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Sonntag, 24. Januar 2016

Mieter <> Vermieter: Wer hat denn ...

... hier nun recht? Die Frau aus Rumänien, die -- Achtung, neuer Ausdruck! -- 'mehrheitlich rot / grüne Tränendrüsenpresse' oder der Kritiker, Herr Löhr?

Die Huffington Post vermeldet:

"Wohnungssuchende Rumänin klagt an: „Wir als Ausländer sollen nur arbeiten, arbeiten und Steuern zahlen" | The Huffington Post | von Tobias Lill | Eigentlich verdient Nicoletta Lacatusu gut. Auf 2800 Euro netto im Monat kommt sie gemeinsam mit ihrem Mann. Auch im teuren Großraum München kann man davon leben. | Mit ihren beiden Söhnen und deren Familien leben sie in einer Wohnung in Putzbrunn nahe der bayerischen Landeshauptstadt. 950 Euro Warmmiete kostet sie pro Monat. | Doch nun müssen sie ihre Wohnung verlassen. Der Vermieter hat den Vertrag gekündigt. „Ich weiß nicht, wie es weitergeht“, sagt sie. Dutzende Wohnungen in München und dem Umland habe sie in den vergangenen sechs Monaten angesehen. || „Ich rufe Sie dann an“ || Die Vermieter hätten immer gesagt: „Ich rufe Sie dann an.“ Doch das Telefon klingelte einfach nicht. | Lacatusu glaubt die Ursache für die vielen Absagen zu kennen: „Ich werde als Ausländerin bei der Wohnungssuche benachteiligt.“ | „Wir haben keine Rechte. Nur die Deutschen haben Rechte. Wir als Ausländer sollen nur arbeiten, arbeiten und Steuern zahlen“, sagt die Migrantin. Gerade als Rumänin werde sie im Alltag diskriminiert. | "Frau Merkel sollte nicht nur für die Deutschen und die Flüchtlinge etwas tun“ | Lacatusa sitzt auf einer riesigen Couch, die einen großen Teil der Wohnungsfläche ausmacht. Im Hintergrund schreit ihr Enkel. Doch sie lässt sich nicht irritieren, kommt richtig in Fahrt: „Frau Merkel sollte nicht nur für die Deutschen und die Flüchtlinge etwas tun.“ Auch die hier lebenden Ausländer hätten Rechte. | 50 Stunden arbeitet Lacatusu, als Küchenhilfe und Putzfrau. Die 40-Jährige hat tiefe Augenringe. „Ich arbeite hart“, sagt sie. In den sechs Jahren, seit sie in Deutschland lebt, sei sie nur einen Monat lang arbeitslos gewesen."

Darauf antwortet "Michael Loehr · Geschäftsführer/in bei ... Selbständig" in einem Kommentar:

"Stimmt. Nirgendwo auf der Welt genießen Mieter solche Rechte wie in Deutschland. Wer als Vermieter mal einen Mietnomaden in der Wohnung hatte und ca. 1 Jahr klagen musste, der kennt das Problem. Und in nicht wenigen Fällen zerlegen einem solche "netten" Mieter auch noch die Wohnung nach allen Regeln der Kunst. Schäden von 40.000 Euro und mehr sind dann keine Seltenheit. Was mich an diesem Fall auch wieder wundert, ist die Personenanzahl. Dort wohnt also die interviewte Frau mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und deren Familien. In der Wohnung befinden sich (Kleinkind war zu hören), also mindestens 7 Personen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Personenzahl vorher so mit dem Vermieter abgesprochen war. Und vor Obdachlosigkeit braucht diese Frau auch keine Angst zu haben, weil man eine Familie mit Kleinkind/ern nicht einfach auf die Straße setzen darf. D.h., die Familie hat im Prinzip ewig Zeit sich in Ruhe eine neue Wohnung zu suchen. Und was die 2.800 Euro Euro/Netto Einkommen angeht. Hier arbeitet wohl nur der Frau, während der Rest anscheinend staatliche Leistungen bekommt. Denn das Einkommen des Ehemannes mit dem T-Shirt "I`m sexi...." wurde nicht erwähnt. Von daher entspricht der Spruch "wir dürfen nur arbeiten, arbeiten und Steuern zahlen" wohl auch nicht der ganzen Wahrheit. Diese Story ist von daher ein typisches Beispiel der mehrheitlich rot/grünen Tränendrüsenpresse. Wer hier mal richtig recherchieren würde, käme wahrscheinlich zu ganz anderen Realitäten. Vielleicht sollte man auch einfach mal beim "herzlosen Vermieter" nachfragen, warum er so "fleißigen und hart arbeitenden Menschen" einfach kündigt."