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Freitag, 12. Juli 2013

"Wo Betty wohnt" ...

... ist ein Artikel in der SZ heute, über die deutsche Kunst im Museum von St. Louis. Dabei ein Bild von Gerhard Richter eben jener "Betty". Das Bild wird als "das berühmteste rätselhafte Frauenporträt der Jetztzeit" bezeichnet. Schön, wenn jemand locker so einen Superlativ hinsetzen kann. Das zeugt vorab schon mal von Selbstbewusstsein!



Nun aber: In einem Museumsshop, ich glaube es war in Murnau, hab ich ein Büchlein gesehen: "Das kann ich auch" oder so ähnlich.* Über die Qualitäten der modernen Kunst, die der Laie halt nicht so einfach erkennen kann. (Kishon hat ja wüst gegen diese These polemisiert!) Dieses rätshafte Frauenporträt ist schon allein deshalb rätselhaft, weil man sofort vor der Frage steht, ob das denn ein Porträt ist. Dann folgt die Frage, ob man denn sowas malen muss, wenn sich diese leicht unscharfe Photographie auch bequem -- und auch mit Ölfarben, wenn man mag -- auf die Leinwand plotten lässt. Usw. Usf. Fragen über Fragen.

Aber verneigen wir uns erst mal vor den Herren Richter, Koons und Hirst.

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| * Habe sogar gefunden. Hier anzusehen.