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Donnerstag, 4. August 2016

Übersetzerstreit, damals

Auch nach Jahren noch lesenswert:

"Der Streit um die mißglückte deutsche Übersetzung des Romans „Lemprière’s Wörterbuch“ von Lawrence Norfolk führt zu der Frage: Ist beim Übersetzen eigentlich alles egal? | Stetige Bumser im Rücken | 5. Februar 1993 | Von Dieter E. Zimmer || Eine Berufsgruppe, die sonst im stillen wirkt, hat seit Ende letzten Jahres so etwas wie einen öffentlichen Eklat: die literarischen Übersetzer. Elf von ihnen, darunter hervorragende, entschlossen sich zu einem beispiellos unkollegialen Schritt. Sie. schrieben einen offenen Brief an die Medien, in dem sie gegen die Arbeit eines Kollegen (Hanswilhelm Haefs) Protest einlegten und den Verlag (Knaus/Bertelsmann) aufforderten, das betreffende Buch (Lawrence Norfolks Roman „Lemprière’s Wörterbuch“) neu übersetzen zu lassen. Der Verlag beantwortete das Ansinnen mit einer Schadensersatzdrohung. | [...] | Denn wenn sich da nicht einiges geraderückt, erhält demnächst einen Orden für sprachliche Innovation und Distanzierung, wer es schafft, aus einer Boulevardschlagzeile wie „Lost Royalties Hit Pop Stars for Millions“ etwas Ungeläufiges zu machen, etwa: „Verlorene Königliche schlagen Puffsterne für Millionen“. Heißt: Honorareinbußen schädigen Pop Stars um Millionen." (ZEIT Online)

Wobei -- Honorareinbußen schädigen Pop Stars um Millionen ? Ich glaube, diesen Satz könnte man noch ein klitzeklein Bisschen, na gut: bisschen schöner formulieren.