie bei Facebook aktuell: Einige Hundertausende wandern ab und schreiben sich bei Alternativen ein. // Wenn Google eines Tages "den Leuten wirklich weh tun wird", werden sie mit den Füssen abstimmen. Bis dahin möchte ich es nicht missen. Ja ihr Google-Bastarde! Ich gebs zu! Aber ohne mich ...? Was wärt ihr ohne Leute wie mich...? Na!! Bastarde!!! GEEZER… nil nisi bene 30. Nov. 2014