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Sonntag, 17. April 2016

Eine Sprache voller Fallstricke

Ach ja, die Wikipedia. Immer wieder gut für sprachliche Grenzfälle und ungewollt lospreschenden Humor!

"Wieso wird denn hier permanent die Begründungen bezüglich der Ehe mit Aischa gelöscht? Bitte die folgenden Zeilen beim Abschnitt "Zu Mohammeds Familie" einfügen bzw. stehen lassen. 

Die Heirat mit Aischa war folglich bedingt:
  • Es war keine sexuelle ausgerichtete Heirat
  • In der frühen Zeit war es üblich, dass man durch Heirat nähere Beziehungen zwischen den damals herrschenden Stämme schloß. Abu Bakr war ein treuer Gefährte (arabisch: ????? - sahabah)des Propheten Mohammed, hatte aber faktisch keinen Bezug, im Sinne von Stämmen, zu ihm.
  • Dies war eine gewöhnliche Sitte in dieser Zeit.
Ich habe diese Einträge einmal gelöscht, da sie in einem furchtbaren deutsch verfasst sind und es nicht klar wird was den da die Aussage sein soll? Ausserdem stimmen die Angaben nicht mit Aischa bint Abi-Bakr überein.--Timt 15:20, 28. Jan 2005"

"... eine sexuell ausgerichtete Heirat". Schön! Und vor allem das "furchtbare Deutsch", das der User Timt mit seinem gellend-schönen Deutsch moniert!

Tja, da sieht man mal wieder: Deutsch -- eine Sprache voller Fallstricke!

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P. S. Für eine zukünftige Argumentationstheorie halten wir fest: "Dies war eine gewöhnliche Sitte in dieser Zeit." a) Hier gehört eine genauere Spezifizierung hin. Fast nichts galt in der Vergangenheit universell, überall. b) Welchen Status hat eine solche Aussage? Ich habe vor kurzem eine Sendung als Podcast gehört, über die Sklaverei. Wenn etwas universell war, dann die Ansicht der Antike, dass Sklaverei normal und natürlich-gegeben ist. Soll man daraus schließen, dass man die Vergangenheit darum nicht -- mit einigem Staunen -- kritisieren und als geistig deutlich minderbemittelt kritisieren darf?