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Montag, 13. Februar 2017

Satire darf ...

... alles? Klar doch.

Man darf allerdings aber auch hin und wieder das, was Satiriker von sich geben, verblödet, weil vollkommen geschmacklos nennen. Das darf man auch.

Nehmen wir ein Beispiel:

Noch was, Walser (gefühlte 273)! || Sie sahen sich mal wieder zum Propheten berufen: »Die AfD wird von selbst verschwinden.« Diese Hoffnung müssen wir allerdings leider mit dem Hinweis dämpfen, daß man niemals von sich selbst auf andere schließen sollte. || Mit hellseherischen Grüßen Titanic

Ist das nicht schrecklich, Martin Walser? || Da steht man kurz vor seinem 90. Geburtstag, läßt matt seinen Lustschwengel hängen und sinkt demnächst endgültig ins Sabber- und Schreibkoma – und dann wird man vom Magazin »Cicero« auch noch zum »wichtigsten Intellektuellen Deutschlands« 2016 gewählt … | Wen bemitleidet man eigentlich am meisten, wenn man so hämisch wie höhnisch zur Nummer 1 unter Pappnasen wie Sloterdijk, H.-W. Sinn und (neu eingestiegen auf Platz 5) Sarrazin erklärt wird? Den »Cicero«? Deutschland? Oder wie immer sich selbst? | Intellektuell jedenfalls alles nur erdenklich Gute wünscht Titanic

Es ist da kein Trost, dass wahrscheinlich weder die Titanic noch der Verfasser* dieser ganz speziellen Einlassungen mal 90 werden. Aber wie auch immer -- wenn denn das Alter gekommen ist, dann wird niemand, der noch einigermaßen seine Sinne beisammen hat, dem Blatt und dem Verfasser ein "Sabber- und Schreibkoma" wünschen.

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* Hier gehe ich einmal davon aus, dass die Titanic noch von Menschen zusammengeschustert wird, dass also kein Schreibautomat mit dem speziellen Alogorithmus "Satire 'Geschmack Los X'" das ganze Heft und den Internet-Auftritt verantwortet.