Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Sonntag, 22. Mai 2016

Die AfD und die Muslime

Ein kleiner Meinungsaustausch mit mir als Beteiligtem, auf den Seiten der ZEIT:

"EinLeser69 || Wut ist es nicht, bzw. nicht immer, es ist zumeist Trauer und Empörung. Der AfD Wähler hat meiner Ansicht nach nicht den blassesten Schimmer, was er da los tritt. Und wenn ich Recht behalte, wird er das unter schrecklichen Schmerzen lernen. Aber egal, vielleicht hab ich ja nicht recht, hoffe das in unserem Interesse als Land, dass sich in einer internationalen Gemeinschaft gut integriert hat (bisher)."

"'Der AfD Wähler hat meiner Ansicht nach nicht den blassesten Schimmer, was er da los tritt.' || Meine Einschätzung: Das kann man genau andersrum sehen. Die "etablierten Parteien" sehen nicht, was sie mit ihrem -- natürlich abgestuften -- "Der Islam gehört zu Deutschland" heraufbeschwören. Ich glaube, dass 80% der AfD-Wähler der nahen Zukunft von dieser Partei als solcher nicht sonderlich viel halten. Es sind Protestwähler, die den Gehört-zu-Satz mit einen Nein versehen wollen. Und das kann dann locker zu 20% bei der nächsten Bundestagswahl führen. So ticken Menschen, Bürger, Wähler nun mal, wenn ihnen ein Thema und eine Meinung wichtig ist."

--

"Denn egal wie gut es den Menschen geht, wenn jemand ihre Ängste anspricht und die Leute gegeneinander aufwiegelt, dann werden immer viele den Demagogen hinterherlaufen."

"Dazu und als eine Anregung für die ZEIT: Es sollte mal eine große Diskussion geführt werden, welches Menschen- und Bürgerbild denn gilt, (a) das Bild des 'mündigen Bürgers', der die politischen Dinge ansieht und weiß, wie er zu interpretieren und zu entscheiden hat und der nicht durch politische und meinungsbildende Oberschichten vor sich selbst geschützt werden muss, oder (b) das Bild des 'verführbaren, kindlichen Bürgers', der nur ein Objekt der Manipulationen von 'Populisten' ist. Wer sich für (a) entscheidet, der muss die alte Masche mit Populismus, Manipulation und Verführbarkeit durch Demagogen einfach beiseite lassen. Wer (b) wählt, der hat ein Grundlagenproblem mit dem Bild von Demokratie (one man, one vote), wie wir es heute kennen. Er muss dann was anderes als die gegenwärtige Demokratie vorschlagen. Auf diese Vorschläge warte ich gespannt."