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Donnerstag, 21. Januar 2016

Was macht eigentlich: Julian Assange?

Wenn man nach Fällen sucht, in denen zwei scheinbar weit voneinander entfernt liegende Gebiete miteinander in Berührung kommen und bei nachdenklichen Menschen zu einer bestimmten Form der Ratlosigkeit führen, dann gehört dazu mit Sicherheit das, was über den Herrn Assange bekannt ist. Nein, gemeint ist nicht, was das so ganz allgemein für ein Mensch ist, der französisch klingende Namen trägt, Australier ist, und seit einiger Zeit auf dem extraterritorialen Gebiet der Botschaft Ecuadors in London lebt. Das kann man unter dem Thema 'Bizarre Konstellationen abbuchen. Nein, es geht um das Zusammentreffen von "Kritik etablierter politischer Systeme", in diesem Fall durch gekonnt inszenierten Geheimnisverrat, und, ja nun: Sex und Gewalt. Auch da: keine Gewissheit nirgends. Der Herr A. kann selbstverständlich, was die Vergewaltigungsvorwürfe angeht, vollkommen unschuldig sein, und es kann die CIA ein gekonntes Intrigenspiel inszeniert haben. Alles möglich. Ganz klar. Fakt aber bleibt ... Also, das Folgende:

 Heute vermeldet die Süddeutsche, ähnlich wie andere Blätter bzw. Zeitung-Homepages, dies:

21. Januar 2016, 05:37 Uhr | Enthüllungsplattform | Wikileaks-Gründer Assange soll in den kommenden Tagen befragt werden || Das hat Ecuadors Präsident Rafael Correa angekündigt. Assange sitzt wegen Vergewaltigungsvorwürfen in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. || Nach Vergewaltigungsvorwürfen zweier Frauen flüchtete Wikileaks-Gründer Julian Assange 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London, seitdem geht es kaum voran in seinem Fall.

Da ist einer also ein kühler Revolutionär des digitalen Zeitalters, und auf der anderen Seite könnte es sein, dass er -- nun ja, irgend etwas Triebhaftes in und an sich vielleicht nicht immer im Griff hat. Ok, das Bild geht nicht in jeder Hinsicht auf, aber Sie wissen ja, wie es gemeint ist ...